|
  Unser Onlinemagazin Aktuelle Ausgabe:
 Frisch, authentisch, kostenlos! PDF-Download |
|
|

Antworten - Mailbenachrichtigung - zur Übersicht - Hilfe - Foren-Regeln
Hier lesen noch 2 Benutzer mit!
 | Vorurteile über Taucher und Angler? Abgesandt von Querulant am 25.10.2006 - 16:24:
Ich möchte mal das Bild der Angler etwas zurechtrücken und bediene mich einer Auflistung von Argumenten der Zeitschrift Blinker. Wer gerne zum Thema Taucher Vorurteile ausräumen möchte ist hier auch gerne Herzlich Willkommen und darf posten. Bevor ihr postet solltet ihr aber bedenken dass es hier nicht um Probleme geht, weche Taucher und Angler gelegentlich miteinander haben. Es soll nur mal erörtert werden was Taucher und Angler überhaupt mit ihrem Hobby positives bewirken können. Also argumentiert bitte recht schön ;).
(Vor-)Urteile und Freisprüche
Angler haben`s nicht leicht. Ihr Bild in der Öffentlichkeit entspricht selten der Wahrheit. Wir haben die (Vor-)Urteile aufgelistet und liefern fundierte Freisprüche für Angler gleich dazu.
(Vor-)Urteil Nr. 1:
ANGLER SIND TIERQUÄLER
Freispruch: Millionen Tiere werden täglich von Menschen zu Nahrungszwecken getötet. Zugegeben: Auch Angler töten, wenn sie einen Fisch verwerten wollen (und zwar ungleich schneller und sauberer als die Berufsfischerei). Alle Angler sind geschult, Fische erst zu betäuben und anschließend nach den gesetzlichen Richtlinien zu töten. Der Vorwurf, dass Angler Tierquäler sind, wird vor diesem Hintergrund absurd, zumal wissenschaftlich umstritten ist, ob Fische überhaupt Schmerzen in unserem Sinne empfinden. Die Maulpartie eines Fisches, mit der er stachlige Beute fängt oder sogar Muscheln knackt, ist so hart, dass er einen Haken kaum spüren dürfte. Dafür spricht auch, dass Fische, die vom Haken abkamen, sofort erneut bissen.
(Vor-)Urteil Nr. 2:
ANGLER SIND EINE BEDEUTUNGSLOSE MINDERHEIT
Freispruch: Wir können all jene Politiker, die das glauben und danach handeln, nur warnen! Angler mit ihren wahlberechtigten Familienmitgliedern könnten bei uns mühelos die 5-Prozent-Hürde überspringen, die zum Einzug in den Bundestag genommen werden muss. In den EU-Staaten gibt es nach offiziellen Erhebungen 23 Millionen Angler, was die internationale Popularität des Angelns beweist. Allerdings haben bei uns weitaus kleinere Interessen-Gruppen eine stärkere Lobby bei politischen Entscheidungsträgern.
(Vor-)Urteil Nr. 3:
ANGELN GEHÖRT VERBOTEN
Freispruch: Geht nicht, denn Angeln ist vom Gesetzgeber rechtlich zugelassen und in den Landesfischereigesetzen und umfassenden Verordnungen geregelt. Fischereibehörden der Länder beaufsichtigen und kontrollieren das Angeln, das schon aus hegerischen Gründen legal ist. Nahrungserwerb ist sogar im Tierschutzgesetz als legaler, vernünftiger Grund für den Fischfang festgeschrieben.
(Vor-)Urteil Nr. 4:
ANGLER ZERTRAMPELN DIE UFERVEGETATION
Freispruch: An ihren Gewässern genießen Angler ein gesetzliches Uferbetretungsrecht, mit dem sie rücksichtsvoll umgehen. So richten die Angler vielerorts Stege und Ansitzplätze ein, um die übrigen Uferpartien zu schonen.
(Vor-)Urteil Nr. 5:
ANGLER VERNICHTEN FISCHBESTÄNDE
Freispruch: Völlig falsch. Gesetzlich sind Angler zur Fischhege verpflichtet und wenden jährlich mehr als 50 Millionen Mark für Besatz auf. Sie führen Fangbücher und machen amtlich genehmigte Bestands-Kontrollfischungen.
Angler sind an einem nach Menge und Arten reichen Fischbestand interessiert und pflegen ihn (mit hohem finanziellen Aufwand).
(Vor-)Urteil Nr. 6:
ANGLER TUN NICHTS FÜR DIE NATUR
Freispruch: Absoluter Schwachsinn! Als vor über 100 Jahren Naturschutz noch ein unbekanntes Wort war, warnten Angler schon vor der Naturzerstörung an Bach und Fluss. Denn Angler sind am unbedingten Erhalt naturbelassener Gewässer schon aus Eigennutz interessiert.
Bundesweit arbeiten sie an naturnahem Rückbau der Gewässer, betreiben die Wiedereinbürgerung bedrohter Fischarten. Dazu leisten sie Millionen unbezahlte Arbeitsstunden.
(Vor-)Urteil Nr. 7:
ANGLER STÖREN BRUTVÖGEL
Freispruch: Wer das behauptet, kennt nichts vom Angeln und von Anglern. Wo Vögel wassernah nisten, richten Angler Schutzzonen ein und verzichten während der Brutzeit freiwillig aufs Angeln - so wie sie es auch während der Laichzeit der Fische halten.
Angler stören nicht, weil sie sich schon aus Eigeninteresse still verhalten und nicht wie andere Nutzer in lärmenden Massen auftreten.
(Vor-)Urteil Nr. 8:
ANGLER VERMÜLLEN DIE UFER UND GEWÄSSER
Freispruch: Es darf bezweifelt werden, dass Angler zur Vermüllung unseres Landes so viel beitragen wie die nicht angelnden Bürger. Kein Zweifel herrscht aber darüber, dass Angler im Gegensatz zu Nichtanglern an den Gewässern groß angelegte Müllsammelaktionen durchführen. Wer tonnenweise Müll mühsam einsammelt, dessen Bewusstsein für saubere Landschaft (und sauberes Wasser) ist geschärft!
(Vor-)Urteil Nr. 9:
ANGLER HABEN KEINE AHNUNG VOM UMGANG MIT DER NATUR
Freispruch: Falsch. Jeder Angler muss den Fischereischein erwerben, dem eine umfangreiche Prüfung unter Aufsicht der Landesbehörden voraus geht. Allein im Fachbereich Fischkunde müssen 230 Fragen gelernt werden können, bei Naturschutz und Gewässerkunde sind es 122 Fragen, in der Gesetzeskunde immerhin noch 57. Welche Prüfungen machen Naturschützer, um über Angler urteilen zu können?
(Vor-)Urteil Nr. 10:
ANGELN IST EIN ARME-LEUTE-SPORT
Freispruch: Von wegen arme Leute. Angeln ist in allen Gesellschafts-Schichten zu Hause. Dazu gehören Königliche Hoheiten genauso wie Staatsmänner und ungezählte Prominente. Global operierende Groß-Konzerne kaufen weltweit Angelrechte an den besten Gewässern für ihre prominenten Gäste. Wer eine Woche Lachsangeln in Norwegen oder Island bucht, gehört sicher nicht zu den Unterprivilegierten.
(Vor-)Urteil Nr. 11:
ANGELN SCHADET DER ERZIEHUNG
Freispruch: Nein, Angeln fördert sie! Angelnde Kinder zeichnen kein Fischstäbchen, wenn sie einen Fisch malen sollen; angelnde Jugendliche erwerben wichtige Umwelt- und Naturkenntnisse, was sich auch in stark verbesserten Schulnoten in diesem Umfeld bemerkbar macht. Sie lungern nicht in Spielhallen, Kneipen, vor dem Bildschirm oder in Drogen-Treffs herum, sondern bewegen sich in freier Natur an der frischen Luft, lernen das Beachten von Gesetzen und Verordnungen. Fairness und Sozialverhalten in der Gemeinschaft werden für sie selbstverständlich.
(Vor-)Urteil Nr. 12:
ANGELN IST WIRTSCHAFTLICH BEDEUTUNGSLOS
Freispruch: Blödsinn, Angeln ist ein bedeutender Wirtschaftsfaktor in der BRD. Ein Forschungsbericht ergab 1997, dass allein die 1,4 Millionen amtlich registrierten Angler über 1 Milliarde Mark umsetzten. Hinzuzurechnen sind noch die Umsätze aus Besatzfischzucht und -verkauf, Vereinsleben, Immobilienkauf, Verwaltung und Presse.
(Vor-)Urteil Nr. 13:
ANGLER ZAHLEN NICHTS FÜR DIE NUTZUNG
Freispruch: Völlig falsch. Jedes Bundesland kassiert eine jährliche Fischereiabgabe. Überdies muss jeder Angler pro Angeltag für die Erlaubnis an die Fischereirechtsinhaber zahlen, also vor allem (über die Pacht) in die Kassen der Kommunen.
(Vor-)Urteil Nr. 14:
ANGELN IST EINE DEGENERATION DER NEUZEIT
Freispruch: Völlig falsch, denn Angeln hat eine lange Tradition. Norwegische Felszeichnungen in Alta zeugen vom Angeln weit vor der Zeitrechnung.
Seit der Erfindung des Buchdrucks gibt es Angelbücher über die tief verwurzelte Leidenschaft, geboren aus dem über Millionen von Jahren erworbenen evolutionären Wissen über Jagd und Fischerei. Angeln ist eine Naturbegabung. Sie zu unterdrücken, hieße sich an der Natur des Menschen zu versündigen!
CWSL
|
|
|

 | Antwort von Hechtflüsterer am 25.10.2006 - 16:34 Ich habe überhaupt nix gegen Angler. Im Gegenteil: In Norwegen z.B. ist es ganz normal, sich von seinem Tauchgang was zu essen mitzubringen Aber das dürfte in dieser Diskussion einen neuen Kriegsschauplatz eröffnen
Meine Hausteich gehört dem örtlichen Angelverein und unser Tauchverein hat nur ein Nutzungsrecht. Gut für uns, denn die Angler sorgen für einen überaus gesunden Fischbestand!  Insofern ist alles supi, wenn die Angler nicht doch etwas misstrauisch wären. Sie sehen halt nicht, was wir da unten so treiben. Das geht von Vorwürfen, man würde Angelschnüre kappen, bis hin zu Unterstellungen, dass wir die Rückzugsgebiete der Jungfische kaputtmachen und die süßen Kleinen unter Stress setzen.
