Trimix 18/45 und Kopfschmerzen Abgesandt von kuki_taucher am 24.09.2012 - 11:41:
Moin,
eine Bekannte klagt bei einem Trimixtauchgang mit einem 18/45 auf 75 Meter über starke Kopfschmerzen während des Tauchganges.
Die Kopfschmerzen bleiben bis ca. 3 Stunden nach dem Tauchgang bestehen, werden jedoch mit veringerung der Tiefe erträglicher.
Hat hier jemand eine Idee woran es liegen könnte?
Wir können uns aktuell keinen Reim darauf machen.
Danke und Grüße
Antwort von Beluga am 24.09.2012 - 11:46 Etwas zu hoher CO2 Anteil in der Pulle ?
Antwort von kuki_taucher am 24.09.2012 - 11:58 CO2 in der Pulle...wie das denn, kommt nur beim Ausatmen vor und wenn der Kompressor das verdichtet....und die Anlage ist TOP!! hat eine CO2 Filter und Co...
- Die Flaschen waren leer vor dem Füllen
- Gase auf den Punkt gemischt
- genug geschlafen, getrunken und Co...
- erster und einziger TG an diesem Tag
- kein alc. keine Medis und Co..
Antwort von FANATIC DIVER am 24.09.2012 - 12:50 Hallo kuki_taucher,
hatte sie eine angehende oder ausgehende Erkältung?
Schleimpropf an der Stirnhöhle z.B. wäre ne Möglichkeit.
Gibt`s evtl. Probleme mit Kiefergelenk oder Weisheits-Zahn?
Dann könnte ein anderes Mundstück oder Gewicht der 2. Stufe oder Zug durch zu kurzen Schlauch oder Zug durch zu unbeweglichen Schlauch eine Ursache sein.
Saß die Kopf-Haube oder war ein Streifen frei an der Stirn zwischen Maske und Kopf-Haube? Kaltes Wasser...
Ist sie ebvtl. kurzsichtig und benötigt prinzipiell eine Brille, hat aber eine Maske ohne Korrektur-Gläser? Dann könnte das Zwielicht der Lampe zu angestrengtem Sehen animieren, was wiederum Kopfschmerzen verursacht.
Wurde medizinischer O2 verwendet oder technischer? Der technische ist günstiger aber auch billiger weil halt irgendwas drin sein kann.
Aber mal ne ganz allgemeine Sache.
Wenn man sich nicht fit fühlt, sollte man ernsthaft über eine Änderung des Tauchplans nachdenken. Zur Not auch unter Wasser "online" die Entscheidung auf flacher ändern.
JEDER Taucher kann JEDEN Tauchgang zu JEDEM Zeitpunkt abbrechen ohne Nennung eines JEDEN Grundes.
Gut Luft
FANATIC DIVER
Antwort von kuki_taucher am 24.09.2012 - 13:10 hatte sie eine angehende oder ausgehende Erkältung?
Schleimpropf an der Stirnhöhle z.B. wäre ne Möglichkeit.
-> nein
Gibt`s evtl. Probleme mit Kiefergelenk oder Weisheits-Zahn?
Dann könnte ein anderes Mundstück oder Gewicht der 2. Stufe oder Zug durch zu kurzen Schlauch oder Zug durch zu unbeweglichen Schlauch eine Ursache sein.
-> bei allen anderen Nitrox TG`s danach nicht aufgetreten
Saß die Kopf-Haube oder war ein Streifen frei an der Stirn zwischen Maske und Kopf-Haube? Kaltes Wasser...
-> Wasser hatte auf 75 Meter 24°C, war in Egypt
Ist sie ebvtl. kurzsichtig und benötigt prinzipiell eine Brille, hat aber eine Maske ohne Korrektur-Gläser? Dann könnte das Zwielicht der Lampe zu angestrengtem Sehen animieren, was wiederum Kopfschmerzen verursacht.
-> Keine Brille
Wurde medizinischer O2 verwendet oder technischer? Der technische ist günstiger aber auch billiger weil halt irgendwas drin sein kann.
-> Keine Probleme beim Nitrox
Aber mal ne ganz allgemeine Sache.
