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Verständnisproblem >>> Logbuch
Abgesandt von Tony am 07.09.2004 - 00:35:

Hallo zusammen,

verstehe ich da was nich richtig, oder ist es tatsächlich so, dass das Logbuch eigentlich - außer vielleicht zur Eigendokumentation - nicht viel taugt?

Was ich meine ...

Ich (0 TG) und meine Frau (0 TG) haben eben den OWD gemacht. Jetzt haben wir uns für unseren ersten Tauchurlaub bei unserer Tauchschule angemeldet, da wir hier die Gewissheit haben mit einem (unserem) Tauchlehrer abtauchen zu können.

Bis dahin ist es noch gut 4 Monate hin! Also nutzen wir die Zeit um ein wenig mit den Jungs und Mädels aus der o.a. Tauchschule am Bodensee und Urisee abzutauchen. Wir werden dann wohl so 20 TG haben, bis wir dann in Egypten auf der Tauchsafari dabei sind ... Als ich jetzt aber mal so in den Urlaubsprosekten rumgetöbert habe, viel mir auf, dass bei vielen Safaris min. 30 TG verlangt werden.

Aber wenn ich doch will kann ich mir eben diese TG jederzeit selber (Buddy) eintragen!? Was ich meine, ist ... an jedem Wochenende 2 TG und schon ist das Ding voll *grrrr* Wie soll ich mich dann aber auf den Tauchpartner verlassen können, wenn es nicht gerade meine Frau ist? Kann ich mich denn überhaupt bei fremden Buddys sicher sein, ob die auch die Anzahl der TG (Erfahrung) haben, oder nicht? Wird dann die Pflicht eine bestimmte Anzahl an TG zu haben nicht ad absurdum geführt?

Liebe Grüße
Tony

PS: Klasse Seite



Antwort von Doris Registriertes Mitglied am 07.09.2004 - 07:33
Hallo Tony,

Ja, es ist einfach ein Logbuch zu fälschen, aber da niemend etwas davon hat kommt es auch kaum vor. Was nutzt es 100 Tauchgänge eingetragen zu haben wenn man nicht tauchen kann. Das fällt auf.
Ich würde an Deiner Stelle chronische Angeber meiden, damit solltest Du auf der sicheren Seite stehen.
Wenn Du/ihr vorhabt eine Safari mitzumachen würde ich das mit dem Veranstalter vor Ort besprechen.
20 Tauchgänge in heimischen Gewässern bringen auf jeden Fall mehr Sicherheit und Erfahrung als 40 begleiteten Ägyptentauchgänge.

Gruß, Doris
Antwort von Bert Rudeck Registriertes Mitglied am 07.09.2004 - 07:35
Du hast es genau erkannt. Bei der Fälschung von Logbucheinträgen aber unbedingt auf eine gewisse Authentizität achten. Also unterschiedliche Kugelschreiber, Wasserflecken, Stempel verwischen, usw.
Falls Dein Logbuch überzeugend wirkt, dann musst Du vielleicht nicht einmal einen Checkdive machen.

Gruß, Bert
Antwort von Doris Registriertes Mitglied am 07.09.2004 - 07:45
Hey Bert,
das sind Anfänger. Willst Du, dass die in der Zink-Kiste zurückfliegen?
Antwort von Doris Registriertes Mitglied am 07.09.2004 - 08:05
Tony, ich habe noch mal nachgelesen.
Da euer Tauchlehrer anscheinend mitkommt würde ich mir erst recht keine Gedanken über Mindesttauchgänge machen und auf keinen Fall das Logbuch fälschen.

Im übrigen meine ich aus Berts Beitrag einen gewissen schwarzen Humor herauszulesen.

Sorry Bert, mein Hirn kommt morgens oft noch nicht so mit.

Doris
Antwort von scuba_steffi Registriertes Mitglied am 07.09.2004 - 08:12
Eine Frage hätte ich da aber schon
Wie kann man den OWD mit 0 Tauchgängen machen?
Wer sein Logbuch fälscht, betrügt sich ja auch nur selber.

Steffi
Antwort von Soni Registriertes Mitglied am 07.09.2004 - 08:16
Wenn du dein Logbuch "faelschst", betruegst du nur dich selbst.
Und glaube mir, als erfahrener Taucher(-lehrer) kann man viel aus einem Logbuch (aus der Gesamtheit) lesen.
Ob du jetzt 20 oder 30 oder 70 Tauchgaenge hast ist letztendlich egal. Das Profil ist interessant.
Antwort von SumSumSum am 07.09.2004 - 08:27
@Doris
"20 Tauchgänge in heimischen Gewässern bringen auf jeden Fall mehr Sicherheit und Erfahrung als 40 begleiteten Ägyptentauchgänge" ist zu pauschal, liegt auch das an "... mein Hirn kommt morgens ...." ??

Du wirst doch wohl die Unterschiede zwischen heimisch (überwiegend wohl irgendwelche See`n) und Meer (hier rotes) ausser acht gelassen haben.
Ich habe schon öfter reine Seetaucher beim ersten Begegnen mit "Driftdiving" etwas verwirrt und ziemlich unsicher gesehen.
@Tony
mmmh, OWD gemacht, und immer noch 0 Tauchgänge??
Trollich!
Aber:
Wenn Du(ihr) wollt, könnt ihr jede Woche "Logbuchtümpeln" schreiben, wird vermutlich bis zum ersten Tg auch plausibel sein, Ehepaar halt!
Für eventuelles Tauchen mit fremden Buddy`s:
Logbuch auf offensichtliches prüfen (s. Bert Rudeck), und drauf achten, was ausser Blabla an praktischem Wissen rüberkommt. (Dafür brauchst Du allerdings auch erst mal eigenes !!)
Antwort von Doris Registriertes Mitglied am 07.09.2004 - 08:38
@sumsumsum

Ich meinte mit heimisch: Dreckloch, kalt und dunkel
und mit Ägypten: warm, hell, freundlich, keine Stömung und keine Drop offs (beginnertauglich also). Mit ca 20 TG´s würde ich jedenfalls niemandem zu saftigen Stömungstauchgängen raten und bei Steilwänden sollte auch noch etwas respekt geboten sein.
Ob das in der Praxis auch so gehandhabt wird kann ich allerdings nicht beurteilen, ich weiss jedoch, dass man mit Geld vieles kaufen kann.
Antwort von MartinH am 07.09.2004 - 08:46
Hallo
@Doris & Bert: Bert`s Aussage war wohl eher dahingehend zu werten, dass Tony selbst auf diese Merkmale achten soll, wenn er mal ein fremdes Logbuch in die Finger bekommt. Das sollte wohl keine Anleitung zum Fälschen sein.

@scuba_steffi: Kommt darauf an, wie man zählt. Ehrlicherweise sollte man die AusbildungsTG nicht als echte TG zählen. So kann es sein, dass man zwar schon ein paar mal im Wasser war, aber sein Logbuch trotzdem bei Null zu zählen beginn. Ich weiss, es wird oft auch anders gehandhabt.

