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Momentan in den Foren unterwegs: Bert Rudeck, congerman, GoRalle, kub0815, my-tauchsafari.de, Neptun, PRINZ_TOM, sching, tec-diving.org, trigger7376 und 38 Gäste Wichtiger Hinweis: Bei Fragen zur Gesundheit und Tauchen ist es dringend empfohlen, einen fachmännischen Rat bei einem Tauchmediziner einzuholen.
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 | Unfallmanagement Rotes Meer - ist das normal? Abgesandt von Rangu am 19.07.2008 - 20:10:
Seit über 20 Jahren bereise ich das Rote Meer, vorwiegend HRG. Vieles hat sich seitdem getan, doch in Sachen 1. Hilfe / Sicherheit existieren selbst auf 5* Basen immer noch katastrophale Zustände: zwar ist O2 da, aber es fehlt an elementaren Hilfsmittel wie z. B. Beatmungs-Beutel, Güdeltuben, Blutdruckmessgerät und anderes für den Notfall (z. B. Ortungssystem ENOS). Auf Fragen nach dem fehlenden Beatmungs-Beutel antwortete der TL an Bord "beruhigend", dass er stattdessen den Druck auf 50 bar erhöht - damit kriegt man den O2 schon in die Lunge...
Diese und ähnliche Situationen sind beileibe keine Einzelfälle, sondern Situationen, die ich in den letzten Jahren leider immer wieder erlebt habe - egal, auf welcher Basis!
Ist das die schlechte Ausbildung der TL, die Ignoranz und Überheblichkeit der Basisbesitzer oder unser geringer Anspruch als Kunde, weil wir mittlerweile mehr Wert auf Essen und Whirlpool an Bord legen, als auf Sicherheit?!
Ich freue mich sehr auf eure Meinungen! |
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 | Antwort von Wasser_Leiche am 19.07.2008 - 20:49 Es heisst nicht umsonst noch immer Tauch "Safari" muss ja nen abenteurlichen nervenkitzel bieten.
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  | Antwort von Taucherladen-online am 19.07.2008 - 22:02 Hallo Rangu,
ja wäre schon wünschenswert, dass auf jeder Basis und jedem Schiff entsprechende erweiterte Erste Hilfe Ausrüstung vorhanden wäre, aber die Ausrüstung alleine hilft auch nur wenig, wenn die dazugehörige Ausbildung fehlt.
Auch glaube ich, dass man nicht unbedingt bis an das Rote Meer fahren muss um solche "Mängel" zu finden.
Am Besten man hat selbst die entsprechende Aubildung und schafft sich das Material selbst an. Ein vernünftiger Beatmungsbeutel kostet zwar schon sein Geld, aber den kann man allemal gut gebrauchen, denn wenn man nicht im Urlaub ist, wäre der im Auto auch nicht ganz verkehrt. Denn dann kann man sich im Falle eines Falles die nicht ganz angenehme Beatmung per Mund ersparen.
Blutdruckmessgerät muss ja nicht unbedingt das teure geeichte aus der Aptheke sein, tuts das billige aus dem Supermarkt auch, sofern man der Meinung ist als Ersthelfer eines zu brauchen.
Viele Grüße
Gerhard |
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  | Antwort von Kölle Alaaf am 19.07.2008 - 22:49 auch mein "Erleben" dort, die Tauch"industrie" hat noch nicht alle Hausaufgaben gemacht, speziell in Ägypten. Da sind andere Länder der Tropen weiter ... |
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  | Antwort von kwm am 20.07.2008 - 07:04 Na wundern tut mich das nicht. |
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  | Antwort von Kölle Alaaf am 20.07.2008 - 09:13 @ kwm:
... mich eigentlich schon - wenn man mit Tauchtourismus an der Küste einen Hauptteil der Gäste anlockt und davon - gut - lebt, dann sollte die Sicherheit wichtiger genommen werden, da ein gut frequentierte Dekokammer nicht unbedingt den Umsatz bringt, auf dem man dauerhaft bauen sollte. |
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  | Antwort von charly am 20.07.2008 - 12:11 Servus
Ihr solltet aber immer daran denken das Ihr in
einem Land der dritten Welt seit.
Auch wenn das Land, wie hier Egypt zum großen
Teil vom Tourismus lebt.
Genauso verschwinden auch viele Gelder in irgendwelchen dunklen Kanälen.
Das rote Meer bzw. egal welcher Ort dort ist einfach nicht Kairo oder Alexandria dort sieht es besser aus.
Das sollte uns einfach zu etwas mehr Vorsicht und Verantwortung bewegen, wie auch in vielen vielen Ländern der Welt in denen die Rettungskette nicht nach deutschen Standarts abläuft.
Ich wünsche allen einen schönen Sonntag und nur sichere und Unfallfreie Tauchgänge.
Charly aus dem Allgäu |
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  | Antwort von D-32 am 20.07.2008 - 13:23 @ Rangu
Du sprichst das gleiche heiße Eisen an, das u. a. auch in einen WDR-Beitrag (13. Mai 2008) Eingang fand.
Leider ist es so, dass die Eigner/Investoren bei im Mittel einer dreiviertel Euromillion Kosten für ein Safarischiff an Schnickschnack wie Whirlpool oder Flachbildschirm in jeder Kabine denken, aber fast nichts in Sicherheitsaspekte, umfangreiche Bordapotheke oder qualifizierte Besatzung investieren.
Guck dir mal die langen Threads zum Thema Seawolf Soul an! Das Schiff war bei unserer Buchung erst wenige Monate alt, gerade von den Behörden abgenommen. Die Behördenvertreter waren so blind, dass ihnen noch nicht mal das fehlende, nautisch unverzichtbare, Topplicht und die festgeschraubten Rettungsinseln aufgefallen waren! Und die Eigner, immerhin schon paar Jahre im Safarigeschäft, rüsteten die Heckplattform nur mit einer einzigen, nicht flossengängigen Leiter für 22 Tauchgäste aus. Ein Zwischenfall konnte nur halbwegs geregelt werden, weil ein mitreisender Tauchmediziner und ich einiges an Notfallausrüstung und Medikamenten dabei hatten.
Aber es wurde und wird als 5*-Schiff angeboten.
Es ist alles zusammen:
Ignoranz der Basis- und Schiffsbesitzer (es sind ja Investitionen, auf die der 08/15-Kunde nicht achtet und die werblich-optisch nichts hermachen),
Ignoranz der Kunden (kaum einer fragt beispielsweise nach der aktuellen, für PADI-5*-Center vorgeschriebenen Luftqualitätsanalyse),
Inkompetenz vieler TLs (die nie ein vernünftiges Medizinseminar incl. umfangreicher Ersthelferschulung besucht haben).
Die Aussage des TL an Bord mit den 50 bar ist der Hammer! Den sollte man wirklich übungshalber mal so beatmen zwecks Marktbereinigung!
Abhilfe:
Wenn sich jeder Safariinteressent vor der Buchung schriftlich einen Leistungskatalog über Schiffsmerkmale, Sicherheitsaspekte, Luftqualitätskontrolle, Qualifikation der Besatzung, notfallmedizinische Ausstattung bestätigen lässt, werden zumindest deutsche Veranstalter umdenken müssen und ihre Vertragspartner zwingen, diesen Katalog auch umzusetzen, damit sie als Veranstalter nicht von einer ruinösen Welle von Regressforderungen überrollt werden.
@ Mods/Redaktion
Wenn eurerseits Interesse besteht, so einen Katalog online zu stellen, bin ich gern zur Mitarbeit bereit. |
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  | Antwort von Stephan K. am 20.07.2008 - 17:17 Warum schiebt ihr den "Schwarzen Peter" immer zu den Basen und Safarischiffen?
Wenn der mündige und achsoerfahrene Taucher diese mangelhaft ausgestatteten Basen nicht meidet und immer wieder bucht, anstatt sich vorher zu informieren und nur noch Basen/Schiffe mit der entsprechenden Ausstattung bucht, dann wird sich nichts ändern. Warum auch?
Aber wenn eine Basis/Schiff mitbekommt, dass sie gemieden wird, weil der Sicherheitsstandart nicht erfüllt wird, dann entsteht schon gewisser Druck.
Z.B. vom Reiseveranstallter bei der Buchung diese Sicherheitsstandarts forden und bei Nichterfüllung Regress fordern. Und schon bewegt sich was. |
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  | Antwort von Kölle Alaaf am 20.07.2008 - 22:17 wenn der mündige Taucher das so kommunizert bekommt, dann ist es so, dass er entscheiden kann. Meist werden aber vor Ort die Mißstände erst so recht deutlich und dann kann man nicht mehr so wirklich entscheiden. Aber deshalb gibt es ja solche Foren auch ... und um etwas Stimmung hinein zu bringen: Boykott der ägyptischen Basen bis diese sich zu einem Sicherheitsstandard bekennen, den man aus "normalen" Ländern gewohnt ist ... |
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  | Antwort von mario-diver am 21.07.2008 - 10:05 D-32, Stephan´s und Kölles teilte ich auch uneingeschränkt, es wäre schon wünschenswert, wenn sich ihre Anregungen Um-/Durchsetzen würden...allein der Glaube fehlt mir
Bakschisch (wir würden es Korruption nennen)ist in der dortigen Mentalität wesentlich tiefer verwurzelt als "Risikobewusstsein/-vorsorge"...
Wie sonst wäre die o.g. Abnahme eines unzureichend ausgestatteten Safarischiffes zu erklären? Bloss keine Gäste mit dem Kürzel TU und möglichen Maßnahmen abschrecken, doch lieber Flatscreen und Klimaanlage in der Kajüte hervorheben...
Aktuell lässt sich der Bogen auch zu den exclusiveren Males schlagen, lt. Bericht der UW war es einem Minderkostenpunkt, einem unzureichenden Kompressorfilter, zu "verdanken", dass auf der Baani Explorer ein Todesfall und mehrere Vergiftungen zu beklagen waren....
...mangelndes Bewusstsein und/oder "Kungelei", das Ergebnis ist im Zweifel katastrophal
Wünschenswert wäre, wenn sich aufgrund solcher Vorfälle etwas grundlegend ändert/verbessert...andererseits waren es kaum die ersten Fälle dieser Art...
