Tauchausbildung Foren

Hier können alle Fragen zum Thema Tauchausbildung ausgiebig diskutiert werden. Verbandsübergreifend kann hier nach allem gefragt werden was zum Bereich Aus- und Fortbildung gehört - moderiert von erfahrenen Tauchern.
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Tauchkurs

Guten Abend zusammen,

meine Frau und ich interessieren uns fürs Tauchen. Ende August fliegen wir nach Koh Samui und wollen dort einen Tauchschein machen. Ins Auge haben wir den Padi Open Water gefasst. Bisher haben wir beide keinerlei Taucherfahrungen. Ein Bekannter sagte mir heute, dass der Padi schein wohl nicht das "Wahre" sein sollte. Viel eher sollte man einen CMas Tauchsein machen, da dort die Ausbildung besser sei. Ich wollte mal eure Meinung bzw. Erfahrung zu diesem Thema hören. Was mich ebenfalls interessiert, ist eure Meinung zum Thema "Tauchschein im Urlaub" machen... Denn da hört man ja auch so einiges.


Vielen lieben Dank....

Gruß Abarth.
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02.07.2009 23:54
Ob CMAS oder PADI, die Ausbildung im Ausland ist immer nur so gut wie der dortige Tauchlehrer ausbildet, Finger weg von Tauchfabriken. Informiere Dich z.B. über das Tauchernet http://www.taucher.net/edb/edb_base.html und schaue nach Berichten von etwas erfahreneren Tauchern (100 Tauchgänge und mehr). Die Berichte von "Anfängern" werden IMMER SUPER sein, weil sie keine Vergleichsmöglichkeiten haben.
kwmIntro to Cave Diver (TDI),
DTSA-Gold (VDST),
Taucher *** (CMAS),
03.07.2009 00:13
Dein Bekannter hat keine Ahnung. Pauschal kann man nicht sagen was besser ist. Kommt immer auf den Tauchlehrer an.
PazzoTomvorhanden
03.07.2009 00:24
Ich finde die Frage etwas "trollig". Aber auf jeden Fall schließe ich mich den Aussagen von Tippgeber.Andy und kwm an.

guter TL = gute Ausbildung
schlechter TL = schlechte Ausbildung

Verband = zweitrangig!!!
constantin_wISE BoE, IANTD Cave
03.07.2009 01:42
Ein wesentlicher Unterschied zwischen dem UrlaubsOWD und dem deutschen ist der Preis. Im Urlaub lässt man sich die Ausbildung in schönerer Umgebung und die Urlaubslaune doch etwas mehr kosten. Ob man das alles jedoch genießen kann, wenn man sich auf das tarrieren konzentriert ist sicherlich abhängig von jedem einzelnen.
03.07.2009 06:36
In Koh Samui/Thailand wird CMAS-TDA augebildet.

Die TDA-CMAS Tauchscheine werden nicht Weltweit anerkannt, siehe T.net. sogar in Thailand gibt es Tauchbasen die dieses Tauchzertifikat nicht anerkennen.
Besser Du machst PADI oder SSI.
03.07.2009 07:27
Ich bin angenehm überrascht. Obwohl die Frage je geradezu zu dem üblichen Verbandsstreit einlädt, bisher nur sachliche Antworten.



Was den ersten Teil der Frage angeht, bleibt mir nur noch, mich den Vorrednern anzuschließen.

Ich konzentriere mich daher mal auf den zweiten Teil der Frage.

Auch den Punkt "Tauchschein im Urlaub" kann man nicht so pauschal beantworten. Auch hier kommt es zum einen ganz wesentlich auf den TL an. Insofern ist diese Problematik deckungsgleich mit der Verbandsfrage.

Es kommt aber auch auf jeden selbst an. Nämlich darauf, wieweit man in seinem "wohlverdienten" Urlaub bereit ist "die Schulbank zu drücken". Wenn es einem egal ist im Urlaub etlich Zeit mit dem Erlernen des Theoriestoffes zu verbringen, dann ist sicherlich gegen den Tauchschein im Urlaub nichts einzuwenden. Aber gerade in diesem Punkt sollte man keine Kompromisse eingehen. Die Arbeit im Wasser dürfte sicherlich weniger das Problem sein.

