Tauchbeschränkungen Abgesandt von Telemar-king am 22.01.2007 - 17:49:
Um Laichzonen zu schützen, werden (in der Regel im Winter) temporäre Tauchverbotszonen ausgewiesen. Warum macht man das nicht auch mit dem Überwasser-Sport Hier klicken ? Wahrscheinlich, weil die Segel-Lobby auch in den höchsten Umwelt- und Bundesämtern sitzt?!
Antwort von Euregiotaucher am 22.01.2007 - 18:35 wahrscheinlich weil Laichzonen sich selten da befinden wo die Segler segeln sondern eher da wo die Taucher tauchen ...will sagen - in Ufernähe .. z.B. wo Ein/Ausstiege sein könnten
Antwort von Mattti am 22.01.2007 - 18:39 Man macht das auch für Überwasser-Sport. So gibt es auf vielen Wildflüssen Befahrungsregeln zum Schutz von brütenden Vögeln etc.
Taucher wirbeln nun mal da, wo der laich liegt besonders viel Sediment auf und verursachen Schäden im Uferbereich.
Schwimmer sind im Winter ja kaum unterwegs. Kajakfahrer haben zeitliche und Anzahlmäßige Beschränkungen.
Motorboote in vielen Gewässern ganzjährig fahrverbot.
Segler haben normalerweise Anleger/Stege und stapfen nicht durch Uferzonen - sie wirbeln auch nicht den Boden auf.
Und ich glaube, das mindestens so viele Taucher in den Ämtern sitzen, wie Segler...
Ich glaube, das ist keine Weltverschwörung, sondern schlicht praktikabler Umweltschutz.
Du kannst nicht sinnerfassend den von dir geposteten Link lesen. Versuch es noch mal!
Antwort von Telemar-king am 23.01.2007 - 11:02 Ihr habt recht, die Eingangsfrage liest sich so, als wenn Seglern und Motorbootfahrern eine Tauchverbotszone zum Laichschutz auferlegt werden soll.
Jedenfalls habe ich noch keine Taucher gesehen, die temporäre Tauchbeschränkungen ignorieren. Schutzzonenbefahrende Wassersportler scheint es jedoch soviele zu geben, dass sich das Landesamt für Umwelt zu einem Aufruf genötigt sah: "Viele Surfer, Kajakfahrer und andere Wassersportler nutzten die milden Temperaturen, um ihrem Sommerhobby auch im Winter nachzugehen und scheuchten dabei die Vögel in ihren Ruhezonen auf, ... Göttle rief Wassersportler dazu auf, sich rücksichtsvoll zu verhalten und die ausgewiesenen Schutzzonen nicht zu befahren. Störungen zwingen den Angaben zufolge die Vögel zu einem höheren Energieverbrauch. Kann dieser nicht ausgeglichen werden, sind die Tiere für den Rückzug in ihre Brutgebiete geschwächt."
Antwort von D-32 am 23.01.2007 - 14:59 Etwas OT:
Extrem schnelle und große Wasserfahrzeuge (gibts Binnen nicht) einerseits und ein Schwarm Enten auf dem Meer andererseits - da hat der Schiffsführer keine Schuld. Erinnere mich an eine Testfahrt mit SES Corsair in der Eckernförder Bucht, als bei 45 kn eine Entengruppe zwischen die Rümpfe geriet und durch die Schürzen geschraddelt wurde.
Antwort von weisahai am 30.01.2007 - 22:31 Die Antwort ist ganz einfach (original-Zitat eines Mitarbeiters des Landesamtes für Umweltschutzes): Weil man das Tauchen besser verbieten kann.
Tatsache ist, dass die sog. Umweltschützer, insbesondere der Landesbund für Vogelschutz, am liebsten alles (keine Übertreibung!), d.h. Jäger, Boote, Schwimmer, Taucher, Spaziergänger etc. von den Seen fern halten wollten.