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Warum Zensur?
Abgesandt von Haifischsuppe Registriertes Mitglied am 08.08.2006 - 15:02:

Hallo liebe Redaktion!

Ich habe eure Seite sehr geschätzt. Habe diverse Fragen gestellt, Fragen beantwortet und Bewertungen abgegeben. Nun wollte ich mal eine negative Bewertung bezüglich meines Camaro Anzuges abgeben, und was passiert?

Ich soll ein Fax an euch schicken, mit der Begründung, dass keine bewußten Negativ-Stellungnahmen gegenüber Konkurenten ins Netz gepostet werden.

Das ist doch der Tod eurer Homepage, wer macht sich denn bitte die Mühe, es sei denn er will einen Konkurenten schädigen....

Natürlich sind einige Kritiken überzogen, aber so kommen nur noch Schleimkommentare ins Netz. Gegen bewußte Eigenwerbung wird ja auch nicht unternommen.

Nun entsteht eine "alles ist gut" Hompage ohne Kritik wie das "tauchen"-Magazin.

Bitte um Stellungnahme, ich will nicht das meine geschätztes Tauchernet zensiert wird.

Gruss Suppe





Antwort von tauchsimulant Registriertes Mitglied am 08.08.2006 - 15:12
Ich fand des auch komisch das für negative Stellungnahmen so ein Aufwand betrieben werden muß.Allerdings hab ich mich damals so geärgert daß mir das wurscht war.
Antwort von Suicideking Registriertes Mitglied am 08.08.2006 - 15:12
Jup der meinung bin ich aber auch...
Hab auch mal eine negative Bewertung geschrieben aber als ich dann gelesen habe das ich noch irgendwas Faxen soll wars mir dann zu blöd....
Kein wunder das fast alles in der Tauchausrüstungsdatenbank 6 Flossen hat
Antwort von Smiley Registriertes Mitglied am 08.08.2006 - 15:19
Ja, genau so, war es bei mir damals. Wenn ich erst noch zusätzlich ein Fax hin schicken muss, das finde ich auch dämlich. Ok, ich kann verstehen, dass es auch das Problem gibt, dass manche die Konkurrenten schlecht machen wollen, aber die würden sicherlihc auch nicht davor zurückschrecken, dann ein Fax zu schicken. Seitdem ist mir auf jeden Fall bewusst geworden,w arum fast alles 6 Flossen hat...Finde ich auch nicht gut, diese Lösung. Vor allem, die Basen/Shops was auch immer können ja, wenn sie wollen, immer noch eine Gegendarstellung schreiben!
Antwort von Redaktion Redaktionsmitglied am 08.08.2006 - 15:19
Hallo Haifischsuppe,
die Faxbestätigung ist schon seit 2001 bei uns Standard für schlechte Bewertungen. Wir wollen für uns die Sicherheit dass die Person die solch einen Bericht schreibt uns bekannt ist; die Gesetzgebung ist ansonsten recht eindeutig was die evtl. Haftung betrifft - was ist daran Zensur?! Du kannst die Bestätigung auch gescanned mailen falls kein Fax, etc. vorhanden. Gegen bewußte Eigenwerbung wird vorgegangen, womit wir natürlich nicht behaupten wollen jeden zu erwischen.
Der Aufwand das vorgefertigte Formular auszufüllen ist doch wirklich gering.

Suicideking: dann lies nochmal genauer, über 1/4 der Berichte sind im Bereich 1 - 3 Flossen mit Bestätigung.
Warum sich manch einer "so ärgert" weil er uns ggü. seine Daten offenlegen muß um einen negativen Bericht unterzubringen ist uns schleierhaft. Entweder ich stehe dazu was ich geschrieben habe oder nicht. Ist dieser Aufwand so gewaltig einen Namen in ein Formular einzusetzen und zu unterschreiben?
Antwort von Haifischsuppe Registriertes Mitglied am 08.08.2006 - 15:41
Es geht mir nicht um die Offenlegung meiner Daten, es geht mir darum, dass dies meine "Freizeit" ist, und ich und wohl andere auch zu faul sind, ein Formular auszudrucken, auszufüllen und zu faxen. Per Mail könnt ihr die Daten von mir gerne haben.

