Tauchen nach Hüfte-OP Abgesandt von Sede am 02.12.2007 - 18:02:
Ich bekomme im Januar 2008 ein neues Hüftgelenk, habe schon mit Fachärzten bzgl. Tauchen gesprochen, Meinungen sind unterschiedlich, obwohl niemend sich generell gegen ein weiteres Tauchen ausgesprochen hat; möchte aber doch gerne Eure Erfahrungen als ebenso Betroffene kennenlernen, habe 80 TG, werde Geduld aufbringen, bis ich grünes Licht bekomme, wer kann mir Mut machen? Wäre super! Sede
Antwort von Kölle Alaaf am 02.12.2007 - 18:19 auf jeden Fall brauchst Du etwas Zeit, nach der OP wirst Du von den Arzten normalerweise schon recht schnell wieder auf die eigenen Beine gebracht. Dann kommt aber die Fleißarbeit - Reha, bei der Du mitarbeiten musst, damit sich wieder alles normalisiert. Besonders auch beim Tauchen ("unnormaler" Bewegungsablauf, Anstrengung durch Strömung) es langsam angehen lassen. Und dann im Laufe des Heilungsprozesses die Ärzte erneut interviewen! Besonders wichtig: Kopf hoch! Halte das mit dem Tauchen nicht für "unmöglich" - wenn Du es wirklich willst und wie gesagt "mit arbeitest". Alles Gute!
Antwort von Elb-Pirat am 02.12.2007 - 18:28 Entspannte Tauchgänge sollten der Muskulatur sehr gut tun. Aber du musst anfangs vorsichtig mit dem Gewicht der Ausrüstung sein.
Antwort von tauchender Kakadu am 02.12.2007 - 20:48 Hallo Sede,
geh mal davon aus, das du vor der OP über einen längeren Zeitraum schon Blutspenden musst. So eine Hüft OP ist ein extremer Eingriff (will dir keine Angst machen) wo auch eine große Wunde entsteht (wofür du dann das Eigenblut brauchst). Würde dir mal raten sich absolut zu erholen nach der OP und erst mal nicht an tauchen zu denken.
Und wenn alles verheilt und gut ist solltest du vor dem 1. TG einen Tauchmediziner aufsuchen.
Wünsch dir auf jedenfall alles erdenklich Gute
Gruß vom Kakadu
PS: Bin aber selbst kein Betroffener, weiss aber durch Bekannte durch Hüft OP´s (allerdings Nichttaucher)
Antwort von Deichgeist am 02.12.2007 - 21:05 Noch ein Tip: Eventuell während der Reha mit nem Physiotherapeuten reden, wie du das Gelenk beim Flossenschwimmen schonend an die Bewegung gewöhnen kannst.. und eventuell die Muskulatur stärkst.
Viel Glück und Kopf hoch!
Deichi
Antwort von Kölle Alaaf am 02.12.2007 - 22:23 @ Deichgeist:
@ Sede
Flossentraining / Schnorcheln ist ein gutes Training wenn Du wieder normal belasten darfst.
Die Rotation des Beines nach innen ist zukünftig verboten (weil die Bänder welche am Knochen waren leider nicht am Titan bzw. der Endoprothese zu befestigen sind). Überkreuzen der Beine = auch verboten. Rest nach ca. 3 - 6 Monaten wieder erlaubt, wenn auch okay seitens (mindestens) eines Arztes, der Ahnung vom Tauchen hat. Dann würde ich meinen Computer sehr konservativ einstellen und es gemütlich angehen.
Antwort von Bert Rudeck am 03.12.2007 - 11:32 Ich habe mal gelesen, dass das Fremdmaterial (Titan?) u.U. bezgl. der Stickstoffentsättigung problematisch sein kann. An der Materialoberfläche würde es vermehrt zur Blasenbildung kommen. Ahnlich einem Löffel den man in ein Glas Mineralwasser stellt.
Gibt es dazu Erkenntnisse?
Gruß
Bert
Antwort von haimichi am 03.12.2007 - 14:52 Hallo bin 53 Jahre und habe vor 10 jahren ein Künstliches Hüftgelenk bekommen. Nach der OP lernst du wieder Laufen und nach cirka 3 Monaten bist du fast der Alte was aber danach sehr wichtig ist für dein Gelenk ist Spor und dazu zählt auch Schwimmen. Ich denke nach freigabe eines Tauchmedizieners kannst du nach entsprechendem Muskelaufbau wieder Tauchen gehen. Habe die letzten 3 Jahre mehr als 300 TG gemacht hatte keine Probleme mit der Hüfte oder mit DCS
Gruß
Haimichi
Antwort von Bert Rudeck am 03.12.2007 - 15:44 @haimichi
Wie waren denn die TG vom Profil? Eher konservativ oder auch deko-pflichtig?
Gruß
Bert
Antwort von Papage am 04.12.2007 - 12:28 Habe einen Tauchpartner mit kuenstlichem Hueftgelenk. Er hat nach der Reha das OK seines Taucharztes bekommen und keine Schwierigkeiten mit dem tauchen. Auch dekopflichtige Tauchgaenge sind kein Problem. Wir haben bis ca. 45m mit max 15min Deko getaucht, was aber nicht durch das Hueftgelenk limitiert war sondern an Luftverbrauchs- und -reserveplanung, Tauchplatzprofil, Wohlfühltemperatur, Angemessenheit unserer Erfahrung, mögliche Auswirkungen der Stickstoffnarkose, etc. lag, also den "klassischen" TG-Begrenzungen.
Er achtet auf die Belastung des Gelenks beim Anziehen/Ablegen der Ausruestung und beim Ein-/Ausstieg, z. B. an einer Leiter, damit nicht zuviel Gewicht am Gelenk in einem unguenstigen Winkel zieht. Wie gesagt, seit Jahren ohne Probleme.
Gruss
ich würde nicht die Dekopflicht als Kriterium nehmen, sondern die Qualität der Dekompression (TG-Profil, Austauchgeschwindigkeit). Die ist auch bei "Nullzeittauchgängen" durchaus sehr unterschiedlich!
Grüße
Klaus
Antwort von Heitho am 07.12.2007 - 10:59 Hallo Sede und Leidensgenosse...
Erst wünsche ich Dir für die bevorstehende OP nur das Beste!!!
Ich selbst bekomme im Februar ein neues Hüftgelenk, nachdem ich mich jahrelang gequält habe. Nach meinen Info´s wird es mit dem Tauchen keine Probleme geben, wenn alles ausgeheilt ist und die Muskeln wieder aufgebaut sind.
Wenn man wieder "fit" ist, sollte man das Gelenk erstmal vorsichtig belasten, also am besten das Tauchgerödel im Wasser anlegen, sowie ablegen! Jetzt kommt dann auch Dein Tauchpartner ins Spiel Er sollte Dir beim Transport des Gerödels behilflich sein und das wird er auch gerne machen
Die Zeit wird es dann wohl bringen, dass man wieder ganz normal wie "früher" seine TG macht.
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