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Taucher-Versicherung Aqua Med, VDST oder ???
Abgesandt von Caro M am 11.05.2006 - 11:26:

Hallo liebe Tauchers,

fahre nächste Woche nach Ägypten und überlege nun, ob ich für den Notfall die Aqua Med-Versicherung abschließen soll. Habe allerdigs noch vom ADAC die PlusCard und Reiseversicherung...und habe irgendwo gelesen, dass ADAC die Druckkammer mit in den Leistungen beinhaltet (die Dame vor Ort konnte mir das auf Anhieb nicht bestätigen ).

Weiß hier jemand mehr oder hat Tipps? Bin leider "nur" Urlaubstaucher...und ab und an mal hier im See und denke, dass Aqua Med ausreichend wäre. Was meint ihr?

Vielen lieben Dank im voraus,
immer gut Luft,

Caro



Antwort von D-32 Registriertes Mitglied am 11.05.2006 - 11:40
Hallo Caro,

an deiner Stelle würde ich die 39 Euro für Aqua Med ausgeben! Wenn der ADAC (der ja primär was mit Autos zu tun hat) dir die Tauchunfall-Deckung nicht explizit bestätigen kann, geh lieber davon aus, dass du im Schadenfall eine (bei den anfallenden Summen sehr teure) Klage finanzieren musst.

Oft ist auch nur die Erstbehandlung in der Kammer abgedeckt, notwendige Folgebehandlungen gehen auf dein eigenes Konto.

Jo
Antwort von Vercingétorix Registriertes Mitglied am 11.05.2006 - 11:56
Schreib erstmal deine bestehenden Versicherungen an und bitte um Bestätigung der Deckung bei Tauchunfällen (med. Versorgung, Dekokammer, Nachbehandlung, Bergungskosten, Rücktransport, Kosten eines verlängerten Aufenthaltes incl. Begleitung). Bei gesetzlichen Versicherungen ist das durch den Leistungskatalog ausgeschlossen. Bei privaten je nach Vertrag und Versicherung. Erst dann würde ich über eine zusätzliche Versicherung nachdenken. Wenn du nicht schon Vereinsmitglied bist und eine Karte hast, würde ich ebenso wie D 32 zu AquaMed tendieren. Die kommen eigentlich aus dem beruflichen Bereich und haben m.E. den besseren Leistungskatalog.
Antwort von manne Registriertes Mitglied am 11.05.2006 - 12:37
Keine Versicherung hat soetwas in der Regel bei sich mit integriert!
Tauchen gilt als Risikosport und wird deshalb ausgeschlossen.
Wurde aber schon oft genug hier gesagt.

Meine Freundin hat auch eine Versicherung für alles was Urlaub und Unfälle zu tun hat, deshalb wollte sie die Aqua Med zuersts nicht machen.
Ich habe sie dazu "gedrängt" und im nächsten Urlaub ist es dann passiert, dehydriert-lange tiefe TG und Müde.
Leichte Deko zugezogen und die Versicherer sagten, Nöööö nicht unser Bier.
Wie gut das wir es dann doch gemacht hatten.
39€ pro Jahr und im ersten Halbjahr gleich in Anspruch genommen.
Kosten dafür bei ca. 300€
Tja nun rechne mal aus, ob es sich lohnt oder nicht

Gerade für die reine Urlaubstaucherei ssssehhhhhr sinnvoll
Antwort von Vercingétorix Registriertes Mitglied am 11.05.2006 - 13:24
Manne es kommt auf den Vertrag an, weder Tauchen noch Radfahren noch Skifahren sind grundsätzlich Risikosportarten. Ehr wohl die alten Herren beim Fußball. Meine PKV ist völlig schmerzfrei und bestätigt das auch schriftlich.
Antwort von henri Registriertes Mitglied am 11.05.2006 - 13:37
Der ADAC hat normalerweise Tauchunfälle im Ausland mit im Umfang der Versicherung. Bevor ich jetzt kurzfristig die Versicherung bei Aquamed abschließen würde, würde ich in dem speziellen Fall beim ADAC in München anfragen und mir per FAx oder e-mail bestätigen lassen.

Prinzipill würde ich aber zu Aquamed wechseln. Ich habe die Auslandskranken und Unfall-Versicherung beim ADAC seinerzeit gekündigt und eine bei Aquamed abgeschlossen. Ersten sind die Leistungen anscheinend besser (Stichwort: Unterschied zwischen sinnvolle und notwendige Behandlung) und zweitens deckt sie auch Tauchunfälle in Deutschland mit ab.

Grüße,

henri
Antwort von bubblemaker Registriertes Mitglied am 11.05.2006 - 16:27
Ohne jetzt eine Grudsatzdebatte über Sinn und Unsinn von Versicherungen lostreten zu wollen, liegt ein Problem sicherlich auch in der Unfalldefinition. Diese ist lt. Wikipedia:
Der Begriff Unfall bezeichnet ein ungewolltes Ereignis, ausgelöst durch menschliches oder technisches Versagen, mit oft schwerwiegenden Folgen.

Im juristischen Kontext liegt ein Unfall vor, wenn ein plötzlich von außen unfreiwillig auf einen Gegenstand oder ein Lebewesen einwirkendes Ereignis einen Schaden an Leben, Leib oder Sache hervorruft.

In der Unfallversicherung wird die oben angegebene Definition von "Unfall" noch um folgendes erweitert:"...und eine dauerhafte Gesundheitsschädigung bzw. Invalidität zur Folge hat."
Meine Unfallversicherung hatte Probleme mit dem "von außen einwirken", welches sich bei einem Dekounfall, nicht ohne Weiteres darstellen läßt.
Damit im Schadensfall diese Diskussionen dann nicht geführt werden müssen, habe ich auch vor 2 Jahren bei Aqua med abgeschlossen.
Über deren Qualität kann ich aus eigenem Erleben noch nichts sagen, und das sollte eigentlich auch so bleiben.
Ansonsten gehe ich mit D-32 konform, die 39.-€ sollte man nicht sparen wollen.
Gruß
Bodo
Antwort von und 26 Gäste Registriertes Mitglied am 11.05.2006 - 16:31
Bei AquaMed sind mir die Vertragsbedingungen suspekt. Eng ausgelegt dürfte man weder ordentlich tief noch mit Restalkohol tauchen und alleine schon gar nicht. Genauso suspekt wie die Gerling-Bedingungen...
Antwort von bubblemaker Registriertes Mitglied am 11.05.2006 - 16:36
@26 Gäste
aber da du nie mit Restalkohol tief tauchst, ist es völlig Problemlos
Antwort von D-32 Registriertes Mitglied am 11.05.2006 - 16:41
@ u26G

Dann gucki mal bei DAN - und prozessiere dann ggf. gegen ein total unduchsichtiges Konsortium aus ltalienischen Versicherern.

