Tauchlehrer werden Abgesandt von Miks am 16.01.2008 - 13:55:
Hallo zusammen!
Ich bin begeisterter Freizeittaucher (Urlaub) und bin mit meiner derzeitigen beruflichen Situation (bin 25) nicht zufrieden.
Jedenfalls spiele ich schon seit längerem mit dem Gedanken von Beruf Tauchlehrer zu werden.
Ich wollte mir hier mal Meinungen einholen, ob dieser Traum realistisch ist:
- Wie schwer ist die Ausbildung und wie lange dauert sie und welche Kosten kommen insgesamt auf mich zu?
- viel wichtiger: Wie ist der Stellenmarkt und was verdient man denn als Tauchlehrer eigentlich? Ist es eine utopische Vorstellung als Tauchlehrer in einem der Traumziele der Welt (Karibik, Malediven usw.) arbeiten zu wollen, weil das vll. einfach viel zu viele wollen und es nur sehr wenige freie Stellen gibt?
Vielen Dank für euren Rat!
Miks
Antwort von Miks am 16.01.2008 - 13:57 Was ich noch erwähnen wollte:
Ich spreche Englisch und Französisch fließend und es wäre für mich auch kein Problem noch eine weitere Sprache wie z.B. Spanish etc. zu lernen.
Antwort von gunther am 16.01.2008 - 14:04 Versuch es mal mit unserer Suchfunktion, Deine berechtigte Frage wurde hier schon zig-mal gestellt. Auch wäre es nicht verkehrt nächste Woche auf die Boot zu fahren und dort mit den ausbildungsorg. zu sprechen und gleichzeitig bei den Basen mal nach zu Fragen was evt. möglich wäre. ABER es ist ein harter und karger Weg, ohne Aussicht auf Reichtümer oder viel Freizeit.
Antwort von °°steffi°° am 16.01.2008 - 14:08 Hai Miks
Die Ausbildung zu TL kostet schon einiges, wie viel weiss ich jetzt nicht genau. Dass du einige Sprachen sprichst, ist sicherlich nicht schlecht und kann dir u.U. helfen einen Job zu finden. Es gibt aber wirklich nicht viele, soviel ich weiss. Zudem verdienst du als TL meist nicht wirklich viel. Einige berichten von "grad so über die Runden kommen", anderen reicht das verdiente Geld nichtmal zum überleben, haben die mir zumindest gesagt.
Antwort von shuttle am 16.01.2008 - 14:37 - Wie schwer ist die Ausbildung ? -> vom intellektuellen Anspruch her nicht besonders schwer, von der PAraxis her kommt es auf dich an, das kann man aus der Ferne nicht beurteilen
"und wie lange dauert sie" -> die Ausbildung dauert nicht lange, bis du die notwendige Praxis hast, um dir mit gutem Gewissen in allen Lagen Menschen anvertrauen zu können, schon ein paar Jahre. Sagen wir mal 3-4 Jahre
"und welche Kosten kommen insgesamt auf mich zu" -> ein paar Tausender, eingerechnet, dass du für Praxis und Material auch Geldmittel benötigst
"Wie ist der Stellenmarkt" -> überlaufen, es sei denn in Gegenden, in die keiner will
"und was verdient man denn als Tauchlehrer eigentlich?" -> hängt von der Region ab, ob angestellt oder selbsständig. Geht so ab 500€ fix + Provision für Kurse bis 1.000€ + Provision .... sowas in der Richtung. Reich werden wenige, obwohl, an Erfahrung schon. Anders kann es aussehen, wenn du tatsächlich den weißen Fleck findest an dem du etwas eigenes aufziehst und der sich dann zum Magneten entwickelt. Oder von deinem Erbe eine gut eingeführte Basis übernehmen kannst
Da du diese Frage stellst, hast du noch nicht viel Praxis und noch nicht viel gesehen. Sorg mal für diese, bilde dich weiter fort und schaue was kommt
Antwort von Kölle Alaaf am 16.01.2008 - 14:53 Man verdient nicht viel, aber die Tauchbasen brauchen immer "Frischfleisch" - wer bereit ist, für "nichts" zu arbeiten, wird keine Probleme haben, um einen Arbeitsplatz an den Traumzielen der Welt zu finden Umso "fordernder" die Ansprüche werden, desto knapper wird das Angebot. 40 bzw. 35 Stunden-Woche und Mindestlohn hat sich halt noch nicht überall rum gesprochen Speziell dort, wo es in Drittwelt-Staaten und reichliches Angebot an einheimischen Tauchlehrern und Divemastern gibt, kann das dann auch schon mal in eine gewisse Leibeigenschaft münden
Antwort von D-32 am 16.01.2008 - 17:34 Lass die Finger davon, nutze deine berufliche Qualifikation sowie deine Fremdsprachenkenntnisse und such dir einen Job in deiner Branche im Ausland.