Aber wie gesagt, aus meiner Sicht ergänzen sich beide "Sportarten" eher!
Petri heil, Basti |
|
|
  | Antwort von morsnowski am 25.10.2006 - 16:44 (Vor-)Urteil Nr. 15:
ANGLER HABEN EINE GESTÖRTES ZEITEMPFINDEN
Schuldig: Begründung siehe oben |
|
|
  | Antwort von Vercingétorix am 25.10.2006 - 16:49 Hauptvorurteil:
Angler sind Querulanten!
Stimmt, siehe oben! |
|
|
  | Antwort von mike-in-the-blue am 25.10.2006 - 16:57 was will er uns damit sagen????
Das es gegen Angler Vorurteile gibt!?
Und was hat das ganze mit dem Tauchen zu tun?
|
|
|
  | Antwort von Patrick B am 25.10.2006 - 16:59
Und nicht zu vergessen:
Angler sind der Zeit hinterher, sie werten heute 5 Jahre nach der Währungsumstellung noch in D-Mark. Gott-sei-dank nicht mehr in Reichsmark, das dürfte aber so lange wahrscheinlich noch nicht her sein. Oder ist der "Querulant" zu lange am See gesessen ?
Mal im Ernst:
Das Symbiosen zwischen Taucher und Angler funktionieren, hat unser Hechtflüsterer schon erwähnt. Aber nicht nur Angler müssen für Ihre Lobby (und die sicher größer als die der Taucher) kämpfen, sondern auch wir Taucher. Deshalb könnten sich die Gruppierungen gegenseitig sicher stärken. Z.B. der Taucher berichtet ab und zu von Fischbegegnungen und gibt die Eindrücke weiter. Wenn es UW Auffälligkeiten gibt, sieht die der Taucher vor dem Angler. Und die Angler dürfen auch harpunierende Taucher aus Ihrem Gedächtnis verbannen (Das habe ich schon oft gehört und in 17 Jahren Tauchzeit noch nicht 1mal gesehen).
Insofern: Auf gute Zusammenarbeit !
Viele Grüße, Patrick |
|
|
  | Antwort von Andreas Richter am 25.10.2006 - 17:02 Hallo,
das einzige Problem ist die Tatsache, daß unter Anglern der Irrglaube besteht, Taucher würden per Definition durch ihre Anwesenheit oder Blubberblasen in der "gesetzlich zugesicherten" Anglerzone die "kapitalen" Fische vertreiben.
Ein 1m - 1,50m Hecht interessiert sich einen Sch*** für einen Taucher, sofern der ihm die Flossen nicht über den Schädel zieht.
Selbst kapitale Karpfen interessiert das nicht, wenn man ihre "5m-Fluchtdistanz" respektiert.
Bei Zuwiderhandlungen läuft dann mal eben ein dynamischer Gruppen-Blinker-Wettbewerb über 100m.
Über "lernende" Taucher braucht man nicht diskutieren. Ich würde einem Bagger im Vorgarten auch ausweichen.
>In Norwegen z.B. ist es ganz normal, sich von
>seinem Tauchgang was zu essen mitzubringen
Wenn Taucher so bekloppt sind, und aus der Hausbucht den einzigen Rochen oder kapitalen Hummer holen und aufs Grill legen, dann ist es mit dem IQ ned weit her.
MfG
Andreas
PS: Wehe wenn sich ein Anglerverein einen See gekrallt hat und ein Öko-Fuzzi ´n Biotop gesehen hat... |
|
|
  | Antwort von Hechtflüsterer am 25.10.2006 - 17:14 @Andreas
Wie gesagt, neuer Kriegsschauplatz. Nur kurz:
Ich meinte eher Muscheln. Hummer z.B. (wie auch alles andere, was gefährdet ist) dürfen, wenn überhaupt, nur Einheimische fangen. Zwar wurde uns auch schon als "Geschenk" ein Seeteufel erlegt, aber wer schon mal in Norwegen tauchen war, weiß wie viel Fisch es dort gibt und wie wenig Taucher. Und "Tauchplätze" werden einmal im Monat von vier bis sechs Tauchern besucht, wenn es nicht gerade die Wracks in Südnorwegen sind. Das heißt, Belastung der Natur ist nicht. Definitiv. Dann müsste man auch wieder bei der industriellen Fischerei anfangen zu argumentieren. Ich denke, dass ein paar selbst ergatterte Fischies nicht den gleichen Schaden verursachen, als würde ich mir die selbe Sorte Fisch im Supermarkt besorgen (Beifang etc.).
Aber wie gesagt, nicht Thema hier und ich hab schon viel zu viel geschrieben. |
|
|
  | Antwort von xlmako am 25.10.2006 - 17:57 Hallo!
Kann man mit Anglern Geschäfte machen?
Bei mir hier in der Nähe gibt es eine alte Kiesgrube - hübf da gelegentlich mal rein ...
Kommt mir immer wieder wie ein Schrottplatz oder ein Alteisenlager vor ... was da so an "Blinkerleichen" in den umgestürtzten Bäumen hängt - sollte man vielleicht mal ernten ... und Pfundweise verkaufen ... |
|
|
   | Antwort von Thom am 25.10.2006 - 20:31 @Harry:
wie wär`s denn noch mit einer List bayrischer Seen, die aufgrund der Beschwerde irgendeines Anglervereins für Taucher geschlossen wurde ?
Dazu gehört übrigens auch der Eibsee. Jüngstes Beispiel ist der Langwieder See bei München.
|
|
|
  | Antwort von bat-man am 25.10.2006 - 20:52 Hallo,
ich kann nur dazu sagen, Angler, Jäger und andere Lügen.
Meine Erfahrung mit Anglern ist nicht wirklich Klasse, allein wenn ich Bedenke was da an Sehne und wie schon bereits erwähnt an Blech und Sonstiges das in den Tümpeln rumhängt.... MIr fehlen die Worte. Kann nur sagen, zum Glück hab ich nen Messer und kann dieses auch bedienen, sonst würde ich mich schon irgendwie wien Fisch am Haken fühlen, oder längst nicht mehr oberhalb der Wasseroberfläche befinden.
Die Angelrei kann ich nicht nachvollziehen und schon garnicht wenn ich sehe das einige nur die Fische fangen und dann wieder den Hacken rausziehen und ins Wasser werfen oder vorher noch x Bilder machen wie toll man doch ist... Naja, ich hab irgendwie keine Verstädnis zu dieser Sache genausowenig wie zum Stierkampf.
Das ist beides in meinen Augen Quälerei und hat nichts mehr mit dem Grundgedanken der Nahrungssuche zu tun. Ok, es werden wie auch bereits erwähnt mit der Berufsischerei die Fische nicht wirklich toll behandelt, jedoch hat diese Sache irgendwie einen Sinn. Denn es soll damit der Hunger der Bevölkerung gestillt werden.
Naja, wie dem auch sei. So wirklich recht machen kann man es keinen, aber diese Sinnlose Angelrei und Blech und Sehen verteilerei in Gewässern kann ich nicht wirklich gutheissen.
Das mal von mir...
Gruß
Bat
|
|
|
  | Antwort von Querulant am 25.10.2006 - 21:20 Erstmal danke für die Antworten...Ich finde es genauso wichtig dass Angler und Taucher voneinander lernen sollten und Vorurteile auf beiden Seiten abgebaut werden. Gegenseitige Rücksichtnahme auf die Wünsche beider Gruppen ist sicherlich möglich, wenn bestimmte Absprachen getroffen werden (zeitliche und örtliche Eingrenzung des Tauchens am See) Aufklärungsarbeit auf beiden Seiten ist absolut notwendig, gerade um solche Strafmassnahmen wie Tauchverbote zu verhindern. Ausserdem finde ich es wichtig das beide Seiten viel mehr Öffentlichkeitsarbeit leisten, um auch zu zeigen dass Umweltschutz (gerade bei den Anglern ein wichtiges Thema)eines unserer wichtigsten Ziele ist. Denn ohne den Erhalt der Natur sind beide Hobbies nicht ausführbar. Ich denke, dass Länder, Gemeinden etc. schon begriffen haben dass Angelvereine und Landesfischereiverbände Grosses leisten (Fischbesatz, Bau von Fischtreppen, Wiedereinbürgerung des Lachses, gerichtliche Auseinandersetzungen mit Fabriken und Wasserkraftwerken, welche die Umwelt verschmutzen und Fische massenweise töten durch Turbinen oder Gifte etc. etc). Mit dem Geld der Fischereiabgaben und des Erlaubnisscheins für die Gewässer werden solche Dinge durch die Angler finanziert sonst wären solche Massnahmen erst garnicht möglich. Die Steuereinnahmen vom Steuerzahler fliessen nämlich meistens ganz woanders hin und ohne die Hilfe ehrenamtlicher Helfer sähe alles garnicht so rosig aus. Wie steht es aber mit den Tauchverbänden und Tauchclubs, wo ist da das aktive Engagement für die Umwelt ? Kann es sein, dass kommerzielle Tauchclubs garnicht soviel in Sachen Umweltschutz unternehmen? Bisher ist mir nur bekannt dass Taucher und Angler auch mal zusammen helfen, wenn Unrat aus dem See und um den See herum gesammelt werden soll. Bei Euch werden ja auch Gebühren erhoben wenn ihr tauchen gehen wollt....oder nutzt ihr die Seen alle kostenlos? Wo fliesst das Geld hin und werden ähnliche Projekte unterstützt? Das würde mich wirklich interessieren...Über Informationen wäre ich dankbar.... |
|
|
  | Antwort von wrack-uli am 25.10.2006 - 21:33 @ Thom
kann natürlich auch sein dass sich die Taucher äusserst bescheuert benommen haben.
Wir kommen mit allen Fischern gut aus, kommt es daher, dass ich auch Fischer bin und daher weiß um was es geht.
So zählen wir jetzt die Aale in den Weihern in Bayern in Verbindung mit den Fischern.
Sogar das Bayrische Fernsehen war dabei und bringt am Sonntag um 18.00 Uhr in BR3 "Schwaben und Altbayern " einen Beitrag.
