Sony DSC - W 7 mit MPK - WA Abgesandt von togab999 am 24.07.2005 - 12:03:
Hallo zusammen, hat schon jemand UW - Erfahrung
mit der Sony DSC-W7 gemacht ????
Wie sieht es mit der Handhabung unter Wasser aus ? Reicht der Blitz, oder braucht man unbedingt einen Externen ? Wobei ein externer Blitz natürlich immer besser ist, aber kann man den auch an die Sony anschließen ? Ist ein Rotfilter angebracht, oder kann man darauf verzichten ?
Danke
hab die DSC P-100.
Eigentlich identische Technik zur W1 (Vorgänger mit 5 Meg). Daher mein Tip:
Rotfilter ist warscheinlich sehr sinnvoll. Hab meinen gerade bestellt, da trotz Nachbearbeitung, die Bildr nicht so waren, wie Fotos mit integriertem UW-Programm.
Gruß
tfrueh
Antwort von saxe am 25.07.2005 - 08:25 Hallo Togab,
wie bei fast allen Kompakten ist der interne Kamerablitz zu 98% nicht geeignet. Im Makrobereich werden damit lediglich die Schwebeteilchen vor der Kamera angeleuchtet, im Weitwinkelbereich ist die Leistung des internen Blitzes ungenügend. Abhilfe schaffen externe UW-Blitze und Rotfilter. Die Rotfilter sind kein Ersatz für einen externen Blitz, können aber gute Ergebnisse bei richtigem Einsatz liefern. Seewasserfeste Glasfilter in allen gängigen Gewinden werden von UR-PRO hergestellt und in Deutschland über SUBAL vertrieben.
Einen Erfahrungsbericht mit Beispielbildern findest Du hier(dabei wurde ein vergleichbarer Gelfilter von Kodak eingesetzt, CC40 Wratten):
Hier klicken Ein Beispielvideo mit Rotfiltereinsatz (wechselnd mit/ohne Filter) veranschaulicht die Leistungen der Filter und ihre Grenzen:
Hier klicken
Einen Leitfaden für externe UW-Blitze an kompakten Kameras inklusive der Ansteuerungen(es gibt verschiedene Möglichkeiten) kann hier nachgelesen werden: Hier klicken
Und bevor die Frage gestellt wird und der Rat von anderer Seite erfolgt: UW-Lampen (Videoleuchten) sind KEIN Ersatz für UW-Blitze. Rotfilter funktionieren bei richtiger Anwendung.
Gruß Udo
www.uwpix.net
Antwort von Jürgen Bednarzik am 28.07.2005 - 22:49 Hallo Udo,
eine Aussage, "bei fast allen Kompakten ist der interne Kamerablitz zu 98% nicht geeignet" ist schlichtweg falsch.
Mit dem internen Blitz geht zwar nicht alles, aber eine ganze Menge. Wer lieber taucht und mit handlicher Ausrüstung gern mal fotografiert (statt zu tauchen um zu fotografieren), ist damit sehr gut bedient.
Du kannst gern mal auf meiner HP (Hier klicken) vorbeischauen und Dir die Galerien Bunaken und Kapalai ansehen. Wenn Dir das nicht reicht, such mal den Link auf Bilder, den hier vor einiger Zeit ein Mädel, das mit einer Canon A85 arbeitet gepostet hat. Sind spitzen Bilder , natürlich auch mit internem Blitz.
Viele Grüße,
Jürgen
Antwort von saxe am 30.07.2005 - 10:46 @Jürgen: Teilweise gebe ich Dir recht. Bei glasklarem Wasser und kleinen Motiven und Makro können akzeptable Ergebnise mit internem Blitz dabei rum kommen. Sollten sich geringfügige Mengen an Schwebeteilchen im Wasser befinden sind die Ergebnisse bekannt und vorhersagbar, im Weitwinkelbereich kann von Ausleuchtung mit dem internen Blitz nicht die Rede sein, aber das ist natürlich auch eine Frage des eigenen Anspruchs .
Der interne Blitz ist einfach mangelhaft in Leistung und Position zum Objektiv, die einschlägige Fachliteratur bietet ausreichend Lesestoff zu diesem Thema.
Mit Deiner langjährigen Erfahrung kannst Du sicherlich vorher gut abschätzen, welche Motive sich eignen und welche besser nicht... aufschlußreich wäre das Verhältnis von brauchbaren Aufnahmen zu unbrauchbaren...?
BTW, nette Galerie und erlesene Reiseziele Nix für ungut ...
Antwort von Jürgen Bednarzik am 02.08.2005 - 20:47 Hallo Udo,
eine normale Digiknipse (zumindest meine) hat weder einen echten Makro noch einen Weitwinkelbereich. Ich würde es mal als eine Fischportraitoptik bezeichnen. Du brauchst / kannst Dich also nicht auf Makro beschränken und Weitwinkel geht eh nicht.
Glasklares Wasser ist immer schön beim fotografieren, aber auch in der Ostsee lassen sich schone geblitzte Bilder machen. Man muß halt nahe ran. Daß sollten man bei der Unterwasserfotografie aber immer berücksichtigen. Wer im Baggersee seinen Tauchpartner aus 1,5 Metern Entfernung fotografieren will, dem hilft auch kein externer Blitz (sondern höchstens Mitleid ).
