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Probleme seit mittlerweile 1,5 Jahren Nach Tauchzwischenfall
Abgesandt von Ford Prefect Registriertes Mitglied am 12.08.2010 - 22:42:

Hallo,

bin neu hier und wollte mal nachhorchen ob hier nicht jemand einen wirklich fähigen Taucharzt kennt oder jemand irgendeinen Rat weiß.

Nach einer mittleren Ärzteodyssse weiß ich langsam nicht mehr weiter .


Zum Problem:

Seit einem Tauchunfall in Ägypten Anfang letzten Jahres leide ich unter sich immer mehr verschlimmernden Symptomen.
Alle Ärzte die ich in der Zwischenzeit aufsuchte meinen ich müsse wohl mit diesen Symptomen leben lernen.
In der Zwischenzeit habe ich aber so starke Einschränkungen sowohl im privaten als auch, und dies ist weit schlimmer, auch im beruflichen Bereich, dass ich mich in der Hoffnung an Sie wende mir eventuell den schlagenden Tip geben zu können doch eine Linderung herbeiführen zu können.
Gegen die Möglichkeit einer Heilung hätte ich natürlich auch nichts einzuwenden.

Hier kurz der Unfallhergang:

Es war beim vierten Tauchgang des Urlaubs, der 2te des Tages.
Die maximale Tiefe sollte bei unter 15 Metern liegen.
( Nebenbei: bei allen Tauchgängen hatte ich das Gefühl, die Atemluft könne leicht verunreinigt sein, hatte aber keine größeren Probleme damit außer einem leicht unangenehmen Gefühl beim Atmen.)

Vor diesem Tauchgang hatte ich starke Probleme beim Abtauchen den Druckausgleich links durchzuführen.
Wegen der geringen Tauchtiefe blies ich aber einige Male stark und tauchte, als es endlich knackste, dann doch ab.

Wir gingen tatsächlich nicht unter 12 Meter.

Nach ca. 15 min überfiel mich ein leichtes Schwindelgefühl und Unwohlsein, welches allerdings nach wenigen Augenblicken vollständig verschwand.

5 Min darauf merkte ich wie ich anfing ernsthafte Orientierungsprobleme zu bekommen und tauchte kontrolliert aus noch ca. 6 Metern auf.

An der Oberfläche hatte ich Schwierigkeiten mich zu orientieren, mir war schwindelig, ich fühlte mich extrem kraftlos und schaffte es so eben, auf dem Rücken schwimmend, das Tauchboot zu erreichen.

Ich hoffte das Gefühl würde verfliegen, aber es nahm noch zu.
Mir war extrem schwindelig, besonders bei geöffneten Augen und ich musste mich kurz darauf sehr heftig übergeben.
Darauf schlief ich sofort ein und schlief, zurück im Hotel, dann auch die nächsten 2 Tage mehr oder weniger durch.

Die nächsten Wochen waren geprägt von langen Schlafphasen und stark eingeschränkter Leistungsfähigkeit.
Trotz des langen Schlafens war ich nach wenigen Stunden wieder bleiern müde. Sehr oft trat extrem starker Drehschwindel auf, meist bei geschlossenen Augen oder beim Lagewechsel im Liegen aber auch bei körperlicher Anstrengung.
Selten hatte ich ein leichtes Krbbeln in ddn Zehen.
Auch meine Konzentrationsfähigkeit war deutlich verringert.
Zwei Fahrten in der Druckkammer in Frankfurt auf 15 Meter Tiefe brachten für einige Zeit Erleichterung.
Aus zeitlichen Gründen und da die Krankenkasse die Kosten nicht übernehmen wollte, machte ich aber nicht die vollen empfohlenen 10 Tauchfahrten.

Der Schwindel hat sich sehr gebessert, die häufige, bleierne Abgeschlagenheit dagegen nicht.

Es kommen nach und nach nun immer mehr Symptome hinzu.
Seit einem Jahr habe ich konstant Tinitus und Ohrensausen, mal mehr mal weniger.
Sehr häufig ist mir noch "schwummerig", oft schlagartig in Belastungssituationen, ich verliere die Konzentrationsfähigkeit, bekomme einen Tunnelblick und oft Schweißausbrüche, diese besonders wenn ich nur kurz geschlafen habe.
Sehr häufig verliere ich komplett den Faden.
Meine Aussprache ist etwas undeutlicher geworden.
Dauernd habe ich ein Gefühl wie mit Scheuklappen.
Ich bin oft gereizt und insgesamt wenig belastbar, ich schlafe viel, bin doch nie richtig wach und sehe ständig müde aus.
Ab und an habe ich Beklemmungsgefühle im Brustbereich.
Bei körperlicher Betätigung bin ich weit weniger leistungsfähig.
Es fällt mir schwer die Augen schnell scharf zu stellen, beispielsweise beim Blick in den Rückspiegel.

