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Rückenschmerzen während des Tauchens
Abgesandt von Heiko am 12.05.2002 - 18:07:

Ich bekomme regelmäßig nach 2 Stunden Rückenschmerzen (Hüfthöhe) die dann so unangenehm werden , das ich den Tauchgang 30-45 Minuten später abbrechen muß. "Turnübungen" bringen nur für Minuten Linderung.
Ausrüstung: Trockenanzug, Bleiintegriertes Jacket (Zeagle Tech-Diver) mit 8 kg Blei, Doppel 12er. Die Tarierung erfolgt ausschließlich über den Anzug. Mein Jacket (Blei) trage ich eher tief und die Flaschen möglichst hoch.
Theorie : Die Luft ist auf die gesamte Länge des Anzug verteilt und verursacht Auftrieb. Der entsprechende Abtrieb befindet sich aber hauptsächlich auf Hüfthöhe. Um das Blei dem Auftrieb entsprechend zu verteilen bietet sich Fussblei und Gewichte im Schulterbereich an.
Hat jemand eine bessere Lösung für mein Problem, auf Fußblei würde ich gerne verzichten.

Grüße

Heiko



Antwort von Dirk am 12.05.2002 - 18:12
Kennst du die Bleiweste von Knedel ?
Antwort von Ralf K. am 12.05.2002 - 18:36
die Bleiweste ist die eine Lösung (da gibt es auch noch eine von Frogmen.de)

Besser wäre es allerdings Dein Tarrierverhalten grundsätzlich umzupolen.
->Die Tarierung erfolgt ausschließlich über den Anzug<- WARUM ?
Wenn Du das Jacket nutzt, hebt es damit automatisch auch das Gewicht der D12 und des Bleies vom Rücken ab, und Du "hängst" damit völlig entspannt im Harness. Abgesehen davon schlägst Du 2 Fliegen mit einer Klappe. Das pure Anzugtarieren hat einen wärmetechnischen Nachteil. Du läßt viel öfter Gas über das Armventil ab und mußt das später (je nach Profil) wieder auffüllen. Nimm doch den Anzug immer nur so gefüllt, daß er angenehm sitzt und für den Rest das Jacket. Damit bleibt das gewärmte Gas da wo es ist und muss nicht ständig durch kaltes aus der Flasche ersetzt werden

Abgesehen davon : fühlt man sich mit "normal" gefülltem Anzug deutlich freier und schwimmt nich t wie ein Michelin-männchen durch den See .... (IMHO)
Antwort von Dirk am 12.05.2002 - 18:43
jo die Frogman geht auch,ist aber schlechter in der Qualtität.

Ich hätte da noch eine über für 150€
Antwort von Micha am 12.05.2002 - 18:59
Ich stimme Ralf zu ! Tariere ueber das Wing und mach den Anzug nur "bequem".
Antwort von Heiko am 12.05.2002 - 19:49
Die Bleiwesten sind mir bekannt, allerdings ist mir nicht klar warum dadurch mein Problem behoben werden sollte. Bei beiden Modellen wird das Blei eher höher getragen, was event. die Verwendung von Fußbleien unumgänglich machen würde. Kommt aber wohl auf einen Praxistest an.
@Ralf K.
Die Luftmenge, die ich im Anzug habe entspricht dem Minimum welches ich für meine Bequemlichkeit benötige. Wenn ich über das Jacket tarieren wollte, müßte ich für dieses zus. Luftvolumen auch zus. Blei mitnehmen was sich gegeneinander aufhebt. Das Doppel hat unter Wasser eh kaum noch Gewicht und dieses liegt bedingt durch Ventile und erste Stufen hauptsächlich auf den Schultern, was mir auch sehr entgegen kommt. Dein Argument bez. des Wärmeverlustes betrifft m.E. nur Tauchprofile die ein Jojo-Bereich beinhalten. Solange es nur jeweils EINE Ab- uns Aufstiegsphase gibt, sehe ich in Deiner Methode keinen Vorteil, da das Anzugvolumen in jedem Fall konstant gehalten werden muß.
Bitte korrigiere mich, wenn ich etwas übersehen habe.

Danke

Heiko
Antwort von Michael Hechler am 12.05.2002 - 21:28
Schraub das Blei an dein Doppelpacket und tariere mit dem Jacket. Das sollte auch ohne Fußblei funktionieren da du den Schwerpunkt beeinflussen kannst.