Natürlich wird man dir vor allem am Stand von PADI auf der Boot vom genauen Gegenteil vorschwärmen - nimm es als plumpe Werbemasche zum Wohle von deren Firmenkonto und zum Schaden deines Kontos, denn mehr ist es nicht.
Wenn du (je nach Beruf) einfach mal ein paar Jahre raus willst, gibt es auch noch Organisationen wie DAAD sowie berufsgruppenspezifische Auslands-Jobbörsen.
ich verstehe nicht, warum immer alle von einem wunsch abgehalten werden sollen.
miks, wenn du das wirklich einen tollen beruf findest, dann solltest du alles tun, es zu erreichen, denn dann schaffst du das auch. auch tauchlehrer ist ein beruf wie viele andere, der blöde seiten hat. diese haben andere traumberufe auf. deswegen ihn nicht mehr ausüben zu wollen ist natürlich unsinn.
vielmehr landen diejenigen am ende in den tauchbasen, die qualifikationen und den echten willen haben, dort zu dienen. denn dann ist es ein dienstleistungsjob. ich würde ja parallel anfangen, in der gastronomie zu arbeiten. diese branche ist ebenfalls in aller welt zu hause, braucht mehr leute und bietet die möglichkeit etwaigen künftigen arbeitgebern eine weitere qualifikation nachzuweisen, die den tauchbasen auch zugute kommt: freundlichkeit und professionalität gegenüber dem kunden
Antwort von Miks am 16.01.2008 - 18:46 Mein "Problem" ist: Ich mache mir ehrlich gesagt weniger Gedanken um den Verdient während der Arbeit an sich - ich denke da kann man durchaus Abstriche machen um umgekehrt als Arbeit das zu machen, was einem 100% Spaß macht.
Aber: Was macht man denn als Tauchkehrer, wenn man älter wird? Ich denke spätestens ab 60 dürfte es da doch schon Probleme geben können... Und wenn man nie viel verdient hat, siehts mit der Rente sicher auch nicht rosig aus
äääh, ab 60?
Als angestellter TL sind bei 3-4 TG am Tag und einer 6-7 Tage Woche 10 Jahre im Job verdammt lang.
Und wenn du dich nicht zusätzlich Kranken- und Rentenversichert hast, versaust du die ganz schnell die Zukunft.
Auch solltest du eine Berufsunfähigkeitsversicherung anschlissen. Natürlich alles extra von dem bisschen Geld, das du bekommst.
Ich denke, du solltest etwas Erfahrung auf verschiedenen Tauchbasen sammeln und erst mal viel tauchen gehen.
Da hast du dann auch viel Gelegenheit, dich mal mit den hart arbeitenden TL’s über ihre Arbeit zu unterhalten.
Antwort von tl3 am 16.01.2008 - 19:13 @eingast
„ich verstehe nicht, warum immer alle von einem wunsch abgehalten werden sollen“
Es geht nicht wirklich um das abhalten.
„Ich wollte mir hier mal Meinungen einholen, ob dieser Traum realistisch ist“
Miks fragt nach unserer (und auch Deiner) Meinung.
Und die Kernaussage lautet wohl, dein Traum ist nur ein Traum. Die Realität als TL sieht anders aus.
Antwort von Nord-diver am 16.01.2008 - 19:54 Selbstverständlich muß D-32 wieder mit Dummsinn daher kommen!!!!
Sag mal muß deine Unqualifizierte Aussage wieder kommen?
Keiner hat hier irgendeinen Verband in den Mund genommen, außer du und das wie immer!!!!
