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Shut Off Ventil an der 1. Stufe

Hallo,

Habe einiges darüber gelesen, das ein Shut Off Ventil direkt an der 2. Stufe nichts bring, weil man ein Überdruckventil braucht, weil sonst der MD Schlauch platzt.

Jetzt habe ich dieses Ventil gefunden, welches an der 1. Stufe montiert wird. So könnte man den Luftstrom direkt an der 1. Stufe absperren und würde das selbe erreichen, als würde man das Flaschenventil zu drehen.

Liege ich da richtig??

http://www.ebay.de/itm/Shut-off-Ventil-1-Stufe-Rebreather-DIR-Tauchen-/250879916451?pt=Tauchzubehör&hash=item3a699bb9a3

Danke, Mfg. Marco
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28.12.2011 21:03
bringt nichts. Da das Ventil der 1. Stufe offen ist, steigt der Druck im gesamten Mitteldruckbereich an. Folge, der Inflatorschlauch bekommt den kompletten Flaschendruck ab. Ob der Mitteldruckbereich überhaupt den Hochdruck aushält mag ich auch bezweifeln. Die einzige sichere Methode ist den Luftstrom vor der 1. Stufe zu stoppen und das ist eben das Flaschenventil.

Gruß,
D3
28.12.2011 21:19
Ok, danke.
Ich suche nach einer Möglichkeit im Falle des Abblasens mein Ventil zu zudrehen. Ich komme so nicht ran. Hab ein paar Fotos gesehen wo jemand einen Hochdruckschlauch ans Jacket laufen hat und dort seine 1. Stufe mit extra Ventil, das er dann mühelos zudrehen kann.
m0kePADI AOWD, Rescue
28.12.2011 21:35
Dann übe doch einfach ein bißchen. Ist am Anfang ein bißchen deprimierend, bringt aber in vielerlei Hinsicht eine ganze Menge.
QRMMSD, Full Cave
28.12.2011 21:37
Hallo Marco

Bevor ich auf Wing und Doppelflasche umgestiegen bin, hatte ich das gleiche Problem. Ich bin bei Jacket und Monoflasche auch nicht richtig ans Ventil gekommen. Dann habe ich den Tipp bekommen, die Flasche am unteren Ende zu nehmen und damit das Jacket nach oben zu schieben. Damit ging es dann problemlos.

Versuchs mal so, alle technischen Hilfsmittelchen sind eher Notbehelf und können das Zudrehen des Flaschenventils nicht ersetzen.
shuttleTL** / Instructor Trainer / MSDT / TMX
28.12.2011 21:39
MarcoM: du meinst vermutlich eine Fernbedienungswelle für Flaschenventile?


http://www.tec-divesysteme.com/epages/61085486.sf/de_AT/?ObjectPath=/Shops/61085486/Products/V164/SubProducts/V164-0066
28.12.2011 22:16
Hallo allerseits,
danke für die vielen Tips.
Möchte das ganze Idiotensicher machen, glaub nicht, wenn mir der Regler mal abbläst, dass ich dann die Flasche noch anheben kann und das Ventil zudrehen.
Die Fernbedienungswelle klingt überzeugend.. so werde ich das angehen.

Danke. Lg.
shuttleTL** / Instructor Trainer / MSDT / TMX
28.12.2011 22:23
Vergiss trotzdem das üben nicht, dass dir die Kollegen (zu Recht) nahegelgt haben. Gute Fertigkeiten sind mehr wert technische Hilfsmittel.

Viel Glück
QRMMSD, Full Cave
28.12.2011 22:37
@ Marco

Wenn ein Regler abbläst, solltest du die einfachste Lösung wählen (KISS = Keep It Strictly Simple). Es ist wirklich kein Problem, mit der linken Hand die Flasche ein wenig nach oben zu schieben und mit der rechten Hand, das Ventil zu schließen.

Mein Tipp: Probiers einfach mal aus, bevor du dich auf störungsanfällige Zusatzsysteme verlässt.
boesewichtProTEC PL5, SSI AOWI
29.12.2011 07:00
"Dann habe ich den Tipp bekommen, die Flasche am unteren Ende zu nehmen und damit das Jacket nach oben zu schieben. Damit ging es dann problemlos."

Geht auch einfacher ...

in liegender Position beide Schultergurte greifen und Jacket damit in Richtung Kopf ziehen ...
Ventil (außer sehr kurze Flasche bzw. zu tief angebracht) liegt dann meist in Höhe der Ohren und kann eigentlich von jedem/jeder leicht gegriffen und bedient werden ...

Geht auch super mit Monoflaschen und den Nautec Kreuzventilen...
lawBubblemaker
29.12.2011 07:13
"Folge, der Inflatorschlauch bekommt den kompletten Flaschendruck ab."

