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Trocki - Inflatrorschlauchauschluss
Abgesandt von Dietmar Franke am 27.02.2006 - 14:30:

Hallo zusammen,

ich tauche an meiner Flasche mit 2 getrennten Abgängen 2 mal die Oceanic CDX5 als erste Stufen.

Den Inflatorschlauch für´s Jacket habe ich an der zweiten ersten Stufe, wie auch den Octopus u. die Konsole.

Frage: An welche erste Stufe soll ich den Inflatorschlauch für meinen neuen Trocki anschliessen?
Welche Vor- und Nachteile überwiegen eurer Meinung nach in den Punkten: Redundanz, Vereisung, Sicherheit, ...?

Danke schon jetzt im voraus für eure Tipps.

Gruß
Dietmar



Antwort von Stephan K. Registriertes Mitglied am 27.02.2006 - 15:20
Kommt einerseits darauf an, womit du am meisten tarierst, damit nicht alles über eine 1. Stufe läuft.

Ich habe an meiner ersten 1. Stufe:
luftint. Compie
Haupt 2. Stufe
Inflator Jacket
so kann ich nur die auch fürs Schwimmbad nehmen

an der zweiten 1. Stufe:
Inflator Trockie
analoges Manometer
Neben 2. Stufe
dieses Set also nur für Freiwasser

Einerseits habe ich so meinen Luftverbrauch verteilt und es gleichzeitig bequem beim Schwimmbad.

Allerding habe ich nun meinen alten kompletten Regler samt Compi, Inflator und Oktupuss fit gemacht und nehme den nur noch fürs Schwimmbad


Antwort von Schnecke Registriertes Mitglied am 27.02.2006 - 16:02
Ich habs genau gleich wie Stephan. Dachte mir, dass es bei Vereisen des Hauptautomaten immer besser ist, das zweite Tariermittel auf der Redundanz zu haben.
Antwort von flasche Registriertes Mitglied am 27.02.2006 - 16:19
"An welche erste Stufe soll ich den Inflatorschlauch für meinen neuen Trocki anschliessen?"
An die erste Stufe, wo nicht das zweite Tariermittel angeschlossen ist (aus Redundanzgründen).

Falls Du viel mit dem Anzug und wenig per Jacket tarieren solltest, wäre es evt. besser, das Jacket an die Haupt- und den Anzug an die Nebenstufe anzuschließen, um den Luftverbrauch besser zu verteilen. Aber so (Jacket an Nebenstufe) scheint es mir im Prinzip besser, zumal bei Ausfall der Hauptstufe das funktionierende Jacket wichtiger ist.

Ich habe (aus speziellen praktischen und historischen Gründen) alles an der Hauptstufe angeschlossen (Haupt-2.Stufe, Jacket, Trocki, Tauchcomputer). An der Nebenstufe hängt nur die Atemreglerreserve, ein Manometer+Tiefenmesser und ein Reserve-Inflatorschlauch. Die Nachteile bzgl. Vereisung halte ich bei bewußtem Einsatz der Tariermittel bei normalen Tauchgängen für vertretbar, die Nachteile bzgl. Redundanz (Komplettausfall aller Tariermittel bei Ausfall der Hauptstufe) für beherrschbar (Reserve-Inflatorschlauch oder Mundtarierung des Jackets sowie Flossenschlag).

Besser ist aber die vorgeschlagene Verteilung auf mehrere Erststufen. Bei sehr kalten und tiefen Tauchgängen schließe daher auch ich oft das Jacket doch an die Nebenstufe (also dann doch verteilt).
Antwort von pitcairn Registriertes Mitglied am 27.02.2006 - 21:28
1ste Stufe Hauptautomat: Trocki-Schlauch
1ste Stufe Reserveautomat: Jacket-Schlauch + Fini

