Sinnvolle Übungen für "jeden" Taucher? Abgesandt von Sinnvolle Übungen? am 10.08.2007 - 09:21:
Hallo zusammen, angeregt durch den "Solo-Diver-Thread" und hier u.a. die Anmerkungen zum "schiessen" einer Boje, wollte ich mal folgende Frage in den Raum stellen:
Welche Übungen seht ihr - erfahrenen - Taucher als hilfreich und sinnvoll an, die man können und ab und an mal üben sollte?
Es geht mir hier - NICHT - um eine Verbandsdiskussion, sprich, bei XYZ lernst Du das aber, während Du bei ABC davon nie etwas auch nur zu hören bekommst. Natürlich sind Hinweise, dass bestimmte Übungen bei einem bestimmten Verband Bestandteil sind, absolut ok
Als Beispiele seien hier genannt:
1. Schiessen einer Boje
2. Absperren einer Brücke (Auch als stinknormaler Sporttaucher mal interessant)
3. Aufstieg unter Wechselatmung (Ich weiss welcher Verband dies macht...)
Ich würde mich sehr freuen, wenn ich hier noch weitere Anregungen bekommen könnte.
Vielen Dank!
Antwort von Kölle Alaaf am 10.08.2007 - 09:49 Hai,
Du hast nicht gesagt "wie weit" Du mit Deiner Taucherfahrung bist - wichtig ist meines Erachtens, daß Du die Grundübungen/-fertigkeiten bzw. Skills regelmäßig kannst, die Du in Deinen bisherigen Kursen gelernt hast.
Bestimmte Skills, die Du nicht regelmäßig "automatisch" bei Deinen TG übst, "rosten" ein. Brauchst Du diese dann und es kommt ggf. noch Stress o.ä. hinzu klappt es nicht oder nicht so wie es sollte. Aber auch Dinge, die Du regelmäßig "automatisch" bei deinen TG machst, solltest Du "bewußt" üben bzw. von einem - erfahrenen - Buddie bzw. Tauchlehrer regelmäßig "überprüfen" lassen - auch wenn Du ja bereits tauchen kannst und das in entsprechenden Prüfungen bewiesen hast - es gibt sicherlich immer noch Kleinigkeiten, die man verbessern kann bzw. zu denen es sinnvolle Alternativen bei der Durchführung gibt. Ein verknöchertes "Das habe ich aber immer so gemacht" entwickelt einen nicht wirklich weiter und macht einen auf Dauer zu einem "Tauchfossil". Mit weiteren Kursen oder Erfahrungen kommen dann natürlich auch neue Übungen hinzu. Zuerst solltest Du Dich weitest gehend "nur" um die Übungen kümmern, die Dir helfen, dass Du selber unter Wasser ohne Probleme klar kommst (Tarierübungen, Maske ausblasen, usw.), weder Dich noch andere in Gefahr bringst und in den Tauchgängen ohne Stress mit kommst. Später dann z.B. Navigationsübungen und nach dem Rescuediver auch die entsprechenden Rettungsübungen (Erste Hilfe, Bergen usw.!). Und dabei ist es meines Erachtens absolut "egal" bei welchem Verband Du Deine Taucherkarriere machst. Halte Dich bei den Übungen an den in der jeweiligen Ausbildungsphase vorgegebenen "Katalog" und Du bist auf dem richtigen Weg. Wenn Du von erfahrenen Tauchern Tipps bekommst, die Dir helfen und die inhaltlich "vertrauenswürdig" sind bzw. Dir erscheinen, kannst und solltest Du diese natürlich auch in Dein Übungsrepertoire einbauen - denn man lernt nicht nur, wenn man dafür in einem Kurs ein paar Dollar gezahlt hat.
Antwort von DerAusgebildete am 10.08.2007 - 09:52 1) Schießen einer Boje? Da bekommt die doch Löcher? Eher "setzen einer Boje"?! Eine Deko- oder Notfall-Boje ist keine Pflichtausstattung. Außer in den Ländern, wo man es vorgeschrieben bekommt. Deshalb üben wir das bei uns im Verein selbstständig, z.B. vor Safarireisen.
