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Solotauchbrevet
Abgesandt von Haifischsuppe Registriertes Mitglied am 22.08.2010 - 20:22:

Es gibt ja ein Solotauchbrevet.

Würde mir das weiterhelfen? Ist die wirklich das ultimative "Diveguide lass mich in Ruhe tauchen" Brevet und wird von Tauchbasen anerkannt?

Mein Traum, da meine Frau wegen unseres Nachwuchses nicht mehr so oft mit mir tauchen kann:

Ich gehe zu der Tauchbasis, zeige das Kärtchen, und alles was ich von den Kindergärtnern, äh Diveguides zu hören bekomme ist: "Hier ist deine Flasche-sei bitte in 2h zurück."

Bitte, bitte sagt mir, dass diese Karte mir meinen Traum von Freiheit im Wasser wiedergibt

Danke

Suppe




Antwort von diverhans Registriertes Mitglied am 22.08.2010 - 20:36
So wird das (leider) nicht funktionieren. Nimm stattdessen den Pan "B":

Kontaktiere vor deiner Reise-Buchung die oder die oder eben die Basis und kläre dein Begehr. So mache ich das seit etwa 10 Jahren und es funktioniert... nunmehr im Ergebnis; in Gebieten in denen ich es bevorzuge zu tauchen kennt man mich insoweit, sodaß eine kurzes Anschreiben via Email idR. vorher genügt ... ob man mich "als Gast noch haben will oder nicht".

Die unkomplizierteste Methode zu Tauchen gibt es nach wie vor auf Malta. ...so mit allem drum und dran. Darum trage ich derzeit meine Kohle nach Malta. Aber auch dort sollte man idealerweise "vorher klären".
Antwort von koelle76 Registriertes Mitglied am 22.08.2010 - 20:51
Eigentlich geht es bei den ganzen Solo-Brevets um Selbstrettungskompetenz. Also darum, im Falle eines Problems nicht auf den Buddy angewiesen zu sein, sondern sich selbst helfen zu können. Keine Ausbildungsorganisation entbindet dich durch ein Solo-Brevet vom Buddyprinzip. Keine Ausbildungsorganisation sagt dir: "Mit diesem Brevet bist du berechtigt ohne Buddy zu tauchen." Und im Zweifelsfall wird sich da auch die Tauchunfallversicherung quer stellen. Du solltest hier zwei Dinge nicht vermischen. Solotauchen auf der einen Seite - also Tauchen ohne Buddy - und auf der anderen Seite unabhängiges Tauchen ohne Guide/Aufpasser/Kindergärtner. Für ungeguidetes Tauchen brauchst du keinen Solobrevet. Da reicht Erfahrung und die richtige Basis. Für Tauchen ohne Buddy bringt dich de facto auch ein Solobrevet nicht weiter.
Antwort von shuttle Registriertes Mitglied am 22.08.2010 - 21:35
"Bitte, bitte sagt mir, dass diese Karte mir meinen Traum von Freiheit im Wasser wiedergibt " -> eher nicht. Die Basis oder die Leute, die mich alleine ins Wasser lassen, tun es auch ohne so ein Brevet. Das sind meist Freelancer oder kleine Basen. Die Basen, die das Buddysystem verlangen (das sind weltweit die meisten), lassen auch keinen unbekannten Taucher mit so einem Dingen allein rein.
Antwort von luft4breakfast Registriertes Mitglied am 22.08.2010 - 21:57
@Haifischsuppe
Es kommt sicherlich darauf an wo du tauchen möchtest.
In Ägypten kannst du mit dem SDI Solo Brevet grundsätzlich alleine tauchen, siehe auch die Website der CDWS, wo präzise Informationen über das Solo Tauchen zu finden sind.
Gerne kannst du auch in Elphinstone oder ähnlichen Plätzen alleine tauchen, *wenn* es die allgemeinen Bedingungen an dem Tag zulassen. Das ist immer die Voraussetzung, die Bedingungen müssen es auch (sicher) zulassen alleine zu tauchen.

Natürlich gelten dann trotzdem die üblichen Einschränkungen der Basis (30m, 60 Minuten usw., je nachdem).

@Koelle76
"Keine Ausbildungsorganisation entbindet dich durch ein Solo-Brevet vom Buddyprinzip. Keine Ausbildungsorganisation sagt dir: "Mit diesem Brevet bist du berechtigt ohne Buddy zu tauchen."

Was veranlasst dich zu der Aussage? Hast du die Ausbilldungsunterlagen zum SDI Solo Kurs angeschaut, respektive die Informationen gelesen?
Aber selbstverständlich ist es so, dass man nach dem Kurs in der Lage (und auch qualifiziert ist) unter den entsprechenden (passenden) Bedingungen alleine zu tauchen.
Antwort von Haifischsuppe Registriertes Mitglied am 22.08.2010 - 22:18
Danke für die Antworten, die o. g. Ratschläge befolge ich meistens auch. Ab und zu findet man ja auch einen Gleichgesinnten, mit dem dann auch zu zweit gerne taucht, leider aber nicht immer. Diesen Sommer z.B. habe ich alles vorher geklärt, hat dann auch alles soweit gepasst.

Basis nach solchen Kriterien ausgewählt
2 Babysitterinnen mitgenommen

Babysitterinnen wurde auf See schlecht-> Meine Frau wollte nicht den ganzen Tag ohne Kind bleiben

Gut bin mit fremden Buddy getaucht, habe den dann nach 40min am Schiff abgeliefert und habe den Tauchgang dann Solo auf 90min ausgedehnt, mir macht tauchen eben Spass. War soweit dann auch ok, das Ganze war vorher mit dem Basisleiter abgeklärt.

Doch dann: PAID-Gäste beschwerten sich (eine gab sich als Reisejournalistin aus), dass mein Verhalten nicht regelkonform wäre-> Basisleiter bekommt Schiss und sagt er könne sich, da er Angst um den Ruf seiner Basis hat, nicht mehr an unsere Vereinbarung halten....

Ich habe auch meine "Basen" allerdings will man ja ab und zu auch mal was anderes erleben, und das wird dann doch zum Risikospiel....Mit so einem "Brevet"....
Naja genug der Träume, vielleicht wechsle ich doch nach 21 Jahren die Sportart. Kitesurfen ist ja vielleicht auch ganz nett, da bimmelt dann auch keiner nach 40min

