Unfälle mit Sauerstoff beim Füllen Abgesandt von Tariernix am 07.08.2007 - 20:57:
Immer wieder wird von berufener Seite angeführt, wie gefährlich es ist, mit Sauerstoff zu hantieren (*einverstanden*). Es wird auch immer wieder auf eine Vielzahl von Unfällen hingewiesen, zuletzt im vorangegangenen Thread von Moderator Walter: " aber jährlich gibt es in D/AT/CH mehrere Vorfälle mit Kompressoren, Falschen und Schläuche. Mehrheitlich ist/war dann Sauerstoff im Spiel"
Da ich vielleicht zu einfältig bin, um Berichte oder Auswertungen zu diesen Vorfällen zu finden, bitte ich diejenigen, die Bescheid wissen, um Aufklärung. Konkret: wieviele (gefährliche) Vorfälle gab es 2006 beim Hantieren mit reinem Sauerstoff? Ggf.: wie lassen sich diese qualifizieren, z. B. Industrie, Tauchen o. ä.
Antwort von scuba62 am 07.08.2007 - 22:49 Hallo Tariernix,
ich kann da leider nur ein Beispiel liefern:
Hier klicken
Aber das ist dafür recht einprägsam.
Gruß
scuba62
Antwort von Blümchen am 08.08.2007 - 00:06 Oh gottogott !!
dann müssten eigendlich alle Industrieschweisser, die mit Sauerstoff hantieren schon lange tot sein !
Wasch dir nach dem Wurstbrot einfach mal die Finger,
und du hast schon mal ein Problem weniger.
Mache deine Pullen clean und fülle schön langsam..
und du wirst nie Probleme haben....
Blümchen
Antwort von Walter Ciscato am 08.08.2007 - 01:32 Hallo Tariernix Du kannst dir sicherlich gut vorstellen, dass die meisten Vorfälle gar nie publiziert werden. Besonders diese Art von Vorfälle. Im TU Forum ist ja auch nicht jeder TU gelistet... Anbei paar Beispiele der letzten Monate/Jahre zu deiner „Beruhigung“. 80% dieser Fälle sind wegen O2, der Rest Material. 80% der Fälle in der EU, einer ist von 2007. Hätte noch mehr Fotos, kann und will nicht tonnenweise Bilder der letzten Jahre ins Forum stellen. Vielleicht schreiben wir in Bälde mal einen DI-Artikel darüber.
Grüsse Walter
PS: mir sind von 2006, 6 Fälle bekannt. 3 Fotos davon siehst du weiter unten.....
Antwort von Tauchteufel am 08.08.2007 - 07:57 Moin Walter,
manchmal erklären solche wenigen Bilder mehr als viele, viele Worte! Danke!
Die Basteleien einiger vielleicht auch nur Unwissender wird man leider damit trotzdem nicht verhindern können.
Viele Grüße
Peter
Antwort von Thorsten Rocca am 08.08.2007 - 08:36 Hallo Walter,
6 Fälle in 2006 und einer in 2007.
Kannst du uns bitte mal die Ursachen der einzelnen Explosionen genauer beschreiben...
wie z.B. Tauchflasche explodiert, Rückschlagventil fehlte und der Kompressor ging hops, ...
Aber zumeist redet man an eine Wand, Argumente sind häufig: "Habe noch nie was davon gehört, deswegen gibt es auch kein Problem mit dem Sauerstoffhandling". Sauerstoff in hohen Konzentrationen ist jedoch potentiell gefährlich !
Da gibt es Leute die meinen Sicherheit ist eine binäre Angelegenheit. Das genau ist sie eben nicht ! Also muß man ein Maximum tun, um auch ein Maximum an Sicherheit zu erlangen. Wer gerne schlampert, sollte das wenigstens nicht an die große Glocke hängen und schon gar nicht als Empfehlung für andere aussprechen.
Viele Grüße, Patrick
Antwort von westo am 08.08.2007 - 08:43 Ich könnte noch einen (explodierte Stageflasche) aus 2005 anbieten.