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  | Antwort von D-32 am 21.07.2008 - 10:39 @ Mario
Wenn sich über einen Zeitraum von mal angedacht 12 Monaten die von mir vorgeschlagene Checkliste "Safarischiff" bundesweit verbreitet, sich auch nur jeder dritte Kunde eines deutschen Safariveranstalters diese Liste als zwingenden Bestandteil der Reisebuchung bestätigen lässt und Regressforderungen erhebt, wenn wichtige Teile der Liste nicht erfüllt waren, werden die Veranstalter mit Sicherheit ganz schnell ganz aktiv werden und ihre z. B. ägyptischen Vertragspartner auf den Pott setzen.
Dann fallen vermutlich so einige Schiffe aus dem Buchungsraster und deren Eigner werden sich überlegen, ob sie nicht doch Schiff und Mannschaft einigermaßen nach international gültigen Vorschriften nachrüsten und die Crew auswechseln oder intensiv nachschulen.
Der zahlende Kunde hat, wenn nicht als Einzelfall als Querulant abgekanzelt, zumindest in Masse viel Einfluss auf die Anbieter!
Wichtig ist allerdings, das Sicherheitsbewusstsein auf Schiffen bei einer breiten Masse von Urlaubstauchern zu schärfen. Der Normalo-Urlaubstaucher bucht, geht an Bord, bezieht eine Kabine Unterdeck/Bug, freut sich über Bad und DVD und macht sich keinen Kopp um einen Fluchtweg aufs Vordeck, wenn aus dem Maschinenraum kommend Feuer den normalen Weg versperrt.
Ich wette, dass der Germanische Lloyd oder Norske Veritas als Klassifizierungsgesellschaften ganz vielen Safarischiffen ( = kleine Kreuzfahrtschiffe) die Zertifikate verweigern würden.
Was auf der "Baani Explorer" übel endete, hätte uns August 2007 auf der "Seawolf Soul" genauso passieren können! Da war es allerdings ein krasser Konstruktionsfehler der Kompressoranlage, aber eben auch die fehlende Überwachung der Luftqualität. Aber Flatscreen in jeder Kabine! Und Abstreiten jeglicher Verantwortung seitens der Eignerfirma!
Nochmals Seawolf Soul: Was hält der Gast von einem "Käptn", der keine Alternativroute in die digitale Seekarte programmieren kann, und der eine Stunde lang ein auf 50 m liegendes Wrack auf 35 - 40 sucht, weil er mit der Bildschirmanzeige nichts anfangen kann?
Und was halte ich von einer "erfahrenen" Safarifirma, der ich wenige Tage vor Start klarmachen muss, dass nur eine flossenungeeignete Leiter am Heck für 20 Taucher wirklich nicht ausreicht?
Der Kunde hat die Macht, Schwarze Schafe aus dem Markt zu befördern! |
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  | Antwort von mario-diver am 21.07.2008 - 13:17 Keine Frage D-32, volles dito! Nur diese Masse von Kunden, die dann "Macht ausüben könnten" wirklich an "einen Strang" zu bekommen, an dem sie ziehen können/sollten, die zusammenzubekommen, das ist wohl was alá Sysiphus...(oder -phos?)
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  | Antwort von D-32 am 21.07.2008 - 13:45 @ Mario
Das wird schwierig, denn der Normal-Safari-Urlauber ist kein Taucher im Sinne von Rudi Kneip mehr, sondern ein Funwilliger, der das Geld dafür hat. Der hält zwar physisch keine 3 TG/Tag durch, aber wohl deshalb will er DVD und Whirlpool an Bord haben.
Der kommt ausm Binnenland und hat null Ahnung von Schiffssicherheit und Nautik. Hat AOWD oder sogar Rescue, aber auch hier null Ahnung.
Aber versuchen kann man es ja mal! |
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  | Antwort von ThomasCanyon am 21.07.2008 - 13:45 Und was hätte das Vorgeschlagene zur Folge (außer, dass der allgemeine Standard steigen würde, sowie einige schwarze Schafe entweder verschwinden oder upgraden müssten)?
DIE PREISE WÜRDEN WEITER STEIGEN!
Tauchbasen/Safarischiffbetreiber wollen und müssen in erster Linie Geld verdienen.
Klimaanlagen und Flachbildschirme/DVD sind marktgerecht, weil gewünscht, und daher sehr werbewirksam. Dass die Safaris mit solchen vermeintlichen "Luxus"booten dadurch teurer werden ist auch klar. Jeder Konsument kann sich somit sein Preissegment aussuchen. Tatsache ist aber 8und leider) auch, dass die meisten Konsumenten, wenn Anbieter A, der zwar kaum Luxus bietet, aber dafür sehr hohen Sicherheitsstandard, und Anbieter B, der kaum Sicherheitsstandard aber dafür tolle Bildchen seiner ach so schönen Kabinen und Außenbereiche seiner Schiffe liefert, fast immer beim Anbieter B buchen!!!
Nimmt man die Kosten für den hohen Sicherheitsstandard und den Luxus zusammen, kann keiner mehr die Reiseleistungen für die derzeit gängigen Raten anbieten. Also bleibt eines davon auf der Strecke und das ist bedauerlicherweise die Sicherheit, denn die ist nicht so werbewirksam wie der Luxus.
Man muss die Angelegenheit also zunächst aus wirtschaftlicher Sicht beleuchten: Ist der, von Jo genannte, Normalo-Urlaubstaucher überhaupt bereit, ausser für den gewissen Luxus, auch noch für einen guten Sicherheitsstandard zu bezahlen?? Die Antwort lautet hier ganz klar: NEIN!
Ih braucht euch nur das Forum Tauchgebiete ansehen: mehr als 70% der Fragen nach Tauchgebieten beinhalten "preiswert", "bezahlbar", "günstig" und auch "billig" oder gar (...schauder...) "Schnäppchen"!
Vor dreißig Jahren musste der "Normalo" für seinen Jahresurlaub von 2 Wochen an der Adria noch das ganze Jahr vorher sparen, um sich den leisten zu können. Heute ist Urlaub zu einem lebensnotwendigen und unantastbaren Grundbedürfnis wie Fernseher, Radio oder Sofa geworden! Jeder Kleinverdiener oder gar AL fährt heutzutage in den "wohlverdienten" Urlaub, Gott bewahre, wenn das mal nicht drin ist!!!
Jo, du hast schon recht mit deinem letzten Satz, aber es fehlt der Zusatz, dass der Kunde auch bereit sein müsste, dafür eine Hand voll Euros mehr auszugeben. Und genau da hapert es es doch!
Ich hatte mich mal mit einem britischen Tauchgast auf einer Ausfahrt unterhalten, was ihn dazu bewogen hatte, mit gerade dieser (es war eine italienische) Tauchbasis zu tauchen, obwohl er doch in einem ziemlich weit entfernten Hotel wohnte in dem es auch eine Tauchbasis gab. Seine Antwort: ich habe bei google "cheap diving" eingegeben und der erste Link auf der Liste waren diese Italiener...und weil die wirklich im Vergleich die billigsten waren, habe ich die gebucht.
Bezeichnend, nicht wahr?
Heutzutage jammert schon fast jeder, wenn er für eine Woche Malediven mehr als 1.300 Euro bezahlen soll (natürlich AI und min. 2 TGs am Tag inkl.) - ja sagt mal, WO LEBEN WIR DENN? Der Flug alleine kostet schon zwischen 600 und 800 Euro, dazu der Transfer - meist mit einem klapprigen Wasserflugzeug(fragt DA eigentlich jemand nach dem Sicherheitsstandart??), das Hotel plus Verpflegung ("was, Bier ist NICHT AI, nur Softdrinks!!!???") und was bleibt dann noch fürs Tauchen?
Liebe Leut - mit Dienstleistungen (und vieles im Urlaub ist nun mal Dienstleistung) verhält es sich nun mal umgekehrt, als mit Elektronikprodukten!
Bevor das nicht von der breiten Masse kapiert wird, kann sich nichts ändern!
Just my two cents.
Ciao
Thomas |
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  | Antwort von mario-diver am 21.07.2008 - 13:52 Mmhhh...so so´n Punkt "für" Sysiphus... |
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  | Antwort von charly am 21.07.2008 - 13:58 Richtig alles reguliert sich über den Kunden,
wenn keiner mehr kommt bzw. weniger Gäste dann wird etwas geschehen.
Zuerst am Preis, sprich das ganze wird billiger,
bis es so auch nicht mehr klappt und dann wenn noch was zum investieren da ist wird nicht nur die Qualität (Luxus) eingebaut sondern auch nach der Sicherheit geschaut.
Aber das wird ein langer Weg,
denn wie uns immer wieder sugeriert wird Geiz ist geil, wer etwas mehr ausgibt bekommt ja auch schon jetzt das eine oder andere.
Aber für Nüsschen halt nicht,
für die meisten ist erstmal auch der Flat und DVD auf dem Zimmer wichtiger als das überleben im Notfall.
So dann fangen wir mit den einfach Dingen an,
Tanks umdrehen ob Wasser drin ist oder das schwarze für Alu und das weiße Tuch für Stahl vors Ventil und aufdrehen.
Viele werden überrascht sein was da so alles rauskommt, bzw. wissen warum der Regler nachdem letzten Urlaub nicht mehr so recht wollte.
Wer hat sich denn schon einmal den Sauerstoffkoffer zeigen lassen?
Meist bekommt man dann die alten Drägerkisten aus BW beständen zusehen und ob die das auch alles Tun was sie sollen ist zweifelhaft.
Deshalb auch meine Meinung Mann und Frau sollte wissen wohin man sich begibt.
Ich wünsche uns allen einen schönen Tag und lauter sichere Tauchgänge
Charly |
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  | Antwort von D-32 am 21.07.2008 - 14:03 Thomas:    
Fehlt nur noch die Forderung, an Bord täglich via Satcom die aktuelle BILD lesen zu können!
