Tauchertypen zu vergeben Abgesandt von @ndreas am 26.04.2004 - 22:16:
Mich hat die letzten Tage der Satire-Teufel geritten-vielleicht auch auf etwas abwegigen Pfaden. Aber jetzt mache ich erst mal Pause. Ich muss auch nebenbei noch etwas arbeiten. Dabei wären noch so viele schöne Tauchertypen zur satirischen Bearbeitung zu empfehlen. Bitte stört Euch nicht an der männlichen Bezeichnung, gemeint sind natürlich - soweit möglich - Männlein wie Weiblein. Ich sage halt nur ungern "Zackenbarsch und Zackenbärschin". Erweiterungen der Liste (innerhalb der Netiquette) und Abweichungen von Autorenvorschlägen sind natürlich gern gesehen. Ganz toll wäre es, wenn Peter G. meine bescheidenen Versuche einer lateinischen Nomenklatur korrigieren und ergänzen könnte. Noch viel toller wäre es, wenn alle AutorInnen mit einer zusammengefassten Veröffentlichung (eventuell als Fortsetzungsgeschichte) im Online-Magazin einverstanden wären. Am allertollsten wäre dann natürlich noch ein - rückwirkende!!! - Belohnungsaktion der Redaktion.
Also, los gehts:
Otto-Normaltaucher (aquanautus normalis Otto) – auch: gemeiner Lieblingstaucher (aquanautus amatus vulgaris)
Autorenvorschlag: Karin M
Der Nörgeltaucher
Autorenvorschlag: Karin M
Der Tauchschnorrer (aquanautus gratis)
Autorenvorschlag: Wrack-Uli
Der Pseudo-Crack
Autorenvorschlag: Eroy 64
Der gemeine T-Net-Taucher und seine Subspecies
Autorenvorschlag: Blackdiver
Der Instant-Tauchlehrer (vor 6 Monaten noch: Der Tauchanfänger mit Ambitionen)
Der Unterwasser-Fotonarr
(verfeindete Subspecies: digital und analog)
Der Wasserverdränger
Der Tauchproll (oder auch Taucharsch)
Der Tauchtroll
Der Tauchmacho
Das Tauchtörtchen
Der Redaktions-Taucher
Der Tauchverbandsfunktionär
Der Tauchmanager und der Manager-Taucher
Der Ballermann-Taucher
Die Tauchfeministin
Das Tauch-Mimöschen
Der (selbsternannte) Tauchpapst und seine Bischöfe
Der Tauchgenießer
Der knallharte Tauchgeschäftsmann
Der umfassend klassisch gebildete Taucher
Der Tiefen(tauch)psychologe
Autorenvorschlag: Peter G.
Der Tauchjurist
Der Rekordtaucher
Der „Einmal-und-nie-wieder“-Taucher
Der Laber-Taucher
Der Tauchsatiriker
- und noch schlimmer -
Der Pseudo-Tauchsatiriker
Nu aber ran an den Speck
meint
@ndreas
Antwort von Mantalady am 27.04.2004 - 10:20 Hallo, ich würde noch den Tauchpedanten anfügen und auch die Bearbeitung übernehmen, so was trifft man immer wieder
Antwort von @ndreas am 27.04.2004 - 12:08 Hallo lady,
gute Idee. Willkommen im Club. Vielleicht magst Du den Taupedanten mit dem Oberlehrer kombinieren. Der Pedant will meist alle Anderen von der Richtigkeit seiner Vorgehens überzeugen und wird dann zum Oberlehrer.
Ich bin schon sehr gespannt auf das Ergebnis.
Antwort von KarinM am 27.04.2004 - 12:48 ich würde etwas zu meinen zwei Tauchtypen schreiben.
Gruss Karin
Antwort von KarinM am 27.04.2004 - 12:51 wie sieht es eigentlich mit dem typischem Warmwasser Taucher aus??
Antwort von Die Seeteufel am 27.04.2004 - 23:34 Hi Karin,
mach nicht alle Warmwassertaucher nieder. Sie könnten älteren Datums sein und nun aufgrund reumathischer Beschwerden, das warme Wasser vorziehen, wenn sie sonst noch tauchtauglich sind. Werde Du mal 60 und drüber, dann willste Dich vielleicht auch nicht mehr in der Ost-Nordsee oder einheimischen kalten Bergseen tummeln.
@ andreas
Schön, daß Dich Dein Satireteufel geritten hat. Es war köstlich zu lesen. Gönne Dir die Pause und dann mach weiter so.
Die Seeteufel
Antwort von Mantalady am 28.04.2004 - 10:06 Der Tauchpedant ( subaquatus pedantus) kommt für gewöhlich wild vor und verharrt in diesem Zustand.
Das Vorkommen dieser Spezies ist nicht räumlich beschränkt.
Meist ist der Tauchpedant daran zu erkennen, dass er bei der Tauchgangsbeschreibung an den Lippen des TL hängt, damit er alles wortgetreu befolgen kann, insbesondere gilt dies für die Navigation.
Bei Tauchgängen, für welche der Tauchpedant verantwortlich ist, erfolgt die Planung bis in das kleinste Detail, auch die zu besichtigenden Fische werden über ihr Vorkommen bereits vorab informiert, damit diese die Anwesenheitspflicht laut Lehrbuch/ Tauchführer auch erfüllen. Die zu führenden Taucher werden auf hunderstel Gradzahl genau über den zu tauchenden Kurs und die zu besichtigenden Fische/ Gegenstände informiert. Dem Abweichler droht die Todesstrafe!
Unter Wasser führt er vorzugsweise laminierte Karten mit sich, um die Karte jede Minute mit dem Kompass zu vergleichen. Meist schwimmen Fische dann unbeobachtet vorbei bzw. die Sehenswürdigkeiten werden links liegen gelassen, weil die Karte mal wieder nicht mit dem Kompass übereinstimmt, und sich dort definitiv nichts befinden kann und darf!!!
Spontane Abweichungen vom Kurs bzw. die Planung „ Gerade aus und dann mal gucken“ sind ihm ein Gräuel. Das tut man nicht! Das hat so keiner gesagt. Schließlich hat man ja das Navigationsbrevet mit Auszeichnung gemacht, und das soll auch buchstabengetreu genutzt werden.
