Prüfungstauchgang Retten Abgesandt von dali am 26.11.2006 - 18:51:
hallo
ich bin gerade in meiner cmas** ausbildung,und jetzt hab ich eine frage zu dem prüfungstauchgang (5.1)- transportieren des "verunfallten" tauchpartners aus 12 meter tiefe an die wasseroberfläche bis zum ufer bzw. boot.
wie schnell muss ich ihn hoch bringen?
-weil wenn er bewusstlos ist muss es ja schnell gehen.
-aber wenn wir schon einen längeren tauchgang hinter uns haben dürfen wir ja eigentlich nicht so schnell aufsteigen und müssten ja eigentlich einen sicherheitsstop machen.
vielen dank schon mal gruss dali
Antwort von weltverbandsdeepdiver am 26.11.2006 - 19:05 Da hast Du das Problem erkannt.
Es macht keinen Sinn, dass Du den so schnell hoch bringst, dass Du Dich selber gefährdest.
Beim Prüfungs TG machst Du natürlich ganz piano. Beim Prüfungs TG mache ich solche TG am Anfang des Tages (erster TG) und ganz am Anfang des TG (keine Vorsättigung), da gerade bei einer solchen Übeung gerne mal zu schnell aufgeraucht wird.
Im echten Notfall kommt es drauf an.
So schenll wie möglich und mit kalkuliertem Risiko für sich selber.
Ich hätte z. B. kein Problem damit (z. B. bei einem TG mit 5 Minuten Deko auf 3 Meter) den Verunfallten an die Oberfläche zu bringen, auf die Deko zu verzichten und dann den Verunfallten zu übergeben und dann meine Deko abzusitzen (ganz oder teilweise nach wieder Abtauchen). Eine generelle Regel gibt´s da nicht. Wenn ich einen sehr konservativen Computer habe, würde ich auf eine 3 Minuten Deko pfeifen und auftauchen. Habe ich einen weniger konservativen PC dann sieht es vielleicht anders aus. ..... Da spielen viele Faktoren eine Rolle (wie sah der TG aus, welches Gemmisch habe ich getaucht, ....PC, ... )
Die Regel ist aber immer, dass Du Dein Risiko so gestalten musst, dass Du noch helfen kannst. Es macht z. B. gar keinen Sinn auf einem Boot weit weg von jeder Deko Kammer wahnsinnig viel zu riskieren und dann selber dabei ein nachhaltiges Problem zu produzieren.
Letztendlich kommt es natürlich auch darauf an, was mit dem bewußtlosen Taucher ist. Wie schätze ich seine Situation ein. Muss ich schnell machen oder habe ich viel Zeit (z. B. ist der Taucher tatsächlich voll weg oder ist er nur so halb benebelt, ....)
Deep
Antwort von Stephan K. am 26.11.2006 - 19:06 Mit maximal der erlaubten "normalen" max. Aufstiegsgeschw. hochbringen.
Und auf den Sicherheitsstop kann man in diesem Fall verzichten.
Der Sicherheitsstop wird "sicherheitshalber" gemacht, während ein Decostop ein "Pflichtstop" ist.
Antwort von weltverbandsdeepdiver am 26.11.2006 - 19:10 UNd Stephan K. hat natürlich Recht. Auf den Sicherheitsstop würde ich im Notfall natürlich auf alle Fälle verzichten.
Antwort von Euregiotaucher am 26.11.2006 - 19:17 @ weltverbandsdeepdiver:
Ich hätte auch kein Problem damit aufzutauchen - den Verunfallten abzugeben und wieder abzutauchen.
Ich sehe nur das Problem: Was wenn niemand da ist ?
Könnte man die Angelegenheit noch retten wenn der Bewusstlose den Automaten im Mund hat ? Atmet er ausser dem Kraftstoff aus der Flasche denn dann noch Wasser ein ?
Dann wäre es - nicht egal - aber einfacher wenn er durch den Automaten Luft bekommt - wenn man es langsamer macht - Selbstschutz ...
Ansonsten könnte man ihn ja aufblasen und hochschiessen lassen ... wenn oben wer ist könnte man den ja machen lassen ...