@Tony: Ja, das Logbuch heißt nicht umsonst auch "Lügenbuch" Ich habe allerdings die Erfahrung gemacht, dass sich die wenigsten Basen überhaupt die Mühe machen, das Logbuch an zu schauen. Wenn überhaupt wird es genutzt um sich einen Eindruck über die Tauchgewohnheiten des Tauchers zu machen. Bei "Frischlingen" <50TG wird meist eh ein Checktauchgang der Basen vorgeschlagen / vorgeschrieben, damit sich die Basis einen Eindruck vom Taucher machen kann. Meist ist dann dieser TG das Bewertungskriterium, nicht die Anzahl der TG (und / oder das Brevet).
Logbuch fälschen ist also völlig unsinnig und lohnt nicht mal die Mühe.
Ehrlich währt am längsten, auch bei der Logbuchschreiberei.

Grüße

Martin.
Antwort von Weltenbummler Registriertes Mitglied am 07.09.2004 - 09:15
Hi,

Mit 20TG im Süsswasser auf Tauchsafari!?!?!?!
Schon wieder welche, die die Riffe kaputt machen wollen - grrrr.
Man sollte die Teilnahme für Safaris auf mindestens 30 Meerestauchgänge setzen.

Gruß
Norbert
Antwort von Katrin am 07.09.2004 - 09:19
Hi Tony

Letztes Jahr hatte ich genau das gleiche Problem- und es war auch noch eine Brothers- Tour.
Wir waren einige CMAS T*ler mit ca. 30-50 TGs (Brothers = > 50). Etwas komisch war mir schon.
Also: insistiere drauf (falls nötig), dass auf Dir heikel erscheinende TGs der TL oder Diveguide mit Euch mitkommt. Sag dem Diveguide auf dem Boot was Sache ist- wenn es ein seriöses Unternehmen ist wird er (nicht Dein TL) schauen, was Du kannst und Dir sagen, ob Du einen TG mitmachen kannst oder nicht. Verzichte lieber drauf, wenn z.B. extreme Bedingungen herrschen (sehr starke oder unvorhersehbare Strömung), TGs auf 40m etc.
Das war bei mir top und ich hatte einen unvergesslichen Urlaub.

Viel Spass beim Tauchen
Katrin
Antwort von Scott Registriertes Mitglied am 07.09.2004 - 09:27
@Weltenbummler

aha, 30 MeeresTG reichen also - bist Du ein Zahlenjongleur oder wie kommst Du auf diese Zahl ?
Antwort von blubber_baer Registriertes Mitglied am 07.09.2004 - 09:47
Hi Toni,

also, eigentlich gehört zu einem echten Logbucheintrag nicht nur die Unterschrift des Buddies, sondern auch der Stempel der Tauchbasis. Problematisch ist es nur, wenn Du in heimischen Landen an einem See tauchst, der keine Basis hat.

Falls jemand sich 100 TG aufschreibt, aber nur 15 TG hat, so fällt dies einem guten Guide auch auf, sofern Du nicht ein absolutes Naturtalent bist.

Als Frischling auf eine Tauchsafari, davon bin ich nicht begeistert, oftmals sind die Leute damit dann doch etwas überfordert und können den Urlaub dann nicht so genießen, wie es zu wünschen wäre. Ich drücke euch aber die Daumen, dass es bei euch alles passt.

Wenn Du aber prüfen willst, ob die Logbucheinträge eines fremden Buddies stimmen, dann wird es schwer. Basenstempel helfen ein Stück weiter, gut auch, wenn diese von verschiedenen Orten und ggf. auch Ländern sind. Dann bestehen weniger Möglichkeiten, dass diese "Gefälscht" wurden. Oftmals liegen die Stempel in den Basen einfach so rum und Du kannst Dir 50 TG abstempeln, leider.

Vielleicht gibt auch die Anzahl unterschiedlicher Buddies Auskunft über das Tauchverhalten und ggf. auch die Brevets. Wer 1998 mit dem tauchen begonnen hat, 2001 seine nächste Ausbildungsstufe absolvierte und vielleicht 2003 noch etwas gemacht hat, wird kaum noch TGs dazuschummeln müssen. Das Datum der Brevets ist somit ein guter Anhaltspunkt. Grad mit dem tauchen begonnen und 100 TG gemacht, das würde mich misstrauisch machen.

Viel Spaß euch beiden beim tauchen und auch auf der Safari

blubber_baer

P.S.: Bei uns werden die Ausbildungs-TG auch ins Logbuch eingetragen, somit starten bei uns die Schüler mit ca. 4-5 TG (Als Ausbildungs-TG gekennzeichnet).
Antwort von Tony am 07.09.2004 - 10:06
Hallo zusammen,

erst einmal herzlichen Dank für die bisherigen Antworten.

Aber vermutlich habe ich mich missverständlich ausgedrückt ...

Ich meinte nicht (!) das ich/wir das Logbuch fälschen wollen, sondern ich auf Grund der (scheinbaren) Leichtigkeit dies zu tun, nicht sicher bin, ob der Buddy auch wirklich die Erfahrung hat, die er vorgibt. Und das ist mir halt sehr wichtig. Schließlich will ich/wir ja auch mal mit jemanden anders Tauchen.

Also bei meiner Frau (oder anders herum) bin ich ja sicher, dass Sie (ich) im Laufe der Zeit die Erfahrung ansammelt, aber bei einem Fremden!? Ich hatte eben befürchtet, dass hier auf Grund der Vorgaben (min. x TG) der eine oder andere einfach mit einem gefälschten Logbuch herumreist.

Ein Teil der Hinweise allerdings helfen mir schon weiter. Denoch fände ich es besser, wenn man sich (weiss im Moment auch nicht wie) eine nachvollziehbare Bestätigung der TG eintragen lassen müsste (zumindest für die TG, die dann als Referenz dienen sollen). Schließlich begebe ich mich ja ein Stück in dessen Hände (Erfahrung).

Zum Themea 0 TG = OWD:

Natürlich haben wir unsere Pflicht-Freiwasser-TG gemacht (Bodensee). Aber zählen tue ich die nicht ernsthaft als TG. Also = 0

Zum Thema Troll:

Naja, es soll ja Taucher geben, die zählen die Zeit im Mutterbauch auch schon als TG. Denkt mal darüber nach, ob der eine oder andere sich nicht ein wenig überheblich zeigt. Schließlich war neben der Faszination für die Unterwasserwelt auch der Gemeinschaftsinn bei Tauchern (hört man zumindest gelegentlich) einer der Gründe damit anzufangen. Da kann nicht jeder gleich zu Beginn, ein Unterwasserexperte sein, oder?

Und pauschale Rundumschläge, wie: "Mit 20TG im Süsswasser auf Tauchsafari!?!?!?!

Schon wieder welche, die die Riffe kaputt machen wollen - grrrr."