Sollte während dem Tauchgang nicht alles genau der Planung nach erfolgt sein, z. Bsp. Kursabweichung; Nichtvorhandensein der Fische/ Gegenstände oder Vorhandensein ungeplanter Fische/ Gegenstände, wird dieser Tauchgang mit den anderen bedauernswerten Tauchern für Stunden zu Tode diskutiert und jeder Fehler einzeln erläutert und dem betroffenen Taucher der Schwur abgenommen, so etwas nie wieder zu tun.
Fische bekommen einen Beschwerdebrief.
Sollte jemand etwas gesehen haben, was hätte gar nicht da sein dürfen, wird er vom Tauchpedanten in das Krankenhaus gebracht, um die Spätfolgen des Tiefenrausches zu heilen. Liegt der Fehler beim Tauchpedanten selbst, geißelt er sich meist mit dem Automaten: „Mea culpa, ich bin unwürdig!!“ und überlegt, sofort alle Brevete zurückzugeben und von vorn anzufangen. Das damit verbundene Trauma hält bis zum nächsten Tauchgang an, der dann zur Problembewältigung mit den Worten beginnt: „Heute machen wir das ganz anders!“ Dann beginnt der Kreis von neuem, siehe oben......ad infinitum....
So,Ähnlichkeiten mit lebenden Tauchern sind natürlich völlig zufällig und ungewollt ( bin auch Jurist und brauche den Disclaimerfür meine Haftpflicht <grins>)
Immer Gut Luft!
Antwort von KarinM am 28.04.2004 - 10:18 @Seeteufel: also die Warmwassertaucher, die ich bis jetzt kennengelernt habe, waren noch jung (max. 30 Jahre) und sahen nicht wirklich danach aus, als ob sie Rheuma oder ähnliches hatten Gruss,
Karin
Antwort von Mantalady am 28.04.2004 - 11:49 Der Tauchjurist
Hallo, ist mir gerade so eingefallen:
Der Tauchjurist ist meistens ein sogenannter Assessor juris aquatis. Das heißt, er hat Jura studiert und fühlt sich nunmehr berufen, alles Gelernte in die Praxis umzusetzen, was meist schmerzliche Folgen für die tauchende Umwelt hat.
Jeder juristische Artikel in einer Zeitschrift, der nur entfernt mit dem Element Wasser und der Ausübung des Tauchsports zu tun hat, wird gierig aufgesaugt, um dann die anderen Taucher, meist am Stammtisch, mit halbverdauten juristischen Erkenntnissen zu erfreuen. Grundsätzlich ist alles haftungsträchtig, was die anderen tun oder lassen. Ausführliche Belehrungen vor jedem Tauchgang sind Pflicht, und nach Möglichkeit muss jeder Taucher vorher eine Erklärung unterschreiben, in welcher er den Tauchjuristen von jeder Haftung befreit. Nur dann geht der Tauchjurist ins Wasser, man weiß ja schließlich nie......
In Seminaren, die meist ein anderer bedauernswerter Jurist zu Haftungsfragen des Tauchens hält, sitzt er in der ersten Reihe und hindert durch dauernde Zwischenfragen und Kommentare den Dozenten und die Zuhörer, den Stoff so darzubieten und zu verstehen, wie es die Logik und die Praxis gebieten würden. Erst wenn man sich in der fünfzigsten Theorie „ Ja aber, was wäre wenn...“ verliert, hat das Seminar schließlich einen Nutzen, zumindest für den Tauchjuristen.
Auch in Tauchshops ist er gern gesehen. Welcher Shopbesitzer möchte auch nicht stundenlange Diskussionen über Gewährleistungsregelungen beim Kauf einer Automatentasche über sich ergehen lassen.
Taucht er in einer Tauchschule auf, ist der TL gut beraten, das Kleingedruckte auf Schriftgröße mindestens 24 zu vergrößern, ansonsten wird er sich in dieser Diskussion, die sehr lange dauern kann, durch das dauernde auferzwungene Daraufstarren die Augen verderben.
Insgesamt ist der Tauchjurist eher Theoretiker als Praktiker und Lehrbücher in Paragraphenform fände er sehr schön. Die könnte man doch so gut zitieren.
Meist wundert sich der Tauchjurist, warum das Anrödeln und Abtauchen schneller geht, wenn er dabei ist. Die beruhigende Wirkung eines Reglers im Munde des Tauchjuristen wurde schließlich noch nicht juristisch kommentiert.....
Und jetzt behaupte noch jemand, wir Juristen könnten nicht über uns selber lachen
Antwort von @ndreas am 28.04.2004 - 13:18 @ Mantalady
Ich gratuliere
roflmao,
Zweimal mitten ins Schwarze. Die kenn ich beide (...grins) Aber - um nochmal die Bläckföös zu zitieren -"äver steckt nisch auch een janz kleen Stück davun in Dir un Mir?". Ich kann mich da jedenfalls nicht ganz frei sprechen.
Dein Tauchjurist (oder Deine Tauchjuristin?) scheint aber noch ein jüngeres Exemplar zu sein: Assessor juris aquatis juv. (in Großschulen auftretend auch "Associate" genannt)oder gar noch Studiosus oder Referendarius iuris aquatis. Die jugendtypischen Merkmale: ein gewisser Übereifer, große Haftungsfurcht, Theorielastigkeit, Neigung zu Seminardiskussionen. Der ausgewachsene Advocatus iuris aquatis oder gar ein Iudex aquatis (besonderes Merkmal: fehlerhafte Tauchgangsberechnungen, denn: "iudex non calculat") harren noch der näheren Erforschung.
@ Redaktion
Ich empfehle dringend, die Beiträge von Mantalady (eventuell nach Überarbeitung zur "final version" ... mache ich mit meinen Beiträgen auch ... versprochen) in die Redaktions(fortsetzungs)fassung "Tauchertypen" aufzunehmen.
Mit freundlichen und kollegialen Grüßen
@ndreas
Antwort von Jessica am 28.04.2004 - 13:27 Zur Kenntnis genommen
Mantalady, duerfen wir Deine Ausfuehrungen nutzen, um sie in einer der kommenden Redaktionsausgaben zu veroeffentlichen?
