Rotes Meer: Exitus der Riffe in Hurghada? Abgesandt von D-32 am 17.08.2007 - 17:17:
Deprimierende Beobachtungen im Rahmen von zwei Safaris: Selbst an gut angeströmten Außenriffen ist riffbiologisch im Vergleich mit dem Zustand vor wenigen Jahren nahezu tabula rasa. Beispiel Umm Gamar – Drifttauchgang von der Nordostspitze entlang des südlichen steilen Hanges bis zur Südwestspitze. Wenig Bewuchs in der Flachzone, der Hang darunter fast ausnahmslos kahles Gestein. Folglich sind natürlich auch nahezu keine Fische zu sehen, und die früher dort häufigen Großfische würden da heute jämmerlich verhungern. Vor 4 Jahren war der Hang bis über 50 m Tiefe ein blühendes, buntes und artenreiches Ökosystem. Die nächstliegende Vermutung „übertaucht“ trifft nicht zu, denn auch in Tiefen deutlich unter den ortsüblichen Tiefengrenzen war das Riff tot, von großen Gorgonien nur noch Strünke übrig. Beispiel Shaab el Erg – tote Korallenstöcke in Massen vor allem auf der Nordseite, dazu ein eigenartig gelb gefärbtes Wasser mit Sichtweiten wie mittelgute Ostseebedingungen. Die Südseite war ein wenig intakter.
Üble Vermutung: Nördlich von Hurghada sprießen Ölbohr- und Förderanlagen wie Pilze aus dem Boden. Bohren ohne diverse chemische Hilfsmittel geht nicht. Es läuft vorwiegend eine Strömung Richtung Süden. Mit Sicherheit sind die Umweltschutzmaßnahmen beim Bohren dort längst nicht auf dem Stand anderer Länder. Wenn die Vermutung stimmt, dann sind bald sämtliche Riffe dieser Region mausetot und damit auch ein Großteil der Tauchbasen, denn was dort aktuell zu sehen ist, begeistert bestenfalls Anfänger mit wenigen Tauchgängen und ohne Vergleichsmöglichkeiten.
Ölförderung dürfte eine sehr hohe nationale Priorität haben, ebenso wie die Fischerei. Von daher ist es geradezu ein Hohn, dass jeder Taucher/Schnorchler eine „Riffschutzgebühr“ zahlen muss, dass sich Orgs wie HEPCA und Red Sea Association um Riffschutz bemühen wollen und gleichzeitig andere Faktoren rasant und flächendeckend eine UW-Wüste hinterlassen. Ebenso wurde mir von einem langjährig in Hurghada arbeitenden TL berichtet, dass Safarigäste zwar 80 Euro Eintritt in die südlichen Marineparks zahlen müssen, dort aber gleichzeitig eine leistungsfähige Fischereiflotte die größeren Fische aus dem Meer regelrecht aussiebt. Wofür zahlt man dann diese 80 Euro? Seine Meinung: Nur noch Little Brothers Ostseite, Daedalus und St. Johns sind wirklich noch einigermaßen intakt.
Sinnvoll bezüglich des Riffsterbens vor Hurghada wäre eine sehr umfassende Analytik aller denkbaren Ursachen und deren Veröffentlichung. Wer macht es? Niemand, denn in Ägypten werden die Behörden jegliche derartigen Vorhaben unmittelbar und drastisch sanktionieren, also können HEPCA und RSA schon mal nicht aktiv werden und haben auch keinerlei eigene Labore. Reefcheck ist da ebenfalls absolut zahnlos: Sie kooperieren zwar z. B. mit den Labors in Bremen, aber schon heimliche Probennahme ist in Ägypten außerordentlich unerwünscht, Tiefkühl-Probentransport nach Deutschland ferner kaum unentdeckbar zu realisieren.
Also müssen wir uns vermutlich damit abfinden müssen, dass auch hier ein Ökosystem anderen Interessen geopfert wird und auf viele Jahre verloren ist. Den Hotelbesitzern wird es eher egal sein, denn inzwischen dürften mindestens 90 % ihrer Gäste nur noch an Sonne, Strand, Süßwasserpools und AI-Orgien interessiert sein, Taucher sind eine kleine Minderheit.
