Unsere TEKKIES kommen hier unter. Alles rund ums Technical Diving, Extremtauchen, Gasgemische, Equipment fürs technische Tauchen und vieles mehr. Kompetenz ist garantiert. Natürlichen gibts hier auch Infos und Antworten zum Thema Berufs-, Höhlen- und Tieftauchen.
  • 1
  • 2

Trainieren für Freiwasseraufstieg?

Hallo,
ich bin zwar kein Tekki, aber ich denke Ihr kennt euch mit der Materie am besten aus!

Wie kann man Freiwasseraufstiege ohne Referenzpunkte in trüben Wasser trainieren? Und Dekostopps einhalten?

Ich habe vor dadurch sicherer im Tauchen zu werden, fals mal keine Steilwand zum auftauchen da ist. Und ich nicht aus 30-40m hoch schießen will!
AntwortAbonnieren
milkywayUnvollendet
20.01.2010 09:10
Hallo!

Na, ich oute mich mal und möchte gleich vorwegschicken, dass meine Lösung nur für mich die ideale darstellt.

Ich schaue beim Freiwasseraufstieg auf den Tiefenmesser. Wieso geht das? Weil ich ihn immer im Blickfeld in der Maske habe (Datamask). Insofern kann ich meinen Aufstieg absolut kontrollieren und muss nicht auf Bläschen oder ähnliches achten.

Manchmal hat Technik auch so seine Vorteile.

CU Oliver

P.S.: Oh ja, man kann natürlich Masken verlieren und damit auch die Datamask. Dann bleibt mir noch der Backup-TC und ich darf auf Altbewährtes zurückgreifen. Nur habe ich noch nie eine Maske verloren und kennen im ganzen Taucher-Bekanntenkreis auch keinen, dem das schon einmal passiert ist.

CU Oliver
MatttiTL* / ÜL Tauchen
20.01.2010 09:11
Durch üben im flachen?

Nimm als Referenz deine Luftblasen und schaue nach oben um das Licht und die Wasseroberfläche zu sehen.
Im Schwimmbad kannst du dein Gefühl für auf- und abbewegung mit verschlossenen Augen oder Blindmaske - mit einem Buddy, der dich führt - gut üben.
ag2908PADI Staff Instr.
20.01.2010 09:16
Such dir einen Buddy der schon Erfahrung damit hat.Dann trainiert indem ihr euch von der Wand wegdreht und ins Freiwasser schaut.So hast du wenn du ein Problem damit hast immer die Möglichkeit dich um 180° zu drehen und schon haste wieder eine Referenz.
fröhlichcmas-Tdi-Rab
20.01.2010 09:49
@ Sumodiver: Würde dir vorschlagen eine Decoboje an der du alle 3 Meter Knoten machst, natürlich alle der reihe nach so kannst du bei Ausfall deines Tiefenmessers und bei Dunkelheit nachdem du die Boje gesetzt hast deine Stops einhalten und weist immer genau die Tiefe.
fg.
20.01.2010 10:01
Boje setzen, die Leine als Referenzpunkt, 12m - 4 Knoten, 9 m - 3 Knoten, 6 m - 2 Knoten, 3 m - 1 Knoten, Zeitmesser (Uhr), sichere Tarrierung, die kleinste Blase als Maßstab für die Aufstiegsgeschwindigkeit

Grüße Helmi
BelugaKringelblasen Brevet
20.01.2010 10:04
Desweiteren hast Du immer Schwebstoffe und Partikel im Wasser, die Du als Referenz nehmen kannst.
20.01.2010 11:00
Also ich denke um im Freiwasser aufsteigen und dabei saubere Dekostopps einhalten zu können muß zunächst eine sichere und saubere Tarierung geübt werden, das heisst im Flachen üben frei über einen längeren Zeitraum sauber austariert "hängenbleiben". Dann dies mit der Vorwärtbewegung zusammenbringen.
Dann kann man hingehen und Aufstiege üben...am besten ohne Flossenbenutzung mit dem Blick auf den Compi. Man bekommt ein super Gespür für den Aufstieg und der Blick auf den Computer wird weniger intensiv, weil man das Gefühl entwickelt. Den Block auf die kleinsten Luftblasen zu richten üben ist auch eine gute udn hilfreiche Sache. Ich habe mittlerweile festegstellt, daß ich, auch ich nicht auf den Compi schaue udn mich an den Blasen orientieren will, langsamer bin als die Blasen
Viel Spaß beim üben!!
Anna
20.01.2010 11:59
Jetzt sag ich mal was ganz Böses.
Wenn du es nicht selbst hinbekommst, zu tarieren, dann geh zum Tauchleerer, und beschwere dich.
Wenn du nicht weißt, wie man im Freiwasser aufsteigt, und dass man die Tiefe auch anhand der Schwebeteilchen halten, bzw. so sogar geregelt aufsteigen kann, und auch Luftbläschen eine Referenz für den Aufstieg sein können, und ansonsten ja noch der Tiefenmesser existiert, denn geh zum Tauchleerer, und beschwere dich.
Wenn du mit Freiwasseraufstiegen und Tarierung Probleme hast, dann tauche nicht so tief, dann kannst du auch nicht "aus 30-40m hoch schießen".

