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Tauchnachwuchs
Abgesandt von kanello Registriertes Mitglied am 08.12.2011 - 17:09:

Hallo Diver!
Meine kleine Tochter (9 Jahre und keine Angst vor der Unterwasserwelt) möchte im Frühling den ``Minidiver`` machen.
Da bei uns kein Tauchlehrer Erfahrung mit so kleinen Decobambinos hat komme ich villeicht bei Euch weiter.
Hat jemand Tips im Umgang mit solchen Joungstars im Unterwasserverhalten?

PS: Bin selber CMAS***

Danke!




Antwort von ich bin da Registriertes Mitglied am 08.12.2011 - 17:34
aus welcher Region kommst denn her?
Antwort von kwolf1406 Registriertes Mitglied am 08.12.2011 - 17:35
Hi,

ich denke, dass in so einem Alter ein Kind von einem geschulten Trainer betreut/ausgebildet werden muss. Kindertauchen ist nicht trivial, mann kann einerseits viel Schaden anrichten, andererseits ist Vieles nicht konkret erforscht - wie auch! Schau mal hier: Hier klicken und hier: Hier klicken
Antwort von Euregiotaucher Registriertes Mitglied am 08.12.2011 - 19:14
Also ich persönlich würde dir empfehlen wollen die kleine zunächst mal an einen Tauchlehrer zu geben der sich damit auskennt und der Erfahrung im Umgang mit Kindern hat.

Da du nun keine Region genannt hast kann ich dir nun nicht weiterhelfen wie du an einen solchen kommst.

Währest - oder bist du hier bei mir aus der Ecke - Erkelenz - Hückelhovoen - Wassenberg - Mönchengladbach - könnte ich dir weiterhelfen.

Tatsache ist das die Tauchkids zunächst einmal eine Sicherheit haben müssen und das was sie da unter Wasser tun sich aneignen sollen. Das geht nicht mit simplen Erklärungen - denn auch für Kids kanns - genau wie für die Tauchdinos - auch lebensgefährlich und tödlich sein

(sorry - harte Worte - aber ist nun mal so - es sei denn sie kann auf Kiemenatmung umschalten)

Keine Angst vor dem Wasser heißt nicht gleich das Element Wasser zu kennen.

Hier würde ich eine gute Ausbildung durchlaufen wollen - für das Kind versteht sich. Währenddessen sind sicherlich POOL Tauchgänge mit dem Kind und dir möglich - nicht direkt am Anfang - aber so zwischendrin mal - je nach Tauchlehrer wirst du als DREI STERN TAUCHER das ganze sicherlich auch mal so begleiten dürfen - wenngelich die Tauchgänge im Freiwasser - sofern sie da stattfinden - in SCHWIMMBAD ähnlichen Verhältnissen und Tiefen gemacht werden.

Nachdem dieses Töchterchen dann den "MINIDIVER SCHEIN" ... wie immer der auch heißt hat - wirst du sicherlich auch den ein oder anderen Tauchgang mit ihr in "sicheren Gefilden" machen können. Auch mal ohne TL - denn sicherlich wird es nach der Ausbildung schwierig sein die TLs so zu bekommen wie du - mit deiner Tochter da Zeit finden.

Sinnvoll fände ich da übrigens wenn du dich auch ein wenig nachschulen lassen würdest .. im Umgang mit Kindern unter Wasser (vor allem dem eigenen Kind)Da wird es wohl solche "Specials" geben -wobei ich hier nicht sicher bin

Ich meine erst neulich vom ??? Barakuda ??? ein entsprechendes Angebot gelesen zu haben / bin mir hier aber nicht wirklich Sicher - deswegen erwähne ich das hier mal unter Vorbehalt - aber ich mein da hätte was drin gestandenvon Wegen Tauchen mit Familienmitgliedern und Kinder - ich find da so auf die Schnelle grade wohl nichts - deswegen schliesse ich mal nicht aus das ich da was "interpretiere" - vielleicht weiß wer anders da unter Umständen mehr drüber - deswegen schneide ich das hier an ...