Der Schrei nach D-32 ausblender Button wird immer größer....
Zu den Fragen:
Klar kann es sich lohnen, kann aber genauso in die Hose gehen.
Ist wie in jedem Job, alle haben mal einen Boom und wieder mal ein Tief.
Derzeit ist es aber so, das es zuviele TL´s gibt un damit die Preise im Keller sind.
Der Weg kann schnell sein, aber leider bleibt die Qualität dann auf der Strecke.
Bedenke bitte dabei, du bist unter Wasser für das Leben deiner Leute verantwortlich und willst du dir das nach einem Crushkurs zumuten?
Kosten?
Kommt auf den Verband an.
Da kommen aber noch andere Kosten auf dich zu z.B. Versicherung, Jahresbeitrag, Ausrüstung etc.
Welch tolle Werbung..
Man beachte die tolle Überschrift
Tu bist TL? Dein Tauchverband ist uncool...
Hier klicken
Antwort von tl3 am 16.01.2008 - 22:47 @Nord-diver
„Selbstverständlich muß D-32 wieder mit Dummsinn daher kommen!!!“
Nord-diver du irrst, die Aussage von D-32 ist gar nicht so dumm.
Es macht einen großen Unterschied, ob jemand mit der Ausbildung von Tauchlehrern sein Geld verdient.
Und nach der TL-Prüfung kann die Sintflut kommen.
Oder ob ein Verband/Org. an TL’s verdient, die auch arbeiten.
Weil dieser Verband/Org. auch an der Betreuung und der Beschäftigung des TL‘s Interesse hat.
Und das es beim Tauchen immer auch um Geld geht, darüber sind wir und doch wohl alle einig (der VDST e.V. mal ausgenommen).
Antwort von shuttle am 16.01.2008 - 22:51 Nord-Diver: spitze, der Link rettet den Abend
eingast: er hat Meinungen eingeholt und der größte Teil der poster hier weiß, wovon sie reden. Die gegebenen Empfehlungen müssen ihn nicht unbedingt vom Ziel abbringen, aber sie regen sicherlich zum Nachdenken an. Ich wünsche jedem, das er Erfolg hat, aber Erfolgsstorys gibts nunmal in diesem Business nicht viele. Soll man das verschweigen und glorifizieren?
Antwort von diverhans am 16.01.2008 - 22:54 Moin Miks,
du bist (scheibar) ein Sprachgenie - mach was draus. Nimm dir vielleicht ein halbes Jahr Auszeit, aber nicht mehr. Geh irgendwo guiden für "Hand gegen Koje" - so in der Seefahrt (ohne! Tauchlehrer werden zu müssen), habe deinen (zeitweisen) Spaß in Form von Tauchen ohne Ende, Abends einen Brennen, alleinreisenden Mädels eine Storch braten, etc. Aber verlodder nicht mit 25 Jahren! Soetwas - im angestellten Verhältnis als Beruf - mache ich, wenn ich nichts anderes mehr vom Leben zu erwarten habe. Sei fleißig, arbeite, lerne dazu, bilde dich weiter und gönne dir von Zeit zu Zeit einen geilen Tauchurlaub - das schöne daran ist, dass du nach einer Woche oder 14 Tagen deine Birne wieder einschalten kannst und mußt. Und falls dich der Urlaubstaucher-Status nicht befriedig, sei um so fleißiger und kaufe dir ein eigenes Boot und ein ordentliches Zugfahrzeug - dann kannst du jeden europäischen Tauchplatz selbst erobern, jeden! Und nur hin und wieder mal in den Flieger nach Ägypten steigen... Das(!) jedoch geht nicht von heute auf morgen; Prioritäten setzen, Ziele setzen, darauf hin arbeiten macht (auch) Spaß!
Und glaube mir, Tauchen ist meine Leidenschaft. Ich bin kein TL, habe dafür ein eigenes Boot und ein geeignetes Zugfahrzeug und damit Tauchplätze erreicht, wovon andere nur Träumen. Kannst ja mal Tante google büschen quälen... vielleicht findest`e den Klugscheißer dieses Postings.
Mensch, ..mach wat aus dir, Junge!
