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Tankgewinde
Abgesandt von Victor am 25.12.2005 - 05:26:

Ich habe in meiner Tauchschule auf den Philippinen etwa 130 Alutanks. Ab und zu kommt es vor dass wir bei einem oder anderem Tank den Tankhals etwas abdrehen müssen,weil die Nut vom Ventil- o-Ring korridiert. Natürlich wird im laufe der Jahre das Gewinde immer kürzer. Wieviele Gewindegänge sollte eine 230 Bar Aluflasche mindestens noch haben,dass die Sicherheit beim füllen noch gegeben ist.Orginalflaschen haben 16 Gewindegänge.Reichen 10 Gewindegänge noch aus? Die Fläche am Ventil beträgt 4,9 qcm. Das heisst es lastet ein Druck von 1127 kg auf dem Ventil. Das wäre pro Gewindegang 70 kg. Bei 10 Gewindegängen wären es dann 112 kg.



Antwort von titanic31 Registriertes Mitglied am 25.12.2005 - 09:10
Hallo,
was ich hier gerade gelesen habe, verschlägt mir die Sprache!
Das ist doch nicht ernst gemeint, oder?
Was meinst du eigentlich,wofür wir in D die Flasche regelmäßig zum TÜV bringen müssen?
Wenn ich dem TÜV eine Flasche mit manipuliertem Ventilgewinde zur Druckabnahme bringen würde....
Das ist ja grob fahrlässig.Ich möchte nicht der Jenige sein, der von eurer Basis eine solche Flasche auf dem Rücken trägt, die mit über 200 bar gefüllt ist. Wenn dann durch einen dummen Zufall sich das Ventil verabschiedet und mir den Kopf abreißt, oder auch nur durch einen Haarriß Splitter meinen Buddy treffen,oder,oder...
Dann möchte ich auch nicht in Deiner Haut stecken,wenn mann herausbekommt, daß an den Flaschen rumgedocktert wurde.
Wenn ich soetwas lese, dann frage ich mich ernsthaft, was mit dem restlichen Equipment bei euch passiert!
Auf welche Antwort wartest du hier? Das jemand sagt: Klar ,du kann die Flasche bis auf 1 Gwewindegang runterdrehen? Super,dann kann ich sie ja noch 30 Jahre im Einsatz lassen.
Antwort von mola am 25.12.2005 - 10:20
Die Ventile haben eine Druckentlastungsbohrung, so schlimm kann es eigentlich nicht werden.
Gegen Korrosion hilft etwas Pflege, Fett und eventuell ein Schutzlack.......
Antwort von Holger H. Registriertes Mitglied am 25.12.2005 - 19:52
Das Messing des Ventils und das Alu der Flasche reagieren ( Salzwasser natürlich auch ) , ich würde die Flaschen alle 6 Jahre austauschen und nicht daran rumsägen !

Kommst du aus einem Speditionsbetrieb ??? Denn einen LKW reifen kann man ja auch Nachschneiden !

Las es, was sind dir Menschenleben eigentlich wert oder zumindest deren Gesundheit ?

Es war mal ein Video im Tauchernet da hat einer auf eine Flasche geschossen vielleicht hat jemand den Link und zeigen das noch mal das Victor mal wach wird !

Holger
Antwort von Pressluftotter Registriertes Mitglied am 25.12.2005 - 22:25
hallo victor

sag mal um welche basis es sich handelt - damit ich weiß wo ich NICHT hingehen werde!!! - sag mal, hast Du nen Vogel? Du kannst doch nicht einfach die Gewinde abdrehen?! ab 3 Gewindegängen kannst´s ja noch zusätzlich mit nem Kabelbinder sichern.....

... unfassbar.... lass die Finger von dem scheiß, so teuer sind die Tanks auch nicht, daß es sich lohnt das Risiko einzugehen....