Ich tariere hauptsächlich mit dem Jacket und finde die Tarierung mit dem Trocki nicht gut, da der Trocki kein Tariermittel im eigentlichen Sinn ist, sondern nur eine Isolierung.Ich benutze die Luft im Trocki, um nicht zerquetsch zu werden aber nach 2 oder 3 Luftstösse beim Abtauchen brauche ich das Einlassventil nicht mehr...Beim Austauchen sowieso nicht mehr....
Antwort von kandy3 Registriertes Mitglied am 28.02.2006 - 10:02
Hi
sowie pitcairn sehe ich das auch.
Hat sich bei mir in der Praxis auch so bewährt.
Der Trocki ist wirklich nicht das verlässliche Tariermittel. Und das Jacket mit dem Mund im Ernstfall aufzublasen dürfte auch schwierig werden.
Grüße
K3
Antwort von kwolf1406 Registriertes Mitglied am 28.02.2006 - 13:26
Hmm,

Was passiert bei einem Vereiser mit dem angehängten Tariermittel: Strömt das auch dort hinein ab? Dann würde ich eher alle Tariermittel an die 1. Stufe des Reservesystems anschließen - so mache ich es, allerdings aus Gründen Der Schlauchkonfiguration.
Antwort von flasche Registriertes Mitglied am 28.02.2006 - 14:15
@kwolf1406
1. Bei Vereiser der ersten Stufe, der zu erhöhtem Mitteldruck führt, strömt Luft über die 2. Stufe ab. Dadurch steigt der Mitteldruck nicht zu weit an. Sollte der MD noch weiter ansteigen und etwa das Inflatoreingangsventil überwinden, wäre es das gleiche Problem, wie bei einem defekten Inflatorventil. Schlauch abziehen.
2. Anschluß aller Tariermittel ans Reservesystem wäre nur sinnvoll, wenn das Reservesystem ausfallsicherer als das Hauptsystem wäre. Im Notfall Atemregler des Reservesystems nutzen, wo dann auch noch alle anderen Dinge angeschlossen sind, und wo dank Aufregung vielleicht ohnehin dann höherer Atemluftverbrauch stattfindet? Im Notfall will ich nicht, daß auch noch das Reservesystem einfriert (schnellere Atmung und zugleich Lufteinlaß in Trocki und Jacket).

Verteilung der Tariermittel auf beide Regler ist sicher optimal. Trocki an Hauptstufe, Jacket an Reservestufe.
Antwort von pklaffenbach Registriertes Mitglied am 28.02.2006 - 16:00
WIMRE sind doch die Ventile an Jacket/Trocki Upstream Ventile. Damit öffnen die bei erhöhtem Mitteldruck nicht (im Gegensatz zum Downstream Ventil der 2. Stufe).
Ich hätte da aber noch ne Frage an Stephan und Flasche: Wieso habt Ihr am Primärregler ein Fini? Im Fall der Fälle dreht Ihr den doch ab und es bleibt nur der Sekundärregler. Oder habt Ihr Doppelpacks?
BTW, ich verteile den Luftverbauch auch zwischen den Reglern (Primärregler = normale 2. Stufe und sekundäres Tariermittel; Sekundärregler = Octopus und primäres Tariermittel).
Peter
Antwort von flasche Registriertes Mitglied am 28.02.2006 - 16:17
@pklaffenbach
Ich denke auch, daß bei leichter Druckerhöhung nicht gleich das Ventil zum Jacket öffnet. Sicher wäre ich mir da aber nicht; vielleicht gibt es mehrere Bauweisen, schon teilweise undichte/verschlissene Ventile..

Ich nutze meist 2 Flaschen. Streng genommen müßte unabhängig davon die Antwort auf Deine Frage aber lauten: Es gehört ein Fini an *jeden* Regler (Redundanz gegen geschlossenes Ventil oder defektes Finimeter). So mache ich das auch.

