TEK-Diver, wie werden??? Abgesandt von Mircot am 28.01.2006 - 17:18:
Hallo....
ich habe sehr viel Spaß am Wracktauchen gefunden und interessiere mich nun dafür, meine Qualifikation weiter zu entwickeln. Da viele Wracks unter der <<magischen>> 40 Meter Marke liegen habe ich daren gedacht, mich als TEK-Diver fortzubilden. Hat jemand Adressen und Informationen für den Bereich Leipzig?
Was für Equipment brauch ich dafür..... etc....
Antwort von pitcairn am 28.01.2006 - 17:33 Infos über technisches Tauchen und alles was du ungefähr brauchst:
Antwort von DNSchlumpf am 29.01.2006 - 00:29 Schau hier nach er ist dafür bestens geeignet...
www.off-shore-tech.de
Antwort von DNSchlumpf am 29.01.2006 - 00:31 Und in deiner Nähe als ATEC Instructor... Merseburg ist nicht wit weg von dir
Antwort von Mart am 29.01.2006 - 08:48 Wenn ich mir die oben genannten Links ansehe, fühle ich mich bemüßigt die Bemerkung beizusteuern, das TEK nicht gleich DIR ist, auch wenn DIRler das gerne so sehen...
Antwort von Mircot am 29.01.2006 - 10:20 Zitat: "das TEK nicht gleich DIR ist"
Kann mir das jemand erklären??
Antwort von pitcairn am 29.01.2006 - 11:16 TEK(technische Tauchen)= Gott
DIR= z.B Protestantische Kirche
No-DIR (Stroke)= z.B Katholische Kirche
Beide haben ein Gott
Antwort von Mircot am 29.01.2006 - 11:23 Toll, und ich bin Jesus ???
Mal im Ernst..
Antwort von pitcairn am 29.01.2006 - 11:38 @Mircot
Das ist im ernst. Versuch mal, zu verstehen, was ich geschrieben habe.
Den folgenden Text hab ich mal im Netz gefunden. Ich hoffe, er hilft dir etwas.
Wie entstand das DIR-System?
Im Jahr 1986 unternahmen Bill HOGARTH MAIN und Bill GAVIN zwei Pioniere der
Unterwasserhöhlenerforschung in den 80’er Jahren einen Erkundungstauchgang im „Sullivan Sink„
einem UW-Höhlensystem in Florida/U.S. Dieser Tauchgang gilt als die Geburtsstunde des
Woodville Karst Plain Project (www.WKPP.org ). HOGARTH MAIN war einer der ersten
UW-Höhlenforscher, der ein Ausrüstungskonzept entwickelte, welches auf einem durchdachten
Grundprinzip basierte. Sein Ansatz war das Prinzip des Minimalismus und der Einfachheit. Er prägte
den Leitspruch, dass ein Taucher nur jene Ausrüstung mitnehmen solle, die er für den geplanten
Tauchgang auch zweifelsfrei benötigen würde. „...im Zweifel über die Notwendigkeit eines
Ausrüstungsgegenstandes, lass’ die fragliche Ausrüstung weg!„, diesem Leitspruch folgend entstand
eine minimalistisch angelegte Grundtauchausrüstung, die in weiterer Folge in ihrer Ausformung und den
sich daraus ergebenden Richtlinien für die Höhlentauchpraxis als der „hogarthian style„ bekannt wurden.
Namhafte Höhlentauchforscher der ersten Stunde des WKPP Projektes wie etwa PARKER TURNER,
LAMAR ENGLISH und auch SHECK EXLEY, welcher unter anderem einer der ersten Forscher war,
der einen 7’ (210cm) langen Schlauch, den sogenannten „primary long hose„, auf seinen Explorations
tauchgängen in den Unterwasserhöhlensystemen benützte, wurden aktive Mitglieder im rasch
wachsenden WKPP-Team.
Auch die Höhlentauchforscher GEORGE IRVINE und JARROD JABLONSKI, welche im Zuge ihrer
Höhlenexplorationstauchgänge als WKPP-Taucher enorme Erfolge für die Wissenschaft und natürlich
für das bekannt Werden des WKPP’s bewirkten, verwendeten den „hogarthian style„ als Ausgangsbasis
ihrer Ausrüstungskonfiguration. Aufgrund der Tatsache, dass sich das Woodville Karst Plain Project
jedoch zu einem der größten staatlich geförderten Forschungsvorhaben im Bereich der
Unterwasserspeleologie fort entwickelte und sich dadurch naturgemäß ein enormer Zuwachs an
Personal und Logistik einstellte, ergab sich für die Projektleitung insbesondere auch aus Gründen der
Tauchsicherheit für die eingesetzten Höhlentauchteams die Notwendigkeit nach einheitlichen
Standards.