Zum Eintrittsausschluss, und das dürfte für alle Tauchversicherer gelten, wurde mir mal erklärt:
Einfache Fahrlässigkeit = Verunfallen als *** auf 50 m mit Luft ist gedeckt.
Unfall auf 70 m mit Luft als *** ist grob fahrlässig, ebenso wie Landstraße mit 150 km/h langbrettern, und nicht gedeckt.

Erklärung gilt wohlgemerkt nur für CMAS. Wie da ein PADI Rescue einsortiert wird, für den > 30 m die Böse-Zone repräsentiert, weiß ich nicht.
Antwort von und 26 Gäste Registriertes Mitglied am 11.05.2006 - 16:48
Bodo: rate mal, was besser als 5 Aspirin wirkt...

Fröde: verkaufst du etwa AquaMed-Versicherungen?
Antwort von D-32 Registriertes Mitglied am 11.05.2006 - 16:55
Nee, ich verkauf da gar nichts, war früher bei DAN, und irgendwann hab ich mal nachgedacht und nachgefragt und DAN ist durchgefallen, seitdem bin ich bei Aqua Med.
Antwort von flasche Registriertes Mitglied am 11.05.2006 - 17:44
Die seltsam schwammigen Aquamed-Bedingungen finde ich auch sehr suspekt. Über die Praxis kann man natürlich erst im Schadensfall was sagen.

Aquamed verweist auf die Vorgaben von anerkannten Tauchverbänden, ohne zu sagen, welchen Tauchverband sie genau meint (im Zweifel immer den, der das jeweilige Verhalten böse findet?). Eng gesehen sind dann Solotauchen, tauchen unter 40m (für manche auch schon unter 18m), tauchen bei Nichteinhaltung der 4-Sterne-Regel (womöglich adäquat auf nicht-Sternchen-Taucher ausgeweitet), Nachttauchen ohne Nachttauchbrevet, Trockentauchen ohne Trockentauchbrevet, EAN32-Tauchen ohne speziellen Nitroxregler, dekopflichtige Tauchgänge, und was weiß ich nicht noch alles, Grund zur Leistungseinschränkung. Mündliche Erläuterungen mit blumigen Vergleichen sind wertlos, und selbst wenn verbindlich gemacht, dann nur individuell und nicht allgemein bindend.

Versicherungen wollen Gewinn machen. Bei deutlich geringerem Beitrag dürfte man auch an den Leistungen sparen müssen. Erst recht, wenn in Teilbereichen noch mehr Leistungen versprochen werden.
Antwort von Taucherlein Registriertes Mitglied am 11.05.2006 - 20:01
@D32:
PADI-Rescue nur bis 30m?
Wer hat Dir denn den Mumpitz verschwätzt?
Mach Dich da mal lieber etwas schlauer...
Antwort von D-32 Registriertes Mitglied am 11.05.2006 - 20:06
Ach nee - und warum verkauft denn PADI dann für > 30 m, aber < 40 m seine diipdaif spääschals?
Antwort von Moritz_v.k. Registriertes Mitglied am 11.05.2006 - 21:32
Muss man dieses unnütze späääschel nicht machen beim AOWD (soviel ich weiss pflicht) also MUSS auch ein Rescue Diiipdaif gemacht haben also tauchen <40m!
Aber von mir aus soll jeder so tief tauchen wie er will aber auch wissen dass seine Versicherung ihm dann vielleicht "an den wagen pisst" um es mit dem vokabular einen Dreifachverklebten zu sagen....
Antwort von Devilshark Registriertes Mitglied am 11.05.2006 - 21:41
Wie tief muss der Tg bei Diefdaivschbäschl den mindestens sein????!!!!!!
Ansonsten,D-32 hat soweit schon recht>Aquamed ist wohl derzeit schon das beste auf dem Markt(Preis/Leistung).Bin selbst da versichert und vertreibe es auch.
Antwort von D-32 Registriertes Mitglied am 11.05.2006 - 22:44
@ Moritz

Beim AOWD gilt einmal "tief" >18 m und <30 m.
>30 m und <40 m ist Diip Spääschal und kostet extra, danach kommt dann TecRec. Und alles fein in der Nullzeit, denn Deko lernt man erst viel später.

Es gibt genug Tauchmeister, die noch nie jenseits 30,05 m waren, fünf von denen haben mich in den vergangengen Jahren mal dezent gefragt, ob ich ihnen mal was auf >40 m zeige, wenn sie ihren basisfreien Tag haben.
Antwort von henri Registriertes Mitglied am 12.05.2006 - 08:49
Wenn einem die Versicherungsbedingungen irgendeines Anbieters von Tauchversicherungen suspekt sind hilft nur konkret nachfragen. Beim Anbieter natürlich.

Ich habe das vor geraumer Zeit getan und anschließend sind für mich DAN und VDST (Gerling) durchgefallen. Aquamed ist meines Wissens nach der einzige Anbieter der nichts gegen tief, Trimix, alleine etc einzuwenden hat.

Leider haben wir inzwischen auch eine Praxiserfahrung gemacht und die war völlig unproblematisch.

@ bubblemaker
Dein Kommentar zur Unfalldefinition ist ein bischen völlig total veraltet. Es hat in der Vergangenheit Fälle gegeben, in denen Versicherungen versucht haben, sich auf dem Wege auf der Zahlungspflicht zu stehlen, es gibt aber auch inzwischen entsprechende Urteile, die auch ein DCS als Unfall definieren. Ansonsten wäre ja zum Beispiel auch jeder Unfall in form einer vergiftung ausgeschlossen. "Weil, das Gift wirkt ja auch von innen..." Google mal ein bischen dann wirst Du sicherlich über entsprechende Aktenzeiche stolpern.

