Tec Diving Kurs....... aber wo?? Abgesandt von Shark_Diver am 06.06.2004 - 19:40:
Hi Leute,
ich habe vor in das Technische Tauchen einzusteigen. Habe mich auch schon ein wenig "eingelesen".
Hm... so, nun kommt aber die große Frage, bei welchem Verband/Organisation sollte ich mich Anmelden?
Ihr habt da sicher ein paar Antworten auf Lager, mit vor und Nachteile und so.
Gebt mir einfach ein paar Tips.
Danke schon mal.
Gruß, Roland.
Antwort von Oliver2 am 06.06.2004 - 23:07 @Shark Diver.......
wie wär`s mit "Tec-Rec" oder gar "ATEC" ?????
aber mal ernsthaft....falls du bisher eine vernünftige Ausbildung hattest, die dir ein "tragfähiges" Fundament gibt, also diverse Berechnungen sollten dir nicht fremd sein, besorg dir ein gutes Buch ( zum Beispiel die Enzyklopädie des technischen Tauchens von B. Aspacher) und dann schließ dich ein paar "guten" Jungs (oder auch Mädels, aber eher selten vertreten) an. Rein taucherisch ist das sog. "technische" Tauchen auch nix anderes, wie "normales" Tauchen. Da wird weder anders geatmet noch anders tariert also rein praktisch betrachtet, kommen da "nur" ein paar Dinge dazu....mehr und auch ein wenig andere Ausrüstung, Umgang mit Dekoboje, ....aber wie gesagt, ansonsten nix geheimnisvolles....
Was willst Du Shark_Diver sagen.
Er soll einfach keine Ausbildung machen? D12 (oder größer) und drei Stages tauchen sich genauso wie eine Mono 10? Das "nur" ein wenig mehr kann einen Taucher sehr schnell überforden. Darüber hinaus unterscheiden sich technische Tauchgänge (Vorbereitung, Ablauf, Notfallprocedere) schon ein wenig von recreational Tauchgängen.
Klar - wenn Du einen erfahrenen technischen Taucher hast, der Dich mitnimmt und "nebenbei" ausbildet, kann das schon funktionieren. Aber in der Regel stehen die nicht an der Straßenecke mit ´nem Schild um den Hals... (und ´ne Menge Leute die ich kenne, haben dazu gar keine Lust, weil Aufwand und Belastung einfach zu hoch ist)
Gruß
Horst
Horst
Antwort von Shark_Diver am 07.06.2004 - 08:13 Guten Morgen,
vielen Dank erst mal für die beiden Antworten.
Leider kenne ich "noch" keine Tec Taucher, kann also so niemanden Fragen.
Des weiteren möchte ich schon eine gute Ausbildung geniesen, auch wenns etwas teurer ist.
Wo habt ihr den eure Ausbildung gemacht, oder würdet ihr die Ausbildung wieder da machen??
Bin mal gespannt auf neue Antworten.
Ciao, Roland.
Antwort von Horst Dederichs am 07.06.2004 - 08:32 @shark diver
Ein paar Leute die wirklich einen guten Ruf haben wenn es um Ausbildung geht:
Antwort von HAI0105 am 07.06.2004 - 09:44 Hallo Shark
Wenn du deine Ausbildung im warmen Wasser machen möchtest kann ich dir nur Tarek Omar empfehlen. Der hat ne Basis in Dahab und unterrichtet nach TDI. War dort sehr zufrieden. Einen Link zu seiner Seite findest du unter www.naturalborndivers.de
Gruß Heiko
P.S. Wenn du aus dem Süddeutschen Raum kommst, kannst du gerne mal mit uns mitgehen.
Antwort von Tieftaucher21 am 07.06.2004 - 10:25 Oder hier: Hier klicken Dort ist das Thema TEC recht gut veranschaulicht.
Antwort von Andy (der Echte *g*) am 07.06.2004 - 16:38 Achim Schöffel von Hier klicken bietet eine hervoragende Ausbildung nach GUE-Richtlinien an. http/www.gue.com
@tt21: auch wenn du dich der Meinung von PR angeschlossen haben solltest - das war hier nicht die Frage von Shark_diver: Zumal PR einen persönlichen Hass auf tec-Diver zu haben scheint...
Have Fun and Safe Diving
Andy
Antwort von Oliver2 am 07.06.2004 - 20:01 @Horst Dederichs......
"...Was willst Du Shark_Diver sagen..."