Gruß Mike
Antwort von Uli Schreiber Registriertes Mitglied am 25.12.2005 - 22:45

hmmmmm
ist natürlich ein Flop - quatsch, Ihr sagt ja: Troll.
Also überlegt doch mal:
gleich am Anfang geht’s los: da spricht der Dichter von Tanks, anstatt Flaschen / Tankhals, nicht Flaschenhals -
Na ja, das kann ja noch sein, dass man in Übersee so spricht.
Und dass die Tauchbasis 130 Aluflaschen (und wie viele Stahlflaschen?) besitzt (also eine Riesenbasis?) – auch das kann ja noch Wirklichkeit sein.
Aber jetzt mal zu dem Gewinde:
Ich weiß nicht, wie lang der Gewindebereich eines zylindrischen Falschenhalses ist, und ich hab jetzt gerade kein Flasche ohne Ventil, um es nachzumessen.
Die Ventile jedenfalls haben eine Länge von ca. 22 mm, bzw. ca. elf Gänge. Das habe ich gemessen.
Überlegt doch mal:
Bei jedem „Abdrehen“ des angeblich korrodierten Bereichs wird der Flaschenhals um ca. 3 Zehntel Millimeter kürzer.
Übrigens, es kommt natürlich auf den geschrägten Dichtflächenbereich an.
Ein Gewindegang ist 2 mm breit. Man könnte diese Prozedur also ca. 7 mal durchführen, dann wäre der Gewindebereich um ca. einen Gang kürzer.
Das ganze ein mal in 2 Jahren, wären 14 Jahre für Ein-Gang-Verkürzung
Durch diese einfache, überschlägige Überlegung ist leicht zu erkennen, dass dieses ein sogenannter Troll ist.

Außerdem möchte ich bezweifeln, dass die beiden Metalle: Messing und Alu stark mit einander reagieren.
Ich habe nur 3 Stück Aluflaschen, und die haben alle großkonische Hälse. In den letzten 30 Jahren, habe ich dort noch keine Korrosion entdeckt. Muss allerdings dazu sagen, dass sie (Schlauchgeräte) mit Wasser kaum in Berührung kommen, und mit Salzwasser erst recht nicht.
Bei meinen zylindrischen Stahlflaschen werden beim Ventil wechseln tatsächlich immer wieder geringe Unebenheiten sichtbar.
Ich geh da mit feinem Schmirgelpapier drüber, und gut isssss.

Antwort von Victor am 26.12.2005 - 05:03
Erst mal fröhliche Weihnachten. Habt Ihr was schlechtes gegessen am Weihnachtsabend,dass Ihr mir gleich den Kopf abreissen wollt. Darum habe ich ja gefragt.Schlagt Ihr Eure Kinder wenn sie was dummes fragen?Ich wollte eigentlich keine Prügel sondern eine fachmännische Antwort.
Zu Eurer Information:Ich habe diese Tanks noch nicht benützt da mir selber klar ist was 200 Bar bedeutet.Ich habe Hydraulik und Pneumatik gelernt. Es gibt Theory und es gibt Praxis.Sicher sagt man Flasche aber der Ausdruck Tank ist durchaus üblich. In Englisch heisst es auch Tank, und eigentlich ist ein Tank ja ein Panzer.Dann wäre ja ein "Tank Neck"ein Panzergenick.Der richtige Name ist TPR. Was soviel bedeutet wie TRANSPORTABLE PRESSURISED RECEPICAL.Aber das wollen wir unseren Schülern nicht antun. Ein Messschieber war mal eine Schublehre und ein Schraubenzieher ist eigentlich ein Schraubendreher. In Asien ist es üblich Aluflaschen zu verwenden. Stahlflaschen müssen öfter zum Tüv,alle 2 Jahre. Da wir die Dinger bis nach Manila schippern müssen ist uns Alu lieber. Auch ist die Regel hier Int-Anschluss und nicht Din. Ich weiss,dass das Euch ärgert.Ich weiss auch, dass Din sicherer ist. Aber das ist nun mal die Praxis. Der Tüv hier unterliegt hier Amerikanischen Vorschriften.Die Flaschen werden nur alle 5 Jahre Druck geprüft. Haarrisse werden dabei übersehen.Aluflaschen korridieren langsam am Flaschenhals auch bei der besten Pflege. Catalina-Flaschen sind dafür ganz besonders anfällig.In der Regel waschen wir Flaschen nicht mit Süsswasser.Das ist technisch, wenn viel Tauchbetrieb herrscht kaum möglich.Wenn jetzt doch mal der neue Tank ums verrecken nicht mehr dichtzukriegen ist muss ich ihn wegschmeissen?Wenn Ihr schon mal in Asien getaucht seid, dann habt Ihr mit Sicherheit schon mal mit einem abgedrehten Tank getaucht ohne es zu wissen.Es ist eine weitverbreitete Prozetur.Deutschland ist nicht das Mass aller Dinge.Es wäre nett,wenn sich doch noch ein Fachmann melden würde und mir eine objektive, technisch korrekte Antwort bescheeren könnte.Die Peitsche könnt Ihr Euchsparen.Es ist doch Weihnachten.
Victor
www.victorydivers.com
Prost Neujahr
Antwort von Uli Schreiber Registriertes Mitglied am 26.12.2005 - 12:25