Nur wenn man vom nichtausfallenden Finimeter und von der zuerst ausfallenden ersten Stufe und von offener Brücke oder Einzelflasche ausgeht, ist ein Fini nur an der Reservestufe akzeptabel. Davon kann man aber nicht sicher ausgehen.
Antwort von flasche Registriertes Mitglied am 28.02.2006 - 16:19
..meine natürlich: zuerst ausfallende Primärstufe (also nichteintreten von Reservestufeausfall -> Reserveventil zu -> kein Fini am Primärregler.)
Antwort von MarioS am 28.02.2006 - 20:20
Wozu ein 2.tes Fini und wozu ein "Ersatz-Inflatorschlauch" ?????
Und warum einen Computer UND einen Tiefenmesser ???

Wenn eins meiner Instrumente bzw. Regler ausfällt dann beende ich den Tauchgang ! Wozu soll sonst die Redunanz gut sein, wenn man anschließend mit ausgefallenen Instrumenten weitertaucht ???

Es gibt bei einer Monoflasch mit Doppelventil eigentlich nur eine sinvolle Anordnung. An die 1.Stufe des Hauptautomaten nur eine 2.te Stufe die ich benutze. Alles andere an den Reserveautomaten. Denn den habe ich ja nurnoch wenn mein Hauptautomat ausfällt (und vom Buddy ggf. zugedreht wird) !!!! Damit veringert man auch während des Tauchgangs das vereisungsrisiko das entstehen kann wenn über den gleichen Automaten tarrieren und atmen würde, das geht dann nämlich nicht.!
Antwort von Kormoran Registriertes Mitglied am 01.03.2006 - 09:23
@Mario: Bissl kurz gedacht.

1. Bei Problemen mit dem Hauptregler wechsle ich auf das sekundäre System, wo alles dranghängt und provoziere dort auch einen Vereiser?!? Der Luftverbrauch sinkt ja nun auch nicht unbedingt nach so einem Zwischenfall.

2. Je nach Tauchgang ist es _nicht_ möglich den TG direkt unter Aufstieg an die Oberfläche zu beenden (Deko, Höhle). Und dann brauchst Du natürlich noch weitere funktionierende Instrumente.

Fazit: Es gibt nicht nur eine sinnvolle Konfiguration. Diese hängt von der Art des TG, von der Verwendung der Tariermittel _und_ vom geplanten und geübten Notfallmanagement ab.
Antwort von kwolf1406 Registriertes Mitglied am 02.03.2006 - 19:04
@Kormoran
"wo alles dranghängt und provoziere dort auch einen Vereiser?!?"

Muss nicht sein: Der einzige zwingende Luftverbrauch ist das Atmen. Tarierluft einlassen entfällt ja wohl, da Du in so einer Situation nicht tiefer, sondern allenfalls höher gehst. Wenn man Tarierluft braucht, hält man im kalten Wasser sowieso immer solange den Atem an, wie ich den Inflator/Tockivenotil betätige.

"Je nach Tauchgang ist es _nicht_ möglich den TG direkt unter Aufstieg an die Oberfläche zu beenden (Deko, Höhle). Und dann brauchst Du natürlich noch weitere funktionierende Instrumente."

Eben - der Hauptautomat fällt aus: Alles was du brauchst kann nur an der Reserve hängen.

Das einzige Szenariuo, das ich mir vorstelle, dass man ein Tariermittel am Hauptautomaten braucht, ist, wenn auch der Reserveautomat vereist und und die Vereisung am Hauptautomat schon behoben und dieser wieder offen ist. Eher die unwahrscheinliche Variante?

Grüße
Antwort von Kormoran Registriertes Mitglied am 03.03.2006 - 08:26
Ich bin mit Deiner Argumentation völlig einverstanden.

Auf diese Weise können wir jetzt noch seitenweise Szenarien aufbauen. Bitte mein Fazit vom letzten Posting beachten.
Antwort von MarioS am 07.03.2006 - 22:54
@Komoran
was Dein Fazit betrifft gebe ich Dir Recht. Aber ich finde trotzdem das meine vorgeschlagene Konfiguration bei den meissten "normalen" Tauchgängen am sinnvollsten ist Was mich aber immernoch interressiert: wozu braucht man einen Ersatz-Inflatorschlauch ???

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