G. IRVINE - späterer Projektdirektor von WKPP - und sein Tauchpartner J. JABLONSKI – späterer
Gründer der Ausbildungsorganisation Global Underwater Explorers (www.gue.com ) – erarbeiteten ein
auf den Prinzipien des hogarth’schen Ausrüstungs-Minimalismus’ aufbauendes und bis ins Detail
durchdachtes Tauchsystem. Diesem System, lag das Motto: „Do it right or don’t do it at all!„ – auf
gut Deutsch: „Mach’ es richtig oder lass’ es bleiben!„ zu Grunde. Aus diesem ursprünglich bewusst
sehr absolut, ja beinahe provozierend formuliertem Motto wurde später der Leitspruch „Doing It Right„
abgeleitet, welcher in dem mittlerweile bekannten Akronym DIR als Schlagwort Einzug in die
Tauchszene gehalten hat und sich steigender Popularität erfreut.
Viele Grüße
TobiP
Antwort von TobiP am 29.01.2006 - 14:06 PS: DIR ist die Ausrüstung, GUE liefert die dazugehörige Ausbildung.
Es sollte noch bemerkt werden, daß mit dieser Kombination aus Ausrüstung und Ausbildung Zehntausende von Tauchgängen in Extrembereiche gemacht wurden, ohne Schwerverletzte oder Tote.
Antwort von nursesharky am 29.01.2006 - 18:10 ist aber schon irgendwie spannend, dass da so nen kult gemacht wird.. steht da auch irgendwo, dass alles schwarz sein muss? und auch lustig ist ja, all die falschen ohne standfüsse und deren besitzer beim füllen zu beobachten
Antwort von Olaf_D am 29.01.2006 - 19:31 "Tek-taucher - wie werden ?"
Diese Frage ist im t-net in den letzten 3-4 Jahren doch recht unterschiedlich beantwortet worden.
Kleiner historischer Abriß :
Kurz nach Beginn des neuen Milleniums waren im Tek-Forum viele erfahrene Tek-Taucher vertreten, die man durchaus als die Koryphäen bezeichnen kann, wie Michael Waldbrenner, Horst Dederichs, Tom Karch, u.v.m. Hier war also mehr oder weniger geballte Kompetenz zu finden.
Ich nenne das mal "die gute alte Zeit" Auf die Frage "Tek-Taucher-wie werden ?" wurde mit der Gegenfrage "Tek-Taucher-warum werden?" beantwortet und erst mal gründlcih Motivation usw, kurz auch "Eignung" überprüft.
Irgend so ein armer Tropf hatte dann mal geantwortet : "Ich bin OWD mit 20 (?) TG und will soweit kommen wie Michael und Mario"; dem wurde dann ziemlich deutlich aufgezeigt, dass er wohl falsche Vorstellungen habe.... damals wurde auch häufiger Leuten vom Tek-Tauchen abgeraten...
Wie gesagt, die gute alte Zeit; hat mich immer daran erinnert, dass das in den 80ern im Sporttauchbereich vor PADI genauso war
Naja, irgendwann hatten wohl offensichtlich genug Leute die richtige Motivation, und TEK verbreitete sich.
Ein neues Zeitalter begann auch im t-net : Jeder zweite Dödel, der mal ein Doppelpack geshen hatte, eröffnete offensichtlich einen Onlineshop für genau die aus der Ferne bewunderten Doppelpacks usw. Die, die einen echten Shop betreiben und ihn auch online fühen, sind in der Regel kompetent usw, die, die ihren Kunden antworten, sie hätten schließlich auch noch einen Job und seien deshalb nciht erreichbar, wurden hier auch schon diskutiert.
Aber zurück zum Thema :
Im t-net wurde jetzt auf die Frage "Tek-Taucher, wie werden? mit schönster Regelmäßigleit geantwortet : "Kauf Dir...." "Du brauchst..." Weitergehende Fragestellungen gab es nicht mehr.