Mittlerweile habe ich finanzielle Einbußen durch die Sache.
Ich bin freiberuflich und schaffe gerade noch ein Drittel meines sonstigen Pensums, private Aktivitäten fallen beinahe völlig flach.

Eine Kernspin des Kopfes war ohne Befund, ebenso neurologische Tests.
Alleine der starke Schwindel trat einmal während einer Untersuchung auf und konnte diagnostiziert werden.

Die letzten 2 Monate habe ich fast gar nicht gearbeitet um Stress als Ursache auszuschließen, eine Besserung stellte sich hierdurch nicht ein.
Langsam gehen mir die Ideen aus...

Wie bereit erwähnt wäre ich über jede Hilfe oder irgendwelche zielführenden Vorschläge mehr als dankbar.
Behandlung auf Depression, wie es ein Neurologe vorschlug, ist hoffentlich nicht der Stein der Weisen...:/


Vielleicht fällt Euch ja was ein...


Danke schon mal im Voraus.


Viele Grüße.

Jürgen




Antwort von dork Registriertes Mitglied am 13.08.2010 - 01:11
Jürgen,

1.5 Jahre sind ein ganz schön lange Zeit. Hast du dich schon mal an DAN oder Auqa-Med gewandt?
Antwort von boesewicht Registriertes Mitglied am 13.08.2010 - 03:40
Vorweg, bin kein Arzt, haben nur anhand Deiner Schilderungen mal gegoogelt - ausschlaggebend war für mich Dein Hinweis auf die verwendete Atemluft ...

Lies Dir das hier ...

Hier klicken

mal durch und schau Dir dazu direkt Deinen eigenen Hinweis hinsichtlich der verwendeten Atemluft an ...

Zitat (von Deinem eigenen Text) ...
"( Nebenbei: bei allen Tauchgängen hatte ich das Gefühl, die Atemluft könne leicht verunreinigt sein, hatte aber keine größeren Probleme damit außer einem leicht unangenehmen Gefühl beim Atmen.) "


Hinsichtlich der Wirkung der erfolgten Druckkammer fahrten ... - unten rechts in der nachfolgenden Datei ...


Hier klicken
Antwort von boesewicht Registriertes Mitglied am 13.08.2010 - 03:43
PS: haben andere Mittaucher damals auch Bedenken gehabt hinsichtlich der Atemluft ?
Hatten andere auch irgendwelche unerklärlichen Sympthome ?
Antwort von Stephan K. Registriertes Mitglied am 13.08.2010 - 07:29
Laufend Schwindel?

Geh mal zu einem HNO-Arzt und lass mal dein Gleichgewichtssinn in den Ohren checken?
Vermutlich stimmt da was nicht.

Das würde genau auf deine Symtome passen.

Evt. ist in einem Ohr der Gleichgewichtssinn (kenne den Fachausdruck gerade nicht) defekt und deshalb deine Probleme.

Antwort von Stephan K. Registriertes Mitglied am 13.08.2010 - 07:55
Hier klicken

Hier klicken

Geh zu einem HNO-Arzt und lass mal folgendes checken.

Gleichgewichtsuntersuchung mittels thermischer Reizung der Labyrinthe und Elektronystagmografie (computergestützte Gleichgewichtsdiagnostik des Innenohres)


Schlechte Luft aus den Tauchflaschen schöiesse ich aus.
Mein Tip wäre das das Folgen eines Barotrauamas der Ohren ist.

cu
Stephan
(medizinischer Laie, aber mit Freundin die dieselben Symtome auch hatte)
Antwort von whaleshark Registriertes Mitglied am 13.08.2010 - 09:59
HaiFord Prefect

sind ja mehrere verschiedene Symptome und ob die alle mit mit der geschilderten Tauchsituation zu tun haben?
Glaube ich persönlich nicht.