Mir fällt an diesem Thread mal wieder auf, daß man in zunehmendem Maße diese Foren hier vergessen kann, wenn man eine ernsthafte Frage stellt. Überwiegend bekommt man dann Antworten basierend auf Schätzungen, Hörensagen und persönlcihen Meinungen. Warum schaffen es eigentliche die User nicht, sich mal auf nachvollziehbare Fakten zu beschränken?

Grüße,

henri
Antwort von Vercingétorix Registriertes Mitglied am 12.05.2006 - 09:03
Soweit henrie auf Entscheidungen verweist ist das völlig richtig. DCS gilt als Unfall im Sinne des Versicherungsrechtes. Daraufhin haben einige Versicherungen ihre Bedingungen geändert. Es bleibt also nichts anderes übrig, als die Bedingungen zu lesen und nachzufragen. Man sollte nicht alles glauben was bei Wikdingsda steht.

@henrie
Bist du dir bei Solo ganz sicher. Das kann man ohne große Bedenken unter grob fahrlässig subsumieren. Jetzt mal ohne das übliche "das ist gefährlich Geschrei"
Antwort von Hansemann Registriertes Mitglied am 12.05.2006 - 09:08
Nur mal zur Klarstellung,
PADI hat in seinen Standards max. Tiefen für die Ausbildungstauchgänge. OWD bis 18 m und AOW bis 30 m. Das ist nur für die Ausbildung - danach sind die Tiefengrenzen eh nichts mehr wert. PADI empfiehlt ein max. Grenze von 40 m. Für alle Taucher. Dazu ist kein Tieftauchspeciality nötig. Wer das postet erzählt Mumpitz. Diese Empfehlung hat ja jetzt auch der VDST.
Es gibt Auslandsbasen, die für über 30 m ein sogenanntes Deep-Späschel haben wollen - ist auch in meinen Augen Abzocke - einfach Basis meiden.
Versicherungen werden aber gerade bei Tauchern auf die Empfehlungen der Verbände schauen und Ihre Leistungen davon Abhängig machen.
Ich habe bei DAN nachgeschaut - dort gibt es in den Versicherungsbedingungen nur den Begriff Sporttaucher und dafür habe ich eine max. Tiefe von 50 m gefunden. Also ist hier ein OWD auf 40 m versichert.

@D-32
Vermutlich haben die Tauchmeister Dir was auf 40 m gezeigt, die die ich kenne und einen Basenfreien Tag haben, springen auf ganz anderen Tiefen rum.

Gruß
Hansemann
Antwort von und 26 Gäste Registriertes Mitglied am 12.05.2006 - 09:10
"Aquamed ist meines Wissens nach der einzige Anbieter der nichts gegen tief, Trimix, alleine etc einzuwenden hat. "

Dann scheint dein Wissen eng begrenzt zu sein...

Die Vertragsbedingungen kann man hier laden:
Hier klicken
Interessant ist u.a. der Punkt 4.1.5.1

"Warum schaffen es eigentliche die User nicht, sich mal auf nachvollziehbare Fakten zu beschränken? "
Ja. Die Frage stellt sich mir auch...
Antwort von flasche Registriertes Mitglied am 12.05.2006 - 09:48
@henri:
"Wenn einem die Versicherungsbedingungen irgendeines Anbieters von Tauchversicherungen suspekt sind hilft nur konkret nachfragen. Beim Anbieter natürlich."
Ach was.

Unter Bezug u.a. auf den von 26G angegebenen Punkt schrieb ich mal an AquaMed:
"Was genau meinen Sie damit? Wann genau leisten Sie nicht? Gibt es Tiefenbegrenzungen, Solotauchverbote, Verbote für bestimmtes Tauchverhalten, Pflichten zum Nachweis von technischen Revisionen? Auf welche "Regeln allgemein anerkannter Verbände" beziehen Sie sich? Es gibt mehrere Verbände, unterschiedliche Regeln, und die Regeln sind auch zeitlich mehrfachen Veränderungen unterworfen.
Bei entsprechender Antwort würde ich gerne eine Versicherung abschließen."
Die Antwort enthielt Hinweise zu allgemein bekannten Regeln u.a. zum Eistauchen, nichtssagende Allgemeinplätze und das, was auch D32 immer schön wiedergibt:
"Ein Beispiel aus dem Alltag soll verdeutlichen, warum es keine fest definierten Grenzen gibt: fährt ein Autofahrer tagsüber bei gutem Wetter auf einer geraden Landstraße trotz Tempolimit 100 mit 120, so hat er bei einem Unfall in der Regel dennoch Versicherungsschutz, weil er höchstens gering fahrlässig gehandelt hat. Fährt er mit 180, so liegt in jedem Fall grobe Fahrlässigkeit vor und er verliert seinen Versicherungsschutz. Ist es dunkel, die Straße nass und auch noch kurvenreich muss er mehr aufpassen und hier wären bereits 120 grob fahrlässig. Um derartige Fälle zu klären werden Gutachter und Sachverständige eingesetzt, da man ja nicht für alle Straßen, Kurven und Witterungsbedingungen feste Regeln aufstellen kann.
Bitte beachte: die dive card und ihre Risikokalkulation richtet sich an Sporttaucher, Tauchlehrer, Unterwasserfotografen, -biologen usw. und ist deshalb für diese Taucher so günstig. Überprüfe selbst, ob deine Tätigkeiten noch zum Sporttauchen zählen oder eher in den Profibereich gehören. Im letzteren Fall wäre die zuständige Tiefbauberufsgenossenschaft dein Ansprechpartner."