@ eingast:
Dein Posting ist im meinen Augen 95%iger Müll.
Lg., Rene
Antwort von Miks am 16.01.2008 - 23:21 Danke für Eure vielen Antworten! Habe das schon in der Richtung geahnt, und es ist wohl auch eine "dumm" Idee als Akademiker Tauchlehrer werden zu wollen...
Ihr habt mir wieder die Augen geöffnet!
Antwort von diverhans am 16.01.2008 - 23:41 Gott sei Dank, Miks! Auch wenn _ich_ in den Augen der anderen (eher, vielleicht) Schwachsinn gepostet habe, so heiligt die Mittel der Zweck. Viel Erfolg von ganzem Herzen, mach wat aus dir... und gehe in deiner Freizeit entspannt tauchen.
Antwort von Miks am 16.01.2008 - 23:49 Nein auf keinen Fall war das Schwachsinn. Es hat mir nur wirklich endgültig die Augen geöffnet. Bin trotz Studium irgendwo unzufrieden und gerade aus einem Malediven-Urlaub zurück. Tja da sieht man dann halt nur die positiven Seiten des Tauchlehrers und denkt sich Mensch, das wär doch was für Dich...
Aber es ist wohl wirklich nicht das Gelbe vom Ei!
Antwort von shuttle am 17.01.2008 - 00:02 Ne, Rene kein Schwachsinn. Schwachsinn ist per Definition eine angeborene Intelligenzschwäche ohne eine nachweisbare Ursache. Und hier ist die Ursache bekannt: Tauchen
Besser hilfreicher Schwachsinn als hochtrabender Müll
... so ende gut, alles gut. Geh jetzt ins Bett, sonst schreibe ich auch noch Sinniges guats nächtle @all
Antwort von diverhans am 17.01.2008 - 00:32 Ich setze noch einen drauf; und da du`s gerade ansprichst, Miks; wenn ich vom Tauchen (üblicherweise Mittelmeer, echt geile Wracks und ganz alleine mit denen) zurückkomme, denke ich _jedes Mal_ : Fisch müßte man sein. Und dann gucke ich mir zeitnah so einen Fisch (beim Aldi in der Truhe) intensiv an und denke erneut darüber nach mit dem Schluß: Neee .. lieber doch nicht! Und trotte zu meinem Job (Ing. beim TÜFF), gehe meiner Arbeit am Fließband nach und träume von den nächsten Abenteuern an "meinen" Wracks und weiß, dass es bald wieder so weit ist. Und bis dahin verdiene ich hinreichend Kohle um mir diesen Spaß hinreichend zu finanzieren...
So Miks, wenn ich dich doch mal als TL (für dauerhaft) an einer Basis treffe, spendierst du mir 3 Whisky wegen meiner verbratenen Zeit zu diesem Thread, ..auch wenn du mich nicht direkt um meinen Rat gefragt hast. Okay?
@shuttle:
Tauchen macht wirklich blöde; grundsätzlich mache ich alles anders als mein Chef anordnet.
Wir sehen uns auf der Boot, shuttle, und schicke mir bitte mal deine Handynummer per PM.
Nachti, Rene
Antwort von Nord-diver am 17.01.2008 - 07:18 TL3 einfach zwischen den Zeilen lesen.
Mir ging es um seine agressivität gegenüber PADI.
Er hat ansich ja Recht mit seinem Posting, aber hier ging es in keinsterweise um TL eines bestimmten Tauchverbandes, sondern um die Sache ansich.
Aber so ein Profilneurotiker braucht das wohl, weil Mami zu Hause ihn das Leben vorschreibt.
Antwort von bikefresh am 17.01.2008 - 09:24 Hallo Miks,
es gibt auch noch einen weiteren wichtigen Fakt, der gegen einen TL-Job im Ausland spricht, gerade mit Deiner Vorqualifikation. Wenn Du das mal ein paar Wochen im Jahr machst, dann aber wieder Deinem festen Job nachgehst-kein Problem. Aber nach einem Ausstieg (auch nur für ein, zwei Jahre) wirst Du ggf. Probleme haben, wieder was "seriöses" zu finden, da Du als "arbeitsscheuer Aussteiger" abgestempelt wirst. Die Knochenarbeit hinter den Kulissen sieht halt kaum jemand.
