Vernichtende Berichterstattung über Tauchsafaris im WDR am 13.05.08 Abgesandt von Jörgtaucht am 13.05.2008 - 18:53:
Hallo,
ich habe gerade um 18:50h die WDR Servicezeit zum Thema "Tödliche Gefahr auf ägyptischen Safarischiffen" gesehen - das war sehr ernüchternd. Hat es noch jemand gesehen?
Was meint Ihr dazu?
Antwort von Jörgtaucht am 13.05.2008 - 18:55 Entschuldigung, natürlich um 18:20h bis 18:50h.
Antwort von Jörgtaucht am 13.05.2008 - 18:57 ..und noch ein Nachtrag: Nähere Infos auf:
Hier klicken
Antwort von Ostseetaucher 79 am 13.05.2008 - 19:38 Der Tauchunfall ist natürlich tragisch und hätte womöglich glimpfich ausgehen können.Mein herzlichstes beileid an die Witwe.
Ich fand es interessant, da ich an einer Safari im Frühjahr 2009 teilnehmen möchte. Ich weiß jetzt, welche Fragen ich bezüglich des Schiffes stellen muss.( Bei Tauchgästen nicht Veranstaltern)
überrascht Euch das wirklich??
Einige die auf einer Safari saubere Luft oder die Sicherheitseinrichtungen hinterfragen werden doch als Querulanten beschimpft.
Bisher hatte kein Boot auf dem ich in Ägypten war einen Kapitän mit entsprechendem Patent wie es in D notwendig wäre.
Gruß
Uwe
Antwort von niemand bestimmtes am 13.05.2008 - 19:44 Ich finde es gut, dass Jo und Kersten Journalisten gefunden haben, die dieses Thema aufgriffen - auch wenn der Bericht TV-typisch überzeichnet sein sollte.
Das ewige Totschweigen und Nichtstun der Veranstalter und Offiziellen in Ägypten beim Thema Sicherheit findet so wenigstens eine passende Würdigung... was innerhalb der Anzeigen-abhängigen Tauchpresse ja leider kaum möglich ist.
Antwort von SiKAI am 13.05.2008 - 21:05 Nun ja...
Wenn ich als erstes die Bildunterschrift im TU-Bericht sehe.. ---Hilfesignal für den Notfall: die rote Taucherrettungsfahne----
kommen mir Zweifel über den investigativen Eifer .
Allerdings bin auch ich der Meinung, dass einige Boote allein vom Augenschein nicht sehr vertrauenswürdig aussahen. Auch bei manchen Erzählungen aus dem Bekanntenkreis, kann man nur noch den Kopf schütteln.
Aber dummerweise soll sich auch die breite Tauchermasse ne Safarie leisten können und somit herrscht der Preiskampf auch dort.
Antwort von kwm am 13.05.2008 - 22:57 Ich habe bisher Erfahrungen mit Tauchbooten in Thailand und Ägypten gemacht.
In Thailand war bisher alles in bester Ordnung. In Ägypten begann der Wracktauchgang schon im Hafen.
Gut Luft,
Klaus
Antwort von henri am 13.05.2008 - 23:05 Wie immer im Fernsehen: Ich habe die Reportage nicht gesehen, aber die Beiträge in schriftlicher Form strotzen nur vor Fehlern. Das ist übelst recherchiert.
Beispiele sind das Wasser in den Sauerstoffflaschen oder die Erste-Hilfe-Kästen der Wehrmacht.
Bisher habe ich nur ehemalige Sauerstoffkoffer der Bundeswehr gesehen. Die tatasache, daß die Bundeswehr sie nicht mehr gebraucht hat, heißt noch lange nicht, daß sie schlecht oder unbrauchbar sind.
Und daß ägyptische Kapitäne keine deutsches PAtent haben ist auch klar, weil man mit einem deutschen PAtent im Roten Meer nämlich kein Tauchschiff fahren darf. Dafür braucht man ein ägyptisches Patent.
Das man auf einem ägyptischen Tauchschiff nicht auf einem Kutter im Einzugsgebiet der deutschen Bürokratieverfechtern ist, ist ja wohl auch jedem bekannt.
Der beschriebene Unfall ist sicherlich bedauerlich und man kann die Situation erst dann richtig beurteilen, wenn man alle Einzelheiten kennt. Was aber, wenn bei der Obduktion herausgekommen wäre, daß der Verunfallte überlebt hätte, wenn er direkt zu Tauchboot geschleppt worden wäre. Darf ich einen schwer verletzten Taucher überhaupt alleine lassen? Ich kann das aufgrund der wenigen Angaben nicht beurteilen, aber aus der vorliegenden Beschreibung entstehen mehr Fragen als Antworten.