Antwort von Kölle Alaaf am 17.08.2007 - 17:31 (Kleiner) Einspruch: Dort wo jeden Tag die ganzen Tagesboote vollgeladen mit Tauchern ihre "Ladungen" über den Riffen "abkippen" und das Wort "Tarierung" unbekannt zu sein scheint (was man selbst heute noch in Hurghada erleben kann), ist auch das "Übertauchen" ein empfindlicher Nadelstich für das Ökosystem "Riff". Wie in jedem Interessenverband sieht man zwar lieber die Schuld bei den Anderen (Bei Fragen und Zweifeln fragen Sie Ihren Arzt und Apotheker ), die es ja auch unbestritten "auch" sind, aber eine gewisse Mitschuld auch über unsere Häupter
Antwort von puravida am 17.08.2007 - 23:13 Hi D32,
da ist wohl einiges schief gelaufen auf der Safari und alles was du von dir gibst ist ziemlicher Bullshit. Alle Riffe vor allem die Marinepark Riffe (Brothers, Daedalus, Rocky, Zabargad lasse ich jetzt mal weg, da gab es noch nie was großes) sind ziemlich intakt, wie es halt bei Riffen ist, die regelmäßig betaucht werden. Aber der August ist einfach ein ziemlich schlechter Zeitpunkt um so eine Tour zu fahren, Wasser zu warm und auch vom Wind her der ungünstigste Monat und da muss man sich nicht wundern wenn alles ein bisschen TOT wirkt. Um Gamar was ja nicht wirklich ein Highlight ist, ist seit 10 Jahren ziemlich platt und das liegt nicht an den Ölbohrplattformen sondern an einer Dornenkronenplage die die außenliegnden Riffe um Hurghada (Um Gamar, Shaab Um Gamar & Carless Riff geplättet hat. Und unterhalb von 50 Metern war das Rote Meer noch nie der Kracher (gilt eigentlich für jedes tropische Gewässer, weil Korallen brauchen Licht zum Wachsen, in Biologie nicht aufgepasst?) Also wofür ist dein Posting eigentlich gut? Als Rechtfertigung für deine Mitreisenden? Die Rosalie Moller liegt übrigens wesentlich näher an Ölbohrplattformen als die von dir genannten Riffe und ist da irgendwas schlecht an diesem Wrack, ich glaube nicht. Ägypten ist halt wie es ist und da wird keiner von uns was dran ändern, aber dieses schwachsinnige Bla Bla was jeglicher Grundlage entbehrt ist einfach nur Banane. Wie immer bei dir "ich habe von irgend jemanden gehört das irgendwas nicht stimmt". Lass es doch einfach sein mit Ägypten aber die Philippinen findest du ja auch nicht so toll. Ist halt schwierig wenn man einen begrenzten Horizont hat und nix gesehen hat außer EGY ein wenig Philippinen und der Ostsee
Antwort von hamburgtaucher am 17.08.2007 - 23:54 an puravida:
wer hier öfter liest sollte langsam die Aussagen von D-32 selber zu bewerten wissen. Ärger Dich nicht...
Antwort von Blues Lee am 18.08.2007 - 08:53 @Redaktion: Beitrag von puravida bitte löschen. Wer mit solchen Kraftausdrücken und derart persönlicher Ansprache hier im Forum die Beiträge Dritter kommentiert, dem sollte das gleiche Schicksal wie dem legendären Tri widerfahren.
Unabhängig von dem Wahrheitsgehalt der Aussage von D32...
Ich wünsche mir im Forum mehr Sachlichkeit und nicht solche Befindlichkeiten wie oben.
I.d.S immer gut Luft
Blues Lee
Antwort von Sung am 18.08.2007 - 10:48 Hallo D-32
wie ich bereits auch eineml in einem Topic anmerkte sieht es im Süden Fury Shoals auch nicht besser aus.
Wir kamen Ende Juli zurück und ich muss sagen es war erschreckend. Kaum Makrelen, Schnapper und Zackis. Kein Hai. Jede Menge Delfine, aber die kriegen da ja eh ihre Jungen. 1 Schidlkröte und fast keine Schnecken mehr.
