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Foren - Ausbildung - Tauchen zum Beruf machen ...




  

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Tauchen zum Beruf machen ...
Abgesandt von Atreyu Registriertes Mitglied am 15.01.2007 - 18:06:

Hallo zusammen.

Wie sieht es aus, hat schon einmal jemand der hier ansässigen an sowas gedacht? Egal ob nun Berufstaucher im Rettungsbreich, Bergungsarbeiten oder im Süden mit eigener Basis?

Und wenn ja was muss man dazu alles erfüllen, oder hat wer dazu Internetseiten die einem mehr Informationen geben?

Mfg und danke im Voraus!



Antwort von Gambler Registriertes Mitglied am 15.01.2007 - 18:14
Hallo Atreyu,
Benutz mal die Suche Funktion. Aber nicht weinen wenn du merkst das durchs tauchen in letzter Zeit wenig Leute zur ersten Millionen gekommen sind. Die eigene Basis im Süden ist meines wissen nach eine Sache die eine etwas größere Investition voraussetzt.
Gibt es Berufstaucher die auch in Ihrer Freizeit ins Wasser springen? Vielleicht um mal etwas lebendigeres als braune Klumpen in der Kläranlage zu sehen?
Nicht´s für ungut,
Gambler
Antwort von Atreyu Registriertes Mitglied am 15.01.2007 - 18:40
naja bevor es mit der eigenen "basis" klappt ist wahrscheinlich genau als wenn ich eine normale firma gründe eine investition voraussetzung.

aber man kann ja auch so im süden erstmal einsteigen, als buddy oder guide ... ohne gleich seine eigene basis zu gründen!
Antwort von D-32 Registriertes Mitglied am 15.01.2007 - 18:55
Träumer!

Guck dir mal die Zahlen der weltweit allein von PADI produzierten Tauchlehrer an - braucht niemand in der Menge, ebenso wenig wie die Menge von Dipl.-Soziologen oder -Pädagogen/Germanisten etc. von deutschen Unis.

Eigene Basis? In den Massenregionen gips überall 50 - 80 % zu viele. Ne Basis in der Antarktis oder Grönland - das hätte was, hat noch keiner aufgemacht.
Antwort von tl3 Registriertes Mitglied am 15.01.2007 - 19:07
Hallo Atreyu,

lass es sein.
Erstens macht das Tauchen nur wirklich Spaß, wenn man es freiwillig macht und es kein Job ist.
Zweitens ist seid längerer Zeit mit Tauchen keiner mehr Reich geworden.
Auch wenn die „Beute“ die mit Tauchen noch zu machen ist stetig wächst, wollen doch auch immer mehr etwas davon abhaben.
Wenn du einen „richtigen“ Beruf hast, lasse es dabei und mache etwas anständiges.

TL3
Antwort von Harry Redaktionsmitglied am 15.01.2007 - 19:29
berichte zum berufstauchen hier auf TN:

berufstaucherausbildung am attersee:
Hier klicken
Hier klicken
ausbildung und praxis in schottland:
Hier klicken
Hier klicken
Hier klicken
traumberuf tauchguide? diesen bericht liebe ich!
Hier klicken

feuerwehrtaucher:
Hier klicken

polizeitaucher:
Hier klicken

und 119 links zum thema:
Hier klicken

harry
Antwort von Blechtütenfetischist Registriertes Mitglied am 16.01.2007 - 13:34
Hallo Atreyu,

ich bin gerade in Ausbildung zum Rettungstaucher beim Roten Kreuz. Danach mache ich weiter zum Ausbilder Rettungstauchen. Der Weg dorthin ist lange und beschwerlich (ca. 2 Jahre, wenn Ausbildung günstig liegt und nacheinander vom RK angeboten wird). Die Ausbildung ist am Wochenende und teilweise unter der Woche. Ich habe ca. 400TG und tauche schon ein paar Jahre, was sehr von Vorteil ist.