Auf meine konkreten Fragen wurde also nicht konkret geantwortet. Im Zweifel wird man vielleicht, so vermute ich, also bei kleineren Schäden leisten, bei größeren dann den Gutachter genauer suchen lassen. Fleißige Gutachter, zumal von der Versicherung bezahlt, finden immer was.
Aquamed? Nein danke.
Antwort von Vercingétorix Registriertes Mitglied am 12.05.2006 - 11:08
Flasche das gilt für jede Versicherung, wobei der nichtsagende Hinweis wie man grobe Fahrlässigkeit beschreiben kann für den Freizeittaucher wertlos ist. Man kann es nur für den Einzelfall entscheiden. Und der wird sich nach Ausbildung oder Erfahrung, Ausrüstung, ordnungsgemäße Durchführung des Tauchgangs, also Planung, Vorbereitung etc. richten.
10 Tauchgänge, Ausbildung und Erfahrung im Roten Meer, MK 2, R 190 60 Meter Bodensee ist wohl grob Fahrlässig.
1.000 Tauchgängen davon 500 tief kalt und dunkel, zwei getrennte Systeme, 60 Meter Bodensee wird wohl zu einer langen Diskussion führen.
Antwort von henri Registriertes Mitglied am 12.05.2006 - 12:20
@ und 26 Gäste, flasche etc.

Der Absatz 4.1.5.1 sagt doch ganz klar: Tauhgänge, bei denen die von Empfehlungen internationaler allgemein anerkannter Verbände für das Freizeittauchen...

Da steht nicht PADI, VDST, SSI oder oder oder

Für mich Grund genug, bei Aquamed seinerzeit konkret nachzufragen. Wer konkret fragt bekommt auch eine konkrete Antwort:

Es gibt anerkannte Verbände, die auch Solotauchen zulassen (So schlimm ist das übrigens nicht, jeder TL* macht doch haufenweise Solotauchgänge mit zusätzlichem Handicap (Tauchschüler))

2. Trimix mit Ausbildung (!) kein Problem. Ist meines Wissens nach bei den anderen Anbietern grundsätzlich ausgeschlossen.

3. Tiefer als 30 (oder 40) Meter mit Luft ist auch nicht prinzipiell ausgeschlossen, man muß aber berücksichtigen, daß es dann irgendwann auch als grob fahrlässig angesehen werden kann.

Ich knn nicht erkennen, in wiefern die Versicherungsbedingungen mit meiner obigen Aussage kollidieren.

Grüße,

henri
Antwort von Vercingétorix Registriertes Mitglied am 12.05.2006 - 12:25
Henri welcher anerkannte Verband im Bereich Freizeittauchen läßt Solotauchgänge zu?

Das ist so ungefähr als ob Satanas die Absolution erhält oder
Antwort von henri Registriertes Mitglied am 12.05.2006 - 12:33
@ Vercingétorix

Du tust ja gerade so, als ob man auf alle Fälle tot ist, wenn man Solotauchen betreibt. Eine ausführliche Diskussion gehört sicher nicht in diesen Thread hier (weil ursprünglich andere Fragestellung), aber ich kann Dir aus eigener Erafhrung sagen, daß man einen Solotauchgang überleben kann und daß zumindest bei mir die meisten Probleme (mehr als 90%) beim Tauchen durch die Tauchpartner entstanden sind.
Ich werde mich da mal schlau machen, ich meine da gibt es Aktivitäten bei den amerikanischen Verbänden wie TDI, ANDI oder IANTD. Robert Maier hatte ein (wenn auch miserbles) Buch darüber geschrieben.

Die Recherche dauert ein bischen, weil ich jetzt erstmal nach USA abzischen muß.

Grüße,

henri
Antwort von henri Registriertes Mitglied am 12.05.2006 - 12:38
Da habe ich auf die schnelle doch noch was gefunden:

Hier klicken

Grüße,

henri
Antwort von Soni Registriertes Mitglied am 12.05.2006 - 12:41
@D-32,

sag mal Jo, hast du nicht erst kuerzlich mit Aqua Med eine Fortbildung in Dahab organisiert?

Hast du mit denen was laufen? Bezahlen die dir deine kostenlose Werbung?
Antwort von Vercingétorix Registriertes Mitglied am 12.05.2006 - 12:53
Henri, ich habe nichts aber auch gar nichts zu gefährlich oder ungefährlich, Tod durch Solotauchen etc.pp. geschrieben. Würde ich auch nicht Robert von Myer ist mir hinlänglich bekannt.
Was ist ein anerkannter Verband des Freizeittauchens? Sicher schon mal die Mitglieder der CMAS und der RSTC. Und der Rest? Gehört das sog. technische Tauchen noch zum Freizeittauchen? Wer ist Andi, sind die anerkannt, wenn ja durch wenn? Solotauchen und Versicherungsschutz ist ein sehr dünnes Eis. Begründung: Alle Mitglieder der CMAS und der RSTC geben folgende Empfehlung "Tauche nie allein"
Das wird sicher ein spannender Prozeß. Das Gutachten könnte folgender Argumentation folgen: Solotauchen wird durch die großen Zusammenschlüsse der Ausbildungsorganisationen abgelehnt. Im sog. technischen Bereich gibt es hier und da Ausbildungsangebote die aber im wesentlichen zur Vorbereitung auf tiefe Tauchgänge mit verschiedenen Amtengasen dienen. Dort wird u.a. ein eingeschränktes Buddysystem befürwortet. Und dann sind wir wieder bei der Frage, ob dieser konkrete Solotauchgang grobfahrlässig war.
Antwort von henri Registriertes Mitglied am 12.05.2006 - 13:12
@ Vercingétorix

Sicherlich hast Du Recht, daß es im Falle eines Falles auf die individuelle Betarchtung ankommt.

Allerdings wundert es mich, daß Du ANDI nicht kennst. Das ist nun wirklich einer der großen technischen Tauchverbände.

Versicherungstechnisch dürfte jeder, der es nicht aus beruflichen Gründen macht, als Freizeit- und Sporttaucher gelten. In der Frage spielt die Tauchtiefe dann gar keine Rolle. Da ist der hauptberufliche TL, der auf 12m verunglückt, kein Freizeittaucher, weil er Tauchen zum Zwecke des Erwerbs des Lebensunterhaltes betreibt. Der gleich TL, der mit seinem Kumpel einen Trimix-TG macht (in seiner Freizeit und ohne Ausbildungsvorhaben) dürft als Freizeittaucher gelten.

