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Tauchlehrer und Schnuppertauchen
Abgesandt von dercay Registriertes Mitglied am 04.08.2010 - 10:59:

Mal eine Frage an die Tauchlehrer aller Verbände:
Wieviel Schnuppertaucher verkraftet ein Tauchlehrer?
Grüße
dercay




Antwort von yobabe Registriertes Mitglied am 04.08.2010 - 11:18
Hatten wir das Thema nicht gerade zur Genüge?
Antwort von Cl@us Registriertes Mitglied am 04.08.2010 - 11:27
Falls Du gleichzeitig meinst: Einen !

IGL C.
Antwort von phx Registriertes Mitglied am 04.08.2010 - 11:42
einen zur Zeit, alles andere ist grob fahrlässig.
Antwort von Poldi23 Registriertes Mitglied am 04.08.2010 - 11:54
Na denn werd ich ja gleich gesteinigt: Ich nehme Kinder und Jugendliche im Pool bis 18 Jahre nur 1:1 mit, Erwachsene auch mal 2:1, was aber von den Personen abhängig ist ( Verhalten, Angst bemerkbar usw.)

Schnuppertauchen im Freiwasser( begrenzt) gibt es bei mir nicht!
Antwort von anonymes Posten Registriertes Mitglied am 04.08.2010 - 11:55
@phx
"einen zur Zeit" .. Na, das wird dann später schon wieder.

Ich würde die Umkehrfrage stellen:
Wie viele Tauchleerer verkraftet ein Taucher?
Antwort von dercay Registriertes Mitglied am 04.08.2010 - 12:17
Danke für die schnellen Antworten. Ich poste nur weil scheinbar aus Fehmarn kaum einer gelernt hat. Mir berichtete man vom Naturagaard mit recht vielen Schnupperern auf einmal.
Grüße
dercay
Antwort von Deichmeister Registriertes Mitglied am 04.08.2010 - 12:27
In Naturagart sind Schnupperer in 1:1 Betreuung im Wasser.

Gruß,
Daniel
Antwort von Bounty Registriertes Mitglied am 04.08.2010 - 13:11
Ich kann natürlich nicht beantworten welche Ratio für andere die richtige ist, aber für mich ist es immer 1:1. Ganz gleich ob Erwachsener oder Kind, Pool oder Freiwasser.

Auch wenn es sehr unwahrscheinlich ist das zwei Taucher gleichzeitig unterschiedliche Probleme bekommen (können), so möchte ich selbst nicht den unwahrscheinlichen Fall der Fälle erleben, oder mich gar bei jemanden entschuldigen müssen …

Jedoch geht mir der Vorwurf „grob fahrlässig“ in dem Zusammenhang etwas zu weit. Ich bin kein Jurist, noch weniger Richter – ich kann nicht vorhersehen ob es eine Fahrlässigkeit oder gar eine „grobe Fahrlässigkeit“ hergibt. Es ist mir ehrlich gesagt auch egal, wie nun die juristisch richtige Formulierung ist, wenn das Ergebnis gleich schlecht bleibt! Einen Unfall (es muss ja nicht gleich mit dem Tod enden) möchte ich nicht in meiner „Bilanz“ aufweisen. Und es gibt genug, was ich dagegen tun kann, z.B. eine angemessene Ratio. Angemessen für mich, und das ist 1:1.

Das soll nicht heißen, dass z.B. „zwei Neulinge“ nicht gemeinsam anfangen können – in dem Fall sind einfach mehr TL dabei!

Allerdings bestreitet auch niemand bei uns sein Einkommen damit, darum ist es sicher nicht vergleichbar …

Zumindest hatten wir noch nie einen Kosten- oder Überlebensdruck, darum ist es auch sehr „bequem“ für mich hier mit zu reden. Aber so wirklich weit entfernt sind wir nicht davon, zumindest tragen wir uns hier auch mit anderen Gedanken. Und trotzdem: auch wenn wir das ausbauen, wenn wir das nicht mehr nach unseren Maßstäben und unserem Verständnis für „Sicherheit und trotzdem Spaß dabei“ abbilden können, dann lass ich meine Finger davon. Das ist dann nicht mehr „meine Idee vom Tauchen (lernen)“. Ich vermisse hier oftmals das Ehrgefühl bei den TL´s. Man kann diesen Job genauso wenig aus Verzweiflung ausüben, wie jeden anderen.

Ich find es übrigens recht gut, dass darauf geachtet wird, auch wenn der Anlass dazu wirklich sehr traurig ist. Was mich in diesem Zusammenhang interessieren würde, ob du es auch vor Ort angesprochen hast? Ich finde es sehr wichtig sowas direkt anzusprechen … auch wenn ich mich selbst in so einem Moment beliebt wie Durchfall mache! Das kann ich aushalten.