Auf die Spitze getrieben hat das in einer Antwort mal "Dirk" aka "Navigator", der postete dass man an Voraussetzungen nix brauche, OWD reiche, aber alles kaufen, was schwarz ist und wo Halogen oder so draufsteht Für diese Antwort ist er zerissen worden, hatte aber m.E. genau den Kern des gerade im t-net herrschenden Zeitgeists getroffen (was von den Zerreissern natürlich übersehen wurde )
Nachdem nu alle t-net-tek-leser die Onlineshops leergekauft hatten (einige sogar so leer, dass sie einfach nicht mehr lieferten oder so), und als Gegenantwort immer häufiger kam : "Hab ich schon" "Sch..., muss ich Tauchritt wirklich verkaufen und gegen Heintauschen ?" "JAAAA !") musste man ja mit dem ganzen Proll auch mal tauchen. Allein kam damit nicht klar.
Auch hier entwickelte sich ganz schnell ein Mainstream : Die Standardempfehlung lautet jetzt (heute) "Mach `n Kurs bei Achim" oder Verweise auf obige Links. Auch wieder ohne rechts und links zu blicken oder Alternativen auch nur anzudiskutieren; auch seitens der Red. wird mit "Augenzwinkern" gern "untereinander" gesagt : "Nach deinem Fundamentalistenkurs können wir ..."
Eine objektive Empfehlung, mit der Du was anfangen kannst, wirst Du hier m.E. kaum erhalten.
Gehe daher "back to the roots" in die "gute alte Zeit" und frage Dich :
- Was willst Du machen / erreichen ?
- Warum willst Du das machen / erreichen ?
- Was bist bereit, dafür zu tun ?
Möglicherweise kommst Du zu der Antwort, dass Du auf Tek verzichten kannst, weil keine geeeigneten Ziele in der Nähe sind usw; dann erspar die D12 + Stage im 8m-Baggerloch....
Was verstehst Du überhaupt unter "Tek" ???
- Deko ? Doppelgeräte ? Stages ? Scooter ? Rebreather ? Gaswechsel ? Mischgas ?
Nach einer der besseren Definitionen des Tek-Tauchens ist das alles kein Tek, sondern nur Hilfsmittel zu Zielerreichung. Link ist mir entfallen, die Quelle war englisch.
Eine m.E. sehr guter Weg war mal auf der Homepage von Michael Waldbrenner beschrieben; war auch keine penetrante Werbung wie hier leider üblich (wenn ich nur an den unsäglichen Thread "Hirn not loaded" denke )
Auch hier hast Du bisher einige sachlich falsche Antworten bekommen :
- DIR ist eben NICHT die Ausrüstung, sondern ein Gesamtkonzept (sonst wäre ja auch Solo, DeepAir, mit Strokes DIR, da man das alles mit DIR-Ausrüstung machen kann. Auch könnte dann jede verfettete kettenrauchende saufende Wanze, die schon auf dem Weg zum Wasser aus der Puste gerät, nach DIR tauchen )
- Es wird vom gleichen Poster mal wieder geflissentlich übersehen, dass auch ohne DIR und GUR zehntausende TG unfallfrei (auch extrem) durchgeführt wurden
Zu den Links aus den Anfangspostings möchte ich nur anmerken, dass diese mit Bedacht zu geniessen sind. DIR-Austria trägt durchaus "sektenähnliche Züge"; und was von jemandem zu halten ist, der nicht nur nicht tarieren kann, sondern auch zu blöd ist um das zu merken, erspare ich mir hier.
Aber dann kam die Erleuchtung "Tauchgang mit DIRler" ; beschrieben in etwa wie der unsägliche Scientology-Werbefilm "Phenomenom" (der BTW fast ein Grund wäre, Travolta zu boykottieren, aber "Broken Arrow" ist einfach kultig )
Micht stört hierbei vor allem die unterschwellig verbreitete Aussage "Nur DIRler können tarieren" "Nur DIRler können sich drehen"; komisch, dass z.B. in meiner Bronze-Ausbildung ca 2 Std. mit Schweben auf der Höhe eienr bestimmten Kachelfuge (und im Freiwasser auf Platformhöhe, aber daneben) gehört.