Hallo Victor,
also doch kein sogenannter Troll.
Ist mir eigentlich lieber, und leuchtet alles ziemlich ein, was Du da mitteilst.
Freue immer wieder daran, dass wir in Deutschland die modernsten Normen haben, und denke, dass die Amis mit ihren Bügelanschlüssen und ihren blöden Flaschenhalsgewinden uns nicht das Wasser reichen können.
Offensichtlich ist deren Aluminium auch nicht von solch guter Qualität wie unseres.
Mit Alu habe ich übrigens vor Jahren mal einen interessanten Berstversuch durchgeführt: Alu ist wahrscheinlich viel stabiler und zuverlässsiger als Stahl, aber das nur am Rande.
Sag mal: liege ich eigentlich richtig mit meiner Vermutung, dass je Abdrehvorgang circa 3 Zehntel weggedreht werden ?
War auch auf Deiner Seite, und habe gestaunt: ist tatsächlich eine Riesenbasis.
Wünsche weiterhin Erfolg und sicheres tauchen.

Uli

Antwort von Uli Schreiber Registriertes Mitglied am 26.12.2005 - 14:29

Hallo Victor,
da bin ich noch mal mit einer – wenn man so will fachmännischen Bemerkung:
Ich hab zwar Gewinde und Materialfestigkeit nicht studiert, aber ich habe seit nahezu 40 Jahren praktische Erfahrung damit.
Es geht hier ja um die Abscherfestigkeit des Flaschenhalsgewindes.
Auf das Ventil kommt von innen nach außen ein Gesamtdruck von etwas mehr als einer Tonne, wie Du ja eingangs überschlägig zusammengerechnet hast.
Man könnte sich das auch so vorstellen:
Die Flasche wird verkehrt herum eingespannt, dann hängt man ans Ventil etwas mehr als 1 t Gewicht dran.
Zunächst mal sind wir uns im klaren darüber, dass natürlich eine Sicherheit von MINDESTENS ca. 6 mal sinnvoll, bzw. üblich ist.
Ab ca. x Tonnen Gewicht besteht die Gefahr, dass das Ventil herausgerissen wird.
Und zwar wird dann das Gewinde abgeschert.
Dann ist entweder der Alu-Gewindeteil auf dem Ventil und kann dort wie eine Feder mit der Hand „abgeschraubt“ werden,
oder umgekehrt in der Flasche, je nach dem, welches Material stabiler war.
Bei welcher Last dieser Abschervorgang eintritt, ist nicht allein von der
Abscherfestigkeit der beiden Materialien, sondern auch von der gesamten tragenden Gewindelänge abhängig.
Das hast Du ja eingangs selbst angesprochen.