Also die berühmten Riffe wie Shab Claudio sehen überhaupt nicht mehr berühmt aus!
Das rote Meer geht den Bach runter - genauso wie das Mittelmeer.
Antwort von Kampfguppy am 18.08.2007 - 11:56 Die Riffe waren mal berühmt,jetzt werden sie nur noch berühmt geschrieben(v.einigen Magazinen und div.Veranstaltern).
War das letzte Mal im Okt.05 auf St.Johns Tour und machte ähnliche Ehrfahrungen wie Sung,so gut wie kein Großfisch,trotz tägl.Early Morning Tg an den Nordspitzen der Riffe,und ja wir hatten einen guten Guide!!
Dafür war an Rockys LEGENDÄREN Sharkpoint ein abgerissenes Fischernetz zu bestaunen,und am Elphinstone fehlt eig.nur noch der schwimmende Eisverkäufer sowie ein Sprungturm am Riffdach!
Bin mittlerweile soweit lieber an einem guten Hausriff zu tauchen,auch das wird immer schwerer
Gruß,Jochen
Antwort von Sung am 18.08.2007 - 12:28 Leider hast Du recht Kampfguppy,
es wird Zeit das mal die Wahrheit geschrieben wird. Und nicht nur alles geschönt wird. Abu Dabab ist das traurigste jüngste Beispiel. Die Seekuh tut mir leid und wird sich bald den Weg alles irdischen gehen.
Ich frage mich wirklich für was man da Riffsteuer und Marinepark gebühren zahlt, wenn die Felachen eh alles niederfischen und kaputtmachen.
Antwort von D-32 am 18.08.2007 - 18:28 Danke Kampfguppy und Sung!
Leider ist es genau so! Fast alle frueheren Topspots sind durch was auch immer ruiniert, die Riffe sind fuer diverse Branchen yurm Verbrauchsartikel oder belanglosen Beiwerk degradiert worden. Sowas schreibt natuerlich kein Hochglanzmagazin.
Bin jetzt in Dahab und freue mich ueber Riffe mit halbwegs intaktem Oekosystem.
Antwort von mr.copper am 18.08.2007 - 18:38 Moin D32,
kleiner Zustandsbericht aus der 7.Kw diesen Jahres:
Umm Gammar ist so wie Du es beschreibst, aber die Südspitze im Flachwasser ist nach wie vor zauberhaft.
Shaab Ruhr ist ein kleines Paradies, solange man von unten kommt und alle anderen Taucher aus dem Wasser sind. Dann kommen nämlich die Makrelen, Hornhechte, Trompeten, Barakudas, Schildkröten und Spanische Tänzerin. Alle auf einmal.
Vom Crack nördlich Police Station bis P.S. ist zwischen 40 und 60 eine Supergorgonienwand. Bis 80 Schräge, unterbrochen durch grosse Korallenblöcke. Top Korallen. Erst jenseits der Kante bei ca. 85 wirds öd. Wenig Grossfisch aber Makrelen/Thun im Blau. Oben bunt und klein. Im Vergleich zu Sommer 2006 Tiran z.B. Canyon und unterhalb dessen war da jetzt schöner.
Wir hatten allerdings leichte Nordströmung.
Meine Einschätzung, hängt von der Jahreszeit ab und dem Wetter. Freunde kammen neulich aus ElGouna wieder mit einer Walhaisichtung.
vg
Antwort von kalashnikova am 19.08.2007 - 12:28 Das Verschwinden von Großfischen im gesamten Roten Meer ist eine Tatsache. Es gibt sicher viele verschiedene Ursachen dafür. Ob es die Taucher sind, die Fangflotten (ja die gibt es dort wirklich, und so werden es immer weniger Haie und anderes großes Getier), Ölbohrplattformen, Hotelbauwahnsinne, Dornenkronen oder sonst etwas.
Wahr ist, dass so gut wie niemand etwas gegen den Wahnsinn tut (zumindest habe ich noch nie ein positives Resultat irgendeiner Aktion bemerkt) und ich finde, dass puravida einen Maulkorb für seine persönlichen und bösen Angriffe erhalten sollte. Ist nicht ok so miteinander zu kommunizieren!
