Tarierung die xte Abgesandt von taucher0067 am 27.09.2006 - 21:53:
Wie läßt sich dies vereinbaren:
"Atme fortwärend" beim Tauchen und Lungentarierung, bei der letzteres auch mal ganz Ausgeatmet wird, bzw. eingeatmet bleibt?
Das heißt, bei Lungentarierung bleibt doch der Atem auch mal stehen.
Wie erklärt der erfahrene Taucher dieses Paradoxum?
Antwort von Doppeldreier am 27.09.2006 - 22:40 pro Atemzug verschiebst du ca. 0,5l Volumen, deine Lunge kann aber ca. 4-5l Volumen verschieben. Du kannst also aussuchen ob du deine 0,5 l im oberen Bereich oder unteren Bereich platzieren willst. Dementsprechend gehst du hoch oder runter obwohl du ständig atmest.
Okay?
Gruß,
D3
Antwort von Nowotaucher am 27.09.2006 - 22:48 Also ich atme nicht "ständig". Mal atme ich ein, aus, dann Pause (so wie`s gelehrt wird), mal ein aus ein, Pause, mal ein aus halb ein ... je nachdem wie ich mich tarieren muss.
Dabei sind die Pausen schon länger als die Ein- oder Ausatemzeit.
Gut Luft,
Andreas
Antwort von henri am 27.09.2006 - 23:37 @ nowotaucher
dann atmest Du ständig, denn ständig atmen heiß nicht in eine Hechelatmung zu verfallen...
Und mir der Lunge tarieren heißt nicht aufzuhören zu atmen. Man kann aber sein Atemniveau ein bischen in die in- oder exspiratorische Reserve verschieben. Für kleine Tiefenunterschiede recht das als Ausgleich aus.
@ Taucher0067 Deine Frage zeigt eigentlich, daß es Dir entweder keiner richtig beigebracht hat oder Du es noch nicht richtig verstanden hast. Mit ein bischen mehr Übung und Erfahrung kommt das von ganz alleine. Das Wichtigste ist: Gar nicht auf die Tarierung konzentrieren und auch nicht auf das Atmen. Dann ght es schnell wie von alleine.
ein Versuch:
1. atme, wie Du das auch an der Oberfläche machst,
2. möchtest Du etwas auf-/absteigen, so kannst Du dass über die Lungentarierung einleiten, indem Du MEHR ein- oder ausatmest und die Trägheit im Wasser überwindest (Gegensteuerung ist dann ähnlich, falls Du nicht gerad absackst oder hoch schießt).
Dieses Paradox ist keines, es kommt immer auf die Situation an (was möchte ich gerade ...). Soll heißen: je nachdem ...
Antwort von Kormoran am 28.09.2006 - 09:29 Wie Doppeldreier schrub: Du kannst die 0,5 Liter mit einer Gesamtfüllung von einem Liter verschieben oder mit einer Gesamtfüllung von drei Litern. Übungssache, kommt von ganz alleine.
Antwort von Scott am 28.09.2006 - 11:56 taucher0067, natürlich bleibt der atem auch mal stehen, da du ja nicht hyperventilieren solltest - weder ober noch unter wasser
Antwort von Nowotaucher am 28.09.2006 - 12:32 Hallo Henri,
ich weiß, Du hast recht . Ich habe mein Posting hauptsächlich deswegen verfasst, weil ich schon gesehen habe, wie Anfänger wegen des "Nie die Luft anhalten" in eine hektische Hechelatmung verfallen sind. Über den Tauchgang gesehen atme ich natürlich regelmäßig.
Gut Luft,
Andreas
Antwort von taucher0067 am 28.09.2006 - 15:17 Hihi,
ich wollte ja auch nicht damit sagen, dass man das Atmen ganz sein lassen sollte (das wäre schlecht!).
Wie das mit der Lungentarierung geht und wie man sich dementsprechend mit Blei beschweren soll, das weiss ich auch.
Es ging ja nur um den Grundsatz (Padi) "Atme fortwärend" und das ist bei mir normales ein und ausatmen, wie man es an der frischen Luft macht.
Antwort von Scott am 28.09.2006 - 18:13 wobei man bei vielen, auch erfahrenen tauchern, beobachten kann, dass die pause nicht wie an der oberfläche nach dem ausatmen gemacht wird, sondern nach dem einatmen.
Antwort von Nowotaucher am 28.09.2006 - 21:31 @Scott: Mache ich teilweise auch so. Hängt davon ab, was ich tariermäßig gerade mache.
Antwort von Colin am 29.09.2006 - 19:07 Hallo taucher0067,
ich persönlich atme unterwasser deshalb fortwährend, um meine Organe mit lebensnotwendigem Sauerstoff zu versorgen.
Manchmal atme ich etwas tiefer ein, gehe dadurch etwas höher, um nicht die nächste Gorgonie platt zu machen. Ähnlich funktioniert es mit dem Ausatmen. Das ist die "Feintarierung" mit dem Lungenvolumen. Dabei kommt es tatsächlich vor, dass der Atemvorgang, kurzfristig, unterbrochen wird.
Bei der Regel: "Niemals die Luft anhalten", geht es darum, Lungenüberdehnungsverletzungen beim Aufstieg zu vermeiden.
Viel Spass beim Tauchen!
Colin
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