Silbertaucherausbildung Abgesandt von Smendrik am 02.01.2007 - 20:11:
Hi Leute, habe 1986 bei der "GST" meinen Tauchschein gemacht, und hatte 36 TG´s- ´nach meiner Heirat war es aus mit dem Gerätetauchen...
Bin dem Tauchen aber immer treu geblieben, regelmäßig - als "Schnorchler" und sporadisch mit dem Gerät... 2002 hab ich dann als Wiedereinsteiger bei SSI den OWD gemacht und bin danach in einen Verein eingetreten. Im Verein sind alle nach VDST- Richtlinien ausgebildet bzw. aus der GST übernommen wurden... Habe jetzt 67 gelogte TG´s und wollte "Crossover" meine Ausbildung zum "Silbertaucher" machen nach diversen Grundprüfungen in der Halle ( Zeitschwimmen, Streckentauchen etc.) und dem theoretischen Teil hat sich der Termin für die praktische Prüfung leider zweimal verschoben...
Da ich in Schichten arbeite, und die schon ein Jahr vorher geplant werden, konnte ich leider nicht teilnehmen... Bin 40 Jahre, aber ich denke mal geistig- noch "relativ" fit - trotzdem hatte ich im theoretischen Teil Probleme, dem TL zu folgen. Ist es zwingend notwendig in die kleinsten Zusammenhänge von Anatomie, Chemie und Physik abzutauchen ??? Versteht mich bitte nicht falsch - ich bin kein "Besserwisser" oder "Neunmalkluger" Ich habe die wichtigsten Kurse wie "HLW", "Gruppenführung","Orientierung" mitgemacht- jeder Kurs war eine Bereicherung...
Da ich auch mit OWDS tauche, haben mich unsere Übungsleiter jetzt "ermahnt" - 4-Sterne Regel...
Ich tauche zum großen Teil mit Leuten die mehr als 300 TG´s haben, auf Anfragen nach meinem "Tauchverhalten" habe ich nur positive Antworten erhalten...
Ist die 4-Sterne -Regel nun "zwingend vorgeschrieben" -oder nur "Versicherungsrelevant" ??? Hab jetzt ein Angebot von einem "SSI-TL" für "AOWD"- 200 Euro an einem Wochenende meiner Wahl...
PS. die Ausbildung nach VDST ist bestimmt "Spitze" - aber ist sie für einen Sporttaucher der nur "Nullzeit-Tauchgänge" macht und keine "Tieftauchrekorde" aufstellen will wirklich nötig um mit anderen Leuten zu tauchen ???
Antwort von Black Diver am 02.01.2007 - 20:34 @ Smendrik für die Theorie brauchst du kein Doktortitel,wenn du im Untericht etwas aufgepasst hast ist es normal kein Problem die Prüfung zu bestehen.Die 4-Sterne Regelung ist schon lange nicht mehr in! es war auch nur eine Empfehlung.Und wenn dir für den 2-Stern nur noch der praktische Teil fehlt würde ich dabei bleiben,bevor du wieder was neues anfängst
Antwort von Euregiotaucher am 02.01.2007 - 20:35 wie kann die 4 Sterne Regel Pflicht sein. Was würden dann z.B. nicht Sterne Taucher - OWD - AOWD oder wie immer das alles heisst machen
ich finde, das die Theorie von allen CMAS-Stufen (*/**/***) die schwerste ist.
Das liegt aber daran, das du als CMAS* Taucher nur mittauchen musst, aber als CMAS** Taucher eine Gruppe führen darfst. Aber damit auch die Verantwortung für die Gruppe hast. D.h. du musst die Physik verstanden haben und musst Deko-Unfälle erkennen können.
Ich nutze für meinen Unterricht das Buch „Praxis des Tauchens“ von Kromp/Roggenbach/Bredebusch. Das ist sehr verständlich und es steht alles drin, was wichtig ist.
Und die 4* Regel ist immer noch in der CMAS aktuell
TL3
Antwort von tl3 am 02.01.2007 - 21:17 @Euregiotaucher
wie du vielleicht aus anderen Foren schon mitbekommen hast, es gibt nicht nur die CMAS, es soll auch noch 3-6 andere Verbände geben.
