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Ulrich Restemeyer Betrüger?
Abgesandt von kubaj Registriertes Mitglied am 19.02.2007 - 17:25:

Durch Medien als der Entdecker der GOYA und der STEUBEN gefeiert...Falsch!?

Bereits am 26. August des Jahres 2002 wurde die Goya von einheimischen, polnischen TDI-Tauchern (Grzegorz "Banan" Dominik und Michal Porada) erfolgreich (Bergung des Schiffkompesses der Goya) entdeckt und betaucht.
Anscheinend wird fälschlicherweise sehr oft der deutsche Taucher Ulrich Restemeyer als Entdecker angeführt. Seine angebliche "Entdeckung" im Jahr 2003 erfolgte aber fast ein Jahr nachdem die Goya von polnischen TDI-Tauchern betaucht wurde.
Auch die von Ihm angeblich endeckte Steuben, stellte sich aber als "Wrack Nr. 88" heraus das bereits in den Sechzigern von der polnischen Marine beschrieben wurde...
Die Steuben wurde am 26. Mai 2004 von der polnischen Marine (Hydrographic Support Squadron of the Polish Navy (HSS)) entdeckt (Schiff: ORP "Arctowski").
Die erste Tauchexpedition wurde am 08.August 2004 von polnischen TDI-Tauchern Grzegorz „BANAN” DOMINIK, Robert JABŁOŃSKI, Janusz JAROSZEK, Piotr SITNIK, Marcin STELMACH, Witoldld ZEMBACZYŃSKI und Tomasz WRÓBLEWSKI durchgefürt.

Ulrich Restemeyer - Betrüger?



Antwort von Patrick B Registriertes Mitglied am 19.02.2007 - 17:39

Woran liegt Dir eigentlich ?
Möchtest Du Dichtung von Wahrheit trennen, oder liegt Dir an U.R. Abstrafung ?

Nur mal so:
Es ist schon häufiger vorgekommen, dass Wracks entdeckt wurden und sich keiner dafür interessierte oder es keine Genehmigungen gab, Zuständigkeiten fehlten etc. und das Wrack wieder in Vergessenheit geriet. Z.B. hat Cousteau die Thistlegorm entdeckt und ca. 20 Jahre später wurde sie wieder entdeckt. Heute fährt da jeder Depp hin.

Wenn damals diese von genannten Informationen nicht bekannt waren, gab es tatsächlich 2 Entdecker. Warum soll der Eine ein Betrüger davon sein ? Wirbt er denn damit, oder wo liegt das Problem ? Das ist ja so, als ob sich 2 Flöhe streiten wem Hund gehört, auf dem sie sitzen.

Viele Grüße, Patrick
Antwort von 10/70 Registriertes Mitglied am 19.02.2007 - 18:14
@ kubaj
Sollte mich nicht wundern, wenn Du einer der von Dir aufgezählten Taucher bist, oder bei einen der Jenigen ne Ausbildung machst/gemacht hast.
Auf jeden Fall bist Du ein Landsmann. Dann berichte doch mal, warum die nicht vorher Ihre Entdeckung bekannt gemacht haben?

Antwort von kubaj Registriertes Mitglied am 19.02.2007 - 18:47
Bin keiner von den Tauchern. Meine Ausbildung habe ich im deutschsprachigem Raum gemacht. Die Endeckung wurde bekanntgemacht jedoch nicht im deutschprachigem Raum, das erledigte U. Restemeyer sehr erfolgreich...
Wollte nur aufklären, dass es 2 Seiten der Geschichte gibt. Die meisten im deutschsprachigem Raum kennen aber nur die eine Seite...was sehr traurig ist...habt Ihr davon gewusst? Nein, aber aufregen...typisch...

Vielleicht habe ich das Threadthema falsch gewählt...
Antwort von D-32 Registriertes Mitglied am 19.02.2007 - 20:33
Ich kenne Ulli Restemeyer seit vielen Jahre, genaugenommen seit der ersten mehrtägigen Wracktour seines früheren Schiffes "Michael Glinka" Frühjahr 1991, bei der ich u. a. den Jungs die Vorteile von GPS und Farbechograph gegenüber Decca und Papierschreiber zeigte.