2) Welcher "stinknormale" Sporttaucher taucht Doppelpaket? Deshalb sind Brücken ebenfalls keine Pflichtausstattung. Falls einer meiner Buddys ein Doppelpaket taucht, dann lasse ich mir die Konfiguration und die Bedienung VOR dem Tauchgang erklären. Dafür braucht es keine "sinvolle Übung", da man das bereits in der Tauchausbildung lernt (nennt sich "Buddycheck").
3) Aufstieg unter Wechselatmung? Ich glaube, auch das war Bestandteil meiner Ausbildungen... (im DSTA-Grundtauchschein, DTSA*, DTSA**).
Du siehst also: gibt es alles schon. Man muss es nur tun und nicht immer auf "Ausbildung" warten!
Jedoch ACHTUNG zu Punkt 3) Wechselatmung nicht mit Apeks machen. Die empfehlen, das sein zu lassen:
"6. Praktizieren Sie keine Wechselatmung mit Ihrem/Ihrer Tauchpartner/in. Behalten Sie IHREN Atemregler in IHREM Mund. BIETEN Sie in einem Notfall den Zweit-Lungenautomaten AN."
(aus der Apeks-Bedienanleitung, Hinweise zum Kaltwasser-Tauchen)
Antwort von Widukind am 10.08.2007 - 10:01 Wichtigste Übung: Tarieren!
Können komischerweise ziemlich viele nicht
Zweitwichtigste Übung: Maske ausblasen.
Sogar erfahrene Taucher können plötzlich in Panik geraten...
Als absolut wichtig und an erster Stelle sehe ich das Maske absetzen, aufsetzen, ausblassen, trainieren des Wasser-Nase-Reflex und tauchen ohne Maske.
Da haben nicht nur viele `Anfänger` große Probleme mit und im Ernstfall kann dann einiges schiefgehen.
An zweiter Stelle würde ich die Wechselatmung sehen und einfach mal seinen Hauptautomaten `wegschmeißen` und wiederhangeln.
Ich finde das kann auch schnell mal passieren unter Wasser. Der Buddy `schlägt` einem mit Hand oder Flosse Maske und Lungenautomat aus dem Gesicht.
Tarieren ist natürlich auch wichtig. Jo,jo Tauchgänge sind ja nicht so gesund. Dazu könnte man häufiger mal den SicherheitsStop auf 3-4m und dann für ein paar min machen. Einfach nur zum Üben auch in unseren Seen.
Absperren der Ventile bei Vereisung üben wir z.B. beim Schwimmbadtraining und dann im Trocki mit dickem Unterzieher, da erschrickt man schon wie unbeweglich man ist und wie `unerreichbar` die Ventile sind.
Antwort von boesewicht am 10.08.2007 - 10:27 Ok, zu den angefragten Punkten ...
1. Schiessen einer Boje
Setzen einer Boje ...
Wird nach Meinung vieler nur im Ausland bei Bootstauchgängen benutzt ... - wird aber auch sinnvoll in unseren heimischen Gewässern, nicht nur wenn dort Wasserwachtboote herumfahren können, sondern generell.
Immerhin markiert ein Taucher damit seine Position, damit können an Land wartende Begleiter ersehen, wo er sich aufhällt und des weiteren erkennen im Einsatz befindliche Wasserwachtboote (oder sonstige Einsatz/Rettungskräfte) eher die vor Ihnen stehende Boje als dann plötzlich den Kopf des auftauchenden Tauchers ... - dient also sehr der eigenen Gesundheit.
Somit sollte also das Setzen einer Boje schon gelernt werden und natürlich sollte man eine Boja dann auch mitführen ...
2. Absperren einer Brücke (Auch als stinknormaler Sporttaucher mal interessant)
Brücke/Ventile ...