Problem wird sein wenn niemand da ist der sich kümmert. Andererseits wenn man die Möglichkeit hat die Rettung zu rufen wäre es auch wieder egal - denn man könnte ja selber dann mit in die Druckkammer ...
Bei der Prüfung stimme ich zu: PIANO - immer mit der Ruhe !
Ebenfalls: Sicherheitsstop würde ich auch ausfallenlassen - im Ernstfall erkläre mal warum du mit einem Bewusstlosen einen Decostop eingelegt hast - und der diesen dann ertrinkender Weise nicht überlebt hat.
Interessant fand ich auch den Stimmritzenkrampf unter Wasser - was machste ?
Mein persönliches Denken (Denken - nicht Erfahrung) sagt: Ich lasse den Bewusstlos werden - da wo ich bin - also Unterwasser - die Bewusstlosigkeit löst den Krampf ... damit kann dann auch die Luft wieder raus und die Gefahr eines Lungenrisses wird minimiert.
Wie gesagt - mein Denken.
Es gibt viele interessante Fragen in diesem Bereich - wobei ich sagen muss das ich nicht unbedingt die Erfahrung machen möchte - weder als "Retter" noch als "Betroffener"
Obwohl wir hier vor dem PC eigentlich nur mutmassen können wie wir eventuell reagieren würden. Die Wirklichkeit sieht je nach Vorfall dann wahrscheinlich anders aus und ich drücke hier an dieser STelle schon mal jedem der so was erleben muss die Daumen dafür das es gut ausgeht.
Antwort von Telemar-king am 26.11.2006 - 19:35 Eigenschutz geht vor Fremdrettung. Das gilt beim DRK genauso wie beim Tauchen. Das Retten in der CMAS**-Prüfung erfolgt aus 12m, nur in ganz geringen Fällen ist in diesen eine Nullzeit dekopflichtig. Also rauf, Sicherheitsstopp weglassen, raus, Rettungskette. Im schlimmsten Fall kann man sich als Retter gleich mitbehandeln und/oder in die Dekokammer schieben lassen (deshalb keine "nasse Deko" wie einige oben schreiben).
Rettung im richtigen Taucherleben wäre dann genauso: je nach Tiefe und Tauchzeit den Aufstieg mit notwendiger Aufstiegsgeschwindigkeit, Deko- und Sicherheitsstopps weglassen, raus, Rettungskette und gleich mit zum Arzt und/oder Dekokammer.
Anders jedoch, wenn der Tauchpartner plötzlich und im wahrsten Sinne des Wortes nach oben schießt: ruhig(!) und unter Einhaltung der Aufstiegsgeschwindigkeit hinterher. Nie versuchen, den Buddy festzuhalten oder im selben Tempo hinterherschießen. Dann kommen nämlich zwei Lungenrisse oben an und können ausknobeln, wer wen rettet.
Naja, dass ist ja keine Nasse Rekompression wenn Du mal hochgehst und in ner Minute wieder unten bist. Wenn das Ganze hier in D passiert kein Thema. Mit hoch und ab in die Druckkammer. Wenn ich aber auf nem Schiff im Nirgendwoland bin bleibt mir nix anderes übrig. Da würde ich dann nochmal runter. (Dann kommt aber die nächste Frage: Was machste wenn dass Schiff ablegen will oder muss, da man ja eben einen Verunfallten nach oben gebracht hat? ..... Fragen über Fragen)
Wie gesagt: Alle Fälle haben ihre besondere Situation.
Aber: Nur weil ich schnell auftauche muss ich doch keinen Lungenriss haben. Das passiert nur, wenn Du nicht weiteratmest und das wirst Du ja hoffentlich nicht tun.
Jetzt noch ein wenig Klugscheissen: Als ich CMAS ** gemacht habe mussten wir im Rahmen der Uniausbildung (Sportstudiumm mit Wahlpflichftfach Tauchen) aus ca. 30 Meter einen Notaufstieg machen indem wir die Ponyflasche im Klodeckel aufgemadreht haben. Da ging es ziemlich schnall nach oben da dies auch das Ziel der Übung war(macht heute kein Mensch mehr ) und wir hatten weder Lungenrisse noch Deko. Von daher hatte auch dieses unvernünftige Tauchen (war halt damals so) was für sich: Ich persönlich weiss also aus Erfahrung, dass die Grenzen des Sporttauchens weit über dem liegen was heute als Grenze gelehrt wird. Das heisst für mich dass ich die heutigen Grenzen nicht überschreite (sie machen ja Sinn) weiss aber im Notfall, dass einiges "mehr geht".
lg
Deep
Antwort von Doppeldreier am 26.11.2006 - 21:31 @telemarking
Wieso bekomme ich einen Lungenriss wenn ich schnell auftauche? Dachte naiver weise immer denn bekomme ich wenn Luft nicht aus der Lunge entweichen kann.