Nein, für nautische Sicherheit zahlt der Normalo garantiert nichts extra. Passiert ja auch nichts, sind ja Guides dabei, und das Schiff hat sooo viel schöne weiße Farbe überall.
Für 25.000 Euro bekommst du ein Safarischiff auf einigermaßen ordentlichen nautischen Standard aufgerüstet, brauchst dann aber auch einen Skipper, der damit umgehen kann - und da ist die nächste Klippe.
Und für all das will der Normalo nichts bezahlen. |
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  | Antwort von ThomasCanyon am 21.07.2008 - 14:36 ...nicht nur den Skipper - die gesamte Mannschaft, einschliesslich der guides!
Nehmen wir mal das DM Level (ja, von der Sekte - die anderen kann ich nicht beurteilen): Eigentlich ist der Standard, der dort bezügl. Sicherheit im Lehrbuch steht, gar nicht so schlecht, aber es ist erschreckend, wieviele guides das nach der Prüfung früher oder später schlicht und ergreifend vergessen..."es ist ja noch nie was ernstes passiert"...
Ich will damit sagen, dass es immer auf die Einstellung des Einzelnen ankommt, wie ernst er das vermittelte, auch für die Zukunft, nimmt. Ich empfand den Abschnitt Sicherheit und accident management damals in meinem Kurs das wichtigste überhaupt (der übrige Kurs ist easy und zu vernachlässigen - das meiste ist, oder sollte, sowieso common sense sein) und ich beurteile eine Tauchbasis auch heute noch zuerst nach ihrem Sicherheitsstandard....so geschehen letztes jahr im November, als meine Frau ihren Rescue Kurs machte....der TL wurde fast wahnsinnig weil im gesamten TC (und das ist ein IDC Center) kein einziger kompletter O2 koffer zu finden war...in jedem der 3 vorhandenen hatte irgend etwas essentielles gefehlt! Der TL (ein recht junger und lockerer Holländer) ist schliesslich losgedackelt und hat sich die fehlenden Sachen selbst (und auf seine Kosten) besorgt, sonst hätte er den Kurs mit meiner Frau nicht abgeschlossen. Respekt! Und das bei dem kleinen Lohn, den er dort verdiente....damit hat er sich von uns ein saftiges Trinkgeld verdient, wahrscheinlich mehr, als er vom TC für den Kurs als Provision bekommen hatte.
Es gibt eben solche und solche - und leider von den einen viel zu wenige!
Da muss man doch den, von uns so oft belächelten Tekkies, eines zu gute halten: Denen ist es wurscht, ob die für einen TG 150 oder 200 Euro bezahlen und ob ihr komplettes Gerödel 2.000 oder 7.000 Euro kostet - oder habt ihr schon mal Tekkies nach einer "Schnääpchentekbasis" fragen gehört?
Thomas |
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  | Antwort von ThomasCanyon am 21.07.2008 - 14:38 Schnäppchentekbasis - ach wo ist denn die liebe Edith?? |
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  | Antwort von D-32 am 21.07.2008 - 15:00 Moin Thomas,
ausgehend davon, dass ein Safarischiff ein Mini-Kreuzfahrtschiff = gewerbliche Passagierfahrt ist, sollte eigentlich die Forderung bestehen, dass einer aus der Crew zumindest ansatzweise die Fähigkeiten eines Rettungsassistenten hat, ferner, dass der Käptn oder sonst jemand ein Funkzeugnis besitzt und soweit Englisch kann, damit er sich per Seefunk mit der Handelsschifffahrt unterhalten und Notverkehr abwickeln kann.
An beiden Aspekten hapert es gewaltig!
Die Tauchguides kannst du diesbezüglich auch vergessen!
Wsa ihr in diese IDC-Center erlebt habt, wäre eine Reihe Fotos und dann böse Mecker an die Org wert gewesen.
Wo bleiben eigentlich die Kommentare und Beiträge der sicherlich mitlesenden Tauchreiseveranstalter?
Damals beim Seawolf Soul-Thread gab es sie doch auch.
Man sollte dieses Thema vital halten! |
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  | Antwort von M. Henke am 21.07.2008 - 16:29 Hai Joe,
es gibt durchaus Reiseveranstalter die schon reagieren und das Thema aufgreifen.
Hier klicken
Und so wie ich den Uwe Nehls kennengelernt habe, ist das nicht nur Werbung. Unsere Rückmeldungen wurden bisher immer Ernst genommen und auch entsprechend gehandelt.
LG
Michael |
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  | Antwort von ThomasCanyon am 21.07.2008 - 19:42 Cool - ich habe auch soeben abgestimmt (so ziemlich alles mit "sehr wichtig").
Aber - inwieweit das wirklich berücksichtigt wird, ist die nächste Frage. ...s.o.
Es ist einfach das Problem der "Schnäppchenjägerkultur" mit der wir uns tagtäglich auseinandersetzen müssen, welcher, nicht zuletzt, durch unsere derzeitige Regierung noch so richtig Wasser auf die Mühlen gegossen wird!
Ach Mensch! Ich bin es einfach leid, immer wieder die selbe Leier zu hören...Schnäppchen, billig, preiswert, bezahlbar....wenn euch das Tauchen zu teuer ist, dann lasst es einfach bleiben oder taucht in euren Tümpeln in unserem Hinterhof (aber das ist auch teuer, denn da muss man zumindest in einen Trocki investieren).
Sorry, aber es geht mir wirklich auf die Nerven, dass die meisten Beiträge (ausser denen, die immer hier beitragen) von nichts anderem getragen werden, als von der Schnäppchenkultur!
Musste einfach mal raus - sorry and die, die sich auf den Schlips getreten fühlen - aber das geht mir gerade so am A**** vorbei!
Ciao
Thomas |
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  | Antwort von D-32 am 21.07.2008 - 21:47 Hallo Michael,
danke für den Link! Habe auch den Fragebogen beantwortet und noch einige Aspekte hinzugefügt, ferner ein Lob ausgesprochen, dass sie wohl als erster Veranstalter das Thema ernst nehmen.
Hallo Thomas,
ich denke schon, dass allmählich die Veranstalter aufwachen. In diversen Kommentaren zu der Sache mit der Baani Explorer wurde ja angedeutet, dass der Veranstalter für ziemlich viel haftbar gemacht werden kann. Lass da mal auf einer Vollcharter eines kleineren Veranstalters zwei Leute, an deren Leben Kinder und Firma hängen, sterben, weitere 15 Kunden übel erkranken incl. Prognose von Spätschäden durch versaute Luft und Hinterbliebene sowie Erkrankte klagen in DE. Der Veranstalter dürfte auf der Stelle pleite sein, sofern eine Luftanalyse beibringbar ist. Der Veranstalter hat die Sorgfaltspflicht gegenüber seinen Kunden, und wenn er seinen Vertragspartnern = Schiffseignern nicht auf die Finger guckt und gewisse Standards fordert, dann hat er eben Pech - und der Kunde kann nur hoffen, dass die Konkursmasse genug hergibt.
Es wird allmählich wirklich Zeit, dass Safarischiffeigner in wirklich wichtige Aspekte investieren, anstatt noch einen Whirlpool und noch mehr Flatscreens einzubauen. Oder sie erklären, dass ihr Schiff nur Kreuzfahrten macht, aber nicht getaucht wird.
Jo |
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  | Antwort von kwolf1406 am 21.07.2008 - 23:08 Hi Leute,
hackt doch nicht auf denen rum, die bei vergleichbaren Angeboten auf den Preis schauen. Das machen wir doch alle. Der springende Punkt ist doch: Was ist vergleichbar? Was sind verlässliche Informationen über den Sicherheitsstandard? Da denke ich, dass man als Normalverbraucher meist hilflos uninformiert oder belogen bleibt.
Wenn ich z.B. eine Safari gebucht habe, an Bord gehe und dann nach dem letzten Filterwechsel Frage: Was nützt mir die Antwort? Sie ist entweder wahr, wenn ordnungsgemäß durchgeführt oder gelogen, wenn nicht - und über das, was zutrifft, kann ich eine Münze werfen
Grüße
Klaus |
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  | Antwort von drelanger am 22.07.2008 - 00:06 Unfallmanagement Rotes Meer - ist das normal?
Was ist normal am Roten Meer, mit den Ägyptern.
Wer etwas vom Schiffbau versteht, sollte einmal die staatliche Werft in Suez aufsuchen, wo ein Großteil der neuen Safarischiffe gebaut werden. Dem aufmerksamen Betrachter, würde auffallen, daß diese Schiffe keinerlei Art von Schrauben kennen. Sie sind mit Millionen Nägeln zusammengenagelt. Kurze, lange, dicke und dünne. Tagaus, tagein abermillionenfach sich wiederholend, von miserabel bezahlten Arbeitern ausgeführt, hört man das Stakkato der Hammerschläge.
Hübsch sehen sie aus hinterher, wenn nicht gleich die Scheiben platzen, die Fliesen von den Wänden fallen, oder das Deck bedenkliche Geräusche von sich gibt, als wolle es auf seine Unvollkommenheit hinweisen.
Erst einmal im Wasser stellt sich heraus, daß das Schiff viel zu groß ist. Die Kunststoffummantelung des Unterwasserschiffes zigfach gebrochen und der Wassereintritt nur durch das Starten der Hilfsdiesel und damit der Lenzpumpen (so ausreichend vorhanden) ein sofortiges Absaufen vermeidet.
Wer es nicht glaubt, überzeuge sich vor Ort. Ich könnte in diesem Stil weiter fortfahren, möchte aber nicht langweilen. Spätestens nach 5 Jahren sind diese Schiffe Schrott, werden aber aufwändig restauriert, weil ein Neubau geringfügig mehr kosten würde. Oder sie werden dummen Europäern zum Kauf angeboten.
Wer hat sich denn schon mal von einem ägyptischen Safaribootkapitän seine Lizenz vorlegen lassen.
Sowas gibt es!!!! Aber nullwertig.
Meines Wiisens, werden ägyptische Tauchschiffe nicht zertifiziert, weder von Solas noch vom germanischen LLoyd, oder anderen anerkannten hierfür zuständigen Institutionen. Die Nilkreuzfahrtschiffe sind zertifiziert und entsprechen internationalem Standard, ebenso hat der Kapitän ein gültiges international anerkanntes Diplom.
