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Tauchermesser - Waffengesetz
Abgesandt von Mike Nelson Registriertes Mitglied am 25.11.2012 - 19:45:

Hi,

ich musste kürzlich beim Einchecken dem Bundespolizeibeamten mein im Reisegepäck (nicht Habdgepäck) miteführtes Tauchermesser vorzeigen. Auf meine Frage nach dem Grund gab er an, er müsse überprüfen, ob das Masser nicht zwei Schneiden habe. Das geht in Deutschland wohl nicht. Leider war dieser Herr nicht sehr auskunftsfreudig.

Frage:
Was ist denn bez. Form, Ausführung, Länge, etc. erlaubt bzw. verboten? Nehme an, das ist im Waffengesetz geregelt?

Thanks
Mike





Antwort von boesewicht Registriertes Mitglied am 25.11.2012 - 19:51
Schau mal hier ...

Hier klicken


Manche Tauchermesser sind zwar länger als vom Waffengesetz erlaubt, aber wenn in Verbindung mit Tauchausrüstung mitgeführt zulässig (soweit meine Informationen) ...

Hast Du nur das Tauchermesser (in ziviler Bekleidung) am Mann oder führst es ohne weitere Tauchausrüstung im Koffer mit, dann fällt es - entspr. Länge vorrausgesetzt - unter das Waffengesetz ...
Antwort von musher Registriertes Mitglied am 25.11.2012 - 23:47
Ein Tauchmesser, welches durch seine bauart als waffe gilt darf nur zur Ausübung des tauchsportes griffbereit mitgeführt werden.
Also beim Tauchgang.
Bei der fahrt zum tauchplatz muß das Messer so gelagert sein, daß kein direkter Zugriff möglich ist, also zum Beispiel in einer Kiste im kofferraum.
Antwort von whaleshark Registriertes Mitglied am 26.11.2012 - 13:29
Hai Mike Nelson
wieso wurde das Hauptgepäck "nicht Handgepäck" von einem Beamten der BPOL köntrolliert bzw. wie konnte dieser wissen, dass sich besagtes Messer darin befindet?
Antwort von musher Registriertes Mitglied am 26.11.2012 - 13:35
Hauptgepäck wird durchleuchtet
Bei Sportgepäck als Sperrgepäck oft auch gleich noch im beisein des "Kunden"
Antwort von joemurr Registriertes Mitglied am 26.11.2012 - 14:10
@whaleshark
Grenzschutz/Polizei und Zoll kontrollieren sehr oft das aufgegebene Gepäck, wie mir versichert wurde. Sei es, dass auf dem Druchleuchtungsmonitor "Ungewöhnliches" zu erkennen sein mag oder eben nur stichprobehalber.

Ich hatte auch schon mal einen Zettel in meinem Tauchkoffer (mit TSA-Schloss), auf dem stand, dass der Koffer geöffnet wurde. Fein säuberlich lagen dann unsere Wenokas, die in den Maskenbehältern verstaut waren oben auf. Allerdings würde ich gerne wissen, wie oft das Ding geöffnet wurde, ohne dass da ein Zettel reinkam?!

Und wie oft werden Leute ausgerufen, sie sollen zu ihren Koffern kommen ...

Gruß
Joe
Antwort von BerlinMitte Registriertes Mitglied am 26.11.2012 - 17:00

Dann hoff ich mal, dass die Flasche Jägermeister, die ich am Mittwoch nach Tulamben mitnehme, nicht in die Hände der Bundespolizei fällt
Antwort von Vercingétorix Registriertes Mitglied am 26.11.2012 - 19:52
Die trinken keinen Hörnertee, so ein fieses Zeuch........
Antwort von divefrog Registriertes Mitglied am 26.11.2012 - 22:37
Hi,

wenn es sich bei deinem Tauchmesser nicht zufällig um ein Faust-, Fall- oder Butterflymesser handelt (nicht abschließend) , musst du dir keine großen Sorgen machen.