Wenn du sagst du hast nur wenig Gas im Anzug und nichts im Jacket kann sich das nur auf das Ende des Tauchgangs beziehen da du am Anfang ja noch das Gasgewicht ausgleichen mußt.
Antwort von Deep Air Sucks am 12.05.2002 - 22:10
Blei zwichen die Pullen und in den Suit nur das nötigste an Gas ... sonst schwabbeln da immer so Luftkissen im Suit rum ... und das in ätzend!
Dann trägt das Wing das Blei + die Pullen und du hängst als "Pilot" nur unten dran!
Antwort von Heiko am 12.05.2002 - 22:14
Hi Michael,

"Gewichte ans Doppel" ist einen Versuch wert.
Bezüglich der Gasgewichtdifferenz stimme ich Dir zu. Das ist auch der Grund warum ich während des Tauchgangs gerne Steine sammle und in die Taschen stecke. (Kein Witz)

Danke

Heiko
Antwort von Michael Hechler am 13.05.2002 - 08:30
Hallo Heiko,

damit du keine Steine mehr sammeln mußt empfehle ich dir in kompletter Montur mit 10 Bar in den Flaschen in den Pool zu gehen. Wenn du dich dann noch in 3m Tiefe halten kannst bist du richtig ausgebleit.
Antwort von Alex v.B. am 13.05.2002 - 10:07
Das Problem liegt evtl. woanders !:
Heiko wird wohl tagsüber die meiste Zeit im Büro sitzen (wie ich) und deswegen sind seine Rückenstrecker(links und rechts der Wirbelsäule) eben nicht außreichend trainiert.

Auch die Bauchmuskeln unterstützen den Oberkörper.
(Tipp leg dich mal auf den Bauch und versuche mal so lange wie möglich den Oberkörper vom Boden zu heben. Wenn´s an der gleichen Stelle schmerzt, sind´s die Rückenstrecker)

Also wenn Du eine nicht absolut chaotische Konfiguration/Wasserlage hast hilft mehr tauchen oder der Weg ins Gym.

Servus

Alex
Antwort von Jens am 13.05.2002 - 10:46
@ Heiko,

deine Mail ist nicht Richtig.
Ich kann dir eine Knedel Bleiweste anbieten, denn ich benötige kein Blei mehr.
Ist für Rückenprobleme das beste wo gibt.
Sende dir gerne Bilder.

Grüße

Antwort von Heiko am 13.05.2002 - 11:09
Hallo Michael,

die Sache mit den Steinen ist nicht sehr elegant, erfüllt aber den Zweck die Gasgewichtdifferenz auszugleichen. Das hat mit der "richtigen" Bleimenge nichts zu tun und darf auch nicht Teil der TG-Planung sein. Bitte lass uns dieses Thema jetzt nicht weiter vertiefen. Über meine korrekte Bleimenge bin ich mir durchaus im Klaren. Ich nehme aber gern etwas weniger Blei um meinen Rücken zu schonen.
Deinen Vorschlag, die richtige Bleiung im Pool zu ermitteln hat so seine Tücken, zumindest wenn es sich um ein Hallenbad handelt (Im Winter habe die Freibäder geschlossen). Um die Bleimenge für eine neue Unterzieh-Kombination zu ermitteln, habe ich es selbst mal ausprobiert. Bis ich meine komplette Kaltwasserausrüstung samt Trockenhandschuhen angelegt hatte war ich am Rande eines Hitzschlags, was sich auch unter Wasser (28°) nicht besserte. Zu ermitteln wäre bestenfalls die Schweissmenge gewesen, da an eine bequeme Tarierung im klitschnassen Unterzieher nicht zu Denken war. (Abbruch nach 3 Minuten).
Besser gegen Ende eins normalen TGs austesten.

Grüße

Heiko
Antwort von Michael Hechler am 13.05.2002 - 11:21
Mit dem Trocki und Unterzeiher in den Pool zu gehen ist wahrlich kein Vergnügen. Wegen der Rückenprobleme zu wenig Blei dabei zu haben halte ich allerdings für gefährlich. Wenn du die Deko abrechen mußt weil du dich nicht unten halten kannst (zufällig keine Steine da oder TG an einer Steilwand) kann das ins Auge gehen.
Ich denke wenn du das Blai an das Doppelpaket schraubst werden sich deine Rückeprobleme bessern und du kannst auch Blei für den Gasgewichtsausgleich mit nehmen.
Antwort von Heiko am 13.05.2002 - 14:42
@Alex v. B.
Du darfst auch Sesselpuper zu mir sagen. Ich ringe schon seit ein paar Monaten mit mir, mich im Fitnesstudio anzumelden. Wird wohl noch in diesem Monat in Angriff genommen.
(Erhöhtes DCS-Risiko durch Muskelfaserverletzungen, na prima)

@Michael
Ich habe noch eine Edelstahlstange (30mm Durchmesser 3,8kg) , die dürfte gut zwischen die Flaschen passen.

Danke an alle Beteiligten

Heiko
Antwort von Markus Schneider am 13.05.2002 - 15:40
Hallo Heiko,

ich habe mich, um den Hitzschlag im Schwimmbad zu vermeiden, komplett auf dem Parkplatz angerödelt und bin direkt rein ins Schwimmbad und ins Wasser - ohne über Los zu gehen und ohne DM 4000 einzuziehen! .) Im Wasser war`s dann zwar immer noch recht warm, das ging dann aber.

Markus

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