Tauchen während der Stillzeit Abgesandt von Daniela am 18.08.2001 - 23:33:
Kann aus medizinischer Sicht während der Stillzeit getaucht werden?
Antwort von Kasimir am 20.08.2001 - 08:33 Ja,
Folgendes habe ich aus gegebenem Anlass (Schwangerschaft und Stillzeit meiner Frau) in Literatur und Internet recherchiert:
Tauchen wirkt sich weder auf die Menge noch die Qualität der Muttermilch aus (Die eventuelle Stickstoffsättigung der Milch hat keinerlei Auswirkungen).
Zu Bedenken ist aber, daß durch Schwangerschaft und Geburt körperliche Höchstleistungen erbracht wurden und der hormonelle Ausnahmezustand herrschte (z.B. erhöhte Thrombosegefahr). Zur Normalisierung braucht es schon seine Zeit in der man eher konservativ tauchen sollte.
Antwort von Martin am 20.08.2001 - 09:13 Hallo Dani,
bist Du die Danie welche ich meine aus der Gegend von Taunusstein??
Jo gebe meinen Vorredner soweit recht. Nur gibt es folgende medizinische Bedenken. Es können Entzündungen und Verhärtungen an der Brust stattfinden welche sehr schmerzhaft und gegebenfalls operativ entfernt werden müssten.
Antwort von Katharina am 20.08.2001 - 10:43 Hi! Schlimm könnte es werden, wenn es durch Gasbläschen zu Embolien in den Milchkanälen der Brust kommt. Das würde wahrscheinlich sauweh tun, es gibt ne Entzündung und dann wäre es mit dem Stillen vermutlich (erstmal) aus. Eine tauchende und stillende Freundin hielt es neulich (erster Tauchausflugversuch mit Kind nach der Geburt vor knapp 4 Monaten) so, dass sie direkt vor dem TG gestillt hat, so dass der Zeitraum nach dem TG bis zur nächsten Stillrunde möglichst lang war. Eine andere Möglichkeit ist wohl noch vor dem Tauchen Milch für später abzupumpen. Ausserdem hielt sie die TGs flach, nicht tiefer als 5-6 m, und tauchte sehr langsam aus, um die Bläschen-Risiken möglichst gering zu halten.
Antwort von Wolfgang am 24.08.2001 - 18:32 Hallo Daniela,
Den Ausführungen von Kasimir ist nur noch hinzuzufügen, dass die allseits bekannte Dehydrierung ( starker Flüssigkeitsverlust) beim Tauchen und Stillen zu einer Verminderung der Milchproduktion und körperlichen Leistungsfähigkeit führen kann.
Daraus folgt ein erhöhtes Risiko eines Deko-Unfall.
Als viel Trinken, und dem Kleinen und Dir geht es gut.
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