Liegt für das Mitführen eines Einhandmessers (normale Bauart) ein berechtigtes Interesse vor, so ist es nicht strafbewährt.
Also nix mit gesondert verstauen. Auch normal in der Tasche ist es nach neuster Rechtsprechung kein Problem (Inland).
Für Interessierte: Siehe §42a WaffG. (Ordnungswidrigkeit)
Aber bitte nicht in Waffenverbotszonen (Bsp. Hamburg) oder bei öffentlichen Veranstaltungen/Versammlungen mitführen.
Gruß
Antwort von HighVoltage Registriertes Mitglied am 27.11.2012 - 00:41
Führen bedeutet ja, dass du unmittelbar Zugriff zu dem Messer hast. Wenn du es, verpackt, im Handschuhfach oder der Jackentasche trägst, kannst du es auch ohne Tauchsachen dabeihaben. Um keinen Ärger zu provozieren, sollte die Wahl nicht auf ein Messer mit beidseitig geschliffener Klinge und/oder Parierstange fallen. Ansonsten würde ich mir keinen weiteren Kopp darum machen. ...außerdem sind Tauchermesser, die dem Waffengesetz unterliegen könnten, doch eh peinlich ohne Ende
Antwort von HighVoltage Registriertes Mitglied am 27.11.2012 - 00:45
"Manche Tauchermesser sind zwar länger als vom Waffengesetz erlaubt, aber wenn in Verbindung mit Tauchausrüstung mitgeführt zulässig (soweit meine Informationen) .."

Es kommt nicht auf die Länge des Messers an, sondern auf die Bauart. Alleine die entscheidet, ob das Messer unter das WaffG. fällt und ob man es führen darf.
Antwort von divefrog Registriertes Mitglied am 27.11.2012 - 08:27
@HighVoltage
"außerdem sind Tauchermesser, die dem Waffengesetz unterliegen könnten, doch eh peinlich ohne Ende"



" Wenn du es, verpackt, im Handschuhfach oder der Jackentasche trägst, kannst du es auch ohne Tauchsachen dabeihaben."

Streng genommen wäre auch das "Führen". Verpackt ist nämlich nicht verschlossen (Bay. Rechtsprechung).
Jedoch ist es bei diesen Messern EGAL. Ein berechtigtes Interesse liegt vor, da es zur Ausübung eines Sports genutzt wird. Sie dürfen geführt werden!

Gruß
Antwort von BerlinMitte Registriertes Mitglied am 27.11.2012 - 08:44

Wär doch mal interesant, zu fragen, welcher Taucher schon mal unbedingt ein Messer bei seinem Tauchgang brauchte.
Ich jedenfalls nicht.
Wenn Taucher Messer mitführen, die aufgrund ihrer Bauart unter das Waffengesetz fallen, dann ist das sicherlich als peinlich einzustufen.
Das unter Männern beliebte "Wer hat den/das größte Spiel.
Ich erinnere mich mit Grausen an unseren 70-jährigen Tauchpartner bei einer Similan Safari, der immer 10 Minuten brauchte, bis er sein machetenähnliches Messer am Bein befestigt hatte und somit den ganzen Tauchbetrieb aufhielt
Antwort von Bulette Registriertes Mitglied am 27.11.2012 - 10:58
@BerlinMitte
"Wär doch mal interesant, zu fragen, welcher Taucher schon mal unbedingt ein Messer bei seinem Tauchgang brauchte."

Schon 2x in einer alten Angelleine verheddert. Einmal davon war ich solo unterwegs, da war ich froh ein Messer dabei zu haben. Habe aber auch nur ein kleines Wenoka, deshalb musste ich unter Wasser keinen Waffenschein mitführen...

Gruß Uwe
Antwort von whaleshark Registriertes Mitglied am 27.11.2012 - 11:32
musher & joemurr
die Überprüfung des "Hauptgepäcks" bevor es Bord geht ist mir klar.
Nur hatte ich es in der Ausgangsfrage so verstandenals wenn die BPOL direkt beim einchecken der Koffer das Messer sehen wollten. Zu diesem Zeitpunkt bzw. vor der Abgabe am Counter ist das Gepäck doch noch gar nicht durchgecheckt sondern nur gewogen

Zumindest kenne ich das nicht anderswie auch immer.

BerlinMitte
2 Mal beim Tauchen mit Harvey in etwas Angelschnur verfangen
1 Mal Buddy aus Angelschnur befreit
Im Urlaub öfters alte Netze und Schnüre aus Korallen geschnitten ....

Allerdings ist mein Messer kein "Manglermesser" sondern etwas kleiner

Antwort von Tauchteufel Registriertes Mitglied am 27.11.2012 - 12:53
@BerlinMitte

ich habe vor etlichen Jahren eine in eine Angelleine verhedderte Mittaucherin in mehr als 20m Tiefe befreit, weil sowohl ihr TL als auch sie selbst kein Messer dabei hatten.