Grüße
Thomas
Antwort von Walter Ciscato am 08.08.2007 - 09:04 @Thorsten Rocca
In der Regel spricht man von einem Sauerstoff-Feuer. Gründe dafür sind meistens Sauerstoff im Filter oder im Oel/Wasserabscheider bei den Kompressorenvorfällen => O2 + Kohlenwasserstoffe + Temperatur = Bumm Oder falsches Material (nicht O2 tauglich) + O2 + Temperatur (1. Bild: O2 Feuer beim Umpumpen von O2 mit einem Booster). Die schwarze Masse ist überigens der Rest des Füllschlauches.
@westo > Ich könnte noch einen (explodierte Stageflasche) aus 2005 anbieten.
Gerne. Schicke mir das Bild, wenn du willst/darfst stelle ich es gerne rein.
Grüsse Walter
Antwort von Thorsten Rocca am 08.08.2007 - 09:42 @ Thomas,
was für ein Flaschentyp / Grösse / Baujahr war das?
Warum ist die Flasche hops gegegangen?
Hattest du die Flasche selber gecleant?
Gruß
Thorsten
Antwort von Markus E am 08.08.2007 - 10:34 Ohne die Angabe der Gründe, die in den einzelnen Fällen zum Unfall geführt haben, ist diese Diskussion ähnlich sinnfrei wie die meisten Berichte im Unfallforum. Das Einstellen der Bilder ohne diese Angabe hat etwas von der Bild-Zeitung und taugt nicht besonders gut dazu etwas daraus zu lernen (ebenfalls analog zum Unfallforum).
Warum ging der Kompressor im Zusammenhang mit O2 hoch? Eingangsseitig zuviel angesaugt? Ohne Rückschlagventil gearbeitet und Flasche zu früh aufgedreht? Rückschlagventil defekt?
Warum ist der Booster hochgegangen?
Warum ist die Flasche hochgegangen?
Wenn es sich immer um so gravierende Unfälle handelt, wird ja wohl polizeilicherseits ermittelt worden sein. Die daraus resultierenden Gutachten wären sehr viel hilfreicher, als das effekthaschende Aneinanderreihen von Bildern und das Verteufeln von O2.
Nicht falsch verstehen. Ich bin schon der Meinung, dass beim Hantieren mit O2 eine gewisse Sorgfalt und auch ein Mindestwissen erforderlich sind, meine aber, dass das Risiko bei richtigem Umgang minimal ist und im Internet lediglich wieder mal ein Mythos entstanden ist, den man schwerlich bis nie wieder losbekommt.
Eine Gefahr dürfen wir dabei aber nicht außer acht lassen: Nicht alle die hier mitlesen verügen über das Wissen, was zu bei O2 tun ist. Es wird auch von den geschulten Usern unterschiedlich restriktiv gahandhabt. Daraus wird dann wieder besseres von einigen wenigen eine Sorglosigkeit abgeleitet, die einfach gefährlich wäre. Dehalb lieber zuviel den Finger gehoben, als hinterher die Feuerwehr geholt.
Viele Grüße, Patrick
Antwort von Holger H. am 08.08.2007 - 11:39 Ich glaube mal das Mischen über einen Kompressor ( beimischen ) sehr Gefährlich ist …. normales Überströmen in eine Flasche kein so große Gefahr darstellt.
Wichtig ist auch das alles was O2 Rein gekauft wird auch weiter so behandelt wird und je nach gebrauch auch mal in ein Ultraschallbad geht wie Adapter andere Sachen wie Überströmschläuche mit Seifenwasser durchspülen, klar nachspülen und Trocken pusten …
Wie auf manschen Baustellen mit O2 Flaschen umgegangen wird so das mit fettigen oder Öligen Fingern Armaturen gewechselt werden …..
Wie viele Menschen in Krankenhäusern, Baustellen, Laboren, Fabriken ach ja und Taucher hantieren mit O2 und wie wenig im Gegensatz dazu passiert ….. aber jeder einzelne Fall ist einer zu viel ist …
Geht mal in ein Sauerstoffwerk die haben den O2 in Unglaublichen Strömungsgeschwindigkeiten durch ihre Leitungen rauschen …
Holger
Antwort von Markus E am 08.08.2007 - 12:01 >Ich glaube mal das Mischen über einen Kompressor ( beimischen ) sehr Gefährlich ist …. normales Überströmen in eine Flasche kein so große Gefahr darstellt.<
Kommt immer drauf an, wie man`s macht.