Macht das doch so, dass man angemeldet sein muss, um Bewertungen abzugeben (wenn man sich anmeldet müssen die Daten angegeben werden, weiss gar nicht ist das nicht schon so?).

Dann habt ihr die Daten und negative Berichte von faulen Leuten kommen auch ins Netz.

Gruss Suppe
Antwort von Inkognito am 08.08.2006 - 16:01
Hallo Redaktion,

nur weil das seit 2001 "Standard" ist, wird es doch nicht besser/richtiger/nachvollziehbarer...

Ein negativ kritischer Bericht über einen Ausrüstungsgegenstand ist doch eigentlich unerheblich für ein so formelles Prozedere - wie sollten daraus gegen TN Haftungsansprüche abgeleitet werden??? Ausserdem steht es euch doch frei, im Zweifelsfall den Bericht wieder offline zu stellen.
Antwort von flasche Registriertes Mitglied am 08.08.2006 - 16:02
Fax? Das ist doch das vorsintflutliche Ding aus Zeiten, in denen es noch keine PC und kein Internet gab, was mit Rücksicht auf alternde Chefs in Firmen noch beibehalten wird? Schwarzweiß, langsam, teuer, oft unleserlich, dann nur mit Kopierer oder Scanner in der Firma weiterverteilbar...

Nach Umstellung auf reine PC-basierende Faxlösungen incl. Einzugsscanner schon vor Jahren überlege ich gerade, die Faxerreichbarkeit gänzlich (oder allenfalls über für den *Absender* teurere Fax2email-Gateways) aufzugeben.

Ein Problem besteht ja doch, wenn ihr eingescannte (damit leicht bearbeitbare) und per email verschickte Bestätigungen akzeptiert: Die sichere Authentifizierung (beim Faxabsender einigermaßen sicher) fehlt zumeist. Wollt ihr auch noch zurücktelefonieren?
Antwort von Scott Registriertes Mitglied am 08.08.2006 - 16:12
wie oft war das thema jetzt schon online
vielleicht kann man die ausführliche begründung der faxverifizierung als großen link bei der registrierung den neuankommenden user bekanntgeben.
gruß
Scott
Antwort von kub0815 Registriertes Mitglied am 08.08.2006 - 16:14
ist doch kein Thema. Einfach das Fax ausfuellen un abschicken. Wenn das stimmt was du geschrieben hast brauchst du ja keine Angst haben deswegen. Zensur waehre es wenn sie es ablehnen wuerden deinen Bericht zu veroefentlichen was sie ja nicht tun.

Alternativ kannst du ja wenn dir das mit dem Fax zu umstaendlich ist einen Bericht ohne Wertung einstellen.

Viele Gruesse
Juergen

Ja

Antwort von GWS Registriertes Mitglied am 08.08.2006 - 16:32
Die Praxis ist durchaus akzeptabel. Auf diese Weise können Fälle von persönlich oder geschäftlich motivierter Geschäftsschädigung sicher verringert werden.
Doch sollte diese Praxis auch für sehr positiv gehaltene Berichte gelten, um die Schleichwerbung einzudämmen.
Antwort von AndyS Registriertes Mitglied am 08.08.2006 - 16:35
Das ist doch das alte Problem im so schön anonymen Internet, daß jeder meint, er könne alles schreiben was er will, weil ja doch nicht nachvollzogen werden kann, wer er ist
Was für Früchte das treibt, sieht man ja hier im Forum, wo einige Idioten manchmal ziemlich beleidigend werden (z.B. Hier klicken )...
Ich selbst habe mal eine Webseite mit einem Forum betrieben (im Custom-Motorradbereich). Auf negative Kritiken an herstellern/Händlern habe ich blitzschnell von denen Post in Form von EMails bekommen, in denen ich unter Androhung von rechtlichen Schritten dazu aufgefordert wurde, die negativen Kritiken aus dem Forum zu entfernen. Das Problem dabei ist, daß die Firmen vor jedem Gericht Recht bekommen, wenn sich die Vorwürfe in den Forumseinträgen nicht beweisen lassen. Und wie soll ich als Forumsbetreiber etwas beweisen, was ich gar nicht selbst geschrieben und somit erlebt habe? In sofern ist die Absicherung der TN-Redaktion durch zusätzliche Faxe/Mails/Briefe vollkommen ok. Wer Zeit hat, in einem langen Posting zu erklären, warum irgendwas schlecht ist, sollte auch die Zeit haben, sowas mit Fax/Mail/Brief und seinem realen Namen zu bestätigen! Ansonsten habe ich persönlich immer das Gefühl, daß da jemand ein Produkt/eine Firma oder was auch immer bewußt schlecht machen will, oder aber "keine Eier in der Hose hat"...