Antwort von Abu Kafan am 19.08.2007 - 15:15 Liebe Kalashnikova.
Nicht nur die Großfische sind verschwunden. Ich kenne die Riffe um Safaga nun seit 10 Jahren. Die küstennahen Riffe wie Tobia Gazira habe ich noch
mit Schwärmen von Doktor und Drückerfischen erlebt. Jetzt sind fast alle Portionsfische (Tellergröße) weg. Panorama ist geradezu gespenstisch fischlos. Der große Napolion kam vor zwei Jahren in eine Schiffsschraube. November 2005
haben wir bei Ras Abu Soma einen Einheimischen mit
voller Tauchausrüstung, Harpune und Beute auf 15m tiefe gesehen. Meinen letzten Hai habe ich vor 5 Jahren zu Gesicht bekommen. Macht alles keinen großen Spaß mehr.
Übrigens: Ausgediente Tauchausrüstungen sollten nicht billigst verkauft sondern unbrauchbar gemacht werden.
Antwort von Sung am 19.08.2007 - 19:36 Ich dachte schon ich wäre der einzige Spinner der das sieht. Wenn man das auf der Basis beim Bier anspricht stimmt das alles nicht!
Da heist es dann, liegt am Wetter, an der Strömung, Korallenblüte usw.
Komisch das ich immer wo bin wo gerade jetzt nichts ist. Und das beste, fast jeder kennt einen oder hat mit jemand gesprochen, der am Riff um die Ecke den Jahrhundert Hammerhai gesehen hat.
Es wäre schön wenn sich noch mehr ehrliche Taucher zu Wort melden würden Taucherlatein gibts leider viel zu viel
Antwort von Kampfguppy am 19.08.2007 - 20:36 Die einzig großen Brummer,die man noch 100%tig im Schwarm antrifft,sind die Tauchboote Immer größer,höher,breiter,vielleicht noch mit Whirlpool,Sauna+Wellnessecke und HALT!wie wärs noch mit open Air Freiluftdisco am Abend?
Die einzigen,so scheint es,die noch regelmäßig Großfisch und intakte Riffe sehen sind einige Veranstalter sowie einzelne Basen.
Wenn man von einigen letzteren die Webseiten liest(schmunzel)hat man den Eindruck,die Hammerhaie schwimmen direkt in deren Ausbildungspool Das Rote Meer geht leider rasant den Bach runter
Antwort von Atreyu am 20.08.2007 - 11:13 Also ich muss sagen, teile kann ich unterstützen und andere sachen wiederrum nicht.
wir waren letztes jahr in zargabad (oder wie man das schreibt ) und wir hatten wunderschöne riffe, vorallem das hausriff war der hammer. schildkröten, sepien, große zackenbarsche und barakudas direkt am hausriff.
mit dem boot draußen war auch super. zwar keine haie aber napoleons ohne ende ... viele rochen ... delphine ...
hoffe das sich das in drei wochen noch steigert. da gehts auf südsafari ... daedalus, rocky, johny und elphinstone werden angefahren.
ich werde spätestens dann einen ausführlichen bericht abgeben !!!
Antwort von Abu Kafan am 20.08.2007 - 11:46 An Atreyu
Du hast schon recht. Das Leben im Rote Meer wird ja von Norden nach Süden zerstört.
Vermutlich ist die fast unbewohnte und touristisch unerschlossene Küste das Sudans in einem traumhaften Zustand. Bis wir alle kommen.
Antwort von Atreyu am 20.08.2007 - 12:12 naja denke das dauert noch etwas. haben damals auch mit den leuten von der basis gesprochen wie es mit tauchen im sudan aussieht.
da sagten die das es fast unberührt ist. weil den leuten der sudan immer noch nicht so vertrauenswürdig ist wie ägypten oder malediven.
aber ich hoffe das es nicht das langsame ende des roten meeres sein wird. wäre verdammt schade.