Meine Gedanken dazu …

Kunigunde aka Bounty
Antwort von dercay Registriertes Mitglied am 04.08.2010 - 13:19
@ bounty
Dein Posting finde ich klasse. Seit dem Vorfall auf Fehmarn werde ich sehr häufig auf das Thema Schnuppertauchen angesprochen. Meist von Nichttauchern. Selbst die wundern sich über diese Massenbetreuung. Ich glaube das keiner einen Ausbilder vor den Schnupperern darauf anspricht.

Ich persönlich war nicht vor Ort.
Grüße
dercay
Antwort von Cathy Registriertes Mitglied am 04.08.2010 - 16:44
Hallo zusammen,

auch wenn ich kein Tauchlehrer bin: klar 1:1.
Mein Schnuppertauchen vor 9 Jahren auf Mauritius war 3 Schnupperer mit 2 Tauchlehrern. Etwa 10 m tief in der Lagune, Sandgrund mit Korallenblöcken und alle Neulinge waren erwachsen. Also eigentlich alles nach richtlinien oder sogar besser. Einer der beiden anderen neuen Taucher ist trotz anderslautender Absprache wie ein Irrer (horizontal) davongepaddelt- verfolgt von TL 1. Der andere Neuling ist an di Oberfläche geschossen- verfolgt von TL 2. Ich schwebte über`m Grund und habe genossen und kein Problem gehabt (da ich ja auch so tief beim Schnorcheln abgetaucht bin sah ich das Problem nicht). Im nachhinein gesehen ist mir nicht mehr so wohl- dass ich hätte ausatmen müssen beim auftauchen war mir beim Englisch/ Französisch- Briefing wohl entgangen.

Und was ich da erlebt habe ist ja sicher noch vergleichsweise top gewesen (wir waren auch sogar erst im Pool).

Wenn mich heute interessierte Bekannte fragen kann ich nur klar sagen: 1 zu 1, sonst lasst es sein!

Gruss
Cathy
Antwort von soylentgreen Registriertes Mitglied am 04.08.2010 - 17:15
Tja, die Standards von SSI sagen 4:1 - Die Realität: 1:1 (in Ausnahmefällen 2:1 - kommt auch Teilweise aud die Leute drauf an) - bei allem unter 18 prinzipiell 1:1
Antwort von shuttle Registriertes Mitglied am 04.08.2010 - 19:31
"kommt auch Teilweise auf die Leute drauf an" -> das weiß ich erst hinterher, wie die drauf sind

" aber für mich ist es immer 1:1. Ganz gleich ob Erwachsener oder Kind, Pool oder Freiwasser. "
"einen zur Zeit, alles andere ist grob fahrlässig. "

-> darf ich mal nachfragen: gilt das denn auch für Modul 1 des OWD? ... die Voraussetzungen sind die Gleichen: das erste Mal mit Gerät unter Wasser

Vielleicht sollten wir mal definieren, was wir unter Schnuppern verstehen? Ich mache das wie Modul 1 des OWD`s, mit dem einzigsten Unterschied, dass keine Leistungsanforderungen erfüllt werden MÜSSEN.

Im FW in unseren Breiten: ich kenne in meinem Umkreis kein Gewässer, in dem man das ruhigen Gewissens machen könnte.

Also bleibt Pool:

Ich mache das wie erwähnt entprechend dem ersten Modul des OWD`S (so ist das in meinem Verband auch gedacht).

Theorie trau ich mir auch eine Ratio größer 1:1 zu ... Sofern niemand vom Stuhl fällt (es steht immer ein DM dahinter ), passiert da auch nicht viel

Dann geht es ins Bad.

Bei uns als erstes ins Nichtschwimmer, maximale Tiefe 1, 40m. 10m breit. Da trau ich mir auch 1:3 oder 1:4 zu. Das geht dann 30- 40 Minuten.

Danach, sofern alles gut aussieht, geht es ins "tiefe" Becken (3,50m, 25m Becken). In diesem sind i.d.R. Leute die trainieren, meist 1-3 weitere TL, Divemaster etc. pp.

Wir haben meist eh nur 1 oder zwei, selten bis zu vier Schnupperer, insofern ergibt sich eine kleine Ration eh automatisch, aber anyway, meine Frau und ich nehmen in der Regel max 1:2.

Egal, ich möchte eigentlich nur darauf hinweisen, dass es auch auf die Art der Durchführung ankommt. Nach Fehmarn jetzt Pauschale Betreuung 1:1 zu fordern, würde bedeuten, auch Beginner Kurse in diesem Verhältnis zu machen.