Und der Hit war der Drillingshaken im heimischen See, der sich im Jacket meiner Mittaucherin verfing. Auch hier kam das Messer schnellstens zum Einsatz.

Ich habe mein Messer jedenfalls immer dabei, und bin in Australien auf einem Inlandsflug deswegen "vernommen" worden, weil wir "Waffen" im Tauchgepäck mitgeführt haben. Aber der Beamte war letztendlich ziemlich einsichtig und hat uns weiter fliegen lassen.

Gruß
Peter
Antwort von boesewicht Registriertes Mitglied am 27.11.2012 - 13:30
@BerlinMitte

Messer wurde schon sehr oft benötigt - sogar bei Tauchausbildungen ...

Daran konnten aber auch die Schüler schön erkennen, das ein gutes Schneidwerkzeug oftmals eine sehr gute Hilfe sein kann ...

In unseren Gewässern hängen an versch. Stellen nun mal abgerissene Angelschnüre rum und die schauen nach einer längeren Zeit aus wie dünne Algenfäden ... - sind dummerweise aber immer noch so stabil, das ein zerreissen nicht möglich ist ...

Wenn man kein Messer braucht - gut ...
Wenn man aber eines braucht und keiner hat eines dabei - kann sehr ungünstig ablaufen ...
Antwort von BerlinMitte Registriertes Mitglied am 27.11.2012 - 13:35

O.K., ihr habt mich überzeugt.
Ich hol mir sofort ein Messer, aber nur ein kleines
Antwort von joemurr Registriertes Mitglied am 27.11.2012 - 13:40
Ich würde das Hier klicken nehmen. Bist Du von edlem Blut und reinem Herzen, brauchst Du es selbst gar nicht (am Mann) mitführen, es wird Dir hinterher getragen oder getaucht oder wie man das halt nennt.
Antwort von whaleshark Registriertes Mitglied am 27.11.2012 - 14:29
BerlinMitte
Hörnertee & Messer das geht gar net

und wenn Messerdann nur das Original
Hier klicken
.....langlang isses her
Antwort von BerlinMitte Registriertes Mitglied am 27.11.2012 - 14:32

Wieso werde ich hier immer nur verarscht..
Antwort von whaleshark Registriertes Mitglied am 27.11.2012 - 14:41
.....wie kommste denn auf so eine Schnapsidee
Das ist die selbstlose Weiergabe geballter Informationen der Blauen Seiten Jünger

Viel Spass ab morgen im Land der farbigen Fische
Antwort von joemurr Registriertes Mitglied am 27.11.2012 - 14:51
@whaleshark

Danke für den Link

>es beim zubeissen die schnauze durchbohrt...eventuell geht meine hand mit drauf aber dem hai gehts dann auch nicht mehr gut.

Ja klar "komm Sharky, lass uns gemeinsam sterben..."

Wieder mal Bauchweh vor Lachen
Antwort von musher Registriertes Mitglied am 27.11.2012 - 16:00
Hmm, muß ich mich nun schämen, weil mein Tauchmeser mit fester ca 5cm langer Klinge unter das waffengesetz fällt?

@whaleshark, also in Nürnberg wurde mein tauchgepäck als Sperrgepäck aufgenommen und sofort beim Abgeben in meinem beisein durchleuchtet.
Von anderen tauchern erfuhr ich, daß sie dabei ihr Gepäck mehrmals öffnen mußten, da etwas nicht erkennbar war - stellte sich danach als das blei der Signalboje raus.
Antwort von BerlinMitte Registriertes Mitglied am 27.11.2012 - 18:02
@whaleshark

Danke, danke!

P.S Hab gerade den Hörnertee eingepackt
Antwort von Beluga Registriertes Mitglied am 29.11.2012 - 14:50
The one and only und dazu noch richtig schön scharf.