Antwort von Kampfguppy am 20.08.2007 - 13:07 @Abu Kafan
Hast vollkommen Recht,dauert nicht mehr lange,dann ist von Nord bis Süd alles zubetoniert!Der Sudan ist vor allen politisch instabil,zudem Infrastruktur nicht ausreichend vorhanden,da passiert so schnell nix!Das Geld für EYP sparen,inSafari für Sudan investieren,da findet man noch das was wir suchen.
An Atreyu:Für Deine Safari,Deadalus Nordwestspitze wenns Bedingungen erlauben ab auf 40m,bißchen raus ins Freiwasser,da hast du mit ziemlicher Sicherheit noch Hammerhaie,manchmal auch in Schulen!!Wie lange noch Gruß Jochen
Antwort von Atreyu am 20.08.2007 - 13:24 Danke für den Tipp ... die Frau die das veranstaltet war bis letzte woche auf der tour ... und an den bekannte riffen gab es hai satt ... aber vielleicht lag es auch nur daran das nur 2 boote an den riffen lagen.
Antwort von D-32 am 20.08.2007 - 14:53 Ich will im März 2008 genau aus den Gründen, dass von Nord nach Süd die afrikanische Rotmmerküste kaputtgemacht wird, noch mal (nach 11 Jahren Abstinenz) eine Safari ab Port Sudan organisieren, habe allerdings leider noch kein geeignetes Schiff gefunden.
Und momentan freue ich mich über intakte Korallenriffe an wenig betauchten Spots in Dahab.
Antwort von Sung am 20.08.2007 - 15:36 @Atreyu
ich war vor 4 Wochen im Zabargard. Deine Erfahrung kann ich nicht teilen. Die Riffe sind bedeutend schlechter geworden. Ich behaupte sogar schlechter als im Norden!
Zackis in Schnappergröße, Napoleons?? 1 haben wir gesehen und das war ein Baby.
Antwort von Atreyu am 20.08.2007 - 16:25 das sind meine erfahrungen vom letzten jahr und das was ich von unserer bekannten gehört habe die wie gesagt bis letzte woche dort war. ich hoffe natürlich das ich das selbe berichten kann wenn ich wieder da bin !!!
und wir sind letztes jahr von hamata ausgelaufen zu habili B, shaab claudio, abu galaba u.ä. riffe. und es war super. zwar wie gesagt kein hai aber immer zackis und napoleons. viele rochen. und teilweise delphine
Antwort von Atreyu am 20.08.2007 - 16:36 hinzuzufügen ist noch das wir ende september / anfang oktober dort waren. hatten teilweise auch ordentlich wind und wellenganz. dementsprechend auch teilweise ganz ordentliche strömung
Antwort von DeepStopper am 20.08.2007 - 17:30 Strömung hast Du an den Fury Shoals das ganze Jahr.
Abu Galawa? Da war noch nie Großfisch, gleicht mehr einer Lagune. Dort sind große Tümler normal - ist halt die Kinderstube.
Alles in allem kann ich Sungs Aussage unterstreichen!
Antwort von Atreyu am 20.08.2007 - 23:35 gut, ich kann es nicht
Antwort von Steffen F. am 22.08.2007 - 09:23 Sagt mal Leute, wenn man das so liest, kann einem ja werden. Gibt es denn in Egypt keine Plätze mehr, an denen es sich noch lohnt zu tauchen?
Ich als Dunkel-Norddeutschland-Taucher freue mich dennoch auf meinen diesjährigen Urlaub in Marsa Alam im Dezember.
BTW: Ich hab gelesen, Elphinstone soll auch nicht mehr der Hit sein? Gerade darauf habe ich mich gefreut, unteranderem weil ich noch nicht da war!