Öhh, wouh, du hast ja harte Methoden drauf beim tauchen.

Bei mir bekommt der Inflator nur Mitteldruck!

Gruß
Markus44CMAS ***
29.12.2011 07:37
@law

das ist der Normalfall, ja. D3er meinte aber, dass die erste Stufe nicht mehr schließt (vulgo: "abbläst") und im Schlauch der zweiten Stufe das Ventil auf "off" steht. Dann liegt am ebenfalls angeschlossenen Inflatorschlauch aber der Hochdruck direkt aus der Flasche an. Und entweder dieser Schlauch oder der der zweiten Stufe "verliert" dann als erster und reißt.

@MarcoM

Was das Flaschenabdrehen angeht: ich würde meine Ausüstungskonfiguration ändern: zuerst die Flasche so anpassen, dass ich sie selber abdrehen kann. Dazu bestimmt man den Bereich, in dem dies geht, also Maximal- und Minimalhöhe über dem Flaschengurt. Innerhalb dieser Spanne versuche ich jetzt meinen optimalen Trimm einzustellen indem ich das Blei zwischen Bleigurt, Bleitaschen, Trimmbleitaschen und Flaschengurt verschieden aufteile. Falls es immer noch suboptimal sein sollte dann- und nur dann- würde ich den Trick mit dem Jackethochziehen in mein "Abdrehmanöver" miteinbauen (das kostet ja auch kostbare Sekunden!)

Das Ganze kann durchaus mal 10 TG oder auch mehr dauern, nur nicht verzagen!

Manchmal liegt es aber einfach am zu engen Anzug oder Unterzieher, da muss man diesen Teil hinterfragen und ggf. bereit sein auszutauschen. Auch liefert einem oft eine andere Flasche (lange 12er anstatt der kurzen 12er Fliegerbombe oder eine 10er 300Bar anstatt 12er lang) auch ein Aha-Erlebnis
Stephan K.PADI DM, CMAS***, SSI XR, Apnoe 1, Eistauchen
29.12.2011 09:21
ich meine der Berstdruck bei Mitteldruckschläuchen liegt bei 30 bar. Also wird ein Mitteldruckschlauch nicht den kompletten Flaschendruck beim defekt der 1. Stufe aushalten können. Entweder bläst da irgendwo der Überdruck ab, oder der Mitteldruckschlauch platzr.
29.12.2011 10:15
Hallo,
danke nochmal für die vielen Tips.

Ich werde beim nächsten mal den Trick mit Jacket hochziehen mal probieren. Könnte klappen, nur was ist wenn man etwas tiefer ist, es dunkel ist, und man natürlich recht hecktisch wird. Üben kann man das, aber irgendwo auf 10 m mit Ruhe und bei gutem Licht.
Ich glaube die Fernbedienungswelle ist die sicherste Variante, gibt es eine solche Welle auch für das Scubapro H Ventil?? Find es nur für Nautec und OMS
Markus44CMAS ***
29.12.2011 10:51
@MarcoM

ich kenne keinen, der so eine "Fernbedienungswelle" über längere Zeit nutzte.

Aus gutem Grund: Damit versuchst du nur ein Problem zu lösen, das bei richtiger Konfiguration gar nicht erst entstanden wäre und schleppst ein zusätzliches Stück Ausrüstung mit dir rum. Das übrigens auch versagen kann. Und ob du mit der Welle die letzte (kräfteraubendste) 1/4-Umdrehung auch schaffst ist nicht sicher.

Und du müsstest jede(!) von dir genutzte Flasche so ausrüsten. Ob du immer mit deiner einer Monoflasche tauchen willst bzw. kannst ist ungewiss.

Wenn du zum Beisppiel mal an einem See bist, der keine Füllmöglichkeit hat und du dort mehr als 1 TG machen willst, spätestens dann hast du ein Problem:

Eine Flasche ausleihen für den zweiten TG und hoffen, dass kein Abblaser kommt..denn wenn, kannst du ja gar nicht damit umgehen. Also fährst du konsequenterweise nach dem 1. TG wieder nach Hause!

Dass letzeres unrealistisch ist bei längerer Anfahrt (der Buddy quengelt...)und man dann sagt "ach was, das wird schon gehen" und mit einer Flasche ohne External Drive reinspringt erschließt sich dir hoffentlich. Und so fangen dann halt die Berichte im Unfallforum an...


Und an das Ventil selber dran zu kommen ist auch im Warmwasser nützlich- mit geschlossenem oder nur terilweise geöffnetem Ventil ins Wasser zu springen ist gar nicht mal so selten wie man denkt. Wenn du das nicht kannst und du am Panorama-Riff stattdessen zum Öffnen auf deinen Buddy wartest, der gerade noch dabei ist, seine Maske aufzusetzen...