Folge aber dem Rat meiner Vorposter, bilde Dich weiter und sammle Erfahrung.
Mache ruhig Deinen Divemaster, bevorzugt nebenbei hier und arbeite im Tauchshop nebenbei mit. Nur so erlangst Du einen Überblick. Dann ggf. mal einen "Ferienjob" als DM in einem Urlaubsgebiet, da findest Du ganz schnell heraus, ob das wirklich was für Dich ist.
Ein IDC-Kurs wird mittlerweile wieder für 999€ zuzüglich Lehrmaterial, Prüfungsgebühren etc. angeboten. Da kommen schonmal 1500-2000€ zusammen. Dazu pro Jahr ca. 140€ für den Verband + Versicherungen, so als Anhaltspunkt über die Kosten.
Auch die Kritik an PADI sehe ich mit lachendem und tränendem Auge. Lachend weil es ja "die Anderen" sind , und weinend , weil damit so gute Leute wie shuttle pauschalisiert abgestempelt werden. Sicher hat PADI über Jahre hinaus Instructoren im Fließbandbetrieb "produziert", nur dämmen sie mittlerweile die Flut selbst wieder ein, die durch 299€-IDC-Kurse losgetreten wurde. Aber an dem Imageschaden, verursacht durch Billigheimer-IDC-Fabriken haben sie nun zu knabbern.
Antwort von bikefresh am 17.01.2008 - 09:49 Achso, günstig für einen TL sind auch noch Technikseminare (evtl. über den Tauchshop/die Basis) organisierbar und bei internationalen Einsätzen der "Bootsführerschein See".
"..kennen wir d-32" -> stimmt
"HANSwerk" , klappern -> was soll denn das heißen? .... dass ich altersbedingt zu klappern anfange? ... na ja, so langsam der Fröde ist aber auch nicht viel jünger
Grüße
Hans
Antwort von tl3 am 17.01.2008 - 13:10 Na ja, es ist erst einmal ein Aufruf zu mehr Toleranz.
Danach kann man bestimmt auch lockerer in der Diskussion mit Mitbewerbern umgehen, ohne gleich nach dem Großinquisitor zu schreien.
Danke dir für die Blumen und das Kompliment! (Ich bin älter als du.)
Norddiver: Deinen Müll von heute 07.18 zu kommentieren ist so überflüssig wi deine ganzen Postings in diesem Thread.
Antwort von shuttle am 17.01.2008 - 14:02 D32: ich wollte dich nicht bloßstellen
Antwort von Tauchlady am 17.01.2008 - 14:34 Hallo Miks,
wenn Du mit Deiner beruflichen Situation unzufrieden bist, würde ich Dir empfehlen, verliere nicht aus den Augen, Dich nebenbei umzuorientieren. Unabhängig vom Verband, wirst Du es kaum durchhalten, günstigstensfalls 40 Jahre 6 Tage die Woche und ca. 10 Stunden am Tag zu arbeiten. Der Beruf des Tauchlehrers ist auch körperlich anstrengend (Flaschen schleppen, Boote beladen, den Tauchschülern helfen, um nur einiges zu nennen, was sofort ins Auge springt. Dazu zu viele und zu tiefe Tauchgänge...
Schaue Dir mal in einem Tauchgeschäft und/oder Verein an, was als Tauchlehrer auf Dich zukommt. Wobei das Leben im Verein natürlich einfacher ist, weil Training meist nur 1 x wöchentlich stattfindet und und Tauchausflüge/Ausbildungen auch nicht täglich stattfinden.
In realen, harten Leben gilt leider: je härter, schwerer und länger Du arbeitest, umso mieser ist die Bezahlung. Siehe Manager. So lohnt es sich mehr, eine (gutgehende!) Tauchbasis zu besitzen als dort als Angestellter zu arbeiten!
Ausbildungskosten etwa 1500 Euro für den Kurs, 500 Euro Tauchlehrerprüfung, 300 Euro Materialkosten, alles noch zzgl. 2 Wochen Übernachtung, Essen etc.
Jährliche Mitgliedschaft inkl. Versicherung etwa 350 Euro.