==>Hmmmmm an sich das, was ich geschrieben habe, denn hätte ich was anderes mitteilen wollen, hätte ich wohl was anderes geschrieben...
"...Er soll einfach keine Ausbildung machen?..."
==>So ungefähr das ist aus meinem Beitrag herauszulesen, du hast es recht gut erfasst....
"...D12 (oder größer) und drei Stages tauchen sich genauso wie eine Mono 10?..."
==>Ah ja....du würdest also einem "Anfänger" gleich von Anfang an eine Doppel 12 oder größer und noch 3 Stages anhängen????
Vielleicht erstmal eine Doppel 10 (oder auch Doppel 12, der Unterschied ist wirklich nicht soo riesig) in einem nicht zu tiefen See...dann ist der Supergau das einschlagen in 10 oder 15m Tiefe...dann mal EINE Stage dazu und ein bisschen mit der Boje üben und Automatenwechsel und Ventile bedienen und was so alles dazugehört...dann, wenn alles gut klappt, auch mal 2 Stages....aber damit (also mit Doppel 12 und 2 Dekogasen reden wir bereits über so 60 bis 80m TG!!!!!!)
"...Das "nur" ein wenig mehr kann einen Taucher sehr schnell überforden..."
==> DESHALB ja auch im FLACHEN beginnen und nicht an der Galerie, wo es passen MUSS...
"...Darüber hinaus unterscheiden sich technische Tauchgänge (Vorbereitung, Ablauf, Notfallprocedere) schon ein wenig von recreational Tauchgängen..."
==> Ach ja??? Aufgrund deiner Wortwahl erlaube ich mir mal zu vermuten, daß wir von grundsätzlich verschiedenen Arten des Tauchens reden.....Ich schrieb was von "...bisher vernünftiger Ausbildung..." Darunter verstehe ich sowas wie CMAS ** oder ***, eine Erfahrung von so um die 250 oder 300 Tauchgängen, AUCH im Kalten, AUCH im Dunklen und AUCH ein wenig tiefer als die "Diving is Fun" Equipe mit ihrem Recreational-Nullzeiten-Gehopse....
-Dann sind nämlich Tauchgangsplanung, Dekoberechnung, Gasverbrauchsberechnungen, diverse Partialdrücke etc. keine Fremdworte....
-Dann ist derjenige sicherlich auch schon mal ein wenig mehr als eine Mono 10 getaucht...
Also: WAS ist nun daran SOOOOOOO schwierig????
"...Klar - wenn Du einen erfahrenen technischen Taucher hast, der Dich mitnimmt und "nebenbei" ausbildet, kann das schon funktionieren. Aber in der Regel stehen die nicht an der Straßenecke mit ´nem Schild um den Hals... (und ´ne Menge Leute die ich kenne, haben dazu gar keine Lust, weil Aufwand und Belastung einfach zu hoch ist)..."
==> Ah ja....ich verstehe....die "Belastung", mal---oder auch ein paar Mal öfters, bis derjenige soweit ist, auf etwas engagiertere Tauchgänge mitzugehen--- mit jemandem in einen See zu gehen und ihm behilflich zu sein ist also zu groß.... Da drängt sich mir die Frage geradezu auf, wie solche Leute mit der "Belastung" eines sagen wir mal 100m Tauchgangs zurechtzukommen???Wie kann so jemand die Verantwortung bzw. zumindest Mit-Verantwortung für einen Tauchpartner übernehmen, wenn die "Belastung" in einem Baggerloch durch jemanden, der mit Doppelpack, Stage und Dekoboje "rumspielt" schon zu hoch ist....
So, jetzt könnt ihr mich zerreissen, wenn ihr wollt, aber gespannt wäre ich schon auf sachliche Antworten.....
Oliver
Antwort von elin am 08.06.2004 - 06:25 @Tieftaucher
Der Bericht sitzt!, und stimmt für viele der mir bekannten Tauchgemeinde (inklusive vieler hier im Forum Schreibender!!!)
grüsschen Eline
(die mit den grossen )) und dem knakigen Ars...)
Wenn Du sachliche Antworten möchtest, sollte vielleicht auch Dein Ton sachlich bleiben, ansonsten provozierst Du ziemlich schnell eine verbale Schlammschacht aus der ich mich sicherlich raushalten werde.