Sind nicht nur wenig hilfreich, sondern schon eine typische Vorverurteilung ohne Kenntniss der Person. Wenn Du Dir die Zeit genommen hättest das geschriebene mal durch den Kopf gehen zu lassen, hättest Du vielleicht begriffen, warum wir mit unserer Tauchschule und uns vertrauten Personen auf Safari gehen ... und nicht das sicherlich kostengünstigere Angebot vor Ort buchen - Eben weil mir die Unterwasserwelt sehr am Herzen liegt, wollen wir mit unserem Tauchlehrer abtauchen ... und das sollte IMHO die beste Vorraussetzung für den Schutz der Riffe sein, oder?

Servus Tony

Antwort von Tony am 07.09.2004 - 10:12
@ Bert Rudeck u.a.

Danke Bert, das werde ich machen ...

Servus Tony
Antwort von Susanne am 07.09.2004 - 10:16
Warum erwähnt denn keiner, wie wichtig das Dekobier nach dem Logbuch fälschen ist......
Antwort von Tony am 07.09.2004 - 10:29
@ blubber_baer

Ok, dein Hinweis mit der Freude auf dem Boot liegt mir etwas im Magen - da nicht ohne. Wir dachten eben, dass wir da etwas besser aufgehoben wären. Der Grund ist relativ einfach ...

Wir waren dieses Jahr wieder in Egypten und konnten mit einem Tauchboot als Schnorchler mitkommen. Da die Tagesfahrt nach Giftun gemacht wurde und wir das schon aus Jahren zuvor kannten (Massenschnorchneln ohne Rücksicht), dachte ich mir hier besser aufgehoben zu sein. Genau das traf aber nicht zu. Die Guides waren nicht sonderlich darauf bedacht, was die Taucher auf dem Boot (oder im Wasser) machen. Mehr oder weniger waren die sich selber überlassen - Soweit so gut, dachte ich. Als ich dann aber erfuhr das zwei Taucher aus Italien und einer aus England das letzte Mal vor mehr als vier Jahren beim Tauchen waren, kam mir die Idee mit der Safari bei unserer Tauchschule. Hier weiss mal halt um unsere (geringen) Fertigkeiten. Es ist halt schwierig sich für die richtige Methode zu entscheiden ...

Auf der einen Seite kenne ich die Jungs auf Grund der Ausbildung -> Und die gehen halt nur, wenn dann - eben auf 1-wöchige Safari, auf der anderen Seite bleibt mir ja nur vor Ort einzelne Tauchgänge zu machen. Hier habe ich aber die Befürchtung, dass man sich nicht intensiv um die Gäste kümmert (Fehleranalyse, Betreuung, bekannte Standards usw.).

Mal sehen wo das noch hinführt Wir werden auf jedenfall erst mal hier in Deutschland und Österreich an Erfahrung gewinnen und dann uns vorsichtig herantasten.

Servus Tony
Antwort von Tony am 07.09.2004 - 10:40
@ Katrin

Hi Katrin,

kannst Du uns einen Tipp (Adresse) geben? Hört sich gut an

Gerne auch per Mail: anton.k106_et_web.de (_et_ = @).

Schon mal Danke

PS: Gibt es eigentlich einen typischen Tauchergruss, ala "Hals und Beinbruch"!?
Antwort von blubber_baer Registriertes Mitglied am 07.09.2004 - 10:49
Hi Toni,

Deine Argumente sind nachvollziehbar und in meinen Augen auch vernünftig. Mit der richtigen Truppe werdet ihr auch schon euren Spaß haben, auch als "Frischlinge" .

Mit der Basis, auf der ihr Schnorcheln wart, habt ihr vermutlich einen Bock geschossen, es gibt auch viele gute Basen, die auf ihre Kunden achten und auch entsprechend betreuen.

Safaga wäre für die Zukunft vielleicht solch ein Ziel, habe dort bisher viele gute Erfahrungen gemacht.
Antwort von Gregor am 07.09.2004 - 10:59
Wenn eine Mindestanzahl geloggter TG verlangt wird, wird automatisch das Logbuch gefälscht, ist ja logisch weil so einfach.
Antwort von Doris Registriertes Mitglied am 07.09.2004 - 11:13
Leider, lieber Gregor, denn das Zeigt wieder einmal wie degeneriert die zivilisierte Menschheit mittlerweile ist.

Wieso muss alles um jeden Preis sofort erlebt werden, schnell tauchen anfangen, schnell alles gesehen haben (dabei schnell viel zerstören) und schnell ein neues aufregenderes Hobby draufsetzen, und dann noch eins und noch eins...

Ich finde das mit den Mindest TG´s sinnig, zumindest als Anhaltswert, die andere Alternative wäre Tonis Safari mit dem eigenen Tauchlehrer.

Ich würge mich jedenfalls sauber bedanken wenn irgend so ein dahergelaufenes Anfängerlein mit seinem gefälschten Logbuch mir eine teuer bezahlte Safari kaputt macht.

Gedult, Aufrichtigkeit und Ehrlichkeit kennen aber leider heute viele nur noch aus Märchenbüchern. Schade

So, das musste jetzt mal raus.
Dieser Beitrag richtet sich nicht gegen Gregor, er war nur der Auslöser.

Gruß, Doris


Antwort von Tony am 07.09.2004 - 11:22
@ blubber_baer

Nun in dem Fall war es die Basis am Melia Pharao bei Hurghada. Ok, ich weiss nicht ob das immer so ist - bleibt zu hoffen, dass es eine Ausnahme war. Ich kann halt nur von diesem Tag berichten.

-------

Habe eben die Seite "Buddyhomepages" hier bei Taucher.net endeckt. Nun, das scheint mir ein Ansatz zu sein. Vielleicht ist die Idee einen potenziellen Buddy vorher kennen zu lernen gar nicht mal so schlecht

Auf jeden Fall genug Lesestoff für heute Abend

Servus Tony
Antwort von Linuskoeln Registriertes Mitglied am 07.09.2004 - 11:56
Bin ja richtig erstaunt - eine lange Diskussion ohne persönliche Anfeindungen, löblich

Ansonsten steht ja schon alles wichtige hier: Urlaubstauchgänge immer mit Basenstempel, in Deutschland nicht immer möglich.

Bei Anfängern mit 10TG, die sich auf 50TG "hochschummeln", würde das wohl meistens auffallen (immerhin eine verfünffachung der realen TG), bei Erfahrenen nicht, aber da macht die "Schummelei" ja auch keinen Sinn mehr

Was die nötige Anzahl der Tauchgänge bei Safari´s angeht, da sind Pauschalaussagen ala "30 MeeresTG" absoluter Blödsinn, das hängt von vielen Faktoren ab: Anzahl TG insgesamt/Anzahl TG in dem entsprechendem Gebiet/Anzahl TG in der letzten Zeit/persönliches Talent/Ausbildung etc., etc.