Bleibt mal auf dem Boden Jungs und Mädels

Ich denke, ich brauche für meine Person nicht darlegen, dass ich ein Höchstmaß an Sicherheitsdenken mitbringe und in der Praxis fahre. Aber diese Pauschalierungen sind mit doch etwas zu übertrieben. Immer das Gesamtbild betrachten; Wer, wie, wo, was .....
Antwort von Bounty Registriertes Mitglied am 04.08.2010 - 19:52
Nee Shuttle,

Schnuppertauchen ist für mich echtes Tauchen, und nicht Pool.
Das mit dem „Pool-Schnuppern“ kann ich nicht verstehen, aber wer´s mag …
Antwort von boesewicht Registriertes Mitglied am 04.08.2010 - 20:12
@shuttle

Ein Schnupperer hat meist absolut keine Ahnung vom Tauchen, weder in der Theorie, noch in der Praxis ...

Ein OWD-Beginner hat immerhin schon die Theorie durch bevor es ins Wasser geht, hat also schon davon gehört, was es an ungesunden Auswirkungen geben kann wenn er dieses und/oder jenes nicht macht bzw. falsch macht ...
Dem fehlt dann also nur noch die Praxis ...

Kleiner aber feiner Unterschied zw. diesen beiden Gruppierungen ...

Hinsichtlich Ratio mit Schnupperern ... - bin auch bei 1:1 ...

Problem bei sich selber kann man lösen, Problem bei einem anderen kann man lösen ...
Aber gleichzeitige Probleme bei 2 anderen ... - das wird ja schon bei 2 erfahrenen Tauchern schwieriger, bei absoluten Laien jedoch eher unmöglich ...
Antwort von Cl@us Registriertes Mitglied am 04.08.2010 - 20:21
Ich sehe beim Schnuppertauchen auch eher ziemlich große Unterschiede zu einem OWD-Kurs Modul 1 und IMHO gleicht er mehr einem flachen Fun-Tauchgang als einem Kurs-Vorgeschmack.
Daher: Ratio 1:1.

IGL C.
Antwort von dercay Registriertes Mitglied am 04.08.2010 - 20:39
@ shuttle
ich denke boesewicht liegt da besser. Was passiert denn wenn einer Deiner 2 Schnuppies durchschießt, läßt Du den anderen dann alleine?
grüße
dercay
Antwort von bikefresh Registriertes Mitglied am 04.08.2010 - 22:58
Da auch bei uns Schnuppern im Freiwasser weniger Sinn macht (dort definitiv nur 1:1), findet Schnuppertauchen bei uns im Pool statt. Die max. erreichbare Tiefe beträgt 3,50m, wir bewegen uns jedoch im 1,20-2m-Bereich.
Hier ist Ratio wenn realisierbar auch 1:1, sonst 1:2.
Mehr traue ich mir zwar auch zu (siehe Posting shuttle, da gleiches Vorgehen beim Schnuppern), aber die Sicherheit der Leute geht vor.
Antwort von shuttle Registriertes Mitglied am 05.08.2010 - 00:50
Bounty: "Schnuppertauchen ist für mich echtes Tauchen, und nicht Pool. .... aber wer´s mag … "

-> hiermit überrascht du mich doch etwas (wir sind beim gleichen Verband). Echtes Tauchen gibt es bei mir nicht ohne gründlichste Einweisung und Übungen im Pool. Auch in deinen Standards liebe Bounty ist ein FW-TG ("echtes Tauchen") nur danach (optional) vorgesehen. Wenn nicht Pool, dann "confined water"=Schwimmbadähnliche Bedingungen. Bei uns gibt es das (das hab ich erwähnt) im Umkreis nicht.

Nochmals zur Definition eines confined Waters (Zitat):"Unter Schwimmbad bzw. begrenztem Freiwasser („confined open water”) ist entweder ein Schwimmbad oder ein Gewässer im Freiwasser zu verstehen, das schwimmbadähnliche Bedingungen
aufweist bzgl. Sicht, Wasserbewegung und Tiefe..."

Der VDST sieht das übrigens noch verschärfter (Zitat): "Gewässer: Das Schnuppertauchen findet im Schwimmbad oder in schwimmbadähnlichen Bedingungen im Freigewässer statt. Die Wassertemperatur sollte so bemessen sein, daß OHNE TAUCHBEKLEIDUNG ÜBER 15 MINUTEN GETAUCHT werden kann..... Die Sicht sollte wenigstens 5 m betragen..... "

Wie gesagt, unsere Gewässer in der näheren Umgebung geben das nicht her. Oder vielleicht an 5 Tagen im Jahr

boesewicht: "Ein Schnupperer hat meist absolut keine Ahnung vom Tauchen, weder in der Theorie, noch in der Praxis ... Ein OWD-Beginner hat immerhin .... "

