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St. John`s

Hallo,

habe gehört, daß St. John`s im Roten Meer wegen der Haiangriffe zum Tauchen gesperrt ist. Weiß jemand etwas darüber? Und wenn es stimmt, wie lange wird es wohl dauern bis diese Gebiet wieder freigegeben wird. Wir wollen im September dort zum Tauchen hin.

Gruß
Betty
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02.07.2009 22:11
Nein, es ist nicht für Taucher gesperrt. Was nicht geht:
Schnorcheln
Nachttauchen
Lebensmittelreste von Bord in Wasser kippen
sonstwie Haie anfüttern
03.07.2009 00:27
wie es heute aussieht weiss ich leider nicht, aber vom 8.06. bis 13.06 hatte ich eine St`John Safari gebucht und wir konnten nicht runter in den tiefen Süden

Die Tauchplätze dort waren total gesperrt (von der Regierung, so hiess es) und alle Boote blieben auch weiter nördlich

An deiner Stelle würde ich vorab oder spätestens beim einchacken auf dem Boot ganz offiziell nachfragen mit der Bemerkung, dassentweder die St. Johns Riffe (6 Tauchplätze soviel ich weiss) angefahren werden können oder dann die Route ändern (Deadalus, Brothers oder was weiss ich)

Wir haben bei unserer Tour erst am zweiten Abend erfahren dass St John`s gesperrt ist, also zu spät, um Brothers oder so anzufahren, aber wir haben auf Elphinstone beharrt. Leider um 6.00 Uhr keine Hammerhaie, dafür um 11 Uhr einen Manta während 23 Minuten und einen Longimanus bei den Zodiacs.

Viel Glück und viel Spass bei deiner Safari
Jackie
03.07.2009 07:06
Wir waren vom 11.6. bis zum 18.6. auf einer St. Johns Safari, allerdings nur 2 Tage in diesem Gebiet. Es waren sehr viele andere Schiffe auch dort. Nachttauchen wurde bei uns angeboten. Die einzige Einschränkung war, dass schnorcheln verboten war. Also, ich glaube schon, dass ihr im September fahren könnt.

Ich wünsche euch eine sehr schöne Safari!
03.07.2009 09:00
Winnetou ich drück Euch die Daumen dass Ihr noch runter dürft und nicht noch mehr Meldungen wie diese http://www.diveinside.de/aktuell_Haie_und_ein_ganz_besonderer_Buddy_3751.html die Runde machen. Wer weiß was sich dann noch so alles überlegt wird!
03.07.2009 09:20
@Proxima
Nachttauchen ist an den "äusseren Riffen" verboten!!

Gruß
Weltenbummler
03.07.2009 10:04
Stimmt, aber es gibt leider immer wieder unverbesserliche und verantwortungslose Anbieter, die so etwas ignorieren! Und das französische Safariboot, auf dem neulich die zerfleischte Schnorchlerin war, ist wohl auch etwas lernresistent und hat wohl eine Tour später wieder Haie angefüttert.
Chris76Baumschule
03.07.2009 10:29
@ Juergen:

da das von D-32 genutzte Wort "wohl" auf den Konjunktiv schließen lässt, handelt es sich dabei -wohl- um Höhrensagen.
Da es sich bei diesen Safaries in erster Linie jedoch um Umsatz für die Betreiber handelt, ist es doch bei einigen Anbieter vorstellbar, oder?!?
03.07.2009 10:42
nee, es ging mir um die aussage von d32 : "... hat wohl eine Tour später wieder Haie angefüttert ..."

wenn dazu fakten vorhanden sind, brauchen wir die. es wird versucht diese schiffe zu "fassen" und entsprechend zu verurteilen.

das problem hierbei ist: mit sicherheit wissen ganz viele der user hier namen und fakten von schiffen, die solche fütterungen durchführen, haben auch bilder oder videos. aber aus angst, irgendjemanden an den "karren" zu fahren, halten alle zurück.