Wenn Du Lust auf Safari hast und Dich sicher genug fühlst, dann mach eine - wirst viel lernen und sicher Spass haben
Es muss ja am Anfang nicht direkt eine mit Strömung wie Sau/Dropp offs etc. sein...

Aber wenn sich jemand am Anfang schon Gedanken macht wie Du, Tony, dann ist es auf alle Fälle schon mal ein gutes Zeichen

Viel Spass,

Linus

Antwort von Tony am 07.09.2004 - 12:27
Wieso muss alles um jeden Preis sofort erlebt werden, schnell tauchen anfangen, schnell alles gesehen haben (dabei schnell viel zerstören) und schnell ein neues aufregenderes Hobby draufsetzen, und dann noch eins und noch eins...

-> Vermutlich aus Egoismus, Überheblichkeit, Selbsüberschätzung und und und.

Ich finde das mit den Mindest TG´s sinnig, zumindest als Anhaltswert, die andere Alternative wäre Tonis Safari mit dem eigenen Tauchlehrer.

-> Ja Doris, nur liegt ja darin offensichtlich das Manko. Die verlangten Mindest-TG werden bei Personen, die Du oben ja vortrefflich beschrieben hast vermutlich am ehesten gefälscht --> Ich muss da unbedingt mit --> und was Interessiert mich das Geschwätzt der anderen ...

Die Tipps bezgl. Profil und verschiedener Hinweise wie man ein gefälschtes Logbuch erkennt helfen hier sicher weiter - und im Zweifel lasse ich es lieber. Aber sind wir mal ehrlich ...

In der Praxis sieht es womöglich doch so aus:

Ich bin auf dem Tauchboot (Tagesausflug). Meine Frau (oder Bekannter) hat eben mal keine Lust den zweiten TG zu tauchen. Und schon geht es los (!).

Wer will den schon den Stress mit dem anderen Gast -> Zeig mal dein Logbuch! Kannste wirklich gut Tauchen? Hmmmm, sieht aber nicht so sauber aus, deine Einträge! Sind die gefälscht?

Schon ist der Ärger da. Der will nicht mehr mit mir Tauchen, die anderen halten dich womöglich für einen Wichtigtuer (was dazu führen könnte, dass man lieber nicht nachfrägt) und wo bleibt da noch die Sicherheit? Der Anbieter, der ist natürlich außen vor. Die verlangten TG sind ja da - ob gefälscht oder nicht, wer weiss das schon so genau. Und die Unschuldsvermutung dürfte ja auch im Ausland gelten.

Checktauchgang? OK! Dann aber doch generell für alle, oder? Auch hier mal ehrlich ... Wer sich zu den Profis zählt, dem wird das u.U. auch lästig.

Und wie sollen den zwei Guides (vielleicht drei) alle Gäste in der Kürze einem Check unterziehen!?

Ich weiß nicht, ich habe da als Anfänger sicher nicht den absoluten Durchblick. Will auch nicht einfach des Rumnörgelns wegen das Thema diskutieren, aber hier sollte doch eine bessere Lösung möglich sein. Ich will mir einfach nicht eingestehen, das der (vor allem hier) anwesende Taucher diesen Umstand akzeptiert.

Nein, ich schreie jetzt nicht nach der absoluten Kontrolle Das alleine wird so manchen Gast aus dem Ausland auch nicht wirklich interessieren, was da womöglich der (typisch) Deutsche da so für Vorstellungen hat. Aber bei einem so großen Laden wie PADI (oder andere) wundere ich mich schon das dieses Thema so vernachlässigt wird. Vielleicht sehe ich das Ganze ja aber einfach nur zu eng!?

Servus Tony
Antwort von Soni Registriertes Mitglied am 07.09.2004 - 12:59
"... Die verlangten TG sind ja da - ob gefälscht oder nicht, wer weiss das schon so genau ..."

Man sieht`s, und hoert`s. Wie die Leute auf`s Boot kommen, worueber sie beim Essen reden, wie sie sich aufroedeln ...
Antwort von Cuthalion Registriertes Mitglied am 07.09.2004 - 13:02
Hai,

1. Buddys: das mit fremden Buddys ist immer so eine Geschichte. Im Normalfall läuft es so, daß sich der Guide bei leichteren Tauchgängen einen erfahrenen Taucher schnappt und ihm den weniger erfahrenen an die Hand gibt. Ein unerfahrener Tauchgast hingegen wird vom guten guide selbst betreut. und bei schwierigen TGs (tiefer, etwas besonderses o.ä.) ebenfalls.
Du mußt dann bei deinem buddy halt ein bißchen beim Anzihen mit drauf achten. Kennt er sich aus? Weiß er wie und wo was ist? ist es die eigenen Ausrüstungo der geliehen? Ist sie ungetaucht oder benutzt?
und selbstverständlich soltlest du mit dem Buddy reden. Ich sage immer, daß ich soundsoviele tauchgänge habe, mich eigentlich ganz gut zurechtfinde aber viel Luft brauche, was ja alles stimmt. Wenn du selbst nicht angibts sondern offensichtlich ehrlich bist fällt es jedem anderen auch leichter ehrlich zu sein.
Mir macht es nichts aus mit weniger Erfahrenen zu tauchen, ging mir ja lange genug selbst so. (vor allem im verein, wenn deine Buddys immer ein paar hundert TG mehr haben)Und wenn der Buddy dabei bleibt wird es ihm im nächsten oder übernächsten Jahr auch so gehen.

2. Checktauchgang.
Die meisten Basen machen ihn formal, wenn du auf der selben Basis schon mal warst, dann gucken sie weniger kritisch. Und wegen dem Blei mußt du ihn eh machen.
Lustige Übungen gibt es in den wenigsten Basen

CU
Antwort von Cuthalion Registriertes Mitglied am 07.09.2004 - 13:06
Und wieder was vergessen:
3. logbuch/Lügbuch
das sieht man sich normalerweise erst beim Dekobier auf der Basis an. Und da ist man dann immer wieder errstaunt, wer wieviel TGs hat. Das schätzt man auf dem Boot häufig falsch ein
und dann kann man toll rumstempeln und Stempel zeigen

CU
Antwort von gunther Registriertes Mitglied am 07.09.2004 - 13:33
Zurück zum anfang

@ Toni,

dsa Logbuch ist ein Indikator, dazu kommen noch viele andere die mir verraten ob mein buddy erfahren ist oder nervös u.ä. z.B. wie er sich anrödelt usw., sollte ich da erheblich Deifferenzen orten, dann geh ich vom ungünstigsten Zenario aus und lass mich Stückweise gerne vom Besseren belehren.

Generell habe ich bei einem für mich neuen Buddy erstmal alle Lampen auf rot.

Das Logbuch ist wirklich mit Vorsicht zu genießen

Gunther
Antwort von Tony am 07.09.2004 - 13:47
@Gunther u.a.

Hmmmm, also mir haben die Meinungen von Euch schon ein Stück weitergeholfen - Danke.