Wir reden über TG´s im 60 - 80 Meter Bereich - ehrlich? Ich dachte technische Tauchgänge finden im Schwimmbad statt... Ich wechsle jetzt die Tonart damit wir eine vernünftige Diskussion hinbekommen.
Auch im technischen Tauchen wird natürlich Schritt für Schritt ausgebildet, das ist doch unstrittig!
Aber wo fängt technische Tauchausbildung denn an?
Ist Tauchen mit einem D10 technisches Tauchen?
(Das D12 taucht sich übrigens auf Grund seiner Gewichtsverteilung um Meilen besser, als das D10)
In meinen Augen nicht - aber das ist halt eine Grundsatzfrage. Das man so anfängt bestreitet neiemand, aber das Ziel sind doch sicherlich Tauchgänge mit Trimix jenseits der 60 Meter Marke und dafür ist in meinen Augen eine vernünftige Ausbildung zwingend notwendig.
Jemand der die von Dir beschriebene Erfahrung sowohl in der Theorie als auch in der Praxis aufweist, hat mit Sicherheit weniger Schwierigkeiten mit technischen Tauchgängen und kann sich da auch autodidaktishe hinarbeiten. Aber wenn Du einen wirklich guten TL hast, sparst Du nicht nur Geld (Kauf falscher Ausrüstung zB. D10), sondern Du lernst einfach eine Menge.
Würdest Du einen Höhlentauchgang ohne entsprechende Ausbildung machen? Ich nicht! Und Tauchgänge habe ich ein paar mehr als die von dir angesprochenen 300....
Ich hatte schon CMAS Instructoren in der Ausbildung die deutlich mehr als 1000 TG hatten und mit den Anforderungen des technischen Tauchens völlig überfordert waren. (und darüber hinaus von der von Dir angesprochenen Theorie überhaupt keine Ahnung hatten - jetzt frag mich nicht wie sie TL geworden sind - das weiß ich nämlich auch nicht!) Es ist halt doch alles nicht so einfach.
Hattest Du schonmal einen Tauchpartner (Schüler) der auf 60 Meter Panik bekommen hat. Sehr witzig sag ich Dir... Dann kannst Du nur hoffen, dass du genug Erfahrung hast die Situation wieder in den Griff zu bekommen, denn dann werden die ach so einfachen TG plötzlich zu einer ganz heiklen Angelegenheit.
Ein paar der Besten technischen Taucher sagen einfach mir fehlt die Zeit (zeitliche Belastung) Taucher auszubilden da ansonsten zu wenig Zeit für die eigenen Tauchgänge übrigbleibt.
So pauschalisierte Aussagen wie "technisches Tauchen ist doch ganz einfach" halte ich einfach für gefährlich und man sollte die ganze Angelegenheit vielleicht deutlich differenzierter betrachten.
Horst
Antwort von DarkShark am 08.06.2004 - 09:45 @Tieftaucher21
Über die Realsatire von PR habe ich natürlich herzlich gelacht, aber `Tech- Diving` scheint doch mehr zu sein als das Anlegen von mindestens 8 schwarzen(!) Neoprenklamotten...
@Shark_Diver
Die Frage nach dem `richtigen Verband/Organisation, auch wenns etwas teurer ist` hat die Diskussion wohl auch erledigt. Ein Kurs nach PADI (oder sonst wie)- Art kostet nur teures Geld und kann so nicht funktionieren, weil (und in diesem Punkt stimmt sogar mal die PADI- Philosophie!) man `Tauchen nur durch Tauchen lernen` kann. Damit man diese Lernphase auch überlebt, übt man halt im Baggersee und spart dabei auch noch das Geld für`s Helium.
@HAI0105
Danke für den Hinweis auf Eure Website! Da den `besten technischen Tauchern` ja lt. Horst angeblich stets die Zeit zum Ausbilden fehlt, ist ein lockerer Informationsaustausch zwischen Leuten mit ähnlichen Interessen sicher der beste Weg zum Ziel. Leider bin ich ein wenig von Eurer `Divezone` entfernt...
Also: Wer Lust hat - ohne Diskussion von Lebensanschauung oder Verbandsphilosophie- in die Thematik einzusteigen, kann mir ruhig eine Mail schicken. Vielleicht kann man ja gemeinsam etwas auf die Beine stellen...
Gruß,
D.S.