-> Diesen Unterschied gibt es bei mir nicht (das hab ich dargelegt). Ich mache wie erwähnt Schnuppern entprechend dem ersten Modul des OWD`s (das ist in Einklang mit den Standards Discover Scuba Diving), also kein Unterschied und ich kann das auch auf die Ausbildung anrechnen. Davon haben die Leute denn wirklich was.

bikefresh: "gleiches Vorgehen beim Schnuppern" -> sehr gut. Da du hier 1:1 machst, machst du das dann beim OWD auch? Wenn nein, warum nicht? Da musst du mir dann den Unterschied erklären. Wenn ja, bin beeindruckt. Ein SSI Shop ausschließlich mit 1:1 Betreuung

Abschließend: Ich konnte es oben wohl nicht deutlich machen: Für mich ist Schnuppern auch echtes Tauchen, nur gehe ich nicht mit Leuten "echt" tauchen, ohne gründlichste Einweisung und Übung. Und genau aus diesem Grunde mache ich bei Schnupperern keine Abstriche.
Antwort von Cl@us Registriertes Mitglied am 05.08.2010 - 02:01
@ shuttle

Deine Argumentation klingt zwar schlüssig, aber gerade (auch) nach den Standards Deines Verbands ist sie es letztlich doch nicht.

Wenn nämlich ein DM (als DSD) auch Schnuppertauchen durchführen darf, nicht jedoch einen OWD-Kurs Modul 1, muß es da wohl doch beabsichtigte Unterschiede geben ...

Die Ratios in den Standards "Deines" (und u.a. auch meines) Verbands halte ich zumindest teilweise für vollkommen daneben, möchte das aber hier nicht weiter diskutieren.

IGL C.

Antwort von bikefresh Registriertes Mitglied am 05.08.2010 - 03:19
@shuttle: "Da du hier 1:1 machst, machst du das dann beim OWD auch? Wenn nein, warum nicht? Da musst du mir dann den Unterschied erklären. "

1. Der OWD-Schüler hat schon eine deutlich gründlichere Einweisung in die ersten Kapitel der Theorie erhalten und beim Zusammenbau der Ausrüstung schonmal ein paar Handgriffe geübt.
Hier hat der OWD dem Schnupperer schonmal einen Vorteil.
2. Als Instructor betreue ich im Pool ohne Hilfe eines Divecons i.d.R. 2 (max. 3) OWD-Kandidaten. Bisher war ich in der komfortablen und sinnvollen/notwendigen Lage ggf. auf 1:1 zu gehen, wenn es die Umstände erforderten.
Antwort von jan-japan Registriertes Mitglied am 05.08.2010 - 04:50
@shuttle


@claus,

Der DM darf das nur im confined open water machen, der Instructor auch im open water. definition ist oben.
Antwort von shuttle Registriertes Mitglied am 05.08.2010 - 07:45
@cl@aus: "Die Ratios in den Standards .... halte ich zumindest teilweise für vollkommen daneben"

... da will ich nicht wiedersprechen, das sehe ich genauso. . Wenngleich diese andererseits lt. Standards als Maiximale definiert sind und es heißt (Zitat; nicht für dich sondern die anderen die diese nicht zur Hand haben)
"Verringere die Ratio nach Bedarf, um die Sicherheit und die Kontrolle zu erhöhen, unter Berücksichtigung von Risikofaktoren wie ... Wasser-, Wetterbedingungen, Anforderungen, Anzahl zertifizierter Assistenten, deinen persönlichen Fähigkeiten und Grenzen, Alter, Fähigkeiten, Erfahrung und Wohlbefinden der Teilnehmer .... Ratios und Tiefen sind als maximale Grenzen definiert. ... Es zählt zu deiner Verantwortung .. eine Risikobeurteilung vorzunehmen... um festzulegen, welche Ratio in der konkreten Situation passt und die .... Ratio falls erforderlich zu verringern. ... "

Ich halte es für ungeschickt, einerseits Maximale Ratios niederzuschreiben und dann sofor zu relativieren.

Insofern ein absolut berechtigter Einwand.

Das mit dem DM, hm, meine machen das absolut auf TL Niveau, da gibt es außer der Brevetierungsstufe keine Unterschiede. Die DSD Leader sind ja speziell für dieses Programm ausgebildet (sollte man meinen/hoffen).