Was ich zusammenfassend verstanden habe:

- Logbuch ist nur ein (kleines) Indiz für einen (guten) Taucher
- Das Vorhandensein von TG`s darf nicht dazu führen, sein Hirn abzustellen
- Ein vernünftiger Buddy versteht die Frage durch einen Anfängers "nicht falsch"

... und natürlich das es richtig war hier zu posten. Denn (!) Ich bin zumindest nicht mehr sooo verunsichert

Grüßle Tony
Antwort von 21% Registriertes Mitglied am 07.09.2004 - 13:56
Ich habe nun dies eDiskussion verfolgt und möchte nun noch meine Meinung loswerden.

LOG=Lügen ohne Grenzen - wenn es jemand so haben will bitte, ist aber nicht der Sinn der Sache.

Wieviele Taucher ihr Logbuch künstlich aufgewertet haben weiß ich nicht, da mir so etwas noch nie ersichtlich gewesen ist. Es kann jedoch daran liegen, daß ich meine Buddies kenne. Dies ist auch der entscheidene Punkt am ganzen Tauchen. Ich persönlich finde TG entspannter und schöner, wenn ich meinen Buddy kenne und mich auch auf ihn verlassen kann.
Wenn ich mit Neulingen/ neuen Buddies tauche, muß ich sagen, daß diese TG nicht so entspannend sind, da ich einfach stets die neuen Partner im Auge habe. Hab meinen altbekannten Buddy zwar auch immer im Blick, jedoch ist es eben etwas anderes... . Bin nun etwas abgeschweift.

Für mich persönlich zählt ein Logbuch oder ein Brevet nicht sehr viel. Ich bin der Meinung, daß man bereits beim Anlgegen der Ausrüstung sehen kann, ob jemand Erfahrung hat oder nicht, weiter kann man dies auf dem Weg zum Wasser beobachten, beim Flossenanziehen, beim Abtauchen,... . Wenn es da hapert und der Partner erzählte mir vor dem TG, daß er sein zigstes Brevet hat und schon xxx TG, dann hab` ich es geschnallt und mach eben einen easy TG und war mit dem das letzte Mal tauchen - wenn er gemogelt hat.

Generell finde ich, dass ein Logbuch eine nette Sache ist und beim Plausch nach dem TG (Tauchgangsnachbesprechung oder wie auch immer) kann ich dann bei einem Bierchen oder mit einer Pulle Cola-Mix das Heftchen auch ausfüllen und mich evtl. über einen netten Stempel erfreuen oder auch mal etwas lernen, wenn ich einen Fisch nciht gekannt habe... .

Also noch viel Spaß beim Tauchen
Antwort von Doris Registriertes Mitglied am 07.09.2004 - 14:00
Ich freu mich schon daen ganzen Tag, denn heute ist ein harmonischer, friedlicher Tag.

Dank an alle Beteiligten
Antwort von Luftblase Registriertes Mitglied am 07.09.2004 - 14:09
@tony

..und ein vernünftiger Tauchpartner sperrt sich erst recht nicht gegen ein ausgiebiges Briefing, bei dem alle anstehenden Details besprochen werden können. Wenn doch, lass ihn alleine tauchen

Apropos: ein Tauchergruss wäre "Gut Luft".

Die wünsche ich dir und natürlich eine tolle Safari. (Neid)
Antwort von blubber_baer Registriertes Mitglied am 07.09.2004 - 14:10
So Toni,

hast hier jetzt wirklich super Infos bekommen, ohne Hetzte oder ähnliches, klasse an alle !!!

Ein Wasserdichtes System zur Logbuchführung wird es nicht geben, egal, was man auch einführt. Und man sollte die deutsche Regelungswut nicht übertreiben (geht nicht gegen dich, eher allgemein betrachtet).

Um auch ein wenig vom Logbuch weg zu kommen: Es gibt auch Taucher, die haben 100 echte TG im Logbuch und tauchen schlechter als jeder Anfänger. Einen Taucher wirst Du letztendlich erst beim tauchen beurteilen können. Einige Anhaltspunkte (s.o.) gibt es halt schon vorher.

Oder wie Grönemeyer sagt: "ne Garantie gibt Dir keiner..." Ich liebe deutsche Philosophen
Antwort von Luftblase Registriertes Mitglied am 07.09.2004 - 14:12
@blubber bear

war das mit der Garantie nicht Westernhagen??
Antwort von Tony am 07.09.2004 - 14:21
@blubber_baer

Und man sollte die deutsche Regelungswut nicht übertreiben (geht nicht gegen dich, eher allgemein betrachtet).

--> Ne Du das passt schon

cu
Antwort von Bert Rudeck Registriertes Mitglied am 07.09.2004 - 14:56
@blubber_baer

Du schriebst weiter oben: "also, eigentlich gehört zu einem echten Logbucheintrag nicht nur die Unterschrift des Buddies, sondern auch der Stempel der Tauchbasis"
Abgesehen davon, dass gerade erfahrene Taucher häufig selbständig, also ohne Betreuung einer Basis, tauchen. Berücksichtigt diese Variante nicht, dass die meisten Basen ihre Stempel jedermann zur freien Verfügung stellen. Meist steht eine Plastikschale auf dem Tisch aus der man sich den gewünschten Stempel herausnimmt. Die Eintragungen, die man gemacht hat und damit abstempelt, prüft niemand.
Gruß, Bert
Antwort von blubber_baer Registriertes Mitglied am 07.09.2004 - 15:37
Stimmt Bert, hatte ich ja auch extra darauf hingewiesen

@ luftblase: Muss noch an meiner kulturellen Bildung feilen
Antwort von Mischa Registriertes Mitglied am 07.09.2004 - 15:40
Zitat Blubber_Baer: "also, eigentlich gehört zu einem echten Logbucheintrag nicht nur die Unterschrift des Buddies, sondern auch der Stempel der Tauchbasis."



Was tust Du mir an? Rund 95% meiner Tauchgänge mache ich ohne Tauchbasis. Muss ich die jetzt alle streichen? Bin ich unglaubwürdig?
Antwort von Doris Registriertes Mitglied am 07.09.2004 - 15:42
Und was soll Ich jetzt erst machen?

Ich tauch auch immerwieder alleine, da habe ich nicht einmal einen Buddy zum únterschreiben?
Antwort von Doris Registriertes Mitglied am 07.09.2004 - 15:44
Mein lieber Herr Gesangsverein, ist das ein geheule in den letzten Beiträgen
Antwort von Mischa Registriertes Mitglied am 07.09.2004 - 15:44
Doris, lass uns im Tränenmeer abtauchen. Diesen Tauchgang können wir uns dann zumindest gegenseitig unterschreiben
Antwort von Doris Registriertes Mitglied am 07.09.2004 - 15:46
Tränenmeer ist gut, das ist salzig.
Im Salzwasser ist gute Sicht und viel Fisch, außerdem Korallen und anderes Kleinzeug
Antwort von Janny Registriertes Mitglied am 07.09.2004 - 16:06
@Doris und Mischa
nehmt ihr mich mit, hab auch selten nen Buddy
BITTE
Antwort von Doris Registriertes Mitglied am 07.09.2004 - 16:09
Wer möchte noch in den See heulen?

