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Tauchen und Laktoseintolleranz

Hallo,
ich bin gerade dabei den OWD zu machen und hatte beim Tarieren immer wieder Probleme das ich trotz des selben Gewichts nie eine ruhige Lage zustande bekommen habe.
Etwas frustriert ist mir dann eingefallen, das ich mit der Laktose etwas auf Kriegsfuß stehe...Und die Auswirkung ist ja innerhalb kürzester Zeit viel Luft im Verdauungstrakt zu haben... Und ich vermute genau das macht mir einen Strich durch die Rechnung beim Tarieren...
ABER
Jetzt stellt sich schon die Frage, wie sich das auswirkt... Wenn ich sagen wir mal auf -10m bin und der Prozess der extremen Gasbildung setzt genau dann ein. Wenn ich es schaffe unten zu bleiben, was passiert dann aber später beim auftauchen? Dehnt sich das Gas genauso aus? Bei 10 meter evtl nicht so schlimm, aber was ist bei 40m? Bei einem starken Schub ist es so das der ganze Bauch nach aussen gedrückt wird weil so viel Luft drin ist...
Hat da jemand Erfahrung und kann mir helfen?
Gruß
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Stephan K.PADI DM, CMAS***, SSI XR, Apnoe 1, Eistauchen
03.11.2012 10:21
Die Druckdifferenz ist zwischen 0 und 10m am grössten.

Ansonsten einfach Gas geben

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aus
http://www.easydiving.de/barakudaclub-wiesbaden/medizin/barotrauma.html

Barotrauma des Darms
Aufgrund der Verdauung im Darm - bestehend aus dem etwa 4 bis 5 m langen Dünndarm, dem rund 1,5 m langen Dickdarm sowie dem ca. 20 cm langen Mastdarm (Rektum) - befindet sich im Dickdarm ständig Gas, vor allem Schwefelwasserstoff (H2S). Eine erhöhte Darmgasbildung ist bereits ohne Tauchen unangenehm und kann zu kolikartigen Blähbeschwerden führen. Das kann sich beim Tauchen noch verstärken. Blähungen, die beim Auftauchen entstehen oder sich verstärken, sollten auf natürlichem Wege "abgegeben" werden. Diese Beschwerden verschwinden ohne Nachwirkungen mit Verschwinden der Blähungen. Außer diesen Blähungsschmerzen sind allerdings bisher keine weiteren Schäden beobachtet worden. Eventuell nochmals etwas tiefer tauchen und anschließend sehr langsam auftauchen.
JuMPja ;-)
03.11.2012 12:15
Oder lies mal hier nach:

http://www.tauchtheorie.nowotaucher.de/tauchmedizin/krankheiten-verletzungen/barotrauma/barotrauma-margen-darm

ag2908PADI Staff Instr.
03.11.2012 12:44
Gehe ich richtig in der Annahme, dass ein starker Schub dadurch ausgelöst wird, dass du bei der Ernährung vorher gesündigt hast?
In diesem Fall wäre das ganze durch eine richtige Ernährung vor dem Tauchgang zu regeln
Ansonsten einfach mal einen Taucherarzt fragen. Hier die Liste
http://www.gtuem.org/62

Grüsse aus Dahab
03.11.2012 14:12
@ Stephan K.:

Die Druck-Differenz zwischen 0 und 10 Meter beträgt 1 bar, genauso wie zwischen 30 und 40 Meter oder zwischen 190 und 200 Meter.
Du meintest sicher den relativen isothermen Volumen-Zuwachs innerhalb von 10 Metern.

@ Snuggles:
Mir ist zwar kein Fall mit Verletzung bekannt aber ich stelle mit vor, dass bei festem Stuhl-Gang die sich ausdehnenden Gase keinen Platz bekommen und den Darm überdehnen.
Daher auch die allgemeine Regel, vor dem Tauchen auf den Bohnen-Zwiebel-Eintopf zu verzichten.
Zusätzlich natürlich für Dich auf Laktosehaltige Lebensmittel zu verzichten.

Gut Luft

FANATIC DIVER
Stephan K.PADI DM, CMAS***, SSI XR, Apnoe 1, Eistauchen
03.11.2012 15:58
@FANATIC DIVER

Stimmt, aber du hast ja erkannt was ich meinte.
03.11.2012 18:40
Vielleicht hat der TO mehr davon, wenn man ihm erklärt, dass Stefan K meint, dass das Volumen der Luftblase sich von 10m bis zur Oberfläche verdoppelt aber von 30m auf 10m auch nur verdoppelt... ergo der Blähungschmerz, wenn er denn kommt, auf den letzten Metern besonders schnell zunimmt.
uboettgerVielseitigkeitsabzeichen Seehund Trixi
03.11.2012 19:12
Hmm, also mir würden vor der laktoseintoleranzbedingen Blähung noch ca. 30 Gründe andere einfallen, wegen derer Du in der OWD-Ausbildung Probleme mit dem Tarieren haben könntest. Fehlende jederzeitige Kontrolle über die Tarierung, fehlendes Gefühl für die Tarierung (kommt im Laufe der Zeit), schlecht sitzende (Leih-)Ausrüstung, rutschender Bleigurt, falscher Sitz des Tanks ... So in die Richtung. Vielleicht läßt sich daran was machen, und dann schauen, ob es sich so beheben läßt?
03.11.2012 21:57
Tolle Erkenntnis Funatic,
bitte vergiss nicht, zwischen 10 und 0 m verdoppeltsich das Volumen des Darmgases (+100%).
von 40 auf 30 m sind das nur 20% und von 200 auf 190 nur 5%.
Gruß
OWL-DiverPADI Instructor
04.11.2012 08:50
Muss uboettger da recht geben, es gibt neben dem Gewicht und der Luftmenge im Jacket viel mehr Variabeln beim Tarieren. Menge der eingeatmeten Luft, Wasserlage (horizontal/vertikal), Flossenposition, Flascheninhalt. Ich möchte den beschriebenen Zusammenhang nicht gänzlich ausschließen, aber jeder muss am Anfang erstmal etwas Tarierübung bekommen, gerade im Flachwasser.

Keinen Kopf machen
04.11.2012 12:06
Ähm. Also, als Halbmediziner würde ich folgendes sagen:
1)Wenn mehr Darmgase--->den natürlichen Weg wählen oder tauchst du mit Kate Moss und willst nicht dumm da stehen?
2)Im Vorfeld vermeiden durch Verzicht, Lactase-Tabletten und sicherer Diagnostik durch H2-Atemtest
3)Troll?
05.11.2012 10:49
Natürlich kann in seltenen Fällen ein Darmwindproblem das Tauchen erschweren, dafür könnte man aber berühmt werden

http://einestages.spiegel.de/s/tb/25383/kunstpupser-joseph-pujol-petomane-im-moulin-rouge-paris.html
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