Anyway, meine Intention ist ja, Leute eben nur nach gründlichster Einweisung/Vorbereitung ins Wasser zu nehmen. Ich habe hier halt vor Augen, wie ich und meine Kollegen das machen und auch propagieren, ihr vermutlich das, was insbesondere an Basen dieser Welt als Schnuppern praktiziert wird und was ich eben ablehne, sofern es sich um ein "eben mal durchs Wasser ziehen" handelt. Das heilt auch keine Ratio 1:1

Wie immer man es sehen mag: Mich freut, dass zumindest die hier teilnehmenden user nahezu unisono ein hohes Sicherheitslevel fordern Ich mache das indes halt nicht nur an einer Variablen fest.
Antwort von Poldi23 Registriertes Mitglied am 05.08.2010 - 10:07
@Hans

"Bei uns als erstes ins Nichtschwimmer, maximale Tiefe 1, 40m."


Des machen wir auch, aber wie machst du das?:
"Ich mache das wie erwähnt entprechend dem ersten Modul des OWD`S"

Wie machste den das mit Maske ausblasen , wenn Dein Schützling 1,85 m oder größer ist? Der schaut ja im Knien mit dem Kopf aus dem Wasser?

( is mehr ne rethorische Frage, Anwort nicht unbedingt nötig)
Antwort von deep_down Registriertes Mitglied am 05.08.2010 - 10:43
@Poldi23
"Wie machste den das mit Maske ausblasen ,"

Ich gebe mal trotzdem `ne rhetorische Antwort.


Zitate sollten nicht aus dem Kontext gerissen werden. Das versaut nämlich schnell die Aussage des Zitierten (und wird diesem dann i.a.R. nicht gerecht).

Beim "Ich mache das wie erwähnt ..." hättest Du eigentlich aufmerken müssen. Deutet es doch darauf hin, dass der Schreiber bereits vorher etwas dazu niedergelegt hat.

Lässt man dann die vorherigen Beiträge Revue passieren, fällt irgendwann auf, dass der selbe Schreiber eine dazu passende Aussage tätigte:
"Ich mache das wie Modul 1 des OWD`s, mit dem einzigsten Unterschied, dass keine Leistungsanforderungen erfüllt werden MÜSSEN."

wobei die Betonung im Kontext zu deiner Frage wohl auf der zweiten Hälfte des Satzes zu finden ist. Maske ausblasen ist aber eine Leistungsanforderung.

Um shuttle "auf`s Kreuz" legen zu wollen, muss schon etwas mehr kommen.
Antwort von phx Registriertes Mitglied am 05.08.2010 - 10:57
@shuttle

Im stehtiefen Wasser sehe ich das ja ein, aber spätestens wenns Richtung der max. Tiefe von z.B. 5m beim VDST geht sind meiner Meinung nach nur 1:1 sicherheitstechnisch sinnvoll, wenn wir von wirklichen Erstschnupperern reden.
Antwort von Poldi23 Registriertes Mitglied am 05.08.2010 - 11:19
@deep_down:

MÜSSEN ist eine Pflicht, wenn also Hans schreibt, Sie MÜSSEN NICHT , besteht keine Pflicht, die Leistungsanforderungen zu erfüllen, aber evtl. KÖNNEN ( also eine freiwillige Sache). Der aufmerksame Leser hat aber bestimmt erkannt, das es mir ging es ja um die reine Durchführung der Übung, nicht um die Erfüllung der Leistungsanforderungen.

Und ich würde mich nicht mal trauen, Hans auf´s Kreuz zu legen!
Antwort von deep_down Registriertes Mitglied am 05.08.2010 - 11:49
"Sie MÜSSEN NICHT , besteht keine Pflicht, die Leistungsanforderungen zu erfüllen, aber evtl. KÖNNEN."

Eine derartige Kausalität lässt sich nicht ableiten. Denn das Verbot des "Müssens" kann auch gleichzeitig das Verbot des "Probierens" beinhalten, insbesondere, wenn die körperlichen Voraussetzungen dies implizieren.

Was ja auch Sinn machen würde: Wir sind ja noch immer beim Schnuppertauchen.


"Der aufmerksame Leser hat aber bestimmt erkannt, das es mir ging es ja um die reine Durchführung der Übung, nicht um die Erfüllung der Leistungsanforderungen"

Gibt es da bei "Maske ausblasen" eine Trennung?

Entweder das Wasser ist raus - damit ist die Übung durchgeführt und gleichzeitig die Anforderung erfüllt.
Oder das Wasser ist noch drin - damit ist die Übung nicht durchgeführt und die Anforderung nicht erfüllt.
Antwort von Bounty Registriertes Mitglied am 05.08.2010 - 11:59
Na Shuttle, zumindest bin ich jetzt wieder die liebe Bounty, und jetzt weiß ich auch wie es geht :- )

Beim Schnuppertauchen mache ich gerne „confiened“ im Freiwasser, bei einem See ist das wunderbar möglich. Und das ist dann auch für mich echtes Tauchen. Aber so oft habe ich keine Schnupperer, und bis jetzt hat auch jeder danach die Ausbildung gemacht.