Die "Geiz-ist-geil"-Mentalität läßt halt auch da ihre Spuren. Wenn man sich nicht unbedingt die billigsten Kutter sucht, dann kann man auch eine vernünftige Sicherheitausrüstung erwarten. Ich habe bisher auf allen Tauchbooten zum Beispiel nach den Sauerstoff gefragt und bin weder beschimpft noch enttäuscht worden. Manche hatte besagte Bundeswehrkoffer (gefüllt und intakt) andere Wenoll-Systeme.
Ich bin allerdings auch der Meinung, daß man mehr von Seiten der Offiziellen und Reiseveranstalter für die Tauchsicherheit tun könnte. Dann müssen sich nur die Kunden im Klaren sein, daß das sicherlich nicht umsonst sein wird.
offensichtlich möchtest Du es nicht verstehen. Kapitäne in D und in anderen Ländern benötigen für die gewerbliche Bootsfahrt auch nautische Kenntnisse. Auf vielen Booten in Ägypten ist dies nicht der Fall. Ganz zu Schweigen von der Einhaltung internationaler Vorschriften, die auch im Rooten Meer gelten. Z.B. Positionslichter, Beflaggung, Feuerlöscher, Kennzeichnung von Rettungsmitteln, Fluchtwege usw..
Wenn übrigens die ägyptischen Behörden ihre eigenen Vorschriften einhalten lassen würden, wäre die Flotte sicher nicht mal halb so groß.
Gruß
Uwe
Antwort von henri am 14.05.2008 - 12:40 Ich habe das schon verstanden. Auch in Ägypten braucht der "Kapitän" ein Patent. Internationale Vorschriften sind auch nur da gültig, wo sie von den Ländern anerkannt werden. Keine Ahnung, ob Ägypten das gemacht hat. Neben der Gültigkeit ist dann auch die Durchsetzung wichtig. Und da sind dann einige Länder halt anders gestrickt als wir. Bei uns werden Vorschriften von kommunalen und regionalen Behörden erlassen, dazu noch die Länder der Bund und die EU.
Wir sind dann auch noch so gestrickt daß wir diesen ganzen Mumpitz 200% umsetzen, während sich dieübrigen EU-Staaten schlapp lachen. Kann man so machen, man muß sich dann nur nicht wundern, wenn Gesetze Vorschriften und Auflagen dazu führen, daß kein Mensch mehr was bewegen will.
Was man aber nicht machen kann, ist zu erwarten, daß in einem Land wie Ägypten ähnlich gehandelt wird. Ob ich das Gut oder schlecht finde, sei mal außen vor gelassen.
Was ich aber miserabel finde, ich die Art der Berichterstattung. Voller Fehler, polemisch und reißerisch. Das ist unter Bildzeitungsniveau. Da kann man vom WDR getrost mehr erwarten, bei den Gebührensummen, die in die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten fließen. Es gibt ja auch beim WDR Taucher. Vielleicht sollte man die einfach mal fragen. Oder selbst mal einen Tauchschein machen, bevor man solche Reportagen zusammenkritzelt.
im Rahmen dieses Beitrages konnten natürlich längst nicht alle Aspekte eingebunden werden, die in den Interviews mit Kersten und mir thematisiert wurden - man könnte daraus locker auch eine 60-Minuten-Sendung machen.
Nur mal zur Qualifikation der Safariboot-Skipper, vulgo Kapitäne, in Ägypten: Es sind definitiv keine Nautiker im allgemeinen, weltweit anerkannten Sinne. Sie rekrutieren sich oft aus ehemaligen Fischern oder haben sich vom Schiffsjungen oder Koch hochgedient. Ein Nautiker sollte zumindest mit dem auf der Brücke vorhandenen Gerät umgehen können.
Wir haben es auf der Seawolf Soul erlebt, und das war angeblich einer der besten "Kapitäne" der ganzen Küste. Beispiele:
60 Minuten lang Suchkreise gefahren im Wassertiefe 34 - 38 m (laut Digitalanzeige auf dem ansonsten defekten Echographen), um die Hebat Allah zu finden, die auf 50 m liegt.
Später GPS-Daten bekommen, die der Käptn nicht ins Gerät eingeben konnte.