Hier klicken
Antwort von whaleshark Registriertes Mitglied am 29.11.2012 - 15:25
da braucht man aber zwei davon ..... bei nur einem am Bein bekommt man Schlagseite
Antwort von ZeKik Registriertes Mitglied am 29.11.2012 - 15:29
Diesen Februar sind wir von Saarbrücken gen Marsa Alam geflogen... mit Airberlin glaube ich.
Auch da durfte ich nach dem Gepäckeinchecken nochmal zu einem Stelldichein in einem Nebenraum gebeten, um zwei Gegenstände aus dem Hauptgepäck zu präsentieren. Tanklampe sah mit dem Spiralkabel und den Zylindrischen Akkus wohl nach Dynamit aus, da wurde gleich mit Pulver und Spektrometer hantier. Mein Tauchermesser wurde dann vergleichsweise schnell mit dem Kommentar "Ach ja.. Tauchermesser...ok." durchgewunken. Und dabei handelte es sich um ein heute anscheinend "hochpeinliches" Taucherschwert alter Machart (Cressi Orca, falls bekannt) ^_^
Antwort von divemonster Registriertes Mitglied am 29.11.2012 - 19:35
Also ich brauchte schon öfter ein Messer um mich bei uns in den Mecklenburger Gewässern aus Angelschnüren zu befreien. Früher hatte ich ein "normales Tauchmesser" -Unten mit Schneide oben mit Sägezahnung.
Um mit dem Waffenrecht insbesondere in fernen Länder nicht Probleme zu bekommen, nutze ich seit neusten Schälmesser von Solingen:

Hier klicken

Diese Kosten ca. 1 € pro Messer und sind Sau scharf. Wenn es mal verostet ist nehm ich einfach ein Neues. Bis jetzt habe ich noch das erste Messer. Eine Messerscheide habe ich mir aus einem Stück Gurtband in 5 Minuten schnell genähnt. Gurtband war vom Harness meines Backplates.
Antwort von Dunker Registriertes Mitglied am 30.11.2012 - 03:31
Moin!

Vielleicht kann ich ja mal etwas dazu beisteuern und etwas zukünftige (Rechts-)Sicherheit vermitteln. Das nachfolgende gilt natürlich nur innerhalb der BRD. Wenn es ins Ausland geht, sollte man sich da vorher über die dort geltenden Bestimmungen informieren. So, und für die, die nicht so viel lesen wollen:

Tauchermesser beim Tauchsport sind grundsätzlich erlaubt und kein Verstoß gegen das Waffengesetz (WaffG).

Und hier die etwas längere Version:

Ob es sich bei einem Tauchermesser um eine Waffe oder ein Werkzeug handelt, wird nicht durch das WaffG festgelegt, sondern ausschließlich durch den Hersteller (!)
Im Rechtsgebrauch unterscheidet man dabei die „geborene Waffe“ oder die „gekorene Waffe“, sofern letztere gegen Menschen eingesetzt wurde.

Ein Hersteller für Tauchermesser wird so eins in der Regel niemals als „Waffe“ deklarieren, das heißt als ein Gegenstand, der dazu bestimmt ist, gegen Menschen eingesetzt zu werden. Es handelt sich vielmehr immer um ein „Werkzeug“, das geeignet ist, Taucher aus gefährlichen Situationen zu befreien, etc.

Das bedeutet: Egal wie monströs das Ding aussieht, es ist

a.)keine Waffe im Sinne des WaffG und
b.)dementsprechend auch keine verbotene Waffe

Klingenlänge etc. macht perse keine Waffe, weshalb z.B. eine Machete zwar saugefährlich sein kann, sie aber tatsächlich ein Werkzeug ist, mit dem Büsche gekürzt werden sollen (geboren als Werkzeug).
In Zweifelsfällen ist das BKA per Gesetz ermächtigt, so ein Teil gutachterisch zu untersuchen, und wenn die zum Schluß kommen, das ist eine Waffe, dann ist das auch eine. Oder halt nicht.

Vermerk an dieser Stelle: Butterfly-, Faust-, Fall- und Springmesser sind die vier gem. § 2 III WaffG i.V.m. Anlage 2, Abs.1, Nr. 1.4.1.-1.4.3 grundsätzlich VERBOTENEN Gegenstände (Zuwiderhandlung = Straftat)! Dabei gibt es zwei Ausnahmen: Springmesser, wenn Klinge seitlich rauskommt UND die Kline ab Griff max. 8,5cm lang ist UND nicht zweiseitig geschliffen. Faustmesser, wenn Klingenlänge ÜBER 40cm.

Also bis hier erst mal:

Euer Tauchermesser wird grundsätzlich ein Werkzeug sein (wenn es denn tatsächlich ein Tauchermesser ist). Wer sein altes Bajonett aus Bundeswehrzeiten zum Tauchen mitnimmt, muss sich darüber im klaren sein, dass er dabei eine Waffe führt (Stichwort: „geboren“ als Waffe).

Ist die Klinge unter 12 cm, ist das Waffrecht eh nicht anwendbar! Ist sie über 12 cm, dann ist das Führen beim Tauchsport gem. § 42a Abs. 2 und 3 WaffG erlaubt.