Mischen über den Kompressor kann auch sehr sicher sein, siehe Hier klicken Kostet halt Geld.
Überströmen kann bei unsauberer Arbeitsweise auch unsicher sein. Die Frage ist halt immer noch, wie unsicher.
Bin natürlich auch der Meinung, dass es in dem Bereich geschickt ist, im Zweifelsfall etwas mehr Sorgfalt walten zu lassen. Ich werde beim Mischen ja nicht nach Zeit bezahlt (Mist ich werde beim Mischen garnicht bezahlt )
Schönen Gruss
Markus
Antwort von uanliker am 08.08.2007 - 13:25 Was macht das Nesy-System, wenn der Sauerstoff-Zustrom zu hoch ist bzw. der Sauerstoffanteil im Ansaugbereich über 40% steigt?
Gemäss Herstellerangaben soll alles überwacht sein (siehe unten). Das System verfügt vermutlich über ein Über- und Unterdruckventil plus schaltet die Elektronik autom. ab, wenn O2 > 40% ist. So steht es jedenfalls in der Beschreibung...
Das Teil habe ich jedoch bis dato nicht Live im Einsatz gesehen.
Grüsse
Walter
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Selbstüberwachende Sicherheitselektronik und Sicherheitseinrichtungen, die eine zu hohe Sauerstoffkonzentration im Mischsystem sicher und selbstständig verhindert. Für den unwahrscheinlichen Fall eines Ausfalls der Elektronik ist das System zur Sicherheit mechanisch so ausgelegt, dass nicht mehr als 40% sauerstoffangereicherte Atemluft (Nitrox) hergestellt werden kann. Weiterhin würde bei einer Störung z.B. einem Stromausfall der Sauerstofffluss durch schließen des sauerstoffmagnetventils sofort unterbrochen werden. Damit ist sichergestellt, das es zu keiner Anreicherung von reinem Sauerstoff im NESY selbst sowie z.B. dem Kompressorraum kommen kann.
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Antwort von Markus E am 08.08.2007 - 14:39 Hi Urs, hi Walter,
Gerät ist versorgungsspannungstechnisch mit am Kompressor angeschlossen. Wenn der Kompressor nicht läuft, schaltet ein Magnetventil ab (auf Sicherheit, d.h. bei Stromausfall fällt das Ventil ebenfalls ab und unterbricht).
Bei Konzentrationen >40% O2 wird ebenfalls abgeschaltet.
Ich habe das Gerät mehrfach im Einsatz gesehen. Ein mal in Ägypten, einmal vorletztes Wochenende beim Entwickler selbst. Dort war auch das entsprechende Gerät für Trimix zu bestaunen.
Die Herstellung von Nitrox ist wirklich dermaßen einfach, wie beschrieben. Das sieht man auch sofort, wenn man sich anschaut, wieviele Geräte weltweit im Dauereinsatz sind. Gerade im Ausland werden die Geräte zumeist von technisch nicht besonders ausgebildeten Einheimischen (hoffentlich so politisch korrekt ausgedrückt) bedient und es gab bisher nie Probleme.
Einzig eine Manipulation an den (versiegelten) Druckminderern könnte gefährlich werden, aber da hat niemand was dran zu schrauben.
Fein ist, dass die Flaschen wirklich komplett entleert werden können, da das Gerät mit einem Eingangsdruck von 0,5 bar arbeitet (gerade für He finanziell interessant)
Bei weitergehendem Interesse gern eine Mail an mich.
Schönen Gruss
Markus
Antwort von Thorsten Rocca am 08.08.2007 - 15:19 Für den Sporttauchbereich kannst du das vielleicht benutzen... aber was machst du wenn du EAN50 füllen willst...
Gruß Thorsten
Antwort von Holger H. am 08.08.2007 - 15:30 Aber so ein O2 Sensor verbrennt ja auch oder wird feucht, was ist wenn es 33 % anzeigt aber viel höher liegt ??