Ulli R. ist für mich ein absolut tadelloser Mensch, erstklassiger Taucher. Er hat offensichtlich den Vorteil, dass andere Leute auch sein Einkommen mitverdienen und er sich somit seinen Leidenschaften widmen kann. In seiner Nähe wohnt Heinz Schön/Überlebender der "Wilhelm Gustloff", so kam Ulli zum Thema Flüchtlingsschiffe, und in der Folge auch zu einem gewissen Medienbekanntheitsgrad mit Videoproduktionen an diesem Wrack.

Natürlich war diese Wrackposition den polnischen Behörden und Militärs längst bekannt, und sie haben die Insider-Kenntnis wohl einige Jahre lang reichlich und nicht immer pietätvoll genutzt.

Und es spricht gegen den Offenheitswillen der polnischen Behörden, wenn sie die Position des deutschen Flüchtlingswracks "Goya" zwar kennen, aber selbst im Rahmen der dokumentarischen Aufarbeitung der letzten Kriegsmonate nicht preisgeben.

Somit ist es einzig und allein die Leistung von Ulli Restemeyer und seiner Crew, dieses Wrack nur mittels eigener Recherchen lokalisiert und dokumentiert zu haben! Und dass der finanzielle Aufwand für die Suche eine Entlohnung in Medienöffentlichkeit findet, ist mehr als fair.

Als unfair gegenüber den Opfern auf der "Goya" (galt bis dato als größte Schiffskatastrophre mit knapp 7500 Opfern binnen 15 Minuten ab Torpedierung, nur wenige Hundert Überlebende) sehe ich jedoch an, dass vermutlich über die nicht einflusslose Schiene Heinz Schön seit der Goya-Doku die angeblichen Opferzahlen auf der "Gustloff" verdreifacht wurden! Heinz Schön war jahrzehntelang politischer Beamter und versteht sich auf das Pushen von Informationen, egal ob richtig oder falsch.

@ kubaj

Abgesehen von dem Kompassklau haben deine (vermutlichen) Landsleute von den Flüchtlingsschiffen dieser Trilogie leider noch so einiges mehr mitgenommen, und damit meine ich nicht die Schiffsglocke der "Gustloff", die jetzt wohl in der Uni Danzig hängt! Egal ob offiziell erklärt oder nicht: Diese Schiffe sind Kriegsgräber! Und es sollte gerade in einem katholischen Land eine klare Pietätfrage sein, trotz schlechtem Sold sowohl Schmuck als auch Goldzähne von Kriegsopfern zu belassen, wo sie hingehören!
Antwort von kubaj Registriertes Mitglied am 19.02.2007 - 21:15
Das mit dem Klau der privaten Sachen nehme ich jetzt als Unterstellung hin.
Wollen wir jetzt über die moralisch, ethisch und katholisch nicht vertretbaren Handlungen von Polen und Deutschen sprechen...? Ich kenn sehr viele alte Geschichten...

Ich wollte nur, dass die Menschen mit dem Namen GRZEGORZ „BANAN“ DOMINIK die Entdeckung der GOYA und der STEUBEN verbinden. Er ist letztes Jahr beim tauchen tödlich verunglückt.



Antwort von clearwaterdiver Registriertes Mitglied am 19.02.2007 - 21:38
der versuch soll dich ehren, aber ob dieses hier die richtige plattform ist ?

außerdem stlle ich mir die frage ,wieso ausgerechnet du diesen versuch unternimmst und nicht möglicherweise menschen, die ihm näher standen und mehr oder genaure infos hatten.
darüberhinaus meine ich, daß du dabei nicht unbedingt so agressiv sein solltest. das steht glaube ich eher den anderen zu...und warum tun sie es nicht?

gruß heinz
Antwort von D-32 Registriertes Mitglied am 19.02.2007 - 21:56
Wrackentdecker sind außer in Mini-Tiefe und mit viel Zufall heute nicht Taucher, sondern die Leute auf der Brücke eines Schiffes vor den Anzeigen von Sidescan-Sonar und GPS. Die Bilder eines guten SSS sind so exakt, dass sich der nachfolgende Taucher schon fast in heimischem Gebiet fühlt.

