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Reel sichern

Mich würde mal interessieren wie Höhlen bzw. Eistaucher ihr Reel während der Benutzung gegen verlieren sichern. Könnte ja sein das mal einen die Kraft verlässt und das Ding in den ewigen Jagdgründen verschwindet...
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henrii.a.c. Masterinstructor, CMAS TL**
05.01.2009 14:55
Beim Eistauchen wird die Sicherungsleine von oben geführt. dafür gibt es dann den Leinenführer.

Beim Höhlentauchen auftretenden plötzlicher Kraftverlust??? Das merkt man ja wohl schon mal ein bischen eher und kann dann mal die Hand entlasten. Und wohin soll in einer Höhle das Reel in die ewigen Jagdgründe entschwinden. Die meisten Höhlen haben ja wohl eher das Problem, daß dort ein Boden ist. Und tauchen in einem endlos tiefen, senkrechten Kamin? Wo ist das? da will ich hin. Und überhaupt, wenn man dort das Reel fallen läßt, geht halt das verlegen der Leine schneller...
05.01.2009 15:44
Plötzlicher Kraftverlust war ja auch ironisch gemeint.... Angenommen die Leine wird bei Höhlentauchen oder im Wrack fixiert, und dann: flutsch und weg... schlechte Sicht und du findest die Leine nicht mehr... Eistauchen mit Leinenführer und Sicherungsleine, ja ich hab auch mal ein Eistauchseminar besucht...Aber ich mag die Methode mit dem Reel unter dem Eis einfach lieber... Leider ist mein kleiner Privater Stollen nur ca. 50m lang und max. 25m Tief und hat keinen solchen Kamin... ich dachte eher an ne DIR bzw. Profi Lösung als an nen dummen Kommentar....
05.01.2009 17:44
Wenn man mit dem Reel Leine verlegt, dann hat man das Reel so auf der Hand, dass man es eigentlich nicht verlieren kann. Zusätzlich wird es nicht gesichert.
Normalerweise sind in Höhlen die Leinen aber fest verlegt, so dass man diese nicht verlieren kann. Wenn man diese aufgrund schlechter Sicht nicht mehr sehen kann, so hat man schon vorher einiges falsch gemacht. Als letztes Mittel kann man dann sein Safetyspool irgendwo befestigen und das Gangprofil zentimetergenau abtauchen und abfühlen. Entweder man findet die Leine dabei mit der Hand oder hat dieseim mitgeführten Spool gefangen. Dann nur noch die Entscheidung für die richtige Richtung treffen und schon wird alles gut.

Bitte bedenke das die obernstehenden Aussagen nur einen kleinen Teil der Optionen abdecken und das ohne entsprechenden Kurs die Verwendung eines Reels oft mehr Probleme schafft, als sie löst.

Gruß

Ralph
05.01.2009 18:53
Und ich dachte schon ich bekomme keine vernüftige Antwort... Mir ist der Gedanke während dem aufrollen der Leine beim Eistauchen gekommen und dachte es gibt da nen Trick... @ Ralph macht es vielleicht Sinn das Reel mit Tampen und nem Boltsnap am Scooterring zu Sichern oder gibt es so eher Probleme???

Gruß A.L.E.X.
05.01.2009 19:42
Ich sehe zwar bei geschultem Umgang nicht die Notwendigkeit das Reel zu sichern, aber wenn Du dich besser fühlst, dann solltest Du das Reel mit dem Doppelender mit dem Du es normalerweise weghängst einfach am Bungie deines Bottom Timers befestigen. Von der Version mit Schnur würde ich abraten, da man damit wieder was hat, wo man sich wunderbar drin verheddern kann.

Ralph (diesmal sogar eingelogt)
05.01.2009 20:16
Ok ich werd das mal Probieren, Danke.
05.01.2009 20:37
Hab mein Reel noch nie gesichert während dem Einsatz.

