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Tarierung im Trocki
Abgesandt von buchinio am 08.06.2005 - 14:54:

Hallo allerseits! Habe vor kurzem mein Trocki-Specialty gemacht und auch schon zwei weitere TG im See hinter mir. Wie im Kurs gelernt tariere ich dabei nur über den Trocki.
Da sagt mir doch letztens ein andrer CMAS-Tauchlehrer, dass mit der Tarierung über Trocki wäre quatsch, man sollte doch besser weiter mit dem Jacket tarieren und in den Trocki nur so viel Luft wie nötig pumpen, um keinen Sqeeze zu bekommen.
Wie isses denn nun??? In der Lektüre übers Trockentauchen, die ich mir vor dem Kurs gekauft hatte (Sonderheft von "tauchen") steht auch drin dass man das jacket möglichst nicht benutzen soll.
Bitte klärt mich auf!



Antwort von Doris Registriertes Mitglied am 08.06.2005 - 15:05
Als Trilaminattaucher würde ich immer nur soviel Luft wie nötig in den Anzug pumpen und den Rest mit dem Jacket erledigen. Allerdings kann es Anfangs einfacher sein mit dem Anzug zu tarieren, bis man die Bedienung der beiden unterschiedlichen Luftablässe sicher beherrscht.
Die Gilde der Neoprentrockis wird sich sicher auch noch zu Wort melden, hier kann ich in Ermangelung von Erfahrung nichts sagen.
Antwort von Tauchtubby Registriertes Mitglied am 08.06.2005 - 15:24
Moin buchinio,
ich habe leider nie ein Trocki-Specialty gemacht, vielleicht kann ich deshalb nicht mitreden?

Die Entscheidung, womit du tarierst, kann m.E. deine bleiben. Dadurch, dass du im Trocki tauchst, musst du da Luft einlassen, um dir nicht binnen kürzestester Zeit ein paar Erlebnisorgane abzuschnüren.:o
Da liegt natürlich nahe, das Jacket gleich komplett wegzulassen und die Flasche über Trage zu montieren.
Ein kleines Risiko bleibt der mögliche Luftverlust über die Halsmanschette bei ungestümen Bewegungen.
Auch ist es nicht allzu angenehm, durch unvorsichtige Körperhaltung plötzlich mit den Beinen nach oben (luftgefüllt) dazustehen (oder besser: dazuhängen)

Sofern du im Trocki und mit Jacket tauchst, benutze beides, wie es dir lieb ist und betrachte das andere als Ersatz.
Persönliche Vorlieben von TL können sie gern als Empfehlung darstellen, jedoch Regeln daraus zu formulieren, halte ich für Unfug.

Probiere gern, ausschließlich über den Trocki zu tarieren, allein, um es kennen zu lernen (vielleicht wurde das gemeint?), aber im täglichen Gebrauch tu´ einfach das, was dir persönlich am besten gefällt.

Meine Meinung
TT
Antwort von henri Registriertes Mitglied am 08.06.2005 - 15:25
Ich halte das TArieren nur mit dem Anzug für veraltet und totalen Schwachs...! Mich würde mal interessieren, was das für eine Begründung haben soll.

Ich tariere über mein Jacket und habe im Anzug nur so viel Luft, wie ich zum Wohlfühlen benötige.

Das hat einige Vorteile:

1. Es kann mir keine nennenswerte Luftmenge in die Füsse abhauen und mich auf den Kopf stellen.

2. Ich kann über die richtige Menge Luft im Anzug und im Jacket meine Schwimmlage der Tauchsituation entsprechend optimal einstellen.

3. Wenn mal ein Schüler Drift nach oben bekommt, kann ich den das Jacket viel schneller entleeren als den Anzug und ihn so besser auf der Höhe halten.

Nach ein paar Tauchgängen hat man den Bogen eigentlich raus und der Trocki tariert sich beim Aufstieg fast von alleine. Vorausgesetzt man hat ein Jacket mit Faltenschlauch auf der linken Seite. Wenn man dann den linke Arm ein bischen hebt und das Ventil vom Trocki richtig eingestellt ist, geht bei mir die passende Luftmenge aus dem Trocki auch mit raus. Um dem Trocki kümmere ich mich gar nicht mehr separat.

