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Foren - Ausbildung - Tauchen als soziales (erlebnispädagogisches) Angebot bzw. Handicappd Diving - Fragen und Meinungen




  

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Tauchen als soziales (erlebnispädagogisches) Angebot bzw. Handicappd Diving - Fragen und Meinungen
Abgesandt von Dive-Dirk Registriertes Mitglied am 21.08.2006 - 23:22:


Hallo liebe Tauchergemeinde,
bevor ich zur eigentlichen Frage komme möchte ich mich kurz vorstellen: Ich bin 25 Jahre alt, von Beruf Erzieher und Heilpädagoge und arbeite seit ca. 7 Jahren im Bereich der Jugendhilfe und in diversen Einrichtungen für Menschen mit Behinderung. Im Sommer des nächsten Jahres beginne ich mit einem Weiterbildungsstudium der Abenteuer- und Erlebnispädagogik.

Im Zuge meiner beruflichen Orientierung bin ich auf das "Tauchen als soziales/erlebnispädagogisches Angebot", "therapeutisches Tauchen" und das "Handicapped Diving" gestossen.

Ich denke das ist Tauchen für die o.g. Zielgruppen eine äusserst sinvolle Methode, betrachtet man den alleine schon den psychisch-phyischen Nutzen eines solchen Angebotes.
(wenn man es denn richtig anpackt (-; )
Um sowas evtl. mal richtig und professionell anpacken zu können habe ich ein paar spezielle Fragen an euch:

1. Wie ist eure Meinung, habt ihr Erfahrungen in diesem Bereich?
2. Gibt es gute Literatur bzw. Internetadressen zu diesem Thema?
3. Welche Taucherausbildung (gehe von TL aus) brauche ich, um kleine Tauchgruppen ohne Vorkentnisse im Pool begleiten zu können?
4. Benötige ich noch weitere Spezialkurse ausser dem Handicapped Diving und werden evtl. gute Kurse in NRW angeboten?

Danke im vorraus für die Antworten,

LG Dirk



Antwort von Taeniura_lymma Registriertes Mitglied am 22.08.2006 - 09:28
Hy Dive-Dirk,
setz Dich doch mal mit "Able to Dive" in Verbindung. Das ist ein Verein speziell für das Behindertentauchen. Ich kenne selbst jemanden, der ist zwar "nur" Beinamputiert, aber taucht dort mit.Die können Dir sicher weiterhelfen. Hier ist der Link : Hier klicken . Viel Glück für Dein Vorhaben.

T.L.
Antwort von andi_diver Registriertes Mitglied am 22.08.2006 - 16:33
Alternative gibt`s auch, falls du nix passendes findest: Hier klicken
Vielen Dank fuer deine Plaene!!!
Antwort von frank123 am 22.08.2006 - 19:01
Handicap Diving macht wirklich Sinn, da gibts auch bereits entsprechende Vereine. (siehe meine Vorredner z.B.)
Falls Du aber mit <Tauchen als sozialpädagogisches Angebot> meinst , die Jugendlichen mit denen Ihr bereits über Wasser nicht klarkommt, einfach ins Wasser werfen zu können, weiss ich nicht was das bringen soll.

Gerade UW gibts es jede Menge Regeln, wer sich nicht dran hält, hat ernsthafte Probleme die auch tödlich enden können.
Probleme zwischenmenschlicher Art, löst man an Land und nicht UW.
Antwort von Dive-Dirk Registriertes Mitglied am 22.08.2006 - 20:40
Erstmal vielen Dank für eure bisherigen Antworten, habe Super Infos bei den 2 Links sammeln können.