Dass dein Freund oder was auch immer er für dich war verstarb, verdient vielleicht (Parallele Blue Hole Dahab) dort eine Gedenktafel, aber nicht dieses Posting.
Antwort von Patrick B Registriertes Mitglied am 20.02.2007 - 09:10

@ kubaj,

"...habt Ihr davon gewusst? Nein, aber aufregen...typisch..."

Wenn ein Dahergelaufener einfach andere Leute Betrüger nennt, dabei weder sich selbst, noch die Umstände offenbart, ist das genau das worauf hier jeder gewartet hat.

Antwort von kubaj Registriertes Mitglied am 20.02.2007 - 09:47
„Berüger?“ ist ein Zitat aus der polnischen Presse, Fachzeitschriften und von Ihm selbst. Nachdem Ihr mit so was nicht in Kontakt kommt, habe ich mir erlaubt es zu übersetzen (soviel zum dahergelaufenen) Das habe ich mir ja nicht ausgedacht….Und nach dem Wort Berüger steht ein Fragezeichen…
Das der Thread negative Reaktionen auslost war mir klar, habe eigentlich nichts Anderes erwartet….
Es gehörte einfach mal im deutschsprachigem Raum gesagt. Macht damit was Ihr wollt. Am besten selbst recherchieren, aber nicht nur in der deutschen Presse…
Antwort von Thomas M Registriertes Mitglied am 20.02.2007 - 09:59
naja verdient hat wohl bei der Goya-Expedition nur der Ulli selbst.
Die Taucher jedenfalls haben aus eigener Kasse dazulegen müssen.

Das diese Expedition dann auch noch tragisch endete ist jedoch eine andere Geschichte...

Gruß
Thomas
Antwort von D-32 Registriertes Mitglied am 20.02.2007 - 10:30
Hallo Thomas,

ich denke, dein Begriff "verdient" sollte ein wenig relativiert werden:
Abgesehen vom Kaufpreis verschlingen Ausbau, Unterhaltung, Liegeplatz, Brennstoff, Reparaturen bei so einer Schiffsgröße erhebliche Summen. Was es für ein 9-m-Schiff im Yachthandel oder Baumarkt preiswert gibt, verteuert sich bei zunehmender Schiffsgröße nahezu exponentiell.
Da Privatschiff, zahlen sie sicherlich beim Brennstoff den voll versteuerten Preis, die Maschine dürfte 50 l/Stunde wegfressen, was bei geschätzten 15 Knoten nicht gerade üppig viel Seestrecke für runde 60 Euro bedeutet.

Nicht ohne Grund gibt es ja in DE kaum einen Tauchclub, der ein eigenes Vereinsboot hat, weil so etwas die Kasse sehr schnell leert.

Ohne Zahlen zu kennen dürfte die Jahresbilanz der "Fritz Reuter" am Ende mit einer roten Zahl sein. Es kommt hinzu, dass einerseits immer mehr Taucher reine Warmwasserfreaks sind, dass andererseits die Ausbildungsqualität sinkt und es für einen Schiffseigner/Schiffsführer immer weniger problemlose Tauchergruppen gibt.
Dem Hörensagen nach bietet die "Fritz Reuter" jetzt sogar schon Angeltouren an, um den Unterhalt zu finanzieren.

Jo
Antwort von db8us Registriertes Mitglied am 21.02.2007 - 06:21
Ich finde es gaaaaanz wichtig 10mal zu betonen dass es TDI Taucher waren, besonders wenn man den kommerziellen background von Banan kennt.
Er kann sich ja leider selbst hier nicht mehr auessern.
Antwort von Trilaminator Registriertes Mitglied am 25.02.2007 - 13:30
der Nick ist ja mal krass gewählt .. wenn das der Micha erfährt mußte mit D18 ohne wing und im 5mm nassanzug tauchen gehen .....



Gruß
Tri
Antwort von D-32 Registriertes Mitglied am 25.02.2007 - 16:48
Hallo Tri,

DB8US ist ein Amateurfunk-Rufzeichen (UKW-Lizenz). Ich war mal DL5LV (Kurzwelle).

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