Grüße,

henri
Antwort von Vercingétorix Registriertes Mitglied am 12.05.2006 - 13:30
Wie ich schon schrieb "Dünnes Eis"
Andi ist mir durchaus ein Begriff. Aber siehe oben.
Antwort von Moritz_v.k. Registriertes Mitglied am 12.05.2006 - 13:39
das diiipdaif späääschel muss jeder machen der feierlich zum AOWD gekürt werden will, daher kann man annehmen dass ein Rescue auch schon ein Diip Daiwaaa ist.
Davon abgesehen find ich jeder soll tauchen so tief er will, aber man/frau sollt das Risiko schon selbst tragen und sich nicht benachteiligt fühlen wenn seine Versicherung im "an den Wagen pisst" um es mit einer formulierung des legendären Dreifachverklebten auszudrücken!
Gut Luft (und keine unfälle mit oder ohne Kaimanen)
Antwort von flasche Registriertes Mitglied am 12.05.2006 - 13:44
@henri
"Der Absatz 4.1.5.1 sagt doch ganz klar: Tauhgänge, bei denen die von Empfehlungen internationaler allgemein anerkannter Verbände für das Freizeittauchen...
Da steht nicht PADI, VDST, SSI oder oder oder"
Ja eben! Such sich Aquamed nun immer die Bestimmungen des Verbandes raus, die für den Versicherten am Günstigsten sind? Eher annehmen würde ich doch Rosinenpickerei im Eigeninteresse von Aquamed, oder?

"Für mich Grund genug, bei Aquamed seinerzeit konkret nachzufragen."
S.o.; habe ich auch gemacht. Keine konkreten Einschränkungen, keine konkreten Zusagen. Wischiwaschi.
Bei DAN habe ich ein besseres Gefühl (obwohl mir da auch ein paar Dinge nicht gefallen; z.B. die geforderte Benachrichtigung von DAN unmittelbar nach dem Unfall, die ja auch mal vergessen werden oder nicht klappen kann.)

"Wer konkret fragt bekommt auch eine konkrete Antwort:"
Eben nicht.

"Es gibt anerkannte Verbände, die auch Solotauchen zulassen"
Für etwas Geld kann man sich ggf. das Recht dazu erkaufen (getreu dem PAID-Konzept). Ob es aber von den Versicherungen dann wirklich anerkannt wird...
Solotauchlizenz (wohl irgendwie mit DAN geklärt?) kostet 200EUR?:
Hier klicken
Tieftauchen:
(Bitte jetzt nicht die albernen Salami-Tieftauch-Ausbildungsstufen diskutieren; komplett wird man dann 700..1000EUR los...)
Hier klicken

Da wohl mehr Leute bei DAN als bei aquamed versichert sind, und ich von Leistungsverweigerungen durch DAN noch nichts hörte (abgesehen von Streitigkeiten mit einem US-Druckkammerbetreiber), glaube ich, daß DAN in der Regel wohl problemlos zahlt. Bei aquamed könnte es ja so sein, daß man einfach wegen geringerer Versichertenzahlen bisher noch zu wenig gehört hat. Wer weiß.

Aber (für den Ursprungsfrager) für einen reinen Urlaubstaucher, gerade bei organisiertem und reglementiertem Tauchverhalten, ist Aquamed sicher auch ausreichend. Nur ich tauche gerne auch mal solo (beispielsweise), und auch noch ohne Rettungsboot und Landbeobachter und Zusatzsignalmittel, oder was immer da gefordert wird, falls man es überhaupt akzeptiert (und bisher auch ohne Solotauchbrevet).
Selbst bei normalem 2er-Tauchgang könnte man mal seinen Baddie verlieren, danach ist es ja folglich ein Solotauchgang; taucht man dann nicht sofort auf, ist man vermutlich bei diversen Versicherern erstmal umsonst (also vergeblich) versichert.

(Nebenbei: Wenn ich den Baddie verliere, dann auftauche, und der Baddie minutenlang nicht auftaucht: Bin ich dann womöglich sogar haftbar, weil ich nicht sofort die Rettung veranlaßt, sondern normales Weitertauchen des Baddie vermutet habe? Am Besten, man denkt nicht soviel nach.)
Antwort von D-32 Registriertes Mitglied am 12.05.2006 - 17:39
@ soni

Nur ganz kurz zu deiner Frage:
Die Idee mit den Aqua Med-Seminaren in Dahab entstand im vorigen Jahr beim Medical Instructor-Kurs. Gründe:
Man kann dort im Seminarrahmen mehr machen als in einem Kursraum, nämlich u. a. tauchen, diverses in der Praxis anwenden, wo nicht eine Super-Rettungssystem plus Heli plus Uniklinik um die Ecke liegt.
Die Druckkammeranlage ist ein weiterer Aspekt.

Jo
Antwort von henri Registriertes Mitglied am 12.05.2006 - 18:09
Hey bflasche...

Das belustigt mich: Für Urlaubstauchen ist Aquamed ausreichend... Da vergleiche mal die Bedingungen mit DAN. Da sind so viele Ausschlüsse und Einschränkungen drin, da ist die Versicherung für alles was Urlaubstauchen angeht wohl eher überflüssig.

Ich gehen nach Deinem Kommentar oben davon aus, daß Du bei Aquamed per e-mail angefragt hast. Ich kann mir vorstellen, daß man da eher eine allgemeingehaltene Antwort bekommt als wenn man wie ich per Telefon anfragt und sich das Ganze dann schriftlich bestätigen läßt. Außerdem hat man den Vorteil, daß man per telefon auch direkt nachfassen kann, was mit der einen oder anderen Bemerkung gemeint ist. Insofern halte ich eine Nachfrage per e-mail auch nicht für konkret. Marktstudien in großen Unternehmen bestätigen übrigens diese Beobachtung.

Grüße,

henri
Antwort von D-32 Registriertes Mitglied am 12.05.2006 - 18:41
Keine Versicherung egal welcher Sparte zahlt für etwas, das durch "grobe Fahrlässigkeit" oder "Vorsatz" verursacht wurde (Beispiele aus eigener Erfahrung: Auf Brille gesetzt - keine Zahlung, weil die Brille auf dem Sofa lag und da nicht hingehört. 10 EC-Schecks bei Autoaufbruch geklaut - kein Schadenersatz, obwohl gut versteckt gewesen).