In diesem Zusammenhang möchte ich daran erinnern, dass gewöhnliche Muttern aus Stahl oder Messing im allgemeinen eine tragende Länge von ca. 80 % des Durchmessers haben.
eine M 24er Mutter ist etwa 19 mm hoch, bzw. dick.
Ich bin sicher, dass man da mehrere Tonnen Gewicht dranhängen kann, ehe der Bolzen zerreist, bzw. das Gewinde abschert.
Ab welcher Belastung Material zerstört wird, das konnte ich in 4 Jahrzehnten immer wieder beim Propeller abziehen hautnah erleben.
Dort wird riesige Zugkraft über eingeschraubte Gewindebolzen am Propeller angebracht (übrigens hydraulisch, wie sonst).
Die Zugkraft erreicht z. B. je M24er-Gewindebolzen durchaus schon mal ca. 70 bis 80 Tonnen (mal zwei, weil zwei Bolzen)
Bei einer solchen Kraft springt dann entweder der Propeller mit einem dumpfen Knall von der Welle, oder das Abziehmaterial wird mit einem hellen Knall zerstört.
Bei doppelter Tiefe des Durchmessers hält das Gewinde, und der Bolzen zerreißt. Bei weniger meist umgekehrt.
Wohlbemerkt: ist natürlich kein gewöhnlicher Baustahl !

Wenn ich jetzt mal mit dem Flaschenhals - von mir aus: Tankhals - vergleiche, dann liegst Du mit 10 Gängen (= ca. 20 mm Gewindelänge) bei: 20 geteilt durch 25 gleich ziemlich genau bei 80 % des Durchmessers.
Also noch kein Anlass, Dich zu peitschen.
Wohlbemerkt: da musst Du sehr oft abdrehen, bis nur noch 20 mm Länge vorhanden ist.

Uli

Antwort von Holger H. Registriertes Mitglied am 26.12.2005 - 16:29
Gratulation es werden eine Menge Menschen lesen und irgendeiner wird es nachmachen und irgendeinen wird es treffen ich hoffe euch beide ( Viktor und Uli Schreiber ) wenn eine Firma beschließt das Gewinde ist so lang zu machen dann beruht das auf eine Materialprüfung mit einem Tick an Sicherheit die ihr rausnehmen wollt !

Es gibt Unterschiedliche Alulegierungen ( schlechte und gute ) !

Wir erwischen eine schlechte Legfierung, es hält im normalen Tauchbetrieb aber dann fällt die Flasche mal um und macht Bumm !

Das hat nichts mit Weinachten und Peitsche zu……….aber alleine auf den Gedanken zu kommen ist krank ( ihr werdet Hersteller es ist nicht mehr Versichert…….) !

Das Messing ist Verchromt und wenn Messing und Alu zusammenkommt ( Chrom abgeschlagen beim Eindrehen in den Flaschenhals ) reagiert es ( Elektrolytische Reihenfolge ) !

Geiz ist geil und unsicher………….

Holger

Antwort von Bernd(derzufaulzumeinloggenwar) am 26.12.2005 - 16:50
nur der Vollständigkeit halber...
Das Wort "tank" für Panzer hat sich im 1sten Weltkrieg entwickelt... Damals war ein "tank" eben noch ein "tank" also ein Tankfahrzeug gefüllt mit Sprit welches andere Fahzreuge versorgt hat.
Nun sind die Dinger aber immer so leicht explodiert weil...naja, ihr wisst schon warum.
Also ist man dazu übergegangen die Lebensdauer dieser "tanks" mit ner Panzerung entscheidend zu verlänger.. und genau daraus hat sich dann auch der "tank" wie wir ihn heute kennen entwickelt.

Gruss
Bernd
Antwort von Uli Schreiber Registriertes Mitglied am 26.12.2005 - 17:20

Holger H.
bei der Erörterung sachlicher Zahlen und Zusammenhänge ist eine derartig "emotionale Reaktion" nicht angebracht.
Und weiter:
Ein solcher "Wunsch", nämlich dass uns beide bei einem Zwischenfall ein Teil treffen soll, ist - auch wenn er noch so ironisch gemeint ist - absolut unangebracht.
Dieses gilt übrigens grundsätzlich für solcherlei pseudogeistreiche Ironie ! ! !
Wir werden hier leider immer wieder damit konfrontiert.

