Traumjob TL Abgesandt von mauren am 01.09.2004 - 13:57:
Traumjob Tauchlehrer mal für ein halbes Jahr…..
Wie steht es mit TL Jobs im Ausland? Ist die Nachfrage nach deutschen TL im Ausland groß, oder sucht man lange vergeblich nach einem Job in einer Tauchbasis? Wie steht es mit einer Arbeitserlaubnis im Ausland? Ist es unproblematisch im Europäischen Ausland eine Arbeitserlaubnis du somit einen Job zu bekommen??
Welche Qualifikation ist erforderlich? Kann man im Ausland von einem TL Gehalt überleben? Werden überhaupt Saisonkräfte benötigt?
Gibt es da Seiten mit Infos zu?
Und wenn man als TL in Deutschland arbeiten will, als Nebenjob: ich habe gehört, man verdient nichts als TL in Deutschland, die meisten machen das für lau, stimmt das?
Grüße Mauren
Antwort von kuki am 01.09.2004 - 14:17 Ich weiß zwar nicht wo du in Deutschland arbeitest, bei uns verdienste für die tätigkeit nebenher ganz gut.
Ich kenne ein paar Basen im Ausland, welche sich für den Sommer immer Verstärkung holen, teilweiße auch aus Deutschland. Einfach mal ein paar Basen anschreiben, Suchen in den Anzeigen in Magazinen, hier auf taucher.net ebenfalls.
Viel Glück bei deiner Suche
Kuki
Antwort von Doris am 01.09.2004 - 14:18 Hallo Mauren,
Was verstehst Du unter Traumjob?
Hast Du den TL bereits oder willst Du ihn machen?
Wohin willst Du?
Wieviel willst Du als Minimum verdienen?
Was ist mit Versicherungen während dieser Zeit?
Was ist Dein Antrieb?
Ich muss bei solchen Fragen immer an eine Freundin denken, die Meeresbiologin werden wollte.
Sie wollte natürlich auch DEN EINEN JOB in der Karibik, die Jobs im Labor oder der Nordsee sind aber bei weitem häufiger.
Als sie das realisierte hat, wurde sie Krankenschwester.
wenn ich Deine bisherigen Berichte richtig gelesen habe, dann bist Du eine Anfängerin mit 10 Tauchgängen. Klar ist das Tauchen und seine Begleitumstände am Anfang enorm faszinierend. Aber bevor Du von einem TL-Job träumst, würde ich Dir raten, erst mal ein wenig zu tauchen und Dir auch mal ein paar Basen im Urlaub näher anzuschauen. Wenn dann die rosarote Brille weg ist, kannst Du ja nochmal nach dem "Traumjob" fragen...
Antwort von gunther am 01.09.2004 - 14:48 @mischa
sie träumt doch noch...
@mauren
von * bis TL sind es locker 4-5 Jahre, sollten zmindestens sein.... find ich
Antwort von Roger am 01.09.2004 - 14:55 Hallo Mauren,
es gab da mal vor ein/zwei Jahren in einer der beiden großen Tauchzeitschriften einen Artikel, zusammen mit Stellenangeboten - also so pralle war das nicht. Im Schnitt bekam ein Guide 500.-- pro Monat, manchmal Unterkunft frei. An/Abreise meist eigenes Risiko. Ein TL konnte etwas mehr verlangen, meist war aber auch hier das "Gehalt" recht niedrig, dafür gab es oft Prämien für jeden ausgebildeten Kunden, für angeschleppte Neukunden sowieso. Wenn man jung ist und vielleicht ein/zwei Jahre überbrücken muss, bis z.B. das Studium losgeht, ist das eine feine Sache; als Dauerjob um davon zu leben, ist es Stress pur - vom Spaß am Tauchen bleibt da meist sehr schnell nichts mehr übrig...
In Thailand habe ich dieses Jahr darüber mit einem deutschen Guide gesprochen. Dort sieht das so aus, daß es inzwischen mehr Guides und TL´s gibt, als freie Stellen. Die Leute reisen so im Oktober auf eigene Kosten an und klappern die Basen ab. Viele sind schon bekannt und haben es leichter, Neulinge natürlich schwerer. Einige bekommen nichts ab und müssen sehen, wie sie klarkommen - Thailand ist zwar sehr preisgünstig, aber geschenkt gibt es nirgends auf der Welt was...