Ob nun Brücke oder die Ventile einer Monoflasche - das Zudrehen sollte ein Taucher im Notfall (nicht immer ist der Buddy in der Nähe) schon selber durchführen können, dafür gibt es ja auch die unterschiedlichtsten Methoden (Schultergurt lockern, Flasche seitlich anheben usw.).
Jeder Taucher sollte für sich die beste Methode herausfinden, wie er in irgendeiner Weise an seine Ventile herankommt und diese auf- bzw. zudrehen kann.
Ersticken bzw. Ertrinken ist nicht unbedingt ein wünschenswerter Zustand.
3. Aufstieg unter Wechselatmung (Ich weiss welcher Verband dies macht...)
Sollte hier und da ruhig geübt werden. Ist eine sinnvolle Übung für den jeweiligen Taucher selber und auch den betr. Buddy.
Auch wenn das Atmen aus Atemreglern für einen Taucher ja normal ist und es daher egal sein sollte, ob dies nun mit dem eigenen Atemregler geschieht oder mit dem des jeweiligen Tauchpartners ... - hier kommt ja einfach die Bewegungseinschränkung durch den engeren Kontakt mit dem Buddy zum Vorschein.
Auch bei Verwendung einer längeren Schlauchführung ist es ja trotzdem in irgendeiner Form eine Bewegungseinschränkung.
Vordergründig ist dabei ja nun nicht unbedingt das Atmen unter Wechselatmung, sondern auch Tarierung, Orientierung usw. nicht zu verlieren.
Antwort von Elektronenschieber am 10.08.2007 - 10:59 4. Führen und vor-, nachbereiten eines Tauchgangs
Ich als -erfahrener- Taucher lasse gern meine "unerfahrenen Buddies" den Tauchgang planen und führen. Durch dieses regelmäßige Üben erleichtert sich (aus eigener Erfahrung) die weitere Tauchkarriere und das Tauchen wird sicherer.
Dabei sollte man aber auch selbst ab und zu mal auf den Kompass achten, sonst kommt man doch irgendwann auf der falschen Seite des Sees aus dem Wasser ;)
5. Bleiverlust simulieren
Desweiteren halte ich es für sehr sinnvoll ab und zu mal einen Bleiverlust (z.B. Bleistück aus dem Taschengurt oder Bleitasche aus dem Jacket) zu simulieren. Dabei solltet ihr extrem darauf achten, dass dies unter kontrollierten Bedingungen geschieht. Soll heißen: Am besten ein Bojenseil in der Nähe, dass man sich ggf. festhalten kann. Schließlich ist die Reaktion (schnell Luft aus dem Jacket und der Lunge lassen) gerade am Anfang nicht ganz einfach... Wenn man sowas mal im realen erlebt hat und dabei in die Augen des Buddies geschaut hat, der weiß was ich meine.
6. Aus abblasendem Automaten atmen
Etwas das mir zwar noch nie passiert ist, aber jedem passieren kann: Der Automat bläst ab. Dann hat man mal gehört, dass man durch den abblasenden Automaten noch wunderbar atmen kann. Nur haben es die wenigsten schon gemacht.
Also, wenn ihr nächstes mal am Ausstieg angekommen seid und noch 50 bar auf der Pulle habt, einfach mal die Luftdusche drücken und probieren so zu atmen. Das geht - es ist nur gewöhnungsbedürftig.
@ der Ausgebildete: Wieso empfiehlt Apeks keine Wechselatmung? Wäre mit neu.
Man sollte auf jeden Fall immer üben und trainieren. Wir gehen ab und zu ins Schwimmbad und aus Spielerei wird die Maske herunter gezogen bei einem Taucher oder Lungenautomat raus gezogen. Ansonsten werden noch die Skills geübt (Maske runter /rauf, Lungenautomat wiedererlangen, Tarieren, Schweben, Flasche zu und aufdrehen usw.). Das trainiert und hält fit.
Grüße Tommy
Antwort von Leviatan am 10.08.2007 - 11:36 Mein persönlicher Weg um sicher zu Tauchen.