Und dafür gibt es eine „Äquivalentsliste“, um die verschiedenen Ausbildungen vergleichen zu können.
TL3
Antwort von Lekies am 02.01.2007 - 22:46 Tauchen ist eben ein Sport bei dem es nicht NUR auf körperliche Fähigkeiten ankommt, solange du nur "mittauchst" mag das reichen, aber wenn du Verantwortung für eine Tauchgruppe übernimmst (und genau darum gehts bei Silber) dann musst du etwas mehr Wissen....
Stell dir vor du setzt dich bei einem Anderen ins Segelflugzeug und fliegst mit und der sagt dir dann, ich hab noch nie vorne gesessen, aber so schwer kann das ja nicht sein, ichhab den Anderen ja genau zugesehen....
Volker
VDST TL2
Antwort von Massi am 02.01.2007 - 23:38 Wir sollten aber weiterhin erwähnen dass besagte Regel keine regel ist, sondern eine Empfehlung... und du somit tun und alles kannst wie du es magst ;)
auch fuer die Versicherung gilt dies wohl nicht als grob Fahrlässig ...
Antwort von Black Diver am 02.01.2007 - 23:56 Für manch eine Pflicht mit Vereinsmeierei für andere wieder eine Regel und andere sind schon weiter
Antwort von divex am 03.01.2007 - 02:38 Der Silbertaucher führt keine Gruppe, zumindest nicht wenn Du die aktuellen Empfehlungen nimmst.
Er kann Selbsttsändig mit jemanden mit gleichen Ausbildungsstand zusammen tauchen.
Tauchgruppenleiter ist erst der Goldtaucher.
Das das nicht Praxisgerecht ist, ist auch klar.
Das hat auch nichts mit Vereinsmeierei zu tun, sind ja schließlich nur Empfehlungen, an die man sich hält, oder aber auch nicht.
Am Ende sollte es doch jeder Selber wissen was er sich zutraut, und mit wem man zusammen Tauchen geht.
Problematisch wird es erst vor einem Richter, wenn was passiert ist, der hält sich nämlich an solche allgemeinen Regeln, vor allem, wenn es eine EU Norm ist.
Antwort von _Matthias_ am 03.01.2007 - 08:14 Die 4-Sterne Regel gibt es gar nicht mehr. Durch die neue Euronorm wurden die einzelnen Ausbildungsstufen verbandsübergreifend geregelt.
Die EN kennt 3 Ausbildungslevel für Sporttaucher:
EN 15143-1 "supervised diver"
Beaufsichtigter Taucher. Bei der CMAS wäre dies ein BasicDiver, also weniger als ein Bronze Taucher.
EN 15143-2 "autonomous diver"
Selbstständiger Taucher. Dieser Taucher kann zusammen mit einem gleich ausgebildeten Taucher tauchen unter Bedingungen die NICHT SCHLECHTER ALS WÄHREND DER AUSBILDUNG sind. Unter anderem sind folgende Ausbildungen nach dieser EN zertifiziert:
PADI Open Water
SSI Open Water
CMAS* (Bronze)
uvm
EN 14153-3 "dive leader"
Tauchgruppenleiter. Entspricht einem Golddtaucher, Divermaster, ...
Der Silbertaucher entspricht keiner dieser Stufen hängt also irgendwo zwischen Stufe 2 und Stufe 3.
Für dich als OWD heißt dies aber auch dass du mit einem anderen OWD jederzeit allein zusammen tauchen gehen kannst. Da du mit deiner Ausbildung ein "selbstständiger Taucher" bist.
Allerdings unter Bedingungen die nicht schlechter als während deiner Ausbildung sind.
Hast du also deine Ausbildung im warmen roten Meer gemacht sind die Bedingungen in Deutschland schlechter. Das bedeutet du solltest auf jeden Fall mit einem höher qualifizierten Buddy abtauchen.
War die maximale Tiefe deiner Ausbildung 10 Meter ist für einen Tauchgang auf 30m eine höher qualifizierter Buddy angemessen. Ebenso für Tauchgänge unter erschwerten Bedingungen wie Strömung, tief, Nacht, ...