Wenn man sich nicht fit fühlt, sollte man ernsthaft über eine Änderung des Tauchplans nachdenken. Zur Not auch unter Wasser "online" die Entscheidung auf flacher ändern.
JEDER Taucher kann JEDEN Tauchgang zu JEDEM Zeitpunkt abbrechen ohne Nennung eines JEDEN Grundes
-> Schon klar, wurde dann auch entsprechend verändert, nur dumm wenn man es unter Wasser merkt und sonst nichts los ist !
Antwort von Beluga am 24.09.2012 - 16:09 Ansonsten mal mit Luft probieren und schauen obs dann auch noch auftritt. Dann könnts vielleicht an dem He liegen.
Antwort von FANATIC DIVER am 24.09.2012 - 18:45 Hallo kuki,
"keine Brille" heißt nicht, dass eine Kurzsichtigkeit bislang einfach nicht diagnostiziert wurde. Es gibt keine gesunden Menschen, sondern nur zu wenig untersuchte Menschen.
Wurde evtl. gar ohne Lampe getaucht weil Ägypten? Augen-Überanstrengung?
Ist Deine Buddine evtl. Migräne-anfällig?
Urlaubs-Tauchen könnte auch heißen, dass die Flaschen oder Automaten geliehen und an sich unterschiedlich waren. (z.B. Ölreste, die beim ersten O2-Füllen verbrannt sind und bei späteren TGen einfach nicht mehr da waren oder andere Buddel und andere Automaten.
Und ansonsten gehen mir die Ideen aus.
Als Ingenieur würde ich sagen, wenn nicht reproduzierbar und bislang einmalig, dann haben wir den Grund zwar nicht gefunden aber auch keine Veranlassung negative Schlüsse für die Zukunft ziehen zu müssen.
Gut Luft
FANATIC DIVER
Antwort von kuki_taucher am 24.09.2012 - 21:49 Noch ein kurzer Nachtrag:
Alles, was an Material oder sonstigen körperlichen " Könnte sein" wird explizit ausgeschlossen, es war ein perfekt vorbereiteter TG mit eigenem Equipement, welches erprobt ist und auch perfekt passt, Gesundheitlich vorab alles grün, nicht mal nen Mückenstich! Bei keinem weiteren TG danach aufgetreten. Daher ist die Vermutung da, das es sich um einen Zusammenhang von Helium und Tiefe handeln könnte, da dies bereits schon mal aufgetreten ist mit 21/35 bei 55m Tiefe im Bodensee, auch mit 40 min Deko auf der Uhr!
-> Danke jedoch mal bisher an alle Teilnehmer!
Wir denke auch, dass es am Helium liegt, können uns dies jedoch nicht erklären!
Antwort von fröhlich am 25.09.2012 - 13:50 Hallo Kuki-nachdem ich einige Zeit mitgelesen habe würde ich deine Gemische mal Überdenken, 21/35 auf 55 Meter im kaltwasser mit 40 min deco ß will gar nicht nachfragen wie ihr die abgeabaut habt.Auch 18/45 für 70 Meter ist schon recht heftig,von perfekter Vorbereitung kann hier aber keine Rede sein.Würde mal etwas konservativer berechnen.Sollte aber keine Belehrung sein. fg.
Antwort von kuki_taucher am 25.09.2012 - 14:01 Ich habe nirgends Geschrieben, dass dies meine Tauchgemsiche sind, nur dass eine Bekannte hier über Kopfschmerzen klagt.
Ich tauche schon konservativer !
@Fanatic Diver
Danke für deine Mail!
Antwort von fröhlich am 25.09.2012 - 17:30 Ok sehe schon du denkst es wird dir auf den Schlips getreten aber so ist es nicht. Du schreibst am 24.09-21:49 Alles, was an Material oder sonstigen körperlichen " Könnte sein" wird explizit ausgeschlossen, es war ein perfekt vorbereiteter TG mit eigenem Equipement.
Bei den Gemischen ist es aber nicht so.