Sind da mehrere Sensoren drin ??
Aber ich habe mit so einer Anlage noch nicht gearbeitet …
Holger
Antwort von DerStalker am 08.08.2007 - 15:49 Wir spielen das lustige Spiel: Wer fürchtet sich vorm Sauerstoff ... ?!
Ein wenig Sauerstoff hat noch nie geschadet, ausser wenn man sich mit metallischem Natrium beschäftigt. Aber sonst ist das Gas an sich völlig harmlos !!!
Die Gefahr geht von der BRANDBESCHLEUNIGENDEN Wirkung des O² aus - von selbst explodiert Sauerstoff genauso wie Stickstoff oder Pressluft garnicht. Nur die Flasche kann aufgrund von zu hohem Druck oder Materialfehlern eplodieren.
Wenn eine Dichtung nicht O²-clean ist, dann beginnt diese unter dem Druck zu verbrennen, und das sehr schnell. Dadurch wird die Leitung undicht und der austretende Sauerstoff bewirkt, dass umliegendes Material ebenfalls sehr leicht zu brennen beginnt. Es folgen hohe Temperaturen und damit auch Überdrücke in anderen Falschen uswusw.
Was man dagegen tun kann ? Eigentlich ganz einfach: ein wenig Verständnis für Physik iwst schon erforderlich. Dass man ein Rückschlagventil braucht, um zu verhindern, dass reines O² in einen Kompressor gelangt sollte klar sein. Auch dass Oel, Schmutz und Fingerfett brennbar ist und daher mit reinem O² nicht unter Druck in Kotakt kommen sollte wird immer wieder gesagt.
Aber: der Mythos, der um das einfache Füllen von Flaschen mit O² und darauffolgendem Nachfüllen mit Luft zur Herstellung von Nitrox aufgebauscht wird, hat schon oft Bild-Zeitungs Niveau.
Und Füllstationen die behaupten, sie können eine Flasche nicht füllen (trotzdem der Taucher Schlauch, Filter und Rückschlagventil mitgebracht hat), weil in der Flasche Sauerstoff sein könnte (was für ein Unsinn - in JEDER Flasche kann O² sein) - um diese Stationen mach ich einen Bogen, denn die aussage bedeutet ja nur, dass sie davon ausgehen, verdreckte Luft in meine Flasche zu pumpen. Und das brauch ich garnicht.
F.
Antwort von Markus E am 08.08.2007 - 16:04 Hi Thorsten,
EAN50 lässt sich mit der Anlage nicht herstellen. Da das Gemisch durch den Kompressor geht, ist bei 40% Schluss.
Hi Holger,
der Sensor muss natürlich regelmäßig kalibriert werden. Die Flaschen werden nach der Befüllung eh nochmals gemessen. Missstände fallen spätestens da auf. Das Messgerät dient zum Einstellen des Sauerstoffanteiles bei Füllbegin. Einmal eingestellt dient das Meßgerät der Kontrolle, ob das Verhältnis weiterhin stimmt. Sollte sich das Messergebniss aufgrund eines Sensordefektes ändern, sind 2 Fälle möglich:
- Messwert ist zu klein. Es passiert nichts, da das Verhältniss über das Nadelventil eingestellt ist und sich nicht aufgrund des Messwertes ändert (keine Reglung über Sensorsignal).
- Messwert ist zu groß (>40%). Die Mischung stimmt zwar, dass kann das Gerät aber nicht wissen und schaltet vorsorglich ab (Wert könnte ja aufgrund eines Defektes stimmen).
Es lässt sich `eh aufgrund des versiegelten Druckminderers kein Gemisch deutlich über 40% herstellen, solange der Kompressor läuft.
Schönen Gruss
Markus
Antwort von Holger H. am 08.08.2007 - 17:24 Wäre dann eine Membrananlage nicht besser ( wirtschaftlicher weil ich brauche keine Speicherflasche mehr ) und noch sicherer wenn es eh nicht über 40 % geht ???