Aber wenn dir das mit dem Trimm, Dehnübungen, Abdrehübungen, anderem Unterzieher usw. zu viel ist, dann habe ich noch eine Lösung für`s Sporttauchen parat:

Hol dir lieber eine 4-Literflasche (gibt`s auf ebay fast nachgeschmissen) und schließ deinen Zweitautomaten dort an, die ganze Kombi klinkst du dir dann an Wing/Jacket und aus die Maus:

bei Abblasen oder Versagen/Finiklemmer mit Leersaugen deines Primärsystems tauchst du einfach an der kleinen Pony auf oder bei Problemen deines Buddys gibst klinkst du du die Pony einfach aus und gibst sie an ihn weiter.

Die Pony kann man auch in den Flieger mitnehmen (gut 4 KG für FLasche mit Ventil).

Dieser Tip war kostemlos, ob er auch umsonst war, das entscheidest jetzt du
29.12.2011 13:14
Warum konfiguriert ihr euer Gerümpel nicht einfach so, dass man die Flasche selbst zudrehen kann ????
*wunder*

Ein Training dazu wäre auch nicht schlecht...
wenn einem erst im K-Fall auffällt, dass man gar nicht an das Ventil kommt ists zu spät. Punkt.
29.12.2011 14:48
Also, der Shutoff bringt, wie Du selbst erkannt hast, nicht das gleiche, wie das Ventilschließen. Natürlich kommt in den Mitteldruckschlauch kein tatsächlicher Hochdruck an, deswegen muß ja das Überdruckventil angeschlossen werden. In der Praxis würde bei Abblasen (egal, ob 1. oder 2. Stufe abbläst, das eine wird das andere unmittekbar nach sich ziehen..) das Schließen des Shutoffs nichts bringen, da die erste Stufe dann über das Überdruckventil abbläst, also Dein Gasvorrat entschwindet...
Außerdem kann es sehr kontraproduktiv sein, eine 2. Stufe erst öffnen zu müssen oder : gflls. versehentlich verschlossen zu haben. Erlebe mal ´ne Streßsituation in der Tiefe und mach Dir dann noch in Ruhe Gedanken um eventuell verschlossene Shutoffs...
Auch die Ventilverschlußwelle ist aus den oben genannten Gründen nicht sinnvoll. Deswegen hat sie auch kaum jemand, habe selbst jedenfalls noch nie jemanden damit gesehen.Ist auch unnütz, genau wie umgedrehte Flaschen mit Ventil nach unten und ähnlicher Zirkus (findest Du meistens>nicht immer, aber eben oft< bei Tauchern, die sich meinen mit Besonderem abheben zu müssen obwohl´s Bewährtes gibt..).
Daher hast Du 2 (am Besten kombinierte..) Optionen:
1.Wie mehrfach erwähnt, versuche hinzubekommen, Deine Ventile selbst betätigen zu können. Im Gegensatz zu einigen oben bin ich jedoch auch der Meinung daß das nicht so einfach bei jedem funktioniert. Weil Flasche hochgesteckt kann Trimmprobleme mit Kopflastigkeit geben und weis der Geier was noch. Bei meiner Tauchpartnerin z.B. geht´s definitiv nicht. Jedenfalls nicht so locker, wie es für eine wirkliche Notsituation sinnvoll ist. Ich halte alle Tips mit Flasche/Gurte greifen zum Flasche hochdrücken um an´s Ventil zu kommen für fraglich. Das mag auf der 12m-Platform beim üben gut funktionieren. In der Praxis auf 30 oder 40m, in einer echten Streßsituation, wo ein falscher Flossenschlag gerade Sediment aufgewirbelt hat (und ja, das geht verdammt schnell.), ein suchender Blick den Buddy nicht mehr findet, das versuchte Hochschieben der Flasche nicht gleich gelingt, ein Hochheben des linken Armes dazu führt, das ungewollt ´n Haufen Luft aus dem Trocki entschwindet, man miteinmal absinkt, gleichzeitig anfängt vorne überzukippen... Nur so´n paar Dinge, die passieren KÖNNEN... Hab´s selbst bei mir und anderen mehrfach erlebt, eine echte Streßsituation in der Tiefe hat mit der Übung auf der 12m-Plattform aber auch GARNICHTS zu tun.
Meine persönliche Konfiguration läßt das äußerst simple und entspannte Betätigen aller 3 Brückenventile zu. Ohne die geringste Verrenkung oder Veränderung der Schwimmlage. Würde ich das nicht hinbekommen käme ausschließlich Variante 2 (wie meine Süße das auch taucht..) in Frage :
`Ne zusätzliche (NICHT als Ersatz Deiner 2. Reglereinheit, denn nach wie vor kann ja ein Buddy dasein, der Deinen Hauptregler zudreht bei Bedarf..) Stage (ich nenne sie Air3).Eine 7l-Alu, der Gasvorrat wird Dich (solange Du keine Dekozeiten über 15min. hast..) immer sicher nach oben bringen. Das bedeutet :
Hauptregler vereist, kommst nicht ran, keiner da, alles blöd, also, Stage-Regler nehmen, der abblasende Rest Rückengas sorgt für gesunden Sauerstoffgehalt des Tauchgewässers und Du tauchst in Ruhe aus. Und so einfach wie´s klingt, ist es. Streßfreier geht´s nicht. Vorteile:
-Zusätzliche Gasreserve
-KEIN Ändern der vorhandenen Konfiguration notwendig (`ne kleine Alu-Stage kannst Du an fast jedes Jacket/Wing hängen..).
-Keine Änderung der Bleimenge
-Absolut autarke Redundanz
-Flexibilität
-Geringes Gewicht (z.B. Mono15 als Rückengerät, dazu 7l-Stage macht 22 Liter..). Müßtest Du als Doppel im Vergleich zum erziehlten Luftvorrat´ne D12 nehmen. Die ist im Handling einiges schwerer, in´s Auto heben und so weiter. Ich plediere hiermit nicht gegen ein Doppelpaket, es geht hier ja jedoch um ´ne Generierung zusätzlicher Sicherheit bei Monotauchgerät.
Aber es gibt auch (definitiv nur..) einen Nachteil:
Die Kosten. `Ne Stage mit Rigging-Kit und ordentlichem Regler sind rund 600,--Euro.
Und wem die hierdurch generierte Sicherheit (das ist äußerst deutlich meine Meinung!!!) keine 600,-Euro wert sind, solltesich wohl eher ´ne andere Beschäftigung suchen !
Und jetzt noch für die (meist uralt-verbandsverhafteten-exklusivSporttaucherfraktionierten) Kritiker :
Richtig, hätte man´s Rückengas komplett leer laufen lassen, muß zur weiteren Betätigung des Jacket/Wings der Mund benutzt werden. Allerdings nur wenig, in einer solchen Situation sollte klar sein, daß ein Aufstieg erfolgt, der wohl meistens eher mit Entleeren der Tariersysteme verbunden ist.. Das Üben und sichere Erlernen des oralen Betätigen des Tariermittels sollte kein Problem sein!Genauso wenig wie das Erlernen des Stage-Handlings...
Meine Gedanken zu diesem Thema...
boesewichtProTEC PL5, SSI AOWI
29.12.2011 17:43
"Ich glaube die Fernbedienungswelle ist die sicherste Variante, gibt es eine solche Welle auch für das Scubapro H Ventil?? "