Schön ist dabei, daß man mit einer kleinen Knipse auch näher am viele Fische herankommt, als mit einer Ausrüstung, bei der von oben auch noch der Blitz droht.
Und da ich mit der Digiknipse ohnehin nichts blitzen will, was weiter als einen halben Meter weg ist, reicht die Leistung des internen Blitzes voll und ganz. Allerdings fällt mir auf, daß die Automatik der Kamera in Situationen mit wenig Licht und hellen Stellen im Bild die Blende dicht macht, ohne Umgebungslicht nur mit Blitz arbeite und den Blitz zu früh abschaltet (ich nehme an, wenn das erste Pixel fast weis ist, um eine Überbelichtung zu verweiden. Der Rest vom Bild säuft dann ab...) Dann kommt man im manuellen Modus doch zu guten Ergebnissen.
Du redest da von "einschlägiger Fachliteratur" weis meinst Du damit. Hoffendlich nicht irgendwelche Internetforen..... Ich habe früher übrigens auch mit dem internen Blitz der MMII schlechte Erfahrungen gemacht (na ja, Naheeinstellgrenze >50 cm) und mit der Digiknipse erst mal nur ohne Blitz gearbeitet. Bis ich es halt mal probiert habe...
Wenn Du noch etwas zum Ausschuß wissen willst, den gibt es bei der Unterwasserfotografie immer reichlich. Bei der Digiknipse sind die Gründe hauptsächlich in der langen Auslösezeit / dem langsamen Autofokus zu suchen. Es folgen "die Automatik macht nicht was ich will" und andere. Ausschuß durch Schwebeteilchen ist eher selten. (So wie letztes WE bei einem Wels und gut einem Meter Sicht. Da habe ich alle Geblitzen in die Tonne getreten, die ohne Blitz gemachten sind aber vorzeigbar...)
HTH,
Jürgen
Antwort von saxe am 02.08.2005 - 22:11 Hi Jürgen, nur damit wir nicht komplett vom Thema abkommen und nur ganz kurz angemerkt: unter einschlägiger Fachliteratur meine ich Bücher in gedruckter Form von anerkannten und namhaften Autoren(nur ein Beispiel, Herbert Frei)und nicht produzierte Online-Erfahrungen selbsternannter Experten. Denn die Grundlagen der Unterwasserfotografie und damit auch die Grundlagen der Ausleuchtung(Blitz) ändern sich nicht, das gilt für die ältere Nikonos V genauso wie für aktuelle D-SLRs (Canon 20D) in entsprechenden Gehäusen.
Lange Auslöseverzögerung: ist ein kamerabhängiges bekanntes Problem und daher nur für einige Kameras gültig. Je weniger Licht, um so schlechter das Fokusverhalten und damit die Zeit, welche die Kamera zum Scharfstellen benötigt, aus dem Grund werden immer mehr Blitze mit eigenem Pilotlicht verwendet und andere rüsten ein Pilotlicht zusätzlich zum Blitz nach.
Eine Taucher in 1,5m Entfernung abzulichten ist kein Problem, ist eben abhängig von der verwendeten Kamera, Lichtverhältnissen, Blitz und Sichtweite. So einige weisen mit Kompakten erstaunliche Ergebnisse vor, dabei sind erstaunlicherweise meistens Benutzer mit externen Blitzgeräten, aber ich wollte keine Grundsatzdiskussion vom Zaun brechen, es gibt eben persönliche Standpunkte und Meinungen, welche sich nicht meinungsbildend diskutieren lassen Deine nicht verwendbaren Aufnahmen bei 1m Sicht und internem Blitz(wenn das Deine jetzige Ausrüszung ist) verwundern mich nichtmal ein wenig, ich hatte dazu ja bereits Stellung genommen und Du hast soeben meine Behauptung bestätigt. In Deinem Fall hätte ein Blitzarm und eine gute Positionierung des externen Blitzes zu akzeptablen bis guten Aufnahmen führen können.
Meine Frage zu Deiner verwendeten
Kamera/Ausrüstung blieb trotz Deiner langen Antwort unbeantwortet.
Gruß Udo
kann es vielleicht sein, daß Dein Haupanliegen im Verkauf von externen Blitzen und anderer Ausrüstung liegt und Deine Kenntnis der Unterwasserfotografie doch eher aus zweiter Hand stammt?
Vielleicht tue ich Dir aber Unrecht. Dann poste doch bitte links auf Bilder, wo Du einen Taucher aus 1,5 Meter Entfernung mit Blitz abgelichtet hast. Auch auf eine Beispielaufnahme eines ein Meter langen Objekts, das bei einem Meter Sicht mit einem externen Blitz abgelichtet wurde, bin ich höchst gespannt.
Deine Anmerkung zur Autofokusgeschwindigkeit einer kompakten Digiknipse (um so etwas geht es hier) zeigen mir, das Du auch mit solchen Teilen noch keine eigenen Erfahrungen sammeln konntest.
Zum Originalposter: man braucht am Anfang durchaus keinen externen Blitz. Zunächst einmal ist der Fotograf das größere Problem. Und wenn man die Digiknipse soweit beherrscht, daß es doch die Kamera ist, die bessere Bilder verhindert, weis man auch, in welche zusätzliche Ausrüstung es zu investieren lohnt. Bei der Sony DSC-W7 wäre ich aber vorsichtig. Die manuellen Eingriffmöglichkeiten sind seeehr eingeschränkt.
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