1. Nicht Brevet auf Brevet setzen, sondern ausreichend Zeit nehmen das erlernte fortzuführen, vertiefen und aus dem FF beherrschen. Also, ausreichend Tauchgänge zwischen den Ausbildungsstufen absolvieren.
2. Kontinuierliche Fortbildung, stetiges Training (Flossenschwimmen, Streckentauchen) sind Garant für persönliche Fitness und sicheres beherrschen der Ausrüstung, sozusagen handwerkliche Fähigkeiten. Das Meer ist zu Urlaubstauchern nicht freundlicher als für geübte Dauertaucher.
3. Nicht ständig Herumkonfigurien und neuen Plunder kaufen. Im Ernstfall geht sonst schnell ein Griff ins Leere. Mein Autoair häng seit 20 Jahren an der gleichen Stelle und ein weiteres redundantes Atemsystem vor meinem Hals.
4. Auf besondere Tauchgänge (Tiefe, Wracks, Höhle) bereite ich mich mit einem erfahrenen Buddy meines Vertrauens vor.
5. Ich strebe eine hohe Solokompetenz an, und stelle trotzdem fest das Tauchen im Buddysystem der sichere Weg ist und mir auch mehr Spaß macht. Nur wenn ich mir selbst helfen kann, bin ich in der Lage für andere einzugreifen.
6. Geselligkeit und Alkohol können entspannende Begleiter einer Tauchfahrt sein. Zwischen den TG und vor den TG haben sie nichts zu suchen. Meine Ausrüstung wird konzentriert montiert störende und ablenkende Gespräche mag ich nicht.
7. Geiz am Material spart Geld, kosten wohlmöglich das Leben.
8, Maultaucher und Tiefenprahler gehe ich aus dem Weg.
9. Ich suche mir eine Ausbildungsorganisation bei der an die Ausbilder hohe Anforderungen gestellt werden, (Anzahl der TG, Verbandszugehörigkeiten, staatlichen Anerkennungen, geprüfte Sportbund ÜL, Ausbildungsdauer, Veraussetzungen für die Zulassung zum TL etc. 0815 Organisationen meide ich.
Mein persönlicher Weg seit 20 Jahre und gut 1200 Tauchgängen und ich hoffe das dies so bleibt.
Noch ein Paar Anmerkungen.
Wie merkt der Autodidakt beim Tauchen das er Fehler macht, wer korrigiert sein falsches Handeln?. Eventuell der, der Ihn bergen muss?
Eine persönliche Erfahrung von mir ist, dass es sehr wenige Frauen gibt die ihre Grenzen überschreiten um sich etwas beweisen zu wollen. Sie sind einfach ehrlicher und sagen deutlich wenn es ihnen reicht, oder sie mehr möchten!
Bei Männern habe ich schon oft den Panikblick erleben dürfen – selbstverständlich bei gleichzeitigen OK und der Forderung nach mehr Tiefe.
Müssen wir jeden Industriescheiß mitmachen, DIR, die schwarzen Drecksklamotten,die die Orientierung nach dem Buddy unnötig erscheren?
Selbstverständlich ist der Mensch unterschiedlich, der eine verträgt mehr Alkohol, der andere mehr Stickstoff – aber warum versuchen wir die Physik zu besiegen. Tauchgänge über 1,6% Sauerstoffpartialdruck sind Gefährlich.
Würde ich mit meinem heutigen Wissen mein Kind einem Tauchlehrer anvertrauen der es mit nur 100 – 130 Tg zum TL geschafft – Nein niemals.
