Reklamationsverhalten der Firma Waterproof Abgesandt von Mr.Mistoffeles am 21.08.2010 - 17:37:
Im folgenden mein Mailverkehr mit der Firma Waterproof aufgrund einer reklamation - gebrocherner RV bei dem Anzug Taurus -, der Anzug ist gerade einmal 1 Jahr und 2 Monate alt. Diesem Mailverkehr ging das Einschicken des Anzuges über meinen Händler "Tauchzentrum-am-Exer", sowie die Aussage,es sei kein Gewährleistungsfall vorraus. Danach bat mich Herr Barber (Inh. vom Tauchzentrum) doch direkt mit Waterproof in Kontakt zu treten, der er auch nicht weiter käme. Hier nun der Schriftwechsel im Original. Ist zwar etwas länger, aber ich möchte nicht aus dem Zusammenhang gerissen zitieren oder mir üble nachrede vorwerfen lassen.
Jede möge seine eigenen Schlüsse ziehen, ich für mich habe eine getroffen.
Mailverkehr mit der Firma Waterproof in chronologischer Reihenfolge Die Originale liegen natürlich bei mir auf dem Rechner
ich wende mich mit einem Gewährleistungsanspruch in obiger Angelegenheit an Sie, da das bisherige Vorgehen Ihres Hauses bzw. der Firma Workstation für mich unverständlich ist.
2009 bin ich vom reinen „Nassanzug“ auf einen Halbtrockenanzug umgestiegen. Aufgrund meiner bisher guten Erfahrungen mit den Produkten Ihres Hauses, entschied ich mich auch dieses Mal für einen Waterproof Anzug. Am 11.05.2009 erwarb ich bei Ihrem Händler „Tauchzentrum am Exer“ einen Waterproof Taurus. Der Anzug erfüllte voll und ganz meine Erwartungen und bestätigte auch die bekommenen Empfehlungen.
Am 12.07.2010 brach dann beim Schließen ein Zahn aus der Gummilippe des Reißverschlusses – ich hatte den Anzug vorher zum Trocknen ausgebreitet, nicht aufgehängt – , woraufhin der Schlitten des RV nur noch auf einer Bahn lief. Am selben Tag reklamierte ich den Anzug bei Herrn D. Barber vom „Tauchzentrum am Exer“. Herr Barber schickte den Anzug zur Begutachtung ein. Am 26.07.2010 erfuhr ich mündlich offiziell von Herrn Barber, das der Anzug an die Firma Workstation in Berlin geschickt wurde und diese eine Reparatur im Rahmen der Gewährleistung, aufgrund von Gewaltanwendung, ablehnt. Da ich weder eine schriftliche Ablehnung, noch eine Begründung erhalten habe, bat ich Herrn Barber mir eine Stellungnahme schriftlich zu kommen zu lassen. Bis heute, den 02.08.2010, habe ich weder aus Ihrem Hause, noch von der Firma Workstation eine offizielle Stellungnahme. Auf weiteres Nachfragen nach einer offiziellen Stellungnahme zeigte mir Herr Barber eine von Waterproof am 29.07.2010 an Ihn verfasste Mail.
Die mir vorliegende Antwort von Waterproof ist eine reine Wiederholung der Vermutungen und Unterstellungen der Firma Workstation mir gegenüber und wird der erbetenen Stellungnahme in keinster Weise gerecht. Ich frage mich, wie der Waterproof Sales Manager, ungeprüft solche Aussagen übernehmen und darüber hinaus als seine eigene Meinung vertreten kann. Im übrigen verwahre ich mich gegen diese Unterstellungen. Ferner hat die Behauptung, die Gummibeschichtung des Trägergewebes sei zerschlissen hat nichts mit der Pflege und dem Wachsen des Reißverschlusses zu tun; dies haben mir mehrere sachkundige Stellen bestätigt. Oder muß man inzwischen auch das Trägermaterial wachsen ? Mir allein aufgrund der Beobachtung eines gebrochenen oder gerissenen Zahnes Gewaltanwendung zu unterstellen, ist eine reine Vermutung.
Ich habe den Reißverschluss immer pfleglich behandelt, regelmäßig gewachst und den Reißverschluss leichtgängig gehalten. Dies können mindestens 6 verschiedene Buddies bezeugen. Im übrigen habe ich den Reißverschluss nie alleine geschlossen, sondern immer von erfahrenen Tauchern schließen lassen. Mir eine erhebliche Gewalteinwirkung oder mangelnde Pflege vorzuwerfen ist eine Unterstellung, welche ich durch Zeugen widerlegen kann. Ein Bruch des Reißverschlusses bei einem qualitativ hochwertigen Produkt, fällt bei guter Pflege und normalem Gebrauch, fällt eindeutig unter die Gewährleistung.
Weiterhin ist mir durch Herrn Martin Zweigler (Globel Diver’s, auch Waterproof Händler) bekannt, dass es für den Taurus eine Umrüstaktion bzgl. des Entfernens der Metallspange und deren Ersatz durch ein Stoffband gegeben hat. Eben aus dem Grund, dass die Metallspange einerseits ungleichmäßigen Druck auf den Schlitten ausüben kann und weiterhin auf den Zähnen schleifen kann und diese so scharf schleift. Schlussendlich kommt es dann zum Bruch des Reißverschlusses, so wie in meinem Fall. Um diesen Mangel zu beseitigen wurde umgerüstet, leider nicht bei meinem Anzug. Ich finde es verwunderlich, dass Herr Barber, als Waterproof Händler, keine Kenntnis von dieser Umrüstaktion hatte / hat.
Eine derartige Vorgehensweise passt nicht zu einem namhaften Unternehmen wie Waterproof, welches für seine guten Produkte im Premiumbereich bekannt ist und hinterläßt den üblen Nachgeschmack, dass ein von Beginn an bestehender Mangel zu Lasten des Kunden vertuscht werden soll.
Oder ist dies, als Premiumhersteller, Ihre übliche Verfahrensweise mit Kunden ? Ich kann mir nur vorstellen, dass es sich hier um einen bedauerlichen Irrtum handelt.
Herr ...., ich erwarte Ihre Stellungnahme und eine Klärung der weiteren Vorgehensweise innerhalb der nächsten 14 Tage.
Weitere Schritte behalte ich mir vor.
Mit freundlichen Grüßen
Marc Göhlich
• Am 17.08.2010 von mir gesendete Mail, an Waterproof
ich beziehe mich auf meine Ihnen vorliegende Mail vom 02.08.2010.
In obiger Mail hatte ich Ihnen eine 14 tägige Frist zur Stellungnahme und Klärung des weiteren Vorgehens gesetzt, leider ist diese Frist ohne Reaktion Ihrerseits verstrichen. Zwar habe ich von Waterproof am 02.08.2010, als auch von Frau Jakobssons am 09.08.2010 eine Lesebestätigung erhalten, jedoch folgte auch hier keine Reaktion. Verwunderlich finde ich dieses Verhalten von Ihnen vor allem vor dem Hintergrund einer notwendigen aber nicht durch geführten Umrüstaktion an meinem Anzug. Siehe Aussage Ihres Waterproof Händlers Martin Zweigler (Globel Divers, Kiel).
Mir ist ein solches Verfahren Ihres Hauses unverständlich, so geht man nicht mit Kunden um. Die Sache einfach auszusitzen ist selten für die Kundenbindung gut.
Oder gehört es zu den Prinzipien Ihres Hauses den Endkunden zu ignorieren und mit Ihren Händlern eine unzureichende Kommunikation zu betreiben – Herr Barber hatte von dieser Umrüstaktion keine Kentniss - ?
Die Taucherszene ist klein, betreibt einen regen Erfahrungsaustausch und gibt sich Gegenseitig Empfehlungen. Anregungen hierzu kommen oftmals aus dem „Taucher.net“, aus der „Tauchen“ oder der „Unterwasser“, sowie aus diversen privaten Foren. Hiermit setze ich Ihnen eine letzte Frist bis Freitag, den 20.08.2010. Sofern ich bis dahin keine Stellungnahme von Ihnen, sowie einen Vorschlag zur weiteren Verfahrensweise erhalte, werde ich diesen Vorfall samt Schriftverkehr veröffentlichen.
Mit freundlichen Grüßen
Marc Göhlich
• Am 17.08.2010 von Waterproof erhaltene Antwort auf meine Mail:
Sehr geehrter Herr Göhlich, hiermit teile ich Ihnen abschließend mit, daß sich in Ihrem Fall leider keine Änderung der Sachlage ergeben hat.
Auch nicht, wen sie uns mit Veröffentlichung der Angelegenheit drohen.
Hier noch einmal die Fakten:
1. Mail an Dirk Barber ( siehe weiter unten, mit unserer Stellungnahme) 2. Es besteht zwischen Waterproof und Ihnen kein Kaufvertrag sondern zwischen Ihnen und Ihrem Fachhändler. Entsprechend bitte ich Sie freundlichst, uns auch keine weiteren Fristen zu setzen. 3. Herr Barber kann keine Kenntnis von einer Taurus Umrüstaktion haben, weil es keine gab. Beim Trockentauchanzug DRACO ( dieses Modell hat 2 Reisverschlüsse übereinander, darauf bezog sich die Detailverbesserung) wurde der Äußere RV mit einer neuen Aufhängung des Schiebers vor dem unteren RV geschützt. Ihr Anzug hat keinen äußeren RV. Eine Umrüstung wäre also Nutzlos.
Im übrigen kommunizieren wir sehr gerne mit Endkunden. Auch dadurch hohlen wir uns immer wieder Anregungen und Erfahrungen. Zu diesem Zweck sind wir auch jedes Jahr auf verschiedenen Events und auf der Boot in Düsseldorf und anderen Internationalen Messen.
Vielleicht gerade deshalb, sind wir in der Lage den Stil ihres Schriftverkehrs eindeutig einzuordnen.
WaterProof Diving GmbH
• Am 19.08.2010 von mir gesendete Antwort – Für mich ist die Sache und die Marke “Waterproof” damit erledigt.
Sehr geehrter Herr ....
vielen Dank für Ihre Antwort.
Ich habe Ihnen nicht mit der Veröffentlichung gedroht, ich habe Sie lediglich über meine weiteren Schritte in Kenntnis setzen wollen, da meine Erfahrungen mit Ihrem Hause sicherlich auch für andere Taucher interessant sind.
Sie unterstellen mir eine falsche Handhabung und sogar Gewalteinwirkung, mutmaßen einen schon seit längerer Zeit schwergängigen Reißverschluss ohne den Anzug persönlich gesehen zu haben – oder haben Sie Ihn gesehen ? – und ziehen die Möglichkeit einer frühzeitigen Materialermüdung nicht einmal in Betracht ?
Nun zu den von Ihnen zitierten Fakten:
1. Mail an Dirk Barber: Der gebrochene Zahn ist Fakt. Daß der Schlitten aufgrund von Gewalteinwirkung heraus gerissen ist, ist eine Vermutung bzw. Unterstellung. Richtig ist, dass der Schlitten aufgrund des gebrochenen Zahnes die obere Bahn verlassen hat und nur noch auf der unteren völlig leichtgängig gleitet. Hiervon können Sie sich überzeugen. 2. Es besteht ein Kaufvertrag zwischen Herrn Barber (Tauchzentrum am Exer) und mir, nicht zwischen mir und Waterproof, das ist richtig. Ich habe mich jedoch auf Anraten von Herrn Barber direkt an Waterproof gewandt, da auch Herr Barber nicht weiter kam. 3. Auf die Umrüstaktion bzgl. des Taurus hat mich Herr Martin Zweigler (Globel Divers, Kiel) aufmerksam gemacht. Herr Zweigler hat alle seine Taurus Anzüge aufgrund dieser Detailverbesserung umgerüstet (die Metallspange am Schlitten durch eine Stoffschlaufe ersetzt). Auch der letzte Taurus im Tauchzentrum-am-Exer weist diese Veränderung auf.
Es freut mich, dass Sie auf der Boot, diversen Events und internationalen Messen anwesend sind und dort auch mit dem Endkunden kommunizieren um sich Erfahrungen und Anregungen zu holen. Welcher Qualität Ihre Kommunikation mit dem Endkunden allerdings außerhalb dieser Messen ist, zeigt sich ja in diesem Schriftwechsel. Die Kommunikationsart Ihres Hauses ist mir nach wie vor unverständlich – aber interessant sie einmal erlebt zu haben.
Im Übrigen möchte ich Sie höflichst bitten, mir Ihren letzten Satz: „Vielleicht gerade deshalb, sind wir in der Lage den Stil ihres Schriftverkehrs eindeutig einzuordnen.“, zu erläutern. Diese Aussage verstehe ich so nicht und fasse sie als Beleidigung auf.
Sie werden sicherlich verstehen, das ich Ihr Haus nicht empfehlen kann. Nicht aufgrund mangelnder Qualität Ihrer Anzüge, vielmehr aufgrund Ihres Verhaltens dem Kunden gegenüber im Falle einer Reklamation.
Mit freundlichen Grüßen
Marc Göhlich
Anmerkung des Moderators: Die Namen der Waterproof-Mitarbeiter wurden entfernt.
Antwort von Euregiotaucher am 21.08.2010 - 18:01 jaaaaaa --- wenn der lästige Kunde was will ... Das Geld desgleichen nimmt man ja gern - aber - ob nun gerechtfertigt oder nicht .... Eine Antwort auf ein Schreiben hat auch was mit "Höflichkeit" zu tun - auch wenn man nur Kunde des Fachhändlers und nicht Kunde des Herstellers ist ...
Wobei ... der Hersteller sollte nochmal darüber nachdenken ob der Endverbraucher nun nicht vielleicht doch Kunde des Hersteller ist ...
Naja - ich wünsche dir viel Glück Marc ...