Aber zunächst: Safty first ...
Antwort von Vercingétorix Registriertes Mitglied am 08.12.2011 - 20:04
Ich glaube das wir in dem Alter lediglich von Spielen mit Flasche und Automat im Pool bei max. 1 Meter Wassertiefe reden sollten. D.h. abtauchen zum Gerät und atmen oder kurze Strecken zwischen zwei Flaschen tauchen und sowas. Später reden wir eigentlich auch nicht über Tauchen, sondern über geführte Spaziergänge im hellen klaren Flachwasserbereich. Ich glaube auch und habe auch die entsprechende Erfahrung gemacht, dass man sich aus der Ausbildung besser raushält und das ganze einem vertrauenswürdigem TL mit Erfahrung in dem Bereich überläst. Bei ersten Freiwasserspaziergang bin ich mit geschnorchelt und hätte die Kröte jederzeit rausziehen können.
Langsam und vorsichtig ist die oberste Maxime!
Und es macht riesigen Spaß dem Nachwuchs zu zusehen. Nur er/sie muss es von ALLEINE wollen!!!!
Viel Spaß
VCGTX
Vater ** und Diveleader iSd EN
Antwort von habakuktib Registriertes Mitglied am 09.12.2011 - 00:29
Hallo Kanello,
ich weiß jetzt nicht wo ihr herkommt oder wo Du tauchst (Verein ??, Tauchschule ???, CMAS kann so viel und unterschiedlich sein)

Meine Kinder sind in einem Tauchsportverein des VDST langsam und spielerisch und mit wöchentlichen Training an das Unterwasserleben herangeführt worden. Es gibt in jedem größeren Ort einen Tauchsportverein, Adressen beim vdst.de .
Dort könnte Deine Tochter in Ruhe und sicher den KTSA Bronze und silber machen und dann könntest Du als CMAS*** mit ihr tauchen gehen.
Informationen gibt es auch hier: Hier klicken

oder hier gibt es einen Kurs im Januar:
Hier klicken

Gruß Michael
Antwort von GIK Registriertes Mitglied am 09.12.2011 - 01:57
Salüü,
kann aus eigener Erfahrung sagen, dass meine Kinder jetzt 6 und 8 mich jeden Tag mit dem Gerödel beobachten und natürlich auch neugierig sind. Immer wieder haben sie daran rumgemacht und langsam angefangen daran zu atmen. Machte allen viel Spass auch wenn es nur an der Oberfläche am Boot war die Nemos im 2-3m Bereich zu sehen. Natürlich wollten sie immer näher ran, dann gingen wir eben mal etwas runter, immer mehr und länger und nun auch für 15 Min auf die 2-3m. Dies erfolgte jedoch immer direkt unter meiner Aufsicht und in Körperkontakt.

Das machen wir so ab und zu, denn die Auswirkungen auf den kleinen Organismus sind nicht abzusehen. Es ist in meinen Augen für die Kinder nur ein Spiel und sie sind sich der Konsequenzen nicht bewusst. Die Kinder vergessen Alles was mal gepredigt wurde wenn sie Fische so nahe erleben.

Also Vorsicht ist hier sicher angebracht. Tauchen selber ist auch später noch schnell zu erlernen nicht wie andere Sportarten dessen Abläuft im späteren Alter nicht mehr gleich erlernt werden können.

Natürlich ist es auch schön mit den Kleinen zusammen etwas zu erleben und besonders da wo ich bin ist das Wasser ca. 29C und das macht es viel einfacher und unkomplizierter.
Bin jedoch etwas skeptisch ob dies das richtige ist in dem Alter!

OK, dann viel Spass mit dem Minitaucher

Gruss aus den Philippinen GIK

Antwort von m0ke Registriertes Mitglied am 09.12.2011 - 10:37
Hallo.

wir veranstalten dieses Wochenende ein Schnuppertauchen für Kids ab 10. Die Tauchlehrer, die da involviert sind, habe entsprechend Erfahrung damit, wir haben das schon öfter gemacht.

Raum: Heidelberg/Mannheim

Wenn Interesse besteht, dann melde dich mal per PN.

Gruß
--MIKE
Antwort von Lunie Registriertes Mitglied am 09.12.2011 - 18:40
Ich habe mit meiner Tochter (9) zusammen im Verein angefangen. Ich habe meiner Taucheschein , sie ihr erstes Schnorchelbrevet gemacht. Nun hat sie das zweite Brevet bestanden und will eigentlich schon lange mal mit einem Gerät tauchen.
Wir haben allerdings von Anfang an abgemacht das sie die Brevets (tauchen ab CMAS Junior*) immer im Abstand von min. einem Jahr macht. Nicht als medizinische Vorsichtsmassnahme, sondern weil ich denke das Kinder in dem Alter Sicherheit durch Routine benötigen.
Dafür fand ich die Schnorchelübungen ideal.
Wir gehen im See schnorcheln bis sie ihr CMAS Junior* gemacht hat.