Die Euronorm übertragt dir als Taucher mehr Verantwortung. Du solltest deine Erfahrung und dein Können realistisch einschätzen und danch dein Tauchverhalten bestimmen. Aber der "normale" Tauchgang in bekanntem Gewässer mit einem anderen OWD ist kein Problem.
Wenn jemand aus deinem Verein dir etwas anderes sagt will er sich entweder wichtig machen oder weiß es nicht besser. Die Euronorm gilt Europaweit, also auch für den VDST und auch für deine Versicherung.
Antwort von shuttle am 03.01.2007 - 08:34 "Ist es zwingend notwendig in die kleinsten Zusammenhänge von Anatomie, Chemie und Physik abzutauchen ??? ... "
Ja, es ist notwendig und wichtig und auch keine hochwissenschaftliche Angelegenheit und die Prüfungen keine Doktorarbeiten. Wenn du Probleme hattest, dem TL zu folgen: nun, Informationen sind nicht nur Bringschuld. Es gibt ausgezeichnete Literatur, mit der man sich das notwendige Wissen aneignen kann. Wenn die Grundzusammenhänge mal klar sind, fällt es auch immer leichter, sich weitergehend damit zu beschäftigen und es macht dann auch Spaß. Einfach mal den "inneren" Schweinehund überwinden und statt Fernseh schauen mal Kromp, Roggenbach & Co, den Ehm sowie andere Puplikationen und Fachaufsätze lesen. Besorg dir auch die Prüfungsfragen, die sind im Netz frei zugänglich oder für 12€ z.B. bei Amazon erhältlich. Und dann sich nochmals einen TL "schnappen", der didaktisch versiert ist.
Nicht aufgeben!
Grüßle
SH
Antwort von flasche am 03.01.2007 - 09:40 "Da ich in Schichten arbeite, und die schon ein Jahr vorher geplant werden, konnte ich leider nicht teilnehmen..."
Das scheint mir ein grundsätzliches Problem beim VDST zu sein. Sie fordern Dinge, die man z.B. organisatorisch oft nur leisten kann, wenn man Student oder mindestens zeitlich nicht so eingespannter Angestellter in Vereinsnähe ist. Wohnt man nicht in Vereinsnähe, oder arbeitet man zeitlich anders, darf man zwar Beiträge bezahlen, kann aber die Angebote nicht nutzen. Gewerbliche Anbieter (PADI, SSI, Barakuda) sind da beweglicher und machen nicht nur 1x jährlich Ausbildung. Die Anforderungen mögen dort geringer sein, aber wer mehr will, kann das ja trotzdem sich selbst oder in Folgekursen weiter aneignen.
"Bin 40 Jahre, aber ich denke mal geistig- noch "relativ" fit - trotzdem hatte ich im theoretischen Teil Probleme, dem TL zu folgen."
Mag am Tauchleerer liegen, oder an deinen speziellen Voraussetzungen. Hat nichts mit allgemeiner geistiger Fitness zu tun, mancher ist geistig fit (im Sinne von pfiffig), schafft aber nicht das Abitur (Lese/Rechtschreibschwäche als Extremfall, oder einfach völliges Physik-Unverständnis).
"Ist es zwingend notwendig in die kleinsten Zusammenhänge von Anatomie, Chemie und Physik abzutauchen ???"
Ganz sicher nicht. Gerüchten zufolge tauchen Delphine ohne jegliche Physik-, Chemie- und Biologiekenntnisse. Auch diverse Taucher können mit minimalen Physikkenntnissen tauchen. Das geht sogar ganz ohne Physikkenntnisse, behaupte ich, wenn man einfach die Tauchregeln strikt befolgt, was z.B. Auftauchgeschwindigkeit anbelangt. Es ist nicht zwingend nötig, physikalisch formelmäßig zu verstehen, warum man mit 100km/h bei Nässe aus der Kurve fliegt; es reicht völlig, zu wissen, daß man bei Nässe die Kurve nur mit ca. 30km/h befahren sollte. Wenn man`s trotzdem weiß, ist es natürlich hilfreich, falls mal besondere Situationen vorkommen, z.B. auch Notfälle, oder falls man`s mal erklären muß, oder einfach aus Spaß.
"4-Sterne Regel..."