So, und wer jetzt meint, das dies ein Anti-Tek und Anti-DIR-hau-drauf-Posting ist, sollte vielleicht das ganze nochmal lesen
Sorry Olaf, du hast recht, ich hab mich im letzten Posting falsch ausgedrückt. DIR ist nicht die Ausrüstung, DIR ist eine Ausrüstungsphilosophie. (Jetz wo ich das so schreib, fällt mir grad auf, daß das eben genau so in meinem vorletzten Posting zu lesen ist) Und um DIR richtig zu verstehen, die Hintergründe zu kapieren und DIR richtig anzuwenden, ist eine Ausbildung bei GUE mit Sicherheit die beste Wahl.
Viele Grüße
TobiP
(Der seine Ausbildung beim Achim gemacht hat und davon überzeugt und begeistert ist!)
Antwort von NoDeep am 30.01.2006 - 18:41 Was für eine Magische Grenze befindet sich auf 40m?
Habe bis heute noch keine gesehen!
Weshalb braucht man für 41m eine Tech-Ausrüstung,
und wie sieht sowas aus?
Bin ich ein Techi, nur weil ich mit einem Doppel10 Tauche?
Jaja, du bist n ganz n toller, du bist jetz auch mal kurz aufgefallen und jetz is wiede gut!
Gute Nacht und träum was süßes!
Antwort von NoDeep am 30.01.2006 - 20:13 Die Fragen sind durchaus ernst gemeint!
Antwort von Detlef am 30.01.2006 - 21:12 Nun ich habe als bekennender Stroke die Ausführungen mit Interesse gelesen. Auch wenn ich die Meinung über z.B. Diedrichs nicht teile (Tauchen an den Wracks der Weltkrieg hat was von Lanzerromatik) hat mich Olaf D doch überrascht, es gibt offenbar noch Hirn in schwarzen Troki.
Es ist zunächst schlicht falsch das die Jungs das Nachdenken über die geeignete Ausrüstung erfunden haben. Sie habe die Vermarktung perfektioniert, das ist ihnen wahrlich gelungen.
Und damit sind wir bei Ausgang. Wohin willst du? Für ein paar Tauchgänge den Aufwand und das Geld. Wracks kannst du billiger mit EAN 21 schauen. Einige nur mit Trimix oder wie die Droge auch heißt. So, wieviel Zeit hast du den für den Kram?
Ich für meine Teil komme ganz gut mit EAN 21 klar und ab und an den Pulle O2 zur Deko. Für den Rest habe ich keine Zeit.
Antwort von NoDeep am 30.01.2006 - 21:59 Wie wahr, Wie wahr!!!
Antwort von Blub CH am 31.01.2006 - 04:16 das grösste problem ist heute, dass die meisten teCHtaucher so um die 150-200 TGs haben.
da kommt es dann auch zu solchen diskusionen, dass 1.4ppo2 dich bei einem teCHtg umbringt obwohl die grundzeit nur 15-20min beträgt.
und das nur, weil sie alles nach plappern, was Leute wie ein Waldbrenner sagen. Nur bei einem TG von 6h grundzeit ist ein ppo2 von 1.4bar absolut zu hoch.
habe schon immer gesagt dass die meisten TeCHtaucher dazu nicht fähig sind, selbständig zu denken. Sie plappern mit dem Maul all das was Guerilla vorschreibt.
Antwort von tauchenix am 31.01.2006 - 23:03 Hallo...
Wenn du technisches Tauchen lernen willst kann ich dir einen sehr guten... aber auch strengen Instruktor in Leipzig empfehlen (schon mal in Wildschütz gewesen?). Habe die Prüfung auch zu leicht genommen und bin prompt durchgefallen. Jetzt übe und übe ich... dann rufe ich ihn wieder an.
Die Meinungen bzgl. DIR und GUE usw. gehen sehr auseinander. Hauptschwachpunkt bei DIR... es ist ein Partnersystem und funktioniert nur mit Buddy. Würde ich mich nicht drauf verlassen, in extremen Streßsituationen kann man meiner Meinung nach nur sich selbst vertrauen.
Mein Intruktor lehnt DIR strikt ab und verläßt sich genau so wie ich auch beim Tauchen nur auf sich selbst. bzw. auf die Ausrüstung und Ausrüstungskonfiguration, die man sich selbst in jehrelanger Erbrobung so zurecht gestellt hat.
Bei Interesse schick mir ne Mail.
...und laß dich nicht zu sehr zulabern hier im Forum, sondern such dir deine Informationen im ganzen Netz.
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