Das Gehalt ist niedrig, Unterkunft/Verpflegung muss selber bezahlt werden. Die Leute wohnen dann in einfachen Siedlungen, sieht aus wie Garagen, ist wohl auch nicht viel größer, dafür aber billig. Essen ist eh sehr günstig da, man kann also klar kommen.
Beim ersten ernstzunehmenden Fehler, wenn z.B. ein Tauchgast sich beschwert, kann aber die Karriere schon zu Ende sein...
Für die Tachbasis zählt nur der Gast, der muss 100% zufrieden sein. Kommt ein TL einmal nicht mit einem Gast klar, geht das noch, beschwert sich der nächste, dann war´s das - ob der TL "Schuld" hat oder nicht, manchmal stimmt nur die Chemie nicht oder der Gast war ein Berufsnörgler.
Dazu jeden Tag mind. 3 Tauchgänge, ob man gut drauf ist oder nicht - immer unzufriedene Gäste, Anfänger, die sich selbst weit überschätzen und dem TL oder Guide das Leben schwer machen...also ich habe eine ziemliche Hochachtung vor diesen Leuten.
Zu Deiner Frage Arbeisterlaubnis usw.
In Thailane sieht es mit der Arbeitserlaubnis wohl so aus, das man als TL oder Guide eine Erlaubnis bekommt, verbunden mit einer Aufenthaltserlaubnis für 6 Monate. Danach muss man das Land verlassen, kann aber am nächste Tag wieder neu einreisen - viele fahren also für einen Tag ins Nachbarland Myamar und kommen am nächsten Tag zurück. Die neue Arbeitserlaubnis sollte man aber vorher schon beantragen, dann hat man einen nahtlosen Übergang. Ist logisch, daß Myamar da Kapital draus schlägt, kostet also dort auch "Einreisegebühr" usw.
Also, wie gesagt, um zeit zu überbrücken bis zum Studium oder für ein-zwei Jahre just for fun, vielleicht ene Erfahrung, die man mal machen sollte - davon Leben, nö lieber nicht...
Antwort von Peter G. am 01.09.2004 - 15:10 Wer glaubt, TL ist ein Traumjob, hat mich noch nie als Schüler gehabt
Antwort von hiwo am 01.09.2004 - 16:23 Lokomotivführer - das ist ein Traumjob. Oder Cowboy, Präsident, Astronaut! Für Personen weiblichen Geschlechts: Tierärztin, Modell oder Frisöse... (Sorry.)
Antwort von Luftblase am 01.09.2004 - 16:38 Hallo Mauren,
Klar kann TL ein Traumjob sein! Was Jobangebote angeht herrscht im Ausland wohl auch kein Mangel. Idealer Tummelplatz ist hier für mich die BOOT/Düsseldorf. Dort hat man den Vorteil, dass man die Basenleiter in einem persönlichen Gespräch kennenlernt und seine eigenen Wünsche/Vorstellungen mit dem Anforderungsprofil des künftigen Chefs abstimmen kann. Nicht zuletzt natürlich auch die "Bezahlung". Letzlich ist es doch m.E. so, dass TL wohl nur dann ein Traumjob sein kann, wenn die "Chemie" mit dem Chef stimmt. Wieso sollte das in diesem Beruf anders sein, als in allen anderen Branchen??
Nur damit hier keine Missverständnisse auftreten: Ich habe mehrmals "nur" als Assi während der Semesterferien auf Korsika gearbeitet und für mich war das der (Semesterferien)traumjob!! Arbeitserlaubnis/Versicherung war kein Problem und man musste (auch die angestellten TL) zweimal in der Saison zur französischen arbeitsmedizinischen Untersuchung. Wenn ich, wie jetzt, an diese Zeit zurückdenke, stellt sich wieder dieses Gefühl der Entspanntheit ein, dass einen dann auch Gäste wie Peter G. "ertragen" lässt. Kurz: Mach es, es kann eine einmalig tolle Erfahrung werden auch wenn es körperlich anstrengend ist!
oh ja ich bin die Anfängerin, die Mischa meint. Auf das Thema TL bin ich auch nur durch Umwege gekommen.
Mir stellt sich die Frage, wie ich meine Sprachkenntnisse mal ausbauen kann.