Antwort von Michael Fisch am 21.08.2010 - 18:25 Ich tauch seit über 20 jahren trocken, aber falls ich jemals wieder eine Nass oder Halbtrocken Anzug kaufe, wird es wegen dein Bericht nicht von Waterproof sein.
Danke für die Info, und ich hoffe auf weite Verbreitung.
Michael
Antwort von mago am 21.08.2010 - 18:47 Es ist schon ein sehr schlechter Stil, in welcher Weise Du dies hier ausbreitest. Emails veröffentlicht man einfach nicht in dieser Weise.
Das ist schon eine Drohung, eine vollkommen unangemessene, auch wenn Du das gerne anders sehen möchtest. Damit tust Du Dir und Deiner Sache keinen Gefallen.
Ich besitze selber einen Taurus und finde die Annahme schon recht plausibel, daß es zu einer Gewalteinwirkung gekommen sein kann. Denn sowas kann sich ja auch ereignen, ohne das es dem Besitzer klar ist.
wieso ist das schlechter stil? mr.mistoffeles hat doch niemanden beleidigt, und der emailverkehr ist doch nicht *topsecret*. der kunde ist könig, solange er sich fair benimmt, und das ist hier, finde ich jedenfalls, der fall. jemand der so mit zahlenden kunden umspringt, muss damit rechnen dass sich kunden wehren. die reaktion von waterproof finde ich schlechter stil, ein absolutes *no go*.
und sowas schimpft sich *sales- manager*
hey mago, bist du bei waterproof angestellt? oder bist du vielleicht [namen entfernt] ?
wenn die bude meint, so mit seinen kunden umspringen zu müssen, dann werden es die herren vielleicht irgendwann zu spüren bekommen. wie auch immer, manche menschen werden niemals einsehen, dass sie auch fehler machen. einfach woanders kaufen.... [name entfernt]... haben nur eine firma- wir haben ganz viele.
schönes weekend
Antwort von Strohalmatmer am 21.08.2010 - 19:04 Hallo Marc,
Ich kann dich sicherlich Verstehen,
aber (wenn das jetzt nicht in dieses Forum gehört).
Fakt ist das du einen rechtsverbindlichen Vertrag mit dem Händler hat und nicht mit dem Hersteller. Auch bei der Gewähleistung ist einiges zu beachten (anders wie bei der Garantie)
Du hast 2 Jahre gesetzliche Gewährleistung auf alle Material oder Fertigungsbedingten Mängel (nicht verschleißteile). In den ersten 6 Monaten liegt die Beweispflicht beim Händler, also er muss dir nachweißen das du den schaden verursacht hast. Die restlichen 1,5 Jahre "kehrt sich die Beweispflicht um" heist du must nachweisen das ein Materialfehler vorliegt und nicht eine Gewalteinwirkung. Wie du das nachweist ist natürlich schwer bis unmöglich. Mit anderen Worten abhacken. ScheiXXX passiert halt im Leben.
Trotzdem ärger dich nicht.
Liebe Grüße
Mario
Antwort von luft4breakfast am 21.08.2010 - 21:09 @Mr.Mistoffeles
Extremen Dank für die Infos.
Bei mir steht der Neukauf eines 7mm HT und eines Trockentauchanzuges an.
Waterproof war bislang in der engeren Wahl, wenn gleich ich schon von Qualitätsproblemen in den vergangenen Jahren gehört hatte und etwas vorgewarnt bin.
So sollen die aktuellen Anzugsserien im HT Bereich nicht mehr so hochwertig sein, wie die in denen meine Vereinskollegen seit Jahren glücklich unterwegs sind.
Eine Verantwortung für seine Produkte zu unternehmen fällt hier offenbar schwer, man ist wie es scheint einfach gekränkt wenn etwas kaputt geht und tut sich schwer Konstruktions- und Materialprobleme einzugestehen.
Das scheint mittlerweile bei Unternehmen des Herstellerlandes nicht ganz selten zu sein, entsprechend werde ich die Finger davon lassen.
Nochmal danke und viel Erfolg bei der weiteren Abwicklung des Falles (so es hier noch Hoffnung gibt).
Antwort von Zystsche am 21.08.2010 - 21:16 Hallo,
zunächst mal finde ich es absolut legitim das hier zu
veröffentlichen.
Hatte mal einen ähnlichen Fall mit einem Tauchcomputer.
Es ist schon interessant wie der sogenannte "Endkunde" behandelt wird wenn er
"stört".
Allerdings sollte ein vernünftiger Händler auch in der Lage sein, mehr als in Deinem Fall für seinen Kunden zu erreichen.
Da ich Deinen Händler nicht kenne wäre alles weitere Spekulation.
Ich jedenfalls tauche heute einen Computer von Suunto und habe alle Teile von Sc...... bzw. Uw.... ausgemustert.
Zystsche
Antwort von Xlendidiver am 21.08.2010 - 23:40 Hallo,
auch ich werde mich anschliesen und definitiv nichts von waterproof kaufen.
Ich bin in unserem Verein in der Ausbildung tätig und werde von den "Neulingen" oft nach der Expertenmeinung gefragt.
Eine Empfehlung in diese Richtung hat sich damit auch erübrigt.
Ich kanns nicht nachvollziehen...die sacken jede Menge Geld ein und wenn so ein "EINZELFALL" mal auftritt, wird sich mit Händen und Füssen gewehrt.
Ergo, sind diese Produkte scheinbar so schlecht, dass sie der Gewährleistung nicht nachkommen können, weil es wahrscheinlich mehr sind, als sie zugeben.
Schlimm, wirklich zum kotzen...
Auch wenn dich (Mr.Mistoffeles) das nicht wirklich weiter bringt.
Aber Solidarität bringt diese Kotzbrocken (das ist meine Auffassung von solchen auf Kommerz eingestelltem Manager) vielleicht zum Nachdenken
Antwort von Mantel-T am 22.08.2010 - 00:09 @mago
Hi mago, der Stil ist nicht schlecht, der Stil ist legitim.
Ich möchte Dich einmal erleben, wenn man Dir bei einer berechtigten Reklamation gegen den Strich streichelt.
Wenn Du nicht aus dem Herstellerlager kommst, übe einfach mehr Solidarität.
Bist Du da überfordert, versuche es mit Verständnis.
Antwort von volker1 am 22.08.2010 - 00:14 Im Augenblick ist der Kauf eines Trockis bei mir Thema. Nach diesem Bericht scheidet Waterproof aber aus.
Ich habe keine Lust, vieleicht in einem halbem Jahr ähnlich da zu stehen wie Mr. Mistoffeles......
Danke für diese Info.
Antwort von Rcoi am 22.08.2010 - 00:54 Wirklich objektiv sind die Kommentare hier nicht!
Fakt ist, keiner von uns war dabei, als der RV kaputt ging.
Also kann ich mich weder für die eine, noch für die andere Seite entscheiden nur weil ich einen E-Mail-Verkehr vorgelegt bekomme.
Kann sein, dass es so war wie Mr. Mistoffeles es sagt. Muss es aber nicht.
Der Anzug wurde ja scheinbar von der Firma Workstation begutachtet. Im Anschluss wurde die Gewährleistung ausgeschlossen. Als Fa. Waterproof würde ich mich natürlich auch dieser Begutachtung anschließen.
Analog geschieht es doch jeden Tag tausendfach in Deutschland. Irgendjemand meldet seiner Versicherung einen Schadensfall. Dieser wird geprüft und im Anschluss abgeleht oder akzeptiert.
Im Falle einer Ablehnung steht es jedem frei, weitere Schritte einzuleiten. Der Klageweg steht jedem offen! Ich möchte allerdings nicht wissen, wie oft die Versicherungen gewinnen, da der Anspruch auf Versicherungsleistung tatsächlich nicht bestand. Und eine Versicherung vertraut auf immer auf das Urteil der Gutachter.
Dieses ist aber jeweils im Einzelfall zu entscheiden. Wie auch hier mit dem Anzug.
Aufgrund des E-Mail-Verkehrs würde ich persönlich mich nie zu Pauschalaussagen, wie. z.B. nie mehr Waterproof, hinreissen lassen.
Und wenn ich an Stelle der Fa. Waterproof per E-Mail angeschossen würde, würde ich auch zurück schießen. Der Lauteste hat nicht immer Recht.
Fazit: Beide Parteien können im Recht sein. Das sollten die Parteien untereinander klären oder von einer unabhängigen Stelle prüfen lassen. Das T-Net-Forum wird diesen Fall jedenfalls nicht aufklären können.
Und bevor einer fragt, auch ich habe nichts mir der Fa. Waterproof zu tun.
Antwort von luft4breakfast am 22.08.2010 - 01:52 "Aufgrund des E-Mail-Verkehrs würde ich persönlich mich nie zu Pauschalaussagen, wie. z.B. nie mehr Waterproof, hinreissen lassen."
Mich zwingt keiner irgendo irgendetwas zu kaufen. Das wäre ja noch schöner, schliesslich geht es um meine hart verdienten Euros.
"Und bevor einer fragt, auch ich habe nichts mir der Fa. Waterproof zu tun. "
Ich auch nicht und nach den Erfahrungen von Marc wird das wohl auch in naher Zukunft kaum eintreten.
Es ist schon ein völliger Witz wie manche Firmen arbeiten. Wenn ich der Hersteller oder Importeur/Distributor wäre, hätte ich den Thread hier schon direkt nach dem Ursprungsposting abgegriffem und durch einen entsprechenden Einssatz de-eskaliert. Dann wäre Marc geholfen und man hätte ein PR Desaster vermieden.
Wenn Waterproof mal schauen will wie das geht, mögen sie mal auf Scubaboard nachlesen wie einige Hersteller so etwas richtig handhaben.
Eben Produktsupport und Kundenbetreuung in den öffentlichen Foren. Und nicht das Geld kassieren und sich danach zurück lehnen, frei nach dem Motto "dann soll er mal erstmal klagen...".
Antwort von Rainer2 am 22.08.2010 - 05:52 Ich finde diese Art der Veröffentlichung absolut in Ordnung. Stellt sich auf jeden Fall die Frage da meiner Meinung nach keiner - und zwar weder Besitzer noch Hersteller hier den Nachweis führen können ob hier nicht eine einvernehmliche Regelung möglich gewesen wäre. Weder ist eine Gewalteinwirkung noch ein Fehler des Reisverschlusses im nachhinein nachweisbar. Das Verhalten der Fa Waterproof finde ich nicht angemessen - mit ein wenig Feingefühl hätten die die Kuh vom Eis bringen müssen. Egal wer da jetzt die Schuld (und vor allem die Beweislast hat) - würde mir auch vor dem Kauf eines neuen Anzugs überlegen ob Waterproof in meine engere Wahl kommt. Irgentwie kann ich mir auch keinen Reim auf die Geschichte mit der Änderung der Reisverschlusses machen. Sollten die wirklich eine Änderungsaktion gemacht haben und sich dann so verhalten wäre das schon grenzwertig doof - weil zu einfach zum nachvollziehen.
Es stimmt schon, was RCOI sagte, keiner war dabei, als es passierte. Alleine aufgrund der Tatsache, dass eine RV kaputt ging, würde ich auch keine Kaufentscheidung fällen. Die würde auch dann nicht gegen Waterproof gehen, wenn die Reklamation abgelehnt würde.
Was aber meine Entscheidung maßgeblich beeinflusst ist der Stil des Hauses. Ich bin selber Hersteller und habe oft genug Kontakt mit Endkunden, obschon ich mit denen keinen Kaufvertrag habe. Dennoch kann es nicht angehen, dass man hier den Weg der Höflichkeit verlässt. Sorry, das ist ein absolutes N-Go.
Hmm, da liege ein Taurus und ein Draco bei mir rum. Wollen hoffen, dass beide lange heile bleiben. Ersterer kommt jetzt mit, Tauchen ist angesagt.
CU Oliver
Antwort von faraway am 22.08.2010 - 09:00 Da ist doch alles ganz richtig gelaufen. Mit dem Hersteller hat der Käufer in der Tat nichts zu schaffen und Fristen setzen ist da ziemlich daneben. Nach über einem Jahr hat der Käufer auch gegenüber dem Händler die Beweislast. Um Kulanz kann man nur bitten sie aber nicht verlangen. Der Käufer ist ja auch nicht kulant und sagt, sorry, dann kaufe ich eben einen neuen.
Der Händler war so schlau den Käufer an den Hersteller zu verweisen. Er hätte ihn auch zur UNO schicken können. Nützt nix hält ihn aber auf Trab.
Warum nun über den Hersteller geschimpft wird verstehe ich nicht. Der hat damit am Wenigsten zu tun.
Und nicht vergessen, der Käufer hat die Beweislast!
Wo ist der RV gebrochen, bzw. wo ist der Schaden:
Irgend wo mitten drin,
oder am Anfang, also ca. 2 cm vom Anfang entfernt, da wo er offen ist.
Noch genauer ausgedrückt:
Ist der Schaden an der linken Schulter bei von rechts nach links zu schließendem RV ?
Antwort von Mr.Mistoffeles am 22.08.2010 - 11:30 Hallo Ulli,
der RV ist beim Taurus von links nach rechts zu schließen und er ist bei mir ca. 3-5 cm vom linken Anschlag gesehen gebrochen.
@magofisch: Da ich den Mailverkehr nicht beleidigend geführt habe, den gesamtem Mailverkehr und nicht nur Auszüge veröffentlicht habe, und auch hier keine weiteren Mutmaßungen getätigt habe, sehe ich diesen Weg als legitim. Wenn Du Ihn für schlechten Stil hälst, begründe mir bitte warum. Schlechten Stil sehe ich allerdings im Verhalten der Firma Waterproof bzw, in deren Kommunikationsstil.