Danke Suppe
Antwort von Haifischsuppe Registriertes Mitglied am 22.08.2010 - 22:20
ups Luft, wir haben gleichzeitig gepostet, das Brevet wird anerkannt^^ Klingt ja zu schön um wahr zu sein!
Antwort von koelle76 Registriertes Mitglied am 22.08.2010 - 22:23
@ luft:
Ich kenne nur die Aussagen auf der Homepage. Und die sind in meinen Augen sehr unverbindlich formuliert.
In meinen Augen sind diese Kurse ein schlechter Witz. Man wird in zwei TG vom AOWD mit 100 TG zum Solotaucher gemacht? Alles klar. Sorry, aber das ist in meinen Augen echte Augenwischerei.
Antwort von luft4breakfast Registriertes Mitglied am 22.08.2010 - 22:37
@koelle76
Ich kann verstehen worauf du hinaus willst und habe da auch ein gewisses Verständnis. Auf der anderen Seite, so sehe ich das, so, kann man dasSolo Tauchen ohnehin kaum oder nur schwer ausbilden/trainieren, da es zu 99% im Kopf des Solo Tauchers statt findet.
Eine ordentliche Planung, sehr viel Vorsicht und Zurückhaltung, sind schon eine ganz gute Basis.
Und 100TG sind, für Otto-Normal-Urlaubstaucher, schon eine Hürde
Besser wäre natürlich unterm Strick eine hardcore Ausbildung wie bei den Cave Tauchern (Maske Weg, Lampe Weg, Leine und Ausgang suchen lassen), aber ist das praktikabel für einen Sporttaucher Verband wie SDI?
So ganz schlecht fand ich die Solo Ausbildung übrigens nicht, allerdings habe ich auch versucht mich sehr intensiv mit der Theorie zu befassen. Zugegebenermassen waren die 2 Übungstauchgänge nicht wirklich anspruchsvoll, aber dann wiederum, es findet sowieso alles im Kopf statt. Und das i.d.R. zu 95% bevor man in´s Wasser steigt (oder manchmal eben besser nicht).
Antwort von koelle76 Registriertes Mitglied am 22.08.2010 - 22:49
Ich finde solche Kurse gut, wenn sie den Leuten die Sicherheit geben, dass sie die meisten Probleme, in denen sie noch in der Lage sind rational zu handeln, auch ohne die Hilfe ihres Buddys lösen können. Wenn die Zielrichtung lautet: "Ihr seid jetzt Solotaucher, ihr braucht keinen Buddy mehr", dann finde ich das gefährlich.
Die meisten wirklich lebensbedrohlichen Situationen entstehen ja - außer bei wirklich blutigen Anfängern - nicht durch rationale Fehlentscheidungen, die durch eine bessere (Solo-) Ausbildung vermeidbar wäre, sondern in Situationen, in denen ein ein Taucher eben nicht mehr rational handeln kann, weil ihm gerade mal eine Sicherung durchbrennt.
Natürlich ist das Buddysystem kein Allheilmittel. Ein TL mit Tauchanfängern ist möglicherweise einem größeren Risiko ausgesetzt, als wenn er alleine unterwegs wäre. Gleiches gilt für einen erfahrenen Taucher, der im Urlaub einen schnellgebleichten Neutaucher zugeteilt bekommt.
Aber in der Summe ist ein Buddy im Sporttauchen meiner Meinung nach schon eine weitere Sicherungsebene.
Nichts desto trotz ist in meinen Augen ein Buddyteam aus zwei routinierten Tauchern, die sich (soweit sie bei klarem Verstand sind, also nicht in Panik) im Notfall auch ohne Buddy aus fast allen Notlagen selbst helfen können, der ideale Königsweg. Ob die jetzt ein Solo-Kärtchen haben ist egal.

Antwort von faraway Registriertes Mitglied am 22.08.2010 - 22:58
Hier der Link auf das Solo Doc auf der CDWS Seite:

Hier klicken
Antwort von luft4breakfast Registriertes Mitglied am 22.08.2010 - 23:04
@koelle76
Dem kann ich mich ausnahmslos anschliessen.
Ein gutes Buddy Team ist das nonplusultra, ohne wenn und aber.
Den Solo Diver habe ich auch primär deshalb gemacht, um mich als Alleinreisender im Urlaub notfalls! von völlig unerfahrenen Gruppen/Tauchern räumlich etwas trennen zu können, bzw. die Verantwortung wieder in Richtung Guide und/oder anderen Buddy-Teams abzugeben.

So richtig abgeschieden und alleine tauchen muss man ja trotz dieses Brevets nicht, man kann sich dann ja dann trotzdem aussuchen in wessen Nähe man sich unter Wasser aufhält.
Antwort von whaleshark Registriertes Mitglied am 23.08.2010 - 08:53
Hai

>>Doch dann: PAID-Gäste beschwerten sich (eine gab sich als Reisejournalistin aus), dass mein Verhalten nicht regelkonform wäre-> Basisleiter bekommt Schiss und sagt er könne sich, da er Angst um den Ruf seiner Basis hat, nicht mehr an unsere Vereinbarung halten.... <<

In solchen Leuten die sich aufregen sehe ich eines der größten Probleme. Manche Basis (unabhängig ob diese Solobrevet vorliegt oder nicht) würde zustimmen wenn es diese "Aufpassser" nicht geben würde.
Antwort von schwob Registriertes Mitglied am 23.08.2010 - 09:09
Das Solo Doc der CDWS ist aus meiner Sicht sehr missdeutlich geschrieben.

So wie ich das interpretiere darf ich Solo Tauchen, wenn

1. Ich das Solo Tauch Brevet einer anerkannten AUsbildungseinrichtung habe.
2. der Technical Manager und / oder ein Instructor der Tauchbasis ein Solo Tauch Instructor Brevet hat.
3. Ich so gut wie alles redundant dabei habe. Regulator, computer, mask, gas, Surface Marker Buoy (SMB, torch)

Hmmmm, auf welcher Basis in Agypten trifft man das an? Oder nehmt ihr alles redundant mit? Ich habe noch nicht einmal Flaschen mit zwei Abgängen gesehen. Und die Bojen? Heist das nun ich brauche zwei rote und zwei gelbe Bojen, weil ich ja alles redundant dabei haben muß?
Antwort von Bulette Registriertes Mitglied am 23.08.2010 - 09:18
@luft4breakfast
?????
Entweder ich habe einen Buddy, um den ich mich im Fall der Fälle auch kümmern muss, oder ich tauche Solo. Aber nach dem Motto - "...man kann sich dann ja dann trotzdem aussuchen in wessen Nähe man sich unter Wasser aufhält. " - das funktioniert wohl so eher nicht.

So wie oben schon geschrieben, dürfte es im Ausland auf "Otto-Normal-Tauchbasen" ehr schwierig sein Solo zu tauchen. Mal abgesehen davon dass man den Eindruck hat, bei manchem Buddies ist man eher Solo unterwegs.
In Deutschland ist es da schon leichter mal alleine ins Wasser zu steigen.
Ich würde es jedenfalls befürworten, wenn das Thema bei allen Ausbildungsorganisationen mehr thematisiert wird. Eine entsprechend fundierte Ausbildung in diese Richtung muss ja nicht bedeuten, dass alle Brevet-Inhaber dann auch Solo tauchen, aber für die Tauchsicherheit im Allgemeinen dürfte das ein paar Pluspunkte bringen.
Antwort von Vercingétorix Registriertes Mitglied am 23.08.2010 - 09:47
Ihr redet hier über eine Gedankenverbrechen. Grundlage ist das jahrzentelange stumpfe Wiederholen der gleichen Argumente ohne sachliche Auseinandersetzung.
Was spricht gegen Solotauchgänge?
Nichts....
Und schon fliegen die ersten Steine.
Antwort von web@dive Registriertes Mitglied am 23.08.2010 - 10:08
Der Solo Tauchkurs ist ein richtig guter Kurs. Auch hier kommt es wieder auf den TL an.

Der Taucher darf nach dem Kurs solo tauchen. Das Ganze kommt dann natürlich noch auf die Basis an. Da hat man es aber schon ein klein wenig leichter mit Brevet als ohne. Ein solo Taucher mit Brevet ist über aquamed auch versichert.

Tommy
Tauchschule i4d Ansbach
Antwort von luft4breakfast Registriertes Mitglied am 23.08.2010 - 10:11
@schwob
Papier ist geduldig. Bei mir war es auch mit nur einer Boje, ohne Lampe (Strandeinstieg) und ohne redundantes Gas möglich solo zu tauchen.

@Bulette
Mit "man kann sich aussuchen in wessen Nähe man taucht" meinte ich, dass man sich auch durchaus in lockerem Sichtkontakt von anderen Gruppen aufhalten kann.
Ich habe es z.B. so gehandhabt, dass ich den Ausstieg aus Sicherheitsgründen nicht alleine gemacht habe, sondern mich mit einem kleinen Abstand an eine Gruppe gehängt habe. Letztlich kann es jeder handhaben wie er will, solange andere Gruppengefüge dadurch nicht behindert oder durcheinander gebracht werden.

Und übrigens hast du Recht, mit manchen Buddies bist du sowieso solo unterwegs. Und noch schlimmer wird´s, wenn sie sich unter Wasser nicht an Absprachen halten und sich selber (und damit auch dich als Buddy) in Gefahr bringen.