Uli

Antwort von Holger H. Registriertes Mitglied am 26.12.2005 - 19:50
Der Mann ist PADI Master Instructor (100980) Victor Ocskai mit einem eigenen Laden ( Basis ) und da rät man ihm das ab wegen 1000000 Gründen und gibt keine Fakten weiter, keinen Glaubenskrieg aber PADI Master Instructor fragt ob man Flaschenhälse ……….

Wer das normal findet kann da gerne Tauchen gehen !

Ein TG kostet da 24 Tacken, es steht aber nicht in der Hompage was er vor hat aber sicher ist ein Schild im Eingangsbereich unsere Flaschen haben gekürzte Gewindegänge !

Mal 3 Gründe von den 1000000 Gründen !

1) Er bringt das Leben oder auch die Gesundheit von Gästen und Mitarbeitern in Gefahr

2 Er ist nicht Versichert

3) Es macht irgend einer nach weil er mal gelesen hat da kann man ein wenig abnehmen

Möchte keinem zu nahe treten aber ist das Padi Standart !

Holger

Antwort von flasche Registriertes Mitglied am 26.12.2005 - 19:50
@Victor
"Ich habe in meiner Tauchschule"
Womit die Verantwortlichkeit wenigstens geklärt wäre. Bitte beauftrage ein Ingenieurbüro (beispielsweise) mit der Berechnung, oder einen Rechtsanwalt (möglichst vorab) mit der juristischen Prüfung möglicher Konsequenzen.

"Natürlich wird im laufe der Jahre das Gewinde immer kürzer."
Was kosten die Flaschen, was kostet ein Tauchgang, weshalb habt Ihr kein Geld, die Flaschen öfter zu tauschen?

"Wieviele Gewindegänge sollte eine 230 Bar Aluflasche mindestens noch haben,dass die Sicherheit beim füllen noch gegeben ist."
Das weiß ich nicht. Generell denke ich, daß die Gesamtlänge des Gewindes mal unter Annahme ungünstiger Materialbeschaffenheit und mit einem zusätzlichen Sicherheitsfaktor gemacht wurde. Ich vermute, daß Aluflaschen der kritischere Fall sind. Ich würde einen Sicherheitsfaktor von wenigstens 3 vermuten, eher noch höher. Praktisch dürfte es also bis zu einem Drittel der Originalgewindelänge zumeist funktionieren.

Aber: Ich halte es für grob fahlässig, so zu verfahren, um pro Flasche, sagen wir, 20..50EUR jährlich für Flaschenneubeschaffung zu sparen. Was verlangt Ihr pro Tauchgang/Tauchtag von Euren Kunden?

Ich würde sagen, 10% der Originalgewindelänge kann man problemlos tolerieren. Und bei mehr als 30% würde ich von kriminellem Handeln sprechen.

"Orginalflaschen haben 16 Gewindegänge.Reichen 10 Gewindegänge noch aus?"
Eindeutig kriminell aus meiner Sicht; auch wenn`s fast immer funktioniert. Aber ein Unfall genügt.

"es lastet ein Druck von 1127 kg auf dem Ventil."
Nein, eine Kraft. Und Kräfte gibt man in N (Newton) an; wenigstens in kp (kilopond; keine gesetzliche Einheit). Druck ist Kraft pro Fläche, in Pa oder N/m² beispielsweise.

"Das wäre pro Gewindegang 70 kg."
Das stimmt auch nicht genau. Nicht alle Gewinde"gänge" tragen ganz gleichmäßig; durch Abnutzung kann es sein, daß Ihr die "guten" Gewindebestandteile wegdreht, und die 50% Restgewinde ohnehin zusätzlich verschlissen sind. Vielleicht noch kombiniert mit schlechtem Material, abgenutztem Ventilgewinde usw. habt Ihr da rasch einen Sicherheitsfaktor von 3 bei so vielen Flaschen schon mal ausgereizt.

Wie gesagt: 10%, vielleicht noch 20% halte ich für technisch tolerabel. Aber befragt auch da lieber den Anwalt.
Antwort von dm am 27.12.2005 - 09:33
hey holger h.das du hier deine freie meinung aeussern kannst,weiss ein jeder.

du solltest dir aber ueberlegen, einen verband anzugreifen der den tauchsport weltweit mit den hoechsten sicherheitsstandarts vertritt durch den schmutz zu ziehen.