Antwort von Mantalady am 28.04.2004 - 13:48 Hallo @ndreas, klar bin ich auch nicht frei von solchen Fehlern, insbesondere dem letzteren...aber man lernt ja Gott sei dank...wie sollte man sonst auch so nett lästern können Der asugewachsene advocatus neigt eher zum zynischen Grinsen, wenn von Haftung die rede ist und einem Verweis auf die Rechtsschutzversicherung sowie zum kritischen lesen diverser artikel, getreu dem Motto " Also aus meiner Praxiserfahrung heraus kann ich sagen, dass...." Den sollten wir zusammen analysieren.
@Redaktion
Klar, könnt ihr das verwenden, wer sich ärgert ist selbst schuld, oder wie war das mit den getroffenen Hunden
Antwort von scuba_steffi am 28.04.2004 - 14:42 Na gut, ich kann´s einfach nicht lassen...
Das Tauchmimöschen (Aquanautis mimosa heulii)
Das Tauchmimöschen ist eine vorwiegend weibliche Spezies, anzutreffen auf allen 7 Weltmeeren.
Es leidet sehr unter diversen Krankheitszeichen wenn Worte wie:“Tauchtiefe über 12m“ , „Großfische“, „Nesseln“, „Kalt“, 8°C“, Dekounfall“,
„TU“, „Flasche leer“, „dehydriert“, „Hai“ und sonstige gängige Ausdrücke fallen.
Das äußert sich in Schweißausbrüchen, wechselnder Gesichtsfarbe und stetigem und nicht zu bremsenden Monologen über die Gefährlichkeit des Tauchens, obwohl man es ja selber gerne macht. Zumindest seinem Tauchpartner zuliebe, obwohl ein Besuch im Aquarium doch viel sicherer ist. Diese Monologe sind sehr schwer verständlichen, mit dem Lungenautomaten schon im Mund und unter stetigem Schluchzen hervorgebrachten: „ich kann jetzt nicht tauchen, ich habe Angst, das ist erst mein 56 Tauchgang, ich bin mental gerade nicht so weit und erst letzte Woche ist wieder jemand beim Tauchen gestorben!“ Da muss dann wieder der sturmerprobte Tauchpsychologe her, der zum wiederholten Male erklärt, dass das Wasser 27° warm ist, die Haie gerade Urlaub machen in der Schweiz, 3 Tauchlehrer alleine für Mimöschen zuständig, die Strömung davongeströmt und garantiert woanders ist und die Leihausrüstung natürlich neu. Das schreckt Mimöschen sehr, da es ja sein kann, dass die Ausrüstung vielleicht gar nicht funktioniert, wenn sie doch noch nicht benutzt wurde. Also auf ein Neues: erklären, dass sie zwar neu, aber schon mal ausprobiert wurde. Gut. Hoffentlich hat der Vorbenutzer keine ansteckende Krankheit gehabt, man liest ja soviel von ansteckenden Krankheiten und Pilzkulturen in Leihautomaten.
Und die Flasche, was ist mit der Flasche? Bestimmt auch nur Luft und das in der richtigen Konzentration? Was DA beim Füllen alles passieren kann! Steht der Kompressor auch richtig und zieht nicht etwa Abgase in die Flaschen? Man liest ja soviel davon, dass ganze Tauchgruppen nie mehr auftauchen!
Wieviele Tauchgänge hat eigentlich der Tauchlehrer? Was, 4000? Scheisse, das ist viel zu viel! Man liest ja soviel davon, dass sich hier die Gewohnheit einschleicht und durch bodenlose Fahrlässigkeit der Lehrer gar nicht mehr kontrolliert, dass die Flasche auch tatsächlich geöffnet ist, vor dem finalen Sprung ins tiefe Blau! Dann sinkt man ab bis auf 500m! Das stand letztens noch irgendwo! Gibt es vielleicht einen Tauchlehrer, der erst 567 TG hat, das soll das sicherste arithmetische Mittel sein, in der statistischen Auswertung von Tauchunfällen, die letztens noch irgendwo stand!
Und die Tauchlampe! Nicht dass sie explodiert? Sicher, dass sie nicht explodiert?
Das stand letztens noch in der Unterwasser!
Unterwasserzeichen beherrscht das Tauchmimöschen sehr gut, besonders die für „Abbrechen“, „ich bekomme keine Luft mehr“ und „etwas stimmt nicht“. Es übt diese leider auch während des Tauchgangs, was hier und da für Verwirrung sorgt. Nicht besonders gut dagegen beherrscht es die für sie nicht so wichtigen Zeichen wie „Ok“ und „“auftauchen“. Bei dem „Ok“ schlägt es um sich, weil es dass für „Arschloch“ hält, „auftauchen“ wird von ihm gerne verwendet, um zu demonstrieren, wie toll es gerade den kleinen Fisch findet, der vorüberschwimmt.
Das Finimeter muss unbedingt einen Durchmesser von 40cm incl. Halogenbeleuchtung aufweisen, damit im Notfall auch aus 30m Entfernung jeder lesen kann, wie tief Mimöschen gerade taucht und wie viel Luft es noch hat. So ist es auf der sicheren Seite, noch gerettet zu werden. Falls es jemand rettet, der nicht gelesen hat, wie viele Taucher umkommen, nur weil sie versuchen, jemanden zu retten, der vor lauter Angst nicht mehr wusste, was er tut.
Antwort von Mantalady am 28.04.2004 - 14:58 KLasse, die kenn ich rofl!!!!!
Antwort von @ndreas am 28.04.2004 - 15:06 @scubasteffi
au weia. Ich kriege im Weltverbandsthread ohnehin gerade prügel und wenn ich jetzt auch noch lache ... (prust...) dann gibts Ärger mit der Frauenbeauftragten. Also ... ganz brav ... natürlich gibts da Mimöschen und Mimoser und die sollte auch ins Redaktionskörbchen (grins...)
Antwort von Mantalady am 28.04.2004 - 15:28 Der Unterwasser- Fotonarr- Allgemein
...ich kann es heute einfach nicht lassen....