Antwort von Michael Schmidt Registriertes Mitglied am 23.08.2010 - 10:17
Zur CDWS Solotauchregel...

Ich gehe mal davon aus, dass eine Tauchlehrerlizenz automatisch als Solobrevet gilt.
Ansonsten würde ich mir als Tauchschüler schon Sorgen machen wenn der TL, der auf mich aufpassen soll, nicht mal alleine sicher tauchen kann!
Der Tauchlehrer ist in der Ausbildungsituation praktisch mehr als alleine.

Ob PAID TLs diesen Anforderungen genügen kann natürlich diskutiert werden...

MS

Antwort von Baggerteich Registriertes Mitglied am 23.08.2010 - 10:19
@Vercingétorix:



Meine Meinung:
Wenn Solokompetenz im Ausbildungsprogramm der 1. Ausbildungsstufe (Verbandsneutral), bzw. spätestens im "Fortgeschrittenenkurs", zwingend vorgeschrieben wäre, dann würden viele Tauchunfälle (auch die kleinen "Unfällchen", die man selten als solche wertet), Notaufstiege mit Eigen- u. Fremdgefährdung und Unsicherheiten, die wiederum zu Panikreaktionen führen können, gar nicht erst geschehen. Bzw. wenn sie dann geschehen, könnten sie "abgearbeitet" und der TG entweder sicher fortgeführt oder sicher beendet werden.
Solange aber ein TL seinen Schülern erzählt: Im Notfall ist dein Buddy für dich da!, verlässt sich jeder Anfänger auf den anderen Anfänger und ist im echten Notfall völlig überfordert.

LG BT
Antwort von web@dive Registriertes Mitglied am 23.08.2010 - 10:42
Das TL Kärtchen gilt nicht als Solo-Taucher Brevet. Sonst wäre das bei den Versicherern irgendwo verankert. Das wird aber oft so gehandhabt auf Tauchbasen, also das ab Divemaster/Divecon/*** auch alleine getaucht werden darf.
Antwort von whaleshark Registriertes Mitglied am 23.08.2010 - 10:56
Ich denke, dass es schon unterschiede beim Solotauchen gibt.
Ob mal im Flachbereich alleine getaucht wird oder ob es tiefer ist kann schon ein großer Unterschied sein Und im Meer alleine bei meist guter Sicht zu Tauchen ist mit Sicherheit etwas anderes als dunkler, kalt, tiefer in heimischen Gewässern. Wobei flach und dunkel manche auch (mit Buddi) schon unruhig werden lässt.
Ich glaube, dass bei den meisten die Solotauchen es sich um "normale" TG handeln.


Wenn es auch jetzt etwas flapsig klingt wer mit Buddi tauchen will soll das tun und wer nicht soll ohne Buddi Tauchen. Denn wer meint er braucht keinen Buddi und überlebt den TG nicht dann ist das traurig aber es war ja seine Entscheidung.

Und was das versicherungstechnische angeht hat das ja mit dem Tauchgang direkt eigentlich nix zu tun. Bleibt jedem überlassen wie er das regelt.

Vor etlichen Jahren gab es solche "Solotauchbrevets" noch nicht und viele behaupteten, dass es so etwas auch nicht geben wird.
Die Möglichkeit Geld damit zu verdienen ist aber meistens einer der besten Gründe um solche Dinge zu ändern. Bin mir sicher, dass es über kurz oder lang immer mehr anbieten werden egal welcher Verband.
Bei Padi gibt es dann den SoloDiver und den Advanced-Solistenund da sich Cmas das nicht entgehen lassen wird gibt es die Bronze bzw. EdellmetallSolotaucher u. andere werden folgen.
Irgendwann wird die Tauchindustrie einsteigen und eine "Solokompetente" Ausrüstung anbieten.

Wenn ich sehe wie z. B. an unseren Tümpeln die Solotaucher ins Wasser huschen man könnte meinen, dass diese ein Verbrechen begehen und in den Augen mancher ist das wahrscheinlich auch so

VCGTX

>>Was spricht gegen Solotauchgänge?<<
wenn man sich ein paar Gedanken darüber macht nix.

Sollte ich mal die Gelegenheit haben bei so einen Solotauchkurs mitzumachenwürde ich das evtl. machendenn zu lernen gibt es immer etwas.
Bis es soweit ist gehe ich eben ohne dieses Brevet alleine mit Harvey tauchen wenn ich Lust und die Möglichkeit habe tauchen.
Antwort von Vercingétorix Registriertes Mitglied am 23.08.2010 - 11:21
Die wirklich wichtige Frage ist, wer stellt Ausrüstung für ein großes fettes weißes Karnickel her

Antwort von whaleshark Registriertes Mitglied am 23.08.2010 - 11:27
ich frag ihn mal wo er sein Zeugs gekauft hat
Antwort von boesewicht Registriertes Mitglied am 23.08.2010 - 18:10
"Vor etlichen Jahren gab es solche "Solotauchbrevets" noch nicht und viele behaupteten, dass es so etwas auch nicht geben wird. "

Nicht ganz korrekt ...
Die meisten Techn. Verbände hatten dies schon lange im ANgebot, alle meisten schreiben es nur nicht auf die Homepage, da sich ja immer wieder negativ über Solotauchen geäußert wird und wurde ...
Solotauchen ist nun mal eine Sparte des techn. Tauchens ...
Und richtig - mit Solotauchausbildung braucht man nicht alleine tauchen, man kann und darf es aber ...
Man lernt in dieser Ausbildung wirklich einiges und bekommt das Brevet auch nur dann, wenn man wirklich alle Anforderungen erfüllt ...
Antwort von thüringen-diver Registriertes Mitglied am 23.08.2010 - 18:51
solotauchbrevet

für wen ? wer nicht in der lage ist so zu tauchen das er mit sich selber klar kommt und einen Buddy Unterwasser zwingend braucht - der sollte auch nicht solotauchen

wer aber mit sich und seiner Ausrüstung klar kommt wozu sollte der ein Solotauchbrevet machen - wer nimmt ihm das ab ? der TL der gerade 100 TG gemacht hat oder wer ?

und die Übungen die bei diesem Brevet verlangt werden - sorry die sollte wohl jeder Taucher auch selber können - wie will er denn sonst seinem Buddy helfen in einer Notlage

und Ventilskill / Tauchgangsplanung usw ja hallo das sollte jeder Taucher können - oder Plant für euch immer der Buddy ?
Antwort von o.j. Registriertes Mitglied am 23.08.2010 - 19:36
@Baggerteich:
"Wenn Solokompetenz im Ausbildungsprogramm der 1. Ausbildungsstufe (Verbandsneutral), bzw. spätestens im "Fortgeschrittenenkurs", zwingend vorgeschrieben wäre, dann..."

Da sind wir einer Meinung

@boesewicht:
"mit Solotauchausbildung braucht man nicht alleine tauchen, man kann und darf es aber ... "

Ich frag keinen, obwohl ich kein Solotauchbrevet habe, ob ich solo tauchen darf. Ich komme auch ohne dieses, wie ich finde, überflüssiges Brevet ganz gut klar.