Der Transport solcher Messer sieht gem. Abs. 2 Nr. 2 ein „verschlossenes“ Behältnis auf. Was die bayrische Rechtsprechung da auslegt, ist deren eigener Schmarrn, ich halte mich da schon eher an den BGH. Dem „verschlossen“ ist nach herrschender RM damit genüge getan, wenn man mehr als 3 Handgriffe und 3 Sekunden benötigt, das Teil in die Hand zu nehmen (vergl. BT-Drs. 16/7717 S.58). Und nun mal mit logischem Menschenverstand: Oma Schröder geht ins Kaufhaus und kauft ein neues Brotmesser, Klinge = 18cm. Der Verkäufer packt es ein, sie stopft es in die Handtasche und zieht den Reißverschluß zu. Will jetzt hier irgendeiner der Omi eine Ordnungswidrigkeitenanzeige (mehr ist es übrigens nicht) verpassen? Genau so hat der Gesetzgeber auch gewollt und diese wurde durch ein Statement des BMI (vorletzter Absatz) nochmals klar gestellt:

Hier klicken

Also, zum Tauchen ist das alles in Ordnung.

Sollten noch spezielle Fragen auftauchen, kann ich die per Mail beantworten.

D.
Antwort von Malediver X-tream Registriertes Mitglied am 30.11.2012 - 17:02
Dunker, wie immer klasse erklärt

Lange nichts mehr von dir gelesen.

Gruß,

Björn
Antwort von musher Registriertes Mitglied am 30.11.2012 - 19:03
Hallo Dunkler,
ich hatte mich über das Thema Tauchermesser ausführlichst mit einem Messervertreter unterhalten.

Und mein Tauchermesser mit ca 5cm klinge ist laut seiner Aussage eindeutig ein produkt, welches unter das Waffengesetz fällt, da die Klinge zweischneidig ist.

Aber wie oben erwähnt, darf dieses Messer zum Ausüben des Tauchsportes geführt werden und auch zu den Gewässern transportiert werden.

Vergleichbar mit Jägern.
In ihrer Jagd dürfen sie ihre Waffen (Gewähr, Messer und Revolver/Pistole) führen - aber auf dem Weg dorthin weggepackt transportieren.
Antwort von Dunker Registriertes Mitglied am 01.12.2012 - 04:23
Sorry musher, aber die Aussagen Deines Messervertreters sind schlichtweg Humbug!

Beidseitig geschliffene Klingen haben seit 2002 keinen grundsätzlich verbietenden Charakter mehr. Sie sind beispielsweise bei einem Dolch (geborene Waffe) zu finden, da ist der Besitz aber erst ab 18 zulässig. Führen gem § 42a verboten.

Ein Tauchermesser mit 5 cm Klinge (unter 12cm !), beidseitig geschliffen, ist waffenrechtlich betrachtet - nix!

Beidseitig geschliffene Klingen haben nur noch bei der Bewertung von Springmessern (unter 8,5cm)eine Bedeutung.

Und der Vergleich mit Jägern hinkt auch, die dürfen nämlich auf dem Weg ins Revier ihre Flinten zugriffsbereit, nur nicht schussbereit, neben sich liegen haben (§ 13 Abs. 6, 2ter HS WaffG).

Und wenn ich nicht Rechts- und Verwaltungswissenschaften studiert hätte, keine lehrende Tätigkeit an der Fachhochschule betreiben und kein Waffenrecht unterrichten würde und auch kein staatlicher Prüfer wäre...

...ja, dann wäre ich vermutlich Messervertreter geworden.


D.

Antwort von haitaucherin Registriertes Mitglied am 01.12.2012 - 14:25
@BerlinMitte:
Attersee... beim Tariergarten/Föttinger...
-hab es schon mehrmals dort verwenden müssen...

und Angelleinen gibt es fast überall in unseren GEwässern

lg
Antwort von masay Registriertes Mitglied am 03.12.2012 - 15:35
Eine Waffe (auch Messer führt) wer sie/es bei sich hat.

Das bedeutet das Dingen muss zugriffsbereit am Mann/Frau führt.

Eine Waffe (auch Messer) transportiert, wer sie/es in einem verschlossen Behältnis(Bei Schusswaffen getrennt von Munition) von A (Wohnung) nach B (Schießstand / Tauchgewässer) transportiert.