Kann es was schöneres geben?
Wir bekommen von den Fischern eine Brotzeit und Getränke dafür. Das ist Zusammenarbeit.
Wir geben sogar den Fischen Tipps wo die Fische stehen. Das garantiert noch keinen Fangerfolg aber ein gutes Verhältniss.
Nicht zu Vergessen, die setzen auch wieder viele Fische ein und züchten sie sogar. |
|
|
  | Antwort von RogerT am 25.10.2006 - 23:05 >> Wir geben sogar den Fischen Tipps wo die Fische stehen.<<
Die Fische werden es dir danken... |
|
|
  | Antwort von Black Diver am 25.10.2006 - 23:21 Eine Sportart wo das töten von Lebewesen im Vordergrund steht ist keine Sport |
|
|
  | Antwort von Tauchteufel am 26.10.2006 - 06:51 Moin, moin
Dass es auch ein gutes Verhältnis zwischen Anglern und Tauchern gibt, hat Harry schon geschrieben.
Ich möchte ergänzen, dass wir als Verein auch eine Kopperation mit einem Angelverein haben und deren private Angelseen in unserer Gegend als Tauchgewässer nutzen dürfen. Der Angelverein hat am See sogar einen Bereich nur für uns Taucher reserviert.
Dafür machen wir einmal im Jahr eine kleine Fischzählung, indem wir die Fische zählen und bestimmen, die beim Tauchgang in einem definierten Gebiet angetroffen werden. Zusätzlich lernen unsere Taucher noch, welche Fische in heimischen Seen leben.
Viele Grüße
Peter |
|
|
  | Antwort von Vercingétorix am 26.10.2006 - 08:52 Wohin das Geld für die Seenutzung fließt?
Soweit der See der öffentlichen Hand gehört in deren marode Kassen. Soweit der See im privat Eigentum ist, in eine private Brieftasche. Rückfluß in Form von Pflege, ist in den wenigsten Fällen zu verzeichnen. |
|
|
  | Antwort von scuba_steffi am 26.10.2006 - 09:12 Wer sagt, dass nicht angelnde Kinder Fischstäbchen malen, wenn sie einen Fisch malen sollen? Hab ich ja noch nie gehört.
Ist genau so ein Quatsch, wie dass Kinder, die nicht auf der Alm wohnen, nur lila Kühe malen.
Aber ich hab nichts gegen Angler. Habe selber als Kind geangelt |
|
|
  | Antwort von Kormoran am 26.10.2006 - 10:43 Auch ich habe prinzipiell nichts gegen Angler. Von den o.g. Vorurteilen nenne ich keins mein Eigen, von den meisten habe ich noch nicht einmal etwas gehört, bis auf das der Tierquälerei.
Das Argument, dass Fische keine Schmerzen in unserem Sinn spüren zählt nicht, weil es nicht belegt werden kann, und nicht alle Fische zerkauen Muscheln und haben harte Gaumen. Und es ist zwar schön, dass Angler Fische sozusagen "nach DIN" töten können, aber was ist z.B. wenn Ihr den angebissenen Fisch gar nicht bergen könnt?
Für mich kommen aber noch ein paar kleine (Vor-)Urteile dazu, und die bitte ich doch auch zu entkräften:
Angler fangen gerne die "schädlichen" Raubfische wie große Hechte oder Waller weg, wundern (oder freuen) sich anschließend, dass Weißfische und Barsche überhand nehmen und müssen schließlich "Hegefischen" veranstalten, die ohne sie gar nicht notwendig gewesen wären.
Angler betreiben massiv Faunenverfälschung. Es werden Fischarten wie Regenbogenforellen oder im Westen Deutschlands Zander eingesetzt, die in diesen Gewässern nie vorkamen. Schönes Beispiel sind auch die von Uli genannten Aale in den Voralpenseen, die dafür sorgen, dass die Bestände der Mairenken massiv zurück gehen, weil die Aale den Laich wegfressen. |
|
|
  | Antwort von EngelClaudia am 26.10.2006 - 10:57 Geschäftsidee:
Wer macht mit ?
Gibt es das Angler.net nicht ?? |
|
|
  | Antwort von Taeniura_lymma am 26.10.2006 - 11:07 Bei Anglern und bei Tauchern gibt es Leute, die sich ernsthaft mit Ihrem Hobby beschäftigen und andere, denen es scheißegal ist, was Sie anstellen, Hauptsache Fun. Bei Tauchern, die z.B. alles antatschen müssen was im Wasser schwimmt oder kriecht und auf die Tarierung pfeifen, sodaß nachfolgende Tauchern außer Schlammwolken nix mehr zu sehen kriegen. Bei Anglern z. B. massenhaftes Verteilen von "Bollies" zum Anködern, die dann im Wasser vergammeln und die UW- Fauna zum Kippen bringt oder als "Sport" Fische fangen und dann wieder ins Wasser ausetzen. (Das ist für mich Tierquälerei). Und diese hirnlosen Mitmenschen bringen dann eine ganze Sportart in Verruf. Nichts gegen jemanden, der sich an ein Ufer setzt, sich ein oder zwei Fische fängt um diese dann zu Hause zuzubereiten. Aber wenn ich dann wie an der Ostsee gesehen, jemand ein Dutzend Dorsche fängt, nur die Rückenfilets herausschneidet und den Rest am Strand liegenläßt, da krieg ich dann doch zuviel. Man muß sich halt dann in Erinnerung rufen, das dies nur eine Minderheit der Angler macht. Ich persönlich habe als Taucher noch keine negativen Erfahrungen mit Tauchern gemacht. |
|
|
  | Antwort von Tümpeltaucher de Luxe am 26.10.2006 - 11:08 (Vor-)Urteil Nr. 1:
ANGLER SIND TIERQUÄLER
Stimmt Teilweise:
Viele Angler fangen nur um des fangens willen, der Fisch wird nicht genutzt! Diese Angler sind die Tierquäler! Nicht die, diesich was für die Pfanne fangen
Das Argument dass Fische keinen Schmez empfinden ist schlicht und einfach FALSCH!
Die studie wurde von Firmen wie Jenz und Cormoran gesponsert, rauchen ist übrigens auch gesundheitsfördernd...
(Vor-)Urteil Nr. 2:
ANGLER SIND EINE BEDEUTUNGSLOSE MINDERHEIT
Ja, gründet eine Partei für Angelinteressierte!
Es gibt in unserem Land keine Probleme sonst, da hat man auch dafür Zeit! Seit ebenso erfolgreich wie die Autofahrer und Steuerzahlerpartei (die trotz größerer Zielgruppe nie irgendwas gebracht hat!)
(Vor-)Urteil Nr. 3:
ANGELN GEHÖRT VERBOTEN
Geht ja wohl! Einfach alle Fische unter Naturschutz stellen und Basta, ausserdem ist das kein Vorurteil sondern eine ziemlich eindimensionale Meinung! Themaverfehlung, setzten ungenügend.
(Vor-)Urteil Nr. 4:
ANGLER ZERTRAMPELN DIE UFERVEGETATION
Nur weil ich etwas darf, heist es nicht automatisch, dass ich es nicht zerstöre wenn ich es betrete. Ich darf mit einer Dampfwalze über rohe Eier fahren!
Das Engagement mit den Stegen ist natürlich richtig
(Vor-)Urteil Nr. 5:
ANGLER VERNICHTEN FISCHBESTÄNDE
Einspruch!
Durch Euer Bestreben auch fremde Arten (Marmorkarpfen, Regenbogenforelle, Namaycush....) bei uns heimishc zu machen habt ihr schon viel zerstört. Findet euch damit ab, dass es Arten gibt die wertvoll für die Natur sind, auch wenn man sie nicht Angeln kann. (Moderlieschen, Stichlinge, Groppen, Mühlkoppen)
(Vor-)Urteil Nr. 6:
ANGLER TUN NICHTS FÜR DIE NATUR
Siehe oben
(Vor-)Urteil Nr. 7:
ANGLER STÖREN BRUTVÖGEL
Aber wenn Doch der Hecht immer am Schilf steht!
(Vor-)Urteil Nr. 8:
ANGLER VERMÜLLEN DIE UFER UND GEWÄSSER
Die Angelschnüre die am Ufer vergraben wurden stammen dann wohl von den Tauchern....
(Vor-)Urteil Nr. 9:
ANGLER HABEN KEINE AHNUNG VOM UMGANG MIT DER NATUR
Stimmt siehe Fischbestände
(Vor-)Urteil Nr. 10:
ANGELN IST EIN ARME-LEUTE-SPORT
Scheiß Snobs!
(Vor-)Urteil Nr. 11:
ANGELN SCHADET DER ERZIEHUNG
Na und?
(Vor-)Urteil Nr. 12:
ANGELN IST WIRTSCHAFTLICH BEDEUTUNGSLOS
Umweltverschmutzung ist auch nicht bedeutungslos
(Vor-)Urteil Nr. 13:
ANGLER ZAHLEN NICHTS FÜR DIE NUTZUNG
Na und?
(Vor-)Urteil Nr. 14:
ANGELN IST EINE DEGENERATION DER NEUZEIT
Teilweise schon!
Fazit: Das ist keine Hasstirade gegen Angler, sondern Propaganda gegen Propaganda.
Auch wir Taucher zerstören die Ufer, verschmutzen die Umwelt, quälen die Tiere, betätigen uns erzieherisch, sind in unserer Gesellschaft stark vertreten und zahlen ein Heidengeld dafür. Wieso dürft IHR IN UNSEREN TEICHEN FISCHEN , ABER WIR IN EUREN NICHT TAUCHEN?
Wenn wir uns immer nur als Helden von den anderen abgrenzen wird das nie was, und wenn wir uns die Schattenseiten unseres Sports nicht eingestehen verstehen wir irgendwann die Welt nicht mehr!
   
|
|
|
  | Antwort von Blechtütenfetischist am 26.10.2006 - 12:42 Habe nichts gegen Angler. Ich treffe häufig Angler am Attersee, z.B. Kohlbauer. Die sind recht kooperativ und werfen sogar die Schnüre in eine etwas andere Richtung. Sehr gut funktioniert natürlich die Zusammenarbeit wenn man einen Kasten Zipfer im Kofferraum stehen hat... |
|
|
  | Antwort von Ottonormaltaucher am 26.10.2006 - 13:36 Die Tiermörder werden es dem "Querulant" danken dass er für sie hier Werbung macht. Meines Erachtens hat Anglerwerbung in einem Taucherforum aber nichts zu suchen. Der Unterschied zwischen Tauchern und Anglern ist, dass Taucher die Natur nur nutzen, während Angler sie nur ausnutzen, um ihre niederen Instinkte auf kosten der Tiere ausleben.