Der Verdienst im Ausland richtet sich immer nach dem was Du alles kannst. Wie weit bist Du bei Padi hoch geklettert? Wenn Du "nur" OWSI bist dann erhälst Du weniger als wenn Du Staff bist. Das gleiche gilt für die Specialties die Du ausbilden kannst. Je mehr desto besser. Wenn Du jetzt noch Englisch, Spanisch und noch eine Sprache sprichst evtl. Italienisch oder französisch, ja dann gibts wieder mehr Geld. Kommt natürlich auch darauf an wo Du stationiert bist.
Freunde von uns kommen nicht mehr zurück nach Deutschland. Ursprünglich hatten sie mal 1 oder 2 Jahre vor im Ausland zu arbeiten. Jetzt sind daraus 7 Jahre geworden. Ob sie das in D noch alles packen würden? Vielleicht?
Außerdem ist es auch ziemlich anstrengend. Viele Stellen sich das sehr einfach vor. Sonne, Meer, Starnd, Tauchen, Mädels .... Dem ist nicht so.Tagsüber Tauchen, Abends mit den Gästen noch Essen gehen, danach evtl. in die Disco uns früh wieder lächelnd am Boot stehen und die Gäste begrüßen und Tauchen MÜSSEN, egal wie es einem geht. Jetzt laß das mal eine ganz kleine Basis sein, wo man nicht 10 Angestellte hat. Wenn da was schief läuft z. B. mit dem Kompressor, dann darf der Tauchlehrer, sofern er sich auskennt, das Teil noch reparieren - früh wollen die Gäste ja wieder Tauchen gehen. (das mit dem Kompressor gesehen in der DomRep.)
Ein ganz großer Vorteil ist aber die ständige Sonne, da macht natürlich das Arbeiten mehr Spaß.
Happy Bubbles
Tommy
instructor4diving
Antwort von D-32 am 18.01.2008 - 14:26 Hallo Tommy,
du schreibst da viel Wahres und Richtiges! Allein schon, tauchen zu müssen, und dann womöglich auch noch an langweiligen Anfängerspots oder jede Woche neu Maske ausblasen unterrichten kann langweiliger sein als ein Bürojob.
Je nach Ort und Ausrichtung der Basis kann ein großer Teil des Jobs darin bestehen, Neulinge zu ködern für einen Schnuppertauchgang. Mir wäre es ein Greuel, tagtäglich mehrfach Schnupperer durchs Riff zu schieben.
Dann eben noch die lange Arbeitszeit, denn zumindest bei gut geführten Basen ist der TL gleichzeitig Animateur. Auch jeden Abend Bier mit Leuten trinken müssen statt nach Feierabend entspannt zu Hause zu wollen ist ein Unterschied.
Plus eben Bürokrams, Reparaturen/Wartung etc.
Die meisten Möchtegern-TLs sehen dieses Komplettspektrum gar nicht. Und das alles machen Leute für einen Lohn, der oft genug unterhalb eines ungelernten Hilfsarbeiters liegt, mit teilweise der doppelten Wochenarbeitszeit. Dafür entschädigt auch die Sonne nicht.
Antwort von bikefresh am 18.01.2008 - 14:49 "Je nach Ort und Ausrichtung der Basis kann ein großer Teil des Jobs darin bestehen, Neulinge zu ködern für einen Schnuppertauchgang. Mir wäre es ein Greuel, tagtäglich mehrfach Schnupperer durchs Riff zu schieben."
@D-32: Danke, der Punkt wurde noch nicht angesprochen. Teilweise wird sogar vom Instructor eine Quote verlangt, d.h. er muß dann von x Schnuppertauchern x OWD-Schüler rekrutieren. Auch das ist kein Spass. Wer ehrlich mit seinen Mitmenschen umgehen will, verkümmert dann ganz schnell innerlich zum Wrack.
Antwort von D-32 am 18.01.2008 - 15:07 Quote: Stimmt! Und wenn du dann eine Hotelanlage voller AI-Touris im Hintergrund hast, die entweder nix machen wollen oder mangels Geld nicht können, gibts nur Hungerlohn oder die Kündigung wegen Unfähigkeit.