Gruß
Andy

PS: Wer sich oben als IDIOT angesprochen und beleidigt fühlt, kann gerne meine Adresse haben
Antwort von gerneTaucher Registriertes Mitglied am 08.08.2006 - 16:54
@Andy_S "... oder aber "keine Eier in der Hose hat"... "
Meinst du damit, dass das nur Frauen tun?

gut Luft

Sorry, den Komentar konnte ich mir nicht verkneifen.
Antwort von Suesswassertaucher Registriertes Mitglied am 08.08.2006 - 16:58
Hallo!

@Flasche: Wenn Dir ein Fax zu altmodisch ist, darfst Du das Formular bestimmt auch am PC ausfüllen und dann signaturgesetzkonform digital Signieren.
Vorausgesetzt natürlich Du hast eine Signaturkarte sowie ein geeignetes Lesegerät + Signatursoftware.


Viele Grüße
Jens
Antwort von flasche Registriertes Mitglied am 08.08.2006 - 17:09
@Andy
Du vergißt nur, daß weder durch Mails noch durch Briefe ganz eindeutig feststeht, wer genau der Absender ist; Absenderangaben lassen sich fälschen und sind schwer bis nicht ermittelbar. Bei Faxen ist das normalerweise auch nicht anders, sofern nicht weitere technische Forderungen bestehen.

Auch bei ungeschickterweise noch nachträglich herausfindbaren und zuordenbaren IP-Adressen ist ja nur der Internetzugang, allenfalls der Computer, nicht die Person, ermittelbar. Was also soll eine Mail oder ein Brief denn überhaupt bringen, außer vor negativen Bewertungen abzuschrecken? Abgeschreckt werden nur einfache, ehrliche Berichtschreiber; der böse Konkurrent wird schon Wege finden, wenn er das Risiko überhaupt eingehen will. Der sich selbst anpreisende Anbieter selbst geht ja überhaupt kein Risiko ein.

Beim Fax, sofern die Rufnummer nicht unterdrückt und die Absenderkennung nicht gefälscht wurde (sofern Tauchernet überhaupt Beides protokolliert), ist das schon schwerer; aber es gibt wohl auch da Möglichkeiten (als Mitarbeiter von der Firma aus, vom freundlichen Kopier/Faxservice aus, oder einfach mit unterdrückter Rufnummer und gefälschter Absenderkennung sowie am PC per Bildbearbeitung eingefügten Unterschriften von möglichst unangenehmen Bekannten).

Es gibt die Möglichkeit, die Authentifizierung auch per email durchzuführen; das ist aber technisch etwas aufwendig und daher kaum verbreitet. Also bleibt nur das fälschbare Fax (das die Mehrheit sowieso nicht hat), die fälschbare email und der aufwendige Rückruf per Telefon; vielleicht auch noch ein Briefwechsel in beide Richtungen. Postident-Verfahren wäre wohl auch noch möglich

Nein, da kann man auch gleich einfach die Telefonnummer verlangen und zurückrufen, wenn`s wirklich nur um Absicherung geht; eindeutiger abgesicherte Identität und einfacher als ein Fax für den Berichtersteller. Und wenn Absicherung so wichtig ist: Was ist dann der Unterschied zu völlig unabgesicherten Postings in den Foren selbst?