GEBRAUCHSMESSER ( z.B. Küchenmesser, Jagdmesser zum töten oder Aufbrechen von Wild, und auch Tauchermesser) unterliegen bei zweckbestimmter Benutzung nicht dem Waffengesetz.

Aber: Wenn Böserbube XY meint, er könne sich in der Kneipe, im Kino oder auf dem Volksfest mit einem Tauchermesser bewaffnen und käme im Falle einer Polizeikontrolle damit durch, der hat sich stark verpeilt. Dann gilt das WaffG in vollem Umfange.

Also nicht in Neopren mit dem Beinmesser in die Kneipe gehen.

Wer sein Gebrauchs(Taucher)Messer bei der Ausübung seines Sportes führt ist nicht zu beanstanden, ähnlich wie Rettungsmesser der Feuerwehren.

Mein Haihunter mit Klingenlänge von 22 Poseidon – cm. habe ich gegen die praktischen kleinen vielseitigen getauscht (Spart bei fliegen gewischt und vermeidet unnötige Diskussionen beim Zoll, Grenzkontrollen etc.
Antwort von Arthur Registriertes Mitglied am 08.12.2012 - 22:40
@Dunker

Eine Frage an den Fachmann:

Was ist mit Einhand-Messern? Also die Messer, bei denen man die Klinge mit dem Daumen öffnen kann.

So ein Ding führe ich fast immer mit mir mit (Klingenlänge 48 mm).

Ist das legal?

Gruß Arthur
Antwort von Dunker Registriertes Mitglied am 09.12.2012 - 15:56
Moin Arthur!

Einhandmesser dürfen in der Öffentlichkeit nur dann geführt werden, wenn ein berechtigtes Interesse vorliegt.

Bspl.: Zur Berufsausübung (der Dachdecker, der Elektriker, etc.), zur Hobbyausübung (der Angler, aber auch der Taucher), etc etc.

Liegt kein berechtigtes Interesse vor (also z.B. der Dachdecker, der abends in die Kneipe geht und das Messer dabei noch in der Hose hat) liegt eine Ordnungwidrigkeit vor, das Messer kann (muss aber nicht) eingezogen werden.

Klingenlänge ist bei Einhandmessern übrigens unerheblich.

Zum Transport sie mein Post vom 30.11., letzter Absatz.

Sinn der Vorschrift: Randalebrüder und anderen Streitlustigen sollen keine Chance haben, legal mit so einem schnell und lautlosem Instrument zur Hand zu sein.

Wird hingegen der Dachdecker auf dem Rückweg von der Arbeit (in Montur, im Firmen-LKW) noch mit dem Messer in der Oberschenkeltasche angetroffen, wird auch kein Polizist da eine Anzeige vorlegen. Er ist nicht in der Zielgruppe, gegen die das Gesetz angewandt werden soll.

Deshalb liegt bei Verstoß auch nur ein Ordnungswidrigkeit vor, so dass die Polizei die Möglichkeit hat, je nach Einzelfall von ihrem Oppertunitätsprinzip (Einschreiten nach pflichtgemäßem Ermessen - Stichwort "gesunder Menschenverstand") Gebrauch zu machen.

D.
Antwort von MatV Registriertes Mitglied am 09.12.2012 - 21:43
OK. Ich habe Rufbereitschaft. Immer.
Antwort von Razorista Registriertes Mitglied am 10.12.2012 - 15:09
@Dunker und Arthur
Hinzuzufügen wäre noch, das das nur für Einhandmesser mit verriegelnder Klinge gilt.

Ist die Klinge also, ohne einen Verschluss zu lösen, wieder einklappbar, ist das Messer überhaupt nicht betroffen.

Aber schon ein Mini-Zier-Messer (mein Liebling: Spyderco Ladybug - 3cm lang) gilt als `Waffe` wenn die Kinge verriegelt und einhändig zu öffnen ist.
Antwort von Dunker Registriertes Mitglied am 11.12.2012 - 03:35
@Razorista:

Klar, Einhandmesser sind halt nur solche, die laut Definition eine verriegelnde Klinge haben, sonst wären es auch keine Einhandmesser i.S.d. WaffG

Sie gelten aber nie als Waffe, sondern lediglich als "bestimmte tragbare Gegenstände", für die ein Führungsverbot besteht.

@MatV: Viel Glück, Du wirst es brauchen...

D.
Antwort von Razorista Registriertes Mitglied am 11.12.2012 - 10:31
Deswegen dei Anführungszeichen (die Begrifflichkeiten waren ja schon geklärt).