Steffen
Antwort von Atreyu am 22.08.2007 - 13:16 kann ich dir in 2 wochen berichten dann bin ich da =)
aber ich hoffe immer noch auf das gelbe vom ei
Antwort von Kampfguppy am 23.08.2007 - 12:27 Hai Steffen
Elphinstone ist auf den besten Weg,kaputtgetaucht zu werden!Wenn das wetter mitspielt ist die Südspitze ein mariner Parkplatz für Safariboote,Tageskutter,Gummisäue usw!Besser ist es wahrscheinlich im Dez-Jan,da Bedingungen nicht so einfach. Nichtsdestotrotz bin ich heuer im Mai einmal weg vom Hausriff und mit raus zum Elphinstone und siehe da,mit uns nur noch 2weitere Tagesboote(i.Worten:zwei!!!)vor Ort.Laut Aussage unseres Guides vergleichbar mit einem Sechser im Lotto!Unter solchen Bedingungen gut zu betauchen,unter oben genannten wurd ich zurückschwimmen!Wünsch Dir viel Glück!!!
@Atreyu
Auch Dir ebenso viel Erfolg in 2 Wochen,Deadalus-Nord nicht auslassen
Antwort von Steffen F. am 23.08.2007 - 14:55 Na, dann hoffe ich mal dass im Dezember nicht so viel los ist und ich nicht allzu arg enttäuscht werde.
@atreyu: Kannst ja gern mal deine Eindrücke schildern, wenn du wieder da bist. So quasi als neueste Entwicklungen am Elphinstone hier im Bioforum.
Antwort von Sarah Allemann am 18.10.2007 - 08:17 Hi Leute
(Lieber spät als nie, oder)
Ich kann D-32 und Sung etc. nur ZUSTIMMEN. Ich habe 1997 zum ersten Mal im Roten Meer getaucht (Sharm), dann wieder im 2000 (Sharm und Safag + 1-Wochen-Safari), dann 2003 im Lahami Bay (2 Stunden südlich von Marsa Alam), dann im 2004 und 2005 auf der grossen Nationalparkstour an den Brothers, Daedalus, Zabargad, Rocky Island, St. John, Shaab Maksur, Shaab Sharm, Elphinstone. DAS war meine letzte Reise ans Rote Meer. Ich musste zweimal unter Wasser heulen.
Der Grund: Als Anfängerin konnte ich Sharm damals nicht recht beurteilen. Später fand ich dann Ras Mohamed etc. nicht wirklich den Hammer... Das war eher noch gefühlsmässig. Was ich dann aber aus meinen drei Reisen im Süden (je mit einem Jahr Abstand) mitgenommen habe, ist krass. Die Riffe sterben in einem WAHNSINNSTEMPO. Lahami Bay war bei der Eröffnung ein Traum. Super Riffe, intakte Korallen, Fisch pur (viele Weissspitzenhaie und Zebrahaie an lokalen Plätzen; grosse Makrelen, Schildkröten, Napoleons etc...). Und glaubt mir: Ich beschäftige mich seit nun ca. 7-8 Jahren mit Meerwasseraquaristik und weiss, WAS eine gesunde Koralle ist. Nach nur einem Jahr waren teils 20-50% der Korallen um Lahami Bay tot. Es erstaunt mich auch nicht, wenn man plötzlich von neuen Tauchplätzen liest, die es bei meinen Reisen noch nicht gab. Die Basis muss ausweichen. Tote Riffe will keiner sehen. Ich habe zwei Beispiele. Die beiden Plätze Shaab Claudio (mit dem Höhlensystem) und Malahi (auch Riff Heaven One genannt mit dem Irrgarten). Diese beiden Riffe waren der TRAUM. Im 2005 habe ich an einer Säule, die mal total mit Korallen bewachsen war nur noch eine sterbende Anemone mit einem Clownfischpaar in ca. 6m Tiefe gesehen. Der Rest war bereits über den Jordan. Eine Mittaucherin, die Anemonen und Clownfische in der Schweiz Züchtet und die den Platz auch von früher kannte, hat den TG verzweifelt abgebrochen. Wir hatten fast Angst am nächsten Tag wieder ins Wasser zu steigen. Meine Meinung: Vergesst alle Plätze, die auf Tagestouren angefahren werden können. Die beiden Safaris waren an den Aussenriffen toll. Wir hatten auch Haie satt (Seidenhaie, Silberspitzen, Hammerhaie (dutzende), Grauhaie (dutzende), Weissspitzenriffhaie (dutzende), Fuchshai, Manta, Blaupunktrochen (hunderte) und ein paar hatten einen Marlin). An den Aussenriffen hatten wir fast Haigarantie und die Riffe sind in gutem Schuss. Hmmm, Elphinstone. Wir hatten ein paar schöne TG`s dort, mit Hammerhaien und Grauen. Allerdings muss man um 06.00 Uhr ins Wasser um ein bisschen alleine zu sein. Und man muss mind. 40m machen für die Haie. Wir haben dort Taucher gesehen, die mit der Strömung Probleme hatten und sich an Weichkorallen festgehalten haben! Traurig. WESHALB die Riffe sterben? Keine Ahnung. Wahrscheinlich die Summe von verschiedenen Faktoren. Ganz sicher haben aber auch die Taucher einen ganz direkten Einfluss darauf. Heute darf einfach jeder unter Wasser...