Antwort von MadShark am 10.08.2007 - 12:06 Was ich regelmäßig gegen Ende des TG übe ist:
- Hovering, also komplett neutrale tarierung ohne Flossenbenutzung
- Maske ab und wieder anlegen
- Selbstständiges Abdrehen des Hauptatemregler am Flaschenventil (nur wenn 2 1. Stufen)
- Hin und wieder mal ne Boje schießen (klappt das nur in den seltensten Fällen)
Antwort von Tauchlady am 10.08.2007 - 12:46 Apeks:
Es stimmt, daß in der Betriebsanleitung steht, keine Wechselatmung, aber erschließen tut sich mir das nicht! Apeks, Poseidon... sind einige der wenigen Automaten, die selbst in Hemmoor bei 4 °C und Praktizierren der Wechselatmung nicht abblasen.
Antwort von Leviatan am 10.08.2007 - 12:57 Ja ja die Mähr von vereisungsicheren Superautomaten. Ruhig daran glauben ohne nicht "dran glauben" zu müssen. Da genügt schon ein kleiner Fremdfüller und das Fläschi ist naß und der tollste Superautomat wird zum Eisklumpen. Aber wollten wir hier nicht über lebensrettende Übungen srechen
Antwort von masay am 10.08.2007 - 13:03 Bei 60 % aller Tauchunfälle war der Partner nicht in der Lage zu helfen. Schaurig was das bedeutet. Schlimm, dass es offensichtlich an der nötigen Entschlossenheit und Handlungssicherheit in der Taucherschar fehlt. Katastrophal, wenn ich lesen muss, dass ein Außrüstungsproblem in geringer Tiefe schon wieder einen Toten gefordert hat.
Ich die Ausbildung nichts mehr wert? Hovering sieht ja schon toll aus, aber kann es Leben retten?
Antwort von boesewicht am 10.08.2007 - 14:13 Weil der Partner evtl. nicht in der Lage sein könnte zu helfen oder aus irgendwelchen Gründen gerade nicht greifbar/erreichbar ist, sollte man üben mit seiner Ausrüstung ALLEINE zurecht zu kommen ...
Das Buddy-System ist nett und sicherlich nicht verkehrt, aber nun mal keine Überlebensgarantie (was jedoch viele so beigebracht bekommen und leider auch glauben) ...
Hovering kann man sicherlich nicht direkt als lebenswichtig einstufen. Wenn man es kann hat man aber keine Probleme nen Dekostopp im Freiwasser abzuhovern ohne wesentlich neben der vorgegebenen Tiefe zu liegen.
Antwort von masay am 10.08.2007 - 14:49 Hallo Madshark, entschuldige bitte dass ich das Hovering etwas sarkastisch behandelt habe, als nicht Hoverinjaner steht mir dass nicht zu.
Aber ist Deco und Hovering nicht schon an sich ein Absurdum????
Egal als notwendig erachte ich diese Kamasutraübungen im Wasser nicht und Deco stufen werden nicht gehovert sonder nach Möglichkeit in der Wagerechten abgehongen oder abgeschwommen (gleicher Druck am gesamten Körper)
Der einzige Grund in den vielen Tauchunfällen besteht aus meiner bescheidenen Sich (40 Jahre Taucherfahrung) in der Tatsche, dass es zu viele minimal ausgebildete Taucher gibt. Die Tauchausbildung hat in den letzen Jahren verbandsunabhängig eine inflationäre Talfahrt erlebt wie nie zu vor. Tauchen ist easy funny und was weiß ich noch alles. Bei dem Ausrüstungszusammenbau werden Plauderstündchen gehalten anstatt sich konzentriert um den Zusammenbau zu kümmern. Körperliche Leistungsfähigkeit wird nicht mehr verlangt bzw. stellen die Verbände keine wirklichen Leistungsanforderungen mehr auf. Was sind schon 1500 m Zeitschnorcheln in 1 Std. – Lachhaft.
Weiterhin versuchen wir mit einer Aurüstungsgläubigkeit die sportlichen handwerklichen Grundfähigkeiten des Tauchens auszugleichen.
Es ist schon Lachhaft was sich da so alles mit „ Profiausrüstung“ und keinerlei handwerklichen Tauchfähigkeiten im Tümpel tummelt.
Der Mensch von Gestern, taucht im Gewässer von heute mit einer Ausrüstung von übermorgen.
