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Veränderung Ausbildung Tauchrettung
Abgesandt von michael59 Registriertes Mitglied am 18.09.2006 - 09:35:

Hallo,

wir haben beim HLW Kurs gelernt das sich das Verhältnis zwischen Atemspende und Herzdruckmassage nachhaltig zugunsten des Kreislaufes verändert hat.
An WE haben wir das Bergen eines verunfallten Tauchers mal wieder geübt und sind im Gespräch blieb die Frage offen- wie sich das auf den Transport des Verunfallten an Land usw. auswirkt.
Wir haben gelernt prüfen der Vitalwerte an der Oberfläche- wenn keine Atmung-Atemspende- kurzes Schwimmen- Atemspende- kurzes Schimmen uws.
Wie ist das aktuell ?? Initalatemspende ist klar- ich war der Meinung dann so schnell als möglich ans Ufer/Boot um den Kreislauf in Gang zu bringen- Atemspende in größeren Abständen . Irgendwie sind wir uns nicht einig geworden.

Bitte nur ernst gemeinte Antworten

Micha



Antwort von gunther Redaktionsmitglied am 18.09.2006 - 09:43
Atemspende 2x
danach 30 Herzdruck, 2x Atmen usw..
Auch die Frequenz hat sich deutlich erhöht auf ca. 100 Drücke / Minute.

Hintergrund ist, dass erst nach 15x Drücken ein
Druck aufgebaut wird, der das Gerhirn nachhaltig mit neuem Blut versorgt.

Grüße
Gunther
Antwort von petra72 am 18.09.2006 - 09:51
Heute verzichtet man bei den Vitalwerten auf prüfen des Pulsschlag, weil die Fehlerhäufigkeit zu groß ist. Wer nicht atmet hat auch keinen Puls.Wenn man das weiter verfolgt erübrigt sich die Atemspende auf dem Wasser, weil es unmöglich ist auf dem Wasser eine Herzmassage durchzuführen.Also bringt man den Verunfallten so schnell als möglich an Land, um dort die lebensrettenden Sofortmaßnahmen durchzuführen. Es soll aber Verbände geben die das anders sehen, oder etwas schwerfällig beim anpassen Ihrer Ausbildung sind.
Antwort von Suesswassertaucher Registriertes Mitglied am 18.09.2006 - 11:43
Hallo!

Alle, die die neue Wiederbelebungsrichtlinie noch nicht kennen, können sich an dieser Stelle hier bei der DLRG schlau machen:
Hier klicken

Auf dieser Seite findet Ihr auch ein schönes Merkblatt zum Thema Wiederbelebung.

Ein Auffrischungslehrgang ist sicherlich auch ab und zu nicht schlecht.

Viele Grüße
Jens
Antwort von chrisly Registriertes Mitglied am 18.09.2006 - 14:17
Hai Micha,

volle zustimmung zu den ANmerkungen von Petra und Jens.

Daraus ergibt sich eigentlich auch schon die ANtwort auf deine Frage:
Zum einen bringt die Atemspende ohne Kreislauf nix, ist also mehr oder weniger Zeitverschwendung.

Zum anderen mache ich die Atemkontrolle nach dem Prinzip sehen, hoeren, fuehlen. Da diese drei Punkte im Wasser nur schwer zu realisieren sind und erfolgt ein schnellstmoeglicher Transport ans Ufer.
(
Sehen: Ist schon bei ein bisschen Bewegung im Wasser schwer, zumal event. ein enger Tauchanzug oder ein weiter Trocki dazukommt. ALso dem Bewustlosen auch noch den ANzug aufmachen und den Waermeschutz/ AUftrieb zerstoeren?
Fuehlen: mit der Wange? Also selber Kopfhaube ab, ueber das Gesicht beugen?
Hoeren: Siehe oben, Kopfhaube ab und dann versuchen was zu hoeren?
)

Gruss

Chrisly

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Antwort von michael59 Registriertes Mitglied am 18.09.2006 - 19:23
Danke für die Antworten

Wir waren uns einig eine Initialbeatmung sollte erfolgen damit sich ein eventueller Stimmlitzenkrampf oder ähnliches lösen kann- nach meiner Meinung sollte dann so schnell als möglich der Transport an Land erfolgen.
Im DLRG Text ist das auffinden eines Notfallpatienten an Land beschrieben- so haben wir es auch neu gelernt.
Wie die unmittelbar nach dem Transport an die Oberfläche handeln habe ich leider nicht gefunden.

Interessant im Kurs war die Bedienung eines automatischen Defibrilators- das war auch für mich neu und eine wichtige Erfahrung.

Micha
Antwort von chrisly Registriertes Mitglied am 19.09.2006 - 07:41
Hai Micha,

ein Stimmritzenkrampf oder aehnliches loest sich "automatisch", sobald der Patient bewustlos ist (Erschlaffen aller Muskeln). Allerdings schadet diese Initialbeatmung nicht, sofern man Sie denn machen kann ohne gleichzeitig einen Schwall Wasser mit rein zu pusten. Und hier ist wohl das Hauptproblem: Kopf ueberstrecken, drueberkommen und pusten. Das mag beim Ueben noch funktionieren, ob es bei einem wirklich Bewustlosen klappt, bezweifel ich mal.

Allerdings, siehe oben, ist die Bewustlosigkeit das einzige was ich im Wasser definitiv feststellen kann und habe dann auch die entsprechenden Risiken wie z.B. Ausfall des Hustenreflexes... Und ob man dann noch zusaetzliches Wasser im Mund-Rachen-Bereich riskieren will/ soll...?

Gruss

CHrisly

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