Das Taucher.net ist doch zum Erfahrungsaustausch da, oder ? Durch die Veröffentlichung ist es wenigstens objektiv und nachvollziehbar geblieben.
@Rcoi: Selbst wenn Du etwas mit der Firma Waterproof zu tun hättest, wäre es zumindest einmal eine neutrale und sachliche mail gewesen Natürlich werden wir hier nicht im Taucher.net klären können, ob es ein Materialfehler war oder nicht. Mir geht es vor allem um das Verhalten der Firma Waterproof und deren Kommunikationstil. Es ist wie Euregitaucher schon erwähnt, eine Farge der Höflichkeit zu antworten. Vielleicht wäre ich mit der Antwort der Firma Waterproof nicht zufrieden gewesen, ich hätte mich aber nicht ignoriert gefühlt und die ganze Geschichte wäre vielleicht auf einem anderen Level gelaufen. Erst wird der Endkunde komplett ignoriert, dann werden ihm pauschal definitiv falsche Behauptungen unterstellt, wie mangelnde Pflege und einem seit längerem schwergängigen Reissverschluss, sowie Gewalteinwirkung .... sprich: Der Kunde hat diesen seit langem schwergängigen Reissverschluss nur mit Zerren und Rucken schließen können.
Ich bin immer noch der Meinung, diese verhaltensweise ist äußerst armselig für einen großen Hersteller.
Die Verhaltensweise bzw. Kommunikation seitens Waterproof wollte ich mit diesem Thread aufzeigen, weiter nichts.
Antwort von Mr.Mistoffeles am 22.08.2010 - 11:32 @ faraway: Der Hersteller hat damit am wenigsten zu tun ???? versteh ich nicht, klär mich auf
Antwort von Anna am 22.08.2010 - 11:36 ich kann Deinen Unmut gut verstehen, ich hatte schon Probleme wegen eines Trockis mit einer andern Firma
Dein Ansprechpartner ist der shop, bei dem Du den Anzug gekauft hast. Für slle Fristsetzungen ist er Dein Ansprechpartner. Nach einem halben Jahr musst Du nachweisen, dass ein Fehler vorgelegen hat.
Wenn Du den Weg weiter beschreiten moechtest, kommt der Klageweg gegen den shop, in dem sicher durch ein Gutachten versucht wird festzustellen, ob ein Fehler vorliegt. Dauer schaetze ich mal ca. 1 Jahr bis es geklärt ist.
Ob die Reaktionsweise des Herstellers kundenfreundlich ist, denke ich kann sich jeder durch lesen der emails sein eigenes Bild machen. Ein unzufriedener Kunde, der noch in die Oeffentlichkeit geht, ist schlechter als 10 Zufriedene.
Viel Erfolg und Gruesse Anne
Antwort von mago am 22.08.2010 - 12:10 Also Du stellst lauter Vermutungen an.
Wirfst Deinem Gegenüber aber vor, er stelle seinerseits Vermutungen an. Deine Vermutungen sind aus Deiner Sicht natürlich Warheiten, die über jeden Zweifel erhaben sind - hallo??
Du machst ihm Vorwürfe er würde etwas Vertuschen wollen, er würde Dir Dein Recht vorenthalten wollen.
Du stellts Fristen. Forderst Kulanz. usw, usf...
Andere (zB. Strohalmatmer) haben hier schon erklärt, daß der Hersteller hier eigentlich gar nicht Dein Ansprechpartner ist.
Wenn Du nun Deiner Forderung nach Kulanz damit Nachdruck verleihen willst, den Hersteller öffentlich zu diffamieren, dann wirkt das schon irgendwie tragik-komisch.
Du dokumentierst hier halt auch Deinen Kommunikationsstil und der ist echt mangelhaft, weil unsachlich.
Und nein, ich habe mit den Laden rein gar nichts zu tun und bin auch nur Kunde.
Antwort von Mr.Mistoffeles am 22.08.2010 - 12:32 @mago: Natürlich ist der Händler mein Ansprechpartner, ist mir bewußt. deswegen habe ich ja Anfangs versucht diesen Vorgang über Ihn zu regeln u8nd habe mich anschließend auf sein Anraten hin direkt an Waterproof gewendet. desweiteren, habe ich diesen Thread hier nich reingestell, um eine Lösung nach dem Motto Marc hat Schuld oder Waterproof hat schuld präsentiert zu bekommen. vielmehr ärgere ich mich über das Verhalten bzw. die Kommunikationsweise von Waterproof.
Ich kann mich nur wiederholen, hätte Waterproof zeitnah geantwortet - letztendlich auch eine Frage der Höflichkeit, wie Euregiotaucher schon bemerkt - wäre ich vielleicht nicht mit der Antwort zufrieden gewesen, die sache wäre aber auf einem ganz anderen Level gelaufen.
Natürlich ist der Händler mein erster Ansprechpartner, aber wenn im Falle bspw. Deines Autos Dein Händler nicht versucht die Wogen zu glätten und eine gütliche Lösung anstrebt (Die Lösung muß ja nicht zu "0" für Dich ausgehen, man kann sich ja bspw. in der Mitte treffen), dann stellst Du dich garantiert auch auf die Hinterbeine und kontaktierst das Werk, oder ?
Und solange man die Form wahrt und auch höflich aber bestimmt bleibt, ist das nur legitim. Wie heisst es so schön ? Der Ton macht die Musik.
Antwort von Strohalmatmer am 22.08.2010 - 16:20 Ich habe eingangs ja nur sachlich die Rechtliche Situation schildern wollen, ich masse mir auch nicht an beuteilen zu können was in deinem Fall den Tatsachen entspricht und ich kann nur wiederholen das ich deine Situation nachvollziehen kann und verstehe das du dich ärgerst.
Aber ehrlich wenn ich als Mail von jemanden den ich nicht kenne und mit dem ich nichts zu tun habe und dann so sachen lese wie:
"Eine derartige Vorgehensweise passt nicht zu einem namhaften Unternehmen wie Waterproof, welches für seine guten Produkte im Premiumbereich bekannt ist und hinterläßt den üblen Nachgeschmack, dass ein von Beginn an bestehender Mangel zu Lasten des Kunden vertuscht werden soll." (wobei mir dann "vertuscht" übel Aufstossen würde) oder " Herr Fertig, ich erwarte Ihre Stellungnahme und eine Klärung der weiteren Vorgehensweise innerhalb der nächsten 14 Tage. " (da würde ich denken "ich kenne dich nicht/will dich auch gar nicht mehr kennen lernen,habe nichts mir dir zu tun und du ERWARTEST von mir?) zu guter letzt " Weitere Schritte behalte ich mir vor." (da würde ich mir endgültig sagen" na dann mach mal mein Freund dich lass ich am ausgestrecktem Arm verhungern). Also ein Typischer Fall von über das Ziel hinausgeschossen und mir dadurch die Möglichkeiten selbst verbaut. Ich hätte auf keinen Fall auf so eine Mail geantwortet und oder reagiert.
Antwort von Mr.Mistoffeles am 22.08.2010 - 16:53 Hallo Strohalmatmer,
ich habe ja Dein Posting ja auch nicht anders aufgefasst, als die sachliche und korrekte Darstellung der rechtlichen Situation Auch deine Gedanken kann ich verstehen und nach vollziehen. So würde ich als Privatperson denken, vielleicht auch als Firma. Aber ich hätte trotzdem reagiert und wenn es auch nur eine mail mit dem Inhalt gewesen wäre "Bitte wenden Sie sich an Ihren Händler." - aber völlige Ignoranz ist mir nach wie vor ein Rätsel
Des weiteren halte ich meinen Schriftverkehr für angemessener, als die Antworten, welche ich von Waterproof bekommen habe. Aber das ist meine subjektive Einschätzung und kann natürlich anders gesehen werden
Ich strebe auch nicht an, mit diese Veröffentlichung Kulanz ein zu fordern. Die Karre ist ohnehin im Dreck
Antwort von Langer am 22.08.2010 - 23:23 Naja, egal wie unpassend der Hersteller die Kundenforderung empfindet, ein geschultes Personal sollte de-eskalierend und zeitnah arbeiten. Der Ton macht die Musik... und wie ein Vorredner schrieb, es sind ja auch anteilige Kostenübernahmen möglich - als ein Zeichen guten Willens.
Von einem Billiganbieter erwartet man das kaum- bei einem hochwertigen Anbieter schon. Als Premium-Kunde für Premium-Preis sollte Premium-Service zu fordern nicht als unpassend empfunden werden - unabhängig von der Rechtslage.
Vorteil Kunde: als Privatperson ist eine Rechtsschutzversicherung gut bezahlbar, für den Händler ist selbige -bzw. deren Inanspruchnahme- arg teuer.
ANZUG: wie teuer wäre denn eine Anzugreparatur, bzw. kann man vielleicht die ersten 3cm gewissermaßen "stillegen" ??
..........die ersten 3cm gewissermaßen "stillegen" ?? .......
Daran dachte ich mit meiner Frage, an welchem Ende der Schaden sei.
Ich habe Aristophanes aber dahin gehend verstanden, dass die Bruchstelle am "falschen Ende" ist.
Ich nenne diese "Reparatur" übrigens Verklebung - klappt bei mir mittlerweile sehr gut.
Ich hab` sogar eine Methode "erfunden", um die Dichtigkeit zu prüfen.
Hat natürlich den Haken, dass der RV ca. 3 bis 4 cm kürzer wird.
Ich glaub` ich hab mich schon wieder vertan:
Hab oben nochmal geguckt:
......Von links nach recht zu schließen...... und der Schaden ist auf der linken Seite.
Also gut zum verkleben ! ! !
Vergiss was ich da geschrieben habe (falsches Ende).
Herschicken - natürlich nur wenn Du willst - könnte gurt sein, dass ich den verkleben kann.
Aber weißt du was:
ruf mich doch einfach mal an.
Gruß
Uli 0203-343511
Antwort von chrecht am 23.08.2010 - 02:40 OffTopic
@Uli
Bestes Beispiel für eine gute, in diesem Falle sogar Nichtkundenbetreuung.
Finde es immer wieder Top wie du hier dein Wissen teilst und Hilfe anbietest.
Ps: Bin selber Nichtkunde bei dir und habe Trilaminat der Konkurrenz besorgt.
Christian
Antwort von phx am 23.08.2010 - 09:48 Ich finde das Verhalten des Herstellers hier auch äußerst mangelhaft, also zum
Rechtliche Lage hin oder her, so geht man nicht mit Kunden um. Waterproof steht jetzt auch auf meiner Blacklist, es gibt auch andere Hersteller.
Danke für die Veröffentlichung
@Uli
klasse Angebot
Antwort von micbu am 23.08.2010 - 10:06 @Mr.Mistoffeles
faraway hat absolut recht, der Hersteller hat mit diesem Fall nichts zu tun. Bevor du dich über irgendjemanden aufregst solltest du dich erst einmal über deine eigenen Rechte informieren. Vor allem über den Unterschied zwischen Garantie und Gewährleistung. Du scheinst auch überhaupt nicht zu wissen was eine Gewährleistung überhaupt ist! Die Gewährleistung bedeuted nur, das das Produkt beim Kauf mängelfrei sein muß. Mehr nicht! Es ist kein Garant dafür, daß der Artikel nicht bereits nach einem Jahr kaputt geht. Gewährleistungsgeber ist immer der Verkäufer, aber nie der Hersteller!
Warum soll der Hersteller kulant sein, wenn du es nicht auch bist? Eine kulante Einigung wäre, meiner Meinung nach, daß du die Hälfte der Repartaturkosten übernimmst.
Viele Grüße, Michael
-------------------
www.hid-tec.de
Antwort von Mr.Mistoffeles am 23.08.2010 - 10:10 @micbu: genau das Angebot hatte ich meinem Händler gemacht, daß wir uns die Reperaturkosten teilen (siehe auch meinen Post weiter oben). Antwort von meinem Händler: "Daran habe ich kein Interesse." .-((((
So ein Quatsch: "der Hersteller hat mit diesem Fall nichts zu tun".
Wie soll der Händler dem Kunden gegenüber Gewährleistungsansprüche abwickeln, wenn der Hersteller blockt? Soll der Händler den Schaden dann alleine abwickeln, von der mickrigen Marge die er an dem Anzug hatte?
Ne, so funktioniert das nicht. Waterproof hat das Ding entwickelt, gebaut, und müssen dafür gerade stehen.
Und wenn der Reissverschluss defekt ist, soll sich das Waterproof gefälligst vom Hersteller des Reissverschlusses bezahlen lassen.
Manche Hersteller machen es sich aber auch wirklich sehr einfach.
Und klar hast du insofern Recht, als dass die Ansprüche des Kunden dem Vertragspartner gegenüber geltend gemacht werden müssen.
Das heisst aber nicht, das Waterproof hier auf seinem hohen Ross sitzen kann und den Händler, nebst dem gemeinsamen Endkunden, einfach am langen Arm verhungern lassen kann.
Antwort von micbu am 23.08.2010 - 10:19 Du hast mich missverstanden. Das sollte an den Hersteller grichtet sein, nicht an den Verkäufer. Der Verkäufer hat dir eine ordnungsgemäße Ware verkauft, warum sollte dieser Kulanz zeigen? Er ist der letzte dem man einen Vorwurf machen kann. Der Hersteller sollte sich hier kulant zeigen und eine vergünstigte Reparatur anbieten. Einen Anspruch darauf hast du aber nicht.
Leute, tut Euch selber einen Gefallen und lest mal die Gesetzestexte und Auslegungen zum neuen Schuldrecht ab 2002 durch. Dann wisst Ihr auch, welche Ansprüche der Käufer wirklich gegen seinen Verkäufer hat, in wie weit ein Rückgriff auf den Hersteller erfolgen kann und ob das überhaupt der Endkunde selber machen kann etc.