Grüße,

henri
Antwort von Aquapapst Registriertes Mitglied am 08.06.2005 - 15:27
Richtig ist = Tarieren weiterhin mit Weste. Erstens, wenn zuviel Luft im Trocki ist, kann sich diese an der Halsmanschette sammeln und bei einer Kopfbewegung entweichen und damit Wasser eindringen. Weiterhin bekommst Du im Notfall die Luft schneller aus dem Jacket als aus dem Anzug.

Die Feinheiten der Luftregulierung sind meines Erachtens beim Jacket besser zu kontrolliern, als bei dem Trocki.

So habe ich es gelernt, so tauche ich seit Jahren mit den besten Erfahrungen und gebe es auch so weiter.
Antwort von Anna Registriertes Mitglied am 08.06.2005 - 15:32
ich tariere mit dem Jacket. Im Trocki habe ich nur so viel Luft, wie ich zum Wohlfuehlen brauche. Im Sommer, etwas weniger, im Winter etwas mehr. (egal ob Neoprentrocki oder Trilaminat)
-> auch wenn es im Trockispeciality anders gelernt wird.

Antwort von scubisub Registriertes Mitglied am 08.06.2005 - 16:07
Ich glaube es handelt sich hier um eine (mehr oder weniger) Glaubensfrage. Der eine tariert lieber nur über das Jacket, der andere lieber nur über den Anzug und der dritte nutzt beides. Machbar ist jede Variante und jeder sollte es so handhaben, wie er am besten klarkommt und sich wohlfühlt. Nur sollte der Buddy informiert sein, nach welcher Variante ich tariere - so für alle Fälle.

Gruß
Antwort von Tümpi Registriertes Mitglied am 08.06.2005 - 22:43
Ich tauche einen 7 mm Neoprentrocki und tariere im Flachen nur mit dem Trocki. Das Jacket dient nur als Flaschenhalterung bzw. wird ersetzt durch eine Flaschenhalterung. Die Funktion des Jackets wird natürlich zu Beginn des Tauchgangs getestet. Gehts tiefer wird dann mit dem Jacket zusätzlich tariert, wenns nötig ist. Im Winter z.B. nehm ich ein zusätzliches Stück Blei mit, das braucht dann Ausgleich, wenns tiefer geht. So ab 25-30 m. Mein Trocki passt sehr gut, deshalb gibts auch kein Problem mit zuviel Luft an falscher Stelle.

Ich bin auch der Meinung, jeder so, wie er will/kann.

Einem Trockianfänger würde ich raten erst mal nur mit dem Trocki zu tarieren, um diesen richtig in Griff zu bekommen. Vor allem im flachen Wasser. Das er sein Jacket gut im Griff hat, setze ich dann voraus.

Übe das Tarieren im Trocki vor allem im Flachen, da ists am Schwierigsten, aber bitte nicht nach tiefen Tauchgängen.

Du findest dann selbst das optimale für dich.

Tümpi
Antwort von emji Registriertes Mitglied am 09.06.2005 - 04:07
Schliesse mich Tümpi an. Habe am Anfang auch ausschliesslich mit dem Trocki tariert. Das hat Stress reduziert, weil die Luft nur an einem Ort rein- und rausgelassen werden musste. Zudem musste man sich auch mit dem Auslassventil (öffnen/schliessen) auseinandersetzen. Dadurch hatte ich den Trocki schnell im Griff und sah auch den Unterschied bezüglich Tarierung zwischen Trocki und Jacket.

Nach den ersten paar Tauchgängen habe ich begonnen, ab ca. 20 Meter zusätzlich mit dem Jacket zu tarieren. In der Zwischenzeit habe ich Wohlfühlluft im Trocki und tariere mit dem Jacket, weil ich persönlich so eine stabilere Position beim Tauchen habe.