Der Unterwasser- Fotonarr Allgemein ( aquatus photo vulgaris) kommt zum größten Teil gehäuft in Urlaubsgebieten vor. Er ist bereits am Flughafen identifizierbar und sollte man dasselbe Ziel feststellen, es gibt ja Last- Minute- Schalter...
Außerdem gilt dieser als Grund für eine Minderung des Preises des Tauchpakets, da er das Vergnügen im wahrsten Sinne des Wortes trübt.
Zur Identifikation am Flughafen genügt ein Blick auf das Gepäck und die Beobachtung des Verhaltens: a) Ist das Gepäck doppelt soviel wie das eines gewöhnlichen Tauchers; b) wird es gehütet, wie rohe Eier; c) Die Frage „ Werden Sie auch vorsichtig damit umgehen?“; d) Tränen in den Augen bei der Gepäckabfertigung; e) Diskussion bei der Gepäckkontrolle: „Nein, dass ist kein Nachtsichtgerät, dass ist eine Kamera; nein, dass ist keine Laserpistole, das ist eine Lampe“ Werden mehr als 3 Punkte mit Ja beantwortet, hat man einen Unterwasser- Fotonarr- Allgemein erwischt, Mittel dagegen siehe oben.
Im Urlaub gibt er sich die größte Mühe, der beliebteste Taucher zu werden.
Bei Ausfahrten mit dem Boot bucht er zwei Plätze, einen für sich und einen für die Kamera, die muss schließlich bequem sitzen. Meist hält er alles auf, wenn es an das In- das Wasser- springen geht. Er passt dank der Kamera nicht mit dieser durch den Einstieg ( insbesondere nicht auf Dhonis), so dass die Crew erst ihn und dann sein Spielzeug vorsichtig zu Wasser lassen muss.
Im Wasser muss er überall der erste sein, wehe, ein Taucher verscheucht den Fisch. Sollte er jemanden dabei beiseite schieben, egal, der kann ja dann die Fotos/ Film schauen. Einen Tauchgang genießt man schließlich nicht beim Tauchen, sondern zu Hause auf der Couch beim Anschauen der Filme/ Fotos mit möglichst zahlreichen Nichttauchern oder vor Fachpublikum. Der gemeine Taucher weiß schließlich die Mühen oder Gefahren nicht zu schätzen, unter denen das Kunstwerk entstanden ist.
Sollte der Unterwasser- Fotonarr- Allgemein einen Nachttauchgang antreten, berichten andere Taucher meist von Lichtgestalten, die ufo- gleich von der Wasseroberfläche zu ihnen herabschwebten und erst als wirklich jeder Fisch wach war, das Wasser genauso wieder verließen.
Taucht man mit ihm als Buddy, kann man in das Log- Buch getrost einen Solotauchgang eintragen, man wird ihn nicht neben sich sehen, außer man muss für ihn Modell stehen „ Bitte links neben die Koralle und jetzt nicht atmen“.
Ansonsten ist er ein friedlicher Mensch, der einem Taucher vielleicht sogar ein paar Tipps gibt, wie man schöne Bilder selbst machen kann.
PS: Mein Freund und ich haben selbst eine Kamera, sollten wir so etwas anderen angetan haben, ohne es zu merken, Tschuldigung...
Antwort von scuba_steffi am 28.04.2004 - 17:00 Ich lach mich hier schlapp und muss einfach weiterschreiben also gut, wenn ich schon die holde Weiblichkeit durch den Kakao ziehe, dann darf auch die Männerwelt nicht fehlen... *grins*duck*
Der Tauchmacho (Aquanautus Maximus)
Ihm begegnet man wirklich immer. Weit verbreitet.
Gut zu erkennen am Tauchmesser, welches der genauen Länge seines Schienbeines entspricht.
Nach dem Auftauchen schreit er begeistert:
„65 m!!!! „
Weiß nie, welche Fische und Pflanzen er gesehen hat, außer es handelt sich um große weiße Haie.
Er verwendet nur 2kg Blei, da alles andere mädchenhaft aussieht. Außerdem hat er grundsätzlich sämtliche Ausrüstungsteile in der Farbe Schwarz. Er hasst tauchende Frauen, da sie ihn nicht verstehen, wenn er Abends beim Deko-Bier, lässig zurückgelehnt über technische Details seiner Ausrüstung palavert. Sein Lieblingsthema sind Tauchtiefen, die er
natürlich (!) Mit Stickstoff erreicht hat. Seine Flasche ist getunt und trägt die Aufschrift: "007-im Auftrag ihrer Majestät". Er achtet sehr auf sein Äußeres, hat ein gut frisiertes Oberlippenbärtchen und ist traurig, wenn er zum tauchen seine Sonnenbrille ausziehen muss, zeigt dies aber nicht. Er zieht sich langsam an , damit jeder seinen gestählten Körper bewundern kann. Gerüchteweise hat er aber bei näherem Hinsehen nicht allzu viel zu bieten.
Sein Anzug ist tiefergelegt und aerodynamisch, damit er die Strömungen besser ausnutzen kann.
Er verfügt über eine laute Stimme, damit auch der letzte Taucher auf dem Boot seinen mutigen Abenteuern zu lauschen in der Lage ist.
Seine Gestik ist platzergreifend und beim Andeuten der Länge von gesehenen Großfischen besteht Verletzungsgefahr von unmittelbar in seiner Nähe befindlichen Menschen. Meist irrt er aber nach kurzer Zeit alleine herum und hat so schnell gelernt, seine Mittaucher die nicht ausweichen können, völlig unter Kontrolle zu halten und jedes Gespräch alleine zu führen.
Briefing hält er für allenfalls notwendig für Weicheier, die nicht in der Lage sind, auch in fremden Gewässern mit ihrem Kompass zurückzufinden. Buddys kann er gar nicht leiden, es sei denn, sie sind vom selben Schlag und lieben es, mit Machete am Bein und 10l Flasche 80m tief zu tauchen.
Er wäre gerne Berufstaucher beim Bund, aber die haben ihn nicht genommen. Er weiß angeblich nicht
warum und behauptet gerne, er wäre überqualifiziert.