Holger
Antwort von Markus E am 08.08.2007 - 18:02 Naja, nicht wirklich. Die Menbrane ist sehr teuer. Man darf auch nie vergessen, das die Dinger im Verhältnis von ca. 1 zu 3 bis 1 zu 4 raushauen. Daraus folgt, dass vor der Membrane mit 400 l/min reingedrückt werden muss, damit 100 l/min rauskommen. Dadurch wird`s recht teuer. Membrananlagen lohnen nur dort, wo O2 schwer zu bekommen oder sehr teuer ist.
Dazu kommt die Empfindlichkeit. Wenn wirklich mal öl reinkommen sollte, ist das Ding Sondermüll.
> Gerne. Schicke mir das Bild, wenn du willst/darfst stelle ich es gerne rein.
Nein Walter, das möchte ich eigentlich nicht...sorry.
Ich will aber mal was grundsätzliches zu dem Thema sagen, weil ich andauernd merke, lese, sehe, höre daß viele einfach von falschen Voraussetzungen ausgehen.
Wenn ich eine Flasche (in meinem Fall eine 7er Alustage) clean bestelle und clean geliefert bekomme ... ist sie das dann auch wirklich? Meine war es jedenfalls nicht ... und hat fast einen Finger gekostet! Clean ist was ICH clean mache - sonst nix!
Übrigens: die Flasche ist explodiert nachdem sie stundenlang unter Druck mit reinem Sauerstoff stand - beim aufdrehen des Ventils.
Ergo: SELBST sauber machen...da weiß man was man hat. Sonst nicht.
Grüße
Westo
Antwort von Thorsten Rocca am 09.08.2007 - 09:18 Hi Westo,
da muss ich dir 100% Recht geben. Das kann man nicht oft genug sagen... Zum Glück ist dein Finger noch dran. Das ist auch ein Grund, warum nur Flaschen fülle, die ich selber gecleant habe und ich weiss das diese nur bei mir bzw. wo anders mit einen Zusatzfilter gefüllt werden.
Gruß Thorsten
Antwort von Tariernix am 09.08.2007 - 10:11 Hallo Westo,
das ist ja wirklich interessant. Bislang habe ich aus den etwas diffusen Antworten auf meine Frage immer herausgelesen, dass es sich um Brände handelte, die durch die Anwesenheit von reinem Sauerstoff erheblich beschleunigt wurden.
Was Du aber berichtest, ist eine regelrechte Explosion! Und zwar von einer Aluflasche. Hast Du denn den Ansatz einer Erklärung dafür, was dabei eigentlich explodiert ist? Alu-Staub bzw. Produktionsreste? Dichtringe?
Ich denke wir sind uns einig, dass Sauerstoff allein nicht explodiert - schließlich ist es ja kein brennbares Gas...
Antwort von Holger H. am 09.08.2007 - 12:24 Das schockt mich ein wenig ….
Weil du schreibst das die Flasche befüllt wurde und nach einiger Zeit erst hoch ging, kann es sein das sie Umgefallen ist ??
Weil die stärkste Belastung ist doch beim füllen durch die Reibung…….und somit auch der Erwärmung der O2 Atome .
Recht gebe ich dir man kann O2 Clean bestellen und der Student der da zur Aushilfe Arbeitet packt ein normales Ventil ein ….
Holger
Antwort von Holger H. am 09.08.2007 - 12:25 Das hatte ich überlesen ...
beim aufdrehen des Ventils.
Holger
Antwort von Tümpi am 09.08.2007 - 12:33 mich wundert das auch. Der Sauerstoff ist doch übers gleiche Ventil auch reingekommen und nix ist passiert. Oder hat sich in der Flasche in den Stunden da was aufgebaut? Schwelbrand? Dann hätte die Flasche ja auch heiß sein müssen. Vermutung?
Antwort von westo am 09.08.2007 - 12:54 1. Einwirkzeit bei konstantem Druck von 130 Bar reinem O2, normaler Außentemperatur (geschätzt 20°C) über mehrere Stunden bewirkt Oxidation aller evtl. vorhandenen Kohlenstoffhaltigen Verbindungen...
2. Letztendlich Druckstoß durch die Bewegen des Ventilinneren ...
3.Zündung.