Ich meine, die Frage nach Unfallmanagment erübrigt sich vor diesem Hintergrund.
Soweit ich weiß, ist bisher auch kein Tauchboot im Roten Meer unterwegs, welches mit einer Minimalausstattung an Notfallmedizin wirbt und solchen, die es ausführen könnten, geschweige denn darauf hinweist, daß zusammengenagelte Schiffe kaum in der Lage sind, mehr als einen Sturm in der Badewanne zu überstehen.
E. Langer
E.langer
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  | Antwort von D-32 am 22.07.2008 - 01:48 @ drelanger
Dein Beitrag ist genial! Ich gehe mal davon aus, dass deine Aussagen auf den gleichen Beobachtungen beruhen wie meine in der Werft in Hurghada. Nur in einem Punkt muss ich etwas widersprechen, zumindest bezogen auf die Seawolf Soul:
Das Schiff hat ab Werft noch nicht mal ein "Leichentuch" aus GFK, sondern ein hübsches Mäntelchen aus billigstem Sperrholz bekommen - Stöße verspachtelt und mit billigsten Eisennägeln rangekloppt und überlackiert. Etwas Welle gegenan riss bei diesem angeblich jungfräulichen Schiff August 2007 im Vorschiffbereich schon halbquadratmeterweise das Sperrholz weg. Darunter waren die Planken nicht kalfatert, sondern an de Stößen mit starrem Polyesterspachtel versehen. Dass das Schiff dann Wasser zog, ist klar, und wohin das Wasser zwischen restlichem Sperrholz und Planken zieht und was es da anrichtet, ist auch klar. In weniger als 5 Jahren ist das ein Rottschiff und wird eventuell, gute Versicherung vorausgesetzt, ganz aus Versehen, mit 20 zahlenden Gästen auf ein lokales Riff auflaufen.
Das erste GL-zertifizierte Schiff im Roten Meer war meines Wissens die Fortune One, die dann leider wegen miesem Management durch Jürgen Haffter nie so recht auf dem Markt Fuß fasste nd im Hafen von Hurghada vor sich hingammelte. Schade um das schöne Schiff!
Ägyptische Safarikapitänslizenzen:
Die Jungs rekrutieren sich doch vom Fischer über Decksmann und Koch. Nautiker sind sie vielleicht mit 10 %, wenn einer mal bei der Marine war. Kapitänspatent: Gekauft, so wie es vor einigen Jahren für deutsche Skipper auch auf Cayman Islands möglich war: 5000 Euro für ein Patent A 6 mit Nachweis von paar hundert Meilen auf irgend einer Jolle.
Die würden doch nicht mal ansatzweise die Anforderungen des deutschen Sportseeschifferscheins bestehen, aber kutschieren 20 Leute auf hoher See rum!
Es gibt schon ein paar wenige Safarischiffe im Roten Meer, die ordentlich gebaut sind - steel is real! Und wenn da auch noch das elektrische Bordnetz sauber zweipolig geführt wird, überlegen sie jeden Holzkahn um viele Jahre.
Aber leider sehen wohl auch deutsche Reiseveranstalter nur das nette Ambiente. Klar, die meisten sind ja auch fernab der Küste und wissen nichts von Schiffbau.
Jo |
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  | Antwort von ThomasCanyon am 22.07.2008 - 08:31 Moin Jo & alle, die hier mitlschreiben und mitlesen,
die beiden letzten Beiträge machen mich Schaudern! Vielleicht habe deshalb bisher instinktiv auf Safaris verzichtet.... allerdings macht es keinen großen Unterschied, ob ein solcher Dampfer "draussen" übernachtet oder nur eine Tagestour zur Thistlegorm macht.... im Falle eines Unfalls ist das Resultat das gleiche.
Bleibt die Frage: was können wir tun?
Ich hatte mich vor etwa zwei Jahren mit dem Gedanken getragen, eine Tauchbasis in Ägypten als weiteres Geschäft zu eröffnen und den gesamten Research bis zur Erstellung eines Businessplans gemacht. Lektüre, Gespräche, Reisen für Research vor Ort, Verhandlungen mit einer zum Verkauf stehenden Basis usw. - the full Monty! All das vor dem Hintergrund meiner eigenen Ansprüche bezüglich Qualität und Sicherheit einer solchen Operation. Beim durchrechnen des Businessplans habe ich dann aufgegeben, weil A: In Agypten die Infrastruktur betüglich Sicherheit und Qualität in der von mir gewünschten Form nur ungenügend vorhanden war (daran ist weder schnell, noch mit viel Geld etwas zu ändern) und B: um halbwegs Breakeven zu erreichen, bei einer angenommenen, durchschnittlichen Auslastung von 60% übers Jahr, der TG ca. €50 hätte kosten müssen. Die Analysen haben aber gezeigt, dass der Markt in Ägypten das nicht auch nur annähernd hergibt - wird doch schon €25/TG als "vieeel zu teuer" betrachtet.
Es gibt immer wieder mal vereinzelte Tauchbasen, die sich auf dieses Terrain vorwagen und auch den entsprechenden Luxus bieten (mit der Sicherheit ist es allerdings nicht viel weiter her, als bei den Billig-Basen) doch die geben meistens nach ein paar Jahren mit einem Riesenloch im Geldbeutel wieder auf.
Ergo sind wir wieder beim Thema: Solange der Markt das nicht massiv fordert UND auch bereit ist, dafür zu bezahlen, wird sich nichts ändern!
Ich kann nur hoffe, dass solche öffentliche Diskussionen (Internet sei Dank!) einige zum Nachdenken bewegen und einen, wenn auch langwierigen und mühsamen, Prozess in Gang setzen , der die Verhältnisse positiv beeinflusst.
Ich für meinen Teil werde Tauchbasen, die nicht meinen minimalsten Anforderungen an Sicherheit und Qualität entsprechen, meiden. Zugegeben - mir fällt das leichter, als manch anderen, denn ich will und muss nicht jeden € umdrehen, und Pauschalreisen würde ich niemals buchen.
Übermorgen geht es nach Dahab und wenn das Schiff, welches von dort aus Tagesfahrten nach Tiran anbietet auch so ein Seelenverkäufer ist, dann lassen wir Tiran diesmal eben aus! Es gibt auch eine Tauchbasis, die fährt dort innerhalb von 10-15 Minuten mit einem RIB hin - dann werden wir das nächste mal eben in jenem Hotel wohnen, wo sich diese (nach meinen Infos vom Hoteleigentümer subventionierte) Tauchbasis befindet.
Thomas |
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  | Antwort von D-32 am 22.07.2008 - 09:35 Moin Thomas,
welches RIB schafft denn die Strecke Dahab - Tiran in 15 Minuten? Das sind, je nach Startpunkt, 28 - 30 Seemeilen! Muss eine totale Falschinfo sein, wer sowas behauptet und womöglich auch noch auf eine Website schreibt, hat null Ahnung.
(Für Landratten: 30 sm in 15 min = 120 Knoten = gerundet 200 km/h. Das schaffen bei ruhiger See solche Rennboote, mit denen sich vor Jahren der Mann von Monaco-Caroline totgefahren hat. Ich hatte mal was mit einem SES-Kat zu tun, wie er heute Hurghada - Sharm fährt, der 45 Knoten machte. Das ist schon auf dem Wasser sauschnell, ohne high speed Radar ging da gar nichts, und so manche Entengruppe war geshreddert, bevor wir sie richtig sahen.)
Mit einem hochmotorisierten RIB schaffst du es vielleicht in 60 Minuten hin, aber gegen die Welle, die meist von Nordost kommt, garantiert nicht in 60 Minuten zurück. Welche Basis/welches Hotel soll das denn sein?
Und die anderen Tagesfahrtschiffe in Dahab (u. a. Ganet Sinai, Sinai Divers) sind die gleichen plumpen Verdränger wie anderswo mit nur einem Diesel. Wenn sie 10 Knoten laufen, liegt der Hebel schon auf dem Tisch.
Wo taucht ihr in Dahab? Wenn es euch da nicht gefällt: Hier klicken
Sicherheit auf Schiffen und Basen in Ägypten:
Viel wäre schon erreicht, wenn sie sich mal von dem immer mehr aufgeblasenen Riss kleiner Fischerboote lösen würden, stattdessen auf scharfen V-Bug und Stahl als Baumaterial wechseln würden. Es gibt einige wenige davon, wie die schon genannte Fortune One, die Wind K (die eigentlich auch schon zu plump ist) und noch wenige mehr. Wenn die dann mit ständiger GL-Aufsicht gebaut werden, kosten sie vielleicht 50 % mehr als die genagelten Holzkisten. Die marschieren dann aber flott durch vorderliche See, wenn überbreite/unterkurze Zigarrenkisten wie die Seawolf Soul in jedes Wellental klatschen.
Schwierig wird es, wenn man zumindest zwei richtige Nautiker und ein als Rettungssanitäter ausgebildetes Crewmitglied fordert. Mit der Forderung kannst du 95 % der Safarischiffe und Tagesboote stilllegen, weil es in dem Staat gar nicht so viele Nautiker gibt, und bestimmt keine, die für den Hungerlohn auf Tauchschiffen arbeiten.
Dann kann man einem Großteil der Tauchsport-Verantwortlichen die Lizenz wegnehmen, denn wer beispielsweise als Tauchlehrer der Meinung ist, dass flüssiges Wasser in Tauchflaschen etwas völlig Normales ist, oder wer als Basisbesitzer die 1500 Euro für eine elektronische Filterüberwachung nicht investieren will, gehört nicht in dieses Business.