Beim Nachttauchen hat er einen Scheinwerfer dabei und merkt nicht, wenn er seine Mittaucher so blendet, dass sie noch tagelang an Sehschwäche leiden. Er liebt sich selber sehr und merkt dadurch nicht, dass er der Einzige ist, der das tut.
Antwort von Harry am 28.04.2004 - 20:12 @mantalady& steffi:
*G*E*N*I*A*L*
so isses!
excurs:
1)
Ihr naht euch wieder, schwankende Gestalten,
Die früh sich einst dem trüben Blick gezeigt.
Versuch ich wohl, euch diesmal festzuhalten?
Fühl ich mein Herz noch jenem Wahn geneigt?
2)
Habe nun, ach! Philosophie,
Juristerei und Medizin,
Und leider auch Theologie
Durchaus studiert, mit heißem Bemühn.
Da steh ich nun, ich armer Tor!
Und bin so klug als wie zuvor;
"Ich bin ein Teil von jener Kraft, die stets das Gute will und stets das Böse schaft. Ich bin der Geist, der stets verneint. Denn alles was entsteht, ist wert, dass es zu Grunde geht. Drum besser ist, dass nichts entstünde. So ist denn alles, was Ihr Sünde, Verderbnis, kurz, das Böse nennt mein eigentliches Element." (ebenda)
Aber:
@ all
- Wow, hier wird Jutet jeschaft. Nur vom Besten. Mehr davon!!! (Meine Devise seit langem: Gourmet und Gourmand zugleich, oder: Wenn es vom Besten etwas mehr sein darf.)
- Bei solch wackeren Mitstreiterinnen is nix zu verneinen da. Ganz große Hochachtung und ein kräftiges roflmao auch für scuba-steffi !!! und natürlich das dicke rote Fleißkärtchen (samt Arztrechnung für Zwerchfellstrapazen) für Mantalady.
- Alles was denn hier entstand, ist wert, dass es entstund, und gehört natürlich imho in den Sammelkorb für die Redaktions(fortsetzungs)geschichte
- Und nun, lieber Harry, warten alle gespannt auf Deinen schwankenden Tauchertyp, den Tauchphilosoffen, den Tauchmediziner (aber bitte nicht Dr. DIR) und natürlich den Tauchtheologen oder Tauchpfaffen. Da solls ja bald auch ein WV-Brevet für geben (wenn ich denn mal endlich als Praktikant anerkannt werde, eingereicht ist es schon).
- ach ja, und mein eigentliches Element ist natürlich Wasser (gerne mit diversen dekofördernden Zusatzstoffen wie Alk. etc.)
Ne schöne Jroos von
@ndreas
Antwort von scuba_steffi am 28.04.2004 - 22:05 Wenn´s euch beliebt,
so bin auch ich bereit,
euch zur Gesellschaft hier zu bleiben;
doch mit Bedingnis, euch die Zeit,
durch meine Künste würdig zu vertreiben.
*frei nach Faust*
dann schreib ich doch gerne noch das Tauchtörtchen, bin nämlich selber eins!
Antwort von Jessica am 28.04.2004 - 22:18 alle: achtet auf die naechste ausgabe am kommenden WE
Antwort von scuba_steffi am 28.04.2004 - 23:00 Das Tauchtörtchen (Aquanautis konditoris colonia)
Diese eindeutig als weiblich identifizierte Spezies ist überwiegend im Kölner Raum anzutreffen, von dort verteilt sie sich sporadisch auf alle Gewässer in der näheren und weiteren Umgebung. Sie beherrscht sämtliche karnevalistischen Gesänge und gibt sie gerne zum Besten, auch wenn es keiner hören will. Beim Deko-Bier kommt sie schnell aus sich heraus und wenn es ganz schlimm kommt, tanzt sie auf dem Tisch. Ist ein humoriges Tierchen, allerdings oft unterhalb der Gürtellinie und nur für harte Tauchgenossen die schmutzige Witze lieben, zu ertragen. Trifft sie auf Düsseldorfer, kann es schonmal zu Revierkämpfen kommen.
Tauchen kann sie mittelmäßig und ist etwas vorsichtig. Sie liebt private Tauchgänge mit einem eigens für sie abgeordnetem Tauchlehrer. Manchmal ist sie ungeschickt und es kommt vor, dass sie dem Diveguide den Bleigürtel auf die nackten Füße fallen lässt. Das nimmt sie mit Humor, denn es tut ja ihr nicht weh und schließlich wird der Guide ja von ihr bezahlt.
Sie leidet ab 36m an Tiefenrausch, bemerkt es aber selber nicht und muss jedes Mal gerettet werden.
Das nimmt sie ebenfalls mit einem kleinen Scherz auf den Lippen zur Kenntnis, schließlich ist auch die Rettung im Preis inbegriffen und gehört zum Service.
Am Drop-off verliert sie sofort die Orientierung und wundert sich sehr, wenn ihr Kopf auf einmal aus dem Wasser schaut, obwohl sie sich in 20m Tiefe wähnt.
Egal, dann geht es wieder abwärts, mal sehen, ob es diesmal besser klappt. Das Tauchtörtchen ist eigentlich eine tauchende Katastophe, verliert gerne ihre Gruppe und leidet an eingebildetem Essoufflement. Das stärkt aber ihre Konzentration und wenn bei 20 TG was passiert ist, baut sie die Zuversicht auf, dass es nur besser werden kann. Sie ist ein wenig tollpatschig und fällt schon mal zur Begrüßung, weil sie über ihre eigenen Füße fällt, in die Tauchbasis hinein. Das tut ihrer guten Laune aber keinen Abbruch. Da sie über eine gute Ausrüstung verfügt, werden Mittaucher in der trügerischen Sicherheit gewiegt, sie wüsste was sie tut. Wenn sie 100 TG hinter sich gebracht hat und immer noch lebt, besteht eine Chance, das sie dann wirklich weiß, worum es eigentlich geht. Aber im Allgemeinen ist sie recht beliebt, weil auch wenn sie nicht weiß, wie man richtig taucht, ist sie auf Partys nach dem tauchen gut zu gebrauchen, um Stimmung in die abendlichen Aprés-dives zu bringen.
