Probleme mit dem Masken ausblasen! Abgesandt von Alessra am 12.07.2004 - 08:14:
Hallo Zusammen!
Ich war am Wochenende in Kroatien um meinen
Padi-OWD zu machen. Beim Pool-TG hatte ich die ersten Probleme mit dem Masken ausblasen. Als Hilfestellung wurde mir empfohlen, diese Übung unter der Dusche zu trainieren, doch leider blieb ich erfolglos. Bei den Freiwasser TG´s in Kroatien lief soweit alles glatt, nur als es ans Masken ausblasen ging, hatte ich wieder totale Probleme. Nach etlichen Fehlversuchen (u. viel geschlucktem Meerwasser) hat das dann dazu geführt, daß ich totale Angst bekam, überhaupt nur tiefer als 2m abzutauchen. Ich habe dann im Seichten ohne Maske versucht, mit dem Kopf unter Wasser u. mit Schnorchel bzw. Lungenautomat zu atmen. Selbst dabei mußte ich auftauchen, weil ich ständig das Gefühl hatte, keine Luft zu bekommen. Kann mir irgendjemand gute, hilfreiche Tipps geben, wie ich diese Übung mit der Maske (ohne die Panik zu kriegen) hinbekommen kann?
Antwort von Ekki am 12.07.2004 - 08:41 Guten Morgen Alessra,
Deine Probleme können mit einem Atemreflex zusammenhängen. Ich hatte mal einen TL, der ließ jeden Prüfling ohne Maske durch die Nase ins Wasser blasen. Grund hierfür ist ein angeborener Reflex, den kleine Babys oder Kinder haben. Die halten nämlich die Luft an, sobald der Kopf unter Wasser kommt. Bei manchen Menschen ist dieser Reflex auch noch im Erwachsenenalter vorhanden. Unter Wasser kann das, falls Du die Maske verlierst, sehr unangenehm werden. Erfahrungen diesbezüglich hast Du ja schon gemacht. Besagter TL hatte mal einen Vorfall (Maske vom Gesicht gerissen worden, Panik, Notaufstieg etc.) in grösseren Tiefen erlebt und war deshalb sehr vorsichtig geworden. Die Frage ist nun, wie Du diesen Reflex loswirst. Versuch beim Baden oder im Pool den Kopf unter Wasser zu stecken und durch die Nase auszuatmen. Wenn das nicht klappt hat vielleicht jemand anderes hier eine Idee oder Du müsstest Dich an einen Arzt wenden.
Viel Glück
Ekkehard
Antwort von Soni am 12.07.2004 - 08:46 ... nicht "unter der Dusche" sondern im Waschbecken mit *kaltem* Wasser.
Also: Maske und Schnorchel aufsetzen, Kopf ins Wasser, Maske fluten, ausblasen etc.... Das ganze so etwa 50 bis 100 mal hintereinander ohne Pause.
Antwort von buddy am 12.07.2004 - 09:18 hallo allesra
das phaenomen habe ich bei der ausbildung sehr haeufig erlebt.
ich glaube mal das du ein (nasenatmer )bist, du must einfach den wechsel hinbekommen nur erstmal
durch den lungena. zu atmen indem du im flachwasser ohne maske tauchst:und dir mit zuhalten und loslassen der nase angewoehnst eine
nur mundatmung zu machen.
selbst wenn es oft schief geht nicht aufgeben
der erfolg stellt sich schneller ein als du glaubst. gut luft buddy
Antwort von Dugong + Goldbär am 12.07.2004 - 10:00 Hallo Allesra,
nur nicht aufgeben. Da hilft nur üben, üben, üben.
Ich hatte am Anfang auch totale Probleme. Sobald mein Kopf im Wasser war, konnte ich nicht mehr atmen, weil mein Unterbewusstsein mir gesagt hat, im Wasser kann man nicht atmen. Hat dann einfach eine Weile gedauert, mein Unterbewusstsein zu überzeugen.
Was mir am Anfang sehr geholfen hat ist das Buch "Tauchen ohne Angst" von Monika Rahimi (dazu gibt es hier auch einige Buchkritiken).In dem Buch geht es eigentlich nur um Angst und besonders um ATMEN, was wohl gar nicht so einfach ist. Also, mir hat das wirklich geholfen.
Und noch mal, gib nicht auf, hab Geduld mit Dir.