GUTE NACHT CMAS dm
Antwort von Northeastdiver Registriertes Mitglied am 27.12.2005 - 15:27
hier trifft das wunschdenken der deutschen gesetzesmacher mit der Industrie im Genik auf das tatsäckliche leben und realität.
die anschaffung neuer flaschen ohne plausiblen grund ist im ausland ein enormer kostenfaktor. meist verbunden mit tagelanger reiserei und noch mehr geldausgaben. oder glaubt hier jemand die dinger gibt es auf ner insel der Phillipinen um next ecke ?
hat sich hier schon jemand mal gedanken darüber gemacht, das man extrem in schwierigkeiten kommen kann wenn da "unten" was passiert ? egal wie lang das gewinde war, es droht erst mal knast für den ausländer. ob schuld oder nicht.
nur mal so zur information, befor hier alle mit stone schmeißen und mit anschuldigungen und unterstellungen umsichhauen. jeder ist da unten bedacht das nichts passiert, weil er mit seinem arsch und alles was er hat gerade steht. inkl. familie. für deutschland und seine schönen glatten und ach so fein plakatierten wege nicht vorstellbar. das maß aller dinge ist schließlich hier und so ein bißchen abenteuer im urlaub ist ja ganz geil, nicht wahr ?
50€ sind ne menge holz da "unten". auch wenn sich das keiner hier vorstellen kann, wenn man da unten lebt, dann kann ich und meine familie mit 50€ eine weile überleben und haben damit was zu futtern.
als beispiel sind 50€ in thailand ca.2500 Baht.
und dann ist für mich der wertemaßstab aus dem land "my wertemaßstab" und nicht irgendwelche ansichten aus einem weit entfernten und teilweise wirklichkeitsentfremdeten Germany.
außerdem scheinen hier im forum die leute gerne übers tauchen zu debattieren, anstatt tauchen zu gehen.
Antwort von Uli Schreiber Registriertes Mitglied am 27.12.2005 - 16:41

@ Northeastdiver
Kommst Du auch zur Sache ?

Antwort von Victor am 28.12.2005 - 05:18
Na im 2.Anlauf haben wir uns besser verstanden.Danke speziell an Uli.
Mit Padi hat mein technisches Wissen übrigens gar nichts zu tun.Padi hat mir lediglich gelernt,wie man das hervoragende modernen Ausbildungsmaterial benützen sollte.Die haben kein Schraubprogramm.Aber Padi gab tausenden Tauchlehrern die Gelegenheit im warmen Ausland einen Traumjob zu finden.Wie man eine Tauchschule leitet oder wie man einen Komressor zerlegt,ein Safariboot baut,damit navigiert und geile Plätze findet ("Panagatan Cays" siehe Webseite) ist was
anderes.Der Titel Masterinstructor oder Kursdirektor sagt wenig darüber aus ob einer vernünftig tauchen kann.Padi gibt uns nur die Grundausbildung und Grundeinstellung die wir haben sollten.Victory Divers ist eher eine mittelgrosse Tauchschule und sehr familiär geleitet.Ich wollte niemand mit meinen 130 Tanks provozieren.In 19 Jahren haben wir viele Taucher ausgebildet und gehen im Schnitt mit 1000 Kunden im Jahr zum tauchen.Und an dieser Stelle darf ich mit stolz sagen,dass wir noch nie einen ernstzunehmenden Tauchunfall hatten.Das soll auch in Zukunft so bleiben.Und darum habe ich die ganze Diskusion vom Zaun gebrochen.Ich bedanke mich bei Euch für den regen Meinungsaustausch.Euer Victor

P.S. Kann ich jetzt die nächste Frage stellen?
Antwort von Pressluftotter Registriertes Mitglied am 28.12.2005 - 09:57
Hallo Victor

also ich hab wohl die Frage anfangs etwas falsch verstanden. Ich dachte, Du willst da richtig kräftig was abdrehen und das am besten noch regelmäßig - ist ja nicht so! Insofern möchte ich mein "geschimpfe" vom Sonntag gerne insoweit reduzieren, daß ich Dir sage daß man soetwas nicht macht - vor allem nicht als Tauchschule! Und falls doch: Mach es so, daß es keiner merkt

