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Scubapro Glide star Größe XS mit 15L
Abgesandt von Thorsten am 26.02.2004 - 17:17:

Hallo,
meine Freundin hat sich ein Scubapro Glide Star Jacket gekauft. Jetzt stellte sie mit erschrecken fest daß die maximal zulässige Flaschengröße nur 10L beträgt.
Normalerweise taucht sie eine 12L Stahl Flasche. Aber was ist wenn es zum Bsp. im Urlaub nur 15er gibt.
Ihr Gewicht beträgt 55Kg. Was ist eure Meinung?
Kann sie mit dem Jacket größere Flaschen als 10L tauchen??
Vielleicht hat ja jemand das gleiche Jacket und kann mir aus eigener Erfahrung etwas sagen.

MfG,
Thorsten



Antwort von Linuskoeln Registriertes Mitglied am 26.02.2004 - 17:31
Klar kann sie - wüsste nicht, was dagegen spricht...
Wie kommst Du auf "max. 10 ltr.-Flasche"???

Und in den meisten Urlaubsorten ist eh 12 Liter die Regel - und natürlich Alu....

Linus
Antwort von Nico Registriertes Mitglied am 26.02.2004 - 20:11
Das Problem ist, laut $pro Auftriebsvolumentabelle hat ein Glidestar in XS nur 12kg (+/- 0.5kg)Auftrieb. Normalerweise sind die Flaschen immer etwas schwerer als ihr Volumen in Litern, also 12er Stahl wiegt so c.a. 13kg, 7er Alu gute 8 kg usw(ungefüllt). Kommt natürlich auch auf den Hersteller an.
Wenn Deine Freundin jetzt eine 15er dranschnallt und im Urlaub sagen wir mal mit 7mm HT ins Wasser hüpft, wird sie an der Oberfläche noch Auftrieb haben, da der Anzug auch gut trägt.
Wenn sie dann abtaucht wird das Neo komprimiert und trägt nicht mehr -> Tarieren geht nicht mehr, Freiflug zum Grund.
In sofern ist sie nur mit max. einer 10er auf der Sicheren Seite, 12er ist schon risky und 15er würd ich persönlich lassen.
Ihr Körpergewicht hat eigentlich nix damit zu tun, da der Mensch zu fast 90% aus Wasser besteht, das nicht komprimiert werden kann.
Was helfen würde ist ein Wingjacket, z.b. mit Backplate, das auf jede Körpergröße eingestellt werden kann und der Auftriebskörper frei gewählt wird.
Hoffe, das hilft irgendwie,
Gruß Nico
Antwort von und 26 Gäste Registriertes Mitglied am 26.02.2004 - 20:38
@Nico: Stimmt haargenau. Deswegen darf das Glidestar laut Herstellertabelle auch nur mit 1-KG-Bleistücken und keinesfalls mit 2-KG-Stücken beladen werden. (Ach ja, es taucht sich einfacher, wenn du deine Flaschen mit Luft statt mit Wasser füllst...)
Antwort von Thorsten am 27.02.2004 - 00:07
@Nico

Danke für die schnelle Antwort. War sehr hilfreich. Wir werden morgen das Jacket zurück bringen.
Mal sehen ob es da noch etwas besseres gibt!

Gruß Thorsten

@Linuskoeln

Das mit der 10Liter Flasche steht auf einem kleinen Zettel der im Jacket angebracht ist.
Antwort von Susanne Richter am 27.02.2004 - 06:40
@Alle
Probiert das doch einfach mal aus !!!!
Habe selbst viele Jahre mit dem Glide 500 getaucht, auch XS, angeblich 13 Liter Auftrieb, und habe bis 35m nie Probleme gehabt und es war fast immer eine 12er Stahl dran. Wiege selbst 60kg ind tauchte meist im 6mm halbtrocken.
Heute tauche ich auch ein Wing mit ca. 20 Liter, beruhigt und ist zum Trockentauchen einfach bessr geeignet...
Antwort von DivePoints Registriertes Mitglied am 27.02.2004 - 09:02
Hi Leute!