Antwort von subcontrol am 08.06.2004 - 11:49 @DarkShark
Aus welcher Gegend kommst du? Falls du Interesse hast, kannst du gerne mal mit mir mitkommen und dir das Ganze Gerödel anschauen. Ich habe sowohl den PADI Tec Rec Kurs als auch den IANTD Trimix Schein gemacht - ganz nebenbei bin ich auch noch PADI Divemaster und CMAS** - du siehst keinerlei Vorurteile ) Ach ja, nur falls du nichts gegen eines der eher seltenen Mädels hast, das bin ich nämlich
CIAO
Antwort von Lubudiver am 08.06.2004 - 11:52 @Oliver und Horst
Ich denke, dass Ihr beide irgendwo recht habt.
Ein guter,erfahrener (!) Instruktor und eine damit gute und fundierte Ausbildung bringen einem sicherlich Vorteile und einen gesteigerten Sicherheitsaspekt.
Allerdings denke ich, dass jemand, der sich entscheidet ins technische Tauchen einzusteigen, schon ein Stück weit auch Oli´s Einstellung haben sollte. Sprich einen gewissen Wissendurst an den Tag bringen und sich auch selbstständig informieren, um die unterschiedlichsten Einstellungen und Meinungen (die es ja zu genüge gibt...) auch abwegen zu können. Entsprechend seiner Ausbildung, die er bisher genossen hat, eben mit dem zusätzlichen Equipment im sicheren Rahmen zu trainieren und entsprechende Fertigkeiten einzustudieren (die von Oli angesprochenen Trainingstauchgänge im 10m-Bereich).
Dies gepaart mit einer entsprechend qualitativ hochwertigen Ausbildung, stellt imho den besten Weg dar.
Häufig ist es aber so, dass die meisten Taucher bis dato nur die Ausbildungsabfolge der Sporttauchverbände kennen, d.h. von Kurs zu Kurs mehr dazulernen (und da sind alle Ausbildungsorganisationen gleich!). Ich denke, dass es im technischen Tauchen mehr an Eigeninitiative benötigt...
Grüßle
Thorsten
Antwort von DarkShark am 08.06.2004 - 12:57 Hi subcontrol,
Danke für Deine Antwort! Ich treibe mich hauptsächlich in der Gegend von Stuttgart herum, zeitweise auch in Hannover. Daraus ergibt sich eine ziemliche Reichweite, nur der extreme Osten oder Westen wären normalerweise etwas zu weit für`s Gerödel- Gucken :o .
Taucherisch habe ich meine Nase schon in einige Gewässer gesteckt sowie ein paar bunte PADI- Kärtchen gesammelt. Und gegen Mädels habe ich natürlich auch nichts ( solange sie nur in schwarzem Neopren stecken ).
Gruß,
D.S.
Antwort von subcontrol am 08.06.2004 - 13:15 @DarkShark
na ja, mein Trocki hat einen gelben Latz aber ansonsten ist er schwarz - ich hoffe das geht in Ordnung so Ich tauche vor allem in der Gegend Kehl/Laar, da gibts die besten Seen. Jetzt fahre ich erst mal nach Genua, da ist Wracktauchen an der Haven angesagt. Danach melde ich mich und du kommst einfach mal mit deinem Tauchkram dazu, wenn wir am See sind. Nur gucken ist langweilig, selber machen ist besser - extra für dich lasse ich dann meinen Rebreather zuhause und tauche das gute, alte Doppelpack. See you
Antwort von subcontrol am 08.06.2004 - 13:25 @Oliver2
Man(n) kann es sich natürlich bei der ganzen Tec Taucherei schwer machen und das Rad neu erfinden. Ich bin ein bequemer Mensch und lasse mich gerne von anderen "inspirieren" - sprich, ich mache einen Kurs hier und einen da und ziehe mir aus allem das Beste raus und fahre ganz gut damit. Ich kann sogar die Belastung eines 100m TG ertragen - trotz Tec Rec Kurs Nimm doch nicht alles so ernst - auch Tec Tauchen kann lustig sein, auch wenn es mit dem Recreational- Gehopse nicht so richtig klappt - bei all der Ausrüstung sieht das eher nach gewatschel und getrampel aus - elefantös eben. Den ernsten Teil der TG erledige ich zuhause am Rechner oder in der Werkstatt - im Wasser habe ich einfach Spaß Have fun
Antwort von Matthias Pfister am 08.06.2004 - 13:58 Einen wunderschönen Tag allerseits,
es freut mich sehr, zu den paar Leuten gerechnet zu werden - die einen guten Ruf im Bereich des so genannten Technischen Tauchen haben - vielen Dank.