Ein hire and fire-Job im call center amerikanischer Firmen ist damit verglichen sicher und gut bezahlt.
Antwort von Tommys am 18.01.2008 - 16:15 @D32 & bikefresh
Absolutes JA!!!
Antwort von Nord-diver am 18.01.2008 - 16:28 Siehste D-32 du kannst sogar vernüftig schreiben, ohne erstmal einen Verband in den Dreck zu ziehen.
Ich laufe mit dir ja konform, aber du solltest bei solchen Fragen hier erstmal den Verband außer Acht laßen.
Jeder der den Beruf "Tauchlehrer" für sich wählt, hat seine eigene persönliche Intention für seine Entscheidung.
Subjektive Meinungen zu pauschalisieren helfen hier dem Einzelnen nicht weiter, der Eine ist glücklich, wenn er unter der Sonne 45 Stunden die Woche Kunden zum Tauchen begeistert, der Andere nicht.
Dem Einen ist viel Freizeit, Privatsphäre, TV und die Riester Rente wichtig um sich gegen alle mögliche Risiken des Lebens abzusichern, ein Anderer sieht Tauchen und" Tauchen Lehren" als Berufung die ihn glücklich-er macht.
Einem Anfang 20Jährigen würde ich persönlich erst einmal empfehlen eine anerkannte Ausbildung oder sein Studium abzuschließen und dann neu abzuwegen ob er/sie wirklich TL werden will.
Jeder der einen Bürojobs als interessanter und ausfüllender empfindet als am und im Meer zu leben und zu arbeiten sollte besser nicht TL werden.
Fast OT
Kurzer Zusatz zu Bikefresh Aussage "Sportbootführerschein See". Da wäre der SKS (Sportküstenschifferschein) sinnvoller. Mit dem SBF-S alleine kann es bei Unfällen kniffelig werden und segeln (kommt immer wieder vor, da preiswerter) sollte man damit auch nicht wirklich.
Mag nach Kleinkrämerei klingen, aber nicht nur beim Tauchen gibt es Unterschiede, auch beim Bootsfahren.
Just my 2 cent
CU Oliver
Antwort von Tommys am 30.01.2008 - 15:42 @milkyway
Ja, stimmt.
Kostengünstiger erhält man den in Ägypten. 100 $ hinlegen und man erhält den internationalen Führerschein See. So fährt ein Kumpel von uns vor Ägypten sein Boot.
Happy Bubbles. Tommy
Wow, der Preis ist gut. Wenn ich bedenke, dass ich für den SBF-S über 400 Fragen auswendig gelernt habe (kein Multiple Choice) und der SKS mir noch erheblich mehr abverlangt hat (inkl. der 300 sm Praxis).
So, genug OT
CU Oliver
Antwort von D-32 am 30.01.2008 - 16:03 Ist ne Weile her, aber vor paar Jahren konnte jeder, der sein Boot ab 20 m Länge auf einer Karibikinsel registrierte, für 2000 USD ein Kapitänspatent für Große Fahrt dazukaufen.
Der SKS oder noch mehr der SSS ist von der Theorie her ziemlich anspruchsvoll. Würde das ein Tauchverband zwingend verlangen, hätte er wohl fast keine TLs.
Und wenn man sieht, mit welcher nautischen Minimalqualifikation in Ägypten die Bootsführer von teuren 36-m-Schiffen 20 Gäste herumfahren, schüttelt man ohnehin mit dem Kopf! Beispiel Seawolf Soul, angeblich einer der besten Kapitäne, die es gibt:
Radarunterstützte Passage östlich Shedwan in der Dämmerung Richtung Brothers: Nein, geht nicht! Nachfrage - Käptn kann das Radar weder bedienen noch das Bild interpretieren.
Wrackansteuerung Hebat Allah: Voll daneben - Käptn hat keine GPS-Position, sucht kreisefahrend eine Stunde lang auf Wassertiefe 35 - 40 m statt 50 m und versteht nicht einmal die dick angezeigte Meterzahl auf dem Echolot.
Ich hebe Dir recht: Sieht man sich die Theorie beim SKS oder noch schlimmer beim SSS an und führt ähnliches bei der TL-Ausbildung ein, dann wären nur 5% der jetzigen TLs noch da.