Hier hilft mit Sicherheit kein raten

Eventuell ist hier eine Anlaufstelle bei der Du nachfragen kannst. Hier klicken

Gute Besserung
Antwort von Wurzelzwerg Registriertes Mitglied am 13.08.2010 - 11:01
Hallo Ford Perfect,

durch die, von Dir beschriebenen Druckausgleichprobleme und den daraufhin forcierten Druckausgleich kann es zu einem Barotrauma des Innenohres gekommen sein.
Dies kann nur durch einen Mediziner abgeklärt werden.
Am besten durch einen tauchmedizinisch geschulten HNO Arzt.
Als Ansprechpartner kann ich Dir folgende Seite empfehlen, denn hier sitzen HNO Ärzte, die sich tauchmedizinisch spezialisiert haben. Hier klicken
Sollte Dir Heidelberg zu weit sein, so können sie Dir sicher einen Arzt in Deiner Nähe empfehlen.

Gute Besserung

Der Zwerg
Antwort von DrBill Registriertes Mitglied am 13.08.2010 - 11:14
Hallo Ford Prefekt

ob es zwischen den geschilderten Symptomen, insbesondere zwischen den akuten nach dem Tauchen und den zunehmenden Symptomen ein Zusammenhang besteht ist eher fraglich.Vielleicht besteht nur ein zeitlicher aber kein ursächlicher Zusammenhang. Zusammenhang. Die zunehmenden Symptome sind unspezifisch, allerdings nicht untypisch für Depressionen oder eine Angsterkrankung. Ich würde dringend eine organische Abklärung vornehmen lassen (Kernspinn schon erfolgt - ohne pathologischen Befund, Labor, also Blutuntersuchungen?) und dann einen Nervenarzt der auch psychiatisch arbeitet oder einen Psychiater aufsuchen. Depressionen und Angsterkrankungen kann man medikamentös und auch psychotherapeutisch gut behandeln. Sollte keinen organische Ursache zu funden sein, sollten mögliche psychiatrische Ursachen dringend abgeklärt werden, um ggf. behandelt zu werden.
Gute Besserung DrBill.
Antwort von boesewicht Registriertes Mitglied am 13.08.2010 - 11:18
Es geht hier um Langzeitschäden ... - das man sich beide Ohren verbiegt und sich beide Gleichgewichtsorgane beschädigt ist ja eher auszuschließen und bei der Schädigung eines Ohres würde im Laufe der Zeit das andere Ohr sowie deren inneren Funktionen vom anderen Ohr größtenteils übernommen (eigene Erfahrung) ...

Verschmutzte Atemluft jedoch kann ja auch zu eben diesen aufgelisteten Folgeerscheinungen führen ...

Zb. CO-Vergiftung ...

Siehe halt hierzu ...

Hier klicken

Zitat (aus genanntem Link)

"Spätschäden nach CO-Vergiftung
Nach Tagen bis zu drei Wochen nach einer CO-Vergiftung entwickeln 10 bis 40% der Opfer Folgeschäden an Herz und Nervensystem, die auch bei leichten Vergiftungen beobachtet wurden. Hierzu gehören Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen, Schwindel, Kopfschmerzen, Übelkeit, Persönlichkeitsveränderungen, aber auch Psychosen und parkinson-ähnliche Erkrankungen. Am Herz können eine dauerhafte Leistungsschwäche oder vielfältige Rhythmusstörungen als Spätschäden auftreten."

Evtl. wäre es also eine gute Möglichkeit, sich in beide Richtungen hin untersuchen zu lassen und evtl. kann ja eine erneute und dann aber komplette HBO-Behandlung dauerhafte Linderung verschaffen ...

Wie gesagt, alles nur Vermutung meinerseits ...

Auch von mir natürlich gute Besserung
Antwort von MatV Registriertes Mitglied am 13.08.2010 - 11:59
Dein Fall klingt wie derjenige einer Freundin, die mit Schwindelsymptomen und Kraftverlust erst in der Druckkammer vorstellig wurde, und dann beim Neurologen. Ich tippte als erstes auf ein PFO und hatte Recht. M. E. war es eine Innenohr DCS. Die kombinierte Behandlung Druckkammer und Neurolge führte über mehrere Wochen zur r.a.i., sodaß sie wieder tauchen kann. Das Problem war, dass sie erst 7 Stunden nach Symtomauftreten im Krankenhaus war..