Ja es ist schon einige Zeit her, als ich mit der Equipmentschlacht begonnen habe, Anfang der 90 Jahre, es war noch Neuland, die Informationen über Extremtauchen waren sehr spärlich und es gab nur wenige Ausbilder in Europa die wirklich auf mehr als 5 Jahre Erfahrung verweisen konnten. Das Internet war auch noch nicht so aussagekräftig wie heute und die Zeit auf der Autobahn /Fähre / Schiff für die Anreise zu Kursen war meist größer als der eigentliche Unterricht. Bepackt mit neuen Eindrücken und dem Wunsch das Erlernte endlich umzusetzen passierte erst mal nichts – warum ????? Das passende Equipment musste beschafft werden, nur woher, wen fragen, was ist das beste, reicht die sauer zusammengesparte Kohle überhaupt ???? Was einem damals keiner sagte war, kauf das oder jenes – das ist gut, hat sich bewährt, ist einfach und sicher zu handeln, bringt dich nicht in Gefahr……….. usw. – warum auch ???? Es hatte keiner Ahnung davon, jeder war seines Glückes Schmied und durfte nach Herzenslust Ausrüstung zusammen bauen, Erfahrungen sammeln, den einen oder anderen beinahe Unfall erleben und dann wieder neu konfigurieren – eine wirklich tolle Zeit. Hat mir persönlich sehr viel gebracht, allerdings erst sehr späht – diese Art der Ausbildung machte auch aus mir einen sehr selbstbewussten TEC TAUCHER der schlimmsten Art – nichts konnte besser sein als meine Ausrüstung, meine Planung, meine Art der Umsetzung war einfach das Ultimative und das habe ich in einer Selbstherrlichkeit auch nach Außen vertreten – ich fühlte mich unverwundbar, glaubte über Wasser und sonstiges gehen zu können – das war schon geil.
Doch warum schreibe ich dies hier überhaupt ???? Einige werden denken – der Pfister spinnt jetzt total – hat das alles erfunden, usw. Nein das sicherlich nicht, da gab es andere, die mir geholfen haben – gewerbliche Ausbilder und auch nichtkommerzielle Mischgastaucher – meinen Erfahrungsschatz zu ordnen und neue Sichtweisen dessen zu zeigen, was uns alle verbindet – das Interesse und der Spaß am sicheren Technischen Tauchen.
Roland (Shark_Diver) fragte nach Verbänden und sicherlich auch nach deren Ausbildern, nicht wie er sich das ganze selbst beibringen kann. Die Antworten von einigen sind typisch für das Netz – viel schreiben – keine Ahnung – und vor allem KEINE GEWERBLICHEN.
Ich kann es durchaus nachvollziehen, dass es einigen nicht gefällt für erforderliches Wissen zu zahlen – ist nur nicht jedermanns Sache mit der nötigen Disziplin an die Sache ranzugehen – viele glauben einfach zu sehr an das geschriebene Wort einiger selbsternannter Päpste und deren Aussage – alles easy, kein Thema das Ganze ist halb so wild – spar dir die Kohle und lese hier, kauf Dir ein Busch, usw. WARUM NICHT ????? Macht es doch einfach !!!! Dann allerdings mit allen Konsequenzen.
Roland ich kann Dir nur raten dich persönlich zu informieren, sicherlich ist das Netz sehr gut um zu recherchieren – doch wirst Du nicht daran vorbeikommen, Dir den Ausbilder genauer anzusehen, sprich mit Ihm über seine Historie, schau Dir seine Ausrüstung an und frage warum er/sie gerade dieses oder jenes taucht, hör Dir seine Geschichte an und lerne den Menschen kennen – es gibt leider sehr viele die wenig von dem verstehen was sie vermitteln wollen – meist aus zuwenig eigener Erfahrung und sehr oft auch aus falschen Beweggründen. Und es werden immer mehr – das Angebot für Dich wird größer – leider wird dadurch auch die Auswahl schwieriger. Bevor Du eine Ausbildung beginnst, mach Dir bewusst, dass Dich diese Art des Tauchens dem Tode näher bringen wird als Dir lieb sein kann.
Zu den Verbänden kann ich Dir nur sagen – suche Dir einen aus der International anerkannt ist – leider gilt hier immer noch die Karte und nicht Dein Können. Ob TDI, GUE, IANTD, oder ANDY ist da eigentlich egal.