.....so gebe ich die Hoffnung nicht auf, vom Tauchtörtchen zur Tauchtorte hinauszuwachsen und
Verbleibe mit freundlichem Flossenschlag.....
Steffi
Antwort von @ndreas am 29.04.2004 - 00:20 @ scuba-steffi
Torte? Aber ja doch mit Sahne und Kirsche und einem warmen Jäcken dazu (Conjäckchen). Aber das ist ja noch viel zu wenig - dat jibt jetz en bützchen (das allererste von mir jemals in einem Thread verteilte, hoffentlich kein allzu unwillkommenes, trozt kratzigem Bart und - centerum censeo - immer noch unbestätigter Weltverbandsseniorenneonschwarzepanthertauchgrup penhilfspraktikantenanwartschaft)
von
@ndreas
Antwort von @ndreas am 29.04.2004 - 00:24 @ Redatioooooon: "Immer rin, immer rin in den großen Sack, dat Tauchtypensatirikerpack". Wieviel Redaktionsausgaben wohl ihr denn so füllen. Ohne Furcht und Adel stehen wir bereit zum Running Gag.
Antwort von Harry am 29.04.2004 - 06:59 @ @andreas:
"unser" tauchtypenbaeuftragter :o andreas ist dzt. in den USA- wird sich nach rückkehr aber bezüglich der episode II bei dir melden
harry
Antwort von Jessica am 29.04.2004 - 07:24 erm Harry.. schon zu spaet Der Artikel ist bereits geschrieben und erscheint am WE
Antwort von @ndreas am 29.04.2004 - 08:38 @ Jessica
Das ist mal eine gute Nachricht zum frühen Morgen. Darf ich aber bitte die Redaktionsfassung meiner Beiträge vorher noch einmal sehen. Ich habe da noch einige Verbesserungen für die "final edition" (insbesondere beim "Tauchvater Marx"). Eine Verbesserungs-chance sollte vielleicht jeder der Autoren /Autorinnen noch erhalten. Ausserdem liest man so in der Redaktionsausgabe dann auch noch etwas Neues. Warum sollte Euch diese Last jedes Redakteurs oder Verlegers erspart bleiben?
@ all
Auf zu Teil III ! Hier schon mal ein Fragment:
Der Wasserverdränger
Zugleich ein Manifest zur Befreiung der tauchenden Massen
Vorrede
Es gibt kein Gesetz, das es vorschreibt, sich einem der hier relevanten Untersuchungsobjekte, einem Tauchertypen also, ausschließlich karikierend zu nähern. Das Erkennen, Isolieren und Überzeichnen von typischen Eigenheiten ist nur eine unter mehreren Methoden. Man hat also die Wahl.
„Tauchvater Marx“ zeigt, dass auch die Satire ihren Wert hat. Wer sich im Kommunistischen Manifest auskennt, hat bereits erkannt, dass der Beitrag zu einem nicht geringen Teil aus (verfremdeten) Zitaten aus diesem durchaus lesenswerten Werk besteht und zwar in der schönen, klaren und bissigen Diktion des Meisters selbst. (Derzeit noch vorhandene ML-Fremdkörper werde ich in der „final edition“ herausnehmen). Damit ist der Weg gewiesen zu einer neuem Form, dem Manifest, dass in flammenden Worten zur kühnen Tat ruft.
Vor allem diesen Weg möchte ich im Folgenden beschreiten, um die Massen der unterdrückten und zum Schweigen gebrachten BIOPRENTRÄGER in Bewegung zu bringen. Nicht Betroffenheitslyrik sondern nur ein kräftiges „Völker hört die Signale“ kann die heilsame Stampede auslösen - so wie in alten Cowboyfilmen ein Revolverschuß den mit Urgewalt hereinbrechenden Sturm der Rinder- oder gar Büffelherde - eine Stampede, an deren Ende, vor allem jene nervtötenden Supersportler und Fit-for-Fun-Helden, Tauchschülerschleifer und Muskelgeschwürträger, samt ihren Aerobicnervensägen und Fitness-Studio-Schönheiten, Magerzicken und Kalorienzählerinnen überrannt im Staube liegen werden, die den Wasserverdrängenden Massen (heute noch) das Taucherleben zur Qual machen.
Fette Taucherinnen und Taucher, vereinigt Euch (und zwar lustvoll!).
(Fortsetzung folgt...)
Antwort von scuba_steffi am 29.04.2004 - 09:38 @andreas fühle mich doch glatt geehrt, da ich noch selten bislang virutell geknutscht wurde.
Da ist mir auch egal, ob du rasiert bist *g*
@jessica wäre echt nicht schlecht, wenn man den ein oder anderen Satz des schnell hingeschluderten Textes vor Veröffentlichung evtl. noch verbessern oder etwas hinzufügen könnte, fällt mir doch im Nachhinein beim Tauchtörtchen noch was ein , was ich verdrängt hatte.
lg, Steffi
Antwort von Linuskoeln am 29.04.2004 - 09:59 Klasse, das entwickelt sich echt zum besten Thread der letzten Monate, einmalig....
@ScubaSteffi: Gebe beschämt zu, dass ich mich in einigen Zügen des Tauchmacho wiedererkenne - aber da ich ja als Kölner auch zur "Törtchen"-Fraktion gehöre, kann ich wenigstens auch drüber lachen
@Reaktion: Macht was draus...
Linus
Antwort von scuba_steffi am 29.04.2004 - 10:45 @linus, tja, shit happens *g* aber klar, der Kölner an sich ist zum Glück in der Lage, über sich selbst zu lachen. Und da ich mich auch authentisch selber durch den Kakao gezogen habe und nun vermutlich nie wieder einen Mittaucher finde.....egal, Humor ist, wenn man trotzdem lacht
Steffi
Antwort von Linuskoeln am 29.04.2004 - 10:53 @ scuba_steffi: Ach, wenn sich einer bei keinem der angegebenen Typen wenigstens zum Teil wiedererkennt, leidet der Betreffende wahrscheinlich an ner verzerrten Selbstwahrnehmung und das sind dann eh die schlimmsten von allen...