Ade Rotes Meer. Schön, dass ich noch ein paar tolle Erlebnisse heim nehmen durfte.
PS: Das Rote Meer ist übrigens kein Einzelfall. Taucher die z.B. Sipadan vor 15 Jahren betaucht haben, trauen sich dort auch nicht mehr unter Wasser.
Traurige Grüsse,
Sarah
Safaga war meiner Meinung nach schon im 2000 keine Reise mehr Wert!
Antwort von D-32 am 30.10.2007 - 16:54 Hier mal zu Elphinstone eine aktuelle Beurteilung von vergangener Woche:
Nordplateau und Südplateau selbst lohnen keinen TG, wenn man mit den üblichen Verdächtigen und der Parole "30 m/no deco" unterwegs ist. Jenseits 40 m wird es nett, und da ist auch Haichance.
Schön ist immer noch der Drift entlang der Ostseite im flacheren Bereich, weniger toll dagegen die Westseite.
Und was die Rückleitung des salzreichen Wassers in der Region Marsa Alam bald bewirken wird, wenn in der Region Port Ghalib erst einmal die totale Wüstenbegrünung samt dafür notwendiger riesiger Entsalzungsanlagen fertig ist, dürfte auch sehr kritisch zu verfolgen sein! Den Hotels nördlich Marsa Alam (ich war im Resta Resort) geht Einsparen von Wasser so am Arxxx vorbei, dass sie das Abwasser irgendwo versickern lassen. Anstatt die Grünanlagen mit geklärtem Abwasser zu wässern, hauen sie lieber Unmengen von Frischwasser drauf.
Antwort von scuba_steffi am 02.11.2007 - 00:18 Nee, jenseits der 40 war nix, gaaaaaaaar nix, nicht das klitzekleinste Hailein
Antwort von D-32 am 02.11.2007 - 00:42 Hallo Steffi,
dann waren die Haie vermutlich auf > 70 m, weil zu viele Taucher da waren und sie nervten. Deshalb sind vermutlich auch alle Haie aus der Region Hurghada nach Saudi-Arabien geflüchtet - wo man bekanntlich leider nicht nach ihnen gucken darf.
Wenn Hai, dann tief und am besten als Solotaucher.
Antwort von scuba_steffi am 03.11.2007 - 01:37 ähm D32, wären die Haie auf >70 gewesen, ich hätte sie gesehen ganz sicher
Antwort von Kampfguppy am 08.11.2007 - 11:42 Die einzigen Haie die mann dort noch sicher hat sind die Longimanus,aber die werden dort leider immer noch angefüttert!
Ihr müsst mal am ersten bzw.letzten Tag der Safaris dort tauchen,da ist das Südplateau voll mit Liveaboards,Dailybooten und Gummisäuen,und dazwischen schwirren die Longimanus,in der Hoffnung ein paar brocken Futter zu erhaschen.Da braucht mann sich nicht wundern,wenn es zu "Probebissen" und anrempeln kommt!
Elphinstone kann nur geholfen werden wenn es über einen längeren Zeitraum RIGOROS gesperrt wird,und danach müsste die Zahl der Boote streng limitiert werden.
Aber das sind nur Wunschgedanken,das Gegenteil wird eintreten,und zwar mit rasender Geschwindigkeit!!
Ein trauriger Guppy
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Akt. Restaurantberichte:
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