Übe doch einfach im 10m-Bereich, sicherheitshalber mit (unsichtbarem) Boden 5m tiefer und Buddy. Wobei das mit dem Buddy so eine Sache ist, denn dann hast du ja auch eine Referenz, die die Übung verfälscht. Vielleicht mit Buddy hinter dir, so dass du ihn nicht sehen kannst, er dich aber sieht.
henrii.a.c. Masterinstructor, CMAS TL**
20.01.2010 12:44
Häh, milkyway? "...Manchmal hat Technik auch so seine Vorteile. ..." Das geht doch auch mit jedem anderen Computer. Dafür braucht man die Datamask nun wirklich nicht. Wenn Du so schnell bist, daß Du keine Zeit mehr hast auf Deine Instrumente zu schauen, hast Du ohnehin ganz andere Probleme.

"...Würde dir vorschlagen eine Decoboje an der du alle 3 Meter Knoten machst, natürlich alle der reihe nach so kannst ..." In der Frage oben steht doch gar nichts von Ausfall des Tiefenmessers oder Computers. Dort steht trübes Wasser ohne Referenzpunkte.

Also, die typische TEK-Antwort dürfte lauten: Boje setzen und dann ganz langsam mit dem Tiefenmesser hoch.

Wenn Du einen Instrumentenausfall hast, schaust Du auf den Backup-Rechner. Wenn der nicht da ist, dann gibt es verschiedene Möglichkeiten: Die einfachste ist der Tauchpartner. Ich habe auch mal gemessen, wie lange die Luftblasen beim Ausatmen bis zu Oberfläche brauchen, das setzt aber voraus, daß man die Oberfläche sehen kann. Messen solltest Du das aber beim Üben selbst, da jeder anders zählt. Es gibt aber einen ungefähren Zusammenhang.

Grüße,

henri
20.01.2010 12:56
Wenn jemand nicht tarieren kann, und Probleme hat, im "trüben Wasser" die Tiefe zu halten bzw. langsam aufzusteigen, würde ich vom Bojesetzen als Problemlösung dafür dringend abraten.
milkywayUnvollendet
20.01.2010 13:01
Hallo!

@henri
*SEUFZ*
Ich wusste, dass es mindestens einen gibt, der es missverstehen oder nicht verstehen will.

Ich hasse es für normal, bei einem solchen Aufstieg die ganze Zeit auf meine Konsole oder auf meinen Computer am Arm achten zu müssen. Erstens entspricht das nicht meiner Tauchhaltung, zweitens wird man herrlich davon abgelenkt.

Was ich aussagen wollte ist, dass man mit der Datamask die Tiefe immer im Blick hat, ohne dass man sich irgend etwas vor die Augen halten muss. ich kann also meine Haltung beibehalten und brauche nicht mit irgendeinem Instrument rumzufummeln. Wie ich schon sagte, diese Lösung passt für mich - nicht mehr oder weniger. Ist das so verständlicher für Dich?

Was Dein Satz "Wenn Du so schnell bist, daß Du keine Zeit mehr hast auf Deine Instrumente zu schauen, hast Du ohnehin ganz andere Probleme." in diesem Kontext sollte, entzieht sich meiner Kenntnis. Ich habe so etwas weder geäußert noch wäre so etwas m.E. in meine Aussagen hinein zu interpretieren gewesen. So ein Satz ist in meinen Augen nur Angreifen um des Angreifens willen. Als TL** solltest Du so etwas nicht nötig haben, oder?

Das ich noch ganz andere Probleme habe, steht außer Frage, die haben aber mit dem Tauchen nichts zu tun (Familienvater, selbständig etc.).

CU Oliver
Vercingétorixold school
20.01.2010 14:52
Ich versuch das mal, bevor das geschlossen wird wegen Scheißfüssen oder dem schweizer Nationalfeiertag.

Der Aufstieg im Blauwasser ohne Referenz setzt sicheres Tarieren voraus. Und das sollte man eigentlich bei allen Verdächtigen gelernt haben. Wenn nicht, üben. Wobei das im Randbereich schwieriger und im tieferen einfacher ist. Entweder suchst du dir einen Anweiser gegen Entgelt oder versuchst das mal in Ruhe selber. Wenn du das kannst, ergibt sich der Rest von selbst mit dem Tiefenmesser.
Ein Baggerloch in dem noch ausgekiest wird, übt ungemein
milkywayUnvollendet
20.01.2010 15:09
Hallo!

Mal ganz ehrlich. In meinen Augen ist sicheres Tarieren die Grundlage für ein vernünftiges und sicheres Tauchen überhaupt - also nicht nur für den Freiwasseraufstieg ohne Referenz.

Klappt das eine, dann kann erst das andere klappen. Es macht ja auch keiner einen Schleuderkurs bevor er seinen Führerschein hat bzw. geradeaus fahren kann und um Kurven kommt.