Unpraktikabel (schon wegen der Frage, daß es auch Taucher ganz ohne Sterne gibt). Hoffe nicht, daß es versicherungsrelevant ist; wahrscheinlich wird es die vom VDST angebotene Versicherung aber erstmal so versuchen?
"Ist die 4-Sterne -Regel nun "zwingend vorgeschrieben" -oder nur "Versicherungsrelevant"?"
Was definierst du denn als "zwingend"? Versicherungsrelevant ist ja schon in gewisser Weise zwingend. Echt allgemein zwingend kann die Regel nicht sein, siehe oben, es gibt auch OWD`s, die mit anderen OWD`s und auch mit CMAS* tauchen dürfen. Wie das dann die Versicherung sieht, weiß ich nicht. Was irgendein Vereinschef dann praktisch im Vereinsteich vorschreibt, ist dessen Sache; vermutlich ist dann wieder ****-Regel zwingend. In öffentlichen Seen wiederum nicht, solange kein Unfall passiert; dann siehe Versicherung. Es gibt ja aber auch Versicherungen außerhalb des VDST, da wiederum müßte man die Bedingungen einsehen; nicht daß die etwa CMAS-Taucher schlechter behandeln als gleichwertig ausgebildete PADI-Taucher, wo es ja keine Sterneregel gibt. Immerhin könnte die Versicherung argumentieren, daß sich CMAS-Taucher an CMAS-Regeln zu halten haben, PADI-Taucher hingegen an PADI-Regeln; bei Aquamed würde ich so eine Lesart als Laie für möglich halten...
"Hab jetzt ein Angebot von einem "SSI-TL" für "AOWD"- 200 Euro an einem Wochenende meiner Wahl..."
Wenn du sowieso die Vereinsangebote arbeitsbedingt kaum nutzen kannst...
Vielleicht ist das dann sogar der billigere (Anfahrtskosten zum Verein, jährliche Beiträge, und ganz umsonst ist die Ausbildung ja auch nicht) und einfachere Weg, falls du auch außerhalb des Vereins Mittaucher findest.
Antwort von flasche am 03.01.2007 - 09:55 (Kann man eigentlich die VDST-Versicherung aus dem Jahresbeitrag herausnehmen lassen, und dafür eine andere Versicherung extra abschließen? Dann wäre das Problem ja nur noch der Vereinsobere am Vereinsteich. Vermutlich geht`s aber nicht; mitgefangen mitgehangen.)
Antwort von flasche am 03.01.2007 - 10:04 Und noch `ne Zusatzfrage, da du ja schon OWD bist, aber kein Sternchen hast, und dennoch VDST-Beiträge zahlst:
Wie ordnet dich denn da die VDST-Versicherung ein? als *-Taucher, obwohl du keinen Stern hast? Oder als Nullsterntaucher? Oder gelten deshalb erstmal die Sterneregeln für dich nicht?
Was wäre, wenn du VDST-Mitglied bleibst, aber AOWD machen würdest? Wärst du dann VDST-versicherungstechnisch **, oder was sonst?
Alles sehr seltsam.
Da lobe ich mir die GST...
Frag doch mal direkt bei deiner Versicherung nach; die dürfte doch wohl erreichbar sein?
Antwort von flasche am 03.01.2007 - 10:48 Habe mal ein wenig die VDST-Versicherung überflogen: Ich finde da nicht mal eine 4-Sterne-Regel. Da auch Nicht-CMAS-Ausgebildete VDST-Einzelmitglied sein können, kann es die in den Versicherungsbedingungen eigentlich ja auch gar nicht geben. Vielleicht nur irgendwo im ganz klein Gedruckten.
Bliebe also bloß der Vereinsmeier am Vereinsteich, der stänkert, falls ich da nichts übersehen habe.
Aber natürlich spricht trotzdem nichts gegen den zweiten Stern, wenn man die Zeit dafür hat. Daß man aber für das Tauchen mit OWD oder * dann noch einen dritten Stern brauchen soll..
Zweiter Stern ist ja bestimmt bei Besuch einiger Tauchbasen nicht verkehrt (Trilaminator kann Auskunft geben), alternativ eben AOWD.