Im Zweifelsfalle bietet es sich an, den Tauchschein zu Hause zu beginnen, mit der Theorie- und Poolausbildung und nur die abschließenden Freiwassertauchgänge im Urlaub zu machen.
Zumindest bei PADI ist dies überhaupt kein Problem. Dort hat man sogar die Möglichkeit die Theorieausbildung Online in Internet zu absolvieren.
Näheres dazu http://www.padi.com/scuba/scuba-diving-guide/start-scuba-diving/
shuttleTL** / Instructor Trainer / MSDT / TMX
03.07.2009 07:30
Ein Bekannter sagte mir heute, dass der Padi schein wohl nicht das "Wahre" sein sollte -> sofern der TL nichts taugt und es z.B. eine Schnellbleichausbildung in einer Massenfabrik ist, hat er sogar Recht. Und wenn der TL der CMAS Bude nichts taugt, es eine Schnellbleichausbildung in einer Massenfabrik ist, dann wird dies auch nicht das "Wahre" sein
Also ordentliche Tauchschule mit ordentlichen Lehrern aussuchen und gut.

"CMas .........da dort die Ausbildung besser sei" -> "DIE" CMAS Ausbildung gibt es nicht, wohl aber eine ganze Reihe von CMAS Lizenznehmer, deren Ausbildungsinhalte und /-Qualität streckenweise stark variieren.

"Tauchschein im Urlaub" -> persönliche Meinung: Hier bei uns ohne Zeitdruck eine gründliche und fundierte Ausbildung machen und den (Tauch-) Urlaub von Anfang an genießen, kann deutliche Vorteile gegenüber der Urlaubsausbildung haben. Was jedoch nicht heißt, dass man im Urlaub nicht genauso gut ausgebildet wird. Gibt auch hier solche und solche ....

In Koh Samui/Thailand wird CMAS-TDA augebildet -> aber nicht ausschließlich! Besser: In Koh Samui/Thailand wird UNTER ANDEREM ...
03.07.2009 07:35
"CMAS-TDA ... werden nicht Weltweit anerkannt, siehe T.net"
-> im betreffendem Thread bat ich um Nachweise. Die wurden nicht erbracht, der Threadstarter konnte aufgrund einer hinterlegten fakeadrese nicht kontaktiert werden und meldete sich nicht mehr.
Also bitte konkret und keine Pauschalaussagen, solche werde ich künftig löschen.
Aus diesem Grunde habe ich den Thread nun auch nur noch für registrierte user freigeschaltet.
03.07.2009 08:02
Guten Morgen,

also ersteinmal vielen Dank für die vielen zügigen Antworten. Also ich wollte natürlich nicht zu einem Verbandsstreit oder ähnlichem Aufrufen.. Lediglich wollte ich wissen, ob es Unterschiede in der Qualität der Ausbildung gibt bei nehmen wir mal an gleich guten Tauchlehrern. Die meisten mit denen ich gesprochen hatte kannten halt den Padi...Also ist es egal nach welchem Standard man lernt, Hauptsache die Ausbilder taugen was. Zum Thema Tauchschein hier vor Ort beginnen kann ich nur soviel sagen, da reicht uns die Zeit nicht. Den Padi OWD kann man wohl in Ko Samui innerhalb von 4 Tagen machen. @ Andy: vielen Dank für den Link ist sehr hilfreich. Eine weitere Frage die ich in dem Zusammenhang noch habe ist die ärztliche Voruntersuchung. Was wird dort alles geprüft bzw. worauf sollte ich achten, das es geprüft wird? Nicht, das ich einen Wisch bekomme und die Tauchschule sagt -ne bei uns brauchste mehr ...Vielleicht gibt es ja dort auch ne Standarduntersuchung.