Bei mir ist eher selten die Leine schon bis ans Ende verlegt

Grüsse Hans
05.01.2009 22:07
"ich dachte eher an ne DIR bzw. Profi Lösung"


Wenn Deine Bedenken vom Eistauchen kommen so ist das sicherlich nachvollziehbar. Ist der Boden unter dem Taucher ziemlich weit weg und er verliert versehentlich das Reel beim aufrollen - Ups. Drecht er sich auch noch versehentlich beim Haschen nach der Rolle - wo war jetzt eigentlich der Ausgang? Dumme Sache! Denkbar wäre jetzt die Schnur durch einen großen Karabiner laufen zu lassen. Verlierst Du die Rolle so hast Du die Leine immer noch am Mann.

Das ist eigentlich auch ein Grund warum man Eistauchen eher nicht mit Negativleinen durchführt. Tausche lieber die Leine auf deiner Rolle gegen eine gelbe PE Leine aus. Die ist positiv und "klebt" an der Decke, die gelbe Farbe ist gegen die weiße Decke besser zu sehen. Ist die Rolle auch noch ein Delrin Fingerspool dann sinkt sie nicht so schnell (wenn überhaupt, aufgrund der PE-Schnur) wie ein normales Reel und Du kannst sie leicht wieder aufnehmen, wenn sie Dir mal aus den Fingern hüpft.
06.01.2009 07:46

Hi ALEX,

bitte berücksichtige bei Deinen Überlegungen auch, dass Du beim Eistauchen (anderst als beim Höhlentauchen) möglicherweise keine Begrenzungen durch Wände hast. Dann hast Du nur ein Loch und außenrum ist einfach nichts. Wenn Du dennoch mit einem Reel Dich vom Einstieg entfernst, könntest Du auch die abrollende Leine in einem Auge eines Boltsnaps o.ä. führen. Beim Aufrollen wird dies wahrscheinlich eher stören.

Viele GHrße, Patrick
06.01.2009 13:53
Das mit dem durch ein "Auge" führen hab ich schon probiert, abrollen ist kein großes Problem, allerdings durch die Umlenkung etwas "Bremswirkung", und du brauchst ne zweite Hand um dich nicht in der Leine zu verfangen... aber um das Reel dann vernünftig aufzurollen mußt dus wieder "entsichern"...... deswegen hab ich es immer mit einem Tampen gesichert... Versuche bei Gelegenheit mal das Reel am Bottomtimer zu sichern.
@ Carsten die Idee mit der positven Leine ist bestimmt nicht falsch nur auf dem Spool etwas kurz,da brauch ich wohl noch ein Reel....
A.L.E.X.
06.01.2009 14:30

Taucht ihr beides (Höhle und Eis) mit einem Reel?

Bei mir sieht´s so aus, dass ich in Höhlen das Reel (Leine mit negativem Auftrieb) verwende, beim Eistauchen allerdings ein ordentliches Seil (natürlich mit Auftrieb), schön per Palstek am Mann befestigt, an dessen anderm Ende ein Signalmann steht.

In Höhlen braucht man das Reel leider meistens nur bis zum Start der mainline und macht es dort fest, gleiches gilt für jumps; Verlieren also ausgeschlossen.
Falls die fest installierte Leine (optisch) verloren geht gilt das, was Ralph oben geschildert hat.

Wenn man tatsächlich neue Leine verlegt, wäre der Verlust des Reels als solches das kleinste Problem.
Das ist nach den mir vorliegenden Informationen auch noch nicht vorgekommen.

Unter Eis macht es sich ganz gut, insbesondere für Anfänger, wenn man sich nicht selbst um das Aufwickeln des Seiles kümmern muss und ausserdem gibt der Signalmann, der einen im Notfall an einem Seil rausziehen kann zusätzliche Sicherheit.

