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Tauchen mit Tinitus (oder wie er verschunden ist)

Hallo, durch meinen Tinitus auf beiden Ohren versuchte ich alles was die Medizin zu bieten hat, mit mäßigem Erfolg. Durch Freunde erfuhr ich etwas über eine Studie aus den USA wo sehr erfolgreich Tinitus mit Tauchen behandelt wurde. Leider fand ich hier keinen Tauchlehrer der sich damit auskannte. Mit Tareg, (erst Tauchlehrer und nun ein wirklich guter Freund) fand ich zufällig jemanden der sich auch in diesem Feld auskennt und mir endlich Linderung brachte, bis zu einer Woche ohne jegliches Ohrgeräusch. Mit meiner Krankenkasse bin ich nun schon seit längerem im Gespräch das Sie die Kosten für die Grundausbildung zum Tauchen übernimmt, das dies wesentlich günstiger ist als eine Tinitustherapie. Nun suche ich Taucher und Ausbilder die die gleichen Erfahrungen wie ich gemacht haben um etwas mehr positiven Druck bei meiner Krankenkasse machen zu können das Sie das Tauchen als alternative Therapie mit in Ihr Programm aufnehmen und so auch andere Menschen mit Tinitus eine zusätzliche Hilfe anbieten. Wie gesagt die Gespräche laufen und meine Krankenkasse ist nicht abgeneigt eine solche Möglichkeit in Betracht zu nehmen. Daher freue ich mich über jede Info von euch...Wer weiß was sich daraus entwickelt. Gerne stehe ich euch natürlich mit meinen Erfahrungen und Infos auch zur Verfügung. Bis dahin Hewee




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HarryCMAS*** usw.
20.03.2007 20:13
Einem Bekannten haben ein paar Infusionen mit Voluven von Tinniuts vollkommen geheilt!

Hersteller- Info weiter unten im Link:
http://www.fresenius-kabi.at/internet/kabi/at/fkintpbn.nsf/Content/VOLUMENTHERAPIE_VOLUMENERSATZ

Google am besten einfach mal zum Thema!

Alles Gute!

Harry
20.03.2007 20:27
Is`ja cool, Tinitus mit Tauchen behandelt.

Krankenkassen zieren sich gern, wenn es darum geht "alternative" Methoden zu bezahlen. Nimm mal Akupuktur, das hat Jahre und Studien gedauert, bis diese Kosten von den Gesundheitskassen übernommen wurde.

Deshalb kann es bei Dir bestimmt noch ein wenig dauern....
20.03.2007 20:32
danke für die info., voluven hat bei mir damals leider nicht geholfen. linderung brachten mir erst spezialtauchgänge ,daher suche ich taucher mit der gleichen erfahrung, je mehr destso besser wäre doch toll wenn die krankenkassen tinituspatienten das tauchen ermöglichen.
aber ...vielen dank
Hewee
20.03.2007 20:38
hi, kostenübernahme bei mir spielt dabei keine rolle, (ist fast schon durch)(ist mir für mich aber auch egal..mir geht es wieder richtig gut) da es hier in deutschland keine studie darüber gibt braucht meine krankenkasse halt noch mehr infos. wenn eine kasse diese möglichkeit anbietet ..warum dann nicht auch die andern
Hewee
20.03.2007 21:15
Ich war mal einen Zentrum für Überdruckmedizin, wo auch eine Dekokammer stand. Die Ärzte dort haben auch Tinitus-Patienten mit Druckkammerfahrten behandelt.

Ich weiss nicht mehr genau, in welche Tiefe sie geschickt wurde, ich weiss nur noch, dass die Fahrt selbst aus Phasen, wo reiner Sauerstoff geatmet wurde und Ruhephasen, d.h. wo normale Luft geatmet wurde, bestand.

Anscheinend wirkt der erhöhte Sauerstoffpartialdruck wohl sehr gut und scheint die Sauerstoffversorgung der Ohren zu verbessern (das hört sich an...)