Zum Thema.
Was kann ich besser behandeln und habe mehr Reaktionszeit? Beim ertrinken oder bei einem Dekounfall?
Gruß,
D3
der sich sicher in die Hose scheißt wenn es mal so weit ist und alle Theorie, Theorie sein lässt.
Antwort von Euregiotaucher am 26.11.2006 - 22:44 Noch ne Interessante Frage:
Ich tauche Nitrox 36 % - mein Buddy Pressluft ... Auf gut 30 m (kaltes Wasser) bemerke ich plötzlich das mein Buddy nicht mehr Herr der Sinne ist und auf dem Weg nach unten ist ... er befindet sich jetzt schon ca. 4 m unterhalb von mir und sinkt weiter ab.
Und jetzt... Lehrbuch Nitrox sagt ... äh ja ... Scheiss Tiefe für ein 36 Nitrox. 1,6 Bar ? 1,4 Bar .. kann ich mit dem Druck spielen ? Auftauchen und Hilfe holen ?? Hinterher tauchen mit meinem achso tollem Nitrox ... - Partner erreichen und an seinem Automaten die gute Pressluft nehmen und so in eine für mich sichere "Tiefe" tauchen und dann wieder auf mein Nitrox umsteigen ?? Partialdruck ? Sauerstoffvergiftung oder klarer Menschenverstand ? Was nehmen wir ...
hach ... Diskussionen über Unfälle können so gemein sein wie sie interessant sein können.
Antwort von RogerT am 27.11.2006 - 00:03 Du stirbst nicht gleich, wenn Du mit Nitrox36 für ganz kurze Zeit die max. erlaubte Tiefe unterschreitest (oder heisst es hier überschreitest?)... diese Sauerstoffvergiftung kommt langsam und schleichend. Mal eben kurz runter, den Buddy hochholen und dann weiter hoch in sichere Gefilde, da passiert noch nichts.
Was @weltverbandsdeepdiver schon weiter oben schrieb, der Mensch hält mehr aus als man denkt...
Antwort von Euregiotaucher am 27.11.2006 - 08:39 ... ich weiss ...
Antwort von hket am 27.11.2006 - 09:38 Es wurde definitiv nach dem Prüfungsaufstieg gefragt - da hatte ich bei meiner Prüfung auch ein Problem.
Mir wurde beigebracht, den Verunfallten zu packen und dann schnellstmöglich nach oben zu bringen, wenn Du dabei kaum etwas sehen kannst, sollte der Compi nicht aufhören zu piepsen (= zu schnell)
Das ist natürlich absoluter Bullshit.
Der Sinn der Aufstiegsübung besteht darin, einen Taucher aus 12m kontrolliert (= mindestens 1 Minute, höchstens 90 sec.) hochzubringen.
Dabei sollte stetig die Tiefe verringert werden, keinesfalls wieder absacken. Der Verunfallte soll sicher gegriffen werden, Lumi gegen aus dem Mund rutschen sichern, Kopf überstrecken.
Wem diese Übung wirklich sauber gelingt, kann das noch im Trocki ohne Sicht versuchen.
Bei einem echten Notfall muss man aus der Situation entscheiden, wo die Priorität liegt. Wichtig ist, daß man den kontrollierten Aufstieg beherrscht, hochschiessen kriegt man auch ohne viel üben noch hin.
und dann war da auch noch die Sache mit dem Blei ...
Helmut
Antwort von Tobleronebrevetverteilerin am 27.11.2006 - 10:27 Hai Deepi zu deiner Frage was passiert, wenn das Schiff weg muss und ich noch Deko nachholen sollte, habe ich eine Antwort, die eigentlich immer anwendbar sein sollte: Sauerstoff-versorgung auf dem Schiff.
