Tauchen mit IQ 68 Abgesandt von werner.greisbach am 19.04.2002 - 18:11:
Das Kind unseres Nachbarn ist zwar nicht geistig behindert aber jedoch stark zurück geblieben.Wir haben gehört das es einen IQ von ca. 68 hat. Es ist sehr lieb und hat kürzlich einen Taucherfilm gesehen. Es wünscht sich nichts sehentlichers als ebenfalls zu tauchen. Sein alter ist 15. Wir, aus der Nachbarschaft dachten darüber nach diesem Jungen zum Geburtstag einen Tauchkurs zu schenken in dem wir alle sammeln. Die Eltern sind damit einverstanden. Ich habe auch gehört das Tauchen keine besonderen geistigen Ansprüche oder sonstige Anforderungen an die Betroffenen stellt. Ferner habe ich in Erfahrung gebracht das es verschieden Organisationen gibt wo man tauchen lernen kann. Nun die Frage an die liebe Tauchgemeinde. Bei welcher Organisation kann denn so ein Junge am schnellsten und am anspruchlosesten Tauchen lernen, wenn ihm ein Mediziner eine grundsätzliche Tauglichkeit bescheinigt?
also sicherlich gibt es (wenn ein Mediziner keine organischen findet) keine Probleme für den Jungen, denn Tauchschein zu machen.
Allerdings sei gesagt, dass tauchen nicht "eben mal so" erlernbar sein sollte! Viel mehr steht eine qualifizierte Ausbildung für spätere Sicherheit! Hierbei nehmen sich die anerkannten Verbände nicht viel. Weder in Kosten noch im Aufwand. Informiere Dich auf diesen Seiten nach einer Qualifizierten Tauchschule in Deiner Nähe und stellte Dich dort mal mit dem Jungen vor.
Viel Spass!
Stefan
Antwort von Stephan K. am 19.04.2002 - 19:03 Schaut mal hier rein.
Antwort von Adrian am 19.04.2002 - 21:53 Ich sehe, unter ein paar Vorrausetzung, kein Problem für den Jungen diesem Sport nach zu gehen. Ich habe meinen Zivildienst in einem Kinderheim mit vielen lern- oder leicht geistig Behinderten gemacht. Eine Beobachtung war hierbei immer wieder erstaunlich, wenn das zu erlernende Thema im Interessensgebiet des Kindes lag, war die Motivation und Eigeninitiative so stark, dass schon bald grosse Erfolge erzielt wurden. Sicherlich war immer viel Üben und Lernen bzw. Wiederholen nötig, doch es ging. So glaube ich wird es dem Jungen bei solch einem faszinierenden Hobby wie dem Tauchen ergehen. Dann, unter Anleitung eines erfahrenen Tauchlehrers zu dem der Junge Vertrauen hat und der auch einen Zugang zu dem Jungen findet, wird er diesen Sport ausüben können, wenn auch vielleicht nur in Begleitung eines Tauchpartners, aber das sollte ja eh so sein )
PS:
Nicht vergessen: Der Begriff des IQ ist sehr schwammig und gibt höchstens eine grobe Einordnung wieder, je nach verwendetem Test, Tagesverfassung, Veranlagung ... schwanken die Ergebnisse beträchtlich.
Antwort von Adrian am 19.04.2002 - 23:55 Ich glaube nicht das eine kommerzielle Vereinigung wie PADI dazu geeignet wäre. Ganz wichtige Faktoren sind Geduld und Zeit. Kann eine PADI-Tauchschule das leisten. Die Ausrichtung von PADI-Schulen ist es doch eine möglichst grosse Anzahl von Leuten in kürzester Zeit auszubilden. ACHTUNG: Keine Kritik an PADI, ist ja auch durchaus verstänglich und spricht eigentlich nicht gegen die Qualität der PADI-Ausbildung.