Ich hatte mal nach einem Knalltrauma auch Ohrengeräusche und habe durchblutungsfördernde Mittel erhalten und konnte sehr Besserung feststellen. Das geht ja in die selbe Richtung, dass die Sauerstoffversorgung der Ohren verbessert wird.

Ich wünsch Dir viel Erfolg bei Deinem Vorhaben. Halte uns mal auf dem Laufenden...
20.03.2007 21:36
Das ist sicher hoffnungslos, wenn das was bringt (was ja durchaus sein kann-->hyperbare Sauerstofftherapie fällt mir da so ein), werden dann wohl eher Druckkammerfahrten unter O2 angeboten werden, als die Erkrankten in den See zu schicken.
Ist viel weniger umständlich zu realisieren.
20.03.2007 21:40
Hallo Taucher mit Tinitus seit 1993 im ganzen Kopf.
Ich war Ende des letzten Jahres zur Reha in Sankt Wendel und habe dort eine Menge über Tinitus und seine behandlungsmöglichkeiten gelernt.

Das bei langen und tieferen Tauchgängen meine Tinitus weg war fand ich eine positive Erfahrung- die negative war das er immer wieder auftauchte. Die Erfahrung die dort vermittelt wurde sagt das eine dauerhafte Heilung durch Überdrucktherapie bisher nicht erreicht werden konnte. Dabei geht es nicht um die Akkutbehandlung ( in den ersten Wochen des Tinitus- in der auch die Infusionstherapie trotz ihrer relativ geringen Erfolgsquote immer noch das erste Mittel der Wahl ist) sondern um Leute die Tinitus Stufe 2 und mehr haben.

http://www.tinnitus-liga.de/index.phpn Informationen stellt auch die deutsche Tinitusliga
zur Verfügung.

Das dir die Krankenkasse einen Tauchlehrgang finanziert halte ich für eine Wunschvostellung auch nach der tollen Gesundheitsreform.

Michael

PS Einen Link zu der Studie wäre nett- die Aussage die ich bisher kenne - es gibt keinen Tinituspatienten der mit der Druckkammertherapie dauerhaft geheilt worden ist.




20.03.2007 22:42
http://www.drhschaaf.de/

http://www.tinnitus-klinik.de/

21.03.2007 10:53
Vielen dank für die vielen Infos. Generell geht es bei dem Ansinnen der Kasse und meines darum eine Alternative zu Schaffen: 1500€ eine durchschnittliche Tinitustherapie 300€ PAIDI OW.
Ich selber habe in den letzten 5 Jahren bis vor dem Tauchen alle möglichen Behandlungen durchgemacht, einiges brachte was anderes wieder nichts, jeder Mensch tickt halt anders. Wie gesagt mein Tinitus kommt nach 5-6Tagen wieder, teilweise erheblich schwächer, vieleicht können wir Ihn ja eines Tages schön zugewachsen als Tinituswrack besichtigen
Ich sehe in diese Aktion einfach nur eine sehr schöne zusätzliche Maßnahme..und wie gesagtsollte das mit der Krankenkasse klappen, wäre einfach toll.
Hewee
Markus ETL TDI/SDI
21.03.2007 10:57
Hallo zusammen,

ist kein Tinitus, hat aber ebenfals mit Tauchen als Therapie zu tun:

Ein Kumpel und sein Sohn leiden sei ca. 10 Jahren an chronischer Borreliose. Neben den üblichen Therapieformen wurden in der Vergangenheit Erfolge mit hyperbarer Sauerstofftherapie erzielt (Borrelien können keine hohen Sauerstoffpartialdrücke ab und der Sauerstoff kommt auch in Kompartimente, die durch Antibiotika nicht erreicht werden). Der Versuch, diese Therapie durch die Versicherung (Privatversichert) zu probieren, wurde abgelehnt. Die Kosten sollten ca. 3000€/Person betragen, die im zu der Zeit nicht von ihm selber getragen werden konnten.