Gruß

Abarth.
03.07.2009 08:16
"Den Padi OWD kann man wohl in Ko Samui innerhalb von 4 Tagen machen" -> genau das ist das Problem. Das geht, aber eine gründlich fundierte Ausbildung ist etwas anderes. Schätze, da wird die Theorie wohl etwas zu kurz kommen

"ärztliche Voruntersuchung" -> mach die bei einem guten Tauchmediziner, da erhälst du ein mehrsprachiges Attest, das i.d.R. überall akzeptiert wird.
http://www.gtuem.org/62
divemasterandrepadi divemaster
03.07.2009 09:02
ich kann mich der meinung nur anschliessen, nicht die organisation sondern der tauchlehrer zaelt. auf koh samui kannst du den schein soweit ich weiss schon in 3 tagen machen. ich empfehle immer den padi da er weltweite anerkennung hat. das tachen lehrnst du eh erst durch praxis, praxis und nochmal praxis, die theorie kannst du dann zuhause zusammen mit deiner frau und deinem kurs buch nochmal durchgehen wenn du denkst es sind noch defizite da. ist schade aber oft geht es nun mal nicht anders wenn du den schein in 3-4 tagen machst. viel spass und einen schoenen urlaub!
andre
http://www.ab-home.net
03.07.2009 09:08
Mon Hans,

OWD-Kurs in 4 Tagen ist doch leider mancherorts schon so etwas wie eine Intensivausbildung. Es gibt ja genug Berichte, dass sowas in zwei Tagen durchgezogen wurde. Als Negativrekord dürfte gelten, dass sämtliche vier vorgeschriebenen Freiwasserübungen faktisch in einem einzigen Tauchgang durchgezogen wurden: 15 Minuten runter, rauf, 5 Minuten reden, wieder runter etc

@ Abarth

Wenn ihr es wirklich ernsthaft machen wollt und der Kurs damit auch eine gewisse Wertigkeit statt nur wie bei Zirkustieren Belohnung mit Plastik im Tausch gegen Geld hat, ein allgemeiner Hinweis:
In den Statuten aller Verbände steht, dass der Kandidat die Übungen beherrschen muss. Beherrschen ist etwas anderes als nur ein- oder zweimal nachmachen und fertig. Naturtalente schaffen es im Minimalrahmen des Kurses. Wenn man merkt, dass man nicht zu denen gehört, sollte man auf so vielen Übungseinheiten bestehen, bis man selbst das sichere Gefühl von Beherrschung hat.

Und noch was: Es ist eine beliebte Geldverdienmasche, sofort nach dem OWD den AOWD anzubieten. Lasst es bleiben, Tauchen lernt man durch Praktizieren und nicht durch Kursesammeln, investiert dann das Geld lieber in Tauchgänge.
03.07.2009 09:25
Hallo!

Wenn Ihr Euren Urlaub mit lernen und üben vergeuden wollt, dann macht den Tauchschein im urlaub.
wenn Ihr aber schon die ersten Tauchgänge im Urlkaub genießen wollt macht den Schein in D.
Ihr habt wenn Ihr euch beeilt und eim bischen reinkieht genügend Zeit in 2 Monaten ausreichend
Routine und Erfahrung zu sasmmeln um im Urlaub halbwegs entspannt zu tauchen.
Verband ist egal hauptsache der Tl bringt Euch das bei das Ihr im Urlaub braucht.

Geridive
Vercingétorixold school
03.07.2009 09:26
Ich will das mal so formulieren:

Tauchen wird im Bereich der Sportwissenschaft als Erfahrungssport bezeichnet. Je mehr Erfahrung = Übung desto besser und problemloser die Umsetzung. Das bedeutet im Umkehrschluß das man in vier Tagen nicht viel Erfahrung sammeln kann. Damit beantwortet sich deine Frage von selbst. Das kann nicht wirklich funktionieren.