Ich sehe als Taucher, und Mitglied eines Tierschutzvereins der sich gegen die Hobbymörder einsetzt, keine Veranlassung mit denen zu kooperieren. Im Gegenteil, wenn Fische schreien könnten, würde man das täglich kilometerweit um jeden Angelsee hören, aber sie leiden ja stumm, ansonsten würde sich jeder Spaziergänger über die Tiermörder da aufregen.
Wenn ich beim Tauchen Ärger hatte, war es immer nur mit wichtigtuerischen Anglern. Was in deren Köpfen vorgeht, sieht man schon am Outfit und Verhalten. Sie hocken stupide in Tarnkleidung am See, glotzen stundenlang doof aufs Wasser, das tarnfarbe Lager sieht aus als wären sie im Krieg, und freuen sich pervers, wenn sich endlich ein kleiner Gegner im Todeskampf am Haken windet.
Dass sich Menschen von Tieren die gejagt und getötet werden ernähren, ist seit millionen Jahren normal. Nicht normal ist es, das Töten als Hobby auszuüben....das gibt es erst seit Beginn des "Maschinenzeitalters". Offensichtlich sind viele Menschen durch die seelenlose Fabrik- und Büroarbeit, und Unterbringung in naturfremden Mietkasernen, so naturfremd geworden, dass sie Tiere nicht mehr als leidensfähige Mitgeschöpfe ansehen, sondern als Gegenstände, mit denen man im Hobby machen kann, was man will.
Ich finde Taucher sollten mit Hobbymördern nicht kooperieren, sondern jede Gelegenheit nutzen, um denen die quälerische "Freizeitgestaltung" zu erschweren.
Dass die vom "Blinker" in allen Anklagepunkten mit
"Freispruch" urteilen, und "Querulant" das auch hier einstellt, ist ein wiedersinniger Dummenfang. Ein Beschuldigter oder sein Interessensvertreter, kann sich weder gerichtlich noch außergerichtlich selber den "Freuspruch" erteilen. Anscheinend hat der Redakteur zu viel geangelt, und dabei das Rechtsempfinden und die Moral verloren. Was soll man auch anderes erwarten.... die "Blinker" lebt ja vom Umsatz mit Hobbymördern, die sie natürlich in ihrem Tun lautstark bestärkt....erinnert an den "Stürmer".
Die Welt braucht kein Freizeitmörder, egal ob Tiere oder Menschen abgeschlachtet werden! Das Urteil in allen Anklagepunkten ist: SCHULDIG |
|
|
  | Antwort von Querulant am 26.10.2006 - 14:00 Stichwort Faunenverfälschung:
Ganz zu Unrecht gibt es diese Behauptung nicht....Sicherlich ist die Bewirtschaftung eines Sees mit Verantwortung verbunden und leider Gottes richtete sie sich damals auch zunehmend nach den Vorlieben der Angler aus. Die letzten Jahre zeigten aber eine gute Tendenz zur ökologisch sinnvollen Bewirtschaftung und auch ich kann da meinen Angelverein am Matschelsee nur loben, denn hier wächst jeder Fisch gut ab und die Artenvielfalt ist auf ein Minimum beschränkt damit keine Fischarten miteinander konkurrieren. Die Schonzeiten und Mindestmasse sind sehr streng, so dass auch nach einer Angelsaison ohne Besatz Der See nicht leergefischt ist. Auch ist die Anzahl der zu entnehmenden Fische geregelt. Fanglisten mit Länge , Gewicht und Fangdatum belegen die Fischentnahme und geben Aufschluss über die Artendichte und die zukünftige Bewirtschaftung. Es kann also planvoll besetzt werden und nicht in wilden Mengen. Wichtig ist es ausserdem dass Raubfische sich natürlich vermehren können, da ohne diese das Ökosystem See nicht richtig funktionieren würde. Gerade das klappt bei uns hervorragend. Angler welche sich übrigens nicht um den Umweltschutz und Schonzeiten und Schonmaße halten werden bei uns hochkant aus dem Verein geworfen....Die Unsitte Angelschnüre zurückzulassen finde ich übrigens verbrecherisch, denn für Tiere kann dies zur tödlichen Falle werden (Deswegen entsorge ich diese bei mir daheim durch Verbrennen oder Abgabe im Angelgeschäft.
Zum Karpfenbesatz:
Gerade Karpfen sind sehr in Mode und dominieren meist im Besatz. Dabei werden wichtige Fische verdrängt, wie z.B. Schleien. Solche Fische neigen dann z.B. zur Verbuttung (zwergenwuchs) auf Grund des Nahrungsmangels, da Karfpen richtige Fressmaschinen sind. Ebenso wird natürlich Verbuttung gefördert bei anderen Fischen wie Rotaugen, wenn natürliche Feinde fehlen, wie Hecht, Waller, Zander, Aale (Diese werden in der Regel aber immer mitbesetzt abhängig von der Verträglichkeit. Dabei achtet man darauf dass Laichräubern wie Aalen die rote Karte gezeigt wird. Bei Sonnenbarschen (leider aus Nordamerika eingeschleppt vermutlich durch Aquarianer) sieht die Sache aber anders aus. Solche nicht einheimischen Fische werden absolut nicht gerne von uns Anglern gesehen, da sie überhand nehmen und den Erhalt natürlicher Fischbestände gefährden durch Massenvermehrung und Laichraub. Wie es aber leider so ist sind gerade die Exoten (Wollhandkrabben, kamberkrebse etc und fremde Fischarten)auf dem Vormarsch. Eingeschleppt von Schiffen oder auch der allgemeinen Klimaerwärmung oder als Ersatz irgendwelche Speisekrebse oder Speisefische stellt dies eine Bedrohung für viele einheimische Spezies dar. Diese Entwicklung fand bereits vor 100 Jahren statt (z.B. Besatz mit Kamberkrebsen etc. was fast die komplette Vernichtung des wertvollen Edelkrebses und auch kleinerer Krebsarten wie den Steinkrebs zur Folge hatte). Auch wenn es sich um einheimische Arten handelt darf man natürlich nicht wild besetzen nach dem Arche Noah Prinzip. Manche Seen erlauben aber schon aufgrund der Wasserqualität und der Grösse solch eine Artenvielfalt garnicht. Manche Seen oder Flüsse sind klar oder trüb...dies kann sich aber mit der Zeit ändern. klare Seen sind meistens gute Hechtreviere da der Hecht ein Augenjäger ist. Zander hingegen kommen besser im trüben Wasser zurecht. Schon alleine durch die Änderung der Wasserqualität (Trübes Wasser) kann ohne das Eingreifens des Menschen das Hechtvorkommen sich daher automatisch verringern und er wird vom Zander verdrängt. Jeder Angelverein trägt hier trotzdem eine immense Verantwortung im ökologischen sinnvollen Besatz (Menge, Artenvielfalt) von Seen und Flüssen. Dass der Besatz mit Regenbogenforellen, Bachsaiblingen in Flüssen nicht ökologisch sinnvoll ist hat nicht nur mein Angelverein begriffen und kümmert sich um den Erhalt der heimischen Bachforelle. Damals hat man leider durch Unwissenheit viel falsch gemacht und es schwer die Fehler wieder gutzumachen. Gott sei Dank verbietet schon alleine das Fischereigesetz den Besatz von nicht einheimischen Fischen und wirbelosen Tieren, wie Krebsen in Flüssen und Seen, schon aufgrund der Rechtslage wird versucht diesem Treiben Einhalt zu gebieten (Bsp. Aussetzen von Koikarpfen in einem See ... Dieser Fisch könnte Krankheiten auf die Einheimischen Karpfen übertragen).
Zum Thema Sportfischen:
Ich bin Angler und Angeln ist für mich kein Sport. Das Angeln eines Fisches bedeutet für mich Nahrungsbeschaffung auf traditionelle Art mit einem vernünftigen Grund. Hier weiss ich über die Wasserqualität bescheid, kann ausschliessen dass das Fleisch des Fisches keine Antibiotikas oder sonstige Umweltgifte in grossen Mengen enthält und kann ohne ein schlechtes Gewissen zu haben den Fisch essen. Wie es Bioäpfel nämlich gibt, gibt es für mich auch den sogenannten Biofisch, wo ich weiss dass er nicht leiden musste, da ich ihn selber gefangen, betäubt und waidgerecht getötet habe. Diejenigen die ihre Fischstäbchen ohne schlechtes Gewissen essen können oder anderen Fisch aus Fischgeschäften, sollten mal überlegen welche Qualen jene Lebewesen haben bei einem Massenfang:
1.Sie werden z.B. durch den tonnenschweren Druck ,der in einem Netz beim herraushiefen der Fische auf ihnen lastet, meistens langsam förmlich zu Tode gedrückt. Diejenigen welche überleben ersticken jämmerlich in den Fischkästen solang sie nicht schockgefrostet oder vor Ort zerlegt werden.
Allein bei diesem Gedanken wird mir schon schlecht, wenn ich an Fisch aus nem Delikatessenladen oder Supermarkt denke.
Zum Futtereinsatz bei Anglern:
Qualität statt Quantität ist bei mir das A und O. Leider wollen Firmen viel verkaufen und propagieren regelrecht den fast massenhaften Einsatz von Boilies (harte Teigkugeln als Karpfenfutter und Köder gedacht)oder Futtermehle. Im Winter ist so etwas problematisch da dort die Aktivität der Fische als auch der anderen Lebewesen (Krebse etc) nicht sehr hoch ist und das Futter nicht verwertet werden kann. In vielen Angelforen wird deswegen auch davon abgeraten. Im Sommer hingegen neigen viele Angler zu mehrtägigem Anfüttern bevor sie mit dem Angeln anfangen wollen. Ich werfe immer 5 Teigkugeln (Durchmesser 2cm) in den See an meine Angelstelle und bin immer ohne Vorzufüttern am nächsten Tag mit einem Karpfen nach Hause gegangen ;). Hier sollte wohl also noch Aufklärungsarbeit geleistet werden und die Hersteller solcher Boilies in die Verantwortung gezogen werden. Angelvereine, wie meiner , haben deswegen auch die Menge des zu verwendenden Futters geregelt welche benutzt werden darf und nicht das Gewässer belastet. Auch wir Angler sind Augenmenschen und wen stört es nicht wenn man am Ufer sitzt und vor einem im Wasser ein Teppich von Nudeln, Boilies oder Maiskörnern liegt....