Allerdings stelle ich KEINE Forderung nach einer 1:1 Ratio – darauf bin ich gestern noch gar nicht eigegangen. Das wäre auch echt Blödsinn, gerade wenn wir den Unfall auf Fehmarn dafür ranziehen. Hier wurden wohl bereits Standards verletzt. Warum also die Standards noch mehr einschränken? Was wäre das Ziel? Etwa die Hoffnung, dass der jeweilige TL sich doof vorkommt, wenn er bei strengeren Standards diese missachtet?

Meine Erklärung ging eher in die Richtung darüber aufzuklären, dass ich kein Hauptberuflicher Anbieter bin … das wäre sonst unfair (finde ich).

Das wollte ich noch unbedingt nachreichen ...
Antwort von Poldi23 Registriertes Mitglied am 05.08.2010 - 12:04
"Eine derartige Kausalität lässt sich nicht ableiten"

Spekulation, genau wie mein Beitrag. Hier kann nur Hans weiterhelfen.

"Gibt es da bei "Maske ausblasen" eine Trennung?"

Na, wieder mal nicht richtig gelesen:
Mir ging es darum, wie Hans einem Schüler von 1,85m im 1,40 m tiefen Wasser knieend die Maske ausblasen lässt, wenn sein Kinn bereits aus dem Wasser ragt.
Antwort von chrecht Registriertes Mitglied am 05.08.2010 - 12:30
Wenn ich diesen Quatsch hier so durchlese drängt sich mir die Frage auf wie die Tauchindustrie so weit kommen konnte wie sie heute ist. An diejenigen die hier ein 1 zu 1 fordern: Wie kalkuliert ihr eure Kurspreise ? Kostet ein DSD im Pool bei euch 120 Euro oder wie wird das berechnet ??
Zweitens ist ein Intro oder Schnuppertauchgang ja nix anderes wie OWD Dive 1. Macht ihr den etwa auch nur 1 zu 1 ??????
Antwort von Poldi23 Registriertes Mitglied am 05.08.2010 - 12:49
"Zweitens ist ein Intro oder Schnuppertauchgang ja nix anderes wie OWD Dive 1"

Wie kommste den auf die Semmel? Du kannst Schnuppertauchen als DSD durchführen, oder anders. Wir machen es anders.

Daher heisst es bei uns ja auch Schnuppertauchen und nicht DSD.

Schnuppertauchen 3 Regeln für die Leute: Immer atmen, Druckausgleich, 4 Handzeichen: rauf, runter , ok und problem.

Rest macht TL oder DM!

( Nein, wir ziehen die Leute nicht am Ventil durchs Wasser, da haben die Ägypter das Patent drauf.)

Dauer im Wasser mit Kurzeinweisung ca. 30min, thats it! Das ist ein "Schnuppern", damit die Leute feststellen können, ob Tauchen überhaupt Ihr "Ding" ist.
Antwort von chrecht Registriertes Mitglied am 05.08.2010 - 12:55
Wie darf ich den Teil "Rest macht TL oder DM" verstehen ? wer macht denn den ersten Teil ??
Antwort von Bounty Registriertes Mitglied am 05.08.2010 - 13:06
VETO !!!

Zitat: „( Nein, wir ziehen die Leute nicht am Ventil durchs Wasser, da haben die Ägypter das Patent drauf.)“

Ok, das sah ich schon in Thailand, Malaysia, Phillies, USA, Mexico… und anderswo. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, welches Land ich dabei auslassen soll?! Und die haben alle wirklich noch nie einen Kontakt zu einem Ägypter gehabt. Wer hat denn nun wirklich das „Copyright“ darauf?

Das wollte ich nur mal anmerken …
Antwort von deep_down Registriertes Mitglied am 05.08.2010 - 13:11
""Eine derartige Kausalität lässt sich nicht ableiten"

Spekulation"

Keine Spekulation. Sondern lediglich ein Hinweis darauf, dass Dein System der Schlussfolgerungen (Ursache -> Wirkung oder Kausalität) nicht passt.

"Na, wieder mal nicht richtig gelesen:"

Und schon wieder reißt Du aus dem Kontext. Das ist nicht nett. An Deinen Diskussionsprinzipien solltest Du vielleicht etwas feilen.

Bau ich aber gern nochmal für Dich auf:

shuttle`s System bezog sich darauf, wie beim 1 Poolmodul des OWD vorzugehen. Allerdings mit dem Hinweis, die Leistungsanforderungen (was bedeutet: die zu bewältigenden Übungen) nicht abzufordern.

Dies schließt Maske ausblasen mit ein. Derartiges soll, wenn ich shuttle richtig verstehe, beim Schnuppertauchen explizit nicht stattfinden (bzw. sofern nicht gewünscht).