Tauchbasis gründen/Kosten:
Lohnt sich in Ägypten garantiert nicht mehr. Aber unter gewissen Voraussetzungen kann man schon auch bei Wahrung hoher Standards bezüglich Sicherheit einen TG für 20 - 25 Euro anbieten, wenn gleichzeitig entsprechende Auslastung gewährleistet ist. Und das ist der Knackpunkt: Der Normalo-Urlaubstaucher fragt ja nicht mal nach, ob der Kompressor eine Luftüberwachung hat oder ob wirklich mehr als 10 bar Sauerstoff drin sind, wo Sauerstoff draufsteht. Sicherheit verkauft sich leider schlechter als zwei Whirlpools auf Deck oder hübsche Esstische im Salon eines Safarischiffes, von denen mangels Schlingerleiste bei geringster Schiffsbewegung jeder Teller runterrauscht.
Schönen Urlaub!
Jo |
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  | Antwort von Taucher3667 am 22.07.2008 - 09:58 Zunächst möchte ich Rangu für das "Lostreten" dieser Diskussion danken, die - Gott sei Dank - viele Gemüter bewegt! Manche Beiträge sind mir vielleicht ein wenig zu polemisch, denn es gibt viele gut gebaute Safari-Schiffe im Roten Meer, die nicht zusammen "gedengelt" sind.
Doch auch bei denen gibt`s eklatante Sicherheitsmängel, wie z.B. die von Rangu erwähnten fehlenden Ambubeutel, O2-Maske etc. Die "Krönung" war die Antwort eines Basisbesitzers, den ich auf der "boot" nach Sicherheit und u. a. auch nach Taucherortung (z. B. "Enos-System") gefragt habe: "Warum soll ich denn in Sicherheit investieren, die Taucher wachsen doch auf den Bäumen nach" (dtsch. Basis in Pt. Safaga!)
Und genau das ist der Punkt: so lange die Schiffe noch mit "Jubelarien" und 6 Flossen bewertet werden, weil es Sauerbraten und Kaiserschmarrn an Bord gab und allenfalls die "supertollen ausführlichen Briefings" unter Sicherheit gebucht werden, liegt vielleicht eine Teilschuld an uns - denn wir können als Kunden den Markt mitbestimmen. Das entbindet aber meines Erachtens deutsche Unternehmer nicht davon, für höchste Sicherheit zu sorgen - auch nicht in einem Dritt-Welt-Land wie Ägypten. Denn für anderen Schnickschnack (Flat, Whirl etc.) ist das Geld ja da - der mir aber weder draußen in der Strömung, noch bei einem Atemstillstand an Bord hilft.
Daher schließe ich mich D-32 an: lasst uns dieses Thema vital halten, das wäre vielleicht ein Anfang, denn auch Safarischiffbesitzer und Reiseveranstalter lesen diesen Thread |
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  | Antwort von ThomasCanyon am 22.07.2008 - 10:05 Hi Jo
sorry - habe es wohl nicht so deutlich rübergebracht: Die Tauchbasis, welche Tiran mit einem RIB anfährt, ist im Four Seasons - ziemlich genau gegenüber der Riffe von Tiran.
Den Tipp mit wem tauchen in Dahab hattest du mir schon im April gegeben, ist schon alles klar gemacht (und deinen Vodafone Chip habe ich auch schon...) - JETZT klingelts..!
Deine Ausführungen über Sicherheit auf Schiffen und Basen   - genau so ist es. Nur, s.o., wird kurzfristig da kaum etwas zu ändern sein.
Tauchbasis/Kosten: Wenn es nur um den Sicherheitsstandard geht und der Betreiber ein mäßiges Einkommen gewöhnt ist und auch fürderhin akzeptiert, dann sind die 20-25€ pro TG sicherlich drin, aber OHNE die Whirlpools, die Flachbildschirme, etc. und dann sind wir wieder beim Status Quo. Wenn man beides anbieten will, ie. die Sicherheit plus den gewissen lockenden Luxus, dann sind 20-25€/TG einfach nicht drin - vor allem, wenn man die Auslastung realistisch kalkuliert. Deshalb bleibe ich bei meinen angestammten Geschäften und werde niemals in eine Tauchbasis investieren (zumindest nicht in Ägypten). Dann schon eher so was: Hier klicken
Der Markt dafür ist klein, aber fein und mit den richtigen Hotelpartnern ist das auch zu vermarkten - allerdings ist die dazugehörige Investition weit jenseits dessen, was eine "normale" Tauchbasis verschlingen würde.
So - und nun muss ich anfangen, mein "mobile office" für den Urlaub zu packen...
Thomas |
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  | Antwort von Taucher3667 am 22.07.2008 - 11:03 @ Jo-D-32 und ThomasCanyon: bitte tauscht doch eure Privatkorrespondenz direkt aus und lasst uns auf Rangu`s ursprgl. Thema zurück kommen, denn hier geht es um SICHERHEIT!
Dass sich Sicherheit angeblich nicht "verkaufen" lässt, leuchtet mir nicht ein, denn wenn man auf die Automobilindustrie schaut, ist mittlerweile der kleinste Kleinwagen mit ABS, Airbags etc. ganz selbstverständlich ausgerüstet! Und wer von uns würde sich heutzutage einen Neuwagen kaufen, ohne Airbags & Co.?
Jeder Marketingexperte - egal ob er taucht oder nicht - bestätigt, dass Sicherheit "sexy" geworden ist: "Safety sales better than Sex!"
Dass diese Formel am Roten Meer nur bedingt gerift, liegt sicherlich an Rangu`s Vermutung, dass die Basisleiter skandalös ignorant sind in Bezug auf Sicherheit - und wir Taucher aber nicht auf unser Rotes Meer verzichten möchten. Und damit geht die Kalkulation der Basisleiter auf, denn es gibt ja genug von uns Tauchern, die das hinnehmen, frei nach dem Motto "wird schon gut gehen."
Natürlich akzeptiere ich, dass nicht jeder die Kohle hat, nur die teuren Schiffe zu buchen, aber das gibt günstigeren Schiffen NICHT das Recht an SICHERHEIT zu sparen; mit fehlendem Erste-Hilfe-Equipment und Wasser in den Flaschen! |
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  | Antwort von D-32 am 22.07.2008 - 11:07 Moin Thomas,
ja, nun weiß ich Nick und Realname zuzuordnen!
Tiran-Riffe ab Four Seasons sind problemlos in 10 Minuten per RIB machbar, das sind 1 - 2,5 sm mit querer See.
Stimmt, wenn man eine Basis auf hohem Sicherheitsstandard plus schönem Ambiente gestalten will, wird es teuer! Und der Markt wird das zumindest in Ägypten nicht honorieren. Ich brauche z. B. bei einer Basis nur: Erstklassige Luftqualität, Wahl zwischen 12 l und 15 l, flexible Tauchplatzgestaltung, Freiheit beim Tauchen und danach einen netten Platz fürs Dekobier.
Und was Leute wie Mike Ball machen, ist sicherlich toll, aber die haben auch eine entsprechende Kundschaft.
Wofür in Ägypten aber sicherlich ein Markt wäre: Safarischiff, Stahl, Länge 45 - 50 m, nautische Topausstattung, deutscher Kapitän und Bootsmann, Tauchdeck incl. Trimix und Rebreather-Support, Topleute als Tauchcrew und Fahrtlizenz von Suez bis Sudan (bis Saudi-Arabien Westküste klappt ja leider nicht).
Gruß Jo |
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  | Antwort von ThomasCanyon am 22.07.2008 - 11:41 3667: Sorry, wenn hier der eine oder andere kleine Absatz in die Privatkorrespondenz gehört hätte, doch am Thema vorbei geht die Diskussion insgesamt nicht.
Es sieht nur langsam so aus, dass sich hier viel zu wenige beteiligen und sich die getroffenen Aussagen wiederholen. Auch du bestätigst mit deinem letzten Absatz nur das, was schon weiter oben gesagt wurde ("und wir Taucher aber nicht auf unser Rotes Meer verzichten möchten.....das hinnehmen..."). Tja - warum wollen wir Taucher nicht auf unser Rotes Meer verzichten?? Weil es ein tropisches Meer quasi "vor der Haustür" ist und... weil es vergleichsweise BILLIG ist! (...sich aber dann über die osteuropäischen Gäste beschweren, die aus genau dem gleichen Grund dorthin fahren...erm...).
Echte Lösungen hat hier wohl keiner - geht es doch mit erhöhten Kosten und auch mal Verzichten einher!
Ok, selbst wenn das Erste-Hilfe-Equipment da ist und kein Wasser in den Flaschen ist, dann ist das nur ein kleiner Aspekt, den die Betreiber mit vergleichsweise geringen Investitionen abstellen können - und dies auch tun würden, wenn seitens der zahlenden Gäste genug Druck kommt, ABER: Die weitergehenden, und IMHO schwerwiegenderen Mängel (oben schon mehrfach beschrieben) werden genau aus den von dir genannten Gründen NICHT abgestellt werden - man will sich ja schliesslich seinen Tauchurlaub auch leisten können...
DA liegt die Crux - Tauchen, besonders im Roten Meer, ist zu einem billigen Massen"sport" geworden, und jetzt fängt man langsam an, aufzuwachen und zu verstehen, womit man sich das "so billig" erkauft hat. Wäre das Tauchen teurer, wäre es nicht nur keine derartige Massenbeschäftigung, sondern auch sicherer!
Meine Meinung!
Gruß
Thomas |
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  | Antwort von D-32 am 22.07.2008 - 11:47 @ Taucher 3667
" Natürlich akzeptiere ich, dass nicht jeder die Kohle hat, nur die teuren Schiffe zu buchen, aber das gibt günstigeren Schiffen NICHT das Recht an SICHERHEIT zu sparen; mit fehlendem Erste-Hilfe-Equipment und Wasser in den Flaschen!"
Stimmt! Aber da genau ist der Wurm im System:
Die Behörden, die Fahrterlaubnisse erteilen, sind nachweislich absolut luschig und deren Beamte haben fast null Ahnung.
Die Schiffseigner gucken auf Buchungszahlen und wissen, dass sich fotografierbarer Schickimicki an Bord besser verkauft als nicht fotografierbare Sicherheit.
Die Kunden gucken auf fotografierten Schickimicki und haben von Seefahrt keine Ahnung. Luft ist das, was ihnen reingefüllt wird, dass die mal ganz übel sein kann, steht nicht in ihren Büchern. |
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  | Antwort von Taucher3667 am 22.07.2008 - 12:20 Was ich an der Situation nicht verstehe, ist, dass Sicherheit den Urlaub - angeblich - verteuern soll, wenn Flat/DVD/Whirl den Urlaub nicht verteuern!