Ich kenne ein paar wenige, die so eine Welle malnutzten - aber nur solange, bis die sich entweder festsetzten oder sonstige Störungen hatten ...

Im Endeffekt hatten die nachher nur ein Teil für "mehr Sicherheit" drinnen, welches dann aber die Probleme eher verschlimmerte ...

Man taucht ja mit solchen Hilfsmitteln manchmal tiefer als man sich mit Unsicherheit trauen würde - im Falle eines Versagens und einem Problem hat man also einen sehr langen Weg nach oben und meist dann schnell mal Luftmangel ...
So eine Flasche mit abblasenden Reglern ist sehr schnell leer ...

Wenn das eigene Bedienen der Ventiele wirklich nicht funktioniert, dann klatsch Dir eine kleine Ponyflasche setlich an Deinen Körper - 4ltr. reichen da meist schon aus - und Dir kann es egal sein, was Dein Rückengerät anstellt ...

Du hättest auf die Art wirklich eine - nicht eingerechnete - Reserve und eine deutliche Steigerung der Sicherheit ...
29.12.2011 21:17
Ok, dann also lieber keine Welle, weil diese auch fehleranfällig ist.

Eine Ponny habe ich bereits, muss sie nur noch in Betrieb nehmen. Ist zwar lässtig die immer mit zunehmen, aber ein wohles Gefühl falls mal wirklich etwas schief gehen sollte.

Danke soweit und gut Luft.

boesewichtProTEC PL5, SSI AOWI
30.12.2011 00:36
Sicherheit darf ruhig lästig sein ...

Aber Du bist damit wirklich auf der sicheren Seite und hast in entspr. Fällen wirklich mehr Möglichkeiten und auch etwas mehr Zeit ...
Antwort