Die Frage des wahren Verbandes (Ausbildungsanbieter) ist wie die Frage der wahren Tauchausrüstung Glaubensfrage. Es gibt natürlich immer fehlgeleitete
03.07.2009 09:39
@abarth, was man Euch auch immer über die "Zu-Hause-Tauchuntersuchung" erzählen wird (siehe den Link von Hans_S-Moderator) und was auch immer Ihr hier "zu Hause" in dieser Richtung machen werdet, in Eurem Urlaubsziel wird man Euch bei der Anmeldung zur Tauchausbildung diesen Zettel vorlegen: http://www.padi.com/padi/common/pdfs/sd/10063ver201_MedRecStmtGenWEB.pdf (zur Übersetzung das ganze auch in Deutsch http://www.padi.com/padi/common/pdfs/sd/MedicalStatement_07_G.pdf ) . Wenn Ihr also in Eurem bisherigen Leben regelmäßig zur Vorsorgeuntersuchung gegangen seit, und demzufolge wisst was Euch gesundheitlich fehlt oder nicht fehlt, dann spart Euch das Geld für die "Zu Hause"-Untersuchung.
03.07.2009 09:43
@abarth
Themen Ausbildungsorganisation und Tauchenlernen-im-Urlaub wurden ja schon beantwortet ( an alle, dass sich da nicht die übliche Verbandsschlacht entwickelt hat
Ein Thema könnte Euch noch interessieren, bevor es los geht - ein Check beim Arzt ! (Tauchtauglichkeitsuntersuchung)
Infos dazu findet Ihr unter http://www.gtuem.org

viel Spaß beim Tauchen

dive safe
03.07.2009 10:00
@ Jasmin

Bei diesem Satz " Wenn Ihr also in Eurem bisherigen Leben regelmäßig zur Vorsorgeuntersuchung gegangen seit, und demzufolge wisst was Euch gesundheitlich fehlt oder nicht fehlt, " sollten sich allen Leuten, die von Tauchmedizin ein wenig verstehen, die Fußnägel hochrollen!
03.07.2009 10:20
@D-32, Hochgerollte Fußnägel hat mein Doc noch nie untersucht, aber jetzt, wo Du es sagst, tut verdammt weh, wenn die Füßlinge/Flossen zu eng sind - werde in Zukunft nur noch mit Hallenflossen tauchen, wo die Zußnägel vorne freie Sicht haben
ansonsten
Denke mal, dass dieser medizinische-selbstauskunft-ankreuz-Bogen der Firma P dazu dient die Basis rechtlich abzusichern. Mit einer vernünftigen TTU mit Lungenfunktion und Belastungs-EKG hat das nix zu tun...

ps: "regelmäßige Vorsorgeuntersuchung" Der tödlich verunglückte Taucher verstarb auf grund einer nicht diagnostizierten Lungenfehlfunktion - unter Darmkrebs litt er jedoch nicht

scnr
03.07.2009 12:36
Hallo,

TTU besser hier machen. Denn einige Basen bestehen auf dieser, wenn man nicht alle Fragen auf dem von Jasmin genannten Selbstauskunftsbogen mit "no" beantwortet.

Gruß

Uwe
03.07.2009 12:49
Eine vernünftige TTU hier bei uns in Deutschland machen lassen, macht nicht nur sinn, sondern kostet auch nicht viel. Wer in Ko Samui seinen schein macht, den möchte ich mal erleben wenn er in der Ostsee das erste Mal auf Tiefe geht. Besser den OWD oder den 1 * bei uns in Deutschland machen u. dann einige Erfahrung sammeln. Ist doch ganz einfach so, daß ich einige Zeit brauche um einen vernünftig gestalteten Kursus abzulegen. Da die Preise im Ausland stark variieren (sind teils teurer als bei uns) mach ich ihn gleich in Old Germany. Zumal wenn ich weiß zu welchem Zeitpunkt ich in Urlaub fahre kann ich vorher beliebig meien kursus planen u. die für mich geignete Tauchschule aussuchen.
03.07.2009 13:28
Ich denke, es hängt viel davon ab, was du genau willst: Willst du nur im Urlaub tauchen oder vielleicht auch in mitteleuropäischen Gewässern?
Für Tauchtiefen -20 m mit Begleitung wird sicher der Padi Open Water reichen. Für anspruchsvollere Gewässer - fraglich. Nehmen wir mal an, die Tl von PADI und CMAS sind gleich gut: Bei CMAS wird viel mehr gemacht (Sicherheitsübungen, Rettungsübungen usw). Bei PADI bist du meistens (es gibt auch Ausnahmen) nach 4 Tgs fertig, egal wie, denn die Basen müssen Kohle reinkriegen und somit wäre eine CMAS Ausbildung wie sie hier gemacht wird gar nicht rentabel.
Meine Schüler bekommen den Schein erst, wenn sie es können, aber ich muss auch nicht 30 Schüler die Woche durchschaukeln.