Bei Aqua Med wurde mir gesagt: Erfahrener Taucher und Unfall nach 50 m-TG mit Luft ist gedeckt, da bestenfalls einfache Fahrlässigkeit. Unfall nach 70 m-TG mit Luft ist grob fahrlässig und damit nicht gedeckt.
Anfänger mit 10 TG und Unfall auf 40 m ist auch grob fahrlässig, bei 30 m wird ggf. der TL nach Einzeleinschätzung des Opfers befragt.
Antwort von flasche Registriertes Mitglied am 12.05.2006 - 19:44
Henri,
über die Aquamed-Fallstricke stolpert man beim Lesen (und dann vielleicht auch in der Praxis) sehr schnell. Nach meiner Interpretation bekommt man bei Aquamed im Schadensfall u.U. Probleme, sofern man die empfohlenen Verhaltensweisen *irgendeines* Verbandes nicht einhält. Bei kleinen Schadenshöhen mögen sie ja noch kulant sein.

Kann sein, daß die Fallstricke bei DAN nur etwas geschickter getarnt wurden (im Sinne allgemeiner Fahrlässigkeit); ich fand im Wesentlichen als Einschränkung nur den ohnehin verständlichen Sauerstoffpartialdruck, soweit ich mich erinnere.
Welche DAN-Ausschlüsse und Einschränkungen meinst Du denn genau?

Als Urlaubstaucher würde ich die paar Euro für aquamed ohne groß nachzudenken zahlen, auch bei eingeschränktem Tauchverhalten. Ansonsten lieber etwas mehr Geld (DAN), vermutlich dann auch mehr Leistung. (Warum soll eigentlich aquamed das angeblich bessere Produkt billiger verkaufen? Sind die, als auf Gewinn angelegtes Unternehmen, wirklich so blöd? Irgendwas ist da m.E. doch faul.)
Antwort von und 26 Gäste Registriertes Mitglied am 12.05.2006 - 19:50
Fröde: kannst du das mal etwas spezifizieren: ein 50m-TG mit Luft ist leichte, oder wie du schreibst einfache Fahrlässigkeit, ein 70m Tg mit Luft ist grobe Fahrlässigkeit...?
Wie kannst du diese Aussage im Kontext zu deinen hier und anderswo getätigten Äußerungen vertreten
Erstmal sehr gespannt über das Gewinde...
Antwort von D-32 Registriertes Mitglied am 12.05.2006 - 20:24
@ flasche

Warum Aqua Med billiger ist, wurde mir von denen mal so erklärt:
Deren Hotline ist mit speziell in Assistancemedizin ausgebildeten Ärzten besetzt anstatt wie bei DAN mit irgendwelchen Callcenter-Leuten, die dann oft feststellen, dass der Krankfall mit Bordmitteln im Ausland mühelos kurierbar ist, anstatt den Patienten unnötig auszufliegen. Das honorieren die Versicherer mit günstigeren Beiträgen.

Wie gesagt: Sind deren Aussagen.

@ u26G

Wenn ich bewusst auf 60 m oder mehr gehe, dann weiß ich auch ebenso wie bei einer Eiger-Nordwand-Besteigung, dass das ganz eventuell mit etwas enden kann, was nicht versichert ist. Man kann sich nicht gegen alle Risiken versichern - die "Lebensversicherung" ist ja auch eher eine Totgeh-Kasse, über die sich die Erben freuen, keiner versichert mein Überleben.
Antwort von und 26 Gäste Registriertes Mitglied am 12.05.2006 - 20:57
Eine Antwort in dieser Art habe ich erwartet...

Schau mal, Fröde: wenn ich bei irgendetwas totgehe habe ich eine (üppige) Totgehversicherung. Die zahlt (im Prinzip außer bei Vorsatz) in jedem Fall (allerdings leider nicht an mich).

Wenn ich bei einem Tauchereignis nicht totgehenderweise zu Schaden komme - ich tauche öfter und gerne mal nicht verbändekonform, teils mit drei Ausschlußgründen auf einmal, da wünsche ich mit eine alternative Versicherung, die solches Verhalten zumindest nicht schon explizit in ihren Versicherungsbedingungen versicherungsfrei stellt. Ob ich im ungünstigen Fall in FFM oder in I klagen lassen muß ist eher zweitrangig. Allerdings kann ich mich im Gegensatz zu 90% der Restbevölkerung notfalls auch ins bequeme Sofa der PKV zurück lehnen - die zahlen gemäß der Vertragsbedingungen zumindest für die Behandlungskosten auf jeden Fall, mal den stattlichen Selbstbehalt außer Acht gelassen. Dass ich (neben DAN) auch noch zwangsweise beim Gerling versichert bin muß ich bestimmt nicht erwähnen, darauf lege ich aber auch nicht so großen Wert. In sofern ist diese Diskussion hier für mich nur von akademischen Interesse, ich beobachte nur interessiert, WER mit welchen Kenntnissen und welchem taucherischem Hintergrund WAS empfiehlt...
Antwort von DAN ist schon ok!! am 13.05.2006 - 11:46
@D32
"10 EC-Schecks bei Autoaufbruch geklaut - kein Schadenersatz, obwohl gut versteckt gewesen"
Da EC-Schecks ohne EC-Karte keinen Schaden machten: Wer hatte denn die Karte dabeigelegt??
Dann gab es auch im Eigenheim aus dem Schreibtisch geklaut nix!
Antwort von Vercingétorix Registriertes Mitglied am 13.05.2006 - 21:18
Schon mal was davon gehört das es keine EC-Schecks mehr gibt. Barscheck im Auto ist grob dämlich.

u26G ich freue mich deine akademischen Intersssen zu bedienen.

Antwort von Linuskoeln Redaktionsmitglied am 13.05.2006 - 21:30
Neben der "zwangsweisen" VDST-Gerling Versicherung habe ich mich auch für DAN entschieden. Gründe hierfür sind schon mehrfach aufgeführt, ausserdem finde ich deren Magazin und Forschungen ganz interessant...

Ansonsten erinnert mich das hier oft eher an Glaubenskriege ala PADI-CMAS (aber spassig zu lesen), gut versichert wirst Du auch bei AquaMed sein...