Wegfangen schädlicher Raubfische:
Es ist ein Vorurteil dass wir Raubfische nicht in unseren Gewässern haben wollen (ausserdem sind Raubfische weder schädlich bzw. bedrohen irgendwelche Fischbestände). Schon gerade wegen der hohen Zahl von Raubfischanglern ist ein guter Bestand erforderlich und um der massenhaften verbreitung von Friedfischen Einhalt zu gebieten.
Ich hoffe ich hab alle posts damit beantwortet
|
|
|
  | Antwort von Querulant am 26.10.2006 - 14:20 zu ottonormaltaucher:
Warum soll der Mensch nicht zurück zur Natur finden und sich seine Nahrung selber beschaffen? Wenn ich die Natur hege und pflege und die Früchte davon ernte ohne dass die Tiere aus einer Massentierhaltung kommen und mit antibiotika und anderen Giften versetzt sind und ohne deren Bestand zu gefährden. Wass soll dann dagegen sprechen. ist es besser, wenn man massenhaft schweine oder Rinder im Transporter kilometer herumfährt um die gestressten Tiere dann zu schlachten oder sie Vorort in einer natürlichen Umgebung (beim Biobauern) zu schlachten und zu verarbeiten? Ebenso verhält es sich mit dem selbstgefangenen Fisch. Ich traue dem selbstgefangenen Fisch eine höhere Qualität und gesundheitlichen Nutzen zu, wenn ich über die Qualität des Gewässers und die Umstände, wie er gefangen wurde bescheid weiss.
Wenn du selber kein Veganer bist und dir solche Urteile, wie Hobbymörder erlaubst dann will ich nicht wissen wieviele Säugetiere du schon auf dem Gewissen hast indem du Massentierhaltung, Massenleiden und "Massenmord" unterstützt. Also bist du ein Massenmörder oder jemand der Massenmord an Tieren unterstützt? Ich esse nur meinen Fisch und bin glücklich. Du müsstest jetzt todunglücklich sein, weil ich dich als Massenmörder entlarvt habe ......
Wie du siehst kann man leicht unfair und beleidigend werden in der Argumentation und deswegen drücke ich dir nicht diesen Stempel auf und nehme diese Behauptung zurück, weil nichts ist schlimmer als das Gehirn abzuschalten und Menschen darzustellen als etwas was sie garnicht sind.
|
|
|
  | Antwort von Hechtflüsterer am 26.10.2006 - 14:24 Lass den Otto links liegen, der ist einfach nur Misanthrop. |
|
|
  | Antwort von Querulant am 26.10.2006 - 14:24 Ich hoffe die nächste Salami bleibt dir nit im Halse stecken. |
|
|
  | Antwort von Vercingétorix am 26.10.2006 - 14:50 So so du fängst Biofisch Na super, woher ist dir bekannt was in deinen Teich gelangt, z.B. über Düngemittelausschwemmung der Landwirtschaft. Die Überfischschung der Weltmeere und die Fangmethoden sind in der Tat nicht richtig. Ja natürlich, auch die Nutztierhaltung ist der überwiegenden Art und Weise nicht richtig. Bleib locker, die Argumente die du für das Angeln vorbringst sind genau die selben, die für Harpunieren oder Jagend vorgebracht werden. Ihr seit alle verantwortungsvolle Umweltschützer. Ja früher da hat man die Leitbachen geschossen, so das sich das Schwarzwild so vermehrt hat, das man jetzt nicht mehr anders kann als zu schießen. Heute schieß man aber anders. Gleiche Argumentationslinie.
Sieht man mal davon ab, daß man miteinander leben kann (notgedrungen) muß Wahr bleiben was Wahr ist. Ihr tötet um des tötens willen. Die Lust, der Thrill am Kaltmachen. Nicht mehr und nicht weniger. Ich fress übrigens keine Blumen, weil mir Tiere leid tun. Aber ich halte mich fern von solchen Argumenten, die den Grund verschleiern. |
|
|
  | Antwort von Querulant am 26.10.2006 - 16:14 In unserem Angelverein sind Leute die was von Ihrem Handwerk verstehen. Wasseranalysen etc. sind da kein Problem und eine Untersuchung der Wasserfauna und kategorisierung der Lebewesen nach wissenschaftlichem Standard ist auch kein Problem, denn diese sind Indikatoren für die Güte des Gewässers. Ich rede ja nicht irgendwelche Dinge daher sondern weis wovon ich rede. Ich finds schon frech wie teilweise abgeurteilt wird. Es ist mir eine Lehre. Vorurteile abbauen bringt bei einigen eher noch mehr zu Tage als diese zu beseitigen. Ich sonne mich nicht im Glanz des Anglerdaseins, weil es nix zum glänzen gibt. Auch will ich nicht das jeder Angler liebt. Ich habe nur gehofft dass man auch mal die positiven Seiten aufzeigen kann, die solche Hobbies mit sich bringen können, ebenso wie das Tauchen. Ich dachte das führt vielleicht auch mal zu mehr Achtung untereinander und Verständnis. Aber bei einigen von Euch beisst man eher auf Granit.
Ausserdem: Ich töte nicht weil ichs geil finde und ich davon nen Harten bekomme....um es mal krass auszudrücken. Ich töte um den Fisch den ich gefangen habe vernünftig zu verwerten (oder soll ich ihn lebendig ausnehmen?)....genauso wird es auch in der Verwandschaft bei mir gemacht, die einen bäuerlichen Betrieb haben. Sie machen Eigenproduktion und töten die Tiere um sie zu verarbeiten und zu essen. Wer da behauptet, dass sie das geil finden und töten ihnen Lust bereitet der spinnt doch total und soll verdammt nochmal Veganer werden und die Finger vom Fleisch lassen. Essen könnt ihr Euer Fleisch aber schlecht reden über Fleischer, Metzger, Angler, Jäger und Fischer könnt ihr immer....Achso ... stimmt ja ...ihr seid ja nicht diejenigen die Tiere töten ..... hätt ich ja fast vergessen |
|
|
  | Antwort von Widukind am 26.10.2006 - 16:29 @Querulant
He, komm mal wieder runter!
Du brichst ungefragt eine Lanze fürs Angeln und wunderst Dich, dass dies hier durchaus konträr aufgenommen wird!
Auch die Wahl Deines Nicks weckt nicht gerade Sympathien auf den ersten Blick.
Doch:
Wenn ALLE Angler sich so verhalten würden, wie Du und Deine Vereinskollegen es tun, kann ich nur sagen: Prima, die will ich zum Nachbarb haben.
Leider ist dem nicht so, viele Angelvereine pflegen heftigst ihre Vorurteile anderen (z.B. Tauchern) gegenüber.
Klar, auch nicht alle Taucher verhalten sich vorbildlich - also bedeutet das, dass man von Fall zu Fall miteinander KOMMUNIZIEREN muss, Vorurteile durch gelebtes Vorbild abgebaut werden sollten.
Ein pauschaler Freispruch, wie Du ihn in Deinem Thread-Eröffnung postuliert hast, ist meiner Meinung nach völlig fehl am Platze! Klar, dass die Antithese von Tümpeltaucher de Luxe sich dadurch genauso glaubwürdig liest, oder??
Locker bleiben,
Widukind |
|
|
  | Antwort von Querulant am 26.10.2006 - 16:38 ich bin stolz darauf dass die Fischereiverbände Firmen und Konzerne verklagen welche unsere Umwelt (z.B. Gewässer und Grundwasser)verschmutzen und auch bei sehr teuren Gerichtsverfahren die durch mehrere Instanzen gehen trotzdem mithalten können, weil die Lobby der Angler die sie finanzieren sehr gross ist. Die Anglergilde besteht sogar teilweise aus Biologen und Umweltschützern (man mag es kaum glauben^^), die sich dem Schutz der Gewässer und Fische verschrieben haben. Dass nicht jeder Angler aktiver Umweltschützer ist, ist doch klar...aber schon die Fischereiabgabe jeden Anglers bewirkt wahre Wunder. Warum das töten und verzehren von Fischen im Widerspruch zu dieser Tätikeit stehen soll kann ich nicht verstehen. Auch wenn ich Fische töte arbeite ich z.B. mit einem Tierschutzvereinzusammen um Tiere zu vermitteln und aufzunehmen.....Sogar für Wildtiere habe ich ein Herz und sammle verletzte Igel, Vögel oder Eichhörnchen auf......Wer jetzt noch sagt ich hab spass am Tiere töten sollte sich nun fragen warum ich diesen Tieren helfe und sie nicht töte!!! Obwohl gebackner Igel in Ton wär bestimmt auch mal nen Versuch wert |
|
|
  | Antwort von Ottonormaltaucher am 26.10.2006 - 16:39 @Querulant
Du scheinst nicht zu verstehen dass es ein Unterschied ist, ob ein Fischer berufsmäßig fischt, oder ein Angler aus purem Vergnügen oder der Lust am Töten oder dem Adrenalinstoß beim Kampf mit dem Tier angelt.
Der Berufsfischer stößt im Gegensatz zum Tiermörder keine Glückshormone aus. Er hat im Gegensatz zum Angler auch keine niederen Beweggründe, sondern ist zwecks Nahrungssuche und Lebensunterhalt unterwegs. Seine Motive sind mit denen der Hobbymörder nicht vergleichbar.
Zur "Nahrungssuche" muss sich entgegen deiner Meinung in Deutschland keiner stundenlang ans Wasser setzen, sondern kann den Supermarkt aufsuchen. Würden die Angler die Stunden die sie aufs Wasser glotzen, einer sinnvollen Erwerbsarbeit nachgehen, könnten sie sich vom Gegenwert das mehrfache der geangelten Fische leisten.