Linus,
der sich aber trotzdem keinen Schäuzer wachsen lässt
Antwort von Tobleronebrevetverteilerin am 29.04.2004 - 14:20 So, damit der Macho sich nicht allzu einsam fühlt habe ich nun noch sein frauliches Pendant beschrieben:
Tauchertyp das Top-Modell
Dieser Typ ist eigentlich immer ein weibliches Tauchwesen, wenn sich aber ein Männchen darin erkennt, so soll es halt so sein.
Erstes Gebot dieser Spezie (und Erkennungsmarke für andere) ist: nur die neusten Modelle der Tauchausrüstungs-Teile sind für sie gut genug und müssen immer farblich abgestimmt sein, sei es untereinander und auf die Umwelt/Saison abgestimmt. Zudem kann sie ja nicht den gleichen Anzug, das gleiche Jacket, die gleiche Maske oder auch gleiche Flossen wie eine andere Taucherin auf dem Boot tragen. Also ist sie immer mit drei bis vierfacher Ausrüstung unterwegs. Dazu gehören natürlich auch zwei Spiegel (Hand- und Standfuss-Spiegel) Haarföhn, Bürste, Nagellack, Blush, Maskara, Lippenstift, natürlich je in 10 verschiedenen Farben. Vor dem TG müssen ihr mindestens 3 Helfer zur Seite stehen um die Ausrüstung vorzubereiten (sonst reisst sie sich einen Fingernagel ein), ihr beim Anziehen und Anrödeln behilflich sein, und ihr dann den Spiegel richtig hinhalten damit sie ihre Frisur überprüfen kann. Während dem TG schaut sie immer wieder in den taschenspiegel den sie mit sich führt um sicher zu sein, dass keine "Farbe" runterläuft und die Frisur immer noch gut ist. Wehe sie sieht so einen Fotonarren-Typ in der Ferne, der auf sie zuschwimmt. Da nimmt sie schnell den waterproof-Maskara, Lippenstift und Blush und braucht 10-15 Minuten für den Neu-Anstrich, setzt die Maske wieder auf, zähmt jedes noch so rebellisches Haar und zaubert das schönste Pepsodent-Lächeln inkl. verschwörisches Augenzwinken ind ihr Gesicht. Tatsächlich kommt der Fotograf auf sie zu, hantiert minutenlang an seiner Kamera, nähert sich dem Modell und .... knippst die kleine Garnele ab, di sich auf dem Schnorchel des Modells verlaufen hat. Das Modell bemerkt dies, nur weil sie die Arbeitstechniken der Fotografen ja nur zu gut kennt, und fängt an, erbärmlich zu weinen, so dass ihre Tränen die ganze Schminke in eine güllenähnliche Flüssigkeit umwandeln und die Maske damit flutet. Sie zeigt ihrem Buddy, der während der ganzen Szene nichts anderes als ihre Formen gesehen hat, dass für sie der TG zu Ende ist.
Kaum auf dem Boot, verhüllt sie ihr verweintes Gesicht in einem Badetuch und verschwindet für 2 Stunden in ihrer Kabine. Dann kommt sie, frisch gekleidet und geschminkt, auf`s Deck und beschwert sich energisch bei der Crew, wie schlimm sie vom Fotonarr verschmäht. So was sei ihr noch nie passiert und sie würde sofort alle Medien benachrichtigen, wie schlecht man sie auf dem Boot behandle, wenn nicht sofort das nötige eingeleitet würde, indem der Fotonarr dazu verknurrt würde, sie bei allen TG`s als einziges und alleiniges Modell zu wählen.
P.S. Modell sucht zahlungsstarken und willigen Sponsor für die Ausrüstung
Antwort von @ndreas am 29.04.2004 - 14:31 Ganz kurz, weil noch auf AAAbeit:
hat eigentlich schon mal jemand an Printmedien gedacht, d.h. wenn die Quellen weiter so sprudel und auch eine 3. oder 4. Redaktionsausgabe noch drin ist.
Alle Typen in einem schmalen aber schönen Bändchen friedlich vereinigt. Vielleicht gewinnen wir Peter G. als Lektor, einige schöne Comics oder Karikaturen hinzugefügt (z.B. Seyfried oder der Prechtl von der Süddeutschen kämen nicht schlecht, eine guter Amateur tut`s aber auch), ein Vorwort (z.B. von Hans Hass) und fertig ist das Manuskript für`s erste Taucher.net-Büchlein. Dann noch eine schöne Ausstattung (die Büchergilde macht das nicht schlecht) oder ein guter Verlag (Delius-Klasing?)- naja book-on-demand tut`s auch --- fertig ist die Laube.
Ich vermelde schon mal meine Bereitschaft als (Mit-)herausgeber zu fungieren (endlich mal was nichtjuristisches auf meiner Publikationsliste). Auch bei notwendigen Arbeiten, Kontakten, Finanzierungsfragen etc. kann ich gerne mithelfen.
Wäre doch ein schönes Ziel, oder? Visionen braucht das Land.
Schönen Gruß
@ndreas
Antwort von Linuskoeln am 29.04.2004 - 14:52 @ Jackie: Ich merk schon, Du bist in unserer jetzt zur Machogruppe umgetauften Vereinigung goldrichtig...
Linus
Antwort von ribo am 29.04.2004 - 15:45 @ mantalady @ @ndreas
Ich kanns nicht fassen, hab grad meinen Kaffee eingenommen und vor Lachen die Bücher gewässert.
Eine kleine kollegiale Anmerkung zum Assessor juris aquatis, de tatsächlich wie einige Fische eine enorme Entwicklung durchmacht bis er von der Jugendform zur Altform Advocatus iuris aquatis kommt. Die letztere versucht sich dann so gut als möglich zu tarnen und gibt sich gern als unauffällig normales Wesen aus. So er nämlich erkannt wird stürmen, egal ob Basis oder Boot, die lästigen Fragtaucher, die von einer unendlicher Anzahl von Anekdoten und Begebenheiten zu berichten wissen. Zu letzteren soll dann der Advocatus iuris aquatis seine Meinung so lange abgeben, bis er entnervt den Ort verlässt oder er endlich mit Regler im Mund ins Nasse verschwinden darf. Wird er jedoch wieder an die Oberfläche kommen, warten dort wieder die gleichen Typen die sich durch einen guten Geruchssinn und ein enormes Erinnerungsvermögen auszeichnen (weder verpassen sie den Tauchjuristen beim Ausstieg noch vergessen sie ein Thema).