und so gehts leider weiter mit der kacke.. und das bremst hier unten alle aus, die da etwas dran ändern wollen, sei es goverment oder tauchbasen...
DivetobiAOWD+Nitrox
03.07.2009 10:48
Auf dem Rückweg von einer Sudansafari auf der Royal E. machten wir einige TG`s an den St.Johns Riffen. Im Vergleich zu den TG`s im Sudan verhielten sich die Haie(ebenfalls Longis) völlig anders. Sie zeigten keinerlei Scheu und waren sofort zur Stelle, wenn die Taucher ins Wasser sprangen, d.h. für mich, daß sie das Geräusch mit Futter assoziieren, also angefüttert werden. Das sowas irgendwann mal in die (Neopren)Hose geht, war eigentlich abzusehen.
Chris76Baumschule
03.07.2009 11:16
Ich wollte damit ausdrücken, dass es sich bei der Aussage nicht um Fakten handeln wird. Persönlich finde ich dies mehr als löblich und es verursacht ein wenig Unmut bei mir. Hierbei sollte man schließlich bedenken, dass von solch einem Verhalten im schlimmsten Falle Menschenleben abhängen.
Wobei ich ausdrücklich darauf hinweisen möchte, dass den Hai dabei nicht die geringste Schuld trifft.
shuttleTL** / Instructor Trainer / MSDT / TMX
03.07.2009 11:32
" dass Ihr noch runter dürft und nicht noch mehr Meldungen wie diese Hier klicken die Runde machen. Wer weiß was sich dann noch so alles überlegt wird! " -> Steffen ... genau deswegen mag ich solche Artikel nicht. Ein offensichtliches Fehlverhalten einer Anfängerin nebst Guide, und welchen solchem Quatsch werden dann Riffe gesperrt, anstatt dass sich die Veranstalter mal überlegen, wie sie ihre guides schulen und welche Gäste sie an Außenriffe mitnehmen (neben dem Unterbindung von Fütterungen). auch das Nachttauchverbot kommt ja letztlich nur daher, dass man mit Leuten, die nicht dafür geeignet sind, ins Wasser geht. Wieso soll ich nicht da rein
03.07.2009 11:48
" Ein offensichtliches Fehlverhalten einer Anfängerin nebst Guide,"

Shuttle, für mich hat NUR der Guide, der nunmal für die Sicherheit zuständig ist, die Verantwortung, es sein denn, die Gäste gehen ins Wasser, obwohl er es ausdrücklich untersagt. Hätte die Frau auch nur ansatzweise eine Ahnung gehabt, was hätte passieren können, wäre sie wohl an Bord geblieben.

Ich habe aber nach den ganzen Berichten so den Eindruck, dass momentan auch "Haierfahrung" und richtiges Verhalten einen neuen Unfall nicht verhindern kann.

Das die "Le Nautile" eine Woche darauf wieder angefüttert haben soll, habe ich auch in Hurghada erfahren, aber es gibt leider keine Bilder davon. Das Boot lag letzte Woche an den Brothers neben uns, anfüttern konnten wir nicht beobachten (naja...wer glotzt schon stundenlang auf´s Nachbarboot), aber am Riff haben sich die Franzosen unter aller Sau benommen. Shuttle beim Nachttauchen mit den Haien, wie sie sich gerade verhalten ist sicherlich nicht empfehlenswert. Wir hatten auf der Tour (Brothers, Deadalus, Elphinstone) zwar Longimanus am Boot aber wenn wir im Wasser waren nicht, bzw. nur einmal 5-6m entfernt ganz kurz und nicht neugierig.
shuttleTL** / Instructor Trainer / MSDT / TMX
03.07.2009 12:15
Hi Steffi,
ich kenne den guide, eigentlich ein guter Mann und es wundert mich etwas, dass er mit ihr rein ist. Gut, von Haien hat er wenig Ahnung und Briefing in dieser Hinsicht ist sehr dürftig (siehe meinen Beitrag im parallelen Biologie-Thread). Aber die verantwortung NUR einm Guide aufzuerlegen, nein, das würde bedeuten, die Eigenverantwortung beim Tauchen zu negieren. Das geht nicht. Wer nicht abtauchen kann, hat auf einer Safari insbesondere an Außenriffen nichts verloren. Bleiben wir mal hierbei. Das heißt dann übersetzt, wenn zügiges Abtauchen gefordert ist (nicht wegen Haie sondern z.B. wegen starker Strömung) und es jemand nicht packt, ist dann auch der Guide schuld ??????? Weil, hätte der Taucher/die Taucherin nur ansatzweise eine Ahnung gehabt, was passieren könnte ... Auf unserer Safari konnten einige keine Boje setzten, auch der Guide verantwortlich??? Mal ehrlich, was kann der dafür, dass heutzutage Leute auf dem Boot sind, von denen man nach diesen Grundsätzen die Hälfte gar nicht ins Wasser lassen dürfte? Ich denke der guide, der so rigoros handelt, macht nur eine Tour, dann ist er arbeitslos Ich denke, du weißt was ich meine.

"Ich habe aber nach den ganzen Berichten so den Eindruck, dass momentan auch "Haierfahrung" und richtiges Verhalten einen neuen Unfall nicht verhindern kann" -> auch das sehe ich anders. Um mich nicht zu wiederholen http://www.taucher.net/forum/bioShow.html?messageNummer=2969
LinuskoelnBarakuda TL
03.07.2009 13:16
Was St. Johns angeht:

Das Gebiet ist nicht gesperrt und es war auch nie gesperrt - für die Safaribetreiber gab es lediglich eine Empfehlung der HEPCA, St. Johns nicht anzusteuern. Verboten sind lediglich Nachttauchgänge und Schnorcheln an Riffen, an denen häufig Hochseehaie vorkommen - dies gilt aber auch für Brothers/Deadalus (und galt dort, zumindest was das Nachttauchen angeht, auch schon vor den Haiattacken).