Ich würde an deiner Stelle auf PFO untersuchen lassen, und dann HNO mit Neurologen, oder besser gleich zum Neurologen. Die Krankenkasse hätte die Druckkammer in jeden Fall zahlen müssen, da muss man einfach hart bleiben und sofort bei Schwierigkeiten den Medizinischen Dienst der KK einschalten, der _muss_ sich nach dem fachlichen Gutachten der Druckkammerärzte richten.

Gruß,
Matthias
Antwort von boesewicht Registriertes Mitglied am 13.08.2010 - 12:08
"Die Krankenkasse hätte die Druckkammer in jeden Fall zahlen müssen, ..."

Nein - der Gesetzgeber hat das schon lange aus dem Leistungskatalog heraussen und die genehmigten Druckkammerbehandlungen gelten nur bei stationären Druckkammern ...
Die meisten Druckkammern sind aber überwiegend eigene Centren, somit ambulant, somit nicht mehr im Leistungskatalog enthalten ...
Krankenhäuser haben kaum noch eigene - stationäre - Druckkammern ...
Antwort von boesewicht Registriertes Mitglied am 13.08.2010 - 12:11
Bezüglich Druckkammern und Kassen ...

Hier klicken

Hier klicken

Hier klicken
Antwort von boesewicht Registriertes Mitglied am 13.08.2010 - 12:13
Hier klicken
Antwort von Scuba Dude Registriertes Mitglied am 13.08.2010 - 13:23
Hört sich erst mal nach einer klassischen Verletzung der Rundfenstermembran an. Innenohr DCS ist der Geschichte nach Geschichte recht unwahrscheinlich. Wann hast dich denn das erste mal nach dem Vorfall an einen Medizinmann bzw. Facharzt gewendet? Die von Wurzel angesprochene Tauchsprechstude wäre wohl eine geeignete Adresse. Dort steht auch etwas zu diesem Thema auf ihrer Seite:
Antwort von Tauchzecke Registriertes Mitglied am 13.08.2010 - 13:58
...ich würde mal mit den Druckkammerärzten reden die damals die Druckkammerfahrten mit dir gemacht haben und dir ja anscheinend zu weiteren Druckkammerfahrten geraten haben.

Wie war denn damals die Diagnose?
Antwort von prhhf Registriertes Mitglied am 13.08.2010 - 15:34
Warst Du schon mal bei einem Chirupraktiker und hast deine Wirbelseule Checken lassen.

Bei mir kam das von der Halswirbelbandscheibe mit fast den gleichen Syntomen.

Schwindel egal wo und zu nicht vorhersehbarer Zeit,
Pfeifen auf den Ohren, Brechreitz durch den Drehschwindel und und und.

Nach einer CT fand man heraus das sich ein Wirbel Quer gestellt hatte und die Muskulatur erhärtet war dadurch konnte der Wirbel nicht zurück. Erst nach 6 Monaten hatte ich meine ruhe dank eines sehr guten Physiotherapeuten.
Der HNO konnte mir auch nicht helfen, eine andere möglichkeit wäre ein Viraler Infekt den man evtl. beim
Tropeninstitut abklären lassen kann.
Nicht alles wird von den "Normalen" Ärzten abgecheckt.
Antwort von MatV Registriertes Mitglied am 13.08.2010 - 16:20
Bösewicht, sie müssen zahlen. Die Tatsache, das die Druckkammerbehandlung im Ausschlußkatalog des gemeinsamen Bundesausschuß ist, im trauten Verein mit Esoterika wie Bachblüten, bedeutet nicht, dass sie es nicht zahlen müssen, sondern lediglich, dass sie es erstmal ablehnen dürfen.

Jeder Versicherte hat das Recht auf Beratung durch die Krankenkassen und Anspruch auf Einschaltung des Medizinischen Dienstes.
Das folgende Szenario ist Wirklichkeit:
Die Krankenkassen bieten bei Verweigerung der HBO an,( bzw. du fragst danach) ob sie dir bei der Therapie deines Leidens sonstwie helfen können. Du sagst ja, und verlangst Einschaltung des MDK (bist ja selbst keine Fachmann).
Der MDK wird mangels Sachkunde sich an Hyperbarmediziner wenden, und der wird sagen, HBO sei die einzig mögliche Behandlung.
So. Die KK müssen Leistungen aus dem Ausschlußkatalog bezahlen, wenn diese geeignet sind, Tod oder Organverlust abzuwenden. Wobei Lähmung, Funktionsverlust mit Organverlust gleichgesetzt wird.
Ganz egal, was du sonstwo im Internet liest. Ich rede von der Praxis. Der selbst erlebten. Eine gute Freundin ist übrigens beim MDK
Antwort von Terri23 Registriertes Mitglied am 13.08.2010 - 19:51
Hallo Ford Prefect,