Antwort von und 26 Gäste am 03.01.2007 - 11:23 Flasche: auch wenn es deinen Horizont übersteigen mag - auch ein drittes Sternchen ist bestimmt beim Besuch einiger Tauchbasen nicht verkehrt - insbesondere nicht beim Besuch in unserem westlichen Bruderland
(wenns ans Eingemachte geht heißt es dort nämlich: flasche muß draußen bleiben...)
Antwort von flasche am 03.01.2007 - 11:42 @26G
Manchmal frage ich mich bei deinen Kurzkommentaren schon, wie du mehr als 1 Stern je geschafft hast. Aber um auf deinem sachlichen Niveau zu bleiben:
Ich war auch schon mal in Sachsen-Anhalt tauchen.
(Jaja, ein paar Leute machen auch in Frankreich Urlaub. Aber mit ATEC-Brevet auch kein Problem...)
Übrigens, Versicherungsfrage: Als Solotaucher hast du da ganz sicher einen Tip? VDST fällt ja aus, Aquamed hat wohl auch Fallstricke eingebaut, DAN vielleicht nur mit: Hier klicken ???
Oh Mann...
Das Thema geht, 26G kommt. Prost.
Antwort von tauchgeist am 03.01.2007 - 12:02 @ flasche,
die 4 Sterne-Empfehlung ist, wie gesagt, eine Empfehlung des Verbandes für seine Mitlieder und hat nichts mit der Versicherung zu tun. Ebensowenig wird die Qualifikation eines Mitgliedes von der Versicherung als relevant betrachtet, es sei denn, man ist ein gewerblicher TL des Verbandes .
Nochmals zur Empfehlung und deren Bedeutung in versicherungstechnischer Hinsicht, es gibt beim VDST auch die Empfehlung " 40 m sind genug " , aber Gerling als Versicherer hat noch nie eine Zahlung verweigert, wenn man in größeren Tiefen einen Unfall hatte .
Bei Detailfragen stehe ich Dur gerne per Mail zur Verfügung !
tg
Antwort von und 26 Gäste am 03.01.2007 - 12:05 "Manchmal frage ich mich bei deinen Kurzkommentaren schon, wie du mehr als 1 Stern je geschafft hast."
das frage ich mich manchmal auch; aber genaugenommen war mein wissenschaftliches Hochschulstudium anspruchsvoller...
"Übrigens, Versicherungsfrage: Als Solotaucher hast du da ganz sicher einen Tip?" aber freilich: PKV...
Antwort von flasche am 03.01.2007 - 12:20 @tg
Danke, Thema "Versicherungen" wird ja nun woanders aufgegriffen... Jedenfalls fand ich beim Überfliegen bei der VDST-Versicherung irgendwo was vom Ausschluß bei Solotauchen. Sterneregeln hingegen nicht.
@26
Was sagt schon ein lang zurückliegender Abschluß, wenn man nicht ständig trainiert?
Antwort von und 26 Gäste am 03.01.2007 - 12:23 Deeperdiver: mach dir mal keine Sorgen - ich bin in beiden Bereichen gut trainiert...
Antwort von Telemar-king am 03.01.2007 - 20:35 Oh Mann, über was diskutiert Ihr schon wieder? Da mische ich mich doch glatt und gern mal ein.
1) Die Tauchausbildung in der DDR wurde als vormilitärische Ausbildung (das brauchten wir, um Euch Klassenfeinde abzuwehren) bei der GST (Gesellschaft für Sport und Technik) absolviert und bestand aus einer A-Prüfung (reines Tauchen mit ABC-Gerät) und einer B-Prüfung (DTG-Tauchen). Der theoretische Teil für beide Prüfungen zusammen ging in Summe über das hinaus, was man heutzutage als CMAS**-Taucher lernen und in der Theorie-Prüfung nachweisen muss. Ein ganz wichtiger Bestandteil vor dem Ablegen der B-Prüfung war eine Rettungsschwimmerausbildung (plus -prüfungen), womit man am Ende mehr konnnte als in HLW-, Tauchsicherheit und Rettung- sowie Rescue-Diver-Kursen erlernt wird.