Kurz gefasst: der Weg zum Rettungstaucher (falls von Interesse)

1. Das "Pflicht-Drumherum"

- Erste-Hilfe-Ausbildung, nicht älter als 2 Jahre
- DRSA "Rettungsschwimmer" Silber, nicht älter als 1 Jahr
- Sanitätsausbildung Teil A und Teil B
- Wasserretter (beinhaltet u.a. Sanitätsausbildung Teil C)
- Einweisung in die Medizinal-Geräteverordnung
- Funkeinweisung
- Ausbildung und Prüfung für Leinenführer
- Methodik & Didaktik (Für Ausbilder Rettungstauchen)

Hier der Unterrichtsstoff der Ausbildung

2. Ausbildung und Prüfung für Rettungstaucher

2.1 Ausbildung ges. 105 UE

2.1.1 Theorie ges. 35 UE
A) Sicherheitsregeln 2 UE
B) DV und Führen des Taucher-Logbuches 1 UE
C) Tauchphysik 4 UE
D) Gerätekunde
a) Druckbehälterverordnung 0,5 UE
b) Aufbau und Wirkungsweise der Tauchgeräte 3 UE
und sonstiger Tauchausrüstungen
c) Kompressorenkunde und Füllen von Druckluftflaschen 2 UE
d) Pflege und Instandhaltung von Gerätschaften, Tauchhygiene 2 UE
E) Tauchmedizin
a) Physiologie, Anatomie, Taucherernährung 2 UE
b)Temperatur0,5 UE
c) Wirkung des Druckes (Drucksteigerung, 1 UE
Druckabfall, erhöhter Partialdruck, Druckausgleich)
d) Taucherkrankheiten und andere Erkrankungen, 6,5 UE
Tauchpsychologie
e) Druckkammerbehandlung 0,5 UE
F) Tauchgangsberechnungen 1,5 UE
a) Luftbedarf
b) Austauchtabelle
c) Wiederholungstauchgänge
d) Bergsee
G) Tauchpraxis
a) Leinenzugzeichen und andere Verständigungsmöglichkeiten 1 UE
b) Einsatzmöglichkeiten, Suchmethoden und
Orientierungstauchen 1 UE
c) Kennzeichnung und Sicherung von Einsatzstellen 0,5 UE
d) Tauchen unter erschwerten Bedingungen 1 UE
Strömung, Eis, geschlossene Räume, Dunkelheit,
kontaminiertes Gewässer, Schifffahrt)
e) Vorbereiten eines Taucheinsatzes und Anlegen 0,5 UE
der Ausrüstung
f) Vorbereiten eines Tauchganges 1 UE
Einstieg, Abstieg, Arbeiten, Aufstieg
g) Notsituationen: 0,5 UE
Verhalten bei
- Panik
- Verhaken des Rettungstauchers
- defektem Gerät
(Unterbrechung der Luftzufuhr, Abblasen des Atemreglers,
anderen Mängeln)
- Leinenblockade (Signale kommen nicht an)
H) Naturschutz 2 UE
I) Allgemeine Prüfungsvorbereitung 1 UE
in Frage und Antwort

2.1.2 Ausbildung in Praxis an Land ges. 20 UE

A) Gerätekunde - ABC-Ausrüstung, Tauchgerät und 3 UE
Zusatzausrüstung
B) Montage der Gerätschaften und Funktionsprüfung 1 UE
C) Erklärung der Wirkungsweise und Funktion von 2 UE
Taucher-Auftriebsmitteln
D) Planung und Vorbereitung von Tauchgängen, Bereitstellen 2 UE
und Anlegen der Tauchausrüstung
E) Knotenkunde, Leinenführung und Leinenslalom 5 UE
F) Suchmethoden, Orientierungstauchen, Bergen 2 UE
G) Kompaßkunde1 UE
H) Instandhaltung von Tauchgeräten, Tauchhygiene, Desinfektion 2 UE
I) Unterweisung Kompressor 2 UE

