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Wichtiger Hinweis: Bei Fragen zur Gesundheit und Tauchen ist es dringend empfohlen, einen fachmännischen Rat bei einem Tauchmediziner einzuholen.
Schaedelbasisbruch in Kindheit - Tauchtauglich? Abgesandt von waes am 25.10.2007 - 03:52:
Hallo, ich bin gerade in Australien und wollte einen Tauchschein machen. Beim medizinischen Check erzaehlte ich dem Arzt, dass ich mal einen Schaedelbasisbruch + Gehirnerschuetterung + Trommelfellriss im linken Ohr hatte im Alter von drei Jahren,(hoere seitdem links schlechter, aber keine Probleme im Alltag, auch kein Hoergeraet. Nun bin ich 19.
Musste ein paar Wochen im Krankenhaus verbringen. Habe aber seitdem keinerlei Probleme oder Auswirkungen dieses Unfalls bis auf eben diesen Hoerschaden.
Der Arzt beim medizinischen Check sagte, dass es riskant ist zu tauchen, wenn man mal einen Bruch im Schaedel hatte, weil das eine Narbe hinterlassen kann im Gehirn und ich die Gefahr laufe unter Wasser einen epileptischen Anfall zu bekommen.
Ich habe keine Epilepsie oder sonstige Krankheiten.
Das Risiko genau konnte er mich nicht genau sagen weil er nicht viel ueber diesen Unfall weiss bis auf das was ich ihm erzaehlt habe.
Meine Gehirnstroeme habe ich schon in Vergangenheit einige mal messen lassen und die sollen voellig normal sein.
Der Arzt hat also gesagt, er laesst mich durch den Check durch auf meine eigene Gefahr. Ich hatte nicht viel Zeit zu ueberlegen, und hab sicherheitshalber abgesagt.
Ich moechte diesen tauchkurs aber wirklich sehr gerne noch hier in Australien mache und wuerde gerne etwas genauer Bescheid wissen ob man wirklich die Gefahr laeuft einen epileptischen Anfall oder aehnliches zu bekommen unter Wasser wenn man mal einen Schaedelbasisbruch hatte, auch wenn man nicht unter derartigen Krankheiten leidet und niemals litt?!
Wuerde dazu gerne mal eure Meinung wissen.
Zu erwaehnen ist, dass ich einen Tauchkurs fuer 18 Meter Tiefe machen moechte.
Antwort von shuttle am 25.10.2007 - 08:02 Du wirst via Ferndiagnose sicher keinen "Freischein" bekommen. Abgesehen davon nützt dir das auch nichts, da eine medizinische Tauchuntersuchung nach australischem Standard (A.S.4005-1.) absolviert werden muss. Die Australier prüfen auf Herzerkrankungen, Asthma, Diabetis und Epilepsie. Jeder Verdacht in diese Richtungen stellen dort Kontraindikationen dar.
Atteste anderer Ländern werden i.d.R. (nur für Tauchausbildungen, beim späteren Tauchen reicht Selbstauskunft) nicht anerkannt.
Da bei einem Schädelbasisbruch je nach Schwere dieser Verletzung neurologische und psychische Spätfolgen auftreten können (unwahrscheinlich in deinem Fall, aber theoretisch möglich) ist das Ganze nicht von der Hand zu weisen.
Frag mal bei den Leuten vor Ort nach, ob es in der Nähe Hyperbarmediziner gibt, die Atteste ausstellen und lass dich von denen mal nocheinmal durchchecken, evtl mit voriger Überweisung in eine Klinik zur neurologischen und evtl. Kernspintomografie.
Good luck.
Antwort von Dümpler am 25.10.2007 - 09:41 Wie Shuttle sagt. Ab zum Neurologen, der soll sagen welche Tests Sinn machen (Spin, Dopplerultraschall..) wegen des Gehirns und der Blutversorgung und zum HNO wegen des Trommelfellrisses. Oft bleiben da Narben, die dann das Trommelfell schwächen und beim Druck(-Ausgleich) aufgehen. Der Fall ist sehr komplex, daher unbedingt Spezialisten aufsuchen.
Gruß Floh
Antwort von Haifischsuppe am 25.10.2007 - 12:32 Mh, ich denke nicht dass irgendein Neurologe dir dass entkräften kann. Diese Aussage ist recht neu für mich. Kann nur sagen, dass ich mit 12 auch einen Schädelbasisbruch hatte. Ich habe mit 15 angefangen zu tauchen und noch nie einen epileptischen Anfall gehabt (360TG). Falls dich das beruhigt.
Antwort von waes am 26.10.2007 - 03:07 Ja Haifisch, beruhigt mich echt Hab mich inzwischen durchs Internet und durch Foren zu diesem Thema durchgelesen und auch noch nie etwas gelesen dass man nach einem Schaedelbasisbruch nicht tauchen darf... Versuche aber trotzdem noch einen Spezialisten aufzusuchen.
wenn die Narbe(festes Bindegewebe) am Hirn (weiches Gewebe) zu Spannungsdifferenzen führt weil sich der Druck dort ändert, so hat Dein Arzt recht. Aber ändert sich der Druck überhaupt, ist ja schließlich alles flüssigkeitsgefüllt. Also würde ich hier vermuten das es nicht schlimm ist.
Ich würde meinen Tauchcomputer dennoch auf dem konservativsten Rechenprogramm fahren, da ich davon ausgehe, das die Gasblasen (Stickstoff) bei solchen Veränderungen schneller zu einer spürbaren DCI führen können als bei Anderen. Genauer gesagt darfst Du aus meiner Sicht nur enorm konservativ tauchen, genug Wasser trinken vor dem Tauchgang & danach & bitte innerhalb einiger Stunden vor und nach dem Tauchgang nicht rauchen, falls Du raucher bist.
Das Trommelfell sollte noch mal speziell begutachtet werden, bevorzugt von einem HNO der selbst taucht oder tauchmediziner ist.
Der Schädelbasisbruch dürfte kein Problem darstellen. Unser schädel ist außerdem generell etwas beweglich, sonst hätten wir ein Druckproblem wenn einem die Sonne auf den Schädel knallt und der sich nicht geringfügig bewegen könnte.
Hoffe etwas geholfen zu haben.
Grüße!
Antwort von Waes am 22.11.2007 - 00:25 Vielen Dank auch fuer deine Antwort! Das Trommelfell hat mich persoenlich und den Arzt eigentlich nicht beunruhigt. Habe auch schon einen Intro Dive hinter mir bei dem ich keinerlei Probleme mit dem Druckausgleich hatte ohne jegliche Schmerzen.
Naja, werde dann demnaechst meinen Tauchkurs machen. Danke nochmal an alle fuer die Antworten
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