@Thüri:
sehe ich so wie Du, Bernd
Antwort von Longimanus Registriertes Mitglied am 23.08.2010 - 19:44
Solotauchen für mich das normalste überhaubt.Genauso normal wie das alleine schwimmen gehen, alleine Auto fahren oder gar alleine wandern zu gehen, usw usw.Da spricht kein Mensch drüber aber ausgerechnet beim Thema tauchen wird hitzigst diskutiert. Ich tauche seit vielen Jahren und sehr oft auch Solo und das aus dem einfachen Grund in Ruhe zu fotografieren. Die wenigsten Buddys finden es schön auch mal für sehr lange Zeit an einem und dem selben Örtchen zu verweilen und zu warten bis ich mein "pefektes Foto" gemacht habe. Gebe allen Recht die sagen das man ersteinmal vernünftig tauchen lernen muss,sich mit dem Tauchgerät ( Selbsthilfe) auskennt und der wichtigste Punkt, man muss es selber wollen, schön finden und genießen. Ein Solobrevet halte ich für Sinnvoll und stimme in der Meinung zu 100% @ Baggerteich zu
viel Spaß egal ob Solo oder Buddy
wünscht Longi...
Antwort von boesewicht Registriertes Mitglied am 23.08.2010 - 21:30
@Thüringen Diver

"Solotauchbrevet

für wen ? wer nicht in der lage ist so zu tauchen das er mit sich selber klar kommt und einen Buddy Unterwasser zwingend braucht - der sollte auch nicht solotauchen

wer aber mit sich und seiner Ausrüstung klar kommt wozu sollte der ein Solotauchbrevet machen - wer nimmt ihm das ab ? der TL der gerade 100 TG gemacht hat oder wer ? "


Mach Dich doch erst mal schlau bevor Du so einen Unsinn abgibst ...

Solotauchen ist techn. Tauchen, die dortigen TL haben bei allen Verbänden deutlich mehr Tauchgänge und Erfahrung - soviel also zu Deinem Unsinn bezogen auf die ausbildenden TL`s ...

Wegen dem "Für wen?"

A) für den verantwortungsvollen Taucher ...
Diejenigen, die sich also ernsthafte Gedanken darüber machen ...
Ich hatte damals auch entspr. Gedanken und Ausrüstungskonfigurationen für das "alleine tauchen", durfte bei dieser Ausbildung dann aber sehr schnell meine Schwachstellen in meinen Gedanken kennen lernen, der Umgang mit der Ausrüstung ist ein anderer (zb. in jeder Tiefe sich von seinem Gerät trennen zu können usw) und dazu dann auch wirklich ernsthafte vorherige Tauchgangsberechnungen, Oberflächensupport usw.


Warum ?

U.a. zum Erhalt meines Versicherungsschutzes, u.a. zum Erhalt meines Lebens, u.a. zu einem sichereren Tauchen usw. ...

Klar, jeder kann alleine tauchen - kein Thema ...

Der Punkt ist aber, was ist wenn ?
Da drehen die meisten dann in der entspr. Situation ab und bringen sich schneller um als es ihnen evtl. lieb ist ... - gut, reduziert die Taucherschar an den Einstiegsstellen, ist aber nicht Sinn der Sache ...

Man kann sehr wohl und dabei wirklich SICHER Solo tauchen, man muß nur einiges mehr bedenken und machen ... - der hochgeliebte Buddy, der einem fehlende Ausrüstung und Fähigkeiten ersetzt ist in einem derartigen Fall nun mal nicht da ... (ein Zustand, in dem die meisten leider zum Tauchen gehen und sich dabei in trügerischer Sicherheit wiegen)

Vorschlag: - mach doch einfach mal eine entspr. Ausbildung mit und denke dann mal darüber nach, was Du hier geschrieben hast - Du wirst schnell einiges korrigieren dürfen ...
Antwort von thüringen-diver Registriertes Mitglied am 23.08.2010 - 21:58
@boesewicht

solotauchen ist Technisches tauchen ???? was das für ein Unsinn ---

wenn ich in einen See alleine Tauche bin ich solo also was ist da bitte technisch ????

und nein ich habe kein Bock Kärtchen zu sammeln wie du oder einige andere denken das man nur genug Kärtchen haben muss um tauchen zu können


" A) für den verantwortungsvollen Taucher ...
Diejenigen, die sich also ernsthafte Gedanken darüber machen ...
Ich hatte damals auch entspr. Gedanken und Ausrüstungskonfigurationen für das "alleine tauchen", durfte bei dieser Ausbildung dann aber sehr schnell meine Schwachstellen in meinen Gedanken kennen lernen, der Umgang mit der Ausrüstung ist ein anderer (zb. in jeder Tiefe sich von seinem Gerät trennen zu können usw) und dazu dann auch wirklich ernsthafte vorherige Tauchgangsberechnungen, Oberflächensupport usw."

also sind die Taucher die kein Solotauchbrevet haben unverantwortlich in deinen Augen


und woher willst du wissen das ich mein Gerät nicht ablegen kann in der Tiefe

und die Taucher die kein Solotauchbrevet haben die können also auch keine Tauchgänge Planen udn denken nicht an Oberflächensupport oder wie ???
Antwort von koelle76 Registriertes Mitglied am 23.08.2010 - 23:00
@ Thüri:
Permanent regst du dich hier nahezu allgegenwärtig über die mangelnde Tauchausbildung der anderen Taucher auf diesem Planeten auf. Andererseits unterstellst du Tauchern, die für das was sie machen auch ausgebildet sind, Kärtchensammelei vor. Merkst du eigentlich nicht, wie widersprüchlich oder vielleicht auch eher anmaßend das ist?
Du lässt an anderen Tauchern kein gutes Haar. Hast selbst aber neben deiner PADI-AOWD Ausbildung aber nichts vorzuweisen.
Natürlich gibt es Kärtchensammler, was ich fragwürdig finde. Aber nicht weniger fragwürdig finde ich Leute, die meinen selbst keine nennenswerte Ausbildung nötig zu haben. Und als solche würde ich den AOWD verstehen, wenn man Deko-TG (jenseits der 50 Meter), TG mit Gaswechsel und Solo-TG durchführt. Mach doch mal nen richtigen Tauchkurs, wie den ***. Dann kannst du auch endlich mal die Apnoe-Fertigkeiten, die dir bei anderen Tauchern so wichtig sind, unter Beweis stellen. Aber es ist ja sehr einfach, in einem anonymen Tauchforum den Lauten zu markieren und die eigenen Fertigkeiten im realen Leben nie auf den Prüfstand zu stellen.
Antwort von luft4breakfast Registriertes Mitglied am 23.08.2010 - 23:03
@thüringen-diver
"und nein ich habe kein Bock Kärtchen zu sammeln wie du oder einige andere denken das man nur genug Kärtchen haben muss um tauchen zu können "

Wenn bei dir alles ohne Kurse und Ausbildung funktioniert, bist du ja ein richtiges Glückskind

Aber leider sind eben manche Menschen nicht so heldenhaft veranlagt und brauchen für das eine oder andere einen Kurs, einen Lehrer, der einem (manchmal wieder und wieder) mitteilt worauf es ankommt und einen zum Mitdenken anregt und manchmal auch zum Denken zwingt, wenn es mal irgendwo hakt.
Das Ganze dann neben ein wenig Theorie und ein paar praktischen Erfahrungen und Übungen, manche Leute brauchen das eben.

Manchen Leuten soll es sogar Spass machen sich im Rahmen solcher Kurse mit den Inhalten auseinander zu setzen, neue Dinge zu entdecken, die einem vorher in der Form nicht bewusst waren, zu fachsimpeln und dadurch zu Lernen und den eigenen Horizont zu erweitern.
Antwort von milkyway Registriertes Mitglied am 23.08.2010 - 23:15
Hallo!

Tststs, bei der ganzen Diskussion überseht Ihr einen wichtigen Punkt, der gegen das Solotauchen spricht.

Wie bekomme ich diesen Schei** Reißverschluss auf dem Rücken am Trocki zu?

Gibt es noch andere Gründe? Hmm, wohl nicht.

CU Oliver

P.S.: Gut, dass man für solche Fälle einen statt einem Draco einen Ursuk mit Frontzipp hat
Und ja, ich kenne die blöden Tricks, mit denen man angeblich (!!!) den RV auf dem Rücken zu bekommen soll.
Antwort von luft4breakfast Registriertes Mitglied am 23.08.2010 - 23:25
@milkyway
Also mit den Reissverschlüssen bin ich neuerdings ganz vorsichtig (flöööött).
Bei mir darf nur noch dran ziehen, wer mindestens ein "wasserdichtes" Brevet "Advanced Drysuit-zip-Specialist Level 3" vorweisen kann, doppelt laminiert und garantiert in echt Plastik....
Antwort von Horst D. Registriertes Mitglied am 24.08.2010 - 08:20
Guten Morgen Allerseits

es wäre mal schön wenn wir in dieser Diskussion mal Problemszenarien als Einzelfall diskutieren könnten:

Meine ich wie folgt:

Wie reagiere ich auf eine ohne Luftsituation?