Wenn es der Hersteller wirklich so empfielt, und man wegen Produkthaftung usw. auf der sicheren Seite sein will, dann sollte man sich dran halten.

Ich persönlich kann mir das aber nicht wirklich erlären. Denn: wie Thorsten schon so schon beschrieb, hat eine Flasche ca. 1 Kg mehr Gewicht als Ihr INNENVOLUMEN. Das Aussenvolumen ist ja noch ne Spur grösser. Somit verdrängt ja wohl die Flasche ca. ebensoviel Wasser wie sie wiegt. Das ergibt (fast) neutralen Auftrieb der Flasche. Nix mit 15 Kg Abtrieb bei ner 15er! Ein volle 15l Stahl Flasche schwimmt sogar meistens in Salzwasser! Hab ich selbst schon ausprobiert. War auch überrascht. Also braucht das Jacket für die Flasche ja (auch wenn leer) nur so ca. 1-max. 2 Kg Auftrieb erzeugen.

So sehe ich also kein Problem bei 15Kg Auftrieb des Jackets.

Wie gesagt meine Meinung.

lg
Richard
Antwort von carchaias Registriertes Mitglied am 27.02.2004 - 09:53
@dive points
Ne volle 15er Stahl schwimmt....das möchte ich sehen.
Die Flaschen haben ca. 1-2kg Abtrieb, in der Regel je Dicker die Flasche desto Grösser der Abtrieb, weil die Wandstärken grösser werden. Es gibt auch 12er die 18kg an Land wiegen. Also sind die 12kg Auftrieb des Jackets eigentlich genug, sofern man nicht mit 10kg Blei taucht. Ich denke die 10l-Flaschenangabe hat nichts mit dem Auftrieb zu tun, sondern eher mit dem Gewicht der Flasche an der Oberfläche. Vieleicht haben die Angst, das das Teil auseinander fällt, wenn man was grösseres als ne 10l Flasche dranhängt. Oder das Ding hat im Wasser ne dermassen instabile Lage, das man wie ein Käfer auf den Rücken kippt wenn die Flasche zu schwer ist...Zahl ein paar Euro drauf und kauf das Master wenns unbedingt Scubapro sein muss, oder eines von APValves und werde glücklich damit.
Antwort von DivePoints Registriertes Mitglied am 27.02.2004 - 10:20
@carchaias
Volle Zustimmung. Dies mit der schwimmenden 15er hätt ich auch nicht geglaubt, wenn ichs nicht gesehen hätte. Ort: Rovinj, Bucht.
Nun wirds wohl so sein, dass diese spezielle "schwimmende" ein Einzel/Sonder/Spezialfall war. Wollte damit nur ausdrücken, Abtrieb einer Flasche hält sich sehr in Grenzen.

lg
Richard
Antwort von carchaias Registriertes Mitglied am 27.02.2004 - 12:36
@dive points
naja, wenn man häufig genug den Rost innen entfernt, dazu die Dichte von Salzwasser,........ Iss aber nicht normal, in der Regel haben 15er mehr Abtrieb als 10er Flaschen, dazu kommt ja auch immer noch das Ventil und die Automaten, macht zusammen auch sicher 1-1,5kg und die Luftfüllung wiegt auch nochmal 3,5kg. CIh denke das mit der beschränkung auf 10l hat andere Gründe.
Antwort von gunther Registriertes Mitglied am 27.02.2004 - 14:01
:o denkt vieleicht mal einer darüber nach, das ich als Buddy gerettet werden soll, wenn meine Tarrierung komplett ausfällt??

Dies 12 kg auftriebs-Dinger sind doch gemeingefährlich, soll doch im Zweifel für 2 reichen oder??

Ich stehe auf Zeagel rescue oder Teck, macht 30-35 kg, da gibt es dann keine dirketen Probleme, als back up Fanatiker hab ich noch ne extra blase macht zusammen locker 60 kg, ok, muß nicht so viel sein,,aber 12 kg ist schon hart an der Grenze, mag ok sein für nen See mit 10-15 Meter aber mit so was an eine Steilwand mit no Limit in Richtung Mittelerde???