UND: Ich habe noch nie gehört, dass der CMAS Schein irgendwo nicht anerkannt wird und ich bin schon ne Menge unterwegs gewesen...
HaraldPADI DM
03.07.2009 13:38
Hallo Abarth,
also ich habe bisher ALLE meine Tauchscheine im Urlaub gemacht (bisher Rescue-Diver) und fand das auch ganz o.k.
Klar muss man im Urlaub lernen, aber es ist schließlich das (neue) Hobby, für das man sich ja selber entschieden hat und so kann die Lektüre der Theorie am Pool auch ganz nett und entspannend sein. Hilfreich ist sicherlich, wenn man in Deutschland schon mal mit "verbandsneutraler" Grundlagentheorie des Tauchens anfängt. Bücher gibt es teilweise schon recht günstig im Netz oder als Angebote beim Buchhändler.

Was die Taucherfahrung angeht, wird es sicherlich Unterschiede zu Tauchern mit Ausbildung in Deutschland geben. Hinsichtlich Sichtweiten und Kälte sind die "deutschen" Tauchschüler sicherlich was anderes gewohnt als der "verwöhnte" Urlaubstaucher. Aber dafür wird der Baggersee-Taucher sicherlich beim ersten Kontakt mit der Meeresströmung so seine Probleme haben, was der Urlaubstaucher ggf. schon von seiner Ausbildung her kennt. Ich habe meinen ersten Tauchgang in Deutschland gemacht, da hatte ich schon über 250 "Urlaubstauchgänge" (Asien und Rotes Meer) hinter mir. Ich hatte keinerlei Probleme mit den hiesigen Verhältnissen!!

Was eurer Urlaubsziel Koh Samui angeht, kann ich euch leider nur berichten, dass ich dort meine bisher schlechtesten Tauchgänge gemacht habe. Ich war vor ca. 8 Jahren dort zum Tauchen. Die Riffe um Koh Samui waren weitestgehend zerstört, im anliegenden Marine-Park war nur "Rudeltauchen" möglich und der Speedboat-Trip nach Koh Tao (eigentlich die Taucherinsel) war mehr als enttäsuchend, da Koh Tao anscheinend nur noch zur Tauchausbildung mißbraucht wird und dort keine vernünftigen Korallen mehr zu finden sind.

Mein Tip für einen vernüftigen Urlaub mit Tauchausbildung wäre eine Tauchbasis in Ägypten unter deutschsprachiger Leitung (D/A/CH), mit entsprechend positivem Feedback im Internet. Man sollte sich dann aber darauf einstellen, dass es vielleicht nicht der klassische Pool-Urlaub wird, sonder auch Theorie und Praxis zu "lernen" sind.

In diesem Sinne - schöne Ausbildung..
Harald
03.07.2009 15:40
@ Jasmin....

bitte keine dilletantischen Äußerungen zur Tauchmedizin, wenn sie nicht einmal rudimentär verstanden wurde.

Bsp. sind u.a. von Fröde genannt.

Auch ganz nett und nicht ohne Auswirkungen ist das Thema PFO, Asthma, Verwachsungen der Atemwege (-> Air Trapping), regelmäßige Einnahme von Medikamenten, perforierte Trommelfelle, einseitig geschlossene Eustachsche Röhre, Nasennebenhöhlen, etc.

Du siehst, es gibt bzgl. Überdruckmedizin einige "Spezialsparten" die beim Tauchen interessant werden können, aber im tägl. Leben u.U. belanglos sind.....

Es ist schon sinnvoll das vorher überprüfen zu lassen - schließlich geht es um dein eigenes Leben. Der Zettel von P. hilft nur der Basis .......