Da ich durch meine Gaspanscherei `eh immer Sauerstoff in der Garage habe, haben wir letztes Jahr mein Lager zu ihm verlegt. Er hat sich dann zusammen mit seinem Sohn für die Dauer eines Monats täglich für eine Stunde im Freibad auf 4m versenkt und dabei 100% O2 veratmet.
Nach 3 Tagen kam es bei ihm (einen Tag später bei seinem Sohn) zu einer Herxheimer-Reaktion (Reaktion des Körpers auf Bakteriengifte aufgrund des Absterbens der Borrelien). Ab diesem Zeitpunkt wurden parallel Antibiotika genommem und Saunagänge durchgeführt (wir wollten das Auftreten der Herx abwarten, um zu sehen, ob wir im therapeutisch wirksamen Bereich liegen).

Im Laufe des Monats sind die Symptome der Borreliose fast vollständig verschwunden. Dieser Zustand hält weiterhin an. Zur Sicherheit wird die Behandlung allerdings dieses Jahr mit Öffnung der Freibäder wiederholt.

Etwas überrascht waren alle über den hohen Grad der Verbesserung, da wir ja nur mit einem ppO2 von 1,4bar arbeiten konnten. In den Kammern wird über 2bar gegangen. Einen (rein spekulativen) Zusammenhang sehe ich mit der zentralnervösen Sauerstoffvergiftung. Diese tritt in Druckkammern deutlich später und bei höheren Drücken auf, als im Wasser. Eine Erklärung konnte mit beim Druckkammerdoc auch niemand geben, wohl aber die Info, dass es sich wirklich so verhält.

Befor ich jetzt hier als Pfuscher geschlachtet werde, der Sachen macht, die er garnicht darf: Ich habe lediglich die Hardware und den Sauerstoff zur Verfügung gestellt. Sein behandelnder Arzt war informiert und hat den Versuch gutgeheissen.
Die (minimale) Gefahr einer OxTox unter Wasser wurde gezielt eingegangen. Beide sind ausgebildete Taucher (Er TL) und waren nur gemeinsam im Wasser.

Schönen Gruss
Markus
21.03.2007 19:46
Hallo,

nun den Text ein zweites mal

@Hewee: leider bei dir auch kein dauerhafter Erfolg. Bis her ist mir auch kein solcher bekannt und nach Aussagen einiger Fachleute auch in der Literatur noch nicht beschrieben.

Wenn dir wirklich deine Kasse was dazu bezahlt hätte ich gerne gewußt wie sie das begründen kann. Dann bitte per Mail damit hier nicht die Wellen hoch gehen.

@ markus: was du gemacht hast ist doch voll zu verantworten wenn der Doc sein OK gibt und die entsprechende Vorbildung bei den Partnern vorhanden ist. Als Vater hätte ich ähnlich gehandelt.

Ein Selbstversuch bei mir mit 50% auf 6 Metern hat leider keine wesentliche Wirkung erzielt.

Micha
Markus ETL TDI/SDI
21.03.2007 20:33
Hi Micha,

der Vater selber war ja ebenfalls betroffen.

50% auf 6m gibt ja auch "nur" einen ppO2 von 0,8bar. Die Verweilzeiten bis was passiert, wären dabei in der Praxis wohl zu hoch. Es wäre effektiver, an Land 100% zu veratmen.

Im Rahmen das Versuchs habe ich auch Kontakt mit anderen Erkrankten aufgenommen, die zum Teil auch gute Erfolge hatten. Maximaldosis war dabei 1,9bar. Es handelte sich um einen O2-Kreisler, der auf 9m (nicht nachmachen liebe Kinder ;) ) getaucht ist.

Aber auch Nitrox-TG, die eine gewisse Zeit auf ppO2 von 1,4bar getaucht wurden, erzielten eine Verbesserung. Ist natürlich nicht vergleichbar mit 1,4bar für eine Stunde täglich.