Was die Steigerung der Gefährdung durch Haie angeht, hier ein Auszug aus einem Bericht:
"Auswertungen von Sharkproject haben ergeben, das fünf Parameter beim Tauchen mit Haien die Gefahr für den Menschen deutlich erhöhen. An oberster Stelle steht "Futter im Wasser", gefolgt von Sinnesirritation der Fische, etwa durch schlechte Sicht oder laute Geräusche. Auch die Konkurrenz von mehreren Tiere sowie die Konditionierung der Haie durch den Menschen spielen eine Rolle. Letzter Punkt ist das Individualverhalten der Tiere: Jeder Hai ist anders, was er mit dem Hund gemeinsam hat."
Ganzer Text: http://www.spiegel.de/reise/fernweh/0,1518,628284,00.html

Vieles, was sonst über das richtige Verhalten bei Haikontakten durch die Gegend geistert, liegt an einem der größten Fehler vieler Verhaltensforscher: Die "Vermenschlichung" des Verhaltens wilder Tiere ala "macht der Hai das, dann denkt er/will er/verwechselt er..."

Zur "Le Nautile": Wenn ein Boot in einer Woche eine Tote und in der Folgewoche eine Beissattacke zu beklagen hat, ist das statistisch gesehen schon ein großer Zufall. Anfütterungen von denen haben wir an den Brothers nicht gesehen, wohl aber ein Verhalten unter Wasser, welches mehr als fragwürdig ist (hektisches Zappeln, alle kreuz und quer auseinander etc.).

Schöne Safari,

Linus
03.07.2009 13:52
Shuttle meine Antwort bezog sich auf den Unfall auf der "Le Nautile" mit der französischen Schnorchlerin. Deshalb ist meiner Meinung nach der Guide verantwortlich, anfüttern und dann ins Wasser hopsen und schnorcheln, das geht gar nicht.
03.07.2009 14:27
Steffi, ich sehe es genau so! Der Guide ist primär für alle wasserrelevanten Aktivitäten an Bord verantwortlich. Er muss auch ein Schnorchel- und ein Anfütterungverbot rigoros durchsetzen. Tut er es nicht, gehört er auf der Stelle gefeuert.

Einerseits ist es wirklich gut, dass das Foto der toten Schnorchlerin nicht öffentlich ist. Andererseits müsste man das Foto allen Tourguides an die Innenseite ihrer Kabine nageln.
shuttleTL** / Instructor Trainer / MSDT / TMX
03.07.2009 15:09
Steffi, D32, alles klar, da geb ich euch Recht. Ich dachte, Steffi bezieht sich auf den Taucher-news Bericht, da sie mir ja auf meinen diesbezüglichen Beitrag geantwortet hat.
03.07.2009 16:48
@Juergen
"das problem hierbei ist: mit sicherheit wissen ganz viele der user hier namen und fakten von schiffen, die solche fütterungen durchführen, haben auch bilder oder videos. aber aus angst, irgendjemanden an den "karren" zu fahren, halten alle zurück"

Genau das ist das Problem!
Ich habe auf meinen Thread zu dem Thema keine einzige verwertbare Aussage bekommen, sogar die Chamber of Diving and Watersports hat sich bei mir gemeldet, die suchen auch Namen der Boote, um gegen den Unsinn vorzugehen. Aber hier auf Taucher.net kam noch kein einziger Augenzeugenbericht oder Name eines Bootes....
irgendwie entäuschend!

http://www.taucher.net/forum/Haifuetterungen_von_Safaribooten_-_Kann_man_einschreiten___div7058.html

LG Schaffel
03.07.2009 19:43
Hallo,

habe jetzt mehrmals zufällig das Entladen von Safaribooten gesehen. Die Müllsäcke waren meiner Beobachtung nach leicht (z.B. Plastikmüll). Da Essensreste relativ schwer sind und um keine Geruchsbelästigung auf den Booten auszulösen müßten sie auch kühl gelagert werden, werden sie grundsätzlich immer im Meer entsorgt mit wahrscheinlich wenigen Ausnahmen.

Gruß

Uwe
03.07.2009 21:12
Hallo Leute,

ich bin gestern von ner BDE Safari zurück gekommen. Ich habe während der Tour niemanden anfüttern sehen und es war auch nur 1 Longimanus zu sehen am Big Brother. Und dieser war wohl auch recht scheu, hat nämlich ne andere Tauchgruppe auf´s offene Meer zwischen Big und Little Brother hinter sich her gelockt
Wir haben ihn nur kurz vom Boot aus gesehen.
Auch unsere Guides haben uns erzählt, das bei St. Johns momentan unglaublich viele Longis anzutreffen sind, obwohl man die früher nur mit Glück dort gesehen hat.
Auch haben wir erfahren, dass die Essensreste nicht mehr am Boot entsorgt werden dürfen, sondern nur noch während der Fahrt auf offener See oder sie müssen mit dem Zodiac weit weg gebracht werden (nagelt mich nicht fest ob 1 oder 1/2 Seemeile aber so ein Begriff ist gefallen).
Ich kann mir nicht vorstellen, dass es Boote gibt die ihre Essensreste aufheben und sie mit zurück an Land bringen.
Hoffe ich konnte was beitragen

Grüße Bonie
Antwort