Der Mensch ist kein Unterwasserlebewesen und die Umstellung braucht seine Zeit...
Antwort von Volker am 12.07.2004 - 10:31 Das Problem hatte ich in der Ausbildung auch. Und zwar deshalb, weil ich die Nase nicht von der Mundatmung "abschalten" konnte. Solange die Maske auf war, verhinderte sie ja erfolgreich das Atmen mit der NAse, aber sobald sie ab war, habe ich wieder durch Nase und Mund gleichzeitig eingeatmet, und das führt Unterwasser natürlich zu viel Wasser im Atmungstrakt Lösung für mich war, bewußt auf Verzicht der NAsenatmung zu trainieren. Sowas wie ein bewusstes Versperren des Nasenrachenraumes mit dem Gaumen (hilfreich ist das hochdrücken der Zunge).
Sobald mir bewußt wurde, woran dieser Wassereinbruch" lag, konnte ich es abschalten, und dann ging alles Problemlos. Bis dahin habe ich aber einiges Wasser zu mir genommen...
Gruß, Volker
Antwort von weltverbandsdeepdiver am 12.07.2004 - 16:55 Bin gerade in Eile, deshalb nur ganz kurz und ohne Linkangabe.
Es gibt Bücher die sich mit dem "Erlernen des Schwimmens" befassen. Viele dieser Bücher sind speziell auf "Kinder lernen Schwinmmen" abgestimmt.
In diesen Büchern sind hunderte von Übungen zur Wassergewöhnung beschrieben. Das geht los mit Tischtennisball übers Wasser pusten, strampeln im Wasser (Springbrunnen machen) und endet mit "Schwimmen können" *g*.
Such Dir aus diesen Büchern entsprechende Übungen aus, die Dir Spaß machen und lerne spielerisch die Reflexe zu beherrschen und Deine Angst methodisch (Betonung liegt auf Methodisch) abzubauen. (Natürlich sind in den Büchern auch vieel Übungen die für Dein Problem gar nichts nützen, aber viel Wassergewöhnungsübungen haben mit "Wasser im Gesicht" und "Kopf unter Wasser" zu tun.)
Radikalübungen (Kaltes Wasser und Rübe rein) gehen natürlich auch, sind aber nicht für jeden das Richtige.
Viel Erfolg
Deep
Antwort von Ottonormaltaucher am 12.07.2004 - 20:32 ....toller Instructor- Übungen sollen nach dem Kurs "unter der Dusche" gemacht werden- warum nicht gleich den ganzen OWD?
Normalerweise müssen die Übungen vor der Brevetierung sitzen... aber so kennt man die Firma
@Alessra
In einem Verein kannst Du in Ruhe und unter Anleitung üben bis es klappt....
Antwort von mozart am 12.07.2004 - 20:58 Alessra
Such Dir nen Buddy und dann
Üben Üben Üben
Das geht auch ohne Verein.
Antwort von weltverbandsdeepdiver am 12.07.2004 - 21:24 So, nochmal ich mit ein wenig Zeit.
Noch mal zur Methodik:
Könnte im Schwimmbad so aussehen:
Maske aufsetzen. Bubbels durch die Nase machen( Ohne PTG)
Ganz wenig Wasser in die Maske, Augen bleiben frei
Wasser rausblasen (10 - 15 mal wiederholen) (ohne PTG)
Mit PTG ohne Maske (bleibt am Beckenrand, der Buddy ist aber im Wasser dabei, ebenfalls an der Oberfläche) an der Oberfläche schwimmen, Gesicht aufs Wasser, atmen aus dem Gerät (mind 5 Minuten)
Ohne PTG:
Maske unter Wasser aufsetzen (nicht ausblasen), auftauchen
Ohne PTG
Maske unter Wasser aufsetzen (nicht ausblasen), auftauchen. Versuchen das Wasser an der Oberfläche auszublasen (klappt immer sehr gut)
Ohne PTG
Maske unter Wasser aufsetzen. Stehtiefes Wasser. Ausblasversuch.