Das überleben nun mal nur Glücksritter auszeichnen.
Schade drum!
Antwort von Vercingétorix am 10.08.2007 - 14:57 Wichtige Übungen Wie wäre es nicht Denglisch zu reden oder zu schreiben. Ok, vieles ist schon geschrieben worden. Wichtig finde ich das man die Bergung mal übt. Also schleppen, ziehen, hochholen. Nur das man mal ein Gefühl dafür bekommt, wie schwer so ein nasser Sack in Neopren tatsächlich ist. Oder wie schwer es ist den auf ein Boot zu bekommen. Oder mal einen Notaufsteig ohne Automaten.....
Antwort von Tümpi am 10.08.2007 - 14:58 Ich mein zwar, halbwegs tauchen zu können, aber bitte, was ist denn "abhovern"
Antwort von Vercingétorix am 10.08.2007 - 15:12 Denglisch, Tümpi, Denglisch
Antwort von masay am 10.08.2007 - 15:18 Ich meinte diese seltsame Ausbildungsverrenkung (Hovering) die keinen realen Bezug zu einer tauchpraktischen Anwendung hat.
Außerdem meinte ich, dass Hovering und Decostops zusammenpassen wie Haxen und Vegetarier.
Antwort von Tümpi am 10.08.2007 - 15:48 na ja, hovern = schweben? Aber Schweben tu ich doch sowieso beim Tauchen und das übe ich nicht beim Dekostopp sondern ich tue es. Oder versteh ich schon wieder was falsch? Allerdings gibts Leute, die schweben nicht beim Tauchen, die Pflügen..... die sollten dann mal schweben üben. Aber bitte nicht beim Dekostopp üben, da muss mans können.
Antwort von Fritte am 10.08.2007 - 16:13 @masay
"Ich meinte diese seltsame Ausbildungsverrenkung (Hovering) die keinen realen Bezug zu einer tauchpraktischen Anwendung hat."
Also ich habe hovering als freies, neutral tariertes Schweben kennengelernt. Ist mir neu, das gerade die Kampftaucher unter uns jetzt plötzlich nichts mehr von guten Tarierfähigkeiten wissen wollen und mehr Wert auf dicke Waden legen.
Ich persönlich schätze es sehr, meine Deko oder Sicherheitsstops nicht irgendwo angeklammert zu verbringen, sondern austariert gemütlich vor dem Riff zu hängen und den Fischen zuzuschauen. Aber das ist ja nicht jedermanns Sache.
Apropos denglish
Ich wußte gar nicht, daß neutral und tarieren deutsche Worte sind (lateinisch neutrum wörtlich: "keines von beiden bzw. arabisch tahara, entfernen, wegnehmen). Gibt es also gute und böse Fremdworte? Gut wenn sie aus den gelehrten Sprachen arabisch, grieschich oder Latein entlehnt wurden und böse wenn aus dem englishen stammend. Und trotzdem fragen sie alle, ob etwas Sinn macht, obwohl das gar keinen Sinn ERGIBT.
Antwort von Steffen F. am 10.08.2007 - 18:19 @Tümpi: Hovern wird bei PAID als tarieren in Perfektion bezeichnet. Stell Dir einfach einen meditierenden Budda in Tauchausrüstung freischwebend im Wasser vor - das trifft es ganz gut!
Steffen
Antwort von DerAusgebildete am 10.08.2007 - 19:52 @Tommys ("Wieso empfiehlt Apeks keine Wechselatmung? Wäre mit neu."): Weil`s genauso wörtlich in der Bedienanleitung von Apkes-Kombinationen (Atemreglern) steht. Einzusehen im Internet von Apeks (Aqualung-Gruppe).
Antwort von Tommys am 10.08.2007 - 23:25 @ DerAusgebildete:
Habs gelesen. Echt Kraß! Lebe noch trotz Wechselatmung mit´m Apeks.
Antwort von Andreas Richter am 11.08.2007 - 06:54 Wieso?