Riesenumweg nach Gota Abu Ramada gefahren, weil irgend jemand Kundiges von diesem Riff aus den Kurs zu den Brothers in die digitale Seekarte eingegeben hat. Neuen Kurs mit Startpunkt Abu Nuhas eingeben überstieg ebenso seine Fähigkeiten wie mein Vorschlag, per Radarpeilung in der Dämmerung die Ostseite von Shedwan mit 0,25 sm zu passieren.
@ Ostseetaucher
Noch ein Tipp:
Wenn alle Gäste an Bord sind, sollte ein ausführliches Schiffsbriefing stattfinden.
Wo finde ich Sauerstoff, Beatmungsmaske und Notfallkoffer? (Zeigen lassen, dass genug Sauerstoff drin ist und auch das Ventil funktioniert)
Wo sind Rettungsinseln, sind sie einsatzklar und mit gültiger Prüfung, wie werden sie aktiviert?
Wo finde ich Schwimmwesten?
Gibt es Brand- und Rauchmelder sowie Feuerlöscher?
Wo ist der Notausschalter für das Bordnetz?
Hat der Maschinenraum eine fernbedienbare CO2-Löschanlage?
Wann war die letzte Analyse der vom Bordkompressor gelieferten Atemluft? (Mal 2 oder 3 willkürlich ausgewählte Flaschen aufdrehen und schnuppern ist auch hilfreich.)
Wer macht während der Tauchgänge der Überwachung von der Oberfläche aus?
Welches Signal gilt bei Abtreiben oder sonstwie bei Hilfefällen?
Sind die Schlauchboote dicht und einsatzklar?
Wenn dann was fehlt, kann es noch vor Auslaufen besorgt werden.
Antwort von boesewicht am 15.05.2008 - 01:12 @D-32
Wegen dem Tipp wegen alles vom Dampfer zeigen ...
Sorry, das macht kaum einer mit ...
Egal ob im Urlaub, oder auf einem Seedampfer zuhause - ich für meine Person will entspannt die Fahrt (soweit es geht) genießen und - wenn im Urlaub - einfach nur Tauchen ...
Was ich def. nicht will - sicherlich massig andere auch - dort ein Schiffspatent machen - für den Kutter sind andere Leute zuständig ...
Ich steig hier ja auch nicht in ein Taxi ein und lasse mir vom Fahrer erst mal alle sicherheitsrelevanten Teile zeigen.
Im Flugzeug spricht auch keiner mit dem Piloten, um sich alle entspr. Sachen zeigen zu lassen ... - und wenn die Bordcrew die Sicherheitshinweise erläutert, dann schaut man meist gelangeilt aus dem Fenster ...
Wenn Crew und Boot keinen vernünftigen Eindruck machen, dann geht man halt nicht auf den Kutter drauf und sucht sich was anderes.
Wer aus Geiz sich so einen Selenklempner aussucht, der ist es einfach selber schuld ...
Antwort von Scubaholly am 15.05.2008 - 06:51 ...da muss ich dem boesewicht Recht geben: als Safariteilnehmer sollte es nicht an mir liegen, dass Boot zu "verstehen"; das liegt ganz allein im Verantwortungsbereich des Reiseveranstalters! Natuerlich sollte sich jeder damit vertraut machen, was er persoenlich in einem Notfall zu leisten vermag und wo Hilfsmittel zu finden sin und wie sie einzusetzen sind. Das kann man auch waehrend der teilweise langen Ueberfahrten noch machen, vorausgesetzt, der Kahn wird nicht schon im Hafen versenkt...
Tropische Gruesse von Siquijor, der mystischsten aller 7.107 Philippineninseln!
es sind leider nicht nur die Seelenkliempner die mangelhafte Sicherheit haben. Auch auf Luxusschiffen fehlen Kennzeichen der Fluchwege, sind Rettungsinseln festgeschraubt usw.
Mit unseren Nachfragen zwingen wir die Veranstalter Druck auf die Eigner auszuüben mehr für die Sicherheit zu machen.
Gruß
Uwe
Antwort von Jörgtaucht am 15.05.2008 - 09:14 Moin,
ich habe mir die Begleittexte auf www.wdr.de (siehe oben) noch einmal genauer durchgelesen, da sind ja wirklich einige "Klopper" drin. Die "Sauerstoffflaschen" wurde mittlerweile korrigiert zu "Pressluftflaschen", aber "Hilfesignal für den Notfall: die rote Taucherrettungsfahne" steht immer noch unter dem Bild, auf dem ein Taucher gerade eine Dekoboje setzt...