2.1.3 Ausbildung im Schwimmbecken mit klarer Sicht ges. 20 UE

A) Ausbildung mit ABC-Ausrüstung 6 UE
a) Übungen mit ABC-Ausrüstung
Einführung Schnorcheln mit Abtauchen, Druckausgleich
b) 3 x 25 m Streckentauchen mit jeweils 1 Minute Pause
c) Brille unter Wasser abnehmen, aufsetzen und ausblasen
d) zwei verschiedene Sprünge (Fußsprung vorwärts und rückwärts)
von 1 m Höhe oder Beckenrand
e) 1000 m Schnorcheln in Brust- und Rückenlage ohne Armbewegung
f) 500 m Schnorcheln mit einer Flosse und Armbenutzung
g) 35 m Streckentauchen
h) 60 Sekunden Zeittauchen unter Zurücklegung einer Strecke
von mindestens 10 m
i) schnellste Rettung eines "bewusstlosen" Gerätetauchers
vom Beckengrund
- 100 m Anschwimmen
- fachgerechte Rettung
- anschließend 200 m Transportschwimmen
- Ablegen der Ausrüstung und an Land bringen
- Reanimation und stabile Seitenlage
B) Ausbildung mit Tauchgerät 14 UE
a) 2 Sprünge aus einer Höhe von 1 m,
Fußsprung vor- und rückwärts
b) 200 m Schnorcheln
c) Brille ausblasen
d) mit Hilfe kombinierter Auftriebsmittel im Wasser schweben
und mit Partner mindestens 2 Minuten simulierte Wechselatmung
ohne Flossenbewegung
e) Wechsel eines Tauchgerätes unter Wasser
f) Gerät aus 25 m antauchen und anlegen
g) Leinenzieltauchen aus mindestens 20 m mit verdunkelter Brille
h) Retten eines verunglückten Tauchers
i) Kontrollierter Notaufstieg

2.1.4 Ausbildung im Freiwasser ges. 30 UE

A) Ausbildung mit ABC-Ausrüstung 3 UE
Übungen in Anlehnung an AV /PV, Ziffer 8.1.3 A
(siehe 2.1.3 A ), vom Ausbilder Rettungstauchen auszuwählen
B) Ausbildung mit Tauchgerät 27 UE
Nach erfolgreicher Beendigung der bisherigen Ausbildung
kann mit Tauchabstiegen im Freiwasser begonnen werden:
a) Es werden Tauchgänge mit zunehmender Tiefe durchgeführt,
wobei ein Ausbilder T den Anwärter begleitet. Diese Einführung
kann durch einen erfahrenen Rettungstaucher fortgeführt werden.
(Ein Rettungstaucher gilt als erfahren, wenn er mindestens
100 Tauchgänge nachweisen kann.)
Er wird vom Ausbilder T bestimmt.
b) Zeigt der Tauchanwärter entsprechende Sicherheit, so sind
folgende Übungen durchzuführen: Übungen laut "Prüfungs-
bogen Rettungstaucher" und andere Übungen bis 20 m Tiefe.
Die Ausbildung muß mindestens einen Tauchgang bei Nacht
und einen nach Möglichkeit in Strömung beinhalten.

2.2 Prüfung

2.2.1 Prüfung in Theorie
Schriftliche und ggf. mündliche Prüfung
A) Physik
B) Ausrüstung
C) Medizin
D) Praxis
E) Sicherheitsregeln
F) DV, AV /PV

2.2.2 Prüfung in Praxis
Prüfung in Praxis laut "Prüfungsbogen Rettungstauchen"

Die Ausbildung und die Vorraussetzungen sind sehr anspruchsvoll und zeitaufwendig. Wenig Freizeit, wenig Fun-Tauchen. Ziel dieser Ausbildung ist das Beherrschen der Vermisstensuche und nicht das Beherrschen des Fun-Divings. Deswegen verstehe ich nicht den Sinn deiner Frage in der Du Rettungstaucher bzw. Bergungstaucher in gleichem Atemzug mit Basenbesitzer im sonnigen Süden nennst.

Vielleicht hilfst Du uns auf die Sprünge?!?

Grüße
Blechi

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