Buddyteam <=> Solotaucher

Was sagen die einzelnen Verbände in Ihrer Ausbildung? Was sind Einzelmeinungen? Persönliche Erlebnisse?

Dann kann man sich m.E. sehr schnell ein Bild davon machen ob Solotauchen lebensgefährlicher Schwachsinn (ist tauchen ja sowieso ) oder unter gewissen Umständen ein durchaus praktikables Procedere ist.


Beste Grüße
Horst
Antwort von shuttle Registriertes Mitglied am 24.08.2010 - 08:29
Wie reagiere ich auf eine ohne Luftsituation? -> als solotaucher mit entsprechender Redundanz

Was sagen die einzelnen Verbände in Ihrer Ausbildung? -> pfräferieren den Grundsatz "tauche nie allein". Ist auch OK. Selbst Organisationen, die eine Solodiverausbildung anbieten, raten zum Buddy-Team. Die Ausbildung soll Solokompetenz schaffen und bedeutet nicht, dass man immer alleine tauchen soll

"Was sind Einzelmeinungen?" -> stehen oben

"Persönliche Erlebnisse? " -> Vereiser. Auf Zweitregler gewechselt und dem Buddy angezeigt, er möge meine entsprechende 1ste Stufe schließen. Hat mich mit großen Augen angesehen. Hab ich dann alleine gemacht, aber hierdurch Zeit (respektive Luft) verloren. Alleine wär`s schneller gegangen ... Ist ein nichtrepräsentatives Einzelbeispiel, aber zeigt, dass Solokompetenz beim Tauchen nicht das Schlechteste ist
Antwort von milkyway Registriertes Mitglied am 24.08.2010 - 08:49
Hallo!

Ein schöner Satz bei der Solo-Ausbildung ist: "Suchst Du eine rettende Hand, dann schau an Deinen rechten Arm".

Solokompetenz ist absolut nicht das Schlechteste. Ich würde sogar etwas weiter gehen:
Man sollte nicht bis 100 TG warten, bis man den Solo-Diver machen kann. Man müsste allerdings die Erwartungshaltung an diesen Kurs ändern. Nennen wir den Kurs Solokompetenz und nicht Solo-Diver. Denn eine solche gelernte Fähigkeit, sich in einem Notfall auch selber helfen zu können, ist zu befürworten.

Solange das Teil aber Solo-Diver heißt, wird allen suggeriert, dass man dieses Kärtchen machen sollte, um alleine tauchen gehen zu können. Man ist mit Sicherheit dann besser dafür "gerüstet", es sollte aber nicht Zielsetzung sein.

Nun, ich hoffe, ich habe mich verständlich ausgedrückt.

CU Oliver
Antwort von Horst D. Registriertes Mitglied am 24.08.2010 - 09:02
@shuttle. Ich würd gern mehr ins Detail gehen => Keine Luft im Buddy System heißt Octopus Atmung, Wechselatmung oder kontrolliert schwimmender Notauftstieg. Ist dies einfacher und sicherer, als auf eine redundante Luftversorgung (Pony Flasche 1,5 - 3 Liter oder Stage mit etwas größerem Volumen) zu wechseln? Also ich habe schneller meinen Back Up Regler im Mund, als das ich meinem Partner "keine Luft mehr" signalisiert habe. Oben genannte Flaschenvolumina bringen mich bei einem Nullzeit TG in Sporttauchtiefe allemal aus dem Wasser.
Die Kritiker des Solo Tauchens müssten ja eine Situation finden, welche der Taucher alleine nicht lösen kann.

@oliver. bin ja persönlich ein Freund des mündigen Bürgers. Also wenn ein Taucher über die entsprechende Erfahrung, die Ausbildung und die Ausrüstung verfügt - warum nicht Solo Tauchen?
Sicherlich nicht immer... Ich bin ja auch gerne im Team unterwegs - wegen des ganzen drumherums.

Aber Abends zu Entsapnnung mal in unseren Ausbildungsee zu hüpfen...einfach ne Stunde die Seele baumlen lassen. Mach ich gern - hat bis dato auch irgendwie funktioniert

Horst
Antwort von milkyway Registriertes Mitglied am 24.08.2010 - 09:23
Hallo!

@Horst
Solange meine Buddies so unzuverlässig sind wie jetzt, werde ich das ebenfalls nicht umgehen können

Gutes Beispiel am Sonntag. Am See verabredet. Wer stand alleine da? Ich! Nachher hieß es, das Wetter wäre nicht so schön gewesen, die Nacht zu lang und überhaupt und außerdem. Wurde dann zwar kein Solotauchgang, weil zufälligerweise noch andere Taucher anwesend waren, wäre aber sonst darauf hinausgelaufen.

CU Oliver
Antwort von Horst D. Registriertes Mitglied am 24.08.2010 - 09:29
Ein echter Klassiker!!!!! Und mögliche Ausreden sind so zahlreich wie Sandkörner am Strand....
Antwort von milkyway Registriertes Mitglied am 24.08.2010 - 09:31
Hallo!

Fast!
Ausreden brauche ich nur, wenn ich mich mit meiner Frau unterhalte

CU Oliver
Antwort von Vercingétorix Registriertes Mitglied am 24.08.2010 - 10:24
Wenn du länger verheiratet bist, nutzen dir auch keine Ausreden, Milkyway.

Also um das mal rund zu machen. Eine zweite Pulle an der Seite wäre schon mal hilfreich, wobei man aus der Baggerlochtiefe auch mit einem Atemzug raus kommen sollte. Dann muss man sich nicht über der Schwachsinn von Ventildrills unterhalten. Die meisten kommen mit einem P in den Augen ohnehin nicht an die Ventile auf dem Rücken. Eine zweite Maske finde ich auch hilfreich, man sieht so schlecht ohne.
Und das Geschwaller von Solokompetenz bla, bla, bla ist über. Ich glaube das ich mich auf drei Buddys verlassen kann. Ausprobiert haben wir das noch nicht, bis auf einen Vereiser, und ich verlass mich auch nicht darauf. Auf Guids, fremde Partner, Tauchanleiter verlass ich mich ohnehin nicht.
Allerdings ist das doch nichts besonderes sondern normal, oder.
Antwort von Horst D. Registriertes Mitglied am 24.08.2010 - 10:36
@vercingétorix
dann verzichtest du in kalten Gewässern also generell auf einen zweiten Abgang nebst zweiter erster Stufe - da es ja eh Schwachsinn ist das Ventil zu schließen? Und einen 40 Meter Auftstieg in Hemoor machst du mit einem Atemzug?
Und Notfallprocedere übt man ja nichtmals mit seinen Standardbuddies - wird ja schon gut gehen wenn es wirklich mal brenzlig wird.
Wenn Du Pech hast reicht ein kurze Zeitspanne und ein nicht aufmerksamer Partner verschwindet aus dem Sichtbereich, kannst den ja mal ohne Luft suchen - macht bestimmt Spaß.
Und fremde Partner können eh nix, aber Solokompetenz ist auch schwachsinning.
Irgendwie passt das m.E. nicht ganz zusammen.....