So einfach, wie das hier so beschrieben wird, ist es nämlich nicht. Nehmt noch das Produkthaftungsgesetz hinzu und Ihr seit schlauer.
Im Übrigen, nur weil ein Hersteller eine Kulanz verneint, ist man als Kunde noch nicht am Ende. Allerdings wird im vorliegenden Falle, Waterproof gewährt keine Kulanz, der Händler will auch nicht, nur noch eine Klage übrig bleiben. Dann kann der Rechtsanwalt Waterproof immer noch den Streit verkünden und hinzuziehen.
Hier wird dann gerichtlich (hübsch brav mit Gutachtern) geklärt, wieso der RV kaputt ging und ob daraus dem Endkunden ein zu ersetzender Schaden entstanden ist soweit kein Eigenverschulden vorliegt.
CU Oliver
Antwort von micbu am 23.08.2010 - 10:59 Das Produkthaftungsgesetz hat hiermit nichts zu tun.
Wenn du gegen den VK klagen möchtest, (dieser Weg steht dir natürlich offen) dann mußt du zunächst aber mal alle Kosten selber tragen. Ausgang vor Gericht ungewiss. Viel Spaß dabei.
Prkatisch gesehen ist die Gewährleistung, 6 Monate nach dem Kauf, wertlos. Man kann nur in den seltensten Fällen nachweisen, daß ein Mangel bereits beim Kauf bestanden hat. Hier müßte man also konkret beweisen können, daß der Reissverschluß beim Kauf einen Mangel hatte. Wie möchtest du das anstellen? Ich denke, daß hier auch ein Gutachter kaum weiterhelfen kann.
Viele Grüße, Michael
-------------------
www.hid-tec.de
Antwort von luft4breakfast am 23.08.2010 - 11:08 @micbu
So ist das leider, der Klageweg ist sehr ungewiss und lohnt nicht. Das weiß auch der Hersteller., deswegen stellt man sich ja quer. Ist eben auf den ersten Blick das Günstigste.
Auf den zweiten Blick, siehe diesen Thread hier, sollte sich Waterproof mal überlegen was dieser Fall nun wirklich gekostet hat.
Dafür, dass angeblich die Gewährleistung nach 6 Monaten nichts mehr Wert wäre, gibt es aber etliche Klageverfahren gegen Verkäufer und Hersteller. Das betrifft uns als Hersteller (hat nix mit Tauchen zu tun) genauso wie fast alle anderen auch.
Das Ergebnis ist aber immer ungewiss. Wie heißt es so schön? Vor Gericht und auf hoher See ist man nur in Gottes Hand! Oder anders ausgedrückt: Vor Gericht bekommt man ein Urteil und kein Recht!
CU Oliver
Antwort von Mattti am 23.08.2010 - 11:22 Aus meiner Umgebung kenne ich mindestens einen Fall, in dem die Grantie/Kulanzabwicklung von Waterproof ebenso unbefriedigend verlaufen ist. Bei einem neuen Anzug (ca. 10. Tauchgang) riss die Verklebung des Reisverschlusses am Gesäß auf. Waterproof schickte dem als Diveguide & Instructor arbeitenden Kunden den Anzug mit einem aufgenähtem Flicken zurück. Jeder der es sieht fragt, was denn da passiert ist.
Das ist natürlich ne Top Werbung
Waterproof sollte wohl seine Kulanz-/Garantieabwicklung überdenken...
Antwort von micbu am 23.08.2010 - 11:26 Ganz genau!
Klar gibt es etliche Klagen, aber das liegt im 0/00 Bereich im Vergleich zu denjenigen, die nicht klagen. Für Waren mit einem "niedrigen" Preis lohnt der Klageweg einfach nicht. Viel zuviel Kopfschmerzen und ein ungewisser Ausgang.
Deshalb buche ich so etwas immer auf dem Konto "Lebenserfahrung".
Allerdings habe ich hier einen Waterproof Taurus Combat sowie einen Trocki Draco gleicher Marke liegen und hoffe, dass ich diesbezüglich nicht irgendwann mal "buchen" muss. Bislang geben beide Teile aber noch keinerlei Anlass zu meckern. Den Taurus hatte ich gerade Gestern wieder im Einsatz. Schon schön, wenn man aus einem Halbtrockenen steigt und trotzdem fast trocken ist (mit Ausnahme der Handgelenke und ganz oben etwas am Brustbereich).
Man kann halt Glück oder Pech mit einer Firma haben. Es gibt genug hier, die z.B. gegen Kallweit wettern, während drei meiner Buddies damit nie Probleme hatten.
Obwohl doch schon viel gesagt wurde, möchte ich noch einen Gedanken hierzu einstreuen:
Heute erwartet jeder Käufer die allerbeste Qualität, bei den niedrigsten Preisen. Wenn ein Produkt dann mal kein Chinaprodukt ist und etwas teurer als das Billigste ist, wird sofort von einem Premiumprodukt gesprochen. Mit diesem Konstrukt wird dann tendenziell ein noch höherer Anspruch verknüpft.
In diesem Fall geht nach über ein Jahr ein Reißverschluss kaputt. Ok sicher nicht die längste Lebensdauer, aber es handelt sich eben um ein sensibles Teil. Dann wird in der Urlaubszeit eine Mail verfaßt und erwartet, dass entgegen der bereits vorliegenden Beurteilung eine nochmalige zeitlich aufwendige Stellungnahme erfolgen soll.
Mein persönlicher höchst suzbjektiver Eindruck ist folgender:
a) der techn. Sachverhalt ist nicht so einfach
b) die Reklamationsmail ist alles andere als freundlich
c) die Reaktion hätte zügiger erfolgen können
(Urlaubszeit = Vorgänge dauern länger)
d) Mit der Antragstellung um eine kundenfreundliche Lösung nach kurzer Tragezeit, wäre Mr. M. vielleicht etwas weiter gekommen
e) der Karren steht jetzt im Dreck
f) mit "nur Information" hat der Thread nichts zu tun
Was mich persönlich schockiert ist, wie die Reaktion einiger auf diesen Thread erfolgte.
Was soll das, will man jeden kleinen Pfurz in Zukunft über den Anwalt regeln ? Ich habe Recht - also erwarte ich...
Manche Dinge sind eben nicht so eindeutig und man muss Kompromisse eingehen. Von beiden Seiten aus.
@Patrick
Leider werden fast alle Fürze in der letzten Zeit scheinbar via Rechtsanwalt geregelt. So zumindest darf ich die Erfahrung bei uns machen. Grundlage hierfür sind (rein subjektive Meinung) wohl die vielen Rechtsschutzversicherungen, die das Klagen zu einfach machen.
es ist schon stellenweise abstrus anzuschauen, wieso deutsche Gerichte angerufen werden. Dennoch gibt es begründete Klagen und auch genug Situationen, wo ein Klageweg die letzte Möglichkeit ist. Abzuwägen, was was ist, das ist die Kunst.
Ein Urteil bzgl. des obigen Sachverhaltes will ich nicht treffen. Dafür sind die Infos zu dünn und man hat selber weder den RV gesehen noch weiß man weiteres.
CU Oliver
Antwort von luft4breakfast am 23.08.2010 - 11:58 @Patrick
Was Du schreibst ist soweit alles richtig, vernünftig und nachvollziehbar.
Nun ist es aber so, dass der besagte Hersteller gerade zu den teuersten im Segment gehört. Da kann man sicherlich auch eine gewisse Qualität und auch einen guten Service erwarten.
Und wie sieht der Kompromis in diesem Fall für den Kunden aus? Es gibt eben keinen.
Und der Klageweg bei solch einer Bagatelle, das sehe ich genauso wie du, ist nicht das richtige Mittel.
Marc hat das schon ganz gut gemacht und der Community mit der Diskussion einen Dienst erwiesen. Vielleicht wacht ja jemand bei Waterproof auf und stellt fest, dass ein Reissverschluss zu ersetzen enorm viel günstiger ist als durch Ignoranz hunderte von potentiellen und vorhandenen Kunden vor den Kopf zu stossen.
"Und wie sieht der Kompromis in diesem Fall für den Kunden aus? Es gibt eben keinen."
Bislang hat keiner den Vorschlag gemacht den Reißverschluß zwar kostenpflichtig zu ersetzen, aber dem Kunden einfach preislich entgegen zu kommen. Z.B. Zipp kostet normal 180 Eur, zahlt aber nur 100, oder so etwas.
Wenn man natürlich erstmal allen ans Bein pinkelt, fällt so eine Lösung schwerer. Aber es ist noch immer ein Weg. Aber es gehören immer 2 dazu.
Ich bin in jedem Fall für eine Win-2-Win-Situation.
Antwort von Bounty am 23.08.2010 - 13:05 Keiner der hier Schreibenden hat wirklich Wissen über den aktuellen Rechtsstand, richtig soweit?
Darum finde ich einige Vorschläge mehr als nur verwirrend, mehr noch einige Verwendungen von Begrifflichkeiten.
KULANZ – bedeutet OHNE Anspruch auf ein Recht und ohne Übertragung auf ähnlich gelagerte Fälle.
Klartext: der Hersteller KANN etwas machen, MUSS es aber nicht.
Und wenn das so klar ist, warum fordern dann viele eine Kulanz? Es besteht darüber doch KEIN Rechtsanspruch?!
Den Ärger vom OP kann ich ehrlich gesagt auch nicht nachvollziehen, dass vorgehen hier noch weniger!
Wenn ich mir etwas kaufe (auch fern dem Tauchen), dann kann das auch mal kaputt gehen. Das weiß ich aber lange vor dem Kauf! Ich habe nicht über den Lebenszyklus einen Anspruch auf Gewährleistung (Produkthaftung ist wieder etwas anderes, die Begriffe werden hier eher wie Konfetti verwendet…).
Der Hersteller hat klar formuliert das ihm gegenüber kein Anspruch besteht, trotzdem werden aber weiter Emails mit Forderungen und Drohungen (so ist es zu verstehen, auch wenn als Informationsweitergabe formuliert) geschrieben, und nun mehr hier veröffentlicht.
„Geholfen“ wurde dir trotzdem. Dein OP hier hat zumindest Uli auf den Plan gerufen, und der kann daraus sicher etwas machen. So ist Uli eben, und so findet dein Vortrag hier eine gute Wendung.
Jedoch bin ich dagegen, dass hier nun der Hersteller dauerhaft am Pranger steht. Er hat sich lediglich auf geltendes Gesetz berufen, und dass darf unmöglich falsch sein in einem Rechtsstaat!
Im Übrigen mag ich diese „typische deutsche Haltung“ nicht: ICH mache etwas kaputt, IRGENDWER wird dafür bezahlen müssen …
Meine Gedanken dazu …
Bounty
Antwort von luft4breakfast am 23.08.2010 - 13:35 @Bounty
"Jedoch bin ich dagegen, dass hier nun der Hersteller dauerhaft am Pranger steht. Er hat sich lediglich auf geltendes Gesetz berufen, und dass darf unmöglich falsch sein in einem Rechtsstaat! "
Mit geltendem Recht hat das erstmal gar nichts zu tun.
Der Hersteller meint es liegt kein Fabrikationsfehler vor sondern ein Bedienungsfehler. Der OP sieht das genau anders herum. Wer von beiden nun Recht hat, darüber können wir nur spekulieren.
Einen Kompromissvorschlag gab es nicht, der Händler hat aufgrund der mickrigen Marke ja nun leider kaum finanziellen Spielraum dafür, und der Hersteller lehnt jegliche Ansprüche kategorisch ab.
Was liegt also näher als in Zukunft um solch ein Unternehmen einen riesigen Bogen zu machen?
" Im Übrigen mag ich diese „typische deutsche Haltung“ nicht: ICH mache etwas kaputt, IRGENDWER wird dafür bezahlen müssen … "
Also ich finde nicht, dass es generell bei uns im Land eine solche Haltung gibt. Meistens gilt ja der Grundsatz "zahlen und schön dabei lächeln".
Ausserdem schreibt der OP ja, dass er den Reissverschluss gehegt und gepflegt hat, also ein aktives Verschulden ist da nicht wirklich zu erkennen.
Antwort von sabinexd am 23.08.2010 - 13:36 Ich vermisse einen wichtigen Fakt. Wie viele Tauchgänge wurden denn in den 14 Monaten gemacht bzw. wie oft wurde der Anzug getragen? Wurde der Reißverschluß nur 10 mal betätigt oder 100mal, oder vielleicht sogar 500mal.
Ein 14 Monate altes Auto mit 100000km sieht sicherlich auch verschlissener aus als hätte es nur 5000 gelaufen. Deshalb gilt bei eingen Autoherstellern die Garantie ja auch nur 3 Jahre ODER 100000km...
@Bounty
Wenn alles so einfach wäre, dann würden sich die deutschen Amtsgerichte langweilen.
Es besteht in Deutschland nun einmal eine Klagementalität und, da hast Du Recht, auch die Auffassung, dass andere zahlen müssen, wenn was kaputt geht, nur man selber nicht. Als Hersteller kann ich da ein nettes Liedchen singen. Die Urteile so mancher Amtsgerichte sind dafür auch haaresträubend. Das beste war (ich meine es war Lüneburg): Das Fehlverhalten des Kunden hat zum Schaden geführt. Da der Hersteller aber die wirtschaftlich stärkere Partei ist, wird in diesem Falle dennoch ein Anspruch zuerkannt.
Im Klartext, wir hatten Recht und haben verloren. Streitwert 499,00 Euro und damit kein Recht auf Berufung beim LG.
BTT:
Mich stört hier als Hersteller nur eines, der Schreibstil des Herstellers. Das hätte man auch besser hinbekommen. Mit einer Aussage nach dem Motto: "Wissen Sie was Sie haben? Genau, keinen Anspruch haben Sie!" ist keinem geholfen. Man kann ein Nein auch netter formulieren.