Damit hat sich das Thema für mich erledigt
Antwort von Drive am 25.09.2012 - 22:00 Hallo Gemeinde
Kopfschmerzen unter Wasser können auch aus einer "Sparatmung" entstehen.
Ich hatte mehrfach das Vergnügen, bei meinen Schülern in der Ausbildung, die "Angst" unter Waser zuviel Gas zu verbrauchen zu sehen.
Quintessenz war, dass sie auf Sparatmung gingen um das berechnete AMV einhalten zu können, dafür hatten sie anschliessen Kopfschmerzen vom CO2 das sich nicht zur Genüge abatmen liess. (selber schuld
Diese Kopfschmerzen können sich unter Stress bereits während dem Tauchgang bemerkbar machen
Nur so ein Gedanke
@kuki_taucher
Was ist so schlimm bei einem Standartgemisch 21/35 auf 55 Meter OC? Ergibt einen ppO2 von 1.36 bar. Würde ich noch als moderat bezeichnen.
40 Minuten Deko? Ich hattte mit einem Normoxic-Gemisch schon längere Dekozeiten abgesessen. Man muss sich nur entsprechend anziehen und einen korrekten "Wärmehaushaltsplan" berücksichtigen.
Abendliche Grüsse
Christian
Antwort von Scuba Dude am 26.09.2012 - 04:23 Drive hat vollkommen recht. Kopfschmerzen durch CO2 ist um einiges wahrscheinlicher als durch Helium. Dass diese erst nach 3h nachließen und mit verringerter Tiefe erträglicher wurden, passt alles auf Hyperkapnie. Neben Sparatmung können vor allem Anstrengung, Stress und ein auf Tiefe zu stramm atmender Regler Hyperkapnie begünstigen. Interessant ist, dass man einen langsamen Anstieg von pCO2 besser tolerieren kann, als einen schnellen Anstieg. CO2 Retention erhöht auch das Risiko von OxTox und N2-Narkose. So lange nichts gegenteiliges bewiesen ist, sollte man besser davon ausgehen, dass die Kopfschmerzen durch CO2 verursacht wurden, dies als einen Warnschuss interpretieren und dementsprechend handeln. Also z.B. Anstrengung auf Tiefe vermeiden, Fitness Level verbessern, auf korrekte Atmung achten und bei den ersten Anzeichen einer erhöhten Atemfrequenz anhalten und normale Atmung herstellen, auf keinen Fall Sparatmung fahren und Regler mit geringer Atemarbeit auf Tiefe verwenden.
Antwort von Luke90 am 27.09.2012 - 12:03 Also am Rebreather ist mir das Phänomen bekannt, hatte es auch mal beim Umstieg auf ne DUI kopfhaube bei der meine Stirn frei lag die Kopfschmerzen nahmen erst über der Sprungschicht ab!
Antwort von BubbleDirk am 28.09.2012 - 08:44 @kuki
CO2 im Atemgas kann vorrangig ein Problem sein, wenn in der Nähe vom Ansaugstutzen ein Verbrennungsmotor seinen Auspuff hat. Auch denkbar wäre, dass es beim Füllen von O2 eine kleine unbemerkte Verpuffung in der Flasche wegen geringfügiger Unreinheit gegeben hat. Da der CO2-Partialdruck entscheidend für gesundheitliche Probleme ist, wäre auch die körperliche Reaktion auf Tiefe erklärbar.
Dagegen sprechen aber eigentlich die Bodensee-Erfahrungen.
Um der Sache etwas näher zu rücken, wäre interessant, wie viele TX-TG ihr macht, bei denen keine derartigen Probleme auftreten. Auch von Interesse wäre, ob sich die TG-Parameter, insbes. die Abstieggeschwindigkeit bei den beiden TG ähnelt und ggf. eine Rolle spielen könnte.
Mit der Abstieggeschwindigkeit würde ich dann ggf. einmal variabel umgehen und entsprechend planen.
Da es sich um deine Tauchpartnerin handelt, wäre es evtl. auch erfragenswert, ob sie sich bei beiten TG ungefähr im gleichen Zeitraum des Monatszyclusses befunden hat. Auch das könnte eine Rolle spielen.
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