Horst
Antwort von Vercingétorix Registriertes Mitglied am 24.08.2010 - 11:11
Ja wenn wir dann mal richtig lesen würden, Hotte, dann würde man auch nicht so einen Schwachsinn zusammenschreiben.
Antwort von Horst D. Registriertes Mitglied am 24.08.2010 - 11:28
hey gallierfürst ...hotte hat mich ja lange keiner mehr genannt. sehr mutig
Ich kann dein posting auch positiv interpretieren, aber ein paar Formulierungen fand ich kritisch. Eigentlich möchte ich ja auch mal eine Diskussion nicht für die Leute mit 500+ Tauchgängen, sondern mal zwei drei Punkte aufzeigen die wir in der Standardausbildung immer lehren und der Anfänger als gegeben hinnimmt, zu denen es vielleicht bessere Alternativen gibt.
Flaschenventil nicht erreichen - stimm ich dir zu - können viele nicht und wird in einem Kurs auch nicht geübt. Aber könnte ja mal geübt werde. Ist auch eine Frage der Ausrüstung und der Konfiguration.
Und von einer redundanten Gasversorgung haben viele Anfänger noch nie was gehört, dabei macht sie das Leben so sicher und einfach.

Was hab ich sonst noch falsch verstanden?

Horst
Antwort von milkyway Registriertes Mitglied am 24.08.2010 - 11:36
Hallo!

@Vercingétorix
Was heißt schon lange? 19 Jahre lang hat es bislang zumindest halbwegs geklappt!

Deinen Text habe ich im Übrigen auch zweimal lesen müssen, bis sich mir der tiefere Sinn erschloss. Kommt davon, wenn man Texte während der Arbeitszeit schreibt, hm?

@Horst
Meine Zustimmung. Redundante Luftversorgung, mehr Eigenverantwortung (nennen wir es meinetwegen auch Solokompetenz) etc. fehlen halt in vielen Ausbildungen.

Selbst so Kleinigkeiten wie Bojeschiessen ist für viele Neuland, wenn sie das erste Mal auf Safari oder dergleichen unterwegs sind. Macht Unterwasser aber immer wieder "Spaß" den Leuten dabei zuzuschauen, wie sie sich halb selbst mit dem Teil umbringen oder an die Oberfläche katapultieren.

Als guter TL sollte man aber auf so etwas eingehen, auch wenn diese Dinge nicht im Buch, auf den Cue Cards oder sonstwo draufstehen. Passiert auch ab und an, aber leider nicht immer und überall.

CU Oliver
Antwort von Vercingétorix Registriertes Mitglied am 24.08.2010 - 13:00
Ja,Ja Texte wärend der Arbeit.....

Mutig. nöh, Horst wollte dich nur ärgern. Wir reden immer über Solokompetenz, als ob das was besonderes ist. M.E. liegt das am Gedankenverbrechen, Tauche nie allein. Wenn man von Anfang an klar sagen würde, dass man sich nicht Blind auf fremde Tauchpartner, Tauchanleiter etc. verlassen kann, müßte man auch nicht so viel über Solokompetenz erzählen. Konsequent müste man damit anfangen, davon auszugehen, dass man zunächst anfallende Problem alleine lösen muss.
Zwei Abgänge mit zwei ersten Stufen sind eine Selbständlichkeit, auch das ich alleine an meine Ventile komme. Einfache ist es, sich eine kleine Pulle anzuhängen.
Ohne Automat im Mund aus 40 Meter geordnet aufzusteigen, gehörte mal zum Ausbildungskatalog. Ich kann mich erinnern, das ich mehrere Anläufe gebraucht habe um die Sperre in meinem Kopf zu überwinden, den Automat aus dem Mund zu nehmen, den Kopf in den Nacken zu legen und langsam aufzusteigen. War am Anfang schon komisch.
Viele Sache gehen halt unter in der Ausbildung. Die Boje ist ein schönes Beispiel. Ist schon manchmal lustig, erst muss man sich oben angelesene Weisheiten über Fingerspools und wie gefährlich doch ein Tampen mit Bleistück ist, anhören und dann wird das ein lustiges Spiel. Gleiches gilt für den Zweitautomaten. Einfach mal eine lockere Strecke mit dem Zweitautomat des Kollegen tauchen, macht glaube ich heute auch kaum noch einer.
Antwort von Horst D. Registriertes Mitglied am 24.08.2010 - 13:26
so wird doch ein Schuh draus. Hab das in den falschen Hals bekommen.

Es gibt eine ausbildungsrealität die Standard ist und ich mein das jetzt nicht wertend.

Somit gibt es aber zertifizierte Taucher, die noch nie ihr Ventil bedient haben, keine Boje gesetzt haben, für die eine detailliete Tauchgangsplanung ein Fremwdwort ist usw.

Und dies ist eigentlich mein ganzer Ansatz. Solokurse können diese Lücke füllen und haben damit für viele Taucher einen enormen Lehr- und Mehrwert. Ob man danach alleine ins Wasser steigen will - mag jedem selbst überlassen sein.
Antwort von Vercingétorix Registriertes Mitglied am 24.08.2010 - 13:31
Und man den autonomen Taucher und nicht den Eventtaucher wieder zum Leitbild der Ausbildung macht, wäre ein solcher Kurs überflüssig
Antwort von Horst D. Registriertes Mitglied am 24.08.2010 - 13:35
und wenn dir dies auf internationaler ebene gelingt schlag ich dich für die nächste papstwahl vor
Antwort von luft4breakfast Registriertes Mitglied am 24.08.2010 - 13:52
@Vercingétorix
Ein Notaufstieg (ohne Atmung) aus 40m zu üben ist ja auch so mit das Dämlichste was man überhaupt nur jemandem (oder sich selber) antun kann. Ein kleiner Fehler und/oder ein wenig Pech -> Gasembolie, Lungenriss, Herzinfarkt, Schlaganfall usw..
Von dem erhöhten DCI Risiko bei der ganzen Sache mal ganz zu schweigen.
Na ja, früher wurde auch mit 100% O2 deutlich unterhalb von 10m getaucht, mit Pressluft bis zum Anschlag (einige Spezialisten praktizieren das ja immer noch) usw.
Nicht alles was mal gelehrt wurde hat auch eine Existenzberechtigung.
Antwort von Vercingétorix Registriertes Mitglied am 24.08.2010 - 14:28
@luft4breakfast
Ist es das? Was passiert eigentlich, wenn du aufsteigst, den Mund öffnest bzw, den Kopf in den Nacken legst und den Mund öffnest und die Aufstigesgeschwindigkeit einhälst?
DCI bei einhalten der Aufstiegsgeschwindigkeit?
Und was hat der Schlaganfall und/oder der Herzanfall damit zu schaffen?
Ist es gefährlich mit Pressluft über 30 Meter zu tauchen?
Frage über Fragen.........
Antwort von milkyway Registriertes Mitglied am 24.08.2010 - 14:40
Hallo!

Frotzeln=on
Hmm, auf 40m Tiefe einen kontrollierten Aufstieg ohne Luft machen. Dabei bitte die Aufstiegsgeschwindigkeit einhalten. Gehen wir mal von 10m die Minute aus, macht schon einmal 4 Minuten für das Hochkommen. Ach ne, ich mache ja auch immer einen Dekostopp von 3 Minuten, sind wir bei 7 Minuten. Die letzten 6m steige ich mit einem Meter pro Minute auf, macht 5 Minuten zusätzlich (1 Minute abziehen für die restlichen 10m, daher nur 5 Minuten).

Hmm, nach 12 Minuten bin ich ordnungsgemäß und korrekt aufgetaucht. Der Weltrekord im Luftanhalten unter Wasser (naja, Luft anhalten hier wohl eher weniger, ausatmen beim Auftauchen ist ja angesagt, aber das nehmen wir mal) liegt aktuell (15.02.2010) bei 19 Minuten und 21 Sekunden.