Die Rechtslage hingegen ist klar, da sollte Konsens drüber bestehen.
Ach ja, das Produkthaftungsgesetz hatte ich kurz in den Raum geschmissen (23.08.2010, 10.49 Uhr). Nicht als Grundlage für diesen Fall sondern als Leseinfo für die Allgemeinheit. Sollte das verwirrend geschrieben sein, so sei es hierdurch geklärt.
CU Oliver
P.S.: Im Übrigen ist die Schuldrechtsreform von 2002 bei vielen Rechtsanwälten immer noch nicht wirklich angekommen. Da tun sich etliche noch sehr schwer mit. Die mangelhafte Formulierung im Gesetzestext lässt einfach zu viele Lücken und Interpretationsmöglichkeiten. Eine gesicherte höchstrichterliche Rechtssprechung hierzu fehlt ebenfalls noch.
Antwort von Bounty am 23.08.2010 - 15:29 Jein – und das sind immerhin 50% Zuspruch :- )
Zunächst generell zu deinem persönlichen Fall:
Empfundenes Recht ist nicht das urteilfähige Recht, und das macht den Wirrwarr. Ein Rechtsanspruch kann sich ja auch immer aus dem (einsehbaren, vorhersehbaren, wirtschaftlichen usw.) Verhältnis der Parteien zu einander ergeben, aber muss nicht.
Es kann nur nicht auf jedwegen anderen Fall übertragen werden.
Zudem gibt es Fehlurteile – auch diese sollten bedacht werden! (zumindest bestätigen sie die Regel
Das Verhalten und die Reaktion des Herstellers möchte ich hier nicht bewerten, auch nicht in Hinsicht darauf wie es besser wäre. Wir alle kennen nur eine Einseitige Auslegung, im treuen Glauben und Vertrauen, dass dies die ganze (vollständige) Wahrheit sei. Aber die andere Seite wurde nicht gehört. Sie wurde ja noch nicht mal gefragt, ob sie mit der Veröffentlichung des Mailverkehrs einverstanden sei.
Wo bleibt denn hier das Recht?
Jede Medaille hat zwei Seiten … und wer Recht fordert, sollte zu allererst Recht zugestehen! So sehe ich das zumindest …
Zitat: „Ach ja, das Produkthaftungsgesetz hatte ich kurz in den Raum geschmissen (23.08.2010, 10.49 Uhr). Nicht als Grundlage für diesen Fall sondern als Leseinfo für die Allgemeinheit. Sollte das verwirrend geschrieben sein, so sei es hierdurch geklärt.“
Yip, genau das hatte mich echt verwirrt … aber wir sind hier ja nicht im Rechtsforum, sondern im Ausrüstungsforum. Und trotzdem stehen so viele Rechtsbegriffe hier … das verwirrt mich natürlich
Egal, der Thread hat ja zum Ziel geführt, Uli springt in die Bresche und rettet die Neoprenpelle! So viel Glück muss man erst mal haben, gell?
Immerhin, 50% Zuspruch von einer Frau ist mehr, als ein Mann oft erwarten darf
Wollen wir also hoffen, dass Uli noch was retten kann. Wobei mir dabei wieder der Draco einfällt. Dort wollte ich die Latex-Halsmanschette bei Uli irgendwann mal gegen eine aus Neopren tauschen. Bin nur noch nicht dazu gekommen. Die Latexmanschette vom Draco ist der Würger vorm Herrn. Die vom Ursuk sitzt erheblich angenehmer.
Aber das ist ein anderer "Kriegsschauplatz".
CU Oliver
P.S.: Wie sagte ein Bekannter von mir, der Rechtsanwalt ist neulich? Das erste, was einem im Jurastudium genommen wird, ist der Glaube in die Unfehlbarkeit der Justiz
Antwort von MatV am 23.08.2010 - 20:47 Misto, Ich halt` mal fest:
1)Vom Alter des Anzugs liegt die Beweislast bei dir.
2) Diese Reißverschlüsse werden zigtausendfach in andere Anzüge eingebaut, WP baut die nicht selbst. Materialfehler kommen meist nicht allein. Aber man hört hier eigentlich nix von anderen Schäden.
3) ja, auch der Verschleiß der Trägermaterials lässt sich durch Pflege minimieren. Lief nach deiner Schilderung bei dir wohl nicht optimal.
4) Am Anfang und Ende sind RVs erhöhtem Verschleiß ausgesetzt, weil da die Betätigungswinkel und die Starrheit des umgebenden Materials eine Rolle spielen. In Verbindung mit der eigenen Gelenkigkeit, bei Eigenschließversuchen, oder der Ungeschicktkeit bei Fremdschließern.
5) Die Herren Barber, Fertig, und Engler kenne ich als durchweg ehrenwerte Kaufleute, du zeichnest hier ein schiefes Bild.
Gruß,
Matthias
Antwort von Mr.Mistoffeles am 23.08.2010 - 22:31 Ich bezwecke nich mit diesem Post Kulanz bei waterproof einzufoprdern - das Kulanz eine freiwillige Leistung des Herstellers ist, ist mir bewußt. das für eine einvernehmliche Lösung die Fronten inzwischen auf beiden Seiten zu verhärtet sind, ist mir auch klar.
Ich rege mich nur maßlos über die Arroganz, Ignoranz und den Kommunikationsstil von waterproof auf. Damit ich richtig verstanden werde, ich mecker ja nicht über die Qualität ihrer Anzüge - meinen Taurus liebe ich heiss und innig, komme fast trocken aus dem Anzug heraus- ich reg mich nur tierisch über den Umgang mit Reklamationen auf.ich habe natürlich auch vorher versucht die Sachlage über das Tauchzentrum (meinen Händler) zu klären versucht. Ich habe sogar eine hälftige Kostenbeteiligung angeboten. damit keine Missverständnisse auftreten, ich zeichne von niemandem ein Bild, ich gebe nur die Kommunikation im Original wieder, auch meine eigene. Auch auf die Gefahr hin, wie hier auch schon des öfteren geäußert, das mein Stil vielleicht auch etwas emotional aber ich denke trotzdem nicht beleidigend war.
Wie auch schon einige bemerkt haben, hätte waterproof mit einer etwas feinfühligeren Kommunikationsweise und Deeskalationsstrategie die Kuh vom Eis holen können. Man kann mit mir reden, ich mag es nur nicht komplett ignoriert zu werden. Im übrigen arbeite auch ich im Dienstleistungssektor und zwar direkt beim Kunden, ich habe auch mit Reklamationen zu tun, und glaubt mir, wenn ich mit meinen Kunden so umgehen würde, hätte ich bald keine mehr.
@Ulli: Herzlichen Dank für Dein Angebot, ich werde evtl. darauf zurück kommen. Ich bin mir im Moment noch unschlüssig, was ich mit dem Anzug mache.
@Sabine: Lass mich mal kurz in mein Logbuch schauen
Seit Kauf habe ich mit dem Taurus ca. 100 Tauchgänge unternommen. Alle in Strande auf Tiefen zwischen 3 und 10 metern. Ich habe den RV nie alleine geschlossen.
@MatV: Wo entnimmst Du meinem Schreiben, dass die Pflege des Trägermaterial bei mir nicht optimal lief ? Dies ist eine Behauptung von Waterproof. Einen Herrn Engler habe ich nie erwähnt. da es sich hier um den vollständigen Schriftverkehr handelt, zeichne ich kein Bild von irgendjemandem, sondern veröffentliche nur Tatsachen. Es liegt mir fern irgendjemande dur falsche Behauptungen zu diffamieren .... das ist in keinster Weise Ziel.
Ich wollte nur den Umgang von Waterproof und deren Kommunikationsverhalten aufzeigen.
Ich freue mich über das rege Interesse an meinem Posting und freue mich vor allem über die meist sachlichen Kommentare.
Und für die schlüsse, oder die Kommentare, die jeder Leser für sich zieht oder hier veröffentlicht, bin ich nicht verantwortlich.
Antwort von Mr.Mistoffeles am 23.08.2010 - 22:36 ... Nachsatz ... hab doch was vergessen
Wie ich schon weiter oben schrieb, eine zeitnahe Antwort wäre viel Wert gewesen. Vielleicht wäre ich mit dem Inhalt der Antwort auch nicht zufrieden gewesen, es wäre aber eine Reaktion seitens Waterproof gewesen,und ich hätte mich nicht vollkommen ignoriert gefühlt. Somit wäre die ganze Sache wahrscheinlich auch von meiner Seite aus auf einem ganz anderen Level gelaufen.
Und zu den Betriebsferien, dafür gibt es Abwesenheitsassistenten bei Outlook - abgesehen davon, habe ich ja von [Namen entfernt] Lesebestätigungen erhalten, allerdings keine Reaktionen.
Antwort von Mr.Mistoffeles am 23.08.2010 - 22:52 @MatV: Die Ehrenhaftigkeit von Herrn Barber, Herrn Engler oder auch von Herrn Fertig habe ich in meinem obigen Thread auch nicht in Zweifel gezogen, die setze ich vorraus ... hierüber kann und werde ich mir auch kein Urteil erlauben.
Gruß Marc
Antwort von ZeKik am 24.08.2010 - 10:41 Gewährleistungsansprüche kann man auch gerichtlich einklagen.... wenn`s sich denn lohnt.
Und ansonsten bestätigt mich das nur in meinen Prinzipien: Wenn es denn geht, ein Model OHNE Reissverschluss vorziehen (Beuchat, Squale usw..)
... und ansonsten nur YKK-Reisser
Der Gag am Taurus ist allerdings der Trocken-Zipp und die die sich ergebene Tatsache, dass man fast völlig trocken aus diesem Halbtrockenen steigt.
Mein Taurus Combat leistet da gute Dienste. Letzter Tauchgang bei 13° war mollig warm und ich war nur ganz oben auf der Brust etwas nass. Die Badehose drunter war knochentrocken.
CU Oliver
Antwort von R2-D2 am 24.08.2010 - 15:14 Wenn ein Reissverschluss von ganz alleine kaputt geht, dann müsste er sich nach einer gewissen Zeit von ganz alleine wieder selbst richten.
Nix da. Ein Reißverschluss heißt so, weil er reißt. Und Zitronenfalter..............
CU Oliver
P.S.:
Noch ein "dummer" Spruch
Es gibt Staubsaugervertreter, die verkaufen Staubsauger.
Es gibt Versicherungsvertreter, die verkaufen Versicherungen.
Und es gibt noch Volksvertreter......
Antwort von Bounty am 24.08.2010 - 16:02 Um ehrlich zu sein würde ich gerne bei dem Spaß mitmachen … aber … so witzig war der Auftakt nicht.
Ok, das Thema war sogar recht unterhaltsam, und eure Kommentare sind echt witzig.
Aber ich warte zunächst die Antwort vom OP ab, nur um sicher zu gehen, dass diese Frage ernst gemeint war/ist …
Antwort von Mr.Mistoffeles am 24.08.2010 - 17:01 @Bounty: Sorry, hilf mir auf die Sprünge, welche Frage von mir meinst Du ? Oder habe ich dich jetzt falsch verstanden ?
Jetzt nachdem doch einige mitgeholfen haben den rechtlichen Anspruch (oder Nichtanspruch)aufzuklären und der Hersteller sich eigentlich nicht unkorrekt verhalten hatte und trotzdem bei dieser Kampagne erheblich in Misskredit geraten ist.
Fühlst du dich jetzt wenigstens besser ?
Oder war das ganze für etwas anderes Imaginäres gut ?
Antwort von Bounty am 24.08.2010 - 17:33 Hallo Mr.Mistoffeles,
ja, du hast mich falsch verstanden. Ich beziehe mich auf den OP ( open Posting), also den ursprünglichen Fragesteller!
Ich wollte dich dadurch nicht ignorieren, jedoch zweifel ich an der Absicht des Op´s ...
Antwort von Mr.Mistoffeles am 24.08.2010 - 17:36 @Patrick: Mir ging es von Anfang an um nichts anderes als das Aufzeigen des Umgangs und des Kommunikationsverhaltens von Waterproof, allein dieses wollte ich aufzeigen. nicht mehr und nicht weniger. Ich habe den Herstellen nicht in Mißkredit gebracht, wenn hat er dieses aufgrund seines Verhaltens selber gemacht. Ich habe lediglich geschriebene Tatsachen ins Netz gestellt. Für die Meinung, die sich jeder auf diesen Thread bildet und seine Reaktion, kann ich nichts. Ich habe weder zu einem Boykott von Waterproof aufgerufen, noch Waterproof in irgend einer Weise verunglimpft. Wie auch oben geschrieben, bin ich ja durchaus von der Qualität der Anzüge überzeugt, nach wie vor. nicht jedoch mit deren Antwortverhalten.
Aber vermutlich lebe ich noch in einer altmodischen Welt, wo der Kunde nicht nur Melkkuh ist.
Ich weiß nicht, was du meinst, aber ich übe weder üble Nachrede, noch verleumdung. Es ist und war auch nie mein Ziel jemanden durch falsche Behauptungen zu diffamieren.
Was meinst du mit "... für etwas anderes Imaginäres gut ?" ?
Antwort von Bounty am 24.08.2010 - 17:49 UPS ... das ist jetzt echt peinlich, aber der OP bist du ... sorry ...
Ich bringe es nochmals auf meine Aussage:
Wer recht fordert (DU), sollte auch Recht eingestehen (wieder DU). Wenn du also Mails hier eintsellst, frage zunächst die Meilschreiber um Einverständnis !!! Der Teil ist enorm wichtig!
Ich bewerte hier nicht das Verhalten vom Hersteller - das steht mir auch nicht zu! Es mag gehen (siehe Posting von Milky-Way), aber auch dies kann ich nur außenstehend beurteilen ...
