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Siebbeinzellenentzündung
Abgesandt von hay Registriertes Mitglied am 04.11.2011 - 23:59:

Hallo Leute,
hab seit etwa 2 Monaten das Problem,dass ich nach dem Tauchtraining bzw. nach Tauchgängen für mehrere Tage bis sogar ne gute Woche Kopfschmerzen im Bereich der Stirn,Nasenwurzel und um die Augen herum bekomme.War jetzt beim HNO der meinte,dass es sich wahrscheinlich um eine Siebbeinzellenentzündung handelt.Darauf meinte er,dass es für mich da nur 2 Optionen gäbe:
Entweder mit dem Tauchen aufhören,oder aber damit leben.
Ich könnte mich zwar auch operieren lassen,aber davon würde er mir abraten.
Nun wollte ich fragen,ob dies wirklich ein Ausschlusskriterium fürs Tauchen darstellen kann.Der HNO schien mir da leider etwas vorschnell,hat die "Diagnose" ohne größere Untersuchung gestellt.
Hatte,als es anfing(vor 2 Monaten), bei einem anderen HNO schon ein Ct machen lassen,auf dem keine Entzündung der Nebenhöhlen festzustellen war.
Aber das jetzt auf ein mal Schluss sein könnte mit Tauchen (bin noch Anfänger) hat mich etwas geschockt und verunsichert.Daher die obige Frage,ob ne Siebbeinzellenentzündung tatsächlich das Ende vom Tauchen bedeutet oder ob das mit genug Zeit ohne zu tauchen wieder vollkommen ausheilen kann.
Danke für die Antworten!!
Gruß Hay.




Antwort von Uwe-Re Registriertes Mitglied am 05.11.2011 - 08:43
Du warst bei zwei HNO-Ärzten und fragst Laien???

Antwort von hay Registriertes Mitglied am 05.11.2011 - 10:23
Danke für deine Antwort.
Zu deiner Frage:Ja,ich war bei 2 HNO-Ärzten und frage hier nach der Meinung von Laien.
Ich schätze,dass dieses Forum wohl auch total überflüssig wäre,wenn sich jeder mit seinen Problemen nur an die Ärzte wenden würde.
Ich weiss ja nicht,wie du damit umgehen würdest,wenn dir ein HNO-Arzt auf ein mal sagt,dass du eventuell nicht mehr tauchen kannst.
Antwort von tiefunten Registriertes Mitglied am 05.11.2011 - 11:53
Hallo Hay,

schau mal etwas weiter unten nach einem Thread über chronische Stirnhöhlenentzündung. Zum Einen ist da ein link zur Tauchersprechstunde in Bremen, wo du auch nochmal basierend auf den bisherigen Untersuchungsergebnissen vorsprechen könntest. Problem bei den meisten HNO-Ärzten ist nämlich, dass sie keine oder wenig Ahnung vom Tauchen haben und selbst keine Taucher sind. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass daher schnell mal Kommentare kommen wie "lassen sie doch das Tauchen bleiben, wenn die Probleme fast nur dabei auftreten". Dr. Klingmann ist selber Taucher und du wirst so einen Spruch dort sicher nicht hören (außer es ist medizinisch nicht mehr anders vertretbar).
Sollte es sich bei dir um eine chronische Entzündung halten, könnten Salzwasser-Nasenduschen, ein Cortison-Nasenspray (6 Wochen in hoher Dosierung) und evtl. systemische Steroide (für 5 Tage) helfen, wie auch in der Studie von Dr. Klingmann beschrieben. Erst wenn so eine medikamentöse Therapie nicht hilft, solltest du über eine OP nachdenken. Leider gibt es da aber keine Garantie, dass es dann besser ist. Die Wahrscheinlichkeit ist zwar groß, aber nicht 100%, wovon ich leider aus Erfahrung spreche.
Prinzipiell besteht aber denke ich schon die Möglichkeit, wenn man bei dir vor ein paar Monaten noch keine Entzündung gesehen hat, dass das (evtl. durch Medikamentenunterstützung) von selbst abheilt, wenn du länger nicht tauchen gehst. Gerade das kalte Wasser unserer Seen reizt ja auch die Schleimhäute und führt zu Schwellungen, die wiederrum den Druckausgleich einschränken und Barotraumata verursachen. Vielleicht pausierst du mal über den Winter und machst danach mal einen Probetauchgang in einem Indoor-Tauchzentrum?
Antwort von prhhf Registriertes Mitglied am 05.11.2011 - 17:03
geh zu einem Taucharzt wer weis ob seine Diagnose stimmt

Antwort von hay Registriertes Mitglied am 07.11.2011 - 22:08
Hallo,
danke für die Antworten.Habe nun ein Röntgenbild machen lassen.Laut den Radiologen sind die Nebenhöhlen frei.Werde mir jetzt nochmal einen Termin beim HNO holen,damit der sich das Bild anschauen kann.Dann sehe ich ja,was er dazu sagt.
Andernfalls würde ich mir defintiv noch einen Termin bei einem richtigen Taucherarzt nehmen.
Gruß Hay
Antwort von tiefunten Registriertes Mitglied am 07.11.2011 - 22:52
Wenn das wirklich nur ein Röntgenbild und kein CT war, würde es mich schwer wundern, wenn man da eine (bei Tauchern oft nur gering ausgeprägte, trotzdem aber schon massive Probleme verursachende) chronische Sinusitis mit diagnostizieren kann. Die werden dir da nur sagen können, ob du eine massive Entzündung hast oder nicht. Hast du das CT was gemacht wurde als deine Probleme anfingen mitbekommen? Falls ja, würde ich das auf jeden Fall mal einem tauchmedizinisch erfahrenem HNO-Arzt zur Begutachtung geben. Bei mir verursachte schon eine leichte Sinusitis, die am CT fast nicht zu erkennen war, massive Probleme. Gut möglich, dass deine Probleme eine Ursache in einem Bereich der Nase haben, auf die der erste Doc gar nicht geschaut hat.
Antwort von hay Registriertes Mitglied am 08.11.2011 - 13:19
War heute beim HNO mit dem Röntgenbild.Er hat darauf sofort ne Erkrankung der Siebbeinzellen feststellen können.Also wieder selbe Frage:Mit dem Tauchen aufhören oder eben die Schmerzen ertragen?
Habe für morgen nun einen Termin im Druckkammerzentrum Wiesbaden gemacht.
Ich glaube zwar dem HNO,dass es an den Siebbeinzellen liegt,aber das es nur die 2 obengenannten Möglichkeiten gibt,...
Zumal ich gelesen habe, dass eine Entzündung der Siebbeinzellen bei Nebenhöhlenproblemen gar nicht so selten sind.Das hieße doch im Umkehrschluss,dass diese Entzündung auch wieder abheilen kann.
Ich werd ja morgen hören,was die vom Druckkammerzentrum sagen.Nehme auf jeden Fall mal mein Röntgen-und das CT-Bild mit.
Hat eigentlich einer von euch schon mal eine OP an den Nebenhöhlen gehabt?
Gruß Hay


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