Bei ungefähr 20% der Menschen bleibt nach der Geburt ein mehr oder minder großes Loch in der Herzscheidewand zwischen den Vorhöfen erhalten (PFO). Ist ein solches bei Dir vom Kardiologen ausgeschlossen worden?
Deine Schilderungen legen den Verdacht nahe, daß Du bei Deinem forciertem Druckausgleich Stickstoff-Mikroblasen, die sonst in der Lunge herausgefiltert worden wären, durch ein PFO an der Lunge vorbei in den arteriellen Kreislauf gedrückt hast. Diese können dann Mikroembolien (Gefäßverschlüsse) zum Beispiel im Gehirn aber auch an anderer Stelle verursacht haben.
Unbehandelt, wie bei Dir, sind das dann im Gehirn nichts anderes als kleine Schläganfälle, die sich unbehandelt mit der Zeit durchaus ausweiten können! Dafür spricht bei Dir das Ansprechen auf die HBO, die Konzentrationsschwäche, die Sehprobleme und auch die Ohr-/Gleichgewichtsproblematik. Alarmierend ist, daß sich die Symptomatik bei Dir weiter verstärkt.
Deine Brustenge deutet zusätzlich auf eine Minderdurchlutung des Herzmuskels hin.
Ich bin kein Arzt, aber ich rate Dir dringend:
Geh schleunigst zu einem Neurologen, druck Deine Schilderung von oben aus und legt sie ihm auf den Tisch. Bestehe darauf, daß auch Dein Herz gecheckt wird und lasse Dich auch auf eine eventuelle Schlafapnoe hin untersuchen. Die kann nämlich für einen großen Teil Deiner Probleme ebenfalls ursächlich sein.

Gute Besserung

Terri23

Antwort von calasub Registriertes Mitglied am 14.08.2010 - 13:27
Hallo Ford Perfect,
ich schließe mich den bisherigen Antworten bezüglich des Tinitus und Schwindelproblemen an.
Die Tiefe ist für sowas direkt predestiniert.
Hört sich zu Teil nach Innenohr Barotrauma an.
Das selbe Rat: Gleichgewichtsnerv im Ohr auf Beschädigungen kontrolieren lassen und nach Möglichkeit die Tauchersprechstunde in Heidelberg
aufsuchen (ich weiss leider nicht, ob der Dr. Klingman schon wieder im Einsatz ist). Gute Beserung und wilkommen im Club.
Antwort von Ford Prefect Registriertes Mitglied am 14.08.2010 - 16:33
Hallo an alle,

ernsthaft danke für die vielen Antworten und das rege Interesse und natürlich ein dickes Lob für alle Macher und Beteiligten an dieser liebevoll erstellten und gepflegten Plattform.

Ich denke ich konnte mit dieser Hilfe das Problem soweit verstehen und eingrenzen, dass ich jetzt gezielt Untersuchungen machen lassen kann.
Ich hoffe nur, dass nach solch langer Zeit noch eine signifikante Besserung erzielt werden kann...

Das Problem bisher war, dass mir kein Arzt einen Gesamtzusammenhang plausibel darstellen und erklären konnte und jeder nur in seinem eigenen Bereich herumgedoktert hat.
Bei Gtuem war man auf der richtigen Spur, ich habe allerdings die Zusammenhänge nicht richtig verstanden.
Die 800€ + Fahrgeld und Zeit die ich bisher aus eigener Tasche in die HBO gesteckt habe gingen dann auch ordentlich an den Geldbeutel..., nachdem dann nach der letzten Tauchfahrt noch der Tinitus losging, ohne mich danach besser zu fühlen habe ich lieber abgebrochen, zumal mir die eine Hälfte der Ärzte versicherte die ganze Sache sei "Schwachsinn".

Dr. Klingmann aus Heidelberg habe ich auch als erste Anlaufstelle ausgewählt, nach einer Untersuchung beim Kardiologen.