Dein Vortrag hier rückt zunächst dich selbst in den Fokus - das hast du sicher längst mitbekommen. Dein Ärger mag ebenfalls berechtigt sein, dein Vorgehen hier ist es aber nicht!
Argumente dazu gab es jetzt wirklich genug, ich denke wir sollten es dabei belassen.
Ok soweit?
Antwort von Mr.Mistoffeles am 24.08.2010 - 17:51 @Bounty: Soweit in Ordnung
du sprichst mit ein und demselben:
Mr. Mistoffeles alias Marc ist auch der OP.
@ Marc,
soviel Naivität kaufe ich dir nicht ab.
"Hiermit setze ich Ihnen eine letzte Frist bis Freitag, den 20.08.2010 (Anmerkung: 3 Arbeitstage). Sofern ich bis dahin keine Stellungnahme von Ihnen, sowie einen Vorschlag zur weiteren Verfahrensweise erhalte, werde ich diesen Vorfall samt Schriftverkehr veröffentlichen."
Information sieht anders aus. Nötigung würde es meiner Auffassung nach eher treffen.
Aber nachdem ich weder mit der einen noch mit der anderen Partei was zu tun habe, werde ich mich auch nicht weiter in diesen Vorgang einmischen.
Du hast um Meinungen gebeten und diese auch hinreichend erhalten.
Antwort von Mr.Mistoffeles am 24.08.2010 - 17:57 @Bounty: Ich glaube aufgrund der Vielzahl der Antworten, haben wir uns beide ein wenig mißverstanden. Ich meinte nicht Dich, als ich sagte " ... ich fühle mich ignoriert". ich fühlte mich von Dir keineswegs ignoriert, woher auch.
Schönen Abend noch.
Antwort von Mr.Mistoffeles am 24.08.2010 - 18:05 @Patrick: Jetzt wird es aber wirklich langsam abstrus, oder? Die Definition der Wortes "Nötigung" kennst du, oder ?
Aber von mir aus können wir dieses Posting damit auch belassen.
Mich würde aber interessieren, was Du mit deinem letzten Satz " ... oder für etwas anderes Imaginäres gut ?" meintest.
Gruß Marc
Antwort von Bounty am 24.08.2010 - 18:07 @ Patrick B,
ja, das hatte ich bereits selbst bemerkt. Peinlich genug war es mir bereits, aber dein Salz hält die Wunde munter
@ Mr.Mistoffeles,
dir auch einen schönen Abend, und viel Erfolg bei Uli, dem Neoprenretter
mit Imaginär verstehe ich etwas "nicht Greifbares".
War nichts böses gemeint, für mich erschließt sich der Sinn deines Posts einfach nicht. Aber das hatten wir ja schon.
Gruß Patrick
Antwort von Mr.Mistoffeles am 24.08.2010 - 18:34 @Patrick B:
Alles klar
Nichts für Ungut *lach* Schönen Abend noch
Antwort von El_Dudo am 24.08.2010 - 23:57 Also mir erschliest sich der Sinn des Postings sehr..
Er hat sich eben Luft gemacht nachdem er sich tierisch aufgeregt hat..
Offensichtlich geht es ihm auch besser, denn er lacht schon wieder
Um das ursprüngliche Ziel des Schriftverkehrs zu erreichen hat er sich sicherlich nicht allzu geschickt angestellt, aber die Reaktion von Waterproof aufgrund der etwas brüsken Art der Eingangskommunikation stur zu stellen und keine De-eskalation zu nutzen ist nicht wirklich professionell und steht dait in keinem Verhältnis zu einem Hersteller eines hochpreisigen und damit erwartet hochwertigen Produktes.
Also wurde schnell mal ein in Deutschland ebenfalls beliebtes Kundenversagen draus gemacht und war damit durch. Ich tippe daher auf wenig geschultes Personal auf seiten Waterproofs. Dies liegt vermutlich an der relativ kleinen Branche, wo sich altgediente Quereinsteiger langjährig "hochgedient" haben aber die heute eigentlich nötigen Eingangsqualifikationen (hier Kundenbewusstsein) leider nicht mitbringen..
Ich hatte da auch schon so die ein oder andere Begegnung der Dritten Art.. Ist gerade in der Tauchbranche recht häufig..
Leider hatte Marc die große Chance selbst im Dientsleistungsbereich zu arbeiten nicht genutzt, sonnst hätte er sich das Ursprungsschreiben nochmal "von der anderen Seite" durchlesen können und wäre evtl. zu dem Schluss gekommen den Ton vielleicht doch etwas zu ändern!
Das Kind ist nun im Brunnen aber vielleicht lernt der "ein oder andere altgediente Mitleser der Branche" das stur schalten auf Anbieter-seite oft am wenigsten hilft egal wie in den Wald hineingerufen wurde, denn einige werden sicher von WP Abstand nehmen.
Antwort von Armin am 25.08.2010 - 10:09 Hallo zusammen.
Wir haben bei Waterproof nachgefragt und folgende Antwort erhalten:
Hallo Tauchernet, leider ist der Vorgang nicht korrekt wiedergegeben worden.
Richtig ist, das direkt nach der Überprüfung des Anzuges bei der Firma Workstation eine Information an den Fachhändler gegangen ist. Dies ist auch so Richtig weil der Fachhändler einen Kaufvertrag mit Waterproof und der Kunde einen Kaufvertrag mit dem Fachhändler hat. Die Firma Workstation ist kompetent und Fachlich in der Lage ein Urteil abzugeben.
Dieses Urteil lautete wie folgt:
Der angelieferte Anzug ist durch Gewalteinwirkung beschädigt worden. 1.Es ist ein Zahn des RV gebrochen. 2.Der Schlitten ist aus der Bahn Herausgerissen.
Des weiteren muss der RV schon länger sehr schwergängig gewesen sein, und wurde dennoch nicht rechtzeitig gepflegt. Die Gummibeschichtung des Nylonträgergewebes am RV ist verschlissen, was darauf hinweist das der RV unzureichend gewachst wurde. Die Gewalteinwirkung könnte möglicherweise auch daran liegen das dem Kunden der Anzug von Beginn an, oder schon längere Zeit zu klein ist.
Zusätzlich wird seitens des Käufers unterstellt das es einen Produktrückruf bei Modell Taurus gab. Dies ist nicht der Fall. Bei einem anderen Modell, und zwar beim Trockentauchanzug Draco, gab es eine Umrüstaktion die zu einer Verbesserung der Kombination zweier Reisverschlüsse führte. Das Modell Taurus ist jedoch ein Halbtrockener Anzug mit nur einem Rückenreißverschluss, hier bestand zu keiner Zeit Handlungsbedarf. Eine Umrüstung des Taurus währe nutzlos und hätte ihn auch nicht vor der Gewalteinwirkung geschützt. Wir sind der Meinung, das in so einem klaren Fall der Gewalteinwirkung, keine weitere Garantie oder Kulanz zu gewähren ist. Jede Kostenübernahme des Herstellers würde in diesem Falle nur dazu führen, das andere Taucher die mit Ihrer Ausrüstung gewissenhaft umgehen, am Ende mehr Geld für ihr Produkt zahlen müssten. Der Käufer kann diesen Anzug natürlich jederzeit auf eigene Kosten reparieren lassen.
Abschließend möchte ich noch betonen das die Modellreihe Taurus seit fast vier Jahren sehr erfolgreich gerade an Tauchlehrer die mit diesem Anzug arbeiten, sowie an Militärtaucher verkauft wird. Die Materialbelastungen dieser Anwender geht deutlich über das der Freizeittaucher hinaus.
Mit freundlichen Grüssen Edmund Uwe WaterProof Diving GmbH
Antwort von Bounty am 25.08.2010 - 13:57 Hallo Armin,
und danke für die Aufklärung (kannst ja doch mehr schreiben, als nur 3 Sätze )!
Jetzt ist es stimmig, beide Seiten konnten etwas zum Vorwurf sagen. Und jeder Leser kann sich selbst ein Bild davon machen.
Mr.Mistoffeles wurde dank dem „Neoprenpellenretter“, also unserem Uli, geholfen. Und auch der Hersteller konnte nun seine Darlegung positionieren. TOP!
@Mr.Mistoffeles,
ich hoffe auch für dich wurde nun eine gute Lösung gefunden (Uli macht das schon!).
Fühl dich bitte an dieser Stelle nicht angegriffen oder bloßgestellt – so ist es nicht. Aber es gibt einfach mehr, als das einfache Recht. Du hast für dich persönlich eine schlechte Erfahrung gemacht, aber der Hersteller hat kein Alleinverschulden. Und genau das wurde nun aufgezeigt. Es unterläuft ja so einigen der „Fehler“ sich an den Hersteller zu wenden, der in dem Fall nicht Vertragspartner ist.
Halte uns doch mal auf dem Laufenden bezüglich des Anzugs, würde mich zumindest interessieren.
Liebe Grüße,
Bounty
Antwort von phx am 25.08.2010 - 14:18 Da Frage ich mich trotzdem warum Waterproof nicht direkt an Marc geantwortet hat und erst jetzt wo`s öffentlich ist darauf reagiert. Ich für meinen Teil bleibe dabei: meiden.
Antwort von Bounty am 25.08.2010 - 14:44 Weil Waterproof damit den Vertrag mit dem Shop nicht eingehalten hätte - darum!
Verträge sind zu Halten!
Und der Kunde hat hier, wie so oft, keinen Vertrag mit dem Hersteller, sondern mit dem Vertrieb einer anderen Firma.
Dafür gibt es sehr gute Gründe, aber Taucher waren dabei nicht im Fokus.
Sollte das juristisch aufbereitet werden, so empfehle ich die Frage im Rechtsforum zu stellen.
Und warum den Hersteller meiden?
Jetzt mal ehrlich, jeder wird hier und da mal schlechte Erfahrungen machen. Und diese hier waren noch nichtsmals begründet - wurde bereits dargestellt.
Andere sind hingegen sehr zufrieden?! Also warum den Hersteller meiden?
Das erschließt sich mir nicht wirklich ...
Antwort von luft4breakfast am 25.08.2010 - 14:54 @Bounty
Marc selber schildert ein ganz anderes Bild was den Schaden (und die Pflege seines Anzugs betrifft) und seine Schilderung klingt für mich mindestens genauso glaubwürdig.
Seitens des Herstellers die Schuld pauschal in Richtung Kunde zu schieben, das kenne ich. Und es ist schön einfach das so zu handhaben, aus Herstellersicht.
Da ich ja nun weiß was man im Schadensfall von der FIrma zu erwarten hat (nämlich wenig bis gar nichts), werde ich deren Produkte schlicht und ergreifend selbstverständlich nicht kaufen.
Letztlich darf das aber jeder selber entscheiden, zum Glück.
Antwort von Mr.Mistoffeles am 25.08.2010 - 14:57 @EL_Dudo: Völlig korrekt erkannt Viele Grüße nach Husum
@Bounty: Keine Sorge, ich fühle mich weder persönlich angegriffen oder bloß gestellt. Ich habe dies auch nicht so aufgefasst. Wenn mir etwas in den Antworten unklar war, habe ich nachgefragt und auch auf diese Fragen Auskünfte erhalten
Im Gegenteil, mich freut diese umfangreiche Diskussion, welche im überwiegende teil auch sachlich geführt wurde .. . in Foren leider nicht immer selbstverständlich.
Ich finde es auch gut und richtig, ds Taucher.net (Herr Armin Süss) WP noch einmal angeschrieben hat und der Firma Gelegenheit gegeben hat, noch einmal Ihrereseits eine Stellungnahme abzugeben. Die ist ja nun auch (siehe oben) erfolgt.
Bezüglich des weiteren Verlaufs, ich habe vorhin noch einmal mit Uli telefoniert und mich auch für sein freundliches Angebot bedankt. Wir haben auch sehr nett miteinander geklönt und ich kann sagen, dass Uli ausserordentlich hilfsberit ist. Ich werde jedoch eine andere Möglichkeit nutzen und den Anzug bei einem guten Freund instand setzen lassen.
Allen weiterhin viel Spaß beim Tauchen
Liebe Grüße von einem inzwischen wieder lachenden und diese Geschichte als Erfahrung verbuchenden Marc
Antwort von phx am 25.08.2010 - 14:59 Es geht doch überhaupt nicht ums Rechtliche, dass hat Marc ja nun oft genug dargelegt. Mir geht es auch nicht ums Rechtliche.
Aus genau dem Grund den ich in einem Satz niedergeschrieben habe. Ich erwarte einfach von einem Premiumhersteller auch Premiumservice.
Willkommen in der Servicewüste Deutschland...
Antwort von Mr.Mistoffeles am 25.08.2010 - 15:25 Ich möchte hier nur mal einen Satz aus der geposteten Stellungnahme von WP zitieren, lasse ihn aber unkommentiert
"... das andere Taucher die mit Ihrer Ausrüstung gewissenhaft umgehen ... "
Gruß Marc
Antwort von Mr.Mistoffeles am 25.08.2010 - 15:25 Ich möchte hier nur mal einen Satz aus der geposteten Stellungnahme von WP zitieren, lasse ihn aber unkommentiert
"... das andere Taucher die mit Ihrer Ausrüstung gewissenhaft umgehen ... "
Gruß Marc
Antwort von Mr.Mistoffeles am 25.08.2010 - 15:26 So was Dummes, jetzt steht es 2x da .... War keine Absicht *sorry*
genau das sehe ich eben anders. Deutschland ist für mich keine Servicewüste. Im Gegenteil: ich kenne kein Land, in dem unterschiedliche Interessen so sorgsam verglichen und abgewogen werden.
Aber du hast insoweit Recht, als das nicht jeder darin einen Vorteil sehen muss. In diesem konkreten Fall für den OP sicher nicht, aber persönlich empfundenes Recht und Rechtsurteilfähigkeit differieren hier ganz einfach … kann ich nachempfinden, aber nicht teilen.