Trotzdem danke für die Klarstellung.
Ist ja leider ein nicht unwichtiges Thema in den Details.
Antwort von MatV Registriertes Mitglied am 16.12.2012 - 18:12
Irgendwie witzig, das kleine zu verriegelnde Einhandmesser böser sind als feststehende Messer mit Klinge bis 12cm. Ist sicherlich, weil die in der hohlen Hand nicht gleich als Messer zu erkennen sind. So nach dem Motto: guck mal, ich bin unbewaffnet, und schwupp, ist die Minimachete da, und der Kopf ab. Während beim zugelassenen Pfadfindermesser das ja schon durch den bloßen Gedanken daran so furchtbar klappert und leuchtet, wie mindestens Highlanders Zweihänder... Da ist jemand wohl schon vor dem Abfassen von Gesetzestexten der Kopf abhanden gekommen.
Antwort von Spezialist Registriertes Mitglied am 21.12.2012 - 07:58
@MatV:

Ich habe einen Bekannten, der so ein kleines unauffälliges Einhandmesser im Rücken hatte. Er ist einfach mit seiner Freudnin auf eine Party gegangen und hat sich an die Bar gesetzt. Zack hatte er ein Messer im Rücken. Der Täter hat ihn schlicht und ergreifend mit einem anden verwechselt. Mit dem Anderen hatte der Täter wohl zuvor einen Streit. Wäre das kleine deiner Meinung nach nicht so böse Messer 2 cm weiter links eingedrungen hätte er den Tag nicht überlebt.

Also bevor du solche Äußerungen tätigst denk lieber daran, dass uns strenge Waffengesetze allen mehr Sicherheit verschaffen.

Und wie es Dunker schon sehr gut erklärt hat. Wenn du mit deinen Tauchsachen auf dem Weg zum Tauchen bist, dann wird dir keiner wegen deinem Tauchermesser an den Karren fahren. Und den Pfadpfindern usw. geht das da genauso.

Ich behaupte mal, da haben sich die Leute beim Gesetztestext verfassen schon etwas gedacht. Und wenn du unbedingt eine Waffe für an Land brauchst, dann kauf die ein Tierabwehrspray. Das nimmt dir auch keiner weg.
Antwort von masay Registriertes Mitglied am 21.12.2012 - 12:42
Es ist immer wieder schön zu lesen, was unseren „Bekannten“ so alles widerfährt – ohje ohje.

Wäre dein bekannter auf der Wiesen verwechselt worden, hätte er wahrscheins einen Schädelbruch durch eine Masslandung (nicht Marslandung) erlitten.

Wäre er von einem E-Zug verwechselt worden, wäre er jetzt Hackfleich.

Festzustellen bleibt leider nur, dass Personen immer wieder erhebliche kriminelle Energie entwickeln, um an effektive Waffen zu gelangen. Das können echte Waffen sein, aber leider auch sehr häufig missbräuchlich genutzte Alltaggegenstände. Das Stuhlbein als Schlagwaffe, der Baseballschläger als Totschläger, das Fahrradpedal als Schlagring, den Schraubendreher als Stichwaffe und sogar 2 Personenflugzeuge als sehr wirksame fliegende Bomben.

Fakt ist leider das genau diese kriminellen Gestallten, welche gezielt verletzen oder gar töten wollen, nicht durch waffenrechtliche Verbote zu beeindrucken sind. Profis durchtrennen die Gurgel mit einer EC-Karte.

Als Taucher empfehle ich ein handliches, leichtes funktionales Messer bei jedem Tauchgang mitzuführen.
Antwort von masay Registriertes Mitglied am 21.12.2012 - 12:52
Lieber Spezialist,

Tierabwehrspray kannt du legal erwerben und führen da es nicht bei zweckbestimmter Benutzung dem nicht deutschen WaffG unterliegt.

Der Einsatz gegen Personen ist nicht erlaubt und stellt ein waffenrechtliches Vergehen dar.

Aufpassen – sonst Strafanzeige

Pfefferspray gegen Personen dürfen nur (Polizei)Vollzugsbeamte des Bundes, der Länder ggf. auch noch den hoheitlichen Vollzugkräften der Kommunen anwenden. Es handelt sich um eine im Polizeidienst zugelassene Waffe. Der Einsatz gegen Personen durch Jedermann ist untersagt.
Antwort von whaleshark Registriertes Mitglied am 21.12.2012 - 15:30
Haimasay

Jedermann hat das untersagt ist der auch Mitglied hier?