Übrigens:
Anders als auf der Homepage "Die Heidelberger Tauchersprechstunde" für Dezember angekündigt, wird er schon ab September wieder aus England zurück sein. (Als kleiner Tip für alle anderen Hilfesuchenden, Durchwahl:06221566752.)

Vielen Dank an alle für die guten Tips und Besserungswünsche.
Werde Euch auf dem Laufenden halten und hoffe bald wieder abtauchen zu können.

Hang loose

Antwort von Sung Registriertes Mitglied am 15.08.2010 - 10:21
Hallo Ford Prefect

ich glaube nicht das es an der Atemluft gelegen hat. Sonst müßten auch andere Taucher ähnliche Probleme gehabt haben. Ich vermute eher das Du generell Probleme mit dem Gleichgewichtssinn hast. Aufgefallen ist dir das eben erst durch das Tauchen.
DCS ist bei dem was du schreibst eigentlich unmöglich.

Bei den Symptomen die nun bei dir Auftreten klingt das nach Herz Kreislauf Problemen. Ich würde mal die "Ursache" Tauchunfall nicht mehr ansprechen und nur die Syptome nennen bei einem neuen Arzt
Antwort von silkyway Registriertes Mitglied am 16.08.2010 - 09:59
Hallo Jürgen,
auch wenn es in Zusammenhang mit dem von dir beschrieben Tauchgang weit hergeholt wirkt:
viele deiner Beschwerden erinnern mich an die Symptome einer Borreliose Erkrankung.
Hier klicken

Viele Grüße und gute Besserung, S.
Antwort von Pooky Registriertes Mitglied am 17.08.2010 - 13:31
Hier wird einmal mehr deutlich wie ungeheuer wichtig der Abschluss einer Tauchunfallversicherung (VDST, DAN, Aquamed) vor einem Tauchurlaub sein sollte.

Der Entschluss die Druckkammertherapie aus Kostengründen abzubrechen, obwohl bereits die ersten 2 Druckkammertherapien eine Besserung ergeben haben war in diesem Fall ohne Zweifel die falsche.

Jürgen schicke mir doch bitte einmal eine Nachricht als PM ich würde mich gerne einmal privat mit Dir über diesen Fall unterhalten.

Viele Grüße und vorab gute Besserung!

Stefan
(u.a. Arzt für Tauch u. Überdruckmedizin)
Antwort von Kölscher Manta Registriertes Mitglied am 18.08.2010 - 19:10



Es wurde ja von vielen der Weg empfohlen eine ausgiebige
Diagnostik anzustreben und das ist auch richtig so.

Ich denke es geht in den Formenkreis des HNO.
Wie zum Beispiel Otolithen in der Labyrith-Schnecke oder
doch ein Baro Trauma

Zur Differential Diagnostik macht ein MRT Schädel oder sogar eine Perfussions-Szintigraphie Sinn zum Ausschluss von Microtromben Sinn.

Eine Herz Untersuchung gehört auch dazu EKG, ECHO Labor (Partialdrücke O2,Co2, Bikarbonat etc.)

Mit verunreinigung von Flasche und CO Intox möchte ich mich wegen mangelder Erfahrung nicht zu äußern, könnte aber auch sein.

sowie die Abklärung der Lunge

Die HWS Wirbelsäule macht nur Schwankschwindel und ist Bewegungsabhänging. Außerdem passt die Anamnese nicht.
Schliesse ich als Facharzt der Orthopädie mal grob aus.

Die Psychischen Probleme können auch sekundärer Genese
sein.

So O.K Geh es weiter an.

Kölscher Manta Orthopäde
Antwort von Tetley88 Registriertes Mitglied am 19.08.2010 - 09:56
Hallo Ford Prefect.

hatte ein ähliches Problem! Ähnliche Symptome wie du beschrieben hast. Bei mir wurde dann eine messung der Gleichgewichtsorgane vorgenommen, dabei wurde festgestellt, das der Rechte schlechter arbeitet als der linke. Es wurde dann von einem Bakteriellen Infekt ausgegangen und mit Corticosteroid (Irgend ein Cortison), relativ hoch dosiert behandelt. Nach 2 Tagen war ich nahezu beschwerdefrei.

kann ich mir bei dir jedoch fast nicht vorstellen, ein bakterieller Infekt kann doch niemals so lange bleiben?! bei einer unterfunktion eines Gleichgewichtsorgans, kann das andere dieses Defizit ja auch ausgleichen nach einiger Zeit!

wünsche gute Besserung!

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