Ich würde über`s technische Verfahren der Absicherung nochmal nachdenken...

@Süßwassertaucher
Genau das müßte man strenggenommen fordern, wobei man es evt. technisch etwas einfacher machen kann. Oder eben doch ganz einfach und unbürokratisch: Rückruf vom mißtrauischen Tauchernetredakteur per Telefon, ggf. mit Zustimmung des Angerufenen Gespräch aufzeichnen, und fertig.
Antwort von Badoit am 08.08.2006 - 18:45
"Gegen bewußte Eigenwerbung wird vorgegangen". So ein Quatsch. Mir ist persönlich ein Fall bekannt, wo jemand 16 sehr positive Bewertungen an 4 Bekannte geschickt hat. Diese haben alle über jeweils 4 verschiedene Emailadressen (hat man blitzschnell gelöst) die Berichte ins Tauchernet gestellt. Und hier stehen sie noch heute. Keine Redaktion der Welt kann diese extem einfach zu bewerkstelligende Eigenwerbung mit vertretbarem Aufwand erkennen. Fazit: Eigenwerbung ist sehr einfach und nicht erkennbar. Sie wird massenweise produziert und "dagegen vorgegangen" wird natürlich nicht. Ausser bei den 2 %, die sich voll doof anstellen.

Wieso negative Bewertungen faktisch zensiert werden, ist mit ein völliges Rätsel. Einzige Erklärung: die sogenannte Redaktion ist doof
Antwort von Trilaminator Registriertes Mitglied am 08.08.2006 - 18:45
ja das mit der Zensur ist schade im TN ... wurden ja auc schon meine Beiträge zensiert ... schade eigentlich ....... selbst mein Urlaubs Thread vom Attersee wurde entfernt .. schade ......

denke mal aber das sich das TN rechtlich gegen Klagen absichern muß .. die Hersteller und shops haben hier alles zu verlieren..... hier lesen zich tausende taucher ausganz Europa ..... wenn sich rumspricht das ein Hersteller scheiße ist bzw. ein tauchshop kann er praktsich schon dicht machen ......

bissl arbeiten muß unsere liebe Redaktion schon .....
Antwort von AndyS Registriertes Mitglied am 08.08.2006 - 20:44
@flasche: Logisch, daß es genug Möglichkeiten gibt, die hier praktizierten Sicherungen zu umgehen. Wer unbedingt will, der kann auch. Aber das ist wohl in allen Bereichen unseres Lebens so. Nur, im Fall einer Klage kann die Redaktion immer noch sagen, daß sie es zumindest versucht hat. Wie ein Richter darauf reagiert, weiß ich nicht.
Mit Negativ-Kritik im Forum könnte die Redaktion allerdings wirklich mal ein Problem bekommen...

@badoit: Eigenwerbung, bzw. super-positive Kritik dürfte in der Regel keine rechtlichen Konsequenzen für die Redaktion haben. Also muß sie sich dagegen auch nicht absichern.

@Tri: Was hier in diesem Fall passiert ist, ist keine Zensur. Die Redaktion will den Beitrag ja drucken, aber eben nur nach nochmaliger Bestätigung durch den Absender. Was mit Deinen Beiträgen geschehen ist, könnte eine Zensur gewesen sein. Ob die allerdings "berechtigt" war oder nicht, kann ich nicht beurteilen.

Gruß
Andy
Antwort von Trilaminator Registriertes Mitglied am 08.08.2006 - 21:56
Vergiss es Tri...

Anm.Red: dieser Beitrag wurde zensiert und dies mit voller Absicht.
Antwort von clearwaterdiver Registriertes Mitglied am 08.08.2006 - 22:12
also,ich finde den ablauf mit dem fax lästig.
aber es verhindert zum einen rechtl. schritte gegen die redaktion und zum anderen.....viel wichtiger.....
man selber überlegt ob alles ehrlich und bewusst richtig geschildert ist; man bringt nicht so leicht vorschnelle burteilungen ins net. und wenn man richtig sauer ist macht man sich diemühe und schickt das fax. basta!
so habe ich es auch gemacht.

gruß heinz
Antwort von und 26 Gäste Registriertes Mitglied am 09.08.2006 - 00:26
...sie reitet wieder, die Heilige Inquisition...