Willkommen im 21.Jahrhundert.
>Weil`s genauso wörtlich in der Bedienanleitung von Apkes-Kombinationen (Atemreglern) steht.
Der findige Leser merke sich: Kombinationen.
Der kundige Leser weiß dann, da gibts ´nen Octo...
q.e.d.
MfG
Andreas
Antwort von masay am 11.08.2007 - 15:01 Die Diskussion fing so fruchtbar an. Ok. ich kann es halt nicht lassen!
Hovering ist mir als Nichtpädiindianer durchaus bekannt, es handelt sich um eine yogaähnliche Haltung, der Germane kennt diese auch als Schneidersitz und in dieser Haltung soll nun der Padianer austarriert verbleiben.
Meine Meinung zu Hovering:
Unnatürliche Haltung die weder bequem ist noch im Bezug auf das Gerätetauchen, eine praktisch verwertbare Anwendung findet. Ich kann mir nur Vorstellen das man solch abstrakte Verrenkungen einführte um den Beginnern einen mächtig Vorzuschweben um auf dicke Backe zu machen.
Liebe Fritte, die Hoveringposition ist das schlechteste was du bei einem reellen Decostop einnehmen kannst. Decos werden in der Waagrechten perfekt austariert, unter leichten Schwimmbewegungen verbracht. Der Blutkreislauf wird auf diese Weise positiv angeregt und der Stickstoff optimal abgebaut. Längere Dekompressionen, insbesondere bei Gaswechseln (Decogase) werden hängend an der Decoboje ebenfalls in Wagrechter Schwimmlage unter leichten Flossenschlagen verbracht. Die wagerechte Haltung verringert ein Druckunterschied innerhalb des Körpers, wie er bei einer senkrechten Haltung vorkommt. Kopf bis 0,2 Bar Druckunterschied oder bei mir nur 1,5 Bar.
Also bitte immer schön bei den Padistandarts bleiben! Und nicht Sicherheitsstops mit wirklichen Decomperssionstauchgängen vergleichen. Auf Gut Deutsch nur von Dingen reden die man auch kann!
Antwort von Elektronenschieber am 11.08.2007 - 21:49 Warum schafft ihr es eigentlich nicht einmal beim Thema zu bleiben?!?
Es ist zwar schön, dass jeder Post hier mindestens 10 mal kommentiert wird und dass eine Diskussion entsteht, aber oftmals geht es doch sehr am Thema vorbei. (Hier z.B. wird um eine Sammlung sinnvoller Übungen gebeten und die ersten Posts kommentieren nur die vorhandenen ohne irgendwas neues zu schreiben.)
Vielleicht kann ja mal ein Moderator ein bisschen aufräumen...
Antwort von Fritte am 12.08.2007 - 07:14 @masay
1. Ich bin kein Päder..., Pädiwas äh Padianer
2. Hovern muß man soweit ich weiß nicht in Buddahaltung, sondern nach meinem Verständnis geht es nur um das völlig neutral austarierte Schweben. Wenn P*** damit die Budda-Haltung meint, haben wir an einander vorbeigeredet. Die ist zwar ganz nett als Gag im Schwimmbad sonst aber auch nichts.
3. Meine Dekostops mache ich aus den von Dir genannten Gründen in der Horizontalen. Wie in P. 2 schon geschildert, haben wir offenbar aneinander vorbeigeschrieben.
4. Dekostops und Sicherheitsstops hatte ich ganz bewußt nebeneinander genannt. Der findige Leser könnte vermuten, daß es sich um unterschiedliche Vorgänge handelt. Selber
Antwort von Cl@us am 12.08.2007 - 12:22 Jawoll - immer feste druff - ich kanns auch nicht lassen:
@ masay
Wenn man nicht einmal "Standard" richtig schreiben kann ... ... ...