Und wichtiger ist doch, dass dem OP hier geholfen wurde (durch Uli). So macht es Sinn, und dafür ist das Taucher.net auch da …
Antwort von JFibu am 25.08.2010 - 15:37 @bounty
Mir erschließt sich auch einiges nicht. Welchen Vertrag sollte Waterproof gegenüber dem Händler den nicht einhalten wenn Sie dem Kunden direkt auf sein Begehr antwortet? Welche guten Gründe sollten das sein, wo doch der Händler angeregt hat sich an den Hersteller zu wenden. Nichts für ungut aber mir ist jetzt schon wiederholt aufgefallen, dass Du den eigentlichen Sachverhalt nicht komplett gelesen hast, aber dennoch über Sachverhalte diskutierst welche anders gelagert sind.
@Armin
Gut das Ihr die Firma darauf hinweißt, dass hier über Sie diskutiert wird. Eine direkte Stellungnahme des Unternehmens selbst wäre an der Stelle noch angenehmer gewesen.
@waterproof (Hr Uwe)
Leider wurde es aus meiner Sicht abermals versäumt dieses schlechte Kommunikationsverhalten zu bereinigen. Es steht einem Unternehmen mit Sicherheit zu auf die Themen Gewährleistung, Beweislastumkehr und den Händler als Ansprechpartner zu verweisen. Das wird nicht immer für Freude sorgen aber ist legitim. Ich denke aber auch, dass hier ein kleines Hand reichen schon gereicht hätte die Situation zu deeskalieren. Ich denke da z.B. an einen 50 € Gutschein bei Einkauf des nächsten Waterproof Artikels. Aber richtig das ist Sache der Fa. Waterproof und da möchte ich mich nicht einmischschen. Desaströs ist es aus meiner Sicht zu behaupten:
"leider ist der Vorgang nicht korrekt wiedergegeben worden." Dies heißt nämlich Herr Göhlich würde lügen oder wissentlich nur das für Ihn angenehme darstellen. Ich bitte hierzu das Ausgangsposting zur Kenntnis zu nehmen. Marc (Hr Göhlich/ Mr. Mistofelles) hat sinngemäß geschrieben, dass er mündlich über den Ablehnungsgrund informiert wurde und ist in dem nachfolgend dargelegten Email Verkehr auch auf die Ablehnungspunkte eingegangen. Somit hat er für mein empfinden den Vorgang vollständig wenn auch aus seinem Blickwinkel beschrieben. Auch bitte ich festzuhalten, dass die Fa. Workstation kein Urteil sondern bloß eine Meinung oder bestenfalls ein Gutachten abgegeben haben kann.
@Marc
Ich kann nicht einschätzen wie Du Deinen Anzug gepflegt hast. Ich kann auch nicht einschätzen ob Du oder Workstation den Zustand des Anzugs zutreffend dargestellt haben. Um das nachzuweisen wirst Du einen Anwalt und ein Beweißsicherungsverfahren benötigen. Ob Dir es das Wert ist kannst Du nur selber einschätzen.
Ich wünsch Dir in jedem Fall Glück
Antwort von Longli am 25.08.2010 - 16:04 Für mich bleibt ein fader Beigeschmack bei der Art der Kommunikation mit dem Kunden.
Ich maße mir kein Urteil an, bin aber für den Artikel dankbar. Mein Buddy ist gerade dabei sich einen neuen Trocki in der Preisklasse auszusuchen und ich habe ihm die Diskussion mal weitergeleitet.
Schlüsse daraus ziehen kann er selbst.
Ich bin aber schon der Meinung, dass es Unterschiede in der Kundenpolitik zwischen z.B. dem Hersteller der Aldi Neoprenanzüge und einer Firma in diesem Segment geben sollte.
Antwort von Mr.Mistoffeles am 25.08.2010 - 16:10 Ich möchte noch anmerken, das ich die Firma Waterproof, bzw. Herrn Uwe, kurz nach Veröffentlichung dieses Postings hiervon in Kentniss gesetzt habe. Waterproof hat also durchaus die Möglichkeit gehabt eine de-Eskalation herbei zu führen, oder zumindest eine Stellungnahme von sich aus und nicht erst auf Nachfrage des Taucher.net zu veröffentlichen.
Gruß Marc
Antwort von Bounty am 25.08.2010 - 16:19 @Jfibu,
Zitat: „Nichts für ungut aber mir ist jetzt schon wiederholt aufgefallen, dass Du den eigentlichen Sachverhalt nicht komplett gelesen hast, aber dennoch über Sachverhalte diskutierst welche anders gelagert sind.“
Dein Eindruck mag so sein, die Realität ist aber eine andere.
Ich habe natürlich alles gelesen, nur vertraue ich dem nicht bedingungslos.
Ich frage, zu Recht, nach. Und ich fordere, ebenso mit recht, eine Darstellung der anderen Seite.
Leider liegt die eigentliche Wahrheit oftmals zwischen beiden Formulierungen. Nicht mehr, nicht weniger.
Diese einseitige Darlegung haben wir doch alle gelesen, nur ergaben sich daraus (für mich!) Fragen, welche ich auch hier stellte.
Und ich würde auch immer so reagieren, wenn an mich eine Schuldfrage angetragen würde, die ich rechtlich nicht zu vertreten habe. Also in Summe etwas emotionsfreier und unparteiischer.
Weder meine Meinung ist sonderlich wichtig für das Thema, noch die einer anderen Person. Nur sollten doch alle Parteien dazu gehört werden, oder?
Du schreibst selbst du könntest nicht einschätzen in welchen Zustand sich der Artikel befand. Das sehe ich auch so, und der Hersteller ebenfalls. Und genau darum wird hier aus meiner Sicht eine Kulanz verlangt, die aber eben nicht verlangt werden kann. Und da geht es ausschließlich um das Recht! Aber das gehört nun wirklich in das Rechtsforum, ich verwies bereits darauf.
Ich würde sogar von meiner Meinung absehen, wenn hier bessere Argumente kämen. Aber sie kommen nicht. Hier wird lediglich ein Kampf „David vs. Goliath“ aufgezeigt, der m.E. falsch ist.
Die Realität ist eben oftmals eine andere, und beinhaltet auch weniger Effekthascherei …
Jetzt besser?
Gruß von Bounty
Antwort von Mr.Mistoffeles am 25.08.2010 - 16:28 @Bounty: ich habe nie bezweckt, mit diesem Posting Kulanz - wie Du und einige andere richtig darstellten, eine freiwillige Leistung des Herstellers - einzufordern.
Gruß Marc
Antwort von JFibu am 25.08.2010 - 16:45 "Leider liegt die eigentliche Wahrheit oftmals zwischen beiden Formulierungen. Nicht mehr, nicht weniger."
Den Satz unterschreib ich sofort mit!
In den anderen Punkten werden wir wohl keine Einigung herstellen. Du schreibst in einem anderen Thread der Hersteller wäre zu unrecht vorverurteilt worden. Hier sind genug User die gar nicht auf die Kernfrage eingehen sondern das Kommunikationsverhalten der Fa. in Frage stellen. Und genau dieses schlechte Kommunikationsverhalten hat die Fa. hier -aus meiner Sicht- bestätigt und damit selbst die von Dir zitierte David vs. Goliath Situation hergestellt.
Marc (du weißt schon der OP) hat auch nicht nach Kulanz gefragt. Er wähnte sich scheinbar in dem Glauben das er Garantie auf das Produkt habe bzw. es sich selbstverständlich um einen Gewährleistungsfall handelt.
Antwort von El_Dudo am 25.08.2010 - 18:17 @bounty:
warum sollte ein Vertrag eines Lieferanten mit einem Vertriebspartner gebrochen werden, wenn der Lieferant auf eine direkte Anfrage eines Endkunden antwortet? In dem Fall fand die Anfrage noch mit der Zustimmung des Händlers statt!
Mit Verlaub halte ich dies für ausgemachten Unsinn, es sei denn Du kannst eine solche Vertragskonstellation erklären.
Vertragsburch könnte es nur sein, wenn eine solche Handlung explizit untersagt würde. Dies fände ich extrem ungewöhnlich und sollte dies in der Tauchbranche üblich sein auch äußerst bedenklich!
Warum den Hersteller meiden?
Weil er sich in seinem Antwortverhalten absolut unprofessionell Verhalten hat und dies vollkommen unabhängig davon, ob der Sachverhalt in der Tat 100% so wäre, wie von der Fa. Workstation dargestellt.
Das Marcs Anrgae für den Zweck ungeschickt war habe ich ja schon erwähnt. Trotzdem bleibt die Reaktion seitens Waterproof unprofessionell. Hier kann jeder entscheiden ob er eben Produkte von einer so arbeitenden Firma nutzen möchte oder nicht. Wenn man dabei zu dem Schluss kommt, dass man sie deshalb meiden möchte kann ich das absolut nachvollziehen.
Ich persönlich würde es rein vom Produkt abhängig machen aber nachvollziehen kann ich so einen Gedanken.
Waterproof ist so oder so aber nicht mein Spektrum von einem angemessenen Preis-Leistungsverhältnis.. Allerdings hat sich mit einer solchen Reaktion (die sprachliche und persönliche Komponente dabei wohlgemerkt, nicht die technische, denn die kann ich aus der Ferne schlecht beurteilen) diese Verhältnis noch weiter verschlechtert!
Ich weiß nicht, was das ganze hier eigentlich soll.
Der Thraed dient einzig und allein den Hersteller in Mißkredit zu bringen. Das so etwas immer eine Frage der Darstellung ist, zeigen uns "Informationen" Tag täglich in den Medien.
Aber zu dieser Aussage:
"ich habe nie bezweckt, mit diesem Posting Kulanz - wie Du und einige andere richtig darstellten, eine freiwillige Leistung des Herstellers - einzufordern"
In welchen Kontext steht das zu dieser Forderung an den Hersteller gerichtet ?:
"Hiermit setze ich Ihnen eine letzte Frist bis Freitag, den 20.08.2010. Sofern ich bis dahin keine Stellungnahme von Ihnen, sowie einen Vorschlag zur weiteren Verfahrensweise erhalte, werde ich diesen Vorfall samt Schriftverkehr veröffentlichen."
Hier wird klar ein Vorschlag zur Beseitung des Problems verlangt, nebst der Androhung von Repressalien. Da eine Veröffentlichung von nicht stattgegebener Reklamation in jedem Fall nachteilhaft für einen Hersteller sein dürfte.
Was die Groteske an der Situation ist, dass der Hersteller verurteilt wird, da er sich dem Grunde nach korrekt verhalten hat. Der Fehler bestand ursprünglich sicher darin dass der Händler den Kunden zum Hersteller geschickt hat. Und bei mehreren Hundert Vorgängen im Jahr, ist das einfach für den Hersteller ein Weg der nicht praktikabel ist. Das wurde auch aufgezeigt.
Die hier gestellten Forderungen basieren weder auf einer Rechtsgrundlage, noch sind sie angemessen.
Trotzdem wird beharrlich auf dieser Schiene rumgeritten.
Antwort von phx am 26.08.2010 - 09:34 Merkt ihr Gegner dieses Threads nicht, dass es Marc einfach nur um das Kommunikationsgebaren des Herstellers geht
Was ist denn für den Hersteller in dem Fall anders wenn er mit Kunde statt Händler kommuniziert. Ein Reklamationsfall bleibt ein Reklamationsfall.
Ich sehe es genauso und ich bin Hersteller, wenn auch nicht von Tauchsachen.
Die rechtliche Seite dürfte unumstritten sein, da ist Waterproof vollkommen im Recht. Es besteht kein Vertragsverhältnis zwischen dem Endkunden und dem Hersteller aus dem sich Rechte ableiten lassen würden.
Genauso wie phx sehe ich aber den Kommunikationsstil des Unternehmens stark verbesserungswürdig. Es steht jedem Hersteller frei auf Kulanz, welche selbstverständlich eine freiwillige Angelegenheit ist, zu verzichten. Man sollte aber bei der Kommunikation mit dem Endkunden, sei die Sache noch so belanglos oder rechtlich nicht haltbar, höflich und zielorientiert sein. Kein Hersteller bricht sich einen Zacken aus der Krone wenn er so verfährt.
Ich weiß nicht, wie oft ich meinen Mitarbeitern schon gesagt habe, dass der Ton die Musik macht. Geht man mit Kunden und Endkunden höflich um, dann kann es sogar schaffen aus einer ärgerlichen Reklamation einen zufriedenen Kunden hervorgehen zu lassen.
Das und nichts anders sehe ich in meinen Augen bei Waterproof nicht gegeben. Insofern ist der weitere Sachverhalt und die rechtliche Situation vollkommen egal.
Wie sehen wir es denn, wenn wir mit Behörden agieren. Oftmals bekommen wir Anträge abgelehnt, weil es an einer Rechtsgrundlage oder dergleichen mangelt. Worüber regen sich dann viele Leute auf? Über die Ablehnungsschreiben, welche in Beamtendeutsch, gespickt mit möglichst vielen Paragraphen geschrieben wurden. "Wissen Sie was Sie haben? Keinen Anspruch haben Sie!" ist ebenfalls einer dieser geflügelten Sätze.
Ich kann Dich, Patrick, ja genauso verstehen. Du bist Hersteller in der Tauchbranche und siehst das Ganze natürlich mit recht verkniffenen Augen. Ich bin mir aber sicher, dass Du Endkunden, so Du denn via Händler lieferst oder liefern würdest, freundlich und zielorientiert behandelst.
