Stage blind identifizieren Abgesandt von berbernius am 22.01.2012 - 19:39:
Hallo!
Ich wollte mich mal umhören, ob und wie es möglich ist eine Stage blind oder ohne Maske vor dem Stagewechsel zu identifizieren.
Danke!
Antwort von Peter44 am 22.01.2012 - 20:11 Stagemarkierung kann ich ohne Maske
erkennen
Lage der Stages ist mir bekannt
(O2 innen, 50er aussen zb bei 2 Stage TG)
Flaschengrösse teilweise unterschiedlich
Ersatzmaske ist aber eher ratsam, Buddy
kann auch helfen
Wenn gar nix mehr zu sehen ist stellt sich auch das Problem der Instrumentenablesung, wie tief bin ich
Viele Grüße
Peter
Antwort von °°steffi°° am 22.01.2012 - 20:32 ähndlich wie Peter44
Stagemarkierung ist grds. erkennbar, bei zwei Stages hängt eh die, welche ich zuerst brauche, meist schon vorne. Zusätzlich hat bei mir Sauerstoff einen speziellen Regler dran, kann sie also auch so erkennen. Und die Reservemaske ist ja auch dabei.
Zur Not macht man Kabelbinder mit der an die Atemschläuche vor die Automaten.
Die Menge / Anzahl ergibt die Reihenfolge.
Lässt sich auch gut ertasten.
Antwort von Doppeldreier am 23.01.2012 - 00:02 warum sollte man das tun?
Wer so viele Fehler gemacht hat, wird dann sicher nicht auf einmal blind die Tiefe halten können, die Uhr ablesen können und seine Stage handhaben können.
Im Dunkel hilft Licht, bei Maskenverlust die Ersatzmaske und wenn alle Stricke reißen hilft der Buddy.
Mit kalten Händen lässt es sich schlecht tasten und 100% O2 in unbekannter Tiefe sollen auch nicht gut sein.
Gruß,
D3
Antwort von BubbleDirk am 23.01.2012 - 05:40 Auch wenn es in absoluter Dunkelheit nichts helfen wird:
Wir tauchen in unserem Team vorrangig farbige Schläuche an den Stageautomaten.
schwarz=Bottomgas
gelb=1. Dekogas / EANxx
blau = Sauerstoff
Auch wenn der eine oder andere das vielleicht belächeln mag, es gibt aber ein Puls an gefühlter Sicherheit. Und ohne Maske kann man (bei Licht) die Automaten problemlos auseinanderhalten.
Dirk
Antwort von mcfloster am 23.01.2012 - 07:08 Ich habe zum Teil unterschiedliche Automaten und erkenne an ihnen die Stage. Für jedes Gemisch nehme ich immer den gleichen Automaten. Zudem weiß ich ja, wo ich sie eingehängt habe.
Antwort von kohlensaeure am 23.01.2012 - 07:50 Klebeband mit Beschriftung.
Dann sieht auch der Buddy, was ich im Mund hab...
Und wenns so schlechte Sicht hat, dass du das Klebeband nicht mehr lesen kannst, hilft dir dein Tiefenmesser auch nix mehr...
Antwort von easytaucher am 23.01.2012 - 08:29 Klebeband mit der Beschriftung an der Stage ist natürlich Pflicht. Ich habe zusätzlich ein Klebeband mit END am Schlauchansatz beim Automaten noch zusätzlich.
Antwort von Luke90 am 23.01.2012 - 13:24 Ich hab verschiedene Finis auf den Stages durch zufall aber daran erkenne ich die Stage super
Antwort von kohlensaeure am 23.01.2012 - 13:51 Sorry.
Hab vergessen zu erwähnen dass die Beschriftung auf dem Automaten ist ... Somit kann der Buddy sehen was ich schnaufe (oder umgekehrt) ohne dass Verwirrung bei vielen Schläuchen aufkommt !
Die Stage ist natürlich seperat beschriftet.
Antwort von berbernius am 23.01.2012 - 15:41 Danke für die vielen Antworten!
Die Frage hat sich gestellt nachdem ich diese Anforderung in den Unterlagen eines Verbandes gefunden hatte.
Sicheres Tauchen!
Antwort von jogi am 24.01.2012 - 08:29 Hi zusammen,
der Ursprung dieser Anforderung liegt im Höhlentauchen: Bei Flaschendepots (Hinweg, zB 6m /21m) kann es durch üppige Perkulation schon mal vorkommen dass man (auf dem Rückweg) nix sieht.
In diesem Fall ist es dann für das gesamte Tauchteam sicherheitsrelevant, wenn jeder seine eigene Flasche "blind" erkennt.
Keiner möchte - bloß weil seine eigene Flasche vom Flaschendepot "verschwunden" ist - auf dem dünneren Gas weiterdekomprimieren.
Für einen Kurs im Freiwasser dient diese Übung aber vorrangig der kontrollierten Stresserzeugung.