Und jetzt mal im Ernst: es gibt seit langem Masken, Automaten und Tauchcomputer auf dem Markt, die weit im vierstelligen Bereich liegen - von Kameras + Gehäuse + Blitz etc. mal ganz abgesehen.
Will damit sagen: wenn die Safari pro Person EUR 50,00 (fünfzig) mehr / Woche kosten würde, könnten sich die meisten von uns den Trip trotzdem leisten!
Und die Safarischiffbesitzer hätten dann auch recht schnell ihren Break-Even für Ambubeutel, O2-Maske, Enos-System etc.
Nicht vergessen: Rettungsequipment hat selbstverständlich zu sein - und hat mit Luxus nichts zu tun!
Es ist doch absurd, dass bei einem Schiff, für das Millionen EUR investiert wurden, keine 10.000 oder 20.000 Euro für Sicherheit mehr drin sein sollen!
Und wenn dem doch so ist, kann man locker an vielen anderen Stellen das Geld sparen, um es dann in die Sicherheit zu investieren: z.B. bei den Bad-Armaturen oder der Marke der Stereoanlage. Allein letzter Punkt, rechnet das doch mal aus: 10 Kabinen x "Bose" oder "B&O" + Anlage im Salon mit Megaflat... Aber Ambubeutel und Taucherortungssysteme sollen zu TEUER sein.
Zu TEUER - für menschliches Leben!
UNSER Leben, by the way!
Dafür KANN man einfach kein Verständnis mehr aufbringen, sorry.
Erst recht nicht, wenn man sich als verantwortungsbewusster Taucher weiter bildet und z. B. Medizinseminare besucht - egal von welchem Verband.
Dieses Verhalten der Basisleiter / Schiffsbesitzer ist nicht nur ignorant, wie Rangu es bezeichnet, es geht meines Erachtens schon in die Richtung "kriminell", denn es wird im Falle eines Unfalls wissentlich die nicht ausreichende 1.-Hilfe-Maßnahme in Kauf genommen!
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  | Antwort von D-32 am 22.07.2008 - 13:03 " Es ist doch absurd, dass bei einem Schiff, für das Millionen EUR investiert wurden, keine 10.000 oder 20.000 Euro für Sicherheit mehr drin sein sollen!"
Reduzieren wir mal die Investition für ein übliches knapp 40 m langes hölzernes Safarischiff auf 1 Mio. Euro. Auch dann passt es noch:
Eine vernünftige Elektronik auf der Brücke incl. Autopilot, Radar mit 4 Fuß Möwenschleuder und Seekarten-Overlay, digitaler Seekarte, Echograph und 2 x UKW-Seefunk kostet ca. 30.000 Euro.
Eine Rauchmeldeanlage im Schiff einschließlich Sprinklern und manuelle CO2-Löschanlage im Maschinenraum kostet maximal 10.000 Euro.
ENOS für alle Taucher kostet ca. 10.000 Euro.
Vernünftige Außenborder für die Zodiacs incl. wirklich guter Beiboote kosten vielleicht 10.000 Euro mehr als der übliche Müll.
Damit sind wir bei 60.000 Euro mehr = 6 %.
Jeder Kunde würde gern diese 6 % mehr zahlen, außerdem bringt hoher Sicherheitsstandard, wenn richtig verkauft, mehr als 6 % Kundenzuwachs.
Und dann gleich in Stahl statt Holz bauen. Kostet vielleicht 500.000 Euro mehr, rottet aber auch nicht in 5 Jahren weg.
Noch was: Es gibt genug pensionierte A 6-Kapitäne, die liebend gern für Appel und Ei ein Safarischiff zumindest zeitweise übernehmen würden. Die könnten auch die Ägypter instruieren, was auf See wichtig ist. Aber die Eigner investieren lieber 1 Mio Euro und überlassen das Schiff einem ex Fischer, der nicht mal 100 Wörter Englisch kann - jedes Billigflaggenland hat höher qualifiziertes Personal zumindest in der Nautik!
Jo |
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  | Antwort von Taucher3667 am 22.07.2008 - 14:43 @ D-32: du scheinst viel Ahnung zu haben bzgl. Schiffen, Regularien etc.
Wenn schon die ägyptischen Behörden nicht reagieren und augenscheinlich blind Schiffe ohne Topplicht zulassen, wie du erlebt hast - gibt es denn keine internationale "Oberaufsichtsbehörde", die für solche Fälle zuständig ist?
Ich kenne mich da zu wenig aus und bin auch NICHT der Typ, der alles reguliert haben will!
Wirklich nicht!
Aber scheinbar ist dem Problem mit der zu geringen Sicherheit an Bord nicht anders beizukommen.
Denn deine Rechnung zeigt ja, dass selbst 60.000 EUR für die Schiffsbesitzer wieder zu erwirtschaften sind.
Denn Red Sea Association, HEPCA und Quality Dive Club haben für mich mittlerweile die gleiche Ernsthaftigkeit wie Disney`s Mickey Maus-Club - die dienen allenfalls der Unterhaltung, bringen aber sonst nichts!
Nur ein TV-Sender wie z.B. der WDR nennt die Wahrheit: 2007 waren 70 tote Taucher im Roten Meer zu beklagen! Sechs davon abgetrieben durch Strömung und von März bis Dezember gab es 24 weitere registrierte Suchaktionen nach abgetriebenen Tauchern.
Dem muss man noch die Dunkelziffer der Dekounfälle und der nicht bekannt gewordenen Suchaktionen hinzufügen.
WAS muss eigentlich noch alles passieren?
Nur eins noch: ob ein Stahlschiff so viel besser ist als ein Holzschiff, leuchtet mir nicht ganz ein. Denn wenn ein Schiff das Riff "küsst", können beim Holzschiff vielleicht nur Splitter abbrechen, wogegen der Stahl direkt reißen kann und zum Wassereinbruch führt. Außerdem rottet Stahl auch - erst recht im Salzwasser. Aber das ist letztendlich nicht unser Thema.
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  | Antwort von D-32 am 22.07.2008 - 17:34 Moin,
innerhalb der eigenen Hoheitszone bestimmt jedes Land, was da wie ausgerüstet rumschippert. Die Suezkanal-Verwaltung wiederum hat eine eigene Liste, welcher Seelenverkäufer da nicht durchfahren darf.
Die von dir genannten Orgs sind zahnlose Papiertiger.
70 tote Taucher in einem Jahr: Positive Bilanz. Frag doch mal in Österreich nach der Zahl toter Skiläufer pro Wintersaison! Das Leben endet nun mal zwangsläufig mit dem Tod, der einen auch in der Freizeit erwischen kann. Abgetriebene: In Zeiten, wo viele Veranstalter jeden Depp mit auf Safari nehmen, ist auch diese Zahl eher sehr niedrig.
Holz vs. Stahl: Ägyptisches Safarischiff-Bauholz hat in etwa die Qualität von dem Holz, aus dem man Einwegpaletten baut: Weite Jahresringe, grobfaserig, hohe Wasseraufnahme. Gut gebaute Stahlschiffe rotten auch in 40 Jahren nicht weg. |
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  | Antwort von drelanger am 23.07.2008 - 00:51 Also hier scheint einiges nicht recht verstanden worden zu sein.
Wo gibt es denn Safarischiffe in Ägypten von 40m Länge, die auch noch Millionen Euro kosten.
Sie sind in der größeren Ausgabe bis 25m lang und teuer werden sie dadurch, daß beispielsweise in Deutschland MAN Motoren gekauft werden müssen.
Dies kann im Umkehrschluss keinesfalls bedeuten, daß ein Schrotthaufen sich durch gleich welche Ausstattung veredeln ließe. Und wer es bis zu diesem Punkt immer noch nicht verstanden haben sollte, ein Schrotthaufen ist und bleibt ein Schrotthaufen. Diese Safarischiffe sind Schrotthaufen, egal ob ich darauf tauchen oder tanzen will.
Solas Zertifikate, Germanischer LLoyd, hat von Euch jemals jemand ein solches Zeugnis für die im Roten Meer von der ägyptischen Regierung zugelassenen Tauchboote gesehen?
Was hat der Käpitän für Zeugnisse auf Schiffen die niemand kennt?
Grüß Gott,
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  | Antwort von D-32 am 23.07.2008 - 08:10 Moin,
" Wo gibt es denn Safarischiffe in Ägypten von 40m Länge,"
Die neuen als 5* beworbenen Safarischiffe sind alle knapp 40 m lang und um die 8 m breit. 25 m sind heute bessere Tagesboote.
Aber du hast Recht, dass ein aus schlechtem Material mit primitiver Nageltechnik zusammengeschusterter Rumpf durch edle Technik nicht verbessert wird. Und das teuerste Bauteil ist tatsächlich der doppelte Antriebsstrang, da sind 200.000 Euro schnell weg.
GL: Wenn ich richtig erinnere, hatte die Fortune I so was. Ist aber eher eine Ausnahme, denn bei den Holzkähnen würde der Zertifizierer schon beim Anblick des Rohmaterials gleich wieder abreisen. |
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  | Antwort von Taucher3667 am 23.07.2008 - 15:01 @D-32 und drelanger:
Eure Polemik bzgl. der Schiffsbauweisen verwäsert ein wenig das Thema, denn 1. gibt es viele gut gebaute Schiffe im Roten Meer (Royal Evolution, SevenSeas, Independence II...). Wobei deine, D-32, schlechten Erfahrung mit der "Seawolf Soul" dem natürlich nicht entsprechen.
2. Aber hier geht es hier vorrangig nicht um die Schiffsbauweise: Rangu`s Thema ist die fehlende Sicherheitsausrüstung an Bord.
Ein Ambubeutel hat auch auf einem Ruderboot zu liegen, wenn das für den Tauchbetrieb eingesetzt wird!