Aber wenn man Vorsicht walten lässt, und die vorgeschrieben Dekostopps einhält
ist das ein absolut ertsklassiges Hobby das mehr bringt als blosse Bewegung und Fitness.
Aussage von Ihr:
Die Jungs spielen alle Fussball und die Mädchen RSG oder reiten. Tauchen macht keiner.Das ist echt cool Papa.

Gruß

Lunie
Antwort von Uwe-Re Registriertes Mitglied am 09.12.2011 - 19:44
@Lunie

Dekostopps bitte nicht mit Kindern!

@GIK

gefällt mir.

Da man die Unschädlichkeit von Kindertauchern bisher nicht belgt hat (Kwol..) wäre es m.M.n. verantwortungsbewußter es sein zu lassen.

Glückauf
Antwort von shuttle Registriertes Mitglied am 09.12.2011 - 22:05
"Aber wenn man Vorsicht walten lässt, und die vorgeschrieben Dekostopps einhält ..." -> Vorsicht lässt man walten, in dem man keine dekopflichtigen TG mit Kindern macht.
Antwort von silentrolf Registriertes Mitglied am 10.12.2011 - 17:34
Gemeint ist wohl der Sicherheitsstop 3 Minuten auf 5 Meter, wobei das bei den möglichen Tiefen mit den Kleinen eher als Pflichtübung für später zu sehen ist.
Antwort von MatV Registriertes Mitglied am 10.12.2011 - 21:20
9J = zu jung!
Bitte dartan denken, das kinder leichter frieren. Neoprenshorty oder 28 °C Wasser!
Kinderprobleme: -Nicht ausgereifte Lungen
-Eustachische Röhre enger und in anderer Lage> Druckausgleich schwieriger
- verschnodderte Atemnebenwege (Nase, Nebenhöhlen) sind häufig
Antwort von Lunie Registriertes Mitglied am 11.12.2011 - 11:12
Ich lasse die Ironie jetzt mal weg.

Meine Tochter soll langsam an das tauchen ran geführt werden und man könnte der Meinung sein ich würde Dekotauchgänge mit einem Kind befürworten?

Wenn Kinder in dem Alter tauchen, wollen sie Fische und Pflanzen sehen. Das kann man auch ohne Gerät im See super machen.

Gruß

Lunie
Antwort von ramklov Registriertes Mitglied am 11.12.2011 - 13:22
@ kanello,
@ Lunie,

"Wenn Kinder in dem Alter tauchen, wollen sie Fische und Pflanzen sehen. Das kann man auch ohne Gerät im See super machen." -> Ganz genau, deshalb lässt man Kinder von 9 Jahren im Wasser mit Gleichaltrigen spielen, das Flossenschwimmen spielend erlernen und ansonsten Spaß am Schnorcheln und Abtauchen mit ABC- Ausrüstung haben. Dies machen die Jugendgruppen der Tauchvereine und des DLRG. Geräteschleppen steht da jedenfalls nicht im Vordergrund.

gruß ramklov
Antwort von argulus Registriertes Mitglied am 12.12.2011 - 18:14
Hallo,
unsere Kinder haben damals sich mit Maske, Schnorchel oder 2. Stufe am langen Schlauch (Flasche stand draussen), herrlich in der Badewanne oder im Planschbecken vergnügt und allen möglichen Spielsachen versenkt. Maske und Schnorchel ausblasen hatten sie irgendwann auch perfekt raus. Allerdings braucht man sicherheitshalber im Bad eine Fussbodenentwässerung oder viele Scheuertücher
Mit 10 Jahren haben sie dann beim VDST im Verein die Kindertauchausbildung angefangen und sind mittlerweile bei silber/** und gold/*** angekommen. Wichtig ist, dass die Kinder es wirklich wollen und auch die für sie erstmal unangenehmeren Teile des Tauchens (Vor- und Nachbereitung etc.) akzeptieren. Bis zum 14. Lebensjahr waren sie aber nie länger als 15 - 20min und tiefer als 6m pro Tag im Wasser, später haben sie sich dann langsam gesteigert.
Wichtig ist ein guter Tauchlehrer, dem wird sowieso mehr geglaubt als den Eltern. Später merken sie dann, dass wir auch Ahnung haben.