Gruß, jogi
Antwort von berbernius am 24.01.2012 - 14:36 @jogi
Und wie ist es dann bei euch üblich die Stage zu identifizieren? Einfach ohne Maske die Beschriftung lesen?
lgb
Antwort von Michael Fisch am 24.01.2012 - 17:34 Komisch, schön vor 15 Jahre hat GI3 folgendes propagiert: "If you can`t identify the gas by reading the label, don`t breath it."
Damals war es eine gute Rat, und mindestens jährlich stirbt eine, weil Er auf diese Rat nicht höhren wollte.
Tue das was du nicht lassen kannst, sei aber bereit die Konsequenzen im Kauf zu nehmen.
Michael
Antwort von BubbleHunter(Michael) am 24.01.2012 - 18:50 Hallo,
ich bin der Meinung, dass eine Identifizierung des Gases durch Farben, z.B. verschieden farbige Schläuche oder Automatendeckel nicht sinnvoll bzw. gefährlich ist.
Zum einen sieht man ja bekanntlich die Farben ab einer gewissen Tiefe nicht mehr. Zum anderen kann es bei Unachtsamkeit passieren, dass man den Automaten mit der falschen Farbkodierung auf die falsche Stage schraubt.
Genauso verhält es sich mit verschiedenen Automatenmodelle für verschiedene Stages.
Deshalb identifiziere ich meine Stage alleine anhand des Labels.
Da ich meistens im See tauche, stellt sich die Frage der Identifizierung bei "Null-Sicht" nicht, da so etwas eigentlich nicht vorkommt - bzw. wenn Null-Sicht herrschen sollten, dann wir einfach nicht getaucht.
Einzig vorstellbarer Fall meiner Meinung ist, dass ich, aus welchen Gründen auch immer, evtl. mal nichts mehr sehen kann. Dann hilft mir aber mein Buddy und führt den Stagewechsel für mich durch.
Interessant ist aber die Frage beim Höhlentauchen, da ja hier durchaus der "Null-Sicht-Fall" eintreten kann. Vielleicht kann sich hier mal die Höhlentauchfraktion einschalten und die Frage beantworten.
Viele Grüße,
BuHu
Antwort von huxley am 25.01.2012 - 01:31 Normalerweise wird beim Hoehlentauchen die Flasche zurueckgelassen und an die Leine geklippt, man plant ja schliesslich wieder herauszukommen. Traversen oder Circuits werden geplant und notfalls flaschen deponiert. Im den meisten faellen werden sie auf der maximalen Tiefe deponiert, es sei denn die gegebenheiten erlauben dies nicht. Kein grund 100% mit auf 30m zu nehmen, selbst im notfall kann man nicht auftauchen, anders als im OW wo ich auf nichts zaehlen wuerde dass ich nicht bei mir habe. Travelgase oder stages werden meist abgelebt wenn 1/2 + 200psi oder 2/3 erreicht werden.
Eindeutige Markierungen sind notwendig, name gas etc, damit flaschen nicht verwechselt werden koennen im null sicht fall, dies beinhaltet auch fuehlbare markierungen. Soweit ich weiss gibt es da keine generelle regel. Bei mir ist die flaschengroesse, karabiner tragegurt ,arkierung genug, koennte auch den regler ertasten oder die aufkleber, knoten waere auch moeglich.
Ich denke schon das man in der Lage sein sollte seine flaschen zu ertasten wenn die gasplanung kein austauchen im backgas erlaubt. Null sicht mag nicht fuer jeden in frage kommen aber vertigo und verschwommene sicht sind nun mal im OW moeglich und auch der buddy kann mal verschwinden/ verloren gehen, wuerde mich nicht unbedingt auf ihn verlassen. Im zweifelsfall wuerde ich aber versuchen im bekannten gasgemisch auszutauchen, lieber bissl mehr dekozeit als kribbeln im arm und ne kammerfahrt
Antwort von Dunker am 26.01.2012 - 02:20 Farben, Kabelbinder, Anordnung - alles schön und gut. Ich persönlich halte es so:
Stage 1, z.B. EAN 50 = 2te Stufe Mares Abyss
2te Stage, 100 % O2 = 2te Stufe Mares Oktopuss MV
(beide an MR 22, natürlich O2-rein)
Da kann man beim Greifen eigentlich gar nicht mehr falsch liegen und braucht auch keine Augen.
D.
Antwort von crazy_Divers_Germany am 31.01.2012 - 12:00 und richtig lustig wird es dann, wenn ich unter Wasser umbauen muss und dann gemäss einiger hier einen mit 50% Deko Gas gemarkerten Regler mit evtl 2 Kabelbindern habe und den dann schön bei 21 in den Rachen stecke und es kommt 100 % raus aus der Flasche? Schliess mcich da Bubble an, was die Idee mit der Farbe und den unterschiedlichen Reglern anbetrifft.
Gibt sonst schnell mal grosse Probleme.
@Kohlensäure und genau aus den v.m geschrieben Sachverhalt heraus würde ich die Regler eben NICHT bekleben.
Denn wer früher stirbt ist länger Tot.
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