Linus
Antwort von DAN ist schon ok!! am 14.05.2006 - 04:46
@Vercin
"Schon mal was davon gehört das es keine EC-Schecks mehr gibt"
Ja, deshalb Vergangenheitsformel:
"...keinen Schaden machten....Dann gab es auch im Eigenheim...."
Und ausserdem:
D-32 (Jahrgangszahl??) ist doch meinungsmässig eh häufig von gestern, ausserdem hat er von "10 EC-Schecks" gepostet, oder??
Antwort von Marco Röschmann am 15.05.2006 - 13:58
Hallo, ich bin Marco Röschmann, der leitende Arzt von aqua med (hab gerade ein Tipp auf dieses Forum bekommen).
Ein paar Fragen wollte ich gerne selbst beantworten.
Solotauchen: Wir haben sehr viele und gut ausgebildete Solotaucher in Deutschland
(z.B. Forschungstaucher, Unterwasserfotografen von diversen Zeitschriften usw.), die meisten sind ganz normale und entsprechend ausgebildete Sporttaucher, von denen sehr viele bei uns sind. Z.B. hat Andi gute Richtlinien rausgebracht, die auch in vielen Tauchschulen gut unterrichtet werden.
Zum Thema warum billiger und besser: eine Antwort war bereits oben gefallen, nämlich, dass unsere Ärzte oft direkt am Telefon helfen können (z.B. ein Medikament empfehlen). Viel wichtiger ist aber, weil wir im deutschen Sozialversicherungssystem rückversichert sind (das ist DAN, weil es aus Italien kommt nicht).
Zudem ist bei aqua med eine komplette Auslandsreisekrankenversicherung mit drin (bei DAN nur travel assist, wo z.B. keine ambulanten Kosten getragen werden).
Aber es fehlt mir im Forum ein ganz wichtiges Argument: aqua med ist ein medizinisches Unternehmen (auch wir kaufen die Versicherung nur ein), mit Erfahrung aus über 20 Jahren Assistancemedizin; daher. z.B. medizinisch "sinnvolle" Leistungen und nicht nur "notwendige" usw. in den Bedingungen. Da wir unabhängig von der Versicherung sind, können unsere Ärzte aus rein ärztlichen Gesichtspunkten entscheiden, und nicht als medizinischer Dienst einer Versicherung. Ihr habt rund um die Uhr direkt einen Taucherarzt am Apparat (und kein Callcenter), der sofort helfen kann und viele Mitgliedern hinterlegen bei uns Ihre medizinischen Daten (z.B. Blutgruppe und Allergien), die wir im Notfall sofort einsetzen können - dies könnt ihr bei keinem anderen. Die meisten Ärzte sind bzw. waren aktive Notärzte, Reise- und Tropenmediziner (einer ist Flugmediziner) und natürlich Tauchmediziner. Viele haben selbst internationale Rücktransporte durchgeführt und kennen oft die Kliniken und Zentren persönlich.
Natürlich helfen unsere Ärzte auch schon bevor ein "großes" Unglück passiert, z.B. wenn Ihr mal Durchfall im Ausland habt oder anderes.
Das mit den Standardmails ist in der Tat etwas doof: bei im Schnitt 50 Anfragen pro Tag würden wir unglaublich viel Zeit für einzelne Antworten aufbringen müssen, telefonisch geht das halt viel schneller und Ihr könnt gleich nachfragen.
Daher fand ich den Tipp von oben ganz gut: wenn ihr Fragen habt, ruft gerne an!
Antwort von Soni Registriertes Mitglied am 15.05.2006 - 15:33
Marco,

ach, das ist jetzt aber interssant. Aqua Med proklamiert also Solotauchen, weil es so toll viele gut ausgebildete Solotaucher gibt?

Das ist ja mal was neues...
Antwort von Vercingétorix Registriertes Mitglied am 15.05.2006 - 15:48
Soni

Marco, schön das sich mal die Versicherung selbst zu Worte meldet. DAN und VDST glänzen ja immer mit Abwesenheit. Kurze Frage kurze Antwort bitte.

Ein Unfall wärend eines Solotauchgangs ist also grundsätzlich kein Risikoausschluß, Einzelfallprüfung vorbehalten. Versteh ich das so richtig? Wenn ja, was würdet ihr zu grunde legen, Ausbildung und Erfahrung oder ausreichende Erfahrung, Einzelfallprüfung vorbehalten.
Antwort von Soni Registriertes Mitglied am 15.05.2006 - 18:39
@Marc,

also wenn ich das richtig bei dir lese, dann seid ihr "durch das deutsche Sozialversicherungssystem rückversichert"

Das empfindest du als positiv, Tauchunfälle auf die Allgemeinheit abzuwälzen?
Antwort von Vercingétorix Registriertes Mitglied am 15.05.2006 - 20:45
Soni
Antwort von Scuba-doo Registriertes Mitglied am 16.05.2006 - 08:50
Hmmm... stänkert hier etwa einer?? (@Soni)

Ich habe leider erst eben diese Frage und Diskussion gesehen und melde mich deswegen mit diesem Einwurf wahrscheinlich ein wenig zu spät..

Ich habe auf anraten meines TL bei meiner PKV nachgefragt, ob Tauchunfälle mitversichert seien.
"Natürlich" hieß es da. Ich wäre weltweit gegen alle möglichen unfälle versichert. Okay, die Frage war vielleicht etwas blöd gestellt von mir...
Also nochmal explizit nachgefragt, ob das denn auch Druckkammertherapie mit einschließt.
Die Antwort war "ja", wenn geklärt ist, dass dies aus medizinischer Sicht notwendig gewesen sei und sie ein MRT-Ergebnis vorliegen haben.

Okay, da sich das nach einem Abwicklungsverfahren anhört, bei dem ich das Geld nicht schnell und problemlos bekommen würde (wenn überhaupt), habe ich mich jetzt dazu entschieden, die 39 € für aqua med in Kauf zu nehmen und dafür eine (hoffentlich)reibungslose Abwicklung zu bekommen.

Ich hoffe ja nicht, dass es dazu kommt, wenn doch, werde ich den Fall mit meiner PKV aber mal "ausfechten"....