2) Ob man alles braucht, was man an biologischen, physikalischen und medizinischen Themen in einer Theorieausbildung gelehrt bekommt, sei dahingestellt. Ich habe früher in der Schule Dinge lernen müssen, nach denen mich heute niemand mehr fragen wird und die ich ohne nachzulesen auch nicht mehr zu Papier bringen könnte. Man muss manchmal durch Herausforderungen durch, weil man halt durch muss. ("Da musste durch wie`n Lurch, wenn`de Frosch werden willst." sprach Konfuzius).
3) Über Sinn und Unsinn von Versicherungen zu diskutieren ist müßig. Solange nix passiert, sind alle zufrieden, wenn jedoch einer verunfallt, stochern Staatsanwaltschaft und Versicherer im aufgewirbelten Sediment, um einen Schuldigen zu finden und (im Fall der Versicherer), sowenig wie möglich zahlen zu müssen. In den Versicherungsbedingungen aller Versicherer steht, das Unfälle im Zusammenhang mit Tauchen nur dann versichert sind, wenn (ich zitiere sinngemäß, wörtlich könnt Ihr Euch das selber nachlesen) man "eine entsprechende Ausbildung hat", wenn man "unter Beachtung aller Richtlinien und Empfehlungen der Verbände handelt", wenn man "eine den Bedingungen entsprechende Ausrüstung hat und mit dieser umgehen kann", usw. usw.
Also wer als OWD tiefer als 18 Meter taucht = Verlust oder Einschränkung des Versucherungsschutzes, wenn man ohne Nitrox-Brevet Nitrox taucht = Verlust oder Einschränkung des Versicherungsschutzes, wenn man die Tauchgruppenzusammensetzung nicht beachtet (allgemein als 4-Sterne-Regel bekannt)= Verlust oder Einschränkung des Versicherungsschutzes, wenn man ohne Eistauch-Brevet Eistauchen geht = Verlust oder Einschränkung des Versicherungsschutzes, wenn man mit Scooter taucht = Verlust des Versicherungsschutzes (z.B bei DAN). usw. usw.
So, nun macht damit was Ihr wollt. Ich bin jetzt vom vielen Schreiben müde und muss mich wieder auf die Coach legen.
Antwort von flasche am 04.01.2007 - 12:05 Kleine Korrektur zur GST:
Die war zwar zur "vormilitärischen" Ausbildung offiziell gedacht, praktiziert wurde aber, jedenfalls in den speziellen Ausbildungsrichtungen, meist reiner Freizeitsport. Man konnte da neben Tauchen lernen (das war sehr selten) auch die Fahrerlaubnis machen (das gabs sehr oft), Amateurfunker werden usw., und alles für `n Appel und `n Ei. Natürlich durfte man auch in der GST schießen lernen, wenn man wollte; irgendwann wurden dann später auch *allgemeine* Pflichtausbildungen (2 Wochen?) während der Berufsausbildung eingeführt. (Das konnte man so machen, weil jeder DDR-Jugendliche einen Ausbildungsplatz bekam. Später dann auch eine Arbeit. Mit der Autobestellung haperte es aber etwas, wenn man so blöd war, das nicht rechtzeitig vorher zu organisieren; z.B. über die Autobestellung der Oma ohne Führerschein... 10 Jahre Wartezeit durch 2 Familienangehörige ergibt als Möglichkeit aller 5 Jahre ein neues Auto. Soweit zur üblichen heutigen Geschichtsfälschung. Es gab schon seltsame Dinge, aber die dann noch zusätzlich aufzubauschen...)
Die Gleichheitszeichen bei den Versicherungen würde ich nicht akzeptieren, denn so interpretiert würde für die meisten Unfälle keine Versicherung aufkommen. Ganz generell ist ja bei einem Unfall irgendwas schiefgelaufen, wofür irgendwer meist auch "verantwortlich" ist; seltene Kreislaufprobleme oder zerplatzende Regler mal vernachlässigt (dann ist evt. der Arzt oder der Hersteller schuld, und die Versicherung wäre auch wieder raus). Den Versicherungsvergleich fände ich interessant, wenn er fundiert erfolgen würde, und nicht so oberflächlich, wie sonst üblich. Wenn also ersichtlich würde, wo praktisch die Versicherungen Probleme machen, statt zu helfen.