Viel Spaß bei Deiner Suche nach dem Ausbilder Deines Vertrauens.
Matthias Pfister
Antwort von subcontrol am 08.06.2004 - 14:20 @MatthiasPfister
Danke, endlich ein klares Wort!
Antwort von Matthias Pfister am 08.06.2004 - 14:52 Da fällt mir noch etwas ein, ist mehr eine Frage und gehört sicher in einen anderen Bereich des Forums:
Warum schreiben die meisten hier nicht mit Ihren wirklichen Idendität, sondern verstecken sich hinter einem Kunstnamen - liest sich nett hat für mich allerdings etwas mit Heckenschützenmentalität zu tun - oder könnt Ihr nur inkognito schreiben ?????
Fast mag ich dir Recht geben. Nur steht das fast im Widerspruch zu dem was du vorher sagtest; "... persönlich zu informieren, sicherlich ist das Netz sehr gut um zu recherchieren ..."
Nach getaner, eigener Meinungsbildung wird einem dann recht schnell klar, dass man mit einem vom z.B. abc-Verein *gepraegten* Ausbilder besser nicht ins Wasser will (sonst waere er wohl nicht in dem Laden, und wuerde deren Standards predigen).
Beispiel ... "Buddy System". Fuer mich ist es elementar und voellig kompromisslos, technische Tauchgaenge nur mit Partner zu machen. Davon mal ab, das es im Team einfach mehr Spass macht. Der Tauchpartner ist integraler Bestandteil des Systems "technisches Tauchen".
Wenn jetzt ein Tauchlehrer mit der "Zulassung" seiner Tauchgesellschaft mir beibringen will, man koenne sich `eh nicht auf den Buddy verlassen in groesseren Tiefen; dann ist nicht nur der Standard, sondern auch der Ausbilder abzulehnen.
Ergo, faellt der "Verband" fuer weitere Betrachtungen aus. Denn der Ausbilder wird mich darauf hin ja auch pruefen, oder?
Gerade habe ich dazu eine klasse Nachtlektuere gelesen: Fatal Depth, Haberstroh Hier klicken
PS: bzgl. inkognito das *ist* mein Name. Und, kennen wir uns? eben
Antwort von DarkShark am 08.06.2004 - 15:57 @subcontrol
O.K., dann viel Spass in Italien! Die `Haven` muss ein wirklich gigantischer Pott sein! Vielleicht kannst Du ja mal ein paar Fotos schießen und einen Bericht dazu bringen. Leider muss ich meine Auslandsaktivitäten zur Zeit etwas einschränken , mein letztes Mittelmeer- Wrack war nach Ostern die `Zenobia` vor Zypern. Allerdings ist das Tauchen dort nicht besonders anspruchsvoll, wenn auch sehr interessant...ein paar Fotos habe ich dann auch hier bei `Taucher.net` reingestellt.
Vielleicht ergibt sich ja mal im Anschluß ein TG- Termin, melde Dich ruhig mal!
Gruß,
D.S.
Antwort von Peter Gaertner am 08.06.2004 - 16:01 Hi Shark-Diver,
jetzt gebe ich doch noch meinen Senf dazu:
Wie Du siehst, gibt es nicht "den" Weg. Du musst Deinen selber finden. Der eine schraubt. Der andere zahlt. Aber das ist auch egal. Wichtig ist nur: Du musst gesund aus dem Wasser kommen. Und da gibt Dir keiner der beiden Wege eine Garantie für. Jeder muss eben seinen Weg gehen. Dabei ist es von Vorteil etwas von beiden Seiten zu haben: Einen Erfahrenen Ausbilder (egal, ob er geld dafür bekommt oder nicht) und die nötige Neugier und wissensdurst um sich selber was anzueignen.
Ich denke, Du bist auf dem richtigen Weg: Du stellst Fragen und informierst Dich.
Mach weiter so! Dann wirst Duauch den für Dich richtigen Verband/Ausbilder finden - denn den kann Dir keiner nennen, den musst Du selber finden!
Grüßle
Peter
Antwort von Matthias Pfister am 08.06.2004 - 16:44 Nun Mr./ Mrs. Soni,
die Bemerkung bezog sich auf die Wertigkeit der Verbände, hier ist es zunehmend egal welches Brevet Du auf der Basis deines Vertrauens im Ausland vorzeigst, solange es eines dieser Verbände und sicherlich auch noch einiger anderer ist.