Darüber hinaus ist Maske ausblasen auch in anderen Positionen, als kniend machbar.

Und aus diesen beiden Gründen ist Deine Bemerkung zum 1,85m großen Taucher im 1,40m tiefen Wasser etwas fehl am Platze. Darüber hinaus empfehle ich gelegentlich die Proportionsstudie nach Vitruv ... von wegen "Kinn aus dem Wasser"
Antwort von Poldi23 Registriertes Mitglied am 05.08.2010 - 14:26
@Bounty

auch in der Häufigkeit wie in Ägypten? Die scheinen dort nach Ventilen bezahlt zu werden, die Sie täglich in der Hand unter Wasser haben.

@chrecht
wie geschrieben :TL oder DM. Rest heisst nicht Rest ab....

@deep_down : Nö!
Antwort von deep_down Registriertes Mitglied am 05.08.2010 - 16:35
@Poldi23

"Nö!" in Bezug auf die Diskussionskultur?

Das wäre sogar toll - sorgt es doch für gewisse kurzweil.

Oder "Nö!" in Bezug auf Vitruv?

Dann sei nur soviel gesagt, dass ein normal proportionierter Mensch, der Deine Angst vom "Kinn über Wasser" bei knieender Übung in einem 1,40m-Becken erfüllen würde, eine stattliche Körpergröße von ca. 2,20m aufweisen müsste. Für derartige "Recken" wird es im Schnuppertauchen wohl an passender Ausrüstung mangeln.
Antwort von shuttle Registriertes Mitglied am 06.08.2010 - 08:05
Lustige Diskussion, driftet etwas ab, nicht?

@Poldi23 : "Wie machste den das mit Maske ausblasen , wenn Dein Schützling 1,85 m oder größer ist? Der schaut ja im Knien mit dem Kopf aus dem Wasser?" -> ein normal gebauter Mensch mit 1,85 ist kniend in einem Becken von 1,40m Tiefe mit der Maske unter Wasser. Ich bin seit ein paar Jahren i.d.R. wöchentlich im Bad und hatte noch keinen, der mit dem Kopf aus dem Wasser war. Abgesehen davon, kann man die Übung leicht auch liegend machen. Abgesehen davon gehen wir in das nächste Becken, sobald alles gut passt. Wir haben drei: Nichtschwimmer (max 1,40), Schwimmer (2,50), Sprungbecken (3,50).

Zum Thema Müssen: Ob ich die Übungen des Moduls 1 machen lasse oder nicht, entscheidet sich im Wasser nach Wohlfühlfaktor des Betreffenden. Möchte der Proband das Ganze auf einen Kurs angerechnet bekommen, muss er die Leistungsanforderungen erfüllen, das ist aber für das Schnuppern keine Bedingung. Er darf üben, wenn er mag, muss jedoch nicht. Gezeigt wird ihm jedoch alles. Möchte er (sie) und klappt eine Übung, dann gut, wenn nicht, wird (respektive muss) sie nicht wiederholt werden. Wir sind jedoch mind. 1 Stunde im Wasser (oft länger), 90% aller Schnupperer machen die Übungen und es bleibt trotzdem Zeit für herumtauchen, Frisbee spielen, Hindernisse durchtauchen etc.pp.

Bounty: "Beim Schnuppertauchen mache ich gerne „confiened“ im Freiwasser, bei einem See ist das wunderbar möglich" -> das ist bei uns nicht möglich. Wir haben keine Seen, in denen ich das umsetzen könnte, weder von den Sicht- und schon gar nicht von den Temperaturverhältnissen. Im Bad haben die Leute wirklich was davon und auch abschließend einen echten, guten Eindruck vom Tauchen. Das geht ja schon beim Anzug los: Bei ersten Mal erhalten die Leute Shortys, das Waser ist warm, die Sicht hervorragend und der Wohlfühlfaktor groß. Davor und danach: Die Theoretische Einweisung kann man direkt im Bad bei einer schönen Tasse Kafee machen, das Gerät mehrfach zusammenbauen und und und ....
Antwort von Poldi23 Registriertes Mitglied am 06.08.2010 - 08:33
Hallo Hans,

dann vertue ich mich wohl etwas mit der Größe, ich hab halt angenommen, des passt net mit dem Kopf im Wasser.
Ich hab selbst bei 1m Wassertiefe knieend den Kopf immer unter Wasser !

aber zum Thema MÜSSEN: jenau wat isch jesacht hab!

Antwort von deep_down Registriertes Mitglied am 06.08.2010 - 10:51
"Ich hab selbst bei 1m Wassertiefe knieend den Kopf immer unter Wasser"

Das bedeutet, Du hast eine Körpergröße von knapp 1,35m?