(Herbert: vergiss beim Buchstabensammeln nicht: selig sind die armen Trilaminatoren im Geiste)
Antwort von Massi Registriertes Mitglied am 09.08.2006 - 01:17
gibts denn keine anderen moeglichkeiten ?! wäre glaube ich echt zu faul faxen zu machen

so was wie ne eh sms bestätigung ?
Antwort von Massi Registriertes Mitglied am 09.08.2006 - 01:26
lol wat macht denn der Tri heut abend wieder ? hat wohl ne schlaflose nacht
Antwort von Trilaminator Registriertes Mitglied am 09.08.2006 - 01:28
Gute nacht
Antwort von gerneTaucher Registriertes Mitglied am 09.08.2006 - 07:20
Ich hatte kein Bock jetzt für folgendes eine neue Diskusion zu eröfnen und denke, dass diese Frage hier gut aufgehoben ist:

@Redaktion
Wurden heute ganz früh an die 16 Threads eröffnet und wieder gelöscht? Wenn ja dann würde ich gerne wissen warum. Einfache Stichworte wie "Beleidigung", "Thema ausdiskutiert" oder "nichts mit Tauchen zu tun" würde mir da reichen.

gut Luft
Antwort von Redaktion Redaktionsmitglied am 09.08.2006 - 08:19
@gerneTaucher: da richtige Wort ist nicht gefallen. "Tri.." spielt, wäre korrekt.
Antwort von hket Registriertes Mitglied am 09.08.2006 - 10:11
Ich habe mich hier schon in viele verbale Tiefen begeben, zensiert wurde ich nur in nachvollziehbaren Ausnamefällen.

Überlegt Euch mal die Alternative: Die Firma BLUB baut einen Scheiss Atemregler, Peter bringt einen sachlich fundierten Bericht darüber im TN.
Der Anwalt von BLUB wendet sich mit einer Unterlassungsklage an TN, der Bericht wird gelöscht und TN zahlt Strafe.
Schickt aber Peter die entsprechende Faxbestätigung, wird der Blubberanwalt aufgeben, da Peter nur seine subjektive Meinung mit nachvollziehbaren Kritikpunkten geäußert hat.
Stellt sich aber heraus, dass Peter den Bericht gefaked hat, weil er seinen BigBlub Atemregler verkaufen will, muß er dafür geradestehen, nicht TN.

So sollte zumindest der Idealfall aussehen.

Helmut
Antwort von AndréM Registriertes Mitglied am 09.08.2006 - 10:31
@hket:

" So sollte zumindest der Idealfall aussehen. "

Liest sich sehr theoretisch

Gibt es überhaupt einen bestätigten Fall in D in welchem ein Webseitenbetreiber sich auf diese Weise vor Abmahnungen (o.ä.) schützen konnte?
Antwort von gerneTaucher Registriertes Mitglied am 09.08.2006 - 10:43
@Redaktion " "Tri.." spielt "
Die Info reicht mir ja. Danke Redaktion .

gut Luft
Antwort von hket Registriertes Mitglied am 09.08.2006 - 14:24
wie wäre es mit einem "Trilaminator" Forum -
aber ganz weit hinten bei den anderen Haiopeis.

der Mann für gewisse Stunden (wie Weihnachtsdepri oder ähnliches)

Auf jeden Fall erträgt er eine Menge Spott, ohne direkt böse zu werden. Ein Abend am gemeinsamen Lagerfeuer wäre bestimmt lustig, notfall muss Uli mir helfen.