Das wird ja ein Becken von der Größe des Mittelmeeres
Antwort von Mischa Registriertes Mitglied am 07.09.2004 - 16:18
...und irgendwann eröffnen wir am Tränenmeer eine Tauchbasis. Dann wird aber gestempelt, was das Zeug hält!

@Janny, bist herzlich willkommen in der Kaste der Tauchbasis-Stempellosen.
Antwort von hket Registriertes Mitglied am 07.09.2004 - 16:23
ein lustiges Indiz für die Taucherfahrung ist der Moment wo es ans "Blei fassen" geht - zumindest auf dem Boot. Schon beim Schätzen wie schwer die einzelnen Stücke sind stellt sich schnell raus, ob die 100 TG echt sind.

Helmut
Antwort von Doris Registriertes Mitglied am 07.09.2004 - 16:30
Sogar schon früher Helmut.
21 hats schon geschrieben. Wenn sich jemand ein bis zwei mal pro Woche in die Pelle quält dann sieht das einfach aus. Wenn jemand überhaupt erst fünf mal dringesteckt hat und das letzte Mal ein halbes Jahr her ist, dann hat der erste den TG beendet bevor der letzte im Wasser angekommen ist.
Beim Flossenanziehen im Stehen lassen sich ebenfalls sehr schöne Szenen beobachten
Antwort von Janny Registriertes Mitglied am 07.09.2004 - 16:37
@Mischa
Vielen dank, es gibt ja doch noch nette Taucher

@Doris
Obwohl ich schon mehrere TGs hab, Flossen kann ich immer noch nicht gut im Stehen anziehen.
Antwort von Luftblase Registriertes Mitglied am 07.09.2004 - 16:38
@ Doris

Das mit "im stehen Flossen anziehen" lässt sich leider auch nicht verallgemeinern. Ich gucke dabei immer als hätte ich Strohrum pur gesoffen und meinem Osephadingens geht es dann so wie von dir gestern beschrieben!

Antwort von Bert Rudeck Registriertes Mitglied am 07.09.2004 - 16:38
@blubber_baer

Da habe ich wieder nicht bis zum Ende gelesen. Sorry!
Bleibt bei mir nur die Frage, warum Du erst schreibst, dass ein Basenstempel dazugehört (um die Echtheit eines Eintags zu zertifizieren) und dann deutlich machst, warum ein Basenstempel gerade dazu nicht taugt?
Gruß, Bert
Antwort von Luftblase Registriertes Mitglied am 07.09.2004 - 16:47
Kleiner Einwurf:

Es gibt ja noch die Tauchlehrerstempel, die liegen in den seltensten Fällen so rum.
Antwort von Neptun Registriertes Mitglied am 07.09.2004 - 18:14
a) Gefälschte Logbücher
Ich weiß nicht, aber übertreibt da Tony nicht ein bißchen? Mir ist es noch nie, aber noch gar NIE in den Sinn gekommen, daß die Logbücher von den Tauchern, denen ich im Tauchurlaub bisher begegnet bin, gefälscht sein könnten. Also ich habe da bisher noch nie einen Gedanken drauf verschwendet, und mir ist es auch noch nie in den Sinn gekommen, einen nicht gemachten TG zu loggen. Ich glaube, diese Problematik stellt sich in der Realität gar nicht, zumindest nicht in dem Umfang, wie hier die Postings zu diesem Thema abgehen.

Und wenn mir jemand auf der Tauchbasis mein Logbuch schnappen würde und mit der Lupe untersuchen würde, die Anzahl der Wasserflecken nachzählen und der Tauchstempel und ob ich auch unterschiedliche Kugelschreiber benutzt habe, tut mir leid, den schmeiße ich über die Reling. Es ist eine Unverschämtheit, mir eine Fälschung meines Logbuches zu unterstellen, da wäre ich echt angepieselt. Der würde nicht mein Buddy werden.

Ich gehe seit Anbeginn der Zeiten alleine Tauchen (ich habe keinen "Stamm-Buddy), insbesondere beim Urlaubtauchen bin ich immer alleine. Also bekomme ich immer beim Briefing "irgend einen" anderen Urlaubs-Taucher als Buddy zugewiesen. Ich habe noch nie absichtlich mir vorher sein Logbuch geben lassen und dieses gefilzt. Ich unterhalte mich nur mit ihm und frage so Dinge wie z.B. seit wann er taucht, wieviele TG, welche Ausbildungsstufe, wo er taucht, ob er eigene oder geliehene Ausrüstung hat etc. Das genügt mir, um ein ungefähres Bild zu bekommen.

Ich erlebe als "Single-Taucher" aber immer wieder, daß ich echte "Gurken" als Buddy abbekomme - ein hartes Los. Ich habe schon zweimal Divemaster zugeteilt bekommen, die aber 5min nach dem Abtauchen auf einmal weg waren, oder konstant einen Mindestabstand von 15m von mir eingehalten haben etc. Also eigentlich war ich alleine unterwegs. Und vor solchen Erfahrungen schützt auch intensives Logbuchblättern nicht.

b) Mindestens 30 TG vor Safari
Ich bin mir da nicht sicher, ob so eine feste TG-Anzahlsgrenze der Weisheit letzter Schluß ist. Das blöde ist nur, daß ich auch keinen besseren Vorschlag habe. Aber alle Grenzen sind mehr oder weniger willkürlich gezogen. Unter 30TG nur mit Guide, unter 50TG nicht runter zur Salem Express, oder unter 50TG keine Safari.

Das heißt doch, mit 49 und 50TG tauche ich nicht gut genug oder nicht erfahren genug, aber schon einen TG später habe ich auf einmal alles gelernt und drauf? DAS muss aber ein toller 51. TG gewesen sein!

Wie gesagt, ich habe Divemaster mit über 100TG erlebt, die ihrem Brevet nicht würdig waren. Und umgekehrt hatte ich gerade vor zwei Wochen in Südfrankreich mit einem Franzosen mit knapp 30TG getaucht, der war vorbildlich und Extraklasse.

Ich glaube, durch eine ganz normale Unterhaltung über die bisherige Tauchpraxis und -erfahrung, und ein bißchen beobachten bekommt man schon viel mit.

c) Check-TG
Ob Check-TG so viel Unterschied machen? Da kommt es doch so sehr auf die Tagesform des Einzelnen an, kann man jemanden anhand eines einzigen TG gut genug beurteilen? Maske ausblasen, Automat wiedererlangen, und schon bin ich ein perfekter Taucher? Normalerweise werden Check-TG in relativ flachem Wasser, bei einfachen Tauchplätzen und bei guten Bedingungen gemacht, also nicht gerade an Steilkanten mit starker Strömung z.B. Aber NACH dem Check-TG läßt man den Kandidaten mit einem Buddy genau da "alleine" tauchen. Ist das die perfekte Lösung?