Sprachkenntnisse = längerer Auslandsaufenthalt mit viel Kontakt zu Menschen.
Längerer Auslandaufenthalt = auch im Ausland arbeiten.
Eine Bekannte meinte da, du kannst doch jetzt Tauchen, kannst du nicht im Ausland als Tauchlehrer arbeiten?
Naja die Idee fand ich gut, und arbeiten, nebenbei Spachen lernen und auch noch Tauchen dürfen?? Also ich nenne das einen tollen Job!!
Mein Tauchlehrer, der mich beim OWD geprüft hat, der hat dafür kein Geld bekommen..... der meinte auch, in Deutschland kann man damit kein Geld verdienen. Der war aber auch noch recht jung.....
Mich haben einfach mal die Möglichkeiten interessiert. Ob man wirklich als TL mal für ein halbes Jahr hier in unbezahlten Urlaub gehen, und seinen Unterhalt im Ausland bestreiten kann. Muß ja nicht soviel sein, daß man reich wird, es muß nur reichen für Unterkunft und Essen und Eiscrem und nach 6 Monaten für ein Rückflugticket......
Ok, ich gebs ja zu, ich stell mir das Ganze vielleicht etwas zu romantisch vor....
Grüße Mauren
Antwort von Peter G. am 01.09.2004 - 17:42 Liebe Mauren, es ist eine hervorragende Idee, dass Du Dir Gedanken machst, wie Du Deine Sprachkenntnisse verbessern kannst. Dazu zwei Tipps aus eigener Erfahrung:
Es gibt jede Menge Austauschprogramme für Studenten. Erkundige Dich auf Deiner Uni, aber es gibt es auch für SchülerInnen.
Mein erster Auslandsaufenthalt war mit Erasmus.
Und später kannst Du dann immer noch einen Auslandsaufenthalt anhängen, eventuell in einem Berufsfeld, das Du Dir für Deine Zukunft vorstellen kannst. (Es gibt bessere Jobs als Tauchlehrer - es sei denn, Du siehst Deine Zukunft als Basenbesitzerin oder in der Tourismusbranche.)
So war mein zweiter Auslandsaufenthalt.
Zum Tauchen bleibt dann in der Freizeit immer noch Zeit genug.
Viel Spaß - lass Dich nicht aufhalten!
Antwort von scuba_steffi am 01.09.2004 - 20:04 Hallo Maren, also nach 10 TG davon zu reden, Tauchlehrer zu werden, ist so, als wenn du nach 10 Fahrstunden davon redest, Fahrlehrer zu werden, vielleicht sogar noch heftiger. Und ob du dort wirklich eine Sprache gut lernst? Da gibt es bessere Jobs Lieber als Au pair in eine Familie, wo dann auch die Landessprache wirklich den ganzen Tag gesprochen wird. Ich kenne einen TL der in Spanien lebt, seit Jahren und der kann gerade mal die Speisekarte lesen.....nur deutsche Schüler und paar Engländer...naja.
Wie auch immer, träumen ist nicht verkehrt, aber dabei nicht die Realität aus den Augen verlieren
Steffi
Antwort von WouwDiver am 01.09.2004 - 20:34 Hola Mauren!
Das mit TL und Sprachen lernen kannst Du getrost vergessen, Du wirst nicht EIN Wort waehrend der Arbeit lernen!!!!! Kannst Du nur Deutsch, wirst Du auch nur deutsche Kunden bedienen und somit erst gar nicht mit anderssprachigen in Kontakt kommen. Nach Feierabend wird die Macht der Gewohnheit ueber Dich siegen und Du gehst mit den Deutschen ein Bier trinken. Also, um Sprachen zu lernen ist TL so ziemlich das ungeeignetste was es gibt! Aber auch dort gibt es Ausnahmen!
Traumjob? Ja, wieso nicht? Man muss ja nicht alles schlecht reden, denn es gibt auch gute Seiten!
Antwort von tinchen am 01.09.2004 - 21:20 Wie lange ist das Leben eines Guides oder eines TLs? Was machen diese Menschen wenn sie mal 40, 50 oder älter sind und sie niemand mehr braucht/will nachdem sie 20 oder 30 Jahre irgendwo in der Welt verbracht haben? Hier, in Deutschland sind sie gar nicht mehr gemeldet oder höchstens bei Freunden oder Bekannten. Ist das Leben dann ganz zu Ende???