.... zur Eingangsfrage: auch ich Teile die Meinung; Ausbildung hier machen, hier üben (gerade zu Beginn hilft jeder einzelne TG die Routine zu steigern) und dann im Urlaub gleich abtauchen. Du kannst auch hier im Pool sitzen und deine ersten Erfahrungen in einem geeigneten See sammeln. Ob da Fische sind oder nicht spielt, zu Beginn, keine Rolle..... du siehst sie eh` nicht, da du genug mit dir selbst zu tun hast. Im Urlaub kannst du dann gleich abtauchen und hast (hoffentlich) genug Übung, um die Tolle Umgebung gleich voll zu geniessen.

Der Verband ist egal - was zählt ist dein TL, über den kannst du dich an "seinen Hausseen" vorsichtig erkundigen. Letzendlich musst du dich aber deinem Bauchgefühl ergeben.

Bzgl. Akzeptanz Brevets; auch schon öfter hier zu lesen: keine Bude schickt dich weg, denn sie wissen, daß der Nächste dich mitnimmt und sie gerade Bares zur Tür herausgeschickt haben. Solange du ein einigermaßen glaubwürdiges "Taucherdokument" (Logbuch, Brevet etc.) vorlegst und mit der Ausrüstung umgehen kannst ist es jedem egal, welcher TL von welchem Verband deinen Zettel unterschrieben und abgestempelt hat. Allerspätestens beim Zusammenbau für den Check - TG sieht jeder, ob du es kannst oder nicht.

Im Wasser liegt die Wahrheit!


stay wet!
Michael
03.07.2009 19:11
"Auch ganz nett und nicht ohne Auswirkungen ist das Thema PFO,..."

In der Tat ein nicht uninteressantes Thema. Nur seit wann wird in der TTU auf ein PFO hin untersucht?

Leute, hier möchte ein Tauchanfänger Rat. Also bleibt auf dem Teppich.

Die TTU ist kein Wunderallheilmittel, aber man sollte sie auch nicht völlig außen vor lassen. Wie so oft im Leben liegt die Wahrheit wohl in der Mitte.

Aus Tauchlehrersicht reicht mir, wie wahrscheinlich auch der Mehrheit meiner Kollegen, der Selbstauskunftsbogen, der oben bereits angesprochen wurde.

Ein ganz anderes Thema ist mein eigenes Wissen um meinen Gesundheitszustand im Hinblick auf das Tauchen.
Aus diesem Blickwinkel lege ich meinen Schülern idR nahe, zumindest einmal zu Beginn ihres Taucherlebens eine vollständige TTU bei einem qualifizierten Tauchmediziner zu absolvieren.

Dies sehe ich als eine Art Bestandsaufnahme. Danach halte ich es allerdings auch eher mit Jasmin Blond. Von den in gewissen Abständen empfohlenen Wiederholungsuntersuchungen halte ich nicht viel. Dort sehe ich den Nutzen eher auf dem Konto des Arztes als bei mir.

Solange ich an mir selbst keine Veränderungen im Gesundheitszustand feststelle, reicht aus meiner Sicht auch der regelmäßige Besuch beim Hausarzt. Erst wenn der irgendetwas feststellt oder ich selbst eine Veränderung registriere, macht für mich der Besuch beim Spezialisten wieder Sinn.

Aber ich mache daraus keine Glaubensfrage. Das soll jeder halten, wie er es für richtig hält.
05.07.2009 09:20
Ich sehe es ähnlich, wie explorer. Eine richtig intensive Untersuchung vom Fachmann am Anfang der Tauchkarriere halte ich für unumgänglich. So wird halbwegs ausgeschlossen, dass man aus anatomischen bzw. medizinischen Gründen nicht tauchfähig ist. Von den regelmäßigen Nachuntersuchungen halte ich auch nicht viel, da deren Ergebnis höchsten 2 Wochen aussagekräftig ist. Nach 6 Monaten bringt der Wisch niemandem mehr was. Außer dem Arzt alle 2 Jahre ein kleines Taschengeld.
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