Also ich gebe nicht viel auf so einen Check-TG. Es ist sicherlich sinnvoll für die Tauchbasen, weil sie sich auch irgendwie absichern müssen. Einen ersten Eindruck erhält man auch, aber, wie gesagt, ob DIESER Eindruck was taugt...

Von der Gewissheit beseelt, durch mein Posting keinen einzigen brauchbaren Lösungsvorschlag aufgezeigt zu haben, verabschiede ich mich nun wieder.

Gruß, Neptun
Antwort von Summasummarum am 07.09.2004 - 19:42
Aber TNT`s gab es!!!

Und ne akzeptable Meinung!
Antwort von hket Registriertes Mitglied am 07.09.2004 - 19:49
mit Anfängern gabs noch nie Probleme, allerdings bin ich schon mal reingefallen, weil ich mir das Logbuch nie zeigen lasse. Mein damaliger Buddy behauptete tauchen zu können und zeigte auch immer ok. Dabei bekam er keinen Druckausgleich hin, weil er nicht wusste was das ist und nur einen Schnuppertauchgang im flachen Pool hatte. Er hatte geglaubt wenn er sich Outet würde ich nicht mit ihm tauchen.
Ergebnis: Ich hatte ein mieses Gewissen, er viele Termine beim HNO und tauchen wird er vermutlich nie wieder. Seitdem bin ich mit unbekannten Buddies vorsichtiger.
Helmut
Antwort von scuba_steffi Registriertes Mitglied am 07.09.2004 - 20:49
Nun ja, Helmut, das ist aber auch gewagt. Habt ihr euch überhaupt über´s tauchen unterhalten?
Dann wäre doch schon nach 2 Sätzen rausgekommen, dass er es nicht kann. Merkt man doch schon beim Anziehen, wenn er vorher nie getaucht ist.

Ein netter Tauchergruß der Kölschconnection ist vor dem abtauchen immer "Kölle Alaaf"

Aber Düsseldorfer dürfen das nicht.

Doris und Mischa, wenn ihr die Tauchbasis am Tränenmeer aufmacht, komm ich auch mal vorbei

Steffi *50 TG, immer noch 10kg Blei und kann sich die Flossen nicht gut im Wasser anziehen
aber ich mache manchmal akzeptable Fotos :o und bislang ist noch fast jeder mit mir öfter als einmal ins Wasser gehopst
Antwort von Doris Registriertes Mitglied am 07.09.2004 - 21:55
Flossenanziehwettbewerb?

Erste internationale Flossenanziehmeisterschaft?

Spezialflossenanziehbrevet am Tränenmeer?

Egal, wir freuen uns auf Besuch, nicht wahr Mischa?
Antwort von Cuthalion Registriertes Mitglied am 08.09.2004 - 08:11
@Weltverband

Gibt es nicht bereits ein Flossenanziehbrevet?

Und fast noch wichtiger das Flossenausziehbrevet: Fast schon wieder an Land, innerlich fertig Automat bereits aus dem Mund und dann umfallen... Dabei nicht nur fast ertrinken sondern auch die Trockentauchhandschuhe verlieren und vollaufen...

CU
Antwort von blubber_baer Registriertes Mitglied am 08.09.2004 - 08:43
@ Bert Rudeck:

Tja, warum schreibe ich das. Es gibt halt die ab und zu gelebte Theorie (mit verantwortungsvoll gehandhabten Stempeln) und dann wieder die Praxis (Stempel liegen rum, keine Stempel, da Solo-TG und ähnliches). Ich wollte hier nur auf beides Seiten der Medallie hinweisen, damit sich Tony nicht wundert, wenn er massenweise Logbücher ohne Basenstempel sieht.

Antwort von Bert Rudeck Registriertes Mitglied am 08.09.2004 - 14:06
@blubber_baer

OK, das hab` ich jetzt prinzipiell verstanden.
Aber eigentlich ist im Log-Buch nur die Unterschrift des Buddys gefragt. Ein persönlicher Stempel ist ein nettes Gimmick. Deine Aussage zu den Basenstempeln aber suggeriert, es gäbe irgendwo eine (Verbands-)Regel, dass Tauchgänge möglichst mit einem Basen- oder vielleicht Vereinsstempel zu bestätigen sind. Eine solche Regel oder auch nur Empfehlung gibt es meines Wissens nicht. - Oder? Wo hast Du das her?
Gruß, Bert
Antwort von Selberlogbuchausfüller (nach den Tauchgängen) am 08.09.2004 - 15:09
Nach dem was mir bekannt ist sind "Selbstausfüller", z.B. Solotaucher, TL, Guides, ect) nicht im illegalen Bereich!
Da gibt es keine Vorschrift für!
Ab und an mal ein Stempel oder ne fremde Unterschrift und gut ist es.
Antwort von whaleshark Registriertes Mitglied am 08.09.2004 - 17:57
Hai Doris,
wenn ihr in euer Tränenmeer noch etwas an größeren Fischen einsetzen wollt würde ich gerne mal vorbei schwimmen.

Vielleicht sollte man mal überlegen wie man ein Logbuch sicherer gegenüber Fälschungen macht. Eventuell mit einem Biometrischen Detail. Auf den Basen und Tauch bzw. Safaribooten werden dann Scanner angebracht die jeden sofort entlarven der schummelt.
Oder jeder Taucher bekommt bei seinem ersten Kurs sofort ein Implantat das alle relevanten Daten speichert. Was sich dadurch allein an Stempelfarbe sparen lässt. Außerdem entfällt dann diese Brevetgebühr denn die heißt dann "Implantatsgebühr" und wird automatisch vom Konto gebucht. Und wenn ich es mir genau überlege könnte man bestimmt noch viel mehr speichern schließlich gibt es ja den "Datenschutz"

Gruss
Antwort von Cuthalion Registriertes Mitglied am 08.09.2004 - 18:32
@whaleshark

Klingt gut. Ich freue mich jetzt schon auf die Diskussionen, die dann nicht mehr über unterschiedliche Verbände und Brevetierungen gehen sondern über unterscheidliche Hardware, Software, Systemkonfigurationen etc.
Ein weites Feld, das Feld der zukünftigen Cybertauchbrevets

CU
Antwort von Koralle Registriertes Mitglied am 08.09.2004 - 19:37

@Doris: "Wenn sich jemand ein bis zwei mal pro Woche in die Pelle quält dann sieht das einfach aus."
Schön wär`s!!! Ich muss doch immer wieder feststellen, dass Neopren eingeht und dann aber QUÄL. An was das wohl liegt???
Am
Flossenanziehwettbewerbimzuengentauchanzugamträn enmeer würde ich auch gerne mitmachen.
Grüßle Elli
Antwort von Flossenimbückenanzieher am 08.09.2004 - 21:03
musst du nicht im heizungskeller aufhängen, ist doch klar!!
Antwort von Koralle Registriertes Mitglied am 08.09.2004 - 23:02
@Flossen... "musst du nicht im heizungskeller aufhängen, ist doch klar!!"
Schätze mal eine "pragmatisch männliche" und dennoch wohlwollende Antwort.
Muss gestehen, habe leider keinen Heizungskeller.
Hatte bisher eine andere, nicht so schmeichelhafte, Vermutung
Jetzt ist aber alles klar, das Problem geklärt, es ist der virtuelle Heizungskeller und ich brauch mir keine Sorgen mehr zu machen, nur noch das Cybertauchbrevet zu absolvieren.
Grüßle Elli
Antwort von yolks am 08.09.2004 - 23:15
@ Susanne,

wahrlich, Du hast es erkannt!!!
wieso gibts hier kein icon dafür?