Helmut
Antwort von boesewicht Registriertes Mitglied am 09.08.2006 - 16:08
Hi, das sich die taucher.net-Redaktion nur gegen Ansprüche Dritter bei negativen Beurteilungen absichern möchte und sollte, ist doch wohl klar und selbstverständlich.
Gerade in Zeiten des anonymen Internets, wo jeder sich überall evtl. mit falschen Angaben Accounts anlegen kann und dann natürlich auch schön Unsinn im Netz verbreiten kann, dürfte die Vorgehensweise von Taucher.net verständlich sein.
Ok, über evtl. Modernisierung des Ablaufes könnte man sich evtl. mal Gedanken machen, aber das ist eine andere Geschicht - wer hat heute noch ein Fax zuhause

Aber warum ich hier meinen Senf dazugebe ...

dies habe ich in einer meiner aktuellen Computerzeitschriften gefunden, dürfte evtl. etwas bei dem ganzen helfen und evtl. dazu beitragen, das manches anders gemacht wird.

Ich habe gerade in einer meiner computerzeitschriften ein urteil gefunden (internet pro 09/06)

"Haftung von Forenbetreibern"

Im Falle ehrverletzender Äußerungen in einem Internetforum besteht gegen den Betreiber selbst nur ein Anspruch auf Distanzierung von dem Beitrag. Ein Unterlassungsanspruch muss gegen den Urheber geltend gemacht werden. Nur wenn der Betreiber dessen Identität nicht bekannt gibt, kann der Verletzte auch gegen den Forenbetreiber einen Unterlassungsanspruch geltend machen.

(OLG Düsseldorf, Az. I-15 U 180/05)


----------------

Taucher.net ist ja ein Forum - auch wenn es manchmal nicht so den Anschein macht
Antwort von Zertifiziert am 10.08.2006 - 07:45
"Ok, über evtl. Modernisierung des Ablaufes könnte man sich evtl. mal Gedanken machen, aber das ist eine andere Geschicht"

Schon mal was von
"Qualifiziertem Zertifikat" gehört?
Hier klicken

Nach § 3a Abs. 2 Verwaltungsverfahrensgesetz kann mit einer qualifizierten elektronischen Signatur nach dem Signaturgesetz die Gleichwertigkeit zu der gesetzlich angeordneten Schriftform (Unterschrift) sichergestellt werden.

Antwort von paula Registriertes Mitglied am 10.08.2006 - 10:41
Ich hatte vor ein paar Wochen schonmal darüber geschrieben, wie ich das sehe mit den negativen Kommentaren und Bewertungen. Jemand der zufrieden ist hat nicht so ein großes Mitteilungsbedürfnis wie jemand der unzufrieden ist.
Da kann es schon vorkommen, dass Leute auf ner Messe mit der Art des Vertreters/Geschäftsführers/Verkäufers des Herstellers XY überhaupt nicht klar kommt und schon ist der Kundenservice das letzte, die Produkte schlechte Quali usw. Natürlich werden solche Kommentare hier von den wissbegierigen Usern sofort verinnerlicht und beim nächstbesten Thema schreibt dann User XY, der dieses Produkt nichtmal kennt, dass das Produkt absolut schlecht sei. Schneeballprinzip!
Dann kommt noch ein User dazu, der vielleicht Probleme hatte mit der Qualität, aber dann mal einfach beim Posten vergißt, dass Ersatz angeboten wurde, weil er sich ja noch immer so ärgert und schwups haben wir hier eine komplette Forengemeinde, die der Überzeugung ist Firma XY taugt nichts. Ist leider so (nicht nur beim taucher.net)
Dass sich die Firmen das in vielen Fällen nicht gefallen lassen ist schon klar, es geht ja um ihren Ruf. taucher.net muß alles tun um Kommentare die evtl. geschäftsschädigend sind und keine Grundlage haben zu verhindern. Ist auch gut so! Was ist denn schon ein kleines Fax, wenn man sich wirklich ärgert (ob begründet oder nicht), dann tut man doch alles!
Es gab auch schon Firmen/Shops, die den Verfasser direkt aufgefordert haben etwas der Wahrheit entsprechend zu berichtigen.
Antwort von flasche Registriertes Mitglied am 10.08.2006 - 12:30
Paula (u.a.),
es geht doch den Meisten gar nicht darum, daß man anonym unsachliche negative Berichte einstellen möchte. Es geht darum, daß:
1. nur Negativberichte gesondert abgeklärt werden (warum nicht auch die Lobhudeleien?), und
2. das Verfahren für die Abklärung zu umständlich ist (und noch dazu, wie ich erläuterte, nicht einmal hinreichend zur sicheren Authentifizierung).
Damit ist das Verfahren nur geeignet, tatsächlich ehrliche Berichtschreiber (die vielleicht mal etwas unbedacht formuliert haben mögen, so wie das Lobhudler ja auch tun) abzuschrecken. Echt gezielte Negativbeurteilungen von Konkurrenten werden so überhaupt nicht verhindert, das kann man ja geschickt genug machen. Dann muß in dem Falle (zuweilen ja berechtigt) eben die 2. Stufe der Zensur `ran, wenn die aufwendige Faxbestätigung den Beitrag nicht verhindert hat...