Tom
06.01.2009 14:42
Kommt immer darauf an wie weit Du vom Loch weg willst. Gehen nicht auch bis zu 40m auf die dickeren Spools? Natürlich sollte die Leine dann nicht dicker als die üblichen Nylons sein. Das mit dem "Auge" schrieb ich ja schon. Klar ist das Aufrollen dann etwas problematischer, aber dennoch kein Problem. Der Karabiner (ein recht großer) hängt am Schulter-D-Ring des Jacket, die Leine führt durch den Karabiner. Ein Spool oder Reel muß beim Aufrollen eh mit beiden Händen bedient werden, eine weitere Hand ist nicht erforderlich. Natürlich ist es schon erforderlich ein richtiges Reel zu verwenden, nicht diese Spielzeuge mit Plastikzahnrad oder ähnliches. Auch muß die Leine beim Aufrollen immer etwas unter Spannung gehalten werden um Verwicklungen zu vermeiden, also auch hier kein Unterschied.

Mit einer positiven Leine hättest Du einen weiteren Sicherheitsaspekt abgedeckt. Löst sich die Leine von Deinem Befestigungspunkt am Loch, so bemerkst Du dies evtl. nicht sofort und ziehst erst mal einiges an Leine ein. Eine Nylonleine wird spätestens jetzt zu Boden sinken, eine PE-Leine zeigt Dir immer noch die Richtung zum Loch, da sie an der Decke klebt.

Das sind aber dennoch alles keine richtigen Verfahren für Eistauchen. Beim Eistauchen verwendet man einfach einen Sicherungsmann am Loch und eine Leine durch die Du mit diesem verbunden bist. Die Leine sollte so stark sein daß Dich der Sicherer notafalls daran rausziehen kann. Alle anderen Praktiken sind abzulehnen, da sie nur unnötig das Risiko erhöhen.
06.01.2009 15:45
Das es nicht das von Sporttauchverbänden befürwortete Verfahren zum Eistauchen ist, ist mir klar und möchte deswegen auch keine Diskussion darüber anfangen. Für mich ist es einfach die interessantere und anspruchsvollere Methode. Mit D12 und einer Stage bin ich sicherlich mal weiter weg als 40m... das Reel ist "logisch" ein gutes von Halc... -Naja als Anfänger würd ich mich jetzt nicht unbedingt bezeichnen, immerhin durfte ich mich vor Jahren bei ner staatlichen Einrichtung ab und an mal aus ner Zigarre ausschleusen lassen...Befestigt wird die Leine an 2 Stellen an der Oberfläche zB.: Baum & Eishaken sowie an einem Fixpunkt unter dem Einstieg.
07.01.2009 10:32

@Carsten

genau so wie bei mir oben erwähnt und in deinem letzten Abschnitt beschrieben machen wir bei der Wasserwacht das auch.

@Alex,

Anfänger war allgemein gemeint und sicher nicht auf dich bezogen, ne Stage hab ich aber zusätzlich zu D7 beim EISTAUCHEN noch nie gebraucht

Tom

PS Wenn´s noch etwas länger kalt bleibt ist es bei uns am Maar endlich wieder so weit!
07.01.2009 14:23

@ Carsten

genauso (neben den anderen Sicherungsmaßnahmen) wie in deinem letzten Abschnitt und bei mir oben beschrieben machen wir das bei der Wasserwacht!

@ Alex

Anfänger war allgemein gemeint und nicht auf dich bezogen!
Ich selbst habe allerdings neben meiner D7 beim EISTAUCHEN noch nie eine Stage gebraucht; kannst mich ruhig Warmduscher nennen

Tom

PS Am Wochenende dürfte das Eis auf unserm Maar tragfähig genug sein, dann geht´s ab!
07.01.2009 15:08
@Tom : Ich werd niemanden Warmduscher nennen!!! Zitat Friedrich II von Preußen: "Jeder soll nach seiner Facon selig werden"

Und jeder Taucher ist doch auf die ein oder andere Art sein eigener Kleiner Held...

So und nun Schluß mit der Revolutionierung des Eistauchens,wollte doch nur mein Reel nicht verlieren...

PS.: die Stage dient auch nur nochmal zur Sicherheit...
07.01.2009 17:52

seltsam, das obige Posting von mir ist bei mir nicht erschienen, auch das zweite nicht und jetzt sind sie beide da????
Antwort