Wobei wir dann gleich eine neue Unterart der Tauchtypen haben
Der Fragetaucher
( aquanautus fragilis )bloß nicht übersetzen. Besonders belästig werden von ihm auch die unterarten Tauchdoc (aquanautus doctorus humanus) und Taucharchitekt (Aquanautus architektus) sowie Tauch-Tnformatiker (Aquanautus informatikus)
bloß weitermachen hier
Antwort von @ndreas am 29.04.2004 - 15:55 @ribo
Deine sachdienlichen Ergänzungen sind herzlich willkommen
Der Fragetaucher ist manchmal übrigens auch eine Unterart des Billigheimers, oder des Schnorrertauchers - der den anwaltlichen Rat, welcher ja bekanntermaßen mitunter umsonst aber niemals gratis ist - ohne Zahlung erlangen will.
Meine Abwehrstrategie: Jeder an einen Rechtsanwalt (gerne auch: anderen Freiberufler) gerichtete Satz, der mit einem Fragezeichen endet, löst unweigerlich die Gebührenfolge aus.
zu "bloß weitermachen": Wir harren Deiner weiteren Tauchtypenbeschreibungen mit Ungeduld.
so weit unten war ich noch gar nicht, muss mir den Billigheimer erst noch mal anschaun. Gebührenfolge ist gut, aber kommt so unhöflich. Ich bitte da meistens, mich doch mal im Büro dazu anzurufen. Wirkt immer gut.
Weitere Typen... muss ich erst mal alles lesen, sonst wirds wieder doppelt. Hatten wir schon eine zwanghaften Taucher, der gierig vor jeder Pfütze und jedem gewässer oder hafenbecken steht und da unbedingt mal tauchen muss?
Ansonsten kann ich bei Deinem Ideenreichtum wohl nicht mithalten...
ja, ja, der Eingangssatz beim Fragetaucher lautet: Hallo, wie gehts, ich hätte da mal eine kleines Problem, hast Du mal ein paar Minuten Zeit?" meist dauert die Diskussion dan eine Stunde. Gerne wird geantwortet: "Aber im WISO kam das anders..." Tja, die Leiden der Zunft
@scuba steffi
Ich hab ja so köstlich gelacht über das Törtchen, das könnte ich sein, insbesondere die Tolpatschigkeit
Mir ist am WE noch ein Tauchtyp über den Weg gelaufen
Der manische Tauchtiefenjäger
Der manische Tauchtiefenjäger ( aquatus maniae abyss) ist meist an tiefen Gewässern anzutreffen, Kommt er an einen unbekannten See, ist seine erste Frage " Wie tief isses hier?" Bei einer Antwort "Unter vierzig Meter" fährt er zum nächsten OBI, um einen Spaten zu kaufen, wenn man schon mal da ist, kann man schließlich nicht unter seiner Würde tauchen.
Ansonsten ist er daran zu erkennen, dass er meist eine Doppel- Fünfzehner mit kleiner Pony- Flasche mit sich herumträgt. Meist nimmt er sie sogar mit ins Bett, nur so für das Gefühl eben....
Seine Tauchpartner sollten an Fischen uninteressiert sein, dat is Weiberkram, dafür tauchtt man nicht, richtige Männer zieht es in die Dunkelheit und Einsamkeit der Tiefe.
Apropos Tiefe; The Big Blue ist sein Lieblingsfilm, auch wenn er ihn nie richtig verstanden hat, für ihn geht es nur um TIEFE!!!
An Land erfreut er sein staunendes Publikum mit seinen Heldentaten, sein Lieblingsbuch ist sein Logbuch, kann er doch alle seine Heldentaten in gesammelten Werken da lesen.
Da er manisch Tauchtiefen sammelt, sind seine Logbücher inzwischen nach Bänden aufgeteilt.
Tauchtiefen gelten für ihn auch für sein Deko- Bier, das wird vorzugsweise zwischen 5- 10m Tiefe gekühlt, wer tief taucht, darf schließlich auch auch tief trinken..
Ich wünsche Euch allen einen guten Wochenstart.
Antwort von @ndreas am 02.05.2004 - 22:29 Mantalady
Redaktioooon: Einsammeln bitte, denn was heißt schon Redaktionsschluß ... auf gehts zur nächsten Fortsetzung. Jetzt fehlen nur noch die Karikaturisten, die unsere Tauchertypen zeichnen können.
Septemberausgabe „Wracktauch.. (02.09.2008) Wracktauchen – das ist für viele Taucher eine der Königsdisziplinen und das Hauptthema der Septemberausgabe von DiveInside. Eine Ausgabe, auf die wir besonders stolz sind: Unser Rotmeerexperte Linus (mehr) Chaos in Thailand? (02.09.2008) Bürgeraufstände gegen Regierung Gewalttätige Ausschreitungen, Blockaden von Flughäfen und Bahnhöfen, Warnungen des Auswärtigen Amtes vor Besuchen des Regierungsviertels – es sind keine schönen (mehr) Uwatec - Swiss Technology ma.. (01.09.2008) Mit der Einführung des UWATEC Galileo Sols gelang Scubapro die erfolgreichste Markteinführung in der Geschichte des Tauchcomputers. Vom Konzept und Design über die Produktion bis hin zum Marketing - (mehr)
Auszug aus diesem Forum: 3er Gruppen / max. tiefe vom 15.04.2004 : Hallo,
hier mal etwas zum nachdenken:
Ort: Walchensee, Gallerie, Steilwand bis auf 200 m
Gruppe: 3 Taucher, sagen wir mal ... [mehr] Taucher.Net Emails vom 15.04.2004 : Hallo! Nach dem das Klauen qualifizierter Taucher-Email-Adressen bei uns schon fast zum Volkssport geworden ist haben wir unsere ... [mehr] Alona Beach vs. Danao Beach vom 16.04.2004 : Hallo @all,
wer kann uns weiterhelfen. Das Tauchresort, welches wir uns für den Sommer aufPanglao ausegsucht haben (jedoch ... [mehr]