Fett, Ventilsitz und Staurohr waren NICHT Sauerstoffverträglich.....obwohl die Flasche als clean bestellt und geliefert wurde.
Grüße
Thomas
Antwort von uanliker am 09.08.2007 - 13:11 Weil es gerade passt:
2005 ist ein Boot abgebrannt, weil ein CCR Handset Feuer spie.
Antwort von Tümpi am 09.08.2007 - 14:43 Danke Thomas
Antwort von Walter Ciscato am 10.08.2007 - 02:08 @westo Thomas konntest du bei deinem Fall alle Punkte welche du aufgelistet hast (Fett, Ventilsitz und Staurohr), auch zu 100% nachweisen? Z.B. gleicher Ventiltyp, Materialtest des Ventilsitzes usw. Ich denke bei vielen Fällen auch TU`s kann man häufig nie zu 100% alle Gründe nennen und beweisen.
Z.B. wie will ich wissen/beweisen, dass bei einem Kompressorvorfall ein Rückschlagventil undicht war, wenn die Beweisteile verkohlt sind? Man kann nur annehmen, dass es so gewesen sein "muss". Die "Betroffenen" geben meistens an, dass sie alles richtig gemacht haben. Also bleibt öfters ein großer Spekulationsraum und die Begründung/Ursache wie sie Markus E. und Tariernix zu Recht gerne wissen möchten (wie übrigens alle Leser(innen) hier), ist häufig unklar. Beispiel Bootsbrand von Rebreatherworld. Häufig kann man nachweisen, dass das Material bei der schwächsten Stelle nachlässt. Bei den Kompressoren, welche zuviel Sauerstoff angesaugt haben manifestiert sich dies meistens im Oel/Wasserabscheider, wo auch die Konzentration an Kohlenwasserstoffen am höchsten ist.
@Markus E Das Nesy-System ist sicherlich eine gute Lösung, die Haftung wird von den Kompressorenherstellern unter dem Thema Sicherheitsmassnahmen ausgeschlossen. Beispiel Bauer:
"Bei Kontakt von ölgeschmierten Kompressoren mit Sauerstoff bzw. Medien mit einem Sauerstoffanteil von mehr als 21% besteht höchste Explosionsgefahr!"
Wie die Fälle (auch Fotos oben) gezeigt haben, übernehmen dann logischerweise die Kompressorenhersteller keine Haftung oder Garantie... Bei Personen- oder Sachbeschädigung läuft man sogar die Gefahr, dass die Versicherung Regress wegen Fahrlässigkeit nimmt. Es bleibt dann nur noch die Nitroxlösung von Bauer, oder ein oelfreier Kompressor wie z.B. von RIX als Alternative.
Grüsse Walter
Antwort von westo am 10.08.2007 - 07:39 Ja, die Beweisführung ist in solchen Einzelfällen ganz sicher nicht einfach, evtl. sogar unmöglich.
Ich hatte damals zwei gleiche 7er Alu Stages gekauft, wovon die eine dann wie oben beschrieben abgefackelt ist.
Die zweite hab ich auseinandergenommen und im Labor mittels FTIR-Spektroskopie analysieren lassen.
Ergebnis war eindeutig:
Fett = Silicon + Kohlenwasserstoffe
Staurohr = Polyamid
Ventilsitz = Polyamid/-imid + PTFE
Gruß
Thomas
Antwort von scuba62 am 10.08.2007 - 07:58 Hallo westo,
mal ne kurze Zwischenfrage in eigener Sache:
"Staurohr = Polyamid"
Ist Polyamid nicht Sauerstoffbeständig/sicher?
Wenn man hier nachschaut:
Hier klicken findet man unter anderen Hochdruckschläuche mit Polyamid innen Seele, die als Sauerstoffverträglich spezifiziert sind...
Gruß
Jürgen
Antwort von westo am 10.08.2007 - 09:07 Das mag so sein, aber ein O2-cleanes Ventil wird eher ein Staurohr aus Metall haben, oder?
Grüße
Thomas
Antwort von Walter Ciscato am 10.08.2007 - 09:37 @westo
>Staurohr aus Metall haben, oder?
oder ein verchromtes Messingstaurohr...