Normalerweise sollte ja immer Sauerstoff vorhanden sein und auch 2 Taucher gleichzeitig damit versorgt werden können, eben weil bei einem Unfall meistens 2 "Opfer" da sind.
Zudem sollte auch hier in unseren Gewässer immer Sauerstoff zur Hand sein.
@Dali
wie schnell oder langsam du nach oben sollst, mit oder ohne Stop wurde ja schon vielfach beantwortet. Ich möchte nur noch folgenden Gedanken bringen:
Atmet das Opfer? Falls ja, kann man evtl. einen nötigen Dekostop einhalten. Sollte der Vverunfallte Wasser einatmen, wird er sicherlich husten (denke ich auf jeden fall, ist ja ein Reflex) und dann natürlich sofot rauf. Falls das Opfer nicht atmet, gilt es, so schnell wie möglich, d.h. sicher, nach oben damit die Wiederbelebung starten kann.
Generell aber frage ich mich, wieso du diese Frage überhaupt stellst. Wenn du den Prüfungs-TG machen willst, solltest du doch vorher diesen Aufstieg schon geübt haben und dein TL sollte dir eigentlich sagen, wie du sie meistern sollst.
Jackie
Antwort von dali am 27.11.2006 - 10:40 vielen dank für die ganzen antworten.
@jackie
ich hab mit meinem tl schon gesprochen, der hatte mir die frage eigentlich schon beantwortet.
ich wollte jetzt nur noch eine andere meinung dazu hören weil das thema mich halt sehr interessiert.
gruss dali
Antwort von einfach-nur-TL am 27.11.2006 - 15:58 Sorry Leute, aber in diesem Thread steht schon wieder so viel haarsträubender Blödsinn, daß einem schlecht wird
na, dann sag uns doch was du als Blödsinn betitelst und warum So könnten wir ja evtl. davon was lernen und könnten nachher besser antworten
Mit deinem Beitrag hast du jedenfalls dem Fragesteller nicht wirklich geholfen
Dali
dein Interesse am Thema ist ein gutes Zeichen. Aber das theoretische Wissen genügt nicht, es hilft nur üben, üben und nochmals üben. Und auch da ist im Ernstfall lange nicht garantiert, dass du die Situation "Buchgerecht" meistern kannst.
Antwort von Euregiotaucher am 28.11.2006 - 08:53 genau:
erleuchte uns
Antwort von shuttle am 28.11.2006 - 12:27 @einfach_nur:
Dali beschäftigt sich intensiv mit dem Thema und möchte zu einer Frage, die ihn beschäftigt, einfach weitere Meinungen einholen. Das zeichnet ihn aus und das ist mehr, als manch einer in seine Ausbildung "investiert". Er hat einige Antworten erhalten, die ihm helfen, das Thema "hochbringen" in verschiedenen Szenarien durchzudenken. Ich finde dies mit allen Beteiligten ein ausgezeichnetes Thread, das ich gerne verfolgt und mitgelesen habe, auch wenn ich selbst keinen Beitrag leistete, da meine Meinung hierzu bereits von anderen Forenteilnehmern zum Ausdruck gebracht wurde. Der einzigste Beitrag, der stört, ist genau deiner. Warum muss eigentlich immer wieder ein Profilneurotiker gute Diskussionen stören? Leiste einen sinnvollen Beitrag (über den man dann diskutieren kann) oder halte dich doch einfach raus. Was hast du denn für ein Problem ?
Antwort von shuttle am 28.11.2006 - 12:31 Nachtrag: selbst Telemar hat mal was Vernünftiges beigesteuert (wenigsten des ersten Satz "Eigenschutz geht vor Fremdrettung" ), Mensch, Telemar, das wird ja noch was
Antwort von tl3 am 30.11.2006 - 16:40 Um mal auf die Frage zurück zu kommen, wie schnell aufgestiegen wird.
Da hilft die alte Faustregel, nicht schnelle auf zu steigen als die kleinsten Luftblasen. Dann hast du auch nicht das Problem, das du mit dem „Blasenschwall“ auftauchst und nichts mehr siehst.