Antwort von Kein_Nick_eingefallen am 13.08.2007 - 09:53 Oh Mann, geht`s noch? Mit "hovern" ist nichts weiter als "schweben" gemeint. Ich würde allerdings auch das deutsche Wort bevorzugen. Mit Tarierung in Perfektion hat das gar nichts zu tun. Das ist ein Ausbildungsprogramm, um Tarierung zu üben.
In welcher Haltung (Budda, Allah, kopfüber oder waagerecht) ist nach den Standards scheißegal. Hauptsache schweben. Die meisten Instruktore demonstieren aber in der Budda-Haltung. Ich auch.
Wer es aber nicht kann, der braucht es nicht zu verunglimpfen. Üben hilft vielleicht.
Antwort von klarwassertaucher am 13.08.2007 - 10:57 Moin,
ohne hier groß diskutieren zu wollen, stelle ich einfach mal die Übungen, die ich so mache wenn ich mich beim TG öde hierher. Anmerkung zum "Background": Ich tauche relativ oft solo, Monoflasche mit Doppelabgang, Trocki, Computer mit "Uhrenladen" an der Konsole als backup, meist ohne stage.
"Standard-Skills" (ziemlich oft, meist auf Deko oder beim Sicherheitsstop):
- Maske abnehmen/aufsetzen (auch im Winter!)
- Ventil zudrehen/ Wechsel auf Zweitautomat und zurück
- angedeutete Wechselatmung (2x atmen, Automat aus dem Mund nehmen, "imaginärem" Buddy hinhalten, 30 s warten, zurücknehmen, etc.)
- Inflatorschlauch an Trocki und Jacket abziehen und wieder anstecken
- Tarieren mit dem Mund
- wenn viel Luft übrig: Mit gedrückter Luftdusche ("Abblasender Automat") austauchen
"Solokompetenz" (auf Tiefe und im Dunkeln, gelegentlich):
- Lampe ausschalten, nur mit Computerlicht (M1- hat Dauerlicht) weitertauchen.
- Lampe ausschalten, Ersatzlampe holen und einschalten, mit Ersatzlampe und "Uhrenladen" weitertauchen (simuliert Ausfall von Lampe und Computer)
- Freiwasseraufstieg nach Instrumenten (Computer bzw. "Uhrenladen") mit angedeuteten Dekostopps (ca. 1 min auf 9 und 6, 5 min auf 3 m stoppen).
"Orientierung" (ziemlich oft, wenn allein in trüben, nicht allzu tiefen Gewässern ohne markante Punkte unterwegs):
- Kompasskurse über (Schlamm-)Grund, mit Wiederfinden des Startpunktes (ca. 100 Flossenschläge insgesamt)
- Gleiche Übung im Freiwasser (vom Grund aufsteigen, in konstanter Tiefe versuchen, ein Quadrat abzutauchen, auf Grund gehen, Ausgangspunkt suchen, Ergebniss meist )
"Solo" und "Orientierung" kontrolliere ich nach dem TG am Computer nach, das schützt vor Überheblichkeiten betreffs der eigenen Tarierfähigkeiten Es ist n.B. erstaunlich, wie sehr ein (selbst hilfloser) Buddy bei der Orientierung hilft- ich kann nur jedem empfehlen mal selbst zu testen, wie gut Orientierung und Tarierung noch ohne ihn funktionieren.
Ausschließlich mit Buddy mache ich gelegentlich die Notfallübungen für den Trocki (Rolle bzw. Parabeltauchen mit Aufrichten, angedeutetes Halmanschette lüften). Boje "schießen" übe ich eigentlich nicht, ich halte es nicht für soo kompliziert und das Training im "Warmwasser"-Urlaub reicht mir. Die Idee, Bleiverlust unter kontrollierten Bedingungen zu üben ist aber gut- bei Gelegenheit mal sicher.
Das alles aber nur zur Anregung, ansonsten jeder wie er will und kann. Ich möchte hinzufügen, gerade die "Solo"- und z.T auch die "Orientierungs"- Übungen sind nicht ohne und bergen am Anfang ein gewisses Panik- und Unfallpotential. Langsam herantasten, nicht übertreiben!
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