Ich habe diesen Weg geschätzt:
a) Vereinfachter Start
b) Vor- und Nachteile Trockitarierung deutlich spürbar
c) Mit steigender Erfahrung an eigene Wünsche anpassbar

Ich war aber sehr froh, dass ich anfangs auf trockierfahrere Buddies zählen konnte (habe aber auch kein Späschelty gemacht).

Guet Luft
emji
Antwort von buchinio am 09.06.2005 - 08:53
Hi Leute, danke für die vielen Antworten! Ich fand es eigentlich auch eher unangenehm in der Tiefe (so ab 20m) so viel Luft im Anzug zu haben, wie schon angesprochen vor allem an den Manschetten. Werde wohl zukünftig versuchen das Jacket mit zu benutzen (auch wenn ich keinen Faltenschlauch habe sondern Airtrim).
Das tarieren allein mit Trocki hat bisher tadellos funktioniert, da sollte beides zusammen auch klappen
Antwort von Schnecke Registriertes Mitglied am 09.06.2005 - 09:32
Hi buchinio,
genau so mach ich es auch. Ich hab genau die Menge Blei dabei, die mich am Ende des TG im 1-5m Bereich noch nicht hochploppen läßt. Das Jacket ist dann schon längst leer und im Anzug etwas mehr als Wohlfühlluft. Das bedeutet aber auch, dass ich so ab 15-20m auch das Jacket mit nutzen muss, denn im anzug wäre dann irgendwann so viel Luft, dass sie bei jeder falschen Bewegung über die Halsmanschette/offenes Ventil abhaut.
Es klingt vielleicht paradox, aber seit ich oben beim Austauchen mehr Luft in den Anzug pumpe und die Arme nach vorne halte, hab ich eine supi Schwimmlage. Die Versuche, beim Austauchen an einer Halde möglichst alle Luft aus dem Anzug zu lassen (damit es keine Luftwanderung gibt) resultierten immer in einer erheblichen Kopfstandtendenz!!
Deswegen: oben nur mit Anzug, unten beides.

Grüßle
Schnecke
Antwort von dm am 10.06.2005 - 10:11
hey buschino.
wie du die sache haendelst, bleibt am ende dir ueberlassen.
gelernt hat man sich ueber den trocki zu tarieren.
ich persoehnlich tariere ueber das jacket,in den trocki gebe ich soviel luft das er mich nicht kneift.
gruss dm.
Antwort von Andreas Richter Registriertes Mitglied am 10.06.2005 - 15:11
Hallo,

ich tariere ausschließlich mit dem Trocki.
Und, jetzt kommts, das Ventil ist immer komplett geschlossen.

Ich muß ein Kamikaze-Taucher sein und alles falsch machen.

MfG
Andreas
Antwort von happydiver999 Registriertes Mitglied am 11.06.2005 - 15:07
Hallo buchino,

ich tariere mit beidem!
Gleich nach dem Abtauchen drehe ich das Auslassventil am Arm zu und pumpe danach soviel Luft in den Anzug bis ich mich wohlfühle. Sollte ich danach noch tiefer gehen wollen, nehme ich das Jacket zu Tarierung.
Meiner Meinung nach hat das noch einen ziemlich großen Vorteil > Wärmeisolation. Wenn du öfters kalte Luft in den Anzug bläst wirds nicht unbedingt angenehmer. Meine Luft bleibt im Anzug und zwar solange bis ich meinen Kopf etwas überstrecke, dann entweicht sie ohne Probleme über die Halsmanschette - mein Trockiventil bleibt also auch die ganze Zeit über zu.
(so wie Andreas das schon berichtet hat. Andreas machst du das auch so?)

Viele Grüße

Michael
Antwort von kandy3 Registriertes Mitglied am 12.06.2005 - 16:38
Hi
manche Leute entwickeln seltsame Gewohnheiten.
Man muss einfach sagen der Trocki ist kein sicheres Tariermittel.
Zum sicheren Tarieren gibts nur das Jacket alles andere sind nur halbe Sachen.
Grüße
K3

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