(Übrigens zeigt die Praxis, daß man eher in Berichten lobt, statt zuzugeben, daß man irgendwelche schlechten Produkte gekauft hat. Damit würde man ja zugeben, selbst einen Fehler beim Kauf gemacht zu haben, oder mit schlechter Ausrüstung zu tauchen, oder gar einen zu teuren oder etwas unbefriedigenden Urlaub gemacht zu haben. Insofern muß die Mehrzahl positiver Bewertungen nicht zensurbedingt sein.)
Antwort von Claus Registriertes Mitglied am 10.08.2006 - 19:21
@all
Nun kann auch ich nicht mehr still halten.

Aus meiner Erfahrung (und ich betreue nun schon seit etlichen Jahren das eine oder andere nicht gerade kleine Forum) wird hier viel Lärm um nichts gemacht.

Wie oben schon erwähnt, kann der Betreiber eines Forums nicht haftbar gemacht werden. Die Forenregeln sollten nur entsprechend ausführlich formuliert sein. Und jeder der sich anmeldet, muss diese Regeln ja akzeptieren.

Dass Firmen, die schlecht wegkommen, gern mal einen Anwalt losschicken, ist bekannt. Aber sollen sie doch. Eine Unterlassungserklärung muss ich nicht unterschreiben - und die Gebühren auch nicht bezahlen. Nur reagieren sollte ich natürlich!

Viele Anwälte benutzen so etwas leider als eine Art Gelddruckmaschine und hoffen auf die Angst und Unkenntnis des Empfängers. Sollen die doch den Klageweg einschlagen.
a) werden sie in den meisten Fällen nicht weit kommen
b) klären die Gerichte auf diesem Weg vielleicht mal endlich die Situation.

Weiter gibt es etliche Foren, in denen nichts anderes gemacht wird, als Produktkritik (siehe ciao.com oder bei Preissuchmaschinen wie guenstiger.de). Auch dort muss ich meine negative Kritik nicht per Fax bestätigen.

Das gute an Foren ist, dass es ja öffentlich ist und damit auch einem öffentlichen Korrektiv unterliegt (im Gegensatz zur Mundpropaganda). Offensichtlich falsche Berichte werden schnell entlarvt und können dann ja noch immer entfernt werden.

Nun auch noch von meiner Seite her die Frage nach dem technischen Aufwand.
- Ich persönlich besitze auch kein Fax mehr.
- Scanner habe ich bis heute noch nicht gebraucht und deshalb auch nicht angeschafft
- Brief schreiben, ausdrucken, eintüten und zum Briefkasten bringen (sofern ich noch eine passende Briefmarke im Hause habe) ist doch wirklich antiquiert. Das erinnert mich ein wenig an die Chefs, die sich von ihren Vorzimmerdamen die E-Mails ausdrucken lassen…

Daher auch mein Appell an TN. Überlegt euch bitte, ob ihr nicht den Sprung ins aktuelle Jahrtausend machen möchtet und das Verfahren abändert.