CU Oliver

P.S.: @Vercingétorix
Scheißfüsse - mal was ganz neues
20.01.2010 16:10
Sicher nicht Schweißfüsse, entweder Schweißfüße, oder vielleicht Schweissfüsse (sicher nicht nach Duden). Alternativ, da kenn ich mich nicht so aus, geht vielleicht auch die Variante mit z.
Vercingétorixold school
20.01.2010 16:30
Wer Rechtschreibfehler findet, darf Sie behalten auch ohne Reg.
20.01.2010 17:40
@Sumodriver
Hm, mich erstaunt die Frage weil man sowas doch normalerweise im Tauchkurs lernt.
Bei CMAS übt man u.a. den Aufstieg ohne Flossennutzung, das dann natürlich im Freiwasser. Und klar hat man als primäre Referenz dann seinen Tauchcomputer oder Tiefenmesser.
Um die Ursprungsfrage zu beantworten. Einfach Auftauchen und mehr oder weniger permanent auf den Computer schauen, dort siehst Du Tiefe und Aufstiegsgeschwindigkeit. Letztere durch Tarieren anpassen und fertig.
Tariernixi.d.R. ausreichend
20.01.2010 18:31
Sumodriver: bis jetzt hat kein technischer Taucher auf Deine Frage geantwortet. Sagt Dir das was?

Vielleicht Ausbildungsforum...
henrii.a.c. Masterinstructor, CMAS TL**
20.01.2010 18:34
Nee, milkyway, ich wollte Dich nicht angreifen. Ich sehe nur keinen Vorteil dabei die Tiefe ständig auf der Maske vor Augen zu haben.

Eine Aufstieg aus 30 - 40 m mit Dekostops (das ist doch die Situation nach der Sumodriver frug) dauert mal so geschätzte 8 - 33 Minuten. Da hat man genügend Zeit auch so auf den Computer zu schauen.

Aber wenn Dir Deine Datamask gefällt, so soll es Dir gegönnt sein.

Tarieren beherrschen ist nicht nur für sichere Aufstiege das A und O, sondern für sicheres Tauchen überhaupt. Nichtsdestotrotz wählen viele erfahrene Taucher den Weg über eine Dekoboje beim Freiwasseraufstieg. Das ist einfach der sichere und bequeme Weg. Wer allerdings schon mal aus 25 - 30 m eine Boje gesetzt hat, wird sich die Knoten in der Leine verkneifen. Ich halte das Risiko des Verhakens für viel zu groß.

Grüße,

henri
20.01.2010 22:18
Einfach Frage,viele Antworten und Kritik!
Ersten kann ich gut Tarrieren zumindest bin ich kein Blutiger Anfänger!

Freiwasseraufstieg von 30m im trüben/ milchigen und dunklen Wasser! Wenn man nun die ganze zeit krampfhaft auf sein Computer guckt, kriegt manns doch irgendwann im Kopf? Zumindest würde ich mir das denken!

Deshalb doch ich es gibt noch ne andere Variante, was dann die Dekoboje wäre! Ob nun mit oder ohne Knoten ist ja jedem selber überlassen!

Wie macht Ihr sonst Freiwasseraufstiege?
Vercingétorixold school
20.01.2010 22:50
Ja wie schon?
Man steigt auf und behält dabei Tiefemesser/Rechner im Auge. Hält an den Decostops und steigt nach Freigabe weiter auf.
Ich seh dein Problem jetzt nicht!
20.01.2010 23:11
@sumodriver
Wie willst Du denn, beispielsweise bei Nullsicht, sehen wie tief Du bist und wie schnell Du auftauchst, wenn nicht über den Computer/Tiefenmesser? Und nein, da bekommst Du´s nicht im Kopf von.
Boje hin oder her, auf den Computer schauen musst Du so oder so.

Ne Boje finde ich in der Deko auch ganz angenehm, weil man sich dran festhalten kann und das Ganze ein wenig entspannter zugeht.
Aber auf 30m ne Boje schiessen, damit man den Aufstieg sauber hin bekommt. Sorry, aber das wäre ja wie wenn ich mein Auto über die Autobahn schiebe aus Angst nicht in die Leitplanke zu rasseln.
ag2908PADI Staff Instr.
20.01.2010 23:16
Wie schon gesagt.Nimm dir viel Zeit und übe die Sache im sicheren Bereich.Am Anfang ist alles viel schwieriger und mit der Zeit geht leichter und mit Routine.Lass dir Zeit und überfordere dich nicht.
21.01.2010 01:13
Bei Nullsicht hilft wohl wirklich nur die Datamask. Oder das Bojenseil am Grund anbinden und sich langsam hoch lassen.
Oder die Boje hoch lassen und Hand über Hand.. ach, falsch, dann kann man ja schon tarieren
21.01.2010 08:55
Bei Nullsicht hilft, außer der Datamask, auch eine TEC-Lösung:
http://godive.net/prodpage/gdz0274.htm
  • 1
  • 2
Antwort