Die gesamte Story steht auch im Borreliose-Forum. Wenn Du Interesse hast, kann ich Dir gerne den Link schicken.

Schönen Gruss
Markus
22.03.2007 09:06
Danke,

ich habe Tinitus Schweregrad 3 und ein anderes Gas hatte ich nicht zur Verfügung.

Mir war schon klar das es nicht dauerhaft hilft aber wie schon gesagt : einen versuch ist es wert.

Und langweilig war es auch nicht- eine Menge Barsche und Hechte unter der Plattform und netten Besuch der ausgebildet wurde.

Micha
22.03.2007 16:50
...kontaktiere zu diesem Thema mal das DKZ Wiesbaden (Kontakt auf Gtuem.org).

Michael, der Betreiber, ist selber Taucher und kennt sich in diesem Zusammenhang sehr gut aus.

Er hat viele Patienten, die unter Tinitus leiden.

stay wet!
23.03.2007 12:35
Hallo alle und hallo michael59,stimmt schon das es bisher nicht zu einem dauerhaften Erfolg gekommen ist, wäre auch nach 5 Tauchgängen in 35m zuviel verlangt.Bei mir bauten sich die Zeiten ohne Tinitus auf: bei Tauchgängen bis 10m waren es bis zu 35 Stunden ohne Pfeifen, bis zu 18-20m 3-4 Tage bei den letzten Tauchgängen 28-35m (je Tauchgang bis zu 70min.)stoppte mein Pfeifen bis zu 8Tage. Mein nächster Schritt wird Nitrox sein. Tareg (mein Tauchlehrer) hat damit bei einigen Tauchern sehr gute Erfahrungen gemacht. Die Mischung aus Tiefe (hierbei 20-25m)und Nitrox mit der dazu gehörenden längeren Verweildauer soll / kann zu einer weiteren und längeren Zeit ohne Tinitus führen. Wie gesagt jede Stunde, jeder Tag ohne Tinitus ist für mich mehr Lebensqualität.
Der Glaube daran ist ein nicht zu verachtender Faktor denke ich mir.
Hewee
23.03.2007 17:27
Eben:
Der Glaube versetzt Berge

Sag mal- hast du schon mal an eine Rehamaßnahme zur Behamdlung gedacht??

Kann ich nur empfehlen- man lernt eine ganze Menge dazu. Antrag über deine Rentenversicherungsträger und nicht gleich abweisen lassen. Wenn du dazu nähere Informationen brauchst schreib mir eine Mail - wir können auch gern mal telefonieren.
Mich würde auch interessieren aus welcher Ecke du kommst und wie sich deine Versuche auswirken.#
Halt mich bitte auf dem laufenden und viel Erfolg!!

Micha
31.03.2007 20:45
Ich tauche seit 1985.
Hatte 1988 beim Bund ein Knalltrauma. Danach Behandlung mit hyperbarer Sauerstoffterapie, Infusionen, viel Ruhe etc. Erfolg war gleich Null.
Seit 1994 ist nach TG für kurze Zeit Ruhe. Diese kann bei entsprechendem Stress an der Arbeit aber schon nach einem Tag vorbei sein.
Haltet von mir was Ihr wollt, ich würde als Krankenkasse bzw. Sachbearbeiter dafür kein Geld ausgeben.
Aber wenn es mir was bringt, ich auch noch Spaß am Tauchen habe, was hindert mich daran, einen Kurs zu machen und zu tauchen. Die nächste Steigerung ist dann, dass es zeitweilige Erleichterung bringt bei Tinnitus (das wird wirklich mit 2n geschrieben, sollte man wissen wenn man darunter leidet und schon öfter darüber gelesen hat) und ich will die Fahrten zum See und die Luft auch noch von der Krankenkasse bezahlt haben.........

Na denn gute Besserung
Stefan
Antwort