Grüsse
Walter
Antwort von westo am 10.08.2007 - 10:24 Kupfer, Zink, Chrom ... alles Metalle, oder
Gruß
Thomas
Antwort von scuba62 am 10.08.2007 - 13:25 Hallo westo,
"ein O2-cleanes Ventil wird eher ein Staurohr aus Metall haben, oder?"
Ich nehme an du meinst mit Staurohr das "Zunderröhrchen"?
Nautec-Ventile z.B. haben ein "Kunstoffröhrchen" und sind laut Hersteller O² geeignet.
Aber egal, ich dachte du hast Hinweise darauf, dass Polyamid nicht O² geeignet ist....
Gruß
Jürgen
Antwort von Thorsten_Rocca_ am 10.08.2007 - 20:53 Hallo Thomas,
ich habe hier noch ein Aircon 3/4" O2 Ventil bei mir rumliegen. Dieses Ventil hat ein Kunststoff Rohr als Steigrohr...
Gruß Thorsten
Antwort von EinsichwundernderWanderer ne am 11.08.2007 - 00:25 @Holger H
Du sagst... der Student packt ein normales Ventil ein.....
Frage: Wer ist denn nicht in der Lage ein Sauerstoffventil von einem Pressluftventil zu unterscheiden???
Antwort von Markus E am 11.08.2007 - 13:40 @ Ein sich wundernder...
Es geht hier um Pullen mit "normalem" Ventil, die gecleant sind. Sauerstoffgewinde werden im Privatbereich so gut wie nie genutzt (jedenfalls offen, aber von Kreiseln war ja nicht die Rede).
@ Walter Ciscato
Die meisten Hersteller werden eine Haftung bei nicht bestimmungsgemäßem Gebrauch ablehen. Diese Kompressoren ließen sich dann aber auch nicht mit einer Membrane betreiben. Funktioniert aber weltweit genauso gut wie Nesy.
Beim Punkt der Haftung sind wir wieder mal in einem Bereich der genauso kontrovers diskutiert wird wie Unfallversicherungen nach Montage einer zweiten Stufe eines anderen Herstellers am Lungenautomaten oder Ähnlichem.
Schönen Gruss
Markus
Antwort von Master of Heyt am 11.08.2007 - 14:48 Ja Leute, Geiz ist Geil! Wer hier mit ordentlichen und zugelassenen Sauerstoffventilen arbeiten würde, hätte keine Probleme damit (die kann wohl kaum einer verwechseln, auch kein Student).
Es hat schon alles seinen Grund, warum hier in D Sauerstoffventile Vorschrift sind.
Do it right or don`t do it..... wer Tekki spielen will, aber das Geld für eine vorschriftsmäßige Ausrüstung nicht hat, der soll es bleiben lassen.
So und nun könnt Ihr mich steinigen.
Antwort von Markus E am 11.08.2007 - 15:04 Wozu steinigen?
Du scheinst ein lustiger Geselle zu sein.
Solche Spaßvögel bräuchten wir hier wieder mehr ;)
Markus
Antwort von Masterblaster :-) am 12.08.2007 - 10:46 @ Master of Heyt
halt dich am besten daraus, wenn grosse Jungs sich unterhalten wovon du keine Ahnung hast
....
Antwort von Master of Heyt am 12.08.2007 - 22:52 Du meinst wohl dumme Jungs, die klugen machen es richtig.
Antwort von westo am 13.08.2007 - 07:48 Schade eigentlich, daß es mal wieder so kommt wie es immer kommt.
Und damit bin ich auch schon wieder raus aus der Diskussion.
Grüße
Thomas
Antwort von Master of Heyt am 13.08.2007 - 08:42 @Westo
Du hast recht.
Wenn ich mir aber die Bilder so ansehe, dann haben die Anwender vermutlich richtigen Bockmist gebaut. Denn so gefährlich ist Sauerstoff in meinen Augen nicht wirklich, es sei denn man übertreibt es.
Antwort von divermichi am 19.08.2007 - 17:10 Hallo Gemeinde
habe noch ein paar Fragen zum Nesy..evt kennt sich
ja einer mit dem System aus ?!