Lieber 10 Liter mehr Auftrieb einplanen...

Grüße Gunther
Antwort von carchaias Registriertes Mitglied am 27.02.2004 - 14:31
@gunter
Musst Angt vor wasser haben?
Was heist den Tarierung fällt komplett aus? Das die Blase platzt und dazu auch noch so fett, das man nichts mehr an Luft reinbekommt, weder mit dem Mund noch mit Inflator? Davon hab ich noch nie was gehört. Ok angenommen es passiert, dann muss ich etwa mein Blei + Abtrieb der Flasche kompensieren (angenommen der Anzug hat wegen der Grossen Tiefe keinen Auftrieb mehr), gehen wir mal von 8kg aus. Sollte das dann unwahrscheinlicher Weise passieren und man kann den Abtrieb nicht mit den Flossen (weil man Grade auch noch Ohnmächtig geworden ist) kompensieren, kann man sich das Blei abwerfen lassen und wenn das aus irgendwelchen Gründen dann immer noch nicht funktioniert hat kann der Retter sein Blei auch noch abwerfen und wenn das immer noch nicht reicht, dann klinkt er halt die Flasche aus und schwimmt den Rest des Weges. Meine Güte man kann sich auch dumm stellen. 12-15kg sind für ne Person mit 1,55m Grösse eigentlich genug, immer vorausgesetzt die Bleimenge stimmt. Mit Trocki ist der Trocki die Redundanz und zur Not hat man ja noch die Notfallboje.....Wozu hast du also dieses Riesen-Rescue-Ding?
Antwort von gunther Registriertes Mitglied am 27.02.2004 - 15:22
Lieber Carchaias,
a. hätte ich angst vorm Wasser würde ich nicht Tauchen oder?! Ok war wohl eher nur ein .....

b. komplettausfall wäre z.B. Abriss eines Ventiles
übrigens vereisen gibt es auch hier....

c. und wenn du Blei abwirfst, will ich mal gucken wie Du uns dann beide beim Deko-Stopp im Freiwasser auf 3 Meter hältst, gerade im HT...

d. Abtrib mit Flossen kompensieren? Schon mal gemacht, sagen wir 40 Meter tiefe?, dann Blei auch noch weg?, (übrigens bei einem HT in 40 Meter hast Du meist eh Abtrieb auch ohne Blei)
mal schauen, bei dann locker 30-40 AMV hast Du
entweder Deko Zeiten bis zum Abwinken oder die Luft ist schon vorher futsch.

e. ach so ja, mann/frau kann sich auch dumm anstellen- stimmt- aber warte ab wenn es mal in 40 Meter los geht, dann wirst Du mehr als froh sein, wenn da jemand ist der Dich ohne Notmaßnahmen (Blei abwurf) oder ohne extreme Anstrengung, Dich sicher nach oben bringt, und mit 12 Liter Auftrieb bringst Du 2 normal-Bebleite
Taucher wohl nicht hoch. Bei 40 M hast DU noch 1-2 kg Auftrieb wenn überhaupt, die meisten tauchen mit 6-10 kg macht mal 2 sagen wir 15 kg, dann wird es so eng, dass ich das nicht riskieren würde. Notfallboje, da gebe ich Dir recht, ist eine Notfallmaßnahme, auf das ich sie nie brauche, ist aber eine Lösung mit ca. 2-3 Liter Auftrieb.

