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Foren - Tauchmedizin - Statische Apnoe - Wie gefährlich ist das Luftanhalten?!




  

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Statische Apnoe - Wie gefährlich ist das Luftanhalten?!
Abgesandt von KäptnNemo am 14.06.2005 - 15:07:

Hoi!

Da ich gerne im und unter Wasser bin,
faziniert mich auch der Apnoe-Sport und
ich hab einfach mal selbst probiert, wie
lange ich die Luft anhalten kann. Innerhalb
von 3 Tagen war mein bisheriger Rekord 2min10sec
und im Schwimmbad schaff ich ohne FLossen maximal
37 Meter.

Aber: Wie gefährlich ist es denn, die Luft
länger anzuhalten? Könnte es nicht sein, dass
das Herz oder das Hirn irgendwelche Schäden
davontragen könnten? Ich kann mir nicht vorstellen, dass das ohne Folgen bleibt. Und
so lasse ich es besser auch sein.

Was meint ihr?



Antwort von Jessica Redaktionsmitglied am 14.06.2005 - 15:15
Du kannst das machen, aber immer mit Sicherungsmann/-frau.
Such mal nach "Schwimmbadblackout". Herz und Hirn nehmen (soweit man bisher weiss) keinen Schaden, allerdings kann lange Luftanhalten zu plötzlicher Ohnmacht und somit zu Ertrinken führen.
Antwort von T_V Registriertes Mitglied am 14.06.2005 - 17:58
aus rein medizinischer sicht gibts selbst nach einer minute herzstillstand (somit quasi gar keiner 02 versorgung) i.d.r. keine schäden, maximal verlust des kurzzeitgedächtnisses, solange du also vor der ohnmacht aufhörst, sollte es keine probleme geben.
herzkreislaufseitig wäre natürlich grundsätzlich zu beachten, dass man hierbei seinen körper an die grenzen der leistungsfähigkeit bringt und es da immer zu versagen kommen kann, wenn man es übertreibt.
im falle von apnoe sollte aber auch hier die ohnmacht schneller sein ;)

wir hatten gestern clubmeisterschaften und es gab mehrere mit 75m und bei 2min35sec hät ich vermutlich auch noch einen drauf setzen können, aber mir wurde dann doch n bissl sehr kühl.
soweit ich das beurteilen kann, weißt keiner der teilnehmenden ernsthafte (geistige) schäden auf. (kann natürlich auch sein, dass mein urteilsvermögen als erstes dran glauben mmusste ;) )
Antwort von Peter Menzel am 21.06.2005 - 12:42
Wie Jessica richtig schreibt solltest du derartige Übungen nie (!) ohne Sicherungsmann am Beckenrand vornehmen. Das eigentliche Luftanhalten ist hierbei nicht das Problem. Leider geht solchen Übungen oftmals aber eine falsche Atemtechnik vorraus.Es wird also irrtümlich angenommen, das durch schnelles tiefes Einatmen das Blut besonders mit O2 angereichert werden kann. Hier liegt die Gefahr! Pro Atemzug werden ca 4% O2 entnommen und im Blut am Hämoglobin gebunden. Diese Aufnahmefähigkeit ist aber begrenzt. Was dann eigentlich passiert ist, das du zuviel CO2 abgeatmet hast. Dieser CO2-Spiegel im Blut ist aber verantwortlich für das Auslösen des Atemreizes. Ist also zu wenig CO2 da, kommt der Atemreiz zu spät obwohl dein O2-Spiegel bereits dramatisch gesunken ist. Folge ist eine Bewustlosigkeit aufgrund des O2-Mangels. Diese Bewustlosigkeit unter Wasser macht dann die entsprechenden weiterführenden Schädigungen, da es sich um eine vital bedrohliche Situation handelt. Also: trainiere nicht nur das Luftanhalten sondern auch deinen Kreislauf. Apnoetaucher sind in der Lage, ihre herzfrquenz und damit den Kreislauf zu senken. Damit reduziert sich natürlich auch der Stoffwechsel und der Bedarf an O2 ist geringer.

Viel Spass und gutes Gelingen

Peter
Antwort von wolle neugebauer am 06.07.2005 - 15:42
im wesentlichen führen alle sogenannten atemtechniken zu einer hyperventilation. das heisst, es wird kohlendioxid abgeatmet. es ist richtig, daß nur sehr erfahrene leistungsapnoisten den dadurch reduzierten atemreiz richtig einschätzen können. wie auch immer, niemand ist davor gefeilt bei solchen übungen plötzlich ohnmächtig zu werden. aus diesem grunde muss bei solchen übungen immer jemand aufpassen. so gesichert, gibt es gegen das luftanhalten keine gesundheitlichen bedenken. der weltrekord im training liegt dabei schon bei 10´08. siehe auch:
www.tomsietas.de (unser deutscher weltmeister) und www.aida-deutschland.de. da findet man kontakt zu leuten die das luftanhalten regelmässig trainieren.

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