Antwort von Luftblase am 02.09.2004 - 00:07 Ich bleibe dabei, auch wenn du "erst" 10 Tauchgänge hast. Wenn du es willst, such dir eine Basis, was die Entfernung angeht mit "Fluchtmöglichkeit" und teste es an, sobald du über etwas mehr Erfahrung verfügst. Mir ist bisher noch niemand begegnet, der mit 200 TG geboren wurde. Hey Leute, lebt eure Träume, auch wenn es vielleicht mal ein Alptraum wird. Immer noch besser als mit 50 sagen: "Hätte ich es doch mal probiert!"
Antwort von Doris am 02.09.2004 - 07:20 Magst recht haben luftblase, trotzdem ist hier vorsichtige Desillusionierung angebracht.
Sätze wie "Eine Bekannte meinte da, du kannst doch jetzt Tauchen, kannst du nicht im Ausland als Tauchlehrer arbeiten?" zeigen, dass falsche Denkstrukturen vorliegen.
Ist "das Ausland" taucherisches Entwicklungsland? Brauchen die tatsächlich deutsche Super-TL´s, die am Besten noch ein CMAS*-Brevet mit 10 geloggten TG´s vorweisen können und so viel Kohle bekommen, dass jeden Tag ein Eis und am Ende ein Rückflugticket rausspringt?
Für mich klingt das "arbeiten" in obigem Posting übrigens dezent nach den abgebrochenen Nägeln von Gerlinde.
Einen Traum kann ich nur dann leben, wenn er nicht mehr rosarot ist. Und soweit ist Mauren noch nicht, auch nicht, wenn sie noch 20 TG Erfahrung zugelegt hat.
Antwort von mauren am 02.09.2004 - 09:06 Hai Leute,
ist echt interessat, das dieses Thema so viele Leute dazu bewegt, ihre Meinung kund zu tun.
Also ich habe meine Koffer noch nicht gepackt. Ich habe hier auch Familie ud einen Job, ich bin keine Studentin. Ich wollte nur mal die Möglichkeiten kennen lernen, die ein TL hat. Das war wie gesagt eine Idee, die alsolut spontan entstanden ist, nichts das man ernst nehmen müsste. Aber ich fasse mal die hier gewonnen Ergebnisse zusammen:
1. Als TL kann man generell im Ausland zeitweise arbeiten
2. TL werden schlecht bezahlt, es würde aber reichen sich damit ohne großen Luxus über die Runden zu kommen.
3. Kontakt zu Einheimischen eher wenig, deshalb auch nicht geeignet um Sprachkenntnisse auszufrischen
4. Tauchen wird als TL eher zur Streßigen Arbeit, als zum Vergnügen
5. TL Jobs im Ausland sind nicht selten....
Danke für die doch zahlreichen Infos......
Grüße Mauren
(die, die erst mal ihre Ausrüstung kauft, so nach und nach)
Antwort von Sumasumarum am 02.09.2004 - 18:22 :o
Nachdem Mauren ja nun immerhin reagiert hat (in ihren diversen threads):
Wenn du daran wirklich Interesse hast, solltest Du erst nochmal etwas tauchen, Praxis sammeln als Urlaubstaucher. Diverse Regionen, die nächsten Stufen der Ausbildung machen und dabei registrieren, wie die TL`s vor Ort so "rüberkommen". Direkt auf ihre Jobgeschichten ansprechen, es gibt deutliche Unterschiede im Ausland, was konkrete Arbeit mit fester Bezahlung und gelegentliche Jobs als Freelancer angeht! Arbeitserlaubnis ist auch so ein Thema, Orts/Landabhängig.
Und zu guter letzt entscheidest Du Dich für den eventuellen Ort Deiner Wünsche, um dort die TL-Ausbildung zu machen. Bunkerst genug Geld für 3-? Monate, kaufst ein Rückflugticket, vermietest Deine "Hütte" hier unter und LOS.
Dann biste in direktem Kontakt mit der Branche und hast die besten Chancen, zumindest direkt im Anschluss auszubilden, wenn Du dann TL bist.
Wie hört sich das für Dich an?
Antwort von mauren am 03.09.2004 - 09:09 @ Sumasumarum
Gut!!!
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