Aber nicht unterkriegen lassen.
Was es Dir an Körperwuchs mangelt, machst Du bestimmt mit der Größe Deines Herzens doppelt wieder wett...
Antwort von kwolf1406 Registriertes Mitglied am 06.08.2010 - 12:58
Hi,

obwohl ich häufig für die Freiheit des Ausbilders plädiere (um besser zu unterrichten, als Standards vorgeben), An der Stelle lob` ich mir die strikte Vorgabe des VDST für das Schuppertauchen: Ratio 1:1 - ohne Einschränkungen, auch im Pool.
Alles andere halte auch ich für unverantwortlich, denn Schnuppertaucher haben keinerlei Übung und Erfahrung. die können sogar bei 50cm WT ertrinken, wenn die Sch... beginnt.
Antwort von Bounty Registriertes Mitglied am 06.08.2010 - 16:47
Ok, das ist jetzt bisserl OT ... aber trotzdem:

Shuttle,
mir ist klar, dass man Schnuppertauchen auch im Schwimmbad machen kann, und das auch nett werden kann. Meine Aussage ist NICHT, dass alles außer Freiwasser generell doof ist. Ich sage für MICH ist es doof...ICH mag das nicht so gerne!
Es ist zwar nirgends definiert ob ein TL dabei überhaupt Spaß haben muss, aber ohne EIGENEN Spaß würde ich es echt nicht mehr machen

Ich selbst habe das ja auch schon gemacht (Pool), und die Teilnehmer fanden es alle toll - ICH aber nicht

Und wir haben echt sehr gute Seen dafür hier *noch mehr angiebt*

@Kwolf,
mmmh, um ehrlich zu sein würde ich es auch nicht mögen, wenn mir mein Verband so rigoros die Fähigkeit abspricht dies selbst zu bestimmen ...(und ich bilde mir ein das zu können!)

Das widerspricht sich für mich. Zum einen soll ein TL sich sowohl auf die Teilnehmer und die jeweilige Situation einstellen, auf der anderen Seite wird es nicht benötigt, da der Verband diese Entscheidung im Vorfeld abgenommen hat.

Ich will damit nicht sagen, dass ich es gut oder schlecht finde. Nur sehe ich nicht den Sinn darin ...


Antwort von Cl@us Registriertes Mitglied am 07.08.2010 - 08:02
Ich glaube der "EIGENE Spaß" beim Schnuppertauchen besteht für einen TL darin, daß der Schnupperer Spaß hat !
... und wenn der TL gut ist, hat er auch (fast) immer Spaß.

IGL C.
Antwort von kwolf1406 Registriertes Mitglied am 07.08.2010 - 17:14
Hi Bounty

tja, irgendwo ist die Grenze zwischen Gestaltungsfreiheit und strikter Verbandsrichtlinie. Was ich bisher so mitbekomme, ist da bei PADI eigentlich der Gestaltung meist mehr Grenzen gesetzt, als beim VDST.

Dort, wo die Sicherheit am wichtigsten ist, also bei den Tauchelven, die noch überhaupt keinen Schimmer haben, was unter Wasser atmen auch an Risiken birgt, sehe ich eben die striktesten Regeln gefordert.

Da wundert mich dann PADI, denn ich halte dort die (in meinen Augen Gummibestimmung) offene Regelung des Ausbilder/Schuppertaucher -Verhältnisses für unpassend - und riskant auch für den Ausbilder: Hast er sich vertan, und z.B. mit 1:2 passiert dem einen ein Unglück, hat er ggf. schon gegen die Ausbildungsregel verstossen, da dann "die Bedingungen" dieses Verhältnis nicht erlaubt hatten. (Vergleichbar wie im Strassenverkehr: Wer bei Regen mit 30 kmh ins Schleudern kommt und chrashed, bekommt automatisch wegen den Verhälnissen gemäss zu schnellen Fahrens ein Bussgeld - zusätzlich zu allen anderen Probelmen des Unfalls).

Grüße
Klaus
Antwort von hket Registriertes Mitglied am 17.08.2010 - 11:42
Schnuppertauchen ist ein Tauchgang zum Kennenlernen der Materie.
Der Neuling erhält eine 100% Betreuung, er bekommt sein Gerät montiert und wird beim Anziehen unterstützt, auch beim Flossen anziehen, Maske aufsetzen usw.
Der Schnuppertaucher wird nicht mit Theorie zugetextet, nur die notwendigsten Dinge (keine Luft, Druckausgleich, hoch / runter) abgesprochen.
Gerne wird der Schnuppertaucher auch an der Hand geführt.

=> das geht nur 1:1

Helmut

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