Und nun zur Deko.
Mach nur Nullzeit TG.
Aber wenn du doch Dekopflichtig geworden bist, mach deine Deko.
Wie bereits geschrieben, Eigenschutz, zwei Verunfallte, ... Wenn du im Notfall den Verunfallten zu Oberfläche „schießt“, gibt es zwei Möglichkeiten:
1. Der Verunfallte wird an der Oberfläche in Empfang genommen und versorgt, oder,
2. es ist niemand an der Oberfläche, der den Verunfallten versorgen kann. Dann musst du ihn evtl. über eine weite Strecke zum Boot / Ufer schleppen. Und wie du wahrscheinlich in deiner CMAS** Theorie gelernt hast, kann man sich einen „Dekoschaden“ auch „erschwimmen“. D.h. nach einer sportlichen Anstrengung nach dem TG kann man immer noch einen Deko Unfall bekommen.
Also: Mach deine Deko.
@haket,
der Kopf wird nicht mehr überstreckt.
Da der Bewusstlose keine Muskel Kontraktion mehr hat, hat man beim überstrecken die besten Chancen ihm/ihr das Genick zu brechen (ist schon öfters vorgekommen) Der Kopf wird nur noch gerade herhalten und der Automat wird im Mund fixiert.
@RogerT,
„diese Sauerstoffvergiftung kommt langsam und schleichend“
es wird unter Schädigung des CNS (Paul Bert Effekt) und Gewebsschädigung (Lorrain Smith Effekt) unterschieden.
Und nur die Gewebsschädigung dauert länger.
Antwort von einfach-nur-TL am 01.12.2006 - 22:08 boah, mir wird schon wieder schlecht ...
tl3: Wenn du in einem solchen Fall auf sofortiges Einhalten der Deko bestehst kannst du den Verunfallten auch gleich unten liegenlassen.
Bist ein ganz schlauer CMAS/VDST-ler - stimmts?!
Antwort von tl3 am 02.12.2006 - 03:04 @einfach-nur-..keine Ahnung?
Wenn du einfach nur TL bist, sollte es für dich eigentlich kein Thema sein.
Die eingehaltene Deko schützt nicht nur dich, es rettet wahrscheinlich auch dem Verunfalltem das Leben. Wenn du mit einem Deko Schaden daneben schwimmst, hast du keinem geholfen, - und das im besten Fall. Wahrscheinlicher ist es, das du die gesamte Rettungsaktion nur noch schwerer machst, weil zwei Verunfallte Taucher versorgt werden müssen, oder zwei Zinksärge beschafft werden müssen.
Leider muss ich dich mit der harten Wahrheit konfrontieren. Auch als TL bist du nicht resistent gegen Dekoschäden.
Ja, ich weis, die Wahrheit kann wehtun.
Ach ja, statt zu meckern, könntest du auch was Sinnvolles beitragen.
Und ja, ich bin auch CMAS Instructor Trainer.
Und das ist gut so!
Gruß
TL3
Antwort von einfach-nur-TL am 02.12.2006 - 14:17 Aha CMSA-ler das war ja klar. Hoffentlich hat nie jemand in deiner Nähe einen TU.
Die Wahrheit ist dass es dann nie eine Rettungsaktion geben wird, die braucht man für Tote nämlich nicht mehr. Für die reicht Bergen, wenigstens das kannst du aber hoffentlich.
Antwort von tl3 am 02.12.2006 - 14:47 @einfach-nur...?
Nur meckern ist immer noch Mist. Sag doch mal wie man es besser machen kann, ich lasse mich gerne eines besserem belehren.
Das einhalten der Deko ist nicht nur meine persönliche Meinung, es ist auch die gängige Lehrmeinung, untermauert durch die Auswertung vieler Tauchunfälle (aller Verbände).
Ich habe in meiner „Taucher Kariere“ vier Tauchunfälle miterlebt, und keiner ist gestorben.
Einer wurde von Anfängern, einer von zwei übermotivierten Divmastern und zwei von unerfahrenen TL’s verursacht. Und es waren alles keine CMAS Taucher.
Ich freue mich schon auf deinen Vorschlag, wie man es am besten macht.