Dies stellt keinen Widerspruch zu meiner empfohlenen Vorgehensweise dar. Die Aussage TL eines ABC Verbandes………. kann ich auch grundsätzlich nachvollziehen, hier ist zu erwarten wenig Wissen und Können vermittelt zu bekommen, doch nicht jeder Verband hält das was er verspricht, auch nicht die etablierten und alten Organisationen haben keine aktuellen Manuals, in der Regel sind Standards und Lehrinhalte veraltet.
Hier kommt dann die Erfahrung des Ausbilders ins Spiel, diejenigen welche nur Ihre Standards und die Ideologien Ihres Verbandes vermitteln können und auch noch glauben, dass dies das Gelbe vom Ei ist sind nicht gerade die erste Wahl. Die Ausbilder mit der entsprechenden EIGENEN Erfahrung sind hier in der Lage die Standards zu erweitern und dem Schüler hier mehr Wissen und Können zu vermitteln. Der Verband mit seinen Standards kann das NICHT !!!!!!!!
Ich gebe Dir heute Recht, dass das Buddy System die elementare Grundlage für Technische Tauchprofile ist (vor einigen Jahren hätte ich Dich für diese Aussage nur müde belächelt, heute weiss ich es besser und brauche keinen Penisersatz mehr; wie viele andere).
Das fatale an der ganzen Sache ist doch die Art und Weise, wie heute mit anspruchsvollen Tauchgängen umgegangen wird, jeder kann es, jeder macht es und nichts ist dabei ein Problem, jedenfalls wenn ich das hier und an anderer Stelle des Heiligen Netzes so lese, wie schon geschrieben alles easy .
Verbände lösen keine Probleme unter Wasser, sie haben nur einen einzigen Zweck:
Geld verdienen !!!!!!!
Doch was soll der Ausbilder den machen ????? Er hat doch keine andere Möglichkeit, als sich einem Verband anzuschließen, der Schüler erwartet doch eine entsprechende Zertifizierung für den erfolgreich abgeschlossenen Kurs, oder wärst Du glücklich ohne das bunte Kärtchen ??? Was willst Du im Ausland erzählen, oder anders wie willst Du jemand überzeugen, dass Du das beherrschst, von dem Du sprichst, wer wird Dich mit Gas, Equipment versorgen ????
Ein gewerblicher ist es in der Regel, oder Du baust Dir Deine eigene Logistik, inkl. Gase, Kompressor, eigenes Boot usw. Dies machen allerdings nur die wenigsten – darf ja zudem auch nix kosten – Geiz ist Geil Mentalität.
Nein wir kennen uns nicht, kann auch nicht erkennen, ob SONI nun Dein Vor- oder Nachname ist. Eigentlich Schade
Gruß
Matthias Pfister
Antwort von greif am 08.06.2004 - 18:09 @ Matthias Pfister.
Du mit Deinen "Heckenschützen"...
Ich weiss nicht, ob Alberto Moravia, Curzio
Malaparte, Erich Maria Remarque, Voltaire,
Stendhal, Anatole France, Lewis Carroll,
George Orwell, Mark Twain usw usf alle
Heckenschützen sind.
"Nom de plume" bedeutet ja doch nicht automatisch
Lizenz zum Schwachsinn.
Gruss
greif
PS: Und dazu, bei der "Tobleronebrevetverteilerin"
weiss ich, dass sie gar nicht erst mitbekommen hat, dass Toblerone keine Schweizer Firma mehr ist. :o Keine Bange, schmeckt immer gleich, schmeckt immer gleich. Nur um zu sagen, dass die gewählten Namen manchmal auch informativ sein können.
Antwort von Steffen Balthasar am 08.06.2004 - 18:37 Höchste Zeit für nen neuen Verband, was?
Antwort von Shark_Diver am 09.06.2004 - 07:26 Vielen Dank erst mal für die vielen Antworten!
Aber wie ihr auch schon geschrieben habt wird es nicht den einen Verband geben.
Ich habe jetzt die Qual der Wahl den richtigen zu finden.
Matthias Pfister hat Natürlich recht das ich danach auch so ein buntes Kärtchen in der Hand halten möchte, und zwar nicht als Penisersatz, sondern um auch im Ausland oder eben bei uns hier "Anerkannt" zu werden (Flaschenfüllungen usw.)
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