Und in diesem Zusammenhang finde ich von D-32 die Relativierung der 70 toten Taucher + 24 Suchaktionen (= Beinahunfälle mit nicht genannter Zahl von sich in Lebensgefahr befindende Taucher) + nicht genannte Zahl der Dekounfälle ziemlich geschmacklos!
Es geht nämlich darum, diese Zahl zu reduzieren - da interessieren keine Skifahrer, keine Mopedfahrer oder andere Sportarten!
Es wird nie möglich sein, Unfälle gänzlich zu verhindern. Aber es muss etwas dagegen getan werden, dass gewerbetreibende Tauchbasen bewusst ein Sicherheitsrisiko in Kauf nehmen, indem sie das erforderliche Unfallequipment nicht an Bord haben oder z. B. eine untaugliche Leiter installieren. |
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  | Antwort von D-32 am 23.07.2008 - 16:58 "Aber es muss etwas dagegen getan werden, dass gewerbetreibende Tauchbasen bewusst ein Sicherheitsrisiko in Kauf nehmen, indem sie das erforderliche Unfallequipment nicht an Bord haben oder z. B. eine untaugliche Leiter installieren."
In diesem Punkt gebe ich dir zu 100 % Recht!
Aber es passieren Unfälle, weil u. a. aus Geldverdiengründen
1. Fast-Anfänger auf Safaris mitgenommen werden, 2. weil aus gleichen Gründen entgegen gesetzlicher Vorgaben Taucher mit deutlich weniger als 50 TG zu den Brothers eingebucht werden,
3. weil Taucher an Bord sind, die mangels Erfahrung mit Strömung nichts anderes als gotterfülltes Ergeben nach Lee anzufangen wissen, 4. weil vor allem aus Staaten unserer weit östlichen Nachbarn so einige Taucher erstmal 5 Wassergläser Wodka weghauen und sich dann auf 70 m versenken.
Und das sind Situationen, die genau so nach Darwin schreien wie der untrainierte Skiläufer, der warum auch immer die schwarze Piste runterfährt.
Zu 1. - 3. sind natürlich Reiseveranstalter und Schiffseigner gefragt, aber die setzen natürlich im Kampf um das wirtschaftliche Überleben auf das Prinzip Hoffnung. Oft geht es gut, manchmal nicht.
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  | Antwort von Seb.K am 24.07.2008 - 17:05 Hallo,
meiner Meinung nach ist das höchste Sicherheitsrisiko noch immer das Tauchverhalten der dortigen Urlauber.
Keine Frage, dass an den dortigen Sicherheitsstandards gearbeitet werden muss - aber die Großzahl der Unglücke geschieht nicht aufgrund eines fehlenden Ambu-Beutels.
Noch eine weitere Anmerkung:
Wer den HLW-Algorithmus und die Erste Hilfe beherrscht, kommt auch mit einer kleinen Beatmungsmaske sehr weit. Ein Beatmunsgbeutel wie auch diverse weitere Notfallausrüstung gehört in die HAnd von ausgebildetem Personal. ICh wage zu behaupten, dass ein Ambubeutel in der Hand eines "Rettungsrambos" ähnliches bewirken kann wie der TL mit seiner "O2-Überdruckbeatmung mit dem Mitteldruck". |
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  | Antwort von musher am 24.07.2008 - 18:14 Hallo Seb.K
sicher hilft eine Notfallausrüstung nicht einen (Tauch)Unfall zu vermeiden, aber bei der anschliessenden Behandlung ist so ein Ambubeutel, der dazugehörige Sauerstoff usw ganz nützlich.
Außerdem wurde weiter oben auch schon auf die Ausbildungen eingegangen, also ist nicht nur von Ausrüstung an sich die Rede gewessen, sondern auch von entsprechend ausgebildeten Personal. |
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  | Antwort von drelanger am 25.07.2008 - 03:23 taucher3667,
welche gut gebauten Schiffe gibt es in Ägypten?
Du behauptest, diese Schiffe seien am Roten Meer auf Kiel gelegt worden. Wo werden solche guten Schiffe gebaut, kannst Du dazu etwas benennen, losgelöst von plumpen Behauptungen. Die Fülle der hier erwähnten Schiffe impliziert, daß Du daneben gestanden hast.
Normalerweise erfahren Taucher über Schiffsbau in Ägypten rein gar nichts, dazu muß man schon ein paar Jahre alldorten gelebt haben.
Das habe ich. Reduziert Euch mal auf daß, was ihr vertreten könnt.
eggi
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  | Antwort von Taucher3667 am 25.07.2008 - 16:59 @drelanger
Wenn du in Ägypten gelebt hast, solltest du eigentlich die guten Werften in Alexandria und Kairo kennen. Aus einer dieser Werft stammt z. B. die "Seven Seas", die in Alexandria auf Kiel gelegt wurde; wie die anderen guten Schiffe auch!
Jaaaa, es gibt viele Schiffe, die bedenklich sind und natürlich nicht von Lloyd klassifiziert würden!
Das gibt uns aber nicht das Recht, ALLE Schiffe schlecht zu reden oder gar zu behaupten, es gäbe in Ägypten keinen guten Schiffsbau! Doch, den gibt`s - und ob du es glaubst oder nicht, ich hab` tatsächlich schon daneben gestanden!
Es sind also nicht meine Behauptungen "plump", sondern deine Polemik, es würde keine guten Schiffe geben im Roten Meer.
Und woher nimmst du überhaupt dein "Wissen", dass ich meine Behauptungen bzgl. Schiffsbau in Ägypten nicht vertreten könnte?
Denn bei der Schiffsqualität "beißt sich die Katze in den Schwanz", denn der gute Schiffsbau ist natürlich teurer als die Werften die du beschrieben hast, in denen die Schiffe zusammen "gedengelt" werden.
Dass die schlechten Werften aber trotzdem so viel zu tun haben und viele der Tauchschiffe daher stammen, liegt an der Tatsache, dass leider sehr viele Unternehmer in Ägypten = Safaribootbetreiber, lieber ein Sicherheitsrisiko eingehen, wenn sie nur Geld sparen können!
Und genau das hat Rangu doch angestoßen, dass eklatante Sicherheitslücken herrschen. Seine Aufzählung bzgl. fehlender Sicherheitsausrüstung wie Ambubeutel, O2-Maske, Enos-System etc. ist doch nur die Spitze des Eisbergs.
Wir aber, die zahlenden Taucher, nehmen das alles hin! Wir bilden uns zwar alle weiter, gehen brav zum Medizinseminar, lernen wie Defilibrator & Co. zu bedienen sind, üben die neuen Rhythmen bei HLW - und akzeptieren fadenscheinige Ausreden der Unternehmer. Obwohl die jede Woche von ca. 10-16 Tauchern (je nach Schiffsgröße plus / minus) ca. EUR 1.000 kassieren!
Geld zahle ich gerne für meinen Urlaub! Auch gerne ein paar Euros mehr! Womit ich aber nicht gerne zahle, ist mit meiner Gesundheit und schon gar nicht mit meinem Leben.
Und all das, drelanger, kann ich vertreten!
Zu 100 % !
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  | Antwort von Schaffel am 25.07.2008 - 20:02 Wer einmal mit der Seven Seas gefahren ist, kann das Thema Sicherheit nach einem Tag ganz gut einschätzen, ein anderes Boot kommt danach kaum noch in Frage - da passt meiner Meinung nach alles, aber man muss es halt auch bezahlen.
Generell: Es gibt nach wie vor keine anderes Boot im roten Meer, das das Enos-System einsetzt. Mit diesem Gerät können Menschenleben gerettet werden und gefährliche Situationen vermieden werden, das Tauchen wird generell entspannter. Und warum hat es dann trotzdem kein anderes Boot?
Weil nicht danach gefragt wird - ganz einfach!
Mal ehrlich: Wer bucht bei der Auswahl zwischen zwie Booten, die beide anständig bewertet sind und ähnliche bis gleiche Angaben machen, nicht das, das um 50 Euro billiger ist? Wer vergleicht zuvor noch Themen der Sicherheit (wie eigentlich? Ehrliche Antworten kriegt man ja eh nicht)???
Der erste Anbieter, der die Sicherheitsvorkehrungen verbessert und um 50 Euro erhöht, ohne dass es die Mitbewerber gleichzeitig machen, geht als erster pleite! Und wer will der erste sein???
Wir als Kunde haben es doch in der Hand: Die meisten Buchungen erfolgen über deutsche Anbieter: Wenn jeder bei der Buchung das Thema Sicherheit anspricht und bei Nichteinhaltung hinterher auch reklamiert (ja, auch wenn man einen Walhai gesehen hat!), wird sich langsam eine Besserung einstellen, weil sich dann die teureren Schiffe durchsetzen können - solange Geiz geil ist, eben nicht.
LG Schaffel |
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  | Antwort von D-32 am 25.07.2008 - 20:37 @ Schaffel
Genau darauf reflektierte ich in meinem Posting vom 20.07., 13.23
Für Safari- und Seefahrtneulinge muss ein Katalog her, der online gestellt wird und leicht findbar ist, den jeder als Pflichtenheft für den Veranstalter zur Buchung und als Checkliste an Bord benutzen kann.
Wo bleiben denn die Mods, die dazu mal was sagen?
Und warum schreibt eigentlich keiner der großen Reiseveranstalter was dazu? Sollen wir etwa eine Rundmail an sie schicken, den Link einfügen und sie direkt zu einer Stellungnahme auffordern?
Wäre eigentlich gar keine schlechte Idee!
Oder bekommen die Veranstalter schon im Vorwege kalte Füße (das zusammen mit dem anderen Fred zur Luftanalyse) und hoffen, dass nicht allzu viele potentielle Kunden dieses Thema finden, weil es im Medizinforum steht?
Es muss eine ganz breite öffentliche Sensibilisierung auch unerfahrener Taucher her! Anders sind Schiffseigner und Veranstalter nicht zu bewegen, etwas zu tun. |
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  | Antwort von drelanger am 26.07.2008 - 01:45 Lass uns doch mal gemeinsam darüber nachdenken, warum Nilkreuzfahrtschiffe international zertifiziert sind?
Safariboote auf dem Roten Meer aber nicht.