Ach ja, was wäre zielorientiert? Zumindest der Vorschlag von Waterproof, dass die Reklamation leider nicht anerkannt werden könnte, man den Anzug aber zu einem Sonderpreis reparieren könnte. Man hätte auch eine Adresse nennen können, die eine Reparatur durchführt. Nun soll aber bitte keiner sagen, dass eine Reparatur zu einem Sonderpreis eine Kulanz wäre. All zu oft ist dieser Sonderpreis die Hälfte vom Doppelten und ist mehr als kostendeckend. So etwas habe ich komplett vermisst.
Ich hoffe aber auch, dass Waterproof, hingewiesen auf diese Diskussion, sich an die eigene Nase fasst und sich überlegt, ob einfaches Rechthaben in der heutigen Zeit ausreicht oder ob man nicht doch den eigenen Kommunikationsstil überdenken sollte?!
Also, der langen Rede kurzer Sinn:
-Waterproof ist im Recht, was die Reklamation angeht
-wir wissen alle nicht, ob diese Reklamation überhaupt berechtigt ist/war
-wir kennen im Prinzip nun beide Seiten und die Äußerungen beider Seiten
-es gibt mehr als genug Foren, in denen Erfahrungsberichte mit Herstellern stehen
-das solche Berichte subjektiv gefärbt sind, ist nur natürlich, für den Hersteller bei negativen Berichten natürlich ärgerlich
-hier hatte der Hersteller sogar noch eine Plattform zu antworten
-den Stil der Kommunikation darf jeder für sich werten
-ob daraus jetzt ein Verständnis für Waterproof oder ein Naserümpfen ob des Stils dieser Firma entsteht, ist jedem selbst überlassen
CU Oliver
Antwort von milkyway am 26.08.2010 - 10:02 P.S.: Schreibfehler oder dergleichen dienen nur der Erheiterung und solllen die Aufmerksamkeit beim Lesen erhöhen
P.P.S.: Editfunktion, wo bist Du? Da liest man den Text zweimal durch und findet immer noch nicht alles.
CU Oliver
Antwort von Mr.Mistoffeles am 26.08.2010 - 10:24 @Patrick B: Ich kann mich nur noch mals wiederholen, als ich dieses Posting veröffentlicht habe waren sämtliche (vielleich ungerechtfertigter weise gesetzte Fristen) verstrichen. Für mich war die sache erledigt, ich habe von WP nichts mehr erwartet oder gar verlangt. Ich habe auch nicht vorgehabt WP in Misskredit zu bringen, eben deswegen habe ich ja auch alles im Original veröffentlicht und nicht nur Auszugsweise, was dann naturgemäß noch subjektiver gewesen wäre.
Wenn WP in Misskredit geraten ist, dann sind sie selber aufgrund der Antworten und ihrem Verhalten daran schuld. Auch dies ist von mehreren Usern hier durchaus klar gestellt worden.
Antwort von El_Dudo am 26.08.2010 - 10:29 @Patrick:
Ich sehe das genauso wie Oliver..
Ich schrieb ja auch das ich lediglich die sprachlich persönliche Komponente berwerte und nicht die technische, denn die steht in den Sternen mit "Aussage gegen Aussage", wobei die Tendenz Richtung Hersteller im Recht geht, da man bei Workstation nahezu eine gutachterliche Instanz sehen könnte.
Der Thread dient einzig und allein um den Hersteller in Mißkredit zu bringen? Sehe ich nicht so. Der Thread dient in erster Linie mal dazu sich Luft zu machen. Das ist eines jeden guten Rechts solange man bei der Wahrheit bleibt, was mit Veröffentlichung des kompletten Schriftverkehrs geschehen ist.
In Mißkredit bringt sich der Hersteller mit seiner Reaktion dabei selbst!
Wie schon mehrfach gesagt ist natürlich die Art und Weise des Aussgangsschreibens auch mit gleich der Androhung der Veröffentlichung kein guter und entgegenkomender Stil des OP und steht für sich. War eben auch nicht gerade Zielführend wie die Reaktion zeigt.
Die Herstellerreaktion ist menschlich auch gut nachvollziehbar (letztlich gibt es ja auch das Sprichwort, wie man in den Wald reinruft....), ABER professinell ist eine solche Reaktion nicht. Als Repräsentant eines Hersteller muss ich mir eine solche Reaktion verkneifen und eben weiter höflich aber bestimmt antworten.
Ein Entgegenkommen kann man zeigen. Muss man aber auch nicht. Der Antwort-Stil aber insbesondere die beiden letzten Passagen sind unangemessen.
Ohne diese würden hier einige Reaktionen anders verlaufen, denn dann wären wir nur noch beim sachlichen Thema, welches von uns aus der Ferne keiner beurteilen kann.
Der Kunde ist König (egal wie "sch..." man ihn persönlich findet). Dies wurde hier vergessen! Um nicht mehr oder weniger geht es..
Antwort von luft4breakfast am 26.08.2010 - 10:34 @milkyway
Heutzutage ist doch bei jedem erfolgreichen Hersteller der Welt die Kundenzufriedenheit mit das oberste Unternehmensziel. Daraus entstehen Kundenbindung, Weiterempfehlungen usw., aber das wissen wir ja nun alle. Hm nun ja, offenbar doch nicht alle
Vielleicht sollte Waterproof mal eine Anzeige pro Jahr weniger schalten, dafür kann man dann so einigen Kunden die Reissverschlüsse wieder aufpeppen oder mindestens mal ein paar Mitarbeiter auf eine Schulung in Sachen Kundenfreundlichkeit schicken.
Was seitens Waterproof kommunikativ abgelaufen ist, ist aus Sicht des Herstellers nicht nur sehr peinlich, sondern noch dazu arrogant und im Sinne der eigenen Interessen mittel- und langfristig hochgradig dumm.
Einen Kunden als blöd, unfähig oder als gar als Lügner darzustellen, noch dazu in der Öffentlichkeit, ist ein faux-pas.
Übrigens sucht man auf der Webseite des Herstellers vergeblich nach einer Rubrik Support, Service oder dergleichen. Stattdessen kann man sich das Marketing blabla, die tollen geleckten Referenz-Taucher sowie die ausgiebigen Berichte über sauteure Expeditionen anschauen.
Würde mich als Kunde schon etwas nerven, wenn ich das Hobby der Leute mit dem Kauf der Produkte bezahlt hätte, aber dann kein Geld mehr da ist, um eine vernünftige Servicestruktur aufzubauen.
Antwort von El_Dudo am 26.08.2010 - 11:09 "Vielleicht sollte Waterproof mal eine Anzeige pro Jahr weniger schalten, dafür kann man dann so einigen Kunden die Reissverschlüsse wieder aufpeppen oder mindestens mal ein paar Mitarbeiter auf eine Schulung in Sachen Kundenfreundlichkeit schicken."
Das stimmt! v.a. wenn man sich diesen Absatz aus der Stellungnahme von WP nochmal zu Gemüte führt:
"Jede Kostenübernahme des Herstellers würde in diesem Falle nur dazu führen, das andere Taucher die mit Ihrer Ausrüstung gewissenhaft umgehen, am Ende mehr Geld für ihr Produkt zahlen müssten. Der Käufer kann diesen Anzug natürlich jederzeit auf eigene Kosten reparieren lassen."
Da wäre ein bißchen Nachhilfe in Sachen Marketing und PR schon nötig.
Der Gedanke ein ggf. öffentlichkeitswirksames Einlenken als Marketing zu nutzen und damit auch die Kosten dafür in der entsprechenden Kategorie zu verbuchen scheint sehr fern zu liegen! Hm.. moment da steht natürlich noch ein gekränktes Ego im Weg Denn dann hätte der Kunden("-Ar...") ja am Ende noch Recht gehabt.
Tja so wird eben im Wissen um die Veröffentlichung und die Öffentlichwirksamkeit weiter in die gleiche Kerbe gedroschen...
Das meinte ich weiter oben mit "algediente Quereinsteiger"... Sind halt eben keine Profis!
Der vermutlich auch irgendwo in der Firma existente Marketing-mensch rauft sich vermutlich die Haare, wenn sie/er davon Wind bekommt
Antwort von Patrick B am 26.08.2010 - 11:56 Hi Oliver,
"Ich kann Dich, Patrick, ja genauso verstehen. Du bist Hersteller in der Tauchbranche und siehst das Ganze natürlich mit recht verkniffenen Augen. Ich bin mir aber sicher, dass Du Endkunden, so Du denn via Händler lieferst oder liefern würdest, freundlich und zielorientiert behandelst."
Nun ja, etwas anderes können wir uns auch nicht leisten. Da ist eine 5 schon mal gerade und ich nehme mir auch um 10 Uhr Abends noch Zeit für ein Userproblem. Ich möchte auch mal behaupten, dass wir wirklich kein Kommunikationsproblem mit unseren Kunden haben. Wir schätzen jeden Einzelnen und das beruht auf Gegenseitigkeit. Genau das ist eine gute Basis für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit.
Es ging mir hier ein wenig um das Anspruchsdenken. Aber in einem Punkt stimme ich völlig überein, die Kommunikation war mehr als unglücklich. Das hat noch ausreichend Potential nach oben.
Viele Grüße
Patrick
Antwort von Longli am 26.08.2010 - 12:19 Wir hatten vor einem Jahr schon einmal einen Fred, bei dem es um den Kundenservice von Waterproof ging:
Hier klicken
Das wurden auch schon sehr seltsame Ansichten kommuniziert und man könnte da schon zu dem Schluss kommen, dass die Produkte der Firma nicht schlecht sind, aber man Probleme bekommt falls mal was nicht ganz optimal läuft.
Antwort von Mr.Mistoffeles am 26.08.2010 - 12:24 Hallo Longli,
ich hatte diesen Thread auch gelesen und fand Ihn höchst merkwürdig
Gruß Marc
Antwort von luft4breakfast am 26.08.2010 - 12:31 @Longli
Tausend Dank für den Link, der Thread ist ja schier unglaublich.
Antwort von phx am 26.08.2010 - 12:39 an den Thread hab ich ja gar nicht mehr gedacht. Bestätigt aber das Bild welches ich mir in diesem Thread gemacht habe.
Waterproof: never ever
Antwort von Mr.Mistoffeles am 26.08.2010 - 13:10 Auch interessant finde ich, in dem von Longli genannten Thread, dass sich die Fa. Waterproof von Aussagen aus dem eigenen Hause distanziert. Merkwürdiges Verhalten
Die Aussagen seitens Waterproof gegenüber Longli sind ja Hahnebüchend. Das neopren hatte nicht genügend Zeit sich zu erholen. Wie passt das den bitte mit der Aussage von Herrn Uwe zusammen, dass der taurus - ok, hier geht es um einen anderen Anzug, der Unterschied ist allerdings nur, daß der lynx ein nass- und der Taurus ein HT-Anzug ist - auch sehr erfolgreich an Berufs oder Militärtaucher verkauft wird. Deren Nutzungseigenschaften dürften ja noch erheblich größer sein - oder hängen die die Anzüge nur in die Vitrine ?
Weiterhin passt diese Aussage der Firma WP in Ihrer Stellungnahme zu obigen ja auch nicht so richtig: "Das Modell Lynx wird seit mehr als fünf Jahren produziert, und sehr positiv vom Kunden und Fachhändlern bewertet. Auch viele professionelle Tauchlehrer, insbesondere im Roten Meer, benutzen diesen Anzug täglich als Guide und in der Ausbildung. Ebenso hat der Anzug Lynx 4 Jahre in Folge den 1. Preis im Tauchen-Award für Desing und Qualität erhalten. "
Die Anzüge der Firma WP sind schon recht gut *unbestritten*, kosten ja auch dementsprechend, was allerdings höchst Merkwürdig bzw. denkwürdig ist, ist das verhalten und der Kommunikationstil gegenüber dem Kunden. Wie patrick schon erwähnte, hier ist noch genügend Potential nach oben.
Oder wie Longli berechtigterweise fragte, nimmt Waterproof seine Kunden überhaupt ernst ??
Antwort von JFibu am 26.08.2010 - 14:09 Ach die Story war auch ein Waterproof? Und auch damals schon war ein gewisser Herr Uwe an dem PR Desaster beteiligt war?
Damit hat sich wohl jede weitere Diskussion erübrigt!
Antwort von Flossensausen am 27.08.2010 - 23:10 Vielleicht sollte das Reklamationsverhalten der Firmen ein neues Forengebiet werden.
Bei meinem BARE 5 mm-HT geht nach ca 30 TG die Naht auf.
Und bei meinem Aqualung-Trolley ist nach dem ersten Urlaub die Naht aufgeplatzt. Dabei war er nur mit Flossen, Jacket und Anzug "beladen".
Früher hatten die Firmen mal einen Reparaturservice. Nachdem der Murks aber nun aus Fernost kommt gibts nur komplett umtauschen oder den Kunden als DAU hinzustellen der seine Ausrüstung selbst beschädigt hat.
Aqualung ist bei mir auf dem Weg aus dem Kreise der Anbieter gestrichen zu werden. Ärger mit dem Suuto Cobra, den Inflatoren der WTX-Blasen, jetzt der Tauchttrolley. Von den HD-Schläuchen und Rückrufen der Z-Ventile bin ich mal nicht betroffen. Man muss auch mal Glück haben ...
Antwort von Mr.Mistoffeles am 30.06.2011 - 21:39 Es geht auch anders ...
Vor ca. 2 Wochen ist mir an meinem 4 (vier) Jahre alten Jacket Seaquest Pro QD die Fastex-Schnalle am linken Schultergurt gebrochen.
Ich habe dann das Jacket über das Baltic-Dive-Center (dort habe ich es damals gekauft) an Aqualung eingeschickt. Heute erhalte ich vom Baltic-Dive-Cernter einen Anruf, das Jacket sei von Aqualung auf Kulanz repariert worden.
Das nenn ich Service und vorbildliche Kundenbindung.
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