f. aber jeder muß wissen mit was und mit wem er taucht

Wir können uns ja darauf einigen, dass man 12 Liter überleben kann aber etwas mehr sehr beruhigend ist
Antwort von carchaias Registriertes Mitglied am 27.02.2004 - 16:31
Also entweder werde ich gerettet, dann kann das Blei weg, weil keiner mit mir nen Deko-Stopp machen wird, wenn ich Ohnmächtig bin. Oder ich tauche selber auf, dann ist er Verbrauch von 30-40l ja eher was für 2-3 Minuten (für den Aufstieg bis auf 6m oder 3m)in deinem Beispiel, weil danach trägt mein Anzug ja wieder, und über die Lunge krieg ich den Rest tariert. Einen vereisten Automaten kann man mit der Mundtarierung kompensieren. Wer 1,55 groß ist und mit 10kg im HT taucht, macht meiner Meinung nach was falsch. Ich meine immer noch, das 12l für die Statue ausreichend (nicht mehr als das) und 30l oder was weis ich nicht "zu viel" sind. Immer gerechnet auf Einzelflaschen und nicht auf Doppelpacks.
Nochmal zu deiner Rechnung: 2 Taucher haben 15 oder sogar 16 kg Abtrieb und nur ein Jacket, minus 12kg Auftrieb aus einem funktionierenden Jacket macht 4kg Abtrieb die man mit den Flossen bei 40m kompensieren muss (Auftrieb von beiden Anzügen zusammen hier etwa 1kg). Bei 20m (etwa das vierfache also 4kg zusammen). d.h. beide zusammen sind hier schon wieder beinahe neutral. Bei 3m (Auftrieb beider Anzüge ca. 12kg)können beid Jackets leer sein und die Fuhre ist trotzdem fast stabil. Wenn sie den Dekostopp bei 5m machen, haben sie "keine" Probleme.
Trotzdem würd ich das Jacket umtauschen, weil ich keine Lust hätte immer mit ner 10er zu tauchen nur weils in der Beschreibung steht....
Antwort von Peter Gaertner Registriertes Mitglied am 27.02.2004 - 16:41
Hallo Thorsten,
hab einmal einer Dame aus 30m an die Oberfläche helfen müssen, weil sie sich mit dem Auf/Abtrieb der gesamten Ausrüstung verschätzt hatte: Sie ist Größe "S", Halbtrockener Anzug, 2Kg Blei für den Sicherheitsstopp.
Den Menschen kann man als neutral annehmen (bzw. er kann durch einatmen sagen wir 1Kg Auftrieb erzeugen).
Flasche: Kommt drauf an. Ist ja eingestempelt, was sie wiegt. Dichte von Stahl ca.8 Kg/l. Damit kann man den Abtrieb/Auftrieb errechnen. Schwankt bei unterschieldichen Flaschen um 4-5Kg. Regler und Ventil geschätzt 1Kg Abtrieb.
Anzug: An der Oberfläche 4-6Kg Auftrieb, könnte man ja mal ausbleien. Auf 10m hat er sicher nur noch die Hälfte, auf 30m eventuell schon Abtrieb (müsste man mal rechnen übr p*v=konst, Gewicht, Auftrieb an der Oberfläche). Luft in der 12er Flasche: 200Bar*12l*1.2g=2,88 Kg
12 Kg Auftrieb sind eindeutig zu wenig zum Tauchen:
Ende TG, Flasche leer
Flasche: -1Kg (oder -2kg... sparst Du dann aber am Blei)
Anzug: +5Kg
Regler/Ventil: 1Kg
Blei benötigt: 3Kg
Tarierung: +-0Kg

Anfang TG:
Flasche -1Kg
Ventil / Regler -1Kg
Luft -2,88 Kg
Anzug: +5Kg
Blei: -3Kg
Tarierung: -2.88Kg

30m, Flasche voll (schneller Abstieg)
Flasche -1Kg
Ventil/Regler -1Kg
Luft -2.88Kg
Anzug:-1Kg
Blei: -3Kg
Tarierung: -8.8Kg

Im Prinzip KÖNNTE es reichen, wenn sie Dich nicht hochholen muss. Wenn man aber Sicherheit (was weiss ich, wie gut meine Erfahrungswerte sind) Faktor 2 reinrechnet, kommt man auf 17.6Kg, was ich für ein Jacket als vernünftigen Mindestwert ansehe (auch aus der Praxis).
Sucht Euch doch was grösseres. Den Hinweis mit Backplate / Wing finde ich sehr Sinnig!

Grüßle
Peter

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