Gruß yolks
Antwort von whaleshark Registriertes Mitglied am 09.09.2004 - 09:19
Hai yolks,
über ein "Icon" dieser Art vefügst du erst wenn das zu implantierende Implantat implantiert ist.

Gruss
Antwort von Doris Registriertes Mitglied am 09.09.2004 - 09:36
@whaleshark:
Herzlich willkommen im Tränenmeer

@koralle:
Herzlichwillkommenundfreuendaufdievorführungdes" Flossenanziehwettbewerbimzuengentauchanzugamträn enmeer"

@Yolks und im Gefolge @Susanne
Herzlich wilkommen zum Dekobier am Tränenmeer

Ich fürchte nur, dass das Meer versiegt ist, bis die Basis fertig ist. Aber vielleicht pumpen wir die nicht ganz so bitteren Lach- und Freudentränen rein, da gibt es her auch genug davon
Antwort von tauchgeist Registriertes Mitglied am 09.09.2004 - 10:00
Moin,

die Problematik wird sich ab 2006 erübrigen, dann iwrd dieses nämlich PFLICHT !!!

lg an unseren Partnerveband :

Hier klicken

tg
Antwort von whaleshark Registriertes Mitglied am 09.09.2004 - 10:14
In der Werbung kommt dann bestimmt einer mit Blinklicht auf dem Kopf,Ricola lutschend und auf einem Pony sitzend um die Ecke und fragt

"Wer hat das erfunden"

Gruss

Antwort von Ralf Schmid Registriertes Mitglied am 10.09.2004 - 01:58
Du kannst dich nicht darauf verlassen daß du dich vor dem Tauchgang mit deinem Buddy unterhalten kannst, da du nicht weißt ob ihr die gleiche Sprache sprecht.

Das beobachten des Buddys beim Anziehen und beim Zusammenbau seiner Ausrüstung verrät oft mehr als ein Logbuch!

Wenn du ein fälschungssicheres Logbuch willst, such dir einen Buddy mit einem eigenen Computer. Wenn die letzten zwanzig Tauchgänge, die der Computer speichert, mit dem Logbuch übereinstimmen, wir der Rest wohl auch stimmen.

Wenn du dich mit deinem Buddy unterhalten kannst, ist es besser etwas tiefzustapeln: Sag ihm klipp und klar daß du blutiger Anfänger bist und vielleicht ein bischen Hilfe brauchst. Dann weiß er daß er evt gefordert wird und überlegt sich zweimal ob er zu dich aufträgt. Außerdem kannst du ihn dann im Wasser eher angenehm überraschen als wenn du ihm sagt du wärst ein guter Taucher.

In meinem Logbuch sind gut ein Drittel der Einträge von mir selbst unterschrieben - weil Aladin nicht schreiben kann - trotzdem sind die Einträge echt. Ich führe mein Logbuch für mich und nicht für andere.

Immer gut Luft wünscht Ralf
www.rschmid.de/tauchen
Antwort von Soni Registriertes Mitglied am 10.09.2004 - 11:04
@Ralf,

wie jetzt, du sagst deinem Buddy, du bist blutiger Anfaenger und moechtest erstmal seinen (ihren) Computer sehen, um die letzten 20 TG`s zu pruefen?

" ...da du nicht weißt ob ihr die gleiche Sprache sprecht ... weil Aladin nicht schreiben kann "

Ich glaube du hast ein Kommunikationsproblem.
Antwort von Doris Registriertes Mitglied am 10.09.2004 - 11:16

ich weiss auch nicht ob ich mit so nem blutigen Anfänger gerne tauchen wollte.

Ich zeige gerne mein Logbuch her und ich habe auch nichts gegen eine Erklärung meines Computers, aber wenn einer sagt,er will meine geloggten Tauchgänge überprüfen???
So viel Vertrauen sollte da sein, sonst braucht man nicht zu tauchen.

Doris
Antwort von br202 Registriertes Mitglied am 10.09.2004 - 11:26
Spaß on [x]
Spaß off [ ]

Wie? Du weisst nicht ob Du gerne mit einem >>> blutigen <<< Anfänger tauchen willst. Der sorgt wenigsten für unvergessene Momente beim Haitauchen.

Spaß on [ ]
Spaß off [x]
Antwort von dorisvondraussen am 10.09.2004 - 11:42
Ernst (x)

Nicht SO = ich bin nicht sehr aufgeschlossen gegenüber maximalbürokratischer Kontrolle

Ernst ( )
Spass (x)

Gegen blutige in Kombination mit Haien habe ich nichts einzuwenden. Das dürfen dann aber auch gerne Profis sein, da diese durch ihre Erfahrung einen ausdauernderen Zweikampf liefern
Antwort von hket Registriertes Mitglied am 10.09.2004 - 16:04
mein Logbuch schreibe ich für mich, dann weiss ich, wann ich wo etc. getaucht bin.
Treffe ich dann alte Tauchkumpels, kann man das "weist Du noch, damals der Stör auf 18m ..."
nochmal nachblättern.
Ist immer wieder schön, man stolpert dabei über andere Taucherlebnisse (die dann verbal überarbeitet werden => ... der Fisch war nicht 50cm lang sondern breit )
Nö, fälschen ist nicht wirklich gut, aber meine geloggten TG sind inzwischen auch ausreichend.

Wenns auf nem Safariboot bei nur 48 TG Probleme gibt, dann stimmt die Chemie nicht. Ein gescheider Guide hat da bestimmt andere Möglichkeiten als ein Tauchverbot auszusprechen.

Helmut
Antwort von TGB-Abgetaucht am 30.12.2005 - 09:10
Hi,
ist zwar schon ein wenig älter Deine Mail, aber es ist doch eh so, dass man erst weiß, wie jemand taucht, wenn man mit ihm unten war. Da ist es egal, ob jemand viele oder wenig Tauchgänge hat. Habe schon sogenannte Tauchlehrer gesehen, die unter Wasser eine Katastrophe waren. Eigentlich findet man sehr schnell heraus, ob man sich auf jemanden verlassen kann oder nicht, hoffentlich nicht erst dann, wenn man ihn wirklich braucht und der Buddy nicht da ist.

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