Wenn ich genügend Geld habe, wird an entsprechender Stelle ein Beamter bestochen und schon gibt es auf welch wunderliche Weise, ein neues und "hochmodernes" Kreuzfahrtschiff mehr auf dem Roten Meer, obwohl dies auf grund einer Begrenzung eigentlich nicht möglich sein sollte.
Schickt mir doch mal die Installationspläne von diesen genialen Tauchschiffen, die im Roten Meer unterwegs sind, nicht zertifiziert, nicht versichert.
Gruß Eckart |
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  | Antwort von drelanger am 27.07.2008 - 03:13 Ich weiß ja nicht, wie ich mich hier noch verständlich machen kann.
Gibt es denn einen unter Euch, der mir eine Zertifizierung eines Safaribootes nach Gl Solas oder anderen hierfür zuständigen Institutionen mailen könnte. Hierfür und die unendliche Mühe erfolglos zu bleiben meinen Dank
Eckart
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  | Antwort von Taucher3667 am 28.07.2008 - 11:51 @ drelanger:
Warum wendest du dich eigentlich nicht direkt an die Safaribootbetreiber oder deren Reiseveranstalter und forderst die SOLAS-Papiere ein? Du verlangst z. B. von mir, die Schiffe wie "Royal Evolution", Seven Seas" und andere als "gut" bezeichnet hat, dir diese Unterlagen zu liefern!
Es ist doch völlig klar, dass kein "normaler Taucher" diese Zertifizierung vorliegen hat.
Gleichzeitig stellst du aber permanent Behauptungen über bestochene ägyptische Beamte auf. Woher weißt du das? Hast du etwa daneben gestanden? Beweise du das doch mal!
Sorry, aber deine Polemik nervt, denn die bringt uns wirklich nicht weiter! Und das, wo wir ziemlich gleicher Meinung sind, da du völlig zu Recht die unhaltbaren Sicherheitszustände auf den meisten Safarischiffen kritisierst.
Viel mehr sollte man den Vorschlag von D-32 verfolgen, dass es endlich eine "echte" Kategorisierung der Schiffe gibt, die die Sterne nach dem an Bord vorhandenen Rettungsequipment und dem Ausbildungsstatus der TL vergibt und nicht nach der Größe der Kabine oder dem DVD.
Hier könnten z. B. durchaus die Verbände aktiv werden - schließlich stellen die ja auch die Statuten für ihre TL auf.
Denn es ist nicht so, wie Schaffel schreibt, dass die Sicherheit nur deshalb nicht an Bord ist, weil wir Taucher etwa nicht danach fragen!
Um bei seinem Beispiel dem Enos-System zu bleiben: Reiseveranstalter können dir bestätigen, dass wir Taucher danach fragen - nur, dass wir dann von den Schiffsbesitzern (aus Geiz) gnadenlos belogen werden!
Da wird z. B. einfach behauptet, dass das System nicht funktionieren würde! Was nicht stimmt, wie etliche Postings in diesem Medium beweisen!
Und die "Seven Seas" bestätigt auch, dass sie einige ihrer Buchungen wegen Enos bekommt!
Sicherheit ist eben auch ein Marketingvorteil.
Und dass Taucher auch bereit sind, Mehrkosten zu zahlen, weil sie sich z. B. das System aus eigener Initiave ausleihen, da das gebuchte Safarischiff zwar 4 Whirlpools an Bord hat, aber nicht das modernste Rettunsgequipment, beweist dieser Eintrag im taucher.net:
Hier klicken
Warum also soll es nicht möglich sein, "echte" "Quality Dive Clubs" zu gründen?
Wir alle, die sich bis jetzt an dieser Diskussion beiligt haben, könnten im Prinzip sofort damit anfangen einen Katalog zu erstellen, der die wirklich wichtigen Anforderungen zusammenfasst.
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  | Antwort von D-32 am 28.07.2008 - 16:47 @ taucher3667
" Hier könnten z. B. durchaus die Verbände aktiv werden - schließlich stellen die ja auch die Statuten für ihre TL auf. "
1. Das ist nicht Aufgabe von Tauchverbänden, sondern vom Gesetzgeber.
2. Erwartest du viel Sachkompetenz bezüglich Seefahrt bei Tauchausbildungsverbänden, die noch nicht mal von hochdekorierten MDST oder CD einen Sportbootführerschein See verlangen?
Aber schon traurig (dein Link), dass zahlende Gäste auf eigene Kosten Sicherheitsequipment leihen und mitnehmen müssen!
Ich habe z. B. mein eigenes Fernglas und ein wasserdichtes kleines UKW-Seefunkgerät dabei.
Auf der voriges Jahr nagelneuen Seawolf Soul gab es kein Fernglas, dabei sind zwei Stück als Bordausstattung vorgeschrieben! Hat sich der Käptn gern ausgeliehen. Eigentlich unfasbar: Da geben die Eigner 800.000 Euro für ein Schiff aus und geizen wegen paar hundert Euro für Ferngläser! |
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  | Antwort von drelanger am 29.07.2008 - 01:00 Vergleichen wir doch mal die Preise einer Nilkreuzfahrt mit den Kosten eines Tauchurlaubs auf einem Safarischiff. In beiden Fällen kann ich viel oder weniger Geld ausgeben. Keines der Safariboote hat eine international akzeptierte Lizensierung. Ausnahmslos, ist jedes Nilkreuzfahrtschiff lizensiert und entspricht internationalen Standards. Wer weiß, wovon ich spreche wird verstehen, daß ich das nun nicht weiter Punkt für Punkt abhandeln werde.
Es erspart mir auch beim Betreten eines solchen Bootes, das ängstliche Suchen nach Rettungsmitteln, den scheuen Blick auf Elektroverkabelungen oder einen "Erste Hilfe Raum". Im übrigen ist das Essen besser und ich kann á la carte dinieren, das Personal ist geschult und freundlich und der Kapitän hat sogar ein Patent.
Könnte man auch noch im Nil Tauchen, würde es auf den Preis kaum durchschlagen.
Man sollte wirklich wissen wovon man spricht, das einzige Schiff welches in der hier mehrfach zitierten Millionen € Katerogie lag, war die Fortune One und die war auch zertifiziert, als bis dahin erstes und einziges Safarischiff.
Das sie heute dahingammelt, ist weniger das sicher zu konstatierende Missmanagement, es gab auch eklatante Konstruktionsmängel das Einsatzgebiet "Rote Meer" betreffend.
Fragt doch einfach mal in Hurghada nach Mokhdar dem Schiffbauer. Ich bin sicher ihr findet ihn. So eine zusammengenagelte 25m merde Kiste kostete damals 200 000 DM mit Strom Bädern Toiletten Lampen kurz Infrastruktur ohne Fahrbereich Motoren Getriebe Wellen Schrauben etc.
Selbst bei großzügigster Kalkulation komme ich nicht in den Mio € Bereich, es sei denn, ich würde es nach Lemwerder an die Weser zu Abeking und Rasmussen überführen. Dort würde man dann auf grund vorhandener notfallmedizinischer Einrichtungen versuchen, meinem psychotischen Prozess, den affektiven Wind aus den Segeln zu nehmen.
Wer verlangt eigentlich wenn er auf dem Donnerbalken sitzt nach fünflagigem Toilettenpapier?
Und so geht es ewig weiter
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  | Antwort von D-32 am 29.07.2008 - 01:29 Was mit etwas Umbau ein geniales Tauchschiff im Roten Meer wäre, kennt ihr aus der TV-Serie "Küstenwache" als BP 22 und BP 23.
Dann aber mit mindestens Käptn, LI und Maschinist aus DE oder UK, sonst ist das schöne Schiff nach 2 Wochen in Dutt!
@ drelanger
"Lizensiert" sind auch ägyptische Safariboote. Da kommt sogar einer vorbei, um zu gucken.
Aber wenn dem (ich bleibe mal bei der Seawolf Soul) festgenagelte Rettungsinseln mit abgelaufenem Servicetermin und fehlendes Topplicht nicht auffallen, weiß man um den Wert gewisser Lizenzen. |
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  | Antwort von Taucher3667 am 29.07.2008 - 10:13 Also, ich will ja jetzt nicht in den Verdacht geraten, irgend etwas mit der "Royal Evolution" oder der "Seven Seas" zu tun zu haben, weil ich die beiden Schiffe schon wieder erwähne, aber beide bewegen sich in ihrer Anschaffung im 7-stelligen Bereich.
Hier passt das Klischee der "Billigheimer"-Schiffe wirklich nicht.
Und die "Seawolf Soul" liegt mit 800.000 Euro auch nicht weit weg von der Mio. - nur, dass es hier eben scheinbar eklatante Mängel gibt, wie D-32 erlebt hat.
Und letztendlich wäre es mir sogar egal, ob die Schiffe nun eine Lizenz haben oder nicht, wenn denn die Sicherheitsausrüstung an Bord stimmt!
Darum geht`s!
Wie D-32 sagt: es wird auf UNFASSBARE Weise GEGEIZT!
Es kann doch nicht sein, dass wir Taucher unsere Ferngläser mitbringen, oder uns das Enos-System selber anmieten müssen, der Ambubeutel fehlt, aber dafür haben wir schicke Badezimmerarmaturen und `nen Whirlpool...
Grundsätzlich begrüße ich Lizenzen und Brevets - wenn sie mir Verlässlichkeit bieten. Das tun sie aber in Ägypten augenscheinlich nicht, wie die festgenagelten Rettungsinseln auf der "Seawolf Soul" beweisen.
Deswegen hatte ich die Idee, dass die Sicherheitsstandards von einer anderen Institution als von der Landesregierung aufgestellt werden und habe die Verbände ins Spiel gebracht.
Die können natürlich keine Gesetze erlassen!
Aber die von den Verbänden aufgestellten Sicherheitskriterien könnten eine Art "ungeschriebenes Gesetz" werden, was die Taucher gleichzeitig weiterbildet, weil sie informiert werden, was alles auf ein Schiff gehört und wie es aufgebaut sein muss (inkl. Fluchtwege etc.). Das erhöht nicht nur die Qualität der Schiffe, |
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