M.E. reicht das Korrektiv der Öffentlichkeit aus. Aber falls ihr doch noch Bammel habt, geht doch zur Lösung mit der Telefonnummer über.

Ein etwas offeneres Verfahren würde der Diskussionsfreudigkeit und Qualität der Beiträge bestimmt nicht wehtun.
Antwort von berlinman Registriertes Mitglied am 10.08.2006 - 22:54
Ein paar Anmerkungen:

Zuerst empfehle ich die Lektüre von verschiedenen Abmahnfällen - unter anderem zu finden unter Hier klicken

Dann wird den meisten klar, dass viele Details für Forenbetreiber juristisch unklar sind.

Ein Grund für die Absicherung bei Negativkritiken ist die Tatsache, dass in einem solchen Fall der Kritisierte als ersten Ansprechpartner ausschließlich die Forumbetreiber hat. Was dann passieren kann, dazu folgender Artikel: Hier klicken

Zitat aus dem Artikel: "Der in seinen Rechten Verletzte könne allerdings dann Unterlassung fordern, wenn der Forenbetreiber seinen Nutzern ermöglicht, vollständig anonym Beiträge zu verfassen. Im Umkehrschluss bedeutet das eine Haftungsbefreiung für Anbieter von Meinungsforen, wenn sie die Nutzer zweifelsfrei identifizieren und deren persönliche Daten im Fall einer Rechteverletzung an Betroffene weitergeben."

Das ist also zunächst mal die Rechtssituation - das OLG Düsseldorf (Az. 1-15 U 180/05) ist der Meinung, dass man mit der Identifikation des Kritikers diesem die mögliche Haftung für seine Äußerungen "rüberschieben" kann. Allerdings ist für dieses Urteil Revision beim BGH zugelassen - der Kritisierte hat angekündigt, diesen Weg gehen zu wollen.

Was folgt daraus? Zunächst mal muss man das Tauchernet verstehen - die Redaktion will sich schlichtweg die Möglichkeit offen halten, direkt an den Autor zu verweisen. Dann wird die Frage, ob Kritik berechtigt und rechtmäßig war, unmittelbar zwischen dem Autor und dem Kritisierten geklärt - incl. eventueller Kostenerstattungen und Schadenersatzforderungen.

Das könnte das tauchernet dazu veranlassen, dass sich jeder Poster identifizieren muss - anrechnen sollte man der Redaktion, dass man sich nur für die Fälle absichert, wo eine gewisse Möglichkeit besteht, dass es zu juristischen Auseinandersetzungen kommt. Denn rein theoretisch können auch positive Einträge zu juristischen Streitigkeiten führen, z.B. wegen des Verdachts des unlauteren Wettbewerbs. Allerdings ist dann der "Begünstigte" leicht zu erkennen und wäre folglich der erste Ansprechpartner des "Geschädigten".

Und außerdem: Die tauchernet-Redaktion hat hier Hausrecht. Die können machen was sie wollen, so lange es nicht gegen geltendes recht verstößt. Sie können uns auferlegen, rückwärts zu schreiben und jeden rausschmeißen, der es nicht tut.

Also akzeptiert doch einfach das, was die Gastgeber uns Gästen vorgeben.

Ich habe auch kein Fax mehr, seit etwa 5 Jahren. Aber ich bin sicher, ich würde notfalls einen Weg finden - notfalls per snail mail. Denn wenn ich Anlass hätte, andere Taucher vor einer Basis oder einem Ausrüstungsteil zu warnen, dann wäre es mir durchaus 55 Cent wert. Oder einen Anruf. Oder notfalls ein Fax von irgendwo.
Antwort von Tümpi Registriertes Mitglied am 11.08.2006 - 09:49
Berlinman, du hast es erfasst. Danke für das ausführliche Statement. Und wenn man sieht, was zur Zeit im Forum "Tauchgebiete" dazu abgeht - weiß man, warum die Redaktion nur so und nicht anders kann.
Antwort von Trilaminator Registriertes Mitglied am 16.08.2006 - 12:14
aber mich löschen geht gar nicht

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