Also alles kein Problem.
Frotzeln=off

Sorry Gallier, aber der musste sein

CU Oliver
Antwort von luft4breakfast Registriertes Mitglied am 24.08.2010 - 14:43
"Was passiert eigentlich, wenn du aufsteigst, den Mund öffnest bzw, den Kopf in den Nacken legst und den Mund öffnest und die Aufstigesgeschwindigkeit einhälst? "

Was passiert wenn der Tauchschüler die Aufstiegsgeschwindigkeit überschreitet, seinen Regler in den Mund nimmt weil er Luftnot verspürt, und einen Atemzug nimmt?

" DCI bei einhalten der Aufstiegsgeschwindigkeit? "

Eine Übung ist eben eine Übung, die laufen manchmal nicht so wie geplant. Sonst müsste man ja auch nicht üben.

" Und was hat der Schlaganfall und/oder der Herzanfall damit zu schaffen? "

Schlaganfalll/Herzinfarkt durch Gasembolie, z.B. beim Lungenriss?

Die Übungen wurden in der alten Form wurden abgeschafft weil es eine ganze Reihe von schweren Unfällen gab, Lähmungen, Todesfälle, schwere DCI, solche Sachen eben.

"Ist es gefährlich mit Pressluft über 30 Meter zu tauchen? "

Mit Pressluft+Tief meinte ich Tiefen in denen eine Stickstoffnarkose garantiert ist, z.B. bei 50m, oder gar welche bei denen der PO2 jenseits der 1,4/1,6 ansteigt.
Sowas gehört früher bekanntlich auch zum Ausbildungsprogramm (und teilweise bei CMAS ja immer noch).
Antwort von luft4breakfast Registriertes Mitglied am 24.08.2010 - 14:48
Finde den Artikel hier ganz interessant, man beachte das Erstellungsdatum (1978):
Hier ein kleiner Auszug, weiter unten der Link.
[...]
Von 400 befragten Tauchern gaben 3 an, einmal aus einer wirklichen Notlage heraus, einen Notaufstieg eingeleitet zu haben. Der notfallmässige Notaufstieg ist - halten wir uns diese Tatsache doch einmal vor Auge - ein höchst seltenes Ereignis.
Auf der anderen Seite stehen die zahlreichen übungsmässigen Notaufstiege, die tragisch endeten: Lungenrisse, Hirnschädigungen, Lähmungen, vielfach mit tödlichem Ausgang.
Sind angesichts dieser Tatsachen übungsmässige Notaufstiege überhaupt noch gerechtfertigt?
[...]

Hier klicken
Antwort von Vercingétorix Registriertes Mitglied am 24.08.2010 - 15:03
@milkyway
Ja, stimmt schon, etwas schneller inerhalb der Toleranz muss man schon sein
@luft4breakfast
Mmmh, richtig ist, dass die Übung schon ein erhöhtes Risiko beinhaltet und einer deutlichen Absicherung bedarf. Aber die Behauptung es habe vermehrt tragische Enden gegeben, ist durch nichts belegt.
So So 50 Meter mit Pressluft verhilft einem zu einer Stickstoffnarkose. Was soll man zu solch puaschalen Vereinfachungen noch schreiben?
Nichts.......
Antwort von milkyway Registriertes Mitglied am 24.08.2010 - 15:11
Hallo!

Hmmm, 50m garantiert eine Stickstoffnarkose. Da sehe ich Kollegen Oskar F. Ehm den Kopf schief halten

CU Oliver
Antwort von Bounty Registriertes Mitglied am 24.08.2010 - 15:42
Huhu Haifischsuppe,

du fragst doch nicht WIRKLICH nach DEM einen Brevet der Glückseeligkeit, oder? Das gibt es nicht!

Ein Solo-Brevet ist genauso exotisch oder alltäglich, wie jedes andere Brevet auch … und so nehmen Diskussionen einen oftmals erstaunlichen Verlauf.

Solokompetenz bedeutet keinen Solotauchgang – aber immerhin ist dieser so denkbar oder möglich.

Alleine Tauchen ist wieder was anderes, wird aber auch gerne in diese Diskussionen mit eingeworfen …

Wäre ich eine Tauchbasis, und du würdest dein Anliegen so bei mir vortragen, so würde ich gänzlich anders reagieren.

In diesem Fall kennst du mich nicht, ich dich auch nicht.
Du möchtest aber alleine Tauchen (ggf. SOLO, was wieder etwas anderes ist…), aus welchen Gründen auch immer.

Sowas geht immer, wenn man sich kennt. Aber Urlaubsreisen sind hier schon ein wenig anders … zu recht!

Um was geht es dir also wirklich?

Gruß von Bounty,die auch mal Solo unterwegs ist …
Antwort von luft4breakfast Registriertes Mitglied am 24.08.2010 - 16:01
@Vercingétorix
"So So 50 Meter mit Pressluft verhilft einem zu einer Stickstoffnarkose.Was soll man zu solch puaschalen Vereinfachungen noch schreiben? "

Schreiben soilltest du vielleicht dazu gar nichts, sondern erstmal ein wenig über das Thema lesen.

Studie aus 1960 (US Navy):
PERFORMANCE IMPAIRMENT AS A FUNCTION OF NITROGEN NARCOSIS
Hier klicken

Eine aus 1989 (Undersea Biomedical Research Journal):
Effect of brief, repeated hyperbaric exposures on susceptibility to nitrogen narcosis
Hier klicken

Und:
The Visual Evoked Response As A Measure Of Nitrogen Narcosis In Navy Divers (Studie der Navy von 1971)
Hier klicken

Viel Spass beim Lesen...