Viele Grüße
Thomas
Antwort von wwjk Registriertes Mitglied am 16.12.2011 - 12:51
Es macht viel Spass, hier die unterschiedlichen Erfahrungen zu lesen...
Nr. 1 und Nr.2 bei mir haben auch vorsichtig angefangen. Nr. 3 wollte natürlich mitmachen, musste aber mit 10Jahren ihren ersten Versuch (JuniorOWD) abbrechen-das Hirn hat problemlos mitgemacht, aber der Körper war einfach noch zu klein. Sie wird ihn jetzt im Frühjahr machen und fiebert dem entgegen.
Nr.1 wartet inzwischen nur darauf, volljährig zu werden und damit den DM beginnen zu können, den gesamten Rest hat sie drauf. Im Urlaub gemässigt als Familiengruppe-mach einfach nur Spass!

Dem Rat, sich aus der Ausbildung rauszuhalten und einem geeigneten TL die Ausbildung komplett zu überlassen, schliesse ich mich an.
Antwort von tho.mei Registriertes Mitglied am 17.12.2011 - 15:22
Ich weiss wirklich nicht, welche Panik gewisse hier vor dem Kindertauchen haben.

Zwei befreundete Tauchlehrer, (Mutter und Vater) haben zwei Söhne - 9 und 11 - die beide schon über 50TG haben. Die Mutter ist Kinder-TL. Der 9 Jährige hatte gerade vor kurzem den Junior** begonnen und darf mit Mutter oder Vater auf 5m tauchen. Der ältere ist *** und darf 12m tief tauchen. Er taucht trocken und auch mit jedem DM oder ***. Ich war auch schon mit ihm unterwegs. Und glaubt mir, der Junge taucht sichere und überlegter als mancher hoch-brevtierter erwachsener Taucher.

Ein erfahrener Kinder-TL ist sicher Voraussetzung, für das tauchen mit Kids. Die Kids sollten auch genug Zeit haben um alles zu verstehen. Lieber ein Training mehr und in den nächsten Ferien gemeinsam tauchen.

Das Wichtigste sind aber sicher gute Vorbilder! (Eltern und andere Taucher) Wenn sich die erwachsenen Tauchen nicht an die Regeln halten, darf man auch nicht erwarten, dass es die Kids tun. Dann kann es gefährlich werden.
Antwort von MatV Registriertes Mitglied am 19.12.2011 - 01:06
tho.mei, es geht nicht um die psychische, sondern um die physische Reife. Im Klartext, die der Lunge.
Antwort von kwolf1406 Registriertes Mitglied am 19.12.2011 - 08:41
Und in der Pubertät, gerade in dem Alter, wo das Muskelwachstum aus Knaben starke Männer macht, sind die Wachtumszonen der Knochen weich und verletzlich - das mühelose Schleppen schwerer Ausrüstung kann leicht nachhaltige Schäden setzen.
Antwort von Vercingétorix Registriertes Mitglied am 19.12.2011 - 09:02
Ich weiss wirklich nicht, welche Panik gewisse hier vor dem Kindertauchen haben.

Ich habe keine Panik, man sollte sich nur bewußt sein, dass die Langzeitauswirkungen der Stickstoffeinwirkung auf das ZNS bei Heranwachsenden nicht wirklich erforscht sind. Hinzukommen die von MatV und kwolf1406 genannten Aspekte.

Die nächste Frage ist, was ist den ein KinderTL. Die meisten Tauchleerer haben nicht mal ansatzweise eine Ahnung von Wissensvermittlung an Erwachsene. Kinder lassen wir mal außen vor.

Ich glaube schlicht, dass die befreundeten TL´s verantwortungslos handeln, wenn 9 oder 11 Jährige 50 Tauchgänge absolvieren.
Antwort von tho.mei Registriertes Mitglied am 21.12.2011 - 20:07
Ja, man kann unverantwortlich handeln. Mit Kindern zu tauchen ist aber sicher nicht unverantwortlich. Natürlich vorausgesetzt man geht das richtig an und forciert nichts.

Ich selbst hatte mit 13y den JOWD gemacht. Ich war damals auch noch ein Kind. Ausser, dass ich seither den Tauch-Virus nicht mehr lso werde hatte es mir nicht geschadet.

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