Ohne PTG
Wenn es klappt, dann die Maske antauchen (aus 2 Meter Entfernung), ausblasen aufstehen
Maske aufsetzen. Bubbels durch die Nase machen( Mit PTG)
Ganz wenig Wasser in die Maske, Augen bleiben frei
Wasser rausblasen (10 - 15 mal wiederholen) (mit PTG)
Mit PTG:
Maske unter Wasser aufsetzen (nicht ausblasen), auftauchen
Mit PTG
Maske unter Wasser aufsetzen (nicht ausblasen), auftauchen. Versuchen das Wasser an der Oberfläche auszublasen (klappt immer sehr gut)
Mit PTG
Maske unter Wasser aufsetzen. Stehtiefes Wasser. Ausblasversuch unter Wasser
Mit PTG
Wenn es klappt, dann die Maske antauchen, ausblasen aufstehen
Und dann erst wieder mit PTG die Maske Fluten, ausblasen und gut ist.
Das wäre z. B. eine Möglichkeit. Gibt aber noch 10.000 andere.
Generell:
Vom Leichten zum Schweren
Vom Bekannten zum Unbekannten
Vom Einfachen zum Komplexen
Viele werden jetzt sagen: Aber mit Gerät ist es doch leichter? Jein ist die Antwort. Genau dabei gab es ja Schwierigkeiten, deshalb fangen wir mit ganz etwas anderm an, nämlich ohne Gerät und wir nehmen das Gerät nur zur Wassergewöhnung an der Oberfläche (ohen Maske schwimmen)
Gruss
Deep
Antwort von martin.l am 13.07.2004 - 02:15 Hallo Alessra!
Ich konnte nicht bestimmen, ob Du ein Mann oder eine Frau bist.
Wenn Du ein Mann mit Bart bist, dann gewöhne Dich daran (oder rasiere Dich - und gewöhne Dich trotzdem).
Als Frau rate ich Dir zum obigen Training.
Liebe Grüße
Martin
Antwort von und 26 Gäste am 13.07.2004 - 09:37 Zu diesem Thema wurde schon Vieles gesagt: Hier klicken
Antwort von Alessra am 13.07.2004 - 10:37 Hello again...
Danke für all Eure Tipps u. Ratschläge. Werd mir das Buch das Dugong u. Goldbär empfohlen hat besorgen u. dann nach Anweisungen von Weltverbandsdeepdiver üben, üben, üben,...
Vielleicht trifft man sich ja bald beim einen oder anderen TG Habt einstweilen ´ne schöne Zeit!
Alessra
Antwort von Schweyer am 13.07.2004 - 16:33 Also wie man so eine banale Sache auch komplizieren kann... . Hier nun mein simpler Tip! Geh` ins Hallenbad, nimm einen Bleigurt mit und begebe Dich ins hüfttiefe Wasser, dann setzt duch Dich auf den Boden, entspannst Dich und läßt Wasser in die Maske , anschließend mit einer Handfläche am oberen Rand der Maske Druck ausüben, Kopf überstrecken und durch die Nase ausatmen. Evtl. geht es mal schief aber Du wirst erkennen, daß es auch so klappen wird. Mein Tip nimm Dir Zeit und laß Dich nicht unter Druck bringen.
Ich denke mal das Dein primäres Problem wohl ist, der Kontakt mit Wasser und Auge oder das Gefühl, wenn Wasser in die Nase läuft und da hilft nur eines, Augen aufmachen unter Wasser und ab und zu mal Wasser durch die Nase reinziehen, ist unangenehm aber es gewöhnt Dich daran.
mir ging`s exakt genauso: Panik ohne Ende, sobald Wasser in die Maske kam.
Ich hab mir dann mit einem einfachen Trick beholfen: Es gibt Masken mit Ausblasventil. Hier geht die Luft UNTEN durchs Auslassventil raus, du musst zum Ausblasen also nur die Maske an der Stirn andrücken und dann durch die Nase ausatmen.
Seitdem ich das Teil habe, klappt es einwandfrei. Hast Du dann einmal das Erfolgserlebnis, ist die Panik weg. Mittlerweile atme ich sogar ohne Maske problemlos mit dem Automaten, nur im ersten Moment ist es etwas unangenehm.
Noch ein Tipp: Instinktiv atmest Du durch den Mund ein und aus, wenn er offen ist. Zum Ausblasen musst Du lernen, trotz offenem Mund (der hält ja den Automaten) durch die Nase auszuatmen. Übe das mal trocken - also Mund auf und bewßt durch die Nase ein- und ausatmen. Wenn das klappt, mach die Schwimmbadübungen wie beschrieben!
Viel Glück,
Oliver
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