Gruss
Adrian
Antwort von matthes am 20.04.2002 - 11:25 In einem solchen Fall würde ich immer empfehlen, dass das Kind den Tauchkurs gemeinsam mit einer Vertrauensperson absolviert, mit der er dann auch nach dem Kurs tauchen gehen kann. Prinzipiell ist es zwar nicht erforderlich, auf einen speziellen Tauchpartner "trainiert" zu werden. Aber hier wäre es sicherlich hilfreich solch ein eingespieltes Team, welches die eventuellen Problemchen des anderen kennt und damit umzugehen weiss, schon im Kurs zu schulen.
Zum Thema "welches System":
Ich denke, dass es egal ist. Sucht Euch einen guten Tauchlehrer, zu dem Ihr Vertrauen habt. Einen der auch bereit ist, den sicherlich erforderlichen Mehrauffand an persönlicher Zuwendung zu geben. In erster Linie hängt von ihm das Gelingen dieses Vorhabens ab und nicht vom Ausbildungssystem!
Antwort von Gunther am 22.04.2002 - 15:02 Hallo,
ich glaube Matthes hat das wichtigste gesagt, er sollte mit jemandem seines Vertrauens einen gemeinsamen Kurs machen. Ob er die Tauchtheorie erfassen kann würde ich mal hinten anstellen, wichtig ist, das es sich wohl fühlt, einige sicherheits relevanten Tatsachen muß er erlernen können. Wahrscheinlich bist DU bei einem engagierten TL am besten aufgehoben. Ich tendiere aus dem Bauch heraus zu VDTL oder VDST, da es dort solide und tw ehrenamtliche Ausbilder gibt, die nicht auf Umsatz achten müssen.
Wie weit sich den Junge dann vorwagen sollte ist eine Sache die man von der Ferne sicher nicht beurteilen sollte, aber ich weiß das viele behinderte Jugentliche erheblich von diesem neuen schwebe Zustand profitieren können.
Gunther
P.S.: Viel Glück
Antwort von Stickstoffjunky Jo-Jo am 23.04.2002 - 10:09 Hallo Werner,
nette Frage aber kritisch gesehen,....
Zitat aus Deinem Text:
"Ich habe auch gehört das Tauchen keine besonderen geistigen Ansprüche oder sonstige Anforderungen an die Betroffenen stellt."
Willst Du damit sagen das Taucher dumm und geistig unterbelichtet sind ?
Wenn man bedenkt das von jeder Handlung unter Wasser das Leben abhängt würde ich Dir abraten. Wenn es aber die Möglichkeit gibt das der Vater oder die Mutter den Tauchkurs begleitet (sagen ja alle hier) kann man der Sache zustimmen.
.... Bei welcher Organisation ???? .....
Es ist vöiiig egal ob bei Padi, SSI, VDST, usw...
Es kommt immer drauf an, wie die Tauchschule die Theorie und Praxis vermittelt. Das persönliche Gespräch hilft Dir bestimmt weiter. Für Fragen stehen ich Dir weiter gerne zur Verfügung. Einfach ne Email schreiben.
Antwort von Bubblemaker am 23.04.2002 - 19:23 Eine wichtiges Entscheidungskriterium sollte sein wie der Junge mit Stresssituationen fertig wird denn in die wird er während der Tauchausbildung in jedem Fall kommen(die meisten scheitern übrigens beim Maske fluten und ausblasen im Freiwasser) ansonsten kann ich mich nur meinen Vorrednern anschließen und die Ausbildung in Begleitung eines Bekannten bzw. mit einem Tauchlehrer ihres Vertrauens ( Vorabgespräch führen)empferhlen.
Antwort von illo am 24.04.2002 - 23:33 Lieber Werner,
schau doch mal bei www.tauchen-als-therapie.de
Ich war dort mal auf einer Info Veranstaltung und die Herrschaften wirkten nett UND kompetent !!
Sicher haben Sie dort jede Menge nützlicher Informationen für Dich.
Und: Eine verdammt nette Idee von Euch !!
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