Antwort von Telemar-king am 04.01.2007 - 17:24 flasche, bist Du einer von uns oder hast Du Dein Wissen über die DDR, deren Jugendorganisationen und über die Autobestellung, aus dem Fernsehen? Wenn Du ein Wessi oder Wendegeborener bist, dann berichtige mich gefälligst nicht über meine Ausführungen zur GST und deren (Un-)Sinn.
Zu testen, was meine Versicherung zahlt oder nicht, darauf kann ich verzichten. Bis jetzt bin ich 14 Taucher-Jahre ohne Unfall ausgekommen. Alles andere mag jeder für sich entscheiden, und liest mal aufmerksam die Versicherungsbedingungen (das "Kleingedruckte").
P.S.: Kennt hier jemand einen, der einen kennt, der schon mal verunfallt und auf Versicherungsleistung angewiesen war? Das wäre dann mal ein ordentlicher Livebericht. Alles andere ist nur Gestocher im trüben Wasser.
Antwort von shuttle am 04.01.2007 - 18:19 "bist Du einer von uns " .... ich schmeiß mich weg
Her King, du bist jetzt Bayer! Gewöhn dich dran
Antwort von flasche am 04.01.2007 - 18:34 Grüß Gott, Telemarking!
Schlecht mitgelesen im Forum... Ich weiß schon, wovon ich spreche. Kann ja unterschiedliche Erfahrungen geben, ist ja auch schon lange her (Gehirnwäsche in Bayern bekommen?), aber ich habe u.a. meinen Führerschein bei der GST gemacht, und auch ein eher pfadfinderartiges (das wiederum stelle ich mir nur so vor) Sommerlager mitgemacht. Vorm Trabbi blieb ich aber glücklicherweise verschont, die Gnade der späten Geburt...
Bzgl. Versicherung schwafelst du nur, und Berichte aus dritter Hand wären mir weniger wert, als gezieltes Gestochere im Kleingedruckten.
Seid bereit.
Antwort von flasche am 04.01.2007 - 18:49 Ach, falls du nur das "Freizeitsport" bzgl. GST-Tauchausbildung meinst, Telemarking: Ok, das war vielleicht mißverständlich formuliert. Nachher verwechselt jemand das dann noch mit PADI.
Sport frei und Freundschaft.
Antwort von und 26 Gäste am 05.01.2007 - 00:13 Mal nebenbei gefragt: hieß das bei euch Zonis wirklich "Führerschein"?
(ich finde Moers und Konsorten schon etwas zum Kotzen...)
Antwort von Vercingétorix am 05.01.2007 - 11:23 @flasche
Die Zwangsversicherung beim Gerlingkonzern kannst du nicht umgehen, es sei den du bist als Passivmitglied gemeldet. Die Versicherung ist nachrangig. D.h. erst deine KV etc. pp und der Rest bleibt bei Gerling hängen.
Antwort von flasche am 05.01.2007 - 15:35 @26G
Es hieß "Fahrerlaubnis" oder auch "Pappe". Richtig erkannt, das lockere Verhältnis zum "Führer" gab`s erst seit 1990 in den neuen Ostgebieten.
Bzgl. Versicherung:
Vielleicht greift ja eine Kombinationstherapie (evt. PKV, VDST/Gerling, Aquamed) sogar besser. VDST+Aquamed sind zusammen auch nicht teurer als DAN. Im Zweifel zahlt vielleicht irgendwer der 2..3 Versicherungen. Aber niemand weiß es ganz genau.
Ohne spezielle Versicherung trau ich mich aber solo nur bis 60m.
Antwort von flasche am 05.01.2007 - 15:47 Also.. mit Luft und Monoflasche natürlich. Manchmal sehe ich dann unten auch Sterne.
Mit 4l-Pormann-Mix und mit ohne Versicherung geht`s solo natürlich auch noch bis 80m, tiefer nicht.
Europas führende Tauchorganisationen wie ACUC, BARAKUDA, NASDS, SNSI, IDD, Idea Europe, PADI, SSI und DAN-Europe haben sich als Mitglieder des RSTC Europe verpflichtet die Erhaltung der Gewässer durch die entsprechende Ausbildung der jetzigen und künftigen Tauchergenerationen zu gewährleisten.
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