Verstehe ich richtig zum Nesy...
1. Über den Ansaugschlauch Kompressor wird 100%
O2 beigeführt mit einem DrucK von 0,5 Bar ???
2. Also müsste doch die Vermischung im Schlauch
Stattfinden oder im Ansaugfilter ???
3. Wenn dann der Anteil nicht über 40? O2 geht
dürfte doch im und am Kompressor keine Explosions
Brandgefahr bestehen oder ???
4. Ist die Technik so gut das es vermieden werden
kann das der Kompressor mehr als 40 % 02
bekommt ????
5. Wenn der O2 anteil von nicht über 40% in den
Kompressor gelangt ist es doch sicher ????
6. Wie Hoch ist der preis für das komplette
Nesy System ????
Ich hoffe Ihr könnt einem Nichtwissendem
weiterhelfen... ich bedanke mich schon mal
vorab...
Grüße Markus aus Mainz
Antwort von Markus E am 21.08.2007 - 17:17 Hallo Namensvetter,
Antwort hat etwas gedauert, weil ich berufsbedingt oft über mehrere Tage nicht ins Netz komme.
zu 1.:
Der Sauerstoffdruck ist Reglerseitig auf max. 0,5 bar begrenzt. Damit liegt man deutlich in dem Bereich, wo`s ungefährlich ist. Nagel mich nicht drauf fest, aber ich meine die Grenze, bis zu der in der Industrie ohne Gefahr und Auflagen gearbeitet werden darf, ist 5 bar.
zu 2.:
Die Mischung findet in einer "Mischkammer" im Gerät statt. Das Gas verlässt das Gerät fertig durchmischt.
zu 3.:
Es ist nicht möglich Gemische mit einem Sauerstoffanteil >40% herzustellen. Daher ist der Kompressor lediglich seitens der Schmierung auf syntetisches Öl umzustellen. Es gibt eine Liste der hierzu geeigneten Schmirmittel.
zu 4.:
es ist mehrfach sichergestellt, dass kein Gemisch >40% O2 angesaugt wird. Zum Einen durch die Konstruktion, zum Anderen wird der Sauerstoffgehalt gemessen und bei über 40% fällt das Magnetventil der Sauerstoffzuleitung ab und unterbricht die Zufuhr. Das passiert auch, wenn der Kompressor ausfallen sollte. Selbst bei einem Stromausfall kann nichts passieren, da das Ventil dann automatisch auch abfällt (Dazu kann ich noch anmerken, dass ich beruflich aus der industriellen Automatisierungstechnik komme und recht gut beurteilen kann, ob eine Konstruktion / Schaltung / Software auf Sicherheit ausgelegt wurde und funzt). So wird sichergestellt, dass nicht nur der Kompressor max. 40% O2 erhält, sondern auch, dass im Kompressorraum keine Erhöhung des Sauerstoffanteiles auftritt.
zu 5.:
Genau so ist es.
Es sind weltweit einige Geräte (genaue Zahl habe ich nicht, aber als Hausnummer: ca. 40 Stück in Ägypten) im Einsatz. Meine Frage, ob es schon einmal einen Unfall gegeben habe, wurde klar verneint.
zu 6.:
Der Komplettpreis beträgt incl. Sauerstoffmessgerät (das bei Nichtgebrauch des Nesy anderweitig eingesetzt werden kann) 3900€. Das entsprechende Gerät zur Herrstellung von Tri mix (mit dem natürlich auch Nitrox hergestellt erden kann) kostet 4500€ (ich habe gerade etwas getan, was Du auch hättest tun können: dort anrufen )
Schönen Gruss aus Hannover
Markus
Antwort von divermichi am 22.08.2007 - 18:13 Hallo Markus aus Hannover
danke für die Info !! Damit kann man (ich) was
anfangen... danke für die dtai... info !
Zu 2 stimmt word in der Mischkammer gemischt hatte
ich nicht gesehen/gelesen.
Werde mich mal mit den Leuten von Nesy in verbindung
setzen... unser verein hatt intresse dran...
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