Ich war so dumm und hab in Ägypten den Kapitän eines Schiffes nach einer Seekarte gefragt. Er wußte nicht, wo die war. Besteck war natürlich auch nicht vorhanden und alle wesentlichen Navi-Hilfen waren aus. Fahren nach Sicht, Intuition und Ortskenntnis ersetzt scheinbar alles. Mit dem Wissenstand würde ich noch nicht einmal ein Schlauchboot fahren
Auf`s Tauchen übersetzt wäre das ein Tauchlehrer mit einem OWD-Brevet (nicht OWI !!!) und 200 TGs. Davon aber 190 TGs an ein und derselben Stelle. Super Erfahrung, dumm nur, wenn man mal woanders ist, als man denkt und es kennt.
CU Oliver
Antwort von Tommys am 30.01.2008 - 16:27 @D-32
Ist ja richtig GEIL!!!
Solche Geschichten sollte man sammeln und dann veröffentlichen. Da hat jeder was zum schmunzeln!!!
Tommy
Ich war schon auf etlichen ägyptischen Schiffen, aber Papier-Seekarte - habe ich noch auf keinem gesehen!
Vorgenanntes Schiff hatte einen Kartenplotter - Bildschirmgröße knapp größer als auf so manchem Handy - Spielzeugs! Radar auch nur LCD-Schirm irgendwas bei 5" mit Radom-Antenne vielleicht 12".
Auf ein neues Schiff dieser Größe gehört ein Kartenplotter mit mindestens 10"-Display und AIS-Overlay, Radar mit mindestens 3` Möwenschleuder und auch 10" Display, ein Autopilot und ein Käptn, der auch damit umzugehen weiß. Stattdessen geben die Eigner überflüssiges Geld für TFT in jeder Kabine aus - braucht kein Taucher auf Safari!
Ich verstehe auch nicht, warum die Eigner teurer Safarischiffe nicht längst die ständig gefahrenen Routen als Plot im GPS ablegen.
@ tommy
Da gab es an der Ostsee mal einen noch zu Decca-Zeiten, der nie Wracks fand, weil sein AP gern die Position dezimal haben wollte, er aber die Positionen in Minuten und Sekunden hatte und genau so eingab. Und bei Eingabe 50 Winkelsekunden in der geographischen Breite gegenüber verlangten 50 geteilt durch 60 mal 100 liegst du verdammt weit vom Zielort entfernt. Der hatte übrigens dieses tolle Karibik-Patent.
@d32
Das erinnert mich an den tollen Skipper, der auf der `91 seinen Törn machte. Hübsch brav via GPS, wenigstens noch geschaut, welche Landmarke er wie beim Einfahren ins Loch peilen wollte. Und dann merkte der liebe Herr, dass er weit ab vom Kurs war. Kommt davon, wenn man ans GPS glaubt und die Amis `91 beim Wüstensturm am GPS gedreht haben.
Das passiert mir nie wieder
CU Oliver
Antwort von Fabian Scubaboy am 14.05.2009 - 12:32 Hallo Freunde wots up?
Kommt tauchen bei mir.
Ich warte
:- ):- ):- )
Europas führende Tauchorganisationen wie ACUC, BARAKUDA, NASDS, SNSI, IDD, Idea Europe, PADI, SSI und DAN-Europe haben sich als Mitglieder des RSTC Europe verpflichtet die Erhaltung der Gewässer durch die entsprechende Ausbildung der jetzigen und künftigen Tauchergenerationen zu gewährleisten.
Tauchen im TV - aktuell Planet Geheimnisse der Meere Heute - 09:40 Uhr Naturdokumentation: Der weiße Hai (1)
ZDFdoku Malediven Heute - 11:45 Uhr Dokumentation: 1972 öffnete die erste Malediven-Insel
SF 1 Penyu Penyu Heute - 12:20 Uhr Die Schildkröten der Celebes-See - Tierdokumentation
20.-27.09.2008
Cave Diving
TL Qualifikation
Trainingscenter
Plankstadt
Weitere Infos:
Barakuda Head Office
0201 - 67 00 49
info@barakuda.de
Forum Foto / Video
Auszug aus diesem Forum:
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