Antwort von klarwassertaucher Registriertes Mitglied am 24.08.2010 - 17:15
Moin, zum ursprünglichen Thema: Ich wage zu zweifeln, ob ein "Solotauchbrevet" (egal wie sein tatsächlicher Wert bezüglich erworbener Kompetenz und Fähigkeiten ist) im Ernstfalle tatsächlich das Solotauchen an einer beliebigen Basis garantiert. Es gab zu einem ähnlichen Thema, nämlich der Gültigkeit von deutschen Tauchtauglichkeitsuntersuchungen im Ausland, vor kurzem einen thread im Medizinforum und da wurde klargestellt dass es einer Tauchbasis weitgehend selbst überlassen bleibt, welchen Wisch und welches Kärtchen sie anerkennt. Wenn eine Basis, aus welchen Gründen auch immer, Solotauchen grundsätzlich ablehnt, dann hilft auch die goldene SuperduperPADICMASSSI-Solotechtauchkarte nix. Das zur faktischen Lage. Dass ich es für ärgerlich und faktischen Blödsinn halte, jemandem der habituell in deutschen Gewässern ganzjährig tiefe Solotauchgänge macht im Urlaub das "Gerätetiefschnorcheln" am Hausriff, wo man nur mit massivem Spateneinsatz tiefer als 10m kommen kann zu verbieten, steht auf einem anderen Blatt.
Hartmut
Antwort von klarwassertaucher Registriertes Mitglied am 24.08.2010 - 18:08
Nochmals Moin, auch wenn der thread über das Thema "was mache ich als Solotaucher in einer OOA-Situation" schon hinweggegangen ist: Eine "echte" OOA- Situation (also wirklich keine Luft mehr in der Flasche) ist beim Solotauchen eher selten- wer wirklich mit Solokompetenz taucht, achtet ständig auf seinen Flaschendruck. Selbst bei Fehlern in der Dekoberechnung besteht für einen erfahrenen Solotaucher keine unmittelbare Gefahr- er sitzt, so gut es geht, seine tiefen Stops ab und taucht dann mit den letzten 10 bar auf- danach dann Rettungskette oder nachgeholte Deko, je nach dem was den Umständen nach möglich ist.(Ist keines von beiden möglich, stirbt man eben wie ein Mann....)
Die meisten sog. OOA-Situationen entstehen aber aus abblasenden Reglern, hier kann man, bei Doppel(abgangs)geräten den abblasenden Regler abdrehen und aus dem Reserveregler atmen, ggf. auch wieder wechseln, falls der Reserveregler auch vereist (ist mir schon passiert) und den Tauchgang beenden. Bei Monogeräten kann man aus geringen Tiefen auch mit abblasendem Regler aufsteigen (man muss ihn meist nicht mal aus dem Mund nehmen, Zunge als Ventil reicht oft, das Abblasen passiert dann über das Ausatemventil) oder das Flaschenventil "quenchen", d.h. fast völlig zudrehen, so dass der Luftstrom gedrosselt wird und der HD- Schlauch zum Fini als Puffer wirkt. Wenn wirklich keine Luft mehr kommt, hat man immer noch das Jacket, mit dem man zumindestens fünf oder sechs Atemzüge Pendelatmung machen kann, bevor der CO2- Gehalt zu hoch wird. Das sind alles keine Hexenkunststücke, man muss sie nur geübt haben und mental darauf vorbereitet sein dass so etwas passieren kann. Dazu gehört auch, dass das Rigg entsprechend konfiguriert ist: Wenn man bei geschlossener Bebänderung nicht an sein(e) FLaschenventil(e) kommt, muss mann eben die Unbequemlichkeit eines locker sitzenden Jackets in Kauf nehmen, um die Flasche bis in Griffweite an den Kopf ziehen zu können, oder man muss das Jacket notfalls ablegen können....
Just my 2 cents,
Hartmut (der das alles, incl. Westenatmung, schon gemacht und immer noch keine Pilze in der Lunge hat)
Antwort von anonymes Posten Registriertes Mitglied am 24.08.2010 - 20:20
1. Ich gehe davon aus, dass der, der ein Solotauchbrevet machen will, auch vorher schon solo getaucht ist. Nur "Solokompetenz" erwerben zu wollen, ist eine feige Ausrede.
2. Je nach Ausbildungsorganisation, Ausbilder und eigenem Bemühen lernt man da im Kurs auch was, oder eben nicht. Schaden kann es in keinem Falle, so teuer ist so ein Kurs nicht. Es gibt weitaus sinnlosere Kurse.
3. Wenn auch nur die Möglichkeit besteht, dass im Ernstfall (so man es solo überlebt) eine Versicherung rascher zahlt, ist der Kurspreis schon gerechtfertigt.
4. Natürlich kann man auch im Ausland redundante Ausrüstung benutzen, z.B. könnte man sich eine 2. Flasche leihen, und seitlich befestigen. Ist gar nicht teuer. Vielleicht bei Strömung etwas ungünstig, aber ansonsten kein großer Aufwand.
(Von Ersatzmaske usw. gehe ich sowieso aus, aber das weiß der geneigte Solotaucher doch auch schon vor dem Kurs.)
Antwort von anonymes Posten Registriertes Mitglied am 24.08.2010 - 21:14
Nochwas:
"Ich gehe zu der Tauchbasis, zeige das Kärtchen, und alles was ich von den Kindergärtnern, äh Diveguides zu hören bekomme ist:"
..das würde ich so nicht formulieren, verallgemeinert. Das Schlimme sind oft nicht die Kindergärtnerinnen, das Schlimme sind die anderen Kinder, die man nicht verlassen darf.

"Bitte, bitte sagt mir, dass diese Karte mir meinen Traum von Freiheit im Wasser wiedergibt"
Alternative: Ebensolchen Träumer suchen, und spezielle Handlungsschemen bei Buddyverlust (z.B. "Weitertauchen") vereinbaren...
Solange nichts passiert, ist dann alles ok. Wenn was passiert...
Weiß nicht, ob man die Verabredung dann nachweisen muss.
Antwort von Vercingétorix Registriertes Mitglied am 25.08.2010 - 09:52
Vielleicht fängst du mal mit dem Ehm an, der ist in deutsch, dann verstehst du auch was luftfürfrühstück. Ich für meinen Teil kann die Geschichte mit EAN 21, 50 Meter und Stickstoffnarkose so nicht bestätigen.
Antwort von milkyway Registriertes Mitglied am 25.08.2010 - 10:04
Hallo!

@Gallier
Dann denk aber dran, was ihm Ehm steht. Die Anfälligkeit für eine Stickstoffnarkose ist bei jedem anders. Es besteht die Möglichkeit der Gewöhnung an höhere Stickstoffpartialdrücke, diese sind aber nicht zwangsläufig.

Es wird immer Taucher geben, die bei 50m nicht in der Lage sind, auch nur 2+2 korrekt auszurechnen. Andererseits gibt es Taucher, denen machen auch größere Tiefen nicht sofort was aus. Sonst wäre U-869 auch nie entdeckt und identifiziert worden (wobei es auch dort eine gewisse Mortalitätsrate gab - war aber auch etwas tiefer als 50m).

Man kann die Sache mit der Stickstoffnarkose also nicht verallgemeinern. War Dir klar, logens, sollte aber nochmal so gesagt werden für die Allgemeinheit.

CU Oliver
Antwort von luft4breakfast Registriertes Mitglied am 25.08.2010 - 10:58
@Vercingétorix
Die Stickstoffnarkose und deine subjektive Empfindung dafür., sprich Art und Umfang der gefühlten Symptome, sind zwei komplett getrennte Dinge.
Fakt ist, dass die narkotische Wirkung eintritt, auch weit überhalb von 50m. Fakt ist auch, das die Wirkung messbar ist, u.a. anhand der Reaktionsgeschwindigkeit und anderen Faktoren. Auch das weit oberhalb von 50m.

Fakt ist auch, dass diese messbaren Wirkungen lt. Studien dann nicht eintreten, wenn Stickstoff durch z.B. Helium ersetzt wird.
Das kann man in den o.g. Studien nachlesen wenn man mag, an anderen Quellen ebenfalls.

Fakt ist auch, dass es trotzdem Taucher wie dich gibt, die unterm Strich nichts von alledem merken (oder glauben zu merken), auch nicht bei 50m oder tiefer. Und dann gibt es welche, die an einem Tag betroffen sind, beim nächsten Mal plötzlich nicht mehr.
Und selbst wenn man selber nicht unmittelbar etwas davon merkt (oder meint zu merken), dann heisst das ja bekanntlich auch nicht unbedingt etwas.
Fakt ist, Stickstoff wirkt narkotisierend. Ab ca. 20 Metern messbar. Wie sich das dann in der Praxis auswirkt hängt von enorm vielen Faktoren hab .
Antwort von Vercingétorix Registriertes Mitglied am 25.08.2010 - 12:20
@milkyway
Gorgonien im Mittelmeer sind nicht so flach anzutreffen, von daher ist mir das bekannt, in vielen Ausprägungen, bei mir, bei Tauchpartnern.
@luftfürsfrühstück
Wenn du das so schön auseinandernehmen kannst, warum pauschalisierst du das ganze und servierst uns Studien die zum Teil ehr historisch Charaktert haben. Das Mischgase deutliche Sicherheitsreserven bieten ist mir auch bekannt. Allein ich teile nicht die heute gültige Meinung, das Tauchgänge über 30 Meter nur sicher mit Gasgemischen zu absolvieren sind. Wobei es z.B. in Frankreich durchaus üblich ist mit Pressluft tiefe, kurze Tauchgänge zu machen. Die Unfallzahlen sind nicht höher als bei uns. Die Ausbildungsverkäufer im technischen Bereich sind nur nicht so weit verbreitet, wie bei uns.
Antwort von milkyway Registriertes Mitglied am 25.08.2010 - 15:49
Hallo!

@Gallier
Nun ja, die kurzen und tiefen Tauchgänge darf man nun in Frankreich ja an der Hand eines TL** machen.

Da kann einem ja nichts mehr passieren

CU Oliver
Antwort von Vercingétorix Registriertes Mitglied am 25.08.2010 - 15:56
Kommt auf deine Glaubensrichtung an, wenn du an eine gewerbliche Bude anklopfst.
Wobei platzt du nicht eh bei 30 Meter

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