Tauchen als sozialpädagogisches Angebot verstehe ich natürlich nicht als die ultimative Lösung für Probleme zwischenmenschlicher und sonstiger Art, jedoch bietet es eine vielzahl von positiven Lernerfahrungen, die sich zum Teil auch auf praktische Lebenssituationen übertragen lassen. Deswegen steht für mich nicht nur das Tauchen an sich im Mittelpunkt. Genausogut muss man das Angebot gemeinsam vorbereiten (ganz individuell, natürlich durch Gespräche aber auch durch praktische Aktivitäten) sowie abschliessend intensiv reflektieren.
Ich möchte jetzt nicht zu weit ausholen, aber das Tauchen hat ein enormes soziales Potential wie z.B.:

-eigene Grenzen austesten und lernen diese realistisch einzuschäten und damit umzugehen
-Verantwortungsgefühl für sich selbst und für die Gruppe zu entwickeln
-Rücksichtnahme auf Gruppenmitglieder nehmen
-Erfolgserlebnisse erfahren und Stärkung des Selbstbewusstseins ("JA, ICH KANN DAS")
-Entwicklung eines Respektvollen Umgang mit der Natur
- förderung spezieller Wahrnehmungssysteme und des gesamten Bewegungsapperates (nun ja eher medezinisch wie sozial, jedoch nicht ausser acht zu lassen (-; )
-etc...

Die Vorraussetzung für die Arbeit ist natürlich, das man sehr professionell d.h. auch verantwortungsvoll mit der Gruppe umgeht und keine "Ich geh mit den Jungs/Mädels mal tauchen und dann wird das schon ne spassige Angelegenheit" - Mentalität an den Tag legt. Der Sicherheitsaspekt hat natürlich immer Vorrang, das ist eine Selbstverständlickeit.

Ach ja, Freiwassertauchgänge (wenn es diese überhaupt gibt) wären dann natürlich nur mit OWD und dann auch nur Im Einzelkontakt (maximal 2 Personen denkbar) denkbar. Ansonsten spreche ich hier von Kleingruppenangeboten von bis zu 4-5 Personen die von mir + mind. einem Betreuer der Gruppe durchgeführt werden.

Ich freue mich auf konstruktive Kritik und Erfahrungen von euch,

LG Dirk
Antwort von dongozo Registriertes Mitglied am 01.09.2006 - 13:53
www.redseadivingteam.com
Antwort von dongozo Registriertes Mitglied am 01.09.2006 - 13:53
Und "IAHD" auch...
Antwort von surestore Registriertes Mitglied am 12.09.2006 - 14:14
Hallo Dirk,

leider werden oft sozialpädagogische Aspekte im Tauchsport hier im Forum niedergemacht. Meist von Personen die auf dem Gebiet der Erziehungswissenschaften keine Ahnung haben, nie mit verhaltesauffälligen oder gar behinderten Menschen zu tun hatten.... oder gar Angst vor ihnen haben etc...
Ich finde es sehr löblich das es noch Menschen gibt die sich so einer Aufgabe stellen. Ich führe selber Kindertauchen mit verhaltesauffälligen Kids durch, diese zu 90% im Bad, ein ganz kleiner Teil sieht dann auch mal das Freiwasser, was leider sehr selten vorkommt, aus welchen Gründen auch immer.
Ich kann Dir nur meinen Werdegang nennen und hoffe Dir damit einen Anhalt geben zu können.
Die AVR begann mit dem CMAS*&**, dann kam der DSB Jugendleiter. Nach Abschluss des JL´s folgte die Ausbildung zum SSI Dive Leader / DiveCon ( wurde von mir absichtlich so gewählt um den gesamten Ausbildungsbetrieb einer Basis kennen zulernen. Dann folgte der VDST-DSB-Übungsleiter Tauchen. Das Ganze dauert so ca. zwei Jahre wenn man es an einem Stück durchziehen will.
Einige Bundesländer fördern sogar die Ausbildung zum JL, somit könntest Du evtl. 120 UE ohne Erholungsurlaub abdecken.
Cu Surestore
Antwort von Flu Registriertes Mitglied am 09.07.2008 - 10:58
Hallo!
ich habe seit längerem ähnliche Pläne - gern auch im Ausland. Eine Plattform findet sich unter www.taucherleben.de
LG
Flu

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