Antwort von einfach-nur-TL am 02.12.2006 - 19:27 Als CMAS Instructor Trainer hast du deinen Anspruch auf Erklärungen leider verwirkt.
Versuchs doch mal da Hier klicken Vielleicht ist die Seite nach über einem Jahr bald wieder online. Wo und wie entsteht eigentlich EURE "gängige Lehrmeinung"? Am Vereinsstammtisch??
Antwort von Scott am 04.12.2006 - 09:46 von was für eine art von "unfall" sprecht ihr da eigentlich ?
wer macht mit einem bewußtlosen taucher eine deko ???
Antwort von tl3 am 04.12.2006 - 11:53 Keiner, das wird wohl auch nicht funktionieren.
Es geht darum, ob du als Retter deine Deko einhältst, oder dich dem Risiko eines evtl. Dekounfalls aussetzt, und damit dem Verunfalltem nicht mehr helfen kannst, weil du selber verunfallt bist.
Antwort von Scott am 04.12.2006 - 15:17 tl3, kommt auf die jeweilige situation an und läßt sich nicht allgemein beantworten.
wird wohl der "retter" für sich selbst entscheiden müssen, wenn er kann.
Antwort von einfach-nur-TL am 04.12.2006 - 16:31 Ihr habt es immer noch nicht kapiert
Das bewußtlose Opfer bringt man sofort nach oben, versorgt es mit allem was nötig und möglich ist und sitzt dann nach einem so kurz wie möglichen Aufenthalt an der Oberfläche seine Deko ab.
tl3 geh wieder an deinen Vereinsstammtisch und poste hier nicht so einen Dreck
Antwort von einfach-nur-TL am 04.12.2006 - 17:02 PS: Vielleicht liegt die manglende Weitsicht auf der Ausbilderebene der CMAS auch darin, daß z.B. in diesem Dokument Hier klicken ... das Kapitel "Notfälle" neben dem Kapitel "Austauchvorschriften" mit nur einer Seite den weitaus geringsten Umfang hat.
völlig saft- und kraftlos dies Vereinsmeier .. aber total gut organisiert, das sieht man an ihrer Website Hier klicken
Antwort von shuttle am 04.12.2006 - 17:26 @einfach_nur:
warum eigentlich der latent aggressive Ton? es ist ein sachliches Thema und eigentlich könnte man es auch sachlich behandeln. Probleme mit der Erziehung? (ich lästere auch manchesmal, aber ich denke zwischen Ironie und Beleidigung liegen schon Welten)
Aber egal:
Eine nachgeholte Dekompression ist u.U. bei geringer Verletzung der Deko zu Gunsten des Opfers vertretbar. Aber nur dann. Die Gefahren einer nassen Rekompression nach Ausslassen einer "richtigen" Deko kann und dar nicht unterschätzt werden. Zumindest ist dies auch die gängige Lehrmeinung (nicht des VDST sondern von HBO-Ärzten)
Gruß SH
Antwort von einfach-nur-TL am 04.12.2006 - 18:12 Warum "latent" ?!?
Eure gängige Lehrmeinung könnt ihr euch mal wohinschieben !!!!!!!!!!!
... die sagt offenbar immer das, was gerade gebraucht wird, s.o. bei tl3.
(oder besser .. nicht gebraucht wird, bzw. nicht getan werden will)
Spaß beiseite, ich sehe das auch rein "sachlich":
Wenn ein Tauchverunfallter nach der oben vertretenen "gängigen Lehrmeinung gerettet wird", ist er/sie danach mit Sicherheit tot oder hat reichlich Gehirngewebe einbüßen müssen.
Wir reden hier natürlich von Opfern, die eine bewußtlos sind und/oder nicht mehr atmen. Für einen Krampf im Bein brauchen wir diese Diskussion sicherlich nicht.
Ts, mit CMAS-lern brauche ich sie aber auch nicht.
IHR GEHT MIR AUF DEN SACK !!!
Antwort von shuttle am 04.12.2006 - 18:16 "Ts, mit CMAS-lern brauche ich sie aber auch nicht" .... pff, bin gar kein CMSA-ler
... und an den Sack geh ich auch nicht so gerne, eher an .... aber das gehört nicht hierher
Antwort von einfach-nur-TL am 04.12.2006 - 18:20 Ach ja, shuttle: "Warum aggressiv"?