Sehr schön ist auch, daß mit der Bildunterschrift "Vorbildlich: Standardausrüstung an Deck eines deutschen Schiffes" das Deck eines Seenotrettungskreuzers gezeigt wird.
Wirklich BILD-Niveau haben auch suggestive Bildunterschriften wie "Festgeschraubte Rettungsinsel?" oder "Veraltete Pressluftflaschen?". Sicherlich sind viele Schiffe im Roten Meer in üblem Zustand, aber ist das jetzt das Niveau des Westdeutschen Rundfunks, auf dem darüber berichtet wird?
Antwort von D-32 am 15.05.2008 - 14:33 @ Jörgtaucht
Zu Bild/Szene mit der Notfallausrüstung auf dem deutschen Seenotkreuzer: Das kam vielleicht nicht so ganz rüber bzw. litt unter der sendezeitbedingten Verkürzung einiger Aspekte. Selbstverständlich sollte zu keinem Zeitpunkt diese Ausstattung, die identisch mit der in einem NAW ist, als beispielgebend für ägyptische Safarischiffe dargestellt werden. Das wäre absoluter Unsinn! Auf dem Rettungskreuzer ist ein Crewmitglied ausgebildeter Settungssanitäter, außerdem soll ein per Heli hinzukommender Notfallarzt sofort alles finden, was er braucht, bis zur Übergabe im Hafen in den NAW mit gleicher Ausstattung. Im Spritzenkoffer sind u. a. Ampullen mit Adrenalin, deren Gabe eindeutig einem Arzt vorbehalten ist.
Es sollte aber gezeigt werden, dass es für eine wirksame SAR-Einheit definitiv nicht damit getan ist, ein 6 m RIB zu haben, in dem sich vielleicht ein Wenollkoffer befindet.
Wir sind uns hoffentlich einig, dass eine nicht einsatzklare Rettungsinsel für die Katz ist (was eine Abnahme- und Zertifizierungsbehörde genau so hätte bemerken müssen wie das auf der Seawolf Soul fehlende Topplicht für Nachtfahrten), und dass in Pressluftflaschen kein öliges Wasser hineingehört!
@ boesewicht
Siehe auch Uwe-Re: Die exemplarisch dargestellte Seawolf Soul wird als 5*-Schiff angeboten und war nagelneu. Und es sollte ja aufgezeigt werden, dass bei dem Mix aus Luxusausstattung bei gleichzeitiger Vernachlässigung von Sicherheitsdetails und ägyptischem Schlendrian bei Bau, Bauüberwachung und Zertifizierung deutliches Misstrauen auch bei neuen 5*-Schiffen angesagt ist.
Abgesehen davon mal folgendes konstruiert: An Bord sind 2 Guides, die sind gerade mit Gruppen unter Wasser. Vier weitere, in HLW etc. gut ausgebildete Taucher sind an Bord - es wird ein Notfall beobachtet. Erst versteht die Besatzung kein Englisch, das Schlauchboot springt nicht an, dann ist das Opfer endlich an Bord, aber das Handrad der O2-Buddel ist festkorrodiert, es wird Werkzeug zum Aufdrehen gesucht, dann wird die Beatmungsmaske im ganzen Schiff gesucht, und schließlich sind in der Buddel nur 20 bar drin. Die Crew hat null Ahnung von gar nichts! Denk dir den Rest!
Wenn ich vor Ablegen gucke, wo was ist, ob es da ist oder fehlt, ob O2 leer ist, kann ich im Notfall sofort helfen.
@ Uwe-Re
Fluchtwege - heißes Thema, gilt für viele Safarischiffe! Wenns am einzigen Niedergang, meist Nähe Maschinenraum, zu den Kabinen brennt, kommt aus den Kabinen meist keiner raus an Deck, weil am bugseitigen Gangende keine Fluchtluke ist.
Man muss diese Safariboote als Mini-Kreuzfahrer sehen, und du hast Recht, dass Druck auf Eigner und Veranstalter ausgeübt werden muss. Wenn ein Tagesboot am local spot brennt oder sinkt, springe ich ins Meer und schwimme an Land. Geht schlecht auf hoher See, also muss ich da Autarkie auch bezüglich Sicherheit fordern und mit dem worst case rechnen, denn dafür bezahle ich. Also weg mit der Luxusinvestition Whirlpool oder DVD/Flatscreen in der Kabine, wenn das Investitionsbudget nicht für alles reicht, und lieber in Nautik und Sicherheit investieren! Und endlich mal abkommen vom aufgeblasenen Fischkutter-Rumpf und hin zu schnittigen seegängigen Stahlrümpfen!