Viele Grüße,
Scuba-doo
Antwort von Marco Röschmann am 16.05.2006 - 09:24
@Vercingetorix,
deine Aussage ist richtig. Zugrunde gelegt würde ein sogenanntes "sachgerechtes" Verhalten. Gegenwärtig verstehen die verschiedenen Ausbildungsinsverbände darunter eine entsprechende Ausbildung, das Mitführen eines oberflächenwirksamen Signalmittes (z.B. Notfallboje), redundantes System und Oberflächensupport (dass oben jemand ist, der ggf. helfen kann, wenn die Boje auftaucht).

@Soni,
etwas weniger Polemik wäre schön.
Zum Solotauchen: nahezu alle Berufstaucher, Forschungstaucher, UW-Biologen usw. tauchen alleine und haben hierfür eine sehr gute Ausbildung. Aus diesen Bereichen hat es in den letzten 13 Jahren (von einem Berufstaucher vor 3 Jahren abgesehen, der von einem herabfallenden Stahlträger getroffen wurde) keinen einzigen tödlichen Tauchunfall gegeben. Bei allen mir bekannten tödlichen TU mit Solo-Sporttauchern, sind die Leute ohne Ausbildung und nenennswertes Sicherungssystem allein ins Wasser gesprungen und verunglückt. Natürlich ist sowas fahrlässig.
Zur Rückversicherung:
1.)bezieht sich die Aussage auf die Auslandsreisekrankenversicherung und dass ist vom Gesetzgeber so gewollt, sonst gäbe es ja z.B. keine Sozialversicherungsabkommen innerhalb der EU, d.h. auch deine normale Krankenkasse trägt ja auch einen Teil der Kosten, wenn Du in Spanien zum Arzt musst.
2.) zahlt aqua med dafür auch entsprechende Beiträge in an die Versicherungen.
3.) werden z.B. Krankenhausbehandlung, Hubschrauber usw. auch bei Tauchunfällen ja so oder so noch von den Krankenkassen gezahlt, nur die Druckkammerbehandlung nicht und
4.) müsstest Du die gleiche Argumentation auch bei anderen Sportarten anwenden (z.B. Gleitschirmfliegen 13x risikoreicher, Skifahren 7x, Fussball 3x). Wie sähe es dann weiterhin mit selbst verschuldeten Risiken aus (z.B. Rauchen?, Übergewicht, Motorrad fahren oder einem Sturz nachdem Du was getrunklen hast). Wie soll man so etwas "rausrechnen"?
Ich sage nicht, dass ich das uneingeschränkt gut finde, will damit aber sagen, dass Deine eigentlich einfache -und etwas ketzerische Frage hintergründig doch sehr komplex ist.
Antwort von Vercingétorix Registriertes Mitglied am 16.05.2006 - 09:45
Danke für die Antwort, endlich mal ein Anbieter der Auskunft gibt.

scuba-doo bei jeder PKV gehst du in Vorkasse und zahlst den Arzt im Ausland cash oder mittels Kreditkarte. Es gibt zwar grundsätzlich die Möglichkeit die Deckung per Telefax dem Arzt zu bestätigen, aber darauf lassen sich die wenigsten ein. Was nachvollziehbar ist. Besser Bargeld als ein Zettel der Geld in Aussicht stellt. Bei größeren Sache akzepieren Krankenhausverwaltungen die Deckungszusagen idR.. Entweder weil deine PKV eine inländische Versicherung beauftragt oder weil die Krankenhausverwaltung die Sachlage kennt. Außerhalb der EU wird das schwieriger.
Antwort von Scuba-doo Registriertes Mitglied am 16.05.2006 - 11:10
@ Vercingétorix

Du hast recht und das weiß ich natürlich auch alles, bin ja schon sechs Jahre bei der PKV versichert. Allerdings ist es für mich schon wichtig zu wissen, ob ich Aussicht auf die Rückerstattung habe oder nicht. Bei einer Druckkammertherapie kann ja schonmal eine kleine Summe zusammenkommen...

Außerdem haben mich die zahlreichen Untersuchungen gestört, die die PKV vor der DKT durchführen möchte, um dann zu entscheiden, ob sie es bezahlen oder nicht.
Ehrlich gesagt möchte ich im Zweifelsfall lieber gleich in die Kammer und nicht noch zu 20 Ärzten rennen, weil ein MRT und zahlreiche andere Untersuchungsergebnisse benötigt werden um feststellen zu können ob die Druckkammer "medizinisch sinnvoll" ist.
Und selbst dann ist "medizinisch sinnvoll" oder "notwendig" noch Interpretationssache - wie ich meine...

Egal, die 39 € ist mir meine Sicherheit dann doch schon wert...
Antwort von Soni Registriertes Mitglied am 16.05.2006 - 12:04
@Marco,

meine Fragen waren mitnichten ketzerisch oder polemisch.
Du versuchst hier fuer umme deine Versicherung zu bewerben (andere nennen das "Information", naja) geschmueckt mit falschen Informationen ueber eure Mitbewerber.
Da darf man dann doch wohl unbequeme Fragen stellen.

Zu deiner Statistik bzgl. verunglueckter Berufstaucher: Solotauchen ist gut, weil es "seit 13 Jahren keinen einzigen toedlichen TU" gegeben habe?
Hierfuer moechtest du bitte mal die Suchfunktion im TU Forum hier im T.Net bemuehen.

Und, dass ihr eure Kunden "zwingt" aufgrund eures ach-so-ueberlasteten-email-systems anzurufen hat nur einen Grund: die Flucht vor verbindlichen Aussagen (weil schriftlich fixiert) bzgl. Versicherungsbedingungen. Was dann ja auch dazu fuehrt, dass man, z.B. hier, nur vom hoerensagen berichten kann.

Nein, fuer mich ist Aquamed nix weiter als (noch) eine Versicherung mit ueberbezahltem Call-Center Personal (medizinische Ferndiagnose ist Voodoo. Das funktioniert schon nicht, wenn ich meinen Hausarzt anrufe)
Antwort von mike61 am 16.05.2006 - 21:07
@Soni

Wenn ich mir vorstelle, dass bei DAN nur solche Typen wie Du rumlaufen, ist dass die beste Werbung, die sich aqua med wünschen kann!

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