Nein, nu mal im Ernst - ohne jetzt die Fachliche Richtigkeit dieser Aussage zu grantieren - ich denke daß es kein Problem darstellen sollte einen Flaschenhals zu planen, damit das Ding wieder dicht wird. Da geht es ja wirklich nur um einige zehntel. Allerdings solltest Du dabei das Gewinde immer im Auge behalten, und dafauf achten, daß Du noch genügend Restgewinde hast - es geht auch um Deine Sicherheit. So eine Flasche wird nicht wie ein rohes Ei behandelt - und auf einem rohen Ei sind keine 200Bar!!!

Ich würde Dir mal einen Anruf bei Aircon empfehlen. Die verkaufen Flaschen und Ventile, haben sehr gut ausgebildete Fachleute, und können Dir sicherlich eine verbindliche Aussage geben, was dieses Tehma betrifft. (Aircon-Tel: 0049 4183 – 97 26 34)


Ansonsten wünsche ich Dir noch viel Erfolg und weiterhin einen unfallfreien Tauchbetrieb!

Gruß Mike
Antwort von Holger H. Registriertes Mitglied am 28.12.2005 - 11:44
Na dahast du dir die Antworten ja selber gegeben ich zitiere und das in der Klammer ist von mir !

Mit Padi hat mein technisches Wissen übrigens gar nichts zu tun. ( Da sind wir uns einig )

Padi hat mir lediglich gelernt,wie man das hervoragende modernen Ausbildungsmaterial benützen sollte. ( und Verkaufen, ja das können die das weis jeder )

Die haben kein Schraubprogramm ( auch nicht den Equitment Spezialist ( Flaschenpflege ))

Der Titel Masterinstructor oder Kursdirektor sagt wenig darüber aus ob einer vernünftig tauchen kann. ( da sind wir uns auch einig )

Padi gibt uns nur die Grundausbildung und Grundeinstellung die wir haben sollten. ( Da sind wir uns auch einig und dabei bleibt es meist auch wie man oft sieht )

dass wir noch nie einen ernstzunehmenden Tauchunfall hatten ( das kann sich ja bald ändern ohne das ich es einem Wünsche aber wir warten mal die Nächste Frage ab mal schauen was da kommt, ich habe leider nicht so viel Fantasie ( vielleicht doch, ich kann es ja mal versuchen ( ich habe mir Stahlflaschen angeschafft und möchte die vor Rost von innen Schützen darf ich da Unterbodenschutz von KFZ Handel reingehen ??? )

( Ich weis wo ich nicht hinfahren werde und auf was ich bei der nächsten Reise verstärkt achte, allen einen guten Rutsch dir auch Viktor da muss noch einiges kommen bei dir, Holger ! )
Antwort von Tariernix Registriertes Mitglied am 29.12.2005 - 23:15
Hallo mitsammen,

auch wenn jetzt vielleicht keiner mehr mitliest: hier steht die Antwort zu Victors Frage drin: Hier klicken

Daraus folgt, dass gelegentliches planen am Gewindehals keinen schädlichen Auswirkungen auf die Belastbarkeit der Verbindung Flasche/Ventil hat.

Guten Rutsch!
Antwort von Victor am 01.01.2006 - 08:07
Danke Tariernix.Das habe ich gebraucht.Hallo Holger. Ich würde Dich gerne mal nach Boracay einladen. Wir sind eine sehr freundliche Tauchschule und ich bin überzeugt dass, wenn Du mich erst mal kennenlernst, Deine Meinung änderst.Ich geb Dir ein paar Tauchgänge frei,die Du natürlich mit mir persönlich machst.Ich verspreche Dir dass Du einen korrekten Tüv-Tank bekommst.Mit freundlichen Grüssen Victor
P.S. Das gilt auch für Uli und den Rest der Gewinde-Bande

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