Antwort von abu am 19.05.2008 - 21:04 Hallo Tauchkollegen,
ob nun internationale Vorschriften oder ägyptische Vorschriften, hin oder her.
Alle Schiffsführer, von Safarischiffen auf dem roten Meer die ich kenne sind meist ehemalige Fischer und die- kennen die Gewässer besser als (wenn es ihn dann gibt) jeder 5* Kapitän.
Zu dem Bericht den ich leider nicht gesehen habe, es geht dort um einen Bekannten.
Es sind sehr viele Dinge äusserst schlecht rescherschiert!
Es handelte sich um einen Nachttauchgang bei sehr hohem Wellengang, den man erst garnicht hätte zulassen dürfen.
Der Zielhafen war nicht HRG sondern Marsa Alam uvm.
Es tut mir nur sehr Leid um Christa die Ehefrau des Verunglückten und ich wünsche Ihr auch von hier alles, alles erdenklich Gute.
Liebe Grüße Abu
Antwort von abu am 19.05.2008 - 21:28 Ich habe den Bericht von/mit Dr. Kersten F. gelesen.
Was möchte er eigentlich?
Um zu prüfen, ob Wasser in der Pressluftflasche muss ich alle Luft herraus lassen !!!!!
sollte man nicht machen Herr Dr. das hat man in Ihrer Ausbildung vergessen zu erwähnen.
Das macht mich ehrlich ein wenig sauer, sich über alles mögliche zu beschweren, aber selber Verursacher von Wasser in den Flaschen zu sein!
MfG Abu
Danke für die Bestätigung zu den "Kapitänen". Es ist ja wohl ein Unterschied, ob man mit einem kleinen Fischerboot bei Tageslicht zwischen den Riffen rumtuckert oder auch mal nachts Langfahrt mit einem 35-m-Safarischiff auf einer Brücke mit allerhand Elektronik macht. Schon das Sprachproblem: Wenn der kein Englisch kann, ist im Notfall weder über Seefunk noch mit den Gästen an Bord (und nichtägyptischen Guides) eine Kommunikation möglich. Das ist übrigens auch in der Handelsschiffahrt oft ein Problem: Kapitän ist Deutscher/Engländer/Niederländer, die Deckscrew bunt zusammengewürfelt aus indischen/philippinischen/... Dörfern, spricht/versteht kein Englisch und demzufolge auch nicht die Anweisungen der Offiziere.
Abgesehen davon braucht man keine Fischer-Revierkenntnis. Man kann sich im Kartenplotter sämtliche Tauchspots eintragen und fährt nach GPS-Daten, bei Langschlägen idealerweise mit Autopilot. Dazu ein Radar mit ARPA und fertig. Aber ex Fischer und Elektronik verstehen und bedienen geht wohl kaum zusammen.
Ganz was anderes noch zur Sendung:
Absolut peinlich war ja die Sache mit dem Maulkorb, den der Buddy des Veruglückten bekam - und zwar nicht vom Veranstalter, sondern von seinem Tauchverein, der das Schiff gebucht hatte, um "das Ansehen des Vereins nicht zu schädigen".
Du warst nicht dabei. Das Wasser kam aus den Flaschen heraus, als wir sie mit noch 40 - 50 bar Restdruck auf den Kopf stellten und öffneten! Vielleicht wird dir nun klar, dass es nicht um in paar Tropfen geht, sondern um geschätzte 60 - 80 Milliliter.
Kerste F. ist ein hochqualifizierter Tauchmediziner und TL. Außerdem waren damals zwei wirklich hochkarätige Fachleute für Druckluft und Tauchgeräte an Bord, die haarklein analysierten, warum Wasser und Öldämpfe in die Flaschen kamen.
Und hör bloß auf mit dem Wandermärchen, dass in restentleerte Flaschen Wasser reinkommt! Rechne mal mit Boyle-Mariotte für Restdruck 5 bar und Umgebungsdruck 6 bar und sag mir, ob der Taucher die Flasche wohl noch zur Füllstation zurückbringen kann. Außerdem: Was macht man wohl beim Flaschen-TÜV?
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