Den von dir beschriebenen Angler, der zwecks "Nahrungssuche" angelt, gibt es vieleicht unter den Armen in Afrika oder Asien, aber nicht hier. Harz 4 Leute sitzen nicht zur
"Nahrungssuche" am See. Angler hier sind von ganz anderen Gelüsten und Trieben gesteuert. Dafür, dass es immer wieder Menschen gibt, die das triebgesteuerte Töten von Menschen oder Tieren befürworten, bist du wieder ein leuchtendes Beispiel.
Dass du es zurücknimmst, mich als "Massenmörder" zu bezeichnen ist nett. Tatsächlich habe ich noch nie einen Mensch oder Tier aus Lust am Töten, oder der beim Jagen freigesetzten Glückshormone, ermordet. Einzig als Kind habe ich mal einen Fisch geangelt, ausgenommen und gebraten, weil es die "Mutprobe" einer Pfadfinderprüfung war, danach musste ich meinen Mut nie mehr auf kosten von Tiere beweisen.
Die Bezeichnung "Hobbymörder" nehme ich nicht zurück, es ist Tatsache. Ob einer zur Army geht, und ohne Not in der Fremde Menschen abschlachtet, oder sich an den See setzt, und ohne Not Tiere abschlachtet, macht von der abartigen Geisteshaltung her keinen Unterschied.
Dass du die Rechte der Angler auf Triebbefriedigung für höher erachtest als die Tierrechte, ist eine tierverachtende Einstellung, die glücklicherweise von immer weniger Menschen getragen und vertreten wird. Ein Großteil hat das Hirn inzwischen eingeschaltet, und festgestellt das Hähnen den Kopf abschlagen, Tiere als Zielscheibe benutzen, Stierkämpfe, Barren, quälerische Haltung und Zucht, Tierversuche, Hobbyangeln usw. Zivilisationsauswüchse sind, die abgeschafft werden müssen, was nach und nach, dank vieler Aufrechter, die sich für die Tierrechte einsetzen, auch geschieht.
Persönlich bin ich der Meinung dass es auch legitim ist, sich "militant" für die Tierrechte einzusetzen. Vor Tauchern die Angelschnüre abschneiden, oder mit dem PKW "versehentlich" über Anglerkästen fahren, und so das ein oder andere Tier retten, ziehe ich den Hut. Diese Helden sind mutiger als das von Lobbyisten geprägte Tierschutzgesetz  |
|
|
  | Antwort von Querulant am 26.10.2006 - 16:42 Angler und Taucher begegnen sich immer am See....deswegen ist es doch wichtig dass man miteinander redet. Warum wirft man mir dann vor dass ich ungefragt hier etwas im Taucherforum poste. Ich sehe schon...eingeschworene Gemeinschaft die keiner stören darf und wehe ein Aussenseiter sagt was....dann gibts gleich Saures. Naja ich belass es dabei. war ne gutgemeinte aktion teilweise in die Hose ging. Gott sei dank gibt es aber einige Taucher
für die Kommunikation, Offenheit und Freundlichkeit kein Fremwort sind.
Man trifft sich am See |
|
|
  | Antwort von Querulant am 26.10.2006 - 17:01 Eines noch an Ottonormaltaucher:
Hey und wie die Berufsfischer jubeln, wenn sie nen guten Fang machen....denn die haben momentan derbe um ihre Existenz zu kämpfen. Ich schaue derzeit ne Serie über Krabbenfischer in der Beringsee. Knochenharter Job aber was die an Glückshormonen ausschutten wenn die nen vollen Fangkorb haben kannste dir an deren Gejubel vorstellen. Also...ein Fischer darf sich auch auf reiche Beute freuen und besonders dann wenn er den Gehaltsscheck sieht....Tja und erst der Adrenalinpegel wenn man das Netz hochzieht und noch nicht weis was man an Fisch und wieviel erst gefangen hat....Eine wirklich sauspannende Sache für diese Menschen. Ich sehe dass du von einer sehr begrenzten Sichtweise her argumentativ operierst. Ich hab wohl weit mehr erlebt, gesehen und getan als du jemals tun wirst. Was das töten von Tieren von betrifft kann man das wirklich nicht jedem Zumuten. Es kommt auf den Menschen darauf an, wie er damit umgeht oder ob er sich jedes lebewesen zu Herzen nimmt welches er umgebracht hat und später in der Klapse landet weil er es mental nicht verarbeiten konnte.
Ich räucher übrigens auch Fisch und habe mich darauf spezialisiert. Einfach lecker der selbstgefangene Fisch.
Und Gott sei Dank gibt es Querulanten. Gegen den Strom schwimmen oder mit der Masse untergehen ^^
Als guter Angler muss man nicht Stundenlang auf Fische warten und monoton auf eine Pose schauen. Es gibt schliesslich Bissanzeiger....Wenn halt nix geht ...dann geht halt nix... Auch Fischer haben nicht immer Erfolg trotz grosser Netze.
|
|
|
  | Antwort von Euregiotaucher am 26.10.2006 - 19:38 Ich war vor Jahren mal mit einem Bekannten angeln
Ergebniss:
Auf die Frage: Beissen Sie ? Hab ich geantwortet: Nein ich angele
Nach dem Angeln:
Von Mücken zerstochen - stinkbesoffen und nix gefangen ...
Endergebniss
Prima Tag am Wasser gehabt
Mir persönlich sind die Angler recht egal (doch - ich hab mich unter Wasser schonmal in einer Angelschnur verfangen - aber dafür gibts Messer)
Wenn mir die Angler nix tun - tu ich denen auch nix |
|
|
  | Antwort von Vercingétorix am 26.10.2006 - 22:07 Wat Wahr is mut Wahr blieven, Querulant. Unter den Jägern gibt es auch Biologen etc. Es ist immer der Urinstikt der euch treibt. Schön verbrämt. Ich komme mit deinesgleichen aus, keine Frage. Nur toll finden muß ich das nicht, gell. |
|
|
  | Antwort von und 26 Gäste am 27.10.2006 - 00:23 "Ist ja auch etwas sportlicher wenn sich das Ziel bewegt. Spreng/Brand und vorhalten. Schon löst sich der ganze Spuk in Rauch auf."
|
|
|
  | Antwort von Querulant am 27.10.2006 - 02:33 Ich kann nur betonen dass bei mir die Rechnung Geld und investierte Zeit aufgeht. Wenn ich an den See gehe (Bin kein Angelanfänger) hole ich an einem Tag gut und gerne 8-10 kilo Fisch raus ( Dies reicht dann auch für 1-2 Monate denn ich tue grundsätzlich keinen Fisch massenweise in der Gefriertruhe bunkern). Das sind dann meist keine kleinen Fische sondern 5-8 kilo karpfen oder dicke Schleien ( deren Fleisch ist überaus gesund und fettarm und im Handel nicht zu kaufen ) Es macht für mich also schon einen Unterschied ob ich im Supermarkt teuren Fisch kaufe, der nicht annähernd die Qualität eines von mir gefangenen Fisches hat. Wo bekomme ich denn 8 kilo karpfen? im Handel musst du gleich 3-4 getötete karpfen kaufen um die Familie mit einem guten (wohl eher schlechtem) Essen mal zu verwöhnen. Wie oft hatte ich schon schlechten Fisch im Handel gekauft...rausgeschmissenes Geld, denn versiegelte Ware ist schlecht auf Frische zu kontrollieren. Wer nicht gerade im Feinkostladen (gibt es bei uns leider garnicht) einkauft...weiss wovon ich rede. Und wenn man den Frass aus dem Supermarkt vorzieht kann man sich gleich als Schwein im Mastbetrieb mästen lassen, denn soviel Dreck wird oft verkauft. Ihr wollt einem verkaufen dass die meisten Angler aus dem Trieb zu töten angeln. Dabei vergesst ihr dass wir gerne für unseren Kochtopf angeln und natürlich ist die Freude dann über einen dicken Fang gross und die Zubereitung und das Verzehren des Fisches ist der eigentliche Höhepunkt. Und seit wann ist solch ein Hochgenuss eine Sünde. Wer uns nicht die Freude an einem schönen Fisch gönnt, darf sich dann auch nicht über seinen Schweinebraten freuen!
Wo bitte soll übrigens noch ein Unterschied sein, wenn ich das Tier waidgerecht nach den Maßstäben des Tierschutzes (keinem Tier darf ohne vernünftigen Grund leid angetan werden oder gequält werden) töte. Wo ist der Unterschied, ob es ein Berufsfischer macht oder Ich ? Soll ich mich von einer Masse von Menschen zwingen lassen den Fisch essen zu müssen der tonnenweise von den Fischern rausgezogen wird? Nein ... eben nicht, ich boykottiere lieber solch einen Raubbau an der Natur und hege und pflege meine Fische im See um von ihnen dauerhaft profitieren zu können. Irgendwann sind die Meere leergefischt und ihr wisst dann wovon ich rede.
Ich habe in meiner Angelprüfung waidgerechtes töten des Tieres gelernt. Macht mich das deswegen zum schlechten Menschen, nur weil ich den Fisch den ich essen will auch selber töte? Neben dem Fangen von Fischen ist das geniessen der Natur eigentlich für mich das wichtigste. Die Zeit die ich mit meiner Familie am See verbringe ist mir wichtiger als im Supermarkt meine Zeit auf der Suche nach Gammelfleisch zu vergeuden.
Habe heute nacht im Fernsehen (im Ard oder zdf war es) einen Bericht über Mastbetriebe wieder gesehen. Die Menschen welche Fleisch kaufen, denken wohl nur noch eindimensional. Das Fleisch wächst nicht in den Styroporverpackungen. In Grossbetrieben ist für Metzger das Töten der Tiere auch nur noch eine anonyme Sache....Schweine werden in Aufzüge reingetrieben um sie anschliessend mit co2 Gas zu betäuben und zu schlachten. Rinder werden mit elektroschock betäubt damit sie nicht spüren wie sie bei lebendigem Leib gehäutet werden....All das machen Maschinen und das Töten tritt nicht mehr in die Köpfe der Menschen....Ich töte bewusst und schnell und weiss dass eine kreatur nun für mich sterben muss damit ich etwas zu essen habe. Gerade aus diesem Grunde esse ich auch nicht soviel Fleisch und lebe bewusster, denn es muss ja nicht immer ein Tier für mich sterben, wenn es auch mal gute vegetarische Kost sein kann. selbverständlich würde ich mich hüten ein Tier unnötig zu Quälen oder Leiden zu verlängern. Diesen Respekt habe ich vor meinem Mitgeschöpf.