Sorrykonnte nicht anders
Antwort von notabstieg Registriertes Mitglied am 23.12.2012 - 02:13
"Der Einsatz gegen Personen durch Jedermann ist untersagt."

Unfug! In einer Notwehrsituation dürftest du sogar eine Kettensäge als Waffe nutzen, insofern der Einsatz verhältnismäßig wäre.
Antwort von notabstieg Registriertes Mitglied am 23.12.2012 - 02:20
Voraussetzung ist natürlich, dass das Pfefferspray zugelassen ist (bspw. gegen aggressive Tiere).
Antwort von notabstieg Registriertes Mitglied am 23.12.2012 - 02:29
Zudem hat Tierabwehrspray (Pfefferspray)keine Waffeneigenschaft(en), da es nicht dazu bestimmt ist, die Angriffs- oder Abwehrfähigkeit eines Menschen, sondern eines Tieres zu beseitigen oder herabzusetzen. Daher fällt das Spray nicht unter das WaffG. und die Nutzung stellt kein "waffenrechtliches Vergehen dar" @masay

Ps.: Eine edit-Funktion würde diesem Forum gut ;) tun.
Antwort von MatV Registriertes Mitglied am 24.12.2012 - 00:02
Spezialist... Meinst du denn, der Bösewicht hätte extra auf ein zugelassenes Messer gleicher Klingenlänge verzichtet, um seine Bösigkeit zu demonstrieren? Oder dein Bekannter/FeF hätte mit seinen Rückenaugen ein anderes besser erkennen können?
Antwort von masay Registriertes Mitglied am 25.12.2012 - 19:28
Reizstoffsprühgeräte (Tränengas) unterliegen sehr wohl dem WaffenG. Insbesondere den Führungsverboten bei Kino, Gaststätte, Volksfesten und Demos.

Pfefferspray unterliegt nur als eingekauftes Tierabwehrspray und dementsprechender Verwendung nicht dem WaffenG. Also gegen Tiere. Wer es gegen Personen einsetzen will und kein Polizeibeamter ist, benötigt eine BKA- Bescheinigung und die Erlaubnis der zuständigen Waffenbehörde.
Trotzdem ist das RSG (Pfefferspray) eine im Polizeidienst zugelassene WAFFE! Nachzulesen in den entsprechenden Polizeigesetzen Bund/Länder.
Und mit Verlaub, was hat das Notwehrrecht mit dem Ursprungsvorsatz zu tun ein Pfefferspray unter dem Deckmantel der Tierabwehr zu erwerben und tatsächlich gegen Menschen einsetzen zu wollen.
Schon klar der Pittbull in der Disco. Gott sei Dank ist weder der Schutzmann noch die Justiz blind und blöd!



Je größer die Waffe um so kleiner der Mann, je schneller der Absiteg um so weniger Verstand.






Antwort von masay Registriertes Mitglied am 26.12.2012 - 09:40
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  Egal - ich fahre dort sowieso nicht hin.
  Ich habe mich aus anderen Gründen gegen Ägypten entschieden.


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Forum Tauchunfälle

Auszug aus diesem Forum:


Tragischer Tauchunfall am Attersee 11.05.14
vom 11.05.2014 : Während eines Advanced Open Water Kurses in Steinbach am Attersee kam es zu einem tödlichen Tauchunfall. Ein Schüler bekam ... [mehr]

Glimpflich ausgegangener TU in Überlingen 01.05.14 (JF)
vom 07.05.2014 : Am 01.05. kam es in Überlingen abermals zu einem glimpflich endenden Tauchunfall. Zwei Brüder tauchten in einer Tiefe von 60 m ... [mehr]

Erneut TU's am Thunersee 03-2014 (HS)
vom 26.03.2014 : Am 23ten und 24ten März kam es erneut zu Tauchunfällen vor Hilterfingen im Thunersee. Am Nachmittag des 23ten März geriet ein ... [mehr]

Destination des Tages

Irak

Sicherheit vor Tauchvergnügen. Der Irak hat sich auf Grund der momentanen Sicherheitslage nicht wirklich als Reiseziel hervorgehoben. Deshalb gibt es fast keine Infos zum Tauchen am schmalen Streifen das Landes zum persischen Golf.

Foto von Moni und Max Ramstein

Weitere Infos zum Tauchen in
Irak




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