Ganz einfach:
Weil mich klugscheißende, im Notfall Hilfe unterlassende CMAS-Ausbilder, und ihre Jünger eben aggressiv machen!
Und das ist gut so!!!
Antwort von Scott am 04.12.2006 - 20:15 tl3 ist SICHER kein tauchlehrer/ausbilder. im TN kann man das ja leicht behaupten.....
Antwort von tl3 am 05.12.2006 - 02:10 „Das bewußtlose Opfer bringt man sofort nach oben, versorgt es mit allem was nötig und möglich ist und sitzt dann nach einem so kurz wie möglichen Aufenthalt an der Oberfläche seine Deko ab.“
Eure Theorie hat einen kleinen Denkfehler, mit was wollt ihr den Verunfallten an der Wasseroberfläche versorgen?
Für eine Versorgung muss der Verunfallte an Land gebracht werden. Und wie wollt ihr nach „kurzem Aufenthalt an der Oberfläche“ eure Deko absitzen, wenn ihr das Opfer ans Ufer schleppen müsst?
@einfach-nur
du beziehst dich auf Seiten im Netz, die nicht mehr aktuell sind bzw. von Verbänden aus anderen Ländern sind.
Aber wenn du die Seite auch gelesen hast, weist jetzt auch was von einer „nassen Rehkompression“ zu halten ist, bzw. das man sich auch einen Dekoschaden „erschwimmen“ kann. Vielleicht glaubst du einer „offiziellen“ Seite ja mehr als mir.
Und, wie ich dir schon geschrieben habe, wenn du etwas persönliches mit mir hast, kannst du mir gerne eine Mail senden.
Antwort von hket am 05.12.2006 - 08:03 back to the roots:
Es ging um den Notaufstieg bei der Prüfung, der sollte aktuell so aussehen, daß kontrolliert mit einem selbsständig atmenden Taucher, der weder tariert noch mit flösseln unterstützt, unter Einhaltung der max. Austauchparameter an dieOberfläche getaucht wird.
Im Notfall würde ich unterscheiden:
Decopflicht oder Nullzeit
Sicherheitsdeco ist keine Pflicht - entfällt.
Auch auf eine kurze Deco (3-5min./3m) würde ich verzichten, wenn das Profil ansonsten sauber war.
Wenn ich aber (lange tief strömung kampfaufstieg ...) muss ich davon ausgehen, daß ich mich selbst verletze, wenn ich die Deco auslasse (nicht Taucherflöhe oder Gelenkschmerzen, sondern Hirnschäden, Lähmungen etc.) - kein Mensch kann sowas für sinnvoll halten. (auch kein einfach TL, egal wo er aus- und eingebildet wurde)
Wenn ich die Chance habe, den Verletzten oben abzugeben, würde ich dies tun, und mir danach eine längere Austauchzeit gönnen, aber diese Möglichkeit wird meist nicht klappen (wer taucht schon direkt unterm Boot, wenn es so lange dauert, daß man richtig Deco hat)
Das Boot will direkt nach Aufnahme des Verletzten ablegen - unwahrscheinlich, da noch der Rest der Gruppe unten ist. Bis die raus sind, bin ich auch Decofrei.
Warum lasst Ihr die Vorgabe nicht im üblichen Bereich ? Bei der Ballonfahrerausbildung muss auch niemand sagen, wen er aus dem Korb wirft, um nicht in die Stromschnellen abzusacken.
Helmut
Antwort von tl3 am 05.12.2006 - 11:40 So, da nun wohl alles (mehr oder weniger) Sinnvolle zu dem Thema geschrieben wurde, werde ich mich aus der
Diskussion ausklinken.
Zumal es hier nicht um persönliche Eitelkeiten gehen sollte, sondern um die Sache (Frage von Dali)
Europas führende Tauchorganisationen wie ACUC, BARAKUDA, NASDS, SNSI, IDD, Idea Europe, PADI, SSI und DAN-Europe haben sich als Mitglieder des RSTC Europe verpflichtet die Erhaltung der Gewässer durch die entsprechende Ausbildung der jetzigen und künftigen Tauchergenerationen zu gewährleisten.
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