Auch wenn Fische nicht schreien können verdienen sie die selbe Behandlung wie die Säugetiere welche uns als Nahrung dienen. Ich sehe mich im Zeitpunkt der Tötung eines Lebewesens als Metzger oder Schlachter mit dem Ziel der Verwertung.
um es nochmal klarzustellen:
Angler ----> viele angeln für den Kochtopf ---> Grosser Fang bringt Freude.Dies dürfen wir aber grundsätzlich nicht zeigen da Angeln ja keinen Spass machen darf, weil sonst die Tierschützer meckern----> dabei freuen wir uns doch nur auf den gesunden und leckeren Fisch, welcher von uns sogar waidgerecht (nach den Bestimmungen des Tierschutzes) getötet wird, anders als auf den Fischkuttern wo die Fische langsam verenden (Einzelnes töten der Fische ist ja bei den Massenfängen garnicht möglich)
Mörder handeln ja bekanntlich aus niederem Beweggrund.
Daraus folgt das ich als Angler mich entlasten kann. Da der niedrige Beweggrund bei mir Karpfenfilet im Bierteig und Kartoffelsalat ist und sonst kein anderer würde ich wohl kaum vor Gericht verurteilt werden.... ich weise auch nochmal strikt die Beschuldigung von mir, dass ich Spass am töten hätte.
In Amerika wurde einmal ein Bericht gezeigt, wo Menschen Erdmännchen grundlos geschossen haben. Sie brüsteten sich das jeder einzelne von ihnen 80 Stück ca erledigt hätte. Warum sie dies tun, wurde vom Kamerateam gefragt. Aus Spass sagten diese, weil bewegliche Ziele mehr Spass machen. Vernünftig verwertet wurden die Tiere nicht. Sie verotteten an der STelle wo sie getötet wurden oder verendeten verletzt. Auch dass sie diese Spezies mit dieser barbarischen Einstellung damit ausrotten war ihnen egal.
---> Erst hier darf man von niedrigen Beweggründen sprechen....töten aus Spass und der Thrill am Kaltmachen.
Ich kann übrigens in diesem forun feststellen dass das Thema vollkommen verfehlt wurde. Anstatt wie gewünscht Taucher und Angler mal von der positiven Seite zu beleuchten ist es Euch gelungen das thema nur auf den Angler zu beschränken und den Thread mit richtigen Vorurteilen zu spicken, welche argumentativ garnicht Hand und Fuss haben. Wer thesen aufsetzt muss diese auch belegen können und nicht einfach etwas in den Raum stellen. Auch vermisse ich das Interesse sich mal auf etwas einzulassen was einem bisher immer unbekannt war. Einfach mal die andere seite kennenzulernen. Die vernünftige Diskussion mit einigen Menschen hier ist nicht möglich. Man kann doch einfach mal eine Meinung zur Kenntnis nehmen und darauf antworten ohne solche krassen Beschuldigungen wie Mörder und Tierquäler von sich zu lassen. Wenn dies als Diskussionsgrundlage gesehen wird von Euch dann tut ihr mir wirklich leid. ich versuche ja auch keinen von Euch persönlich anzugreifen um meiner Meinung Nachdruck zu verleihen.
Naja ich bedanke mich trotzdem mal für die Teilnahme an diesem Thread. Ich sehe das Thema für mich als geschlossen, denn es bleibt zu bezweifeln ob noch konstruktive Ansätze folgen werden....
Es folgen aus diesem Grunde auch keine weiteren posts mehr von meiner Seite.
ciao und happy diving !
|
|
|
  | Antwort von Vercingétorix am 27.10.2006 - 08:19 @u26G
Zitieren soll man immer im Zusammenhang, oder bist du Politiker |
|
|
  | Antwort von Kormoran am 27.10.2006 - 09:01 @Querulant: Das ist jetzt aber komplett daneben. Den Diskussionsteilnehmern in Bausch und Bogen vorzuwerfen, Sie hätten sich mit dem Thema nicht befasst, kann ja wohl nicht sein. Viele Argumente sind fundiert und sachlich vorgetragen worden, manche zugegebenermaßen Krass. Aber auch da darfst Du Dich nicht wundern, wenn einfach andere Meinungen kommen. Daran gemessen sind Deine Eingangspostulate doch wohl Plattheiten und Pauschalargumente der Sonderklasse. Sie enthalten an fast keiner Stelle einen neutralen und fundierten Standpunkt, sondern mehr oder weniger die Meinung des Blinker.
Und so langsam wird`s peinlich. Obwohl ich anfangs eher geneigt war sachlich und neutral in der Sache zu sein, muss ich jetzt feststellen, dass von Deinen Pseudo-Freisprüchen nix übrig geblieben ist und Du das selbst gemerkt hast.
Das schließe ich daraus, dass Du Dich komplett auf die gesunde und preisgünstige Ernährung von Dir und Deiner Familie zurückziehst und es sich so anhört, als ob Du ohne diesen Nahrungserwerb verhungern müsstest oder Du Dich vergiftest. Auch das Töten der Tiere macht Dir wohl `nen Kopf, sonst müsstest Du nicht ständig betonen wie waidgerecht Du das ausführst.
|
|
|
  | Antwort von Vercingétorix am 27.10.2006 - 09:21 Waidgerecht ist übrigens auch die Jagd mit der Saufeder (für alle Stadtmenschen und Berliner eine Art Lanze). Da hat die Sau die Gelegenheit den Jäger zu erlegen |
|
|
  | Antwort von Ottonormaltaucher am 27.10.2006 - 16:27 Wegen "Nahrungssuche", Hunger und schlechter
Supermarktqualität ist es auch der Traum jeden Anglers in der Karibik und vor Südafrika Marlins oder Haie zu angeln, und deshalb setzt sich auch der ganze Angelverein in Mönchengladbach an den Weier um Kuno, den "Killerkarpfen", zu jagen
@"Querulant"
<Ich habe in meiner Angelprüfung waidgerechtes töten des Tieres gelernt. Macht mich das deswegen zum schlechten Menschen?>
JA, es macht dich zum schlechten Menschen! Wenn dein Hobby das qüälen und töten von Tieren bedingt, bist du einer, der seine Instinkte nicht im Griff hat. Es gibt genug Hobbys, wie beispielsweise das Tauchen, für das kein Tier sterben muss. Die Steinzeit, in der das Männchen mit der Keule losziehen musste, um die Familie zu ernähren, ist vorbei. Fisch bekommt man am Fangtag per Mausklick.
Offensichtlich hattest du auch eine ungenügende Kinderstube, und man hat dir keine Achtung beigebracht. Schon bei Kindern kann man beobachten, dass es welche gibt die das Tier als Lebewesen achten und schützen, während andere von den Eltern zum Angeln und Jagen animiert werden, wo Tiere nur Lustobjekte sind....je größer und gefährlicher, je größer der Kick und das mordgierige Augenleuchten. Wenn der gemordete Karpfen oder Hase von nebenan es nicht mehr bringt, mordet man eben den Marlin oder Tieger in Übersee, und hängt sich die Trophäen an die Wand, oder macht daraus Lampen und Bettvorleger.
<Auch vermisse ich das Interesse sich mal auf etwas einzulassen was einem bisher immer unbekannt war>
Du scheinst keine Taucher zu kennen, sonst wüsstest du daß das intellige Menschen sind, denen das Angeln mit seinen Auswüchse durchaus nicht unbekannt ist. Dass der Anglermehrheit die Probleme des Tauchen unbekannt sind, bedeutet im Umkehrschluss nicht dass der Tauchermehrheit die Probleme des Angelns unbekannt sind. Zur Information sei dir versicher dass Marktanlysen belegen, dass Taucher im Schnitt einen überdurchschnittlichen Intelligenzgrad, eine qualifizierte Ausbildung, und ein hohes Einkommen haben....sie sind nicht so doof wie du denkst.
Dass Taucher sich von Anglern oft fernhalten, wird daran liegen dass sie größtenteils, wie auch die sonstige Bevölkerung, Zeitgenossen ablehnen die Lebewesen zum Nervenkitzel- oder zur Entspannung quälen oder töten.
Hoffentlich treffen wir uns nie am Wasser. Ich gehöre zu der Bevölkerungsgruppe die was gegen Hobbymörder hat, und habe wenig Hemmungen, wenn ich ein Lebewesen vor solchen retten kann |
|
|
  | Antwort von deeperdiver am 27.10.2006 - 18:39 Mir fehlt hier noch der gesellschaftspolitische Aspekt. Hobby, Biologie, Ethik, alles gut und schön. Aber bekanntlich haben wir eine soziale Marktwirtschaft, "so quasi" (->DAF..).
Privates Angeln hat soziale Usachen und auch soziale Folgen. Was unterscheidet die Gruppe der Angler von der Gruppe der Taucher soziologisch? Welche gesamtökonomischen Aspekte hat Angeln und Tauchen im Vergleich?
Bitte um rege Diskussion und ausführliche Standpunkterläuterungen.
CU
DD / MD |
|
|
  | Antwort von kwolf1406 am 28.10.2006 - 00:16 Oje - ist doch klar, dass Ottomormalos jetzt vom Leder ziehen. Eigentlich sehr ungeschickt, mit einer Rechfertigung eine Diskussion zu beginnen, die Toleranz anmahnt. Da ist man doch gleich in der Defensive.
Imho geht es nicht um moralische Fragen ("Tierquäler", "Mörder") oder Daseseinsberechtigungen ("Naturschützer", "Heger"). Gäbe es keine Angler und Taucher und Bauern und Bagger und ... ... ... wären die Gewässer im Gleichgewicht. Da es uns aber gibt, hat es keinen Zweck unser Dasein zu rechtfertigen oder in Frage zu stellen.
Wir sollten uns lieber fragen, wie wir uns gegenseitig nutzen und der Natur sowenig wie möglich schaden (auch unter Tauchern gibt es viele Biologen ). Das geht am besten durch Einvernehmen. Desdalb ist die Diskussion schon gut. Wenn Angler und Taucher gemeinsame Interessen vertreten, könnten sie auch gemeinsam das Gewässer nutzen. Aber vielerorts versucht man sich zu schaden.
Wer flüstert denn z.B. den Lokalpolitikern ein, dass Seen über Winter für Taucher gesperrt werden müssen? Welche Tiere und Planzen sollen geschont werden, die sowieso nicht da sind bzw. unerreichbar sind? Wenn Taucher den Seen Schaden zufügen, dann eher manch Schlammwühler im Sommer . Andererseits ist das Wasser im Winter oft so klar, dass wir mehr Schrott erkennen und aus den Seen entfernen könnten (und Anfängern ist`s im Winter zu kalt).
Grüße
Klaus |
|
|
  | Antwort von kwolf1406 am 28.10.2006 - 00:23 N.B. Fische lassen sich durch Taucher selten aus der Ruhe bringen. Deren Schreck steht am Ufer oder kommt sonstwie von oben. Das ist Jahrmillionen alter Instinkt... |
|
|
  | Antwort von Patrick B am 28.10.2006 - 17:50
Auch auf die Gefahr hin etwas Unruhe in den unsachlichen Streit zu bringen:
Ich finde es gut, daß sich ein Angler hier ins Forum stellt und etwas über seinen Sport berichtet. Ich wäre die Sache vielleicht etwas diplomatischer angegangen und wäre nicht gleich mit der Anti-nagativ-Reklame ins Haus gefallen.
Aber sei wie es ist. Obwohl ich mir nicht direkten Kontakt und sofortiges Liebesgelüster erwarte, ist es posititv wenn 2 Parteien die grundsätzlich verschiedene Interessen, sich aber im gleichen Raum bewegen, aufeinander zugehen. Deshalb sollten wir Taucher nicht in der gewohnten Tauchernetmanier mit Schlagstöcken auf den Mann eingehen, sondern auch mal hören was er denn von uns will. Nach so vielen lobenden Worten über die Angler würde mich natürlich intressieren, was erwartest Du hier ? Bzw. wie ist Dein persönliches Verhältnis zu Tauchern ? Weil Angler werden wir just hier und jetzt nicht alle werden wollen.
Viele Grüße, Patrick |
|
|
  | Antwort von Querulant am 29.10.2006 - 19:13 Hallo Patrick....
Klar...bin ich etwas mit der Tür ins Haus gefallen...Ziel war es eigentlich mal dass einige, die Lust haben, ihr Hobby positiv darstellen (Meine Aufforderung war ja dazu klar formuliert nur der Blinkertext mit den sogenannten Freisprüchen war nicht gerade diplomatisch gewählt und zeugt eher von fehlender Kritikfähigkeit).
Fragen die für mich wichtig wären und nicht beantwortet wurden:
Was kann man mit so einem Hobby bewirken, welche Möglichkeiten bietet es Mensch und Umwelt Gutes zu tun. Bisher versteht sich der Mensch ja meist nur als Störfaktor.
Und das ist auch so. Selbst sogenannte Naturvölker, die mit der Natur leben, können auch mal schnell bestimmte Tierarten von denen sie leben in einem bestimmten Gebiet nahezu ausrotten, denn es sind auch nur Menschen, die Fehler machen können....Ein zufälliger Report über ein Naturvolk in Südamerika brachte mir diese überraschende Erkenntnis...will jetzt aber nicht weiter damit ausschweifen.
Vielleicht hätte der ein oder andere eine interessante Geschichte gehabt, wo er zu sich selber sagt: Mensch da hab ich mal was tolles gemacht was nicht nur mir etwas bringt, sondern auch für andere von Nutzen ist....Jugendprojekte, ehrenamtliche Tätigkeiten, Umweltprojekte oder Lebensrettung etc. Irgendetwas was die Tätigkeit eines Tauchlehrers oder eines Hobbytauchers positiv beleuchtet und für mich ein paar Infos bereit hält damit ich, wenn ich mal wieder mit Tauchern sprechen sollte auch mal etwas mehr weiss und mitreden kann. Negativurteile über Taucher und Angler gibt es ja zu genüge.
Ich treffe ja oft Taucher am See und hatte schon interessante Gespräche. Leider immer etwas einseitig da Taucher lieber den Angler ausfragen und man relativ gut argumentativ gefordert ist. Es läuft fast ausschliesslich immer auf das eine hinaus, nämlich die Rechtfertigung warum man angelt. Ich hatte mal eine harte Nuss bei einem Taucher zu knacken....dabei ging es mir nicht darum ihn von irgendwas zu überzeugen. Er meinte nur nach unserem 2stündigem Gespräch: Mensch ich hätte nicht gedacht dass man mit einem Angler so gut reden kann und jetzt hab sogar ich was dazugelernt"
Und genau das ist es was ich will...dass man voneinander lernt. kenntnisse über die Natur austauschen, das soziale Miteinander fördern anstatt sich gegenseitig zu beschimpfen und anzuschreien. Da wir ja eine Interessengemeinschaft sind, die am Erhalt des Fischbestandes, der Natur und des Sees interessiert sind, warum sollte man nicht miteinander reden und gemeinsam Verbesserungen erarbeiten. Dazu ist es aber auch wichtig dass man Kenntnis von den Tätigkeiten der jeweiligen Gruppe hat, um zu wissen wie man beides positiv miteinander verbinden soll.
Ein Ottonormaltaucher interessiert mich dabei garnicht. Solche Menschen bewirken nur dass andere bockig werden und garnichts mehr geht... Ich kann z.B. nicht mit einem Soldaten über Frieden diskutieren, wenn ich ihn gleichzeitig als Mörder bezeichne. Um was zu erreichen sollte eine Grundlage geschaffen werden und mit Feingefühl vorgegangen werden.
Ein Veganer lehnt ja grundsätzlich das Töten von Tieren und jegliche Tierprodukte (auch Milch, käse, etc.) ab
Auch wenn es Ottonormaltaucher nicht gerne sieht. Er stände mit auf der Abschussliste militanter Veganer, weil er die Massentötung und Massenquälerei in den Brut-und Mastställen und beim Fischfang durch seine Kauforientierung mitunterstützt. Ich würde mich kugeln vor Lachen, wenn dir lieber Ottonormaltaucher mal ein Veganer das Schnitzel mit der Faust aus der Fresse schlägt und dir nen dicken Blumenkohl reinstopft. Vielleicht schimmert auch dir dann langsam dass man andere Lebensweisen respektieren sollte und Änderungen nur mit Diplomatie erwirkt und nicht mit Beschimpfungen, Gewalt und Ehrverletzung ! |
|
|
  | Antwort von Ottonormaltaucher am 30.10.2006 - 02:59 @Querulant
Bei Überzeugungstätern wie dir nützt "Diplomatie" erfahrunsgemäß nichts, sondern nur Enschlossenheit und Militanz.
Lebewesen wie du, die Mitgeschöpfe nicht achten, sondern aus sportlichem Vergügen töten, respektiere ich nicht. Da macht es keinen Unterschied ob du Menschen tötest, weil du meint die seien unwertes Leben, oder ob du Tiere tötest, weil du meint die seien eine Sache, mit der du machen kannst was du willst, solange das Tierschutzgesetz eingehalten wird.
Du willst es nicht begreifen! Ich und andere haben nichts dagegen dass Tiere gefangen, getötet und verspeist werden, sondern nur dagegen dass deinesgleichen das Töten und Quälen der Tiere als Hobby betreiben und Tiere zum Nervenkitzel oder zur Entspannung getötet werden und beispielsweise "Angekwettbewerbe", ohne Bedarf an den Fischen, ausgerichtet werden.
An "sozialem Miteinander" mit deinesgleichen habe ich überhaupt kein Interesse, sondern gehe solchen möglichst aus dem Weg, bin aber als Mitglied eines Tierschutzvereins leider regelmäßig mit Tierquälern, zum Beispiel mit Anglern die Fische in Büsche schmeißen, und deshalb Spaziergänger beim Verein anrufen, konfrontiert.
Für Tiermord und Tierquälerei als Sport und zum Vergnügen, habe ich kein Verständnis, und bin mit der Einstellung bestimmt nicht alleine.
Du kannst es nicht nachvollziehen, aber es gibt tatsächlich Zeitgenossen, die Tiere als Hobby schützen und ihnen helfen, und das sind bei weitem mehr als die sogenannten Sportangler... die sind Mörder |
|
|
  | Antwort von kwolf1406 am 30.10.2006 - 08:56 Ottoschwarzweißtaucher - wie lagweilig. die Welt ist bunt! |
|
|
  | Antwort von deeperdiver am 30.10.2006 - 09:18 Mir fehlt hier noch der gesellschaftspolitische Aspekt. Wie schon angemahnt, siehe oben. Macht Angeln den Frieden sicherer? Schafft es oder vernichtet es Arbeitsplätze? Ist es also sozial? |
|
|
  | Antwort von Vercingétorix am 30.10.2006 - 09:19 Kleine Berichtigung Otto. Mörder ist derjenige Mensch der einen anderen Menschen aus u.a. niederen Beweggründen tötet. Soviel Zeit muß sein! |
|
|
  | Antwort von hket am 30.10.2006 - 09:53 historisch betrachtet gibt es 2 Gruppen von Anglern:
1. die vom Adel eingesetzten, deren Hauptaufgabe es war, die Herrschaften zu versorgen
ähnlich den Jagdaufsehen etc.
2. den Wilddieben
dies ist über Generationen in Fleisch und Blut übergegangen: Angler werden von staatlichen Stellen als eine Art Ordnungshüter angesehen, Ihre Aussagen sind über jeden Zweifel erhaben.
Wird jemand von Ihnen als Schädling denunziert, gibt es kaum eine Chance, ein Tauchverbot zu vermeiden.
Ich frage mich, wie es in Hessen an fast jedem See ein Anglerheim geben kann, wenn nicht gleich der ganze See den Anglern verpachtet wurde.
Danach müssten Angler ja fast ausschließlich reiche Leute sein, im Gegensatz zu den armen Tauchern (oder gibt es irgendwo einen Tauchclub, der einen See gepachtet hat und die alleinige Vermarktung des Freizeitwertes betreibt ?)
Diese von den Gemeinden betriebene Bevorzugung wird leider nicht zwischen Tauchern und Verwaltung